Der Preis des Seelenheils...

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Cilwve Trask

Der Preis des Seelenheils...

Beitrag von Cilwve Trask »

Unruhig schweifte sein Blick in der Umgebung umher, immerwährend nach den Schatten Ausschau haltend, die versuchten, durch die Fugen und Ritzen des Gemäuers seiner spärlichen Behausung ins Innere seiner Wohnstube einzudringen...
Er grabschte mit zittriger Hand nach der großen Glasscherbe, die auf der einen Seite mit einer hauchdünnen Silberschicht überzogen war. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wann der Spiegel zu Boden gefallen und in viele kleine Splitter und größere Scherben zerbrach, die nun fein auf dem kühlen Steinboden verteilt waren.

Beinahe erschrak er, als er im matten Mondlichtschein sein eigenes Anlitz zu Gesicht bekam. Der wohlgepflegte Bart, nun zerzaust und filzig, lasch an seinem Kinn herabbaumelnd, hatte nun eine unerwartet ansehliche Länge erreicht. Dunkle Ringe umrahmten seine geröteten, wässrigen Augen und ließen ihn wie einen Untoten erscheinen.
Er umklammerte wutschnaubend die Glasscherbe, nicht darauf achtend dass er sich die Finger an dessen scharfen Kanten blutig schnitt. Mit einer ruckartigen Bewegung holte er plötzlich aus, und ließ die Scherbe klirrend an der Wand zerschnellen worauf die Schatten zu seiner Erleichterung schlagartig zurückwichen...

Er musste diesen Fluch loswerden... koste es was es wolle. Mit zusammengekniffenen Augen, keine Ruhe findend, wartete er die Morgendämmerung ab und eilte dann hastig aus dem Haus, um sein Pferd zu satteln und den Weg ins Ungewisse einzuschlagen.

Er musste den Fluch so loswerden, und zwar so wie er ihn bekommen hatte...
Viele Stunden ließ er sich von seinem Pferd durch den dichten Wald tragen, umherirrend und kein festes Ziel einschlagend, bis er plötzlich vor den Toren Bajards stand...
Schlagartig schoß ihm ein Gedanke durch den Kopf, worauf er ein wenig ungelenk sein Pferd durch die Toren lenkte, um die Kneipe des kleinen Dorfes aufzusuchen. Er erinnerte sich an die alten Zeiten, bei der er die Schänke aufsuchte, um nach Glück und schnell verdientes Gold zu suchen. Sicherlich trieben sich dort immer noch fragwürdige Gestalten herum, die für Gold ohne zu zögern ihre Seele zu opfern bereit waren.
Er täuschte sich auch diesmal nicht, denn in der Tat konnte er mit Leichtigkeit eines der Gestalten erfolgreich einlullen und ihn mit wagen Versprechungen nach Reichtum und materiellem Wohlstand für seine Sache gewinnen. Dabei sah dieser Mann nicht einmal heruntergekommen und verzweifelt aus. Er vermutete, dass dieser entweder ungemein dämlich oder einfach nur extremst raffgierig war. Auf sein Verhalten und seine Worte hin, die keineswegs unbeholfen und unbedacht wirkten, schloß er eher auf Letzteres.

Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen warf er dem Manne einen geschlängelten Dolch entgegen und das Ritual begann....
Halgor Feuerklinge

Beitrag von Halgor Feuerklinge »

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Frederyc de Ecueyl

Beitrag von Frederyc de Ecueyl »

Ein langer Tag war es gewesen.
Ein Tag, der danach verlange ihn durch eine gehoerige Portion Wein ein wenig erträglicher zu machen.
So sass er dort, im Schatten der Taverne und trank seinen Krug Wein, als ihm ein seltsamer Geruch in die Nase stieg.
Kaum umgewandt, dem seltsamen Geruche folgend, erblickten seine Augen einen grobschlächtigen, seltsamen Kerl, der ihm doch gleich Anbot ihm sein Hab und Gut zu vermachen, so er denn seine Tochter freien würde.

Seltsam, Vorsicht und Betrug, waren die ersten Gedanken die ihm in den Sinn kamen. Doch der Beschreibung seiner Tochter lauschend, verstand er wohl, warum der Fremde einem ihm unbekannten Manne ein solches Angebot machen musste.

Haus, edles Tier und gutes Essen. All das war ihm wieder in Aussicht gestellt worden.
Er würde seinen einstigen Status und Rang langsam wieder erlangen und ein gutbürgerliches Leben führen konnen.
So, nicht lang gezögert, sondern eine solch günstige Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, folgte er dem Fremden wohl zur Brautschau.
Doch, welche Seltsame Begebenheit, die Tochter war wohl auf Reisen.
Warum war er hierher gelockt worden?
Das Haus machte einen guten Eindruck, solide gebaut und gut in Schuss.
Ein Handgeld wurde ihm in Aussicht gestellt.
Doch.. wofür?
Die Tochter war nicht da.
Nicht mehr lange dauerte es und es war heraus:
Der Preis solle in Blut bezahlt werden.
Seinem Blut. Von einer Tochter war nicht mehr die Rede, nicht unwahrscheinlich, dass es sie nie gegeben hatte..

Er sah sich abermals im Hause um.. ein Gläschen Blut und all das wäre sein..

Ein kurzes zögern, ein letzter Blick auf die grossen Truhen und er griff nach dem Dolch..
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