[Event] Die unbekannte Gefahr
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Gast
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"Ich werde noch etwas Wache an der Wehrmauer halten.", hatte Nandôth gerade gesagt und entschlossen hatte Tambar seine Gesellschaft angeboten, als auch schon die Information an seine Ohren drang, dass ein paar Edhain ihn an adab e-maenis erwarteten. So sagte er Tambar also, er könne schon einmal hoch gehen und ging selbst in Richtung Nebelwald. Ätzend war es, wie schwer das Voranblicken im taktisch wohl überlegten Nebel Shalaryls war. Der Wald und das Tal sollten nicht so schnell brennen können, wie beim letzten Mal. Am Handelshaus angekommen, erblickte er auch gleich Antorius, Viridian und eine adaneth, welche ihm als Elinor Tiefenbruch vorgestellt war. Durchaus etwas älter, als ihre männlichen Begleiter. Schwer zu sagen, wie wenige Jahrzehnte sie wohl schon hinter sich hatte. Er war nicht sonderlich gut im Einschätzen solcher Dinge. Doch zählte das auch nicht wirklich. Antorius berichtete, dass er gerne noch weiter helfen würde. Man solle ihm nur sagen, was zu tun sei und seine Begleiter wollten dies wohl auch. Nandôth nahm die Hilfe dankbar an und führte sie durch den Nuya'tan, doch noch währenddessen hallte wieder dieses ominöse Lachen durch die Wolkendecke, fern über dem Baumkronendach des Waldes. "Lauft!", erging sofort von ihm und er wagte einen Laufschritt durch die dichte Nebelwand. Glücklicherweise verloren die Edhain dank schneller Reflexe und bedingungslosem Vertrauen in den Nestor nicht seine Spur. Sie kamen alle in Ered Luin an, wo auch schon Hektik auszubrechen begann, als sich die schwarzen Flügel ihren Weg durch die dunklen Wolken suchten.
"Nandôth, übernimm die Gruppe im Westen!", rief Fuinor ihm über den Marktplatz hinweg entgegen. Parallel hörte man noch, wie Eona und Lethalon - ein lange zurückersehnter gwador - je eine Gruppe des bunten Verteidigerheers übernahmen. Ein Nestor je knappes Dutzend Streiter. Eine fast unzumutbare Aufgabe, aber es war noch vor der ersten Schlacht des Jahres absehbar gewesen, dass die Nestyr nicht ausreichen würden, um alle Fronten zuverlässig zu unterstützen. Also msusten sie das Beste aus ihrer kleinen Anzahl machen. Im Nachhinein erinnerte Nandôth sich nur noch an vereinzelte Szenen. Oft hatte er Streiter, teils auch von fremden Gruppen, aufgezogen und ihnen einen erfrischenden Trank zur Stärkung in die Hände gedrückt. Sie durften noch nicht schlappmachen. Dann war da regelmäßig dieser Feuerregen gewesen, auf welchen hin immer wieder gerufen wurde: "Auseinander, verteilt euch!" Sie mussten wenig Angriffsfläche bieten, in Bewegung bleiben. Der Feind durfte nicht zielen oder gar kalkulieren können. Schlüsselpunkte ihrer eigenen Verteidigungstaktik mussten solange wie möglich unergründet bleiben. Dann hatte der Dämonenfürst mehrfach seine Kreise über und durch das Heer gedreht. Ächzend gingen manche zu Boden, andere wichen zur Seite aus und wiederum einige ließen sich tatsächlich bewusst in eine Hocke sinken, um unter den Körper des Gegners zu geraten.
Am Palast angekommen, um diesen von den Heerscharen Meeresbewohner zu befreien, entdeckte Nandôth schließlich auch die zu Beginn vermisste Celeg'glin'magol. Erleichtert informierte er sie im Schnellverfahren über die Lage. Sie hatte bisher in der Nähe des Camvaethols gekämpft, wie es aussah. Phase 3, wie er den Abend grob zu unterteilen versuchte, war dann wirklich anstrengend gewesen. So viele alchemistische Schutzmaßnahmen gegen Feuer konnten sie gar nicht liefern, wie ihnen Flammenfunken, Feuerregen und Höllenhunde entgegenkamen. Gleich zweimal hatte es ihn für einen kurzen Moment selbst in die Knie gezwängt, ehe er sich jedoch noch einmal sammeln konnte und dank seines hohen Adrenalinpegels auch nahezu nichts an Schmerzen verspürte. Er musste seine Aufgaben als Nestor unbedingt erfüllen. Mitten im Kampfgetümmel verlor er irgendwann gnadenlos seine Gruppe aus den Augen. Sie hatte sich aufgeteilt, agierte nicht mehr zusammen, seit die Feuerwellen große Schneisen in das gemeinsame Heer gerissen hatten. Er pendelte anfangs noch hin und her, auf der Suche nach Mitgliedern eben seiner Gruppe. Doch irgendwann ließ er es bleiben, schaute nur noch, wo gerade keiner der Nestyr stand und kümmerte sich um die dort kämpfenden Streiter. Bloß nicht an Plandetails festhalten. Das hatte er während der Vorbereitungen immer selbst gepredigt. Im Krieg ist alles erlaubt. Also mussten sie auch alles tun, was nötig war oder zumindest nötig erschien und am Ende.. siegten sie wieder.
Zu welchem Preis? Das frug er sich in jener Nacht nicht mehr. Nach einem letzten, ungezählten Durchkämmen Ered Luins hatten sich auch an ihm die Spuren des Kampfes offenbart. Mit dem Sinken des Adrenalinpegels und dem Abnehmen von Maske und Helm, wurde schreckhaft deutlich, dass ein knapper Drittel seines Gesichts von Verbrennungen übersät war. Wie es dazu hatte kommen können, das frug er sich bei so viel Feuer um ihn herum nicht mehr. Es war am Ende auch egal. Sobald kein ernst Verletzter mehr im Tal und Umgebung unversorgt verweilte, konnte, musste er sich ohnehin selbst hinlegen. Also zog es ihn schlussendlich auch in die Sala der Lindil. Wie von so vielen, war nun auch sein Heim zerstört. Mit verzogener Mine legte er sich eine schnell präparierte Bandage auf das verbrannte Gesicht. Beinwurz und Ringelblume würden sich um die Verbrennungen und potentielle Entzündgungen kümmern, während etwas Bilsenkraut die Schmerzen irgendwie lindern sollte. Im Beisein seiner Geschwister begab er sich dann in eine Meditation, die für Außenstehende tatsächlich wie ein gewöhnliches Schlafen der Fiberim wirken konnte. Auf dem Rücken gelegen mit geschlossenen Augen. Doch seine Sinne waren einen Großteil der Nacht noch geschärft, um auf Unterbrechungen der trügerischen Stille reagieren zu können. Erst bei Morgengrauen, welches für die Eledhrim in ihrer Heimat kaum noch zu erkennen war, sank er in eine tiefere Meditation hinein. Offenbar sollte nun wirklich so schnell nichts mehr folgen. Er konnte ruhen.
"Ich werde noch etwas Wache an der Wehrmauer halten.", hatte Nandôth gerade gesagt und entschlossen hatte Tambar seine Gesellschaft angeboten, als auch schon die Information an seine Ohren drang, dass ein paar Edhain ihn an adab e-maenis erwarteten. So sagte er Tambar also, er könne schon einmal hoch gehen und ging selbst in Richtung Nebelwald. Ätzend war es, wie schwer das Voranblicken im taktisch wohl überlegten Nebel Shalaryls war. Der Wald und das Tal sollten nicht so schnell brennen können, wie beim letzten Mal. Am Handelshaus angekommen, erblickte er auch gleich Antorius, Viridian und eine adaneth, welche ihm als Elinor Tiefenbruch vorgestellt war. Durchaus etwas älter, als ihre männlichen Begleiter. Schwer zu sagen, wie wenige Jahrzehnte sie wohl schon hinter sich hatte. Er war nicht sonderlich gut im Einschätzen solcher Dinge. Doch zählte das auch nicht wirklich. Antorius berichtete, dass er gerne noch weiter helfen würde. Man solle ihm nur sagen, was zu tun sei und seine Begleiter wollten dies wohl auch. Nandôth nahm die Hilfe dankbar an und führte sie durch den Nuya'tan, doch noch währenddessen hallte wieder dieses ominöse Lachen durch die Wolkendecke, fern über dem Baumkronendach des Waldes. "Lauft!", erging sofort von ihm und er wagte einen Laufschritt durch die dichte Nebelwand. Glücklicherweise verloren die Edhain dank schneller Reflexe und bedingungslosem Vertrauen in den Nestor nicht seine Spur. Sie kamen alle in Ered Luin an, wo auch schon Hektik auszubrechen begann, als sich die schwarzen Flügel ihren Weg durch die dunklen Wolken suchten.
"Nandôth, übernimm die Gruppe im Westen!", rief Fuinor ihm über den Marktplatz hinweg entgegen. Parallel hörte man noch, wie Eona und Lethalon - ein lange zurückersehnter gwador - je eine Gruppe des bunten Verteidigerheers übernahmen. Ein Nestor je knappes Dutzend Streiter. Eine fast unzumutbare Aufgabe, aber es war noch vor der ersten Schlacht des Jahres absehbar gewesen, dass die Nestyr nicht ausreichen würden, um alle Fronten zuverlässig zu unterstützen. Also msusten sie das Beste aus ihrer kleinen Anzahl machen. Im Nachhinein erinnerte Nandôth sich nur noch an vereinzelte Szenen. Oft hatte er Streiter, teils auch von fremden Gruppen, aufgezogen und ihnen einen erfrischenden Trank zur Stärkung in die Hände gedrückt. Sie durften noch nicht schlappmachen. Dann war da regelmäßig dieser Feuerregen gewesen, auf welchen hin immer wieder gerufen wurde: "Auseinander, verteilt euch!" Sie mussten wenig Angriffsfläche bieten, in Bewegung bleiben. Der Feind durfte nicht zielen oder gar kalkulieren können. Schlüsselpunkte ihrer eigenen Verteidigungstaktik mussten solange wie möglich unergründet bleiben. Dann hatte der Dämonenfürst mehrfach seine Kreise über und durch das Heer gedreht. Ächzend gingen manche zu Boden, andere wichen zur Seite aus und wiederum einige ließen sich tatsächlich bewusst in eine Hocke sinken, um unter den Körper des Gegners zu geraten.
Am Palast angekommen, um diesen von den Heerscharen Meeresbewohner zu befreien, entdeckte Nandôth schließlich auch die zu Beginn vermisste Celeg'glin'magol. Erleichtert informierte er sie im Schnellverfahren über die Lage. Sie hatte bisher in der Nähe des Camvaethols gekämpft, wie es aussah. Phase 3, wie er den Abend grob zu unterteilen versuchte, war dann wirklich anstrengend gewesen. So viele alchemistische Schutzmaßnahmen gegen Feuer konnten sie gar nicht liefern, wie ihnen Flammenfunken, Feuerregen und Höllenhunde entgegenkamen. Gleich zweimal hatte es ihn für einen kurzen Moment selbst in die Knie gezwängt, ehe er sich jedoch noch einmal sammeln konnte und dank seines hohen Adrenalinpegels auch nahezu nichts an Schmerzen verspürte. Er musste seine Aufgaben als Nestor unbedingt erfüllen. Mitten im Kampfgetümmel verlor er irgendwann gnadenlos seine Gruppe aus den Augen. Sie hatte sich aufgeteilt, agierte nicht mehr zusammen, seit die Feuerwellen große Schneisen in das gemeinsame Heer gerissen hatten. Er pendelte anfangs noch hin und her, auf der Suche nach Mitgliedern eben seiner Gruppe. Doch irgendwann ließ er es bleiben, schaute nur noch, wo gerade keiner der Nestyr stand und kümmerte sich um die dort kämpfenden Streiter. Bloß nicht an Plandetails festhalten. Das hatte er während der Vorbereitungen immer selbst gepredigt. Im Krieg ist alles erlaubt. Also mussten sie auch alles tun, was nötig war oder zumindest nötig erschien und am Ende.. siegten sie wieder.
Zu welchem Preis? Das frug er sich in jener Nacht nicht mehr. Nach einem letzten, ungezählten Durchkämmen Ered Luins hatten sich auch an ihm die Spuren des Kampfes offenbart. Mit dem Sinken des Adrenalinpegels und dem Abnehmen von Maske und Helm, wurde schreckhaft deutlich, dass ein knapper Drittel seines Gesichts von Verbrennungen übersät war. Wie es dazu hatte kommen können, das frug er sich bei so viel Feuer um ihn herum nicht mehr. Es war am Ende auch egal. Sobald kein ernst Verletzter mehr im Tal und Umgebung unversorgt verweilte, konnte, musste er sich ohnehin selbst hinlegen. Also zog es ihn schlussendlich auch in die Sala der Lindil. Wie von so vielen, war nun auch sein Heim zerstört. Mit verzogener Mine legte er sich eine schnell präparierte Bandage auf das verbrannte Gesicht. Beinwurz und Ringelblume würden sich um die Verbrennungen und potentielle Entzündgungen kümmern, während etwas Bilsenkraut die Schmerzen irgendwie lindern sollte. Im Beisein seiner Geschwister begab er sich dann in eine Meditation, die für Außenstehende tatsächlich wie ein gewöhnliches Schlafen der Fiberim wirken konnte. Auf dem Rücken gelegen mit geschlossenen Augen. Doch seine Sinne waren einen Großteil der Nacht noch geschärft, um auf Unterbrechungen der trügerischen Stille reagieren zu können. Erst bei Morgengrauen, welches für die Eledhrim in ihrer Heimat kaum noch zu erkennen war, sank er in eine tiefere Meditation hinein. Offenbar sollte nun wirklich so schnell nichts mehr folgen. Er konnte ruhen.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 21. Oktober 2016, 16:41, insgesamt 1-mal geändert.
- Sirdhemeth Glawar
- Beiträge: 281
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Erst als Ruhe eingekehrt war über den qualmenden Ruinen und dem ungewöhnlich stillen Nebelwald, in dem kein Waldwesen und kein Baum seine Melodie erhob, und als einzelne Eledhrim angespannte Wacht hielten damit ihre Geschwister zur Ruhe kommen konnten, sank Sírdhemeth auf einer marmornen Bank im Handelshaus nieder und in tiefe Meditation, um ihrem Körper Ruhe zu schenken und ihren Geist das Geschehene verarbeiten zu lassen.
Sie hatte gar nicht bemerkt, wie erschöpft sie war. Der Kampf, die Zerstörung, all das hatte die Aufmerksamkeit der Hamdan so sehr gefordert, dass sie weder ihre Wunden noch ihre zunehmende Erschöpfung wahrgenommen hatte. Im Vergleich zu vielen ihrer Geschwister, an die Toten mochte sie gar nicht denken, war es ihr im Kampf glimpflich ergangen. Nur der riesige Feuerball, welcher sie zu Beginn eingehüllt hatte, hatte seine Spuren hinterlassen. Doch wohl mehr in ihrem Geist als auf ihrem Körper. Schild, ihr feuerfestes Kleid und Nandoths rasche Hilfe hatten das Schlimmste abgefangen. Die Brandblasen an ihrem Arm würden wohl bald heilen. Aber der kurze Moment in dem sie die unendlich heiß scheinenden Flammen einhüllten, in der sie gefangen war in einer Welt aus Feuer, hatte sich in ihrem Geist eingebrannt.
Viele ihrer Geschwister fühlten sich machtlos gegen den Feuerregen der auf sie niederprasselte und die einzig sinnvolle Taktik war es gewesen immer in Bewegung zu bleiben. Dies galt insbesondere für Sírdhemeth auch hinsichtlich der anderen Gegner. Die kräftigen Kiefer der Höllenhunde und die schweren Klingen der Meereswesen hätten sie mit wenigen Bissen zerfetzt oder in einem Hieb entzwei gehauen. Und so setzte die Hamdan in diesem Kampf auf ihre flinken Beine, rasche Ausweichbewegungen und die Pfeile, welche sie ohne Unterlass gen der Gegner schickte, sobald die Nahkämpfer die Gegner binden konnten oder die Umgebung diese verlangsamte. Einzelne Hunde oder Meerwesen fielen schnell unter den Klingen ihrer Gwedyr und Gwethil, doch eine große Menge konnte rasch das Ende eines Eledhrim bedeuten. So hielt sie sich nie länger als ein paar Lidschläge an einem Ort auf, um in den rechten Momenten bedrängten Geschwistern zu Hilfe zu kommen, entweder mit ihren Pfeilen Gegner niederzustrecken oder im Falle einer größeren Horde, die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich zu ziehen und Teile davon mit sich zu locken, um diese zu zerstreuen.
Seufzend lenkte die Edhil die Aufmerksamkeit auf ihre brennenden Beine und versuchte etwas Entspannung zu finden in ihrem aufgewühlten Geist. Doch nach wie vor schweiften ihre Gedanken zu der vergangenen Schlacht.
Der Feuerregen hatte es den Eldhrim nahezu unmöglich gemacht in geschlossener Formation zu kämpfen, stattdessen zog sich alles auseinander in viele Einzelgeplänkel. Auch das Geschütz zu schützen war so zu einer schweren bis unmöglichen Aufgabe geworden. Doch hatte das Geschütz wirklich etwas geholfen? All die Mühe, welche Caraphinnor, Gwanion und die Kaluren hineingesteckt hatten, sowie sie selbst und die Ithryn in die Tarnung dessen - war sie es wert gewesen?. Sírdhemeth hatte nicht wirklich wahrgenommen, wieviel Speere die beiden Kaluren letztlich auf den geflügelten Feind abgeschossen hatten. Zu groß waren die um sie brandenden Gegnermassen aus Meeresungetümen und Höllenhunden gewesen. Aus allen Löchern schienen sie gekrochen zu kommen oder aus nicht wahrnehmbaren Sphärenrissen schickte sie ihr immer noch unbekannter Gegner vor. Den Palast hatten sie verteidigen können, doch der schlimmste Kampf tobte am Markplatz, der jetzt nichts war als Schutt und Asche, zerstört von diesem schwarzen geflügelten Ungetüm, das noch furchteinflößender und mächtiger schien als sein Vorgänger.
Seline hatte er für seinen unbekannten Herrn gefordert, dann würden die Kämpfe ruhen. In ihren Erinnerungsfetzen meinte sie wahrzunehmen, wie sie dem riesigen Monstrum ein lautes, und für sie so gar nicht ruhiges „NIEMALS!“ entgegenrief. Mehr Worte hatte sie in der Hitze des Kampfes nicht hervorgebracht. Doch mehr Worte waren auch nicht nötig, um die Haltung der Eledhrim zu dieser Forderung auszudrücken. Dann würde er eben alle vernichten, bis er sie gefunden hätte, war die Antwort des dämonischen Wesens gewesen, bevor es erneuten Feuerregen niedersendete und sich selbst in den Kampf stürzte. Am Ende lag das geflügelte Wesen in den rauchenden Trümmern des ehemals makellosen Marktplatzes. Doch, und das war wohl allen Eledhrim bewusst, würde der unbekannte Feind sein nächstes Heer und seinen nächsten Sendboten gegen sie senden. Die Frage war nur, wie lange die Atempause diesmal dauern würde.
Vielleicht war sie ja lange genug, um einige Fragen zu klären, die sich in der Zwischenzeit aufgetan hatten.
Sie hatte gar nicht bemerkt, wie erschöpft sie war. Der Kampf, die Zerstörung, all das hatte die Aufmerksamkeit der Hamdan so sehr gefordert, dass sie weder ihre Wunden noch ihre zunehmende Erschöpfung wahrgenommen hatte. Im Vergleich zu vielen ihrer Geschwister, an die Toten mochte sie gar nicht denken, war es ihr im Kampf glimpflich ergangen. Nur der riesige Feuerball, welcher sie zu Beginn eingehüllt hatte, hatte seine Spuren hinterlassen. Doch wohl mehr in ihrem Geist als auf ihrem Körper. Schild, ihr feuerfestes Kleid und Nandoths rasche Hilfe hatten das Schlimmste abgefangen. Die Brandblasen an ihrem Arm würden wohl bald heilen. Aber der kurze Moment in dem sie die unendlich heiß scheinenden Flammen einhüllten, in der sie gefangen war in einer Welt aus Feuer, hatte sich in ihrem Geist eingebrannt.
Viele ihrer Geschwister fühlten sich machtlos gegen den Feuerregen der auf sie niederprasselte und die einzig sinnvolle Taktik war es gewesen immer in Bewegung zu bleiben. Dies galt insbesondere für Sírdhemeth auch hinsichtlich der anderen Gegner. Die kräftigen Kiefer der Höllenhunde und die schweren Klingen der Meereswesen hätten sie mit wenigen Bissen zerfetzt oder in einem Hieb entzwei gehauen. Und so setzte die Hamdan in diesem Kampf auf ihre flinken Beine, rasche Ausweichbewegungen und die Pfeile, welche sie ohne Unterlass gen der Gegner schickte, sobald die Nahkämpfer die Gegner binden konnten oder die Umgebung diese verlangsamte. Einzelne Hunde oder Meerwesen fielen schnell unter den Klingen ihrer Gwedyr und Gwethil, doch eine große Menge konnte rasch das Ende eines Eledhrim bedeuten. So hielt sie sich nie länger als ein paar Lidschläge an einem Ort auf, um in den rechten Momenten bedrängten Geschwistern zu Hilfe zu kommen, entweder mit ihren Pfeilen Gegner niederzustrecken oder im Falle einer größeren Horde, die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich zu ziehen und Teile davon mit sich zu locken, um diese zu zerstreuen.
Seufzend lenkte die Edhil die Aufmerksamkeit auf ihre brennenden Beine und versuchte etwas Entspannung zu finden in ihrem aufgewühlten Geist. Doch nach wie vor schweiften ihre Gedanken zu der vergangenen Schlacht.
Der Feuerregen hatte es den Eldhrim nahezu unmöglich gemacht in geschlossener Formation zu kämpfen, stattdessen zog sich alles auseinander in viele Einzelgeplänkel. Auch das Geschütz zu schützen war so zu einer schweren bis unmöglichen Aufgabe geworden. Doch hatte das Geschütz wirklich etwas geholfen? All die Mühe, welche Caraphinnor, Gwanion und die Kaluren hineingesteckt hatten, sowie sie selbst und die Ithryn in die Tarnung dessen - war sie es wert gewesen?. Sírdhemeth hatte nicht wirklich wahrgenommen, wieviel Speere die beiden Kaluren letztlich auf den geflügelten Feind abgeschossen hatten. Zu groß waren die um sie brandenden Gegnermassen aus Meeresungetümen und Höllenhunden gewesen. Aus allen Löchern schienen sie gekrochen zu kommen oder aus nicht wahrnehmbaren Sphärenrissen schickte sie ihr immer noch unbekannter Gegner vor. Den Palast hatten sie verteidigen können, doch der schlimmste Kampf tobte am Markplatz, der jetzt nichts war als Schutt und Asche, zerstört von diesem schwarzen geflügelten Ungetüm, das noch furchteinflößender und mächtiger schien als sein Vorgänger.
Seline hatte er für seinen unbekannten Herrn gefordert, dann würden die Kämpfe ruhen. In ihren Erinnerungsfetzen meinte sie wahrzunehmen, wie sie dem riesigen Monstrum ein lautes, und für sie so gar nicht ruhiges „NIEMALS!“ entgegenrief. Mehr Worte hatte sie in der Hitze des Kampfes nicht hervorgebracht. Doch mehr Worte waren auch nicht nötig, um die Haltung der Eledhrim zu dieser Forderung auszudrücken. Dann würde er eben alle vernichten, bis er sie gefunden hätte, war die Antwort des dämonischen Wesens gewesen, bevor es erneuten Feuerregen niedersendete und sich selbst in den Kampf stürzte. Am Ende lag das geflügelte Wesen in den rauchenden Trümmern des ehemals makellosen Marktplatzes. Doch, und das war wohl allen Eledhrim bewusst, würde der unbekannte Feind sein nächstes Heer und seinen nächsten Sendboten gegen sie senden. Die Frage war nur, wie lange die Atempause diesmal dauern würde.
Vielleicht war sie ja lange genug, um einige Fragen zu klären, die sich in der Zwischenzeit aufgetan hatten.
Zuletzt geändert von Sirdhemeth Glawar am Freitag 21. Oktober 2016, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Eona´sala´a´tan
Für einen Moment schien die Zeit still zu stehen...
Das Blut rauschte hörbar durch ihren Körper, das Herz schlug ihr bis zum Hals hinauf.
Einige Augenblicke hatte die das Gefühl, alles würde sich in Zeitlupe abspielen. Ihre Hände brannten, so fest hatte sie ihren Stab umklammert.
''Eona, ich brauche hier Hilfe!!'', rief Amae'thariel zu ihr hinüber, doch die feuerspiegelnden,
eigentlich hellen Augen sahen kurz durch sie hindurch.
''Gwathel!, werf mir einen Trank zu bitte!'', kam es aus einer anderen Richtung von Parth.
Schon wühlte sie benommen in ihrem großen Efeubeutel.
Wie automatisch warf sie ihm einen der stärkeren Tränke zu und wie in Trance machte sie sich daran, sich um Amae zu kümmern, die eine Wunde davon getragen hatte, welche sie nur dürftig versorgen konnte.
''Bleibt standhaft!, nicht aufgeben!, wir werden nur siegreich das Feld verlassen!!'', rief der Kleinste aus ihrer Gruppe in starkem und kräftigem Ton. Bemerkenswert war er, Ranulph Graufels...
So hätte er mit seiner Ansprache das gesamte Volk antreiben können.
Noch immer schien alles eine Spur langsamer zu laufen, als sie in all dem Flammen und dem Qualm einen blauen Schimmer aus dem Augenwinkel wahrnahm.
Mit kräftigen und sichtbar geübten Hieben, trieb er das Schwert aus dem blauen Metall voran.
Hochkonzentriert waren die Augen auf die zahlreichen Gegner gelegt.
Nur sie selbst stand geschützt hinter den anderen, doch war sie auf gewisse Weise ein gleichauf wichtiger Teil, wie auch der geliebte Maethor, der das Kommando über die Gruppe hatte.
Eine vertraute Stimme drang an ihr Ohr:
''Iama, komm her.. du musst dich einen Moment entspannen und zu dir zurück finden.''
Allein die Stimme des Talagan sollte reichen, um sie ins hier und jetzt zurück zu stoßen.
Ein festes Nicken war zu sehen, ehe sie einige der umgebenen Geschwister beiseite schob, und sich den Weg zu Fuinor bahnte.
Er sah unverletzt aus, doch konnte man sie einige Zeit dabei beobachten, wie sie ihm eher einen Trank zuviel, als zu wenig reichte.
''Danke Melethril, gut dass du da bist.'', erklang die vertraute Stimme gedämpft.
Als auch der letzte der Angreifer leblos zu Boden sank, wäre sie am liebsten mit in die Knie gesunken, als sie sah was aus dem strahlenden Marktplatz geworden war.
Die Rauchschwaden die über jenem lagen, waren kaum zu durchschauen, und die zerbrochenen Marmorbänke waren alles andere als weiß geblieben. Das Blut schien bei der zurückgebliebenen Hitze bereits an ihnen zu trocknen.
Prüfend blickte sie durch die Kämpfer, die Geschwister und Verbündeten.
Ihre Gruppe, wo waren alle?
Ranulph, Fuinor, Parth'cuilei, Elu'beth, Yalhaniir, Amae'thariel, Eludin, Arvinul und Aerandir...
Ein schwerer Atemzug wurde getan.
Sie waren alle auf den Beinen.
Doch die einst so makellose Stadt, der Lichtblick... er war gewichen.
Für einen Ort der Zerstörung, des Kampfes und des Todes.
Doch was man zwischen den Trümmern nur schwer zu erkennen vermochte...
Jener gepeinigte Ort, war ebenso ein Ort voller Hoffnung, Zusammenhalt und des Vertrauens geworden.
Darauf konnte man immer etwas aufbauen.
Zuletzt geändert von Eona´sala´a´tan am Freitag 21. Oktober 2016, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Nahlah Hibah Ryzan
Vor wenigen Tagen...
- Eine grobe Arbeit für zarte Hände.
Die Tucherweberinnen des Basars waren berühmt für ihre feinen Künste, für das Weben feinster Stoffe und das Knöpfen kostbarer Teppiche. Die Stickereien und Zierden ihrer Arbeiten waren Zeugnis generationenübergreifender Kunstfertigkeit. Gold, Perlen und Geschmeide waren oftmals häufiger ihren Händen ausgeliefert als grobe oder raue Gewebe.
Doch die Kinder der Wüste waren auch zäh und von unbezwingbaren Eifer, wenn es darum ging sich auch den Widrigkeiten des harten Lebens zu stellen, welches die Durrah ihnen bat. Ein Wort war gegeben, eine Ehre war zu wahren.
Der Basar edler Künste hatte dem Viervölkerbund seine Unterstützung zugesagt und so begann man bereits am nächsten Morgen das Arbeitsmaterial anzukaufen und herbei zu schaffen. Nahlah hatte entschlossen, dass sie mit Hanf arbeiten würden, wie es für die stabilen Schiffstaue verwendet wird. Auch Kokos stand zur Auswahl, doch wollte die junge Blüte des Hauses Ryzan auf ein bewehrt reißfestes Material zurückgreifen.
Die Seilbahn bauten sie vor und seitlich des Basars auf, was manch einen Reisenden zunächst verdutzt blicken ließ. Über Stunden gaben sie sich der Arbeit hin aus den zu Fäden gedrehten Fasern Litzen zu drehen und diese wiederrum zu Seilen zu schlagen. Nach Stunden mehrten sich die in Körben zusammengerollt liegenden Seile und auch die roten und wunden Stellen an den Händen mancher Natifah nahmen zu... Aber die Zeit drängte.
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Gast
Die Wacht am Kronwalden
Spähertagebuch - Marlynn Regard, Rekrutin des Lichtenthaler Regiments
21. Goldblatt 259
8. Abendstunde
Abmarschbefehl erhalten, leichtes Gepäck, zivile Kleidung, keine Dienstabzeichen, direkter Report an Arenvir, Freiherr von Kronwalden.
Gepäck zusammengestellt, beinhaltet:
Eintreffen in Kronwalden, erste Inspektion des Wachtturmes zur Einrichtung eines vorgelagerten Späherhorstes.
Folgende Mängel/Erschwernisse festgestellt:
Spähposten eingerichtet, nördliches Fenster, oberstes Turmstockwerk. Es ist kalt, aber ruhig.
Notiz: Vorschlag an den Freiherren schreiben zur Verbesserung der Wachanlage in Kronwalden.
22. Goldblatt
keine Vorkommnisse
23. Goldblatt
15. Stunde am Nachmittag
Entsatz durch Wachtmeister Keylon Salberg, Befehl zum Waschen und Essen fassen erhalten. Kleidungswechsel war auch noch drin. Seife ist erfrischend gepaart mit Wasser. Vorsorglich noch mehr Papier und Stifte eingepackt, von Gefahr bis dato keine Spur. Rauchschwaden am Horizont mittlerweile erloschen.
keine weiteren Vorkommnisse
21. Goldblatt 259
8. Abendstunde
Abmarschbefehl erhalten, leichtes Gepäck, zivile Kleidung, keine Dienstabzeichen, direkter Report an Arenvir, Freiherr von Kronwalden.
Gepäck zusammengestellt, beinhaltet:
- - Wechselkleidung für 3 Tage
- Proviant für 2 Tage - Versorgung durch örtliche Anwohner sicherstellen
- Feuersteine und Zunder
- Strohmatte
- Armbrust und Bolzen (40 Schuss im Köcher zur Selbstverteidigung)
Eintreffen in Kronwalden, erste Inspektion des Wachtturmes zur Einrichtung eines vorgelagerten Späherhorstes.
Folgende Mängel/Erschwernisse festgestellt:
- -keine Tür, keine Möglichkeiten im Gefahrenfall den Zugang mittels Barrikade zu verschiessen - bei Anwohnern Bretter, Nägel & Hammer besorgen, Barrikade anfertigen
-Leuchtfeuer auf dem Dach des Turmes, keine Möglichkeit zum Betreten des Daches. Anzünden des Feuers wohl durch Anzünden des Dachstuhls. Einmalige Benutzung des Leuchtfeuers inklusive Turm befürchtet.
-Beste Aussichtsposition: Dach, nicht zugänglich, zweite Möglichkeit: höchstes Zwischengeschoss. Problem: Glocke mit Schreibfehlern - Baumwolle und Wachskerzen besorgen um Hörschäden zu vermeiden, Anbringen eines Schildes vor dem Glocke läuten zu warnen
-keine Möglichkeit zum Anzünden eines wärmenden Feuers bei Nacht bedingt durch Holzboden
Spähposten eingerichtet, nördliches Fenster, oberstes Turmstockwerk. Es ist kalt, aber ruhig.
Notiz: Vorschlag an den Freiherren schreiben zur Verbesserung der Wachanlage in Kronwalden.
22. Goldblatt
keine Vorkommnisse
23. Goldblatt
15. Stunde am Nachmittag
Entsatz durch Wachtmeister Keylon Salberg, Befehl zum Waschen und Essen fassen erhalten. Kleidungswechsel war auch noch drin. Seife ist erfrischend gepaart mit Wasser. Vorsorglich noch mehr Papier und Stifte eingepackt, von Gefahr bis dato keine Spur. Rauchschwaden am Horizont mittlerweile erloschen.
keine weiteren Vorkommnisse
Zuletzt geändert von Gast am Montag 24. Oktober 2016, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Spähertagebuch - Marlynn Regard, Rekrutin des Lichtenthaler Regiments
24. Goldblatt 259
keine Vorkommnisse, selbst im Nebelwald scheint die Zeit still zu stehen, jedenfalls soweit es mittels eines Fernrohres gesehen werden kann.
Vieleicht sollte ich mich mal an den Waldrand wagen und versuchen Kontakt zu den Bewohnern des Waldes auf zu nehmen um Neuigkeiten zu erfahren.
Meine Glimmstängel gehen zur Neige und ich bin müde und hoffe, das Regiment schickt bald eine Ablöse.
24. Goldblatt 259
keine Vorkommnisse, selbst im Nebelwald scheint die Zeit still zu stehen, jedenfalls soweit es mittels eines Fernrohres gesehen werden kann.
Vieleicht sollte ich mich mal an den Waldrand wagen und versuchen Kontakt zu den Bewohnern des Waldes auf zu nehmen um Neuigkeiten zu erfahren.
Meine Glimmstängel gehen zur Neige und ich bin müde und hoffe, das Regiment schickt bald eine Ablöse.
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Faeniel en Giliath
Trauer einer elleth
Sie hatte sich mit Lharan ihrem Seelenparter zurück gezogen. Hand in Hand saßen sie auf der Insel und blickten zu den Sternen.
All die Harmonie, die sie seit ihrer Kindheit anstrebte, war an einem Tag zerstört worden. All die Geschwister, die Tag für Tag am Marktplatz ihre Arbeit verrichteten zum Wohle der Gemeinschaft, so wie Zeit seines Lebens jeder ihres Volks das tun würde, waren tot. Ihre Seelenklänge im Liedaufgegangen. Und dort waren sie zusammen mit den Klängen der Ahnen zu vernehmen. Lange lauschte sie in Trauer deren Klangmuster. Auch wenn das Volk nie einem der ihren weinen gesehen hatte, jetzt konnte sie es, an der Seite Lharans.
Wie Perlen schimmerten die Tränen im Mondlicht, die über ihre Wangen herab flossen. Ein letzter Gruß an jene, die nie wieder ihre Wege kreuzen würden, ein Abschied an die Vertrauten ihrer Kindheit.
Sie hatten das Versprechen, das sie Ihr gegeben hatten, eingehalten. Der Preis dafür war unwichtig, auch das hatte der Schöpfer der eledhrim jedem einzelnen von ihnen mitgegeben auf den Weg.
Hier auf der Insel fühlte sie deutlich wie hoch der Preis für dieses Versprechen gewesen war, und dennoch erfüllte sie Stolz. Stolz auf jeden einzelnen ihres Volk, die zusammen mit den Verbündeten ihr Leben für dieses Versprechen, das vor hunderten von Jahren gegeben worden war, kämpften und es eingehalten haben und es immer wieder für SIE mit jedem Atemzug tun würden.
N'i lû tôl, leise verklang der Stimmklang wie ein Gesang im Licht der Sterne, danach verschwamm ihre Gestalt und die kleine Schwalbe kuschelte sich in das Fell des silberfarbenen Wolfs, dort Schutz suchend in dieser kalten traurigen Nacht.
All die Harmonie, die sie seit ihrer Kindheit anstrebte, war an einem Tag zerstört worden. All die Geschwister, die Tag für Tag am Marktplatz ihre Arbeit verrichteten zum Wohle der Gemeinschaft, so wie Zeit seines Lebens jeder ihres Volks das tun würde, waren tot. Ihre Seelenklänge im Liedaufgegangen. Und dort waren sie zusammen mit den Klängen der Ahnen zu vernehmen. Lange lauschte sie in Trauer deren Klangmuster. Auch wenn das Volk nie einem der ihren weinen gesehen hatte, jetzt konnte sie es, an der Seite Lharans.
Wie Perlen schimmerten die Tränen im Mondlicht, die über ihre Wangen herab flossen. Ein letzter Gruß an jene, die nie wieder ihre Wege kreuzen würden, ein Abschied an die Vertrauten ihrer Kindheit.
Sie hatten das Versprechen, das sie Ihr gegeben hatten, eingehalten. Der Preis dafür war unwichtig, auch das hatte der Schöpfer der eledhrim jedem einzelnen von ihnen mitgegeben auf den Weg.
Hier auf der Insel fühlte sie deutlich wie hoch der Preis für dieses Versprechen gewesen war, und dennoch erfüllte sie Stolz. Stolz auf jeden einzelnen ihres Volk, die zusammen mit den Verbündeten ihr Leben für dieses Versprechen, das vor hunderten von Jahren gegeben worden war, kämpften und es eingehalten haben und es immer wieder für SIE mit jedem Atemzug tun würden.
N'i lû tôl, leise verklang der Stimmklang wie ein Gesang im Licht der Sterne, danach verschwamm ihre Gestalt und die kleine Schwalbe kuschelte sich in das Fell des silberfarbenen Wolfs, dort Schutz suchend in dieser kalten traurigen Nacht.
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Gast
Die kleine Fledermaus hockte entspannt auf dem Ast und beobachtete mit Ihren Sinnen das Treiben am Handelsposten. Erst vor wenigen Tagen hatte sie den Ausgang der letzten Schlacht beobachtet und in mühevoller Kleinarbeit zumindest die groben Bruchstücke zusammengetragen, was sich dort in der Heimat der Elfen ereignet hatte.
Träge spannte das kleine Tier seine Flughäute auf. Es wirkte fast so als würde es Versuchen sich ein wenig zu entspannen. Tatsächlich hatte die junge Magierin immer noch Schwierigkeiten sich an diese Gestalt zu gewöhnen. Schon die neuen Eindrücke und Sinneswahrnehmungen waren am ersten Tag ein wenig zu viel für sie gewesen und so überkam sie stets ein Schwindelgefühl wenn sie in jene Form wechselte.
Sie hatte die Elfen bei Ihrem treiben beobachtet und sogar eine Elfe gefunden die Bereit gewesen war über ihren Schatten zu springen. Ihre bisherigen Versuche ihre Hilfe anzubieten, einschließlich ihres Versuchs mit der Waldelfe Shala einen Kontakt aufzubauen, waren gescheitert. Egal bei wem sie es Versuchte, wurde sie entweder abgewiesen oder beim Bemühen eines Kontaktes blockiert. Sie Verstand durchaus das die Elfen einen gewissen Stolz besaßen und so blieb Ihr nichts anderes Übrig als Ihnen bei Ihrem Unterfangen zuzusehen. Sie konnte und wollte sich nicht Einmischen ohne eine Ausdrückliche Erlaubnis. Am ende würde dies nur mehr Schaden als Nutzen bringen.
Für sie hatten diese politischen Ränkespielchen keine Bedeutung. Aber sie hatte ein Versprechen abgeben sich nicht einzumischen wenn es gegen den Willen des jeweiligen Volkes wäre. Zugeben, ihre moralischen Grundvorstellungen waren vielleicht etwas hoch gesteckt, doch was hatte die Rettung für eine Bedeutung wenn man dabei jede Moral und Tugend außer Acht lies? Der Zweck heiligte nun mal nicht die Mittel. Am Ende würde vielleicht etwas Überleben, aber der Ursprüngliche Zustand wäre unwiderruflich verloren. So blieb ihr also nichts anderes Übrig als abzuwarten und zu beobachten. Sie konnte nur Hoffen das sich diese Krise nicht weiter ausbreiten würde.
Ein letztes mal setzte die kleine Fledermaus Ihre Sinne ein. Es war immer noch ruhig und nur in unregelmäßigen Abständen kamen und gingen die Elfen am Handelsposten, wohl um Vorräte an einen unbekannten Ort zu schaffen. Erneut spannte die kleine Kreatur ihre ledrigen Flughäute auf und lies sich vom Ast fallen. Ein kurzes Stück, nicht mehr als einen halben Steinwurf, legte sie Segelnd zurück ehe die Fledermaus mit einem hektischem flattern gen Süden davonzog.
Träge spannte das kleine Tier seine Flughäute auf. Es wirkte fast so als würde es Versuchen sich ein wenig zu entspannen. Tatsächlich hatte die junge Magierin immer noch Schwierigkeiten sich an diese Gestalt zu gewöhnen. Schon die neuen Eindrücke und Sinneswahrnehmungen waren am ersten Tag ein wenig zu viel für sie gewesen und so überkam sie stets ein Schwindelgefühl wenn sie in jene Form wechselte.
Sie hatte die Elfen bei Ihrem treiben beobachtet und sogar eine Elfe gefunden die Bereit gewesen war über ihren Schatten zu springen. Ihre bisherigen Versuche ihre Hilfe anzubieten, einschließlich ihres Versuchs mit der Waldelfe Shala einen Kontakt aufzubauen, waren gescheitert. Egal bei wem sie es Versuchte, wurde sie entweder abgewiesen oder beim Bemühen eines Kontaktes blockiert. Sie Verstand durchaus das die Elfen einen gewissen Stolz besaßen und so blieb Ihr nichts anderes Übrig als Ihnen bei Ihrem Unterfangen zuzusehen. Sie konnte und wollte sich nicht Einmischen ohne eine Ausdrückliche Erlaubnis. Am ende würde dies nur mehr Schaden als Nutzen bringen.
Für sie hatten diese politischen Ränkespielchen keine Bedeutung. Aber sie hatte ein Versprechen abgeben sich nicht einzumischen wenn es gegen den Willen des jeweiligen Volkes wäre. Zugeben, ihre moralischen Grundvorstellungen waren vielleicht etwas hoch gesteckt, doch was hatte die Rettung für eine Bedeutung wenn man dabei jede Moral und Tugend außer Acht lies? Der Zweck heiligte nun mal nicht die Mittel. Am Ende würde vielleicht etwas Überleben, aber der Ursprüngliche Zustand wäre unwiderruflich verloren. So blieb ihr also nichts anderes Übrig als abzuwarten und zu beobachten. Sie konnte nur Hoffen das sich diese Krise nicht weiter ausbreiten würde.
Ein letztes mal setzte die kleine Fledermaus Ihre Sinne ein. Es war immer noch ruhig und nur in unregelmäßigen Abständen kamen und gingen die Elfen am Handelsposten, wohl um Vorräte an einen unbekannten Ort zu schaffen. Erneut spannte die kleine Kreatur ihre ledrigen Flughäute auf und lies sich vom Ast fallen. Ein kurzes Stück, nicht mehr als einen halben Steinwurf, legte sie Segelnd zurück ehe die Fledermaus mit einem hektischem flattern gen Süden davonzog.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 26. Oktober 2016, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Miw'Faervelin
Von Ruhe waren die letzten Umläufe nach dem zweiten Angriff, den sie miterleben durfte, geprägt. Viele Wunden mussten heilen und so waren es wohl gerade die Wunden, welche nicht auf den ersten Blick zu erkennen waren, welche sich nur schwerlich schließen wollten. Körperlich, so ging es den meisten wieder besser – die kleineren und größeren Wunden waren dank der fähigen Nestyr so gut wie verheilt und auch die junge Maethor Mîw konnte ihren Schildarm wieder wie gewohnt bewegen.
Aber es war nicht diese äußere, unter der Rüstung verborgene, Wunde, die Mîw wirklich zu schaffen machte – sie traute der Ruhe nicht. Sie traute der friedlichen Melodie des Waldes nicht, sie traute vielen fremden Gesichtern nicht und sie traute dem strahlenden Himmelsblau nicht. An jeder Ecke wurde ein Angriff vermutet, an jeder Ecke ein Hinterhalt, getarnt als höfliche Geste von Fremden, erwartet. Es war nicht das erste Mal in ihrem verhältnismäßigen, kurzen Leben von etwas mehr als 100 Jahren, dass sie sich in so einer Situation befand und aus früheren Erfahrungen wusste sie, das zu viel Misstrauen und zu viel Panik die Lage nur verschlimmern konnte.
Allerdings hatte sie in den letzten Umläufen interessante Unterhaltungen führen dürfen, unter anderem mit einer Liedkundigen Adaneth, deren Theorien und Vermutungen Mîw hellhörig werden ließen.
»Ein alter Feind, den ihr längst vergessen habt. Es scheint etwas persönliches zu sein… und lange vorbereitet.«
Ein solcher Feind musste mehrere Jahrhunderte überdauert haben, wenn nicht sogar ein knappes Jahrtausend – aber Mîw konnte sich beim besten Willen nicht an etwas erinnern, was ihr weiterhelfen konnte. Sie hätte sich wirklich ein Beispiel an Eludin nehmen sollen und mehr lernen sollen… dann wüsste sie vielleicht nun besser Bescheid.
Es hatte immerhin etwas beruhigendes, dass die Adaneth nichts von Seline wusste – oder gab sie es einfach nur nicht zu? Mîw erinnerte sich gut an das Brüllen, welches das Schlachtfeld erfüllt hatte, die Forderung des Dämon „den Drachen“ auszuliefern und ebenso gut erinnerte sie sich an die Worte „Jemand der nicht dem Volk der Eledhrim angehört sollte von Seline nicht wissen.“ – aber, so viel sie wusste war in Vergangenheit bereits etwas durch den Nuya’tan zu den anderen Völkern gesickert – aber wie viel? Sie war zu jung, sie war viel zu lange weg gewesen… das waren Fragen, die sie jemanden stellen musste, der länger in diesem Land verweilte.
Es blieb ihr nichts anderes übrig als stumm auszuharren und dem Himmel immer wieder skeptische Blicke zu zuwerfen, ebenso wie das misstrauische Beäugen des… noch ruhigen Meeres.
Wann… würde der nächste Angriff kommen?
Aber es war nicht diese äußere, unter der Rüstung verborgene, Wunde, die Mîw wirklich zu schaffen machte – sie traute der Ruhe nicht. Sie traute der friedlichen Melodie des Waldes nicht, sie traute vielen fremden Gesichtern nicht und sie traute dem strahlenden Himmelsblau nicht. An jeder Ecke wurde ein Angriff vermutet, an jeder Ecke ein Hinterhalt, getarnt als höfliche Geste von Fremden, erwartet. Es war nicht das erste Mal in ihrem verhältnismäßigen, kurzen Leben von etwas mehr als 100 Jahren, dass sie sich in so einer Situation befand und aus früheren Erfahrungen wusste sie, das zu viel Misstrauen und zu viel Panik die Lage nur verschlimmern konnte.
Allerdings hatte sie in den letzten Umläufen interessante Unterhaltungen führen dürfen, unter anderem mit einer Liedkundigen Adaneth, deren Theorien und Vermutungen Mîw hellhörig werden ließen.
»Ein alter Feind, den ihr längst vergessen habt. Es scheint etwas persönliches zu sein… und lange vorbereitet.«
Ein solcher Feind musste mehrere Jahrhunderte überdauert haben, wenn nicht sogar ein knappes Jahrtausend – aber Mîw konnte sich beim besten Willen nicht an etwas erinnern, was ihr weiterhelfen konnte. Sie hätte sich wirklich ein Beispiel an Eludin nehmen sollen und mehr lernen sollen… dann wüsste sie vielleicht nun besser Bescheid.
Es hatte immerhin etwas beruhigendes, dass die Adaneth nichts von Seline wusste – oder gab sie es einfach nur nicht zu? Mîw erinnerte sich gut an das Brüllen, welches das Schlachtfeld erfüllt hatte, die Forderung des Dämon „den Drachen“ auszuliefern und ebenso gut erinnerte sie sich an die Worte „Jemand der nicht dem Volk der Eledhrim angehört sollte von Seline nicht wissen.“ – aber, so viel sie wusste war in Vergangenheit bereits etwas durch den Nuya’tan zu den anderen Völkern gesickert – aber wie viel? Sie war zu jung, sie war viel zu lange weg gewesen… das waren Fragen, die sie jemanden stellen musste, der länger in diesem Land verweilte.
Es blieb ihr nichts anderes übrig als stumm auszuharren und dem Himmel immer wieder skeptische Blicke zu zuwerfen, ebenso wie das misstrauische Beäugen des… noch ruhigen Meeres.
Wann… würde der nächste Angriff kommen?
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Gast
Bald zweieinhalb Wochen waren seit dem letzten Angriff vergangen. Ered Luin war immer noch ein reiner Ruin und die Untoten beherbergten den Haufen Aschtrümmer weiter. Elfenwachen patrouillierten gewohnt verstärkt durch den Nebelwald und an dessen Rand entlang. Nandôth persönlich hielt auch vermehrt ein Auge auf die Orks, welche aktuell eine unerwartete Gefahr wären, entschieden sie sich für einen Überraschungsangriff auf das angeschlagene Volk der Eledhrim. Doch sie blieben bis jetzt ruhig. So blieb es wenig anstrengend für ihn und seine Verbrennungen im Gesicht konnten gut heilen. Er befolgte den Rat Assamarils und stellte regelmäßig sicher, dass die Gesichtshaut gut durchblutet war. Nun, da der Feind ihnen offenbar doch eine Pause gönnte, konnte er auch regelmäßig an den Verbandswechsel denken und nach zwei Wochenläufen hatte er es sich auch zum ersten Mal gewagt, in den Spiegel zu schauen. Es heilte nun doch gut, aber ein makelloses Gesicht würde er wohl nie wieder haben. Blieb nur noch abzuwarten, wie schlimm das Endergebnis tatsächlich sein und ob man was dagegen unternehmen können würde. Einen Wochenlauf musste er sicherlich noch warten, bis die Wunden ganz verheilt waren. Derweil musste er sich unbedingt wieder aufraffen. Zu viele Tage hatte er in tiefer Meditation und mit quälenden Gedanken verbracht. Es galt, den Körper wieder zu stählen und den Geist zu wecken. Der Feind schlief nicht und die Eledhrim durften es genausowenig tun.
So sah man ihn wohl, vor allem in den frühen Morgenstunden, vermehrt auf einer Lichtung im weiter unberührten Wald stehen und Trockenübungen mit seinen Waffen machen, bevor er sich mittags über Bücher hockte, sie einstudierte, abends Wache hielt und in der Nacht dann ruhte. Tag ein Tag aus kletterte er mehrfach die Baumhäuser der Lindil hoch und runter. Dort waren immer noch alle untergebracht und so langsam gewöhnte er sich sogar etwas daran. Was er aber natürlich nie zugeben würde. Schließlich liebte er den massiven Marmorbau des heimischn Tals und jeder wusste das. Hochelf blieb Hochelf. Gewisse Dinge mussten bei ihm sein und die würde er sich auch nach dem Fall des Feindes zurückholen...
So sah man ihn wohl, vor allem in den frühen Morgenstunden, vermehrt auf einer Lichtung im weiter unberührten Wald stehen und Trockenübungen mit seinen Waffen machen, bevor er sich mittags über Bücher hockte, sie einstudierte, abends Wache hielt und in der Nacht dann ruhte. Tag ein Tag aus kletterte er mehrfach die Baumhäuser der Lindil hoch und runter. Dort waren immer noch alle untergebracht und so langsam gewöhnte er sich sogar etwas daran. Was er aber natürlich nie zugeben würde. Schließlich liebte er den massiven Marmorbau des heimischn Tals und jeder wusste das. Hochelf blieb Hochelf. Gewisse Dinge mussten bei ihm sein und die würde er sich auch nach dem Fall des Feindes zurückholen...
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Der Erzähler
Die Dämmerung bricht über Ered Luin, die Sonne verschwindet langsam hinter dem Horizont. Es wird düster, dunkel wie in einer Höhle ohne Licht. Nicht einmal die eigene Hand sieht man vor dem Gesicht. Selbst die geschulten Augen der Elfen vermögen diese Dunkelheit nicht zu durchbrechen. "Was breitet sich dort aus?" fragt einer, ein anderer antwortet "Nun legt sich der Schleier des Todes endgültig über unsere Stadt" Es passiert jedoch nichts, Stunden über Stunden vergehen doch bis auf die Dunkelheit ist dort einfach nichts, kein rascheln, kein Gebrüll, nicht einmal ein Windhauch. "Muss es nicht schon lange wieder hell werden?" das fragen sich nicht nur die Elfen, sondern alle die im Tal versammelt sind. "Diese Dunkelheit! So dunkel, ich sehe kaum etwas!" faucht ein Kalure. Es vergehen noch einige Tage der Dunkelheit bevor am dritten Tage ....am Horizont ....die Morgendämmerung einfällt....
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Der Junge schmied arbeitete unermüdlich an der Esse, fertigte Pfeilspitzen, besserte Waffen aus und arbeitete an feinen Mechanismen deren Sinn sich nur geschulten Beobachtern erschloss. Als die Dunkelheit kam blickte er auf und und prüfte den Sitz der Rüstung und der Waffen.
Traurig zuckten seine Mundwinkel als ihm bewusst wurde, wie normal und alltäglich diese Bewegungen für ihn geworden waren. Als er zurück nach Ered Luin kam hatte er sich auf die Ruhe und Geborgenheit gefreut, welche ihn immer erfüllte, wenn er in Ered Luin unterwegs war. Doch die Zeit der schöngeistigen Gedanken, melodisch vorgetragenen Verse und Geschichten, der ruhigen, sanften Klänge der Instrumente war seit einiger Zeit vorbei.
Der ruhige, bedachte Lebenswandel der Eledhrim war einem hektischen, angespanntem Umhereilen gewichten. Schnell mussten Verteidigungsanalgen erichtet, Verwundete versorgt oder Feuer gelöscht werden.
Seuftzend atmete er durch und stellte sich inenrlich die Frage, ob dies der Untergang seines Volkes sein würde. Jedenfalls würden die Wunden, welche der Feind geschlagen hatte, lange brauchen, bis sie verheilt waren. Wenn überhaupt...
Traurig zuckten seine Mundwinkel als ihm bewusst wurde, wie normal und alltäglich diese Bewegungen für ihn geworden waren. Als er zurück nach Ered Luin kam hatte er sich auf die Ruhe und Geborgenheit gefreut, welche ihn immer erfüllte, wenn er in Ered Luin unterwegs war. Doch die Zeit der schöngeistigen Gedanken, melodisch vorgetragenen Verse und Geschichten, der ruhigen, sanften Klänge der Instrumente war seit einiger Zeit vorbei.
Der ruhige, bedachte Lebenswandel der Eledhrim war einem hektischen, angespanntem Umhereilen gewichten. Schnell mussten Verteidigungsanalgen erichtet, Verwundete versorgt oder Feuer gelöscht werden.
Seuftzend atmete er durch und stellte sich inenrlich die Frage, ob dies der Untergang seines Volkes sein würde. Jedenfalls würden die Wunden, welche der Feind geschlagen hatte, lange brauchen, bis sie verheilt waren. Wenn überhaupt...
- Shalaryl Di'naru
- Beiträge: 4008
- Registriert: Sonntag 5. Februar 2006, 03:25
- Wohnort: Lao'bha
Die Nacht danach...
Lamentinu, sicher wieder auf dem hohen Baum schlafend mangels sinnvoller
Alternativen, wird diverse Umstände feststellen. Die grüne Bewohnerin wird
sich erst mit einiger Verspätung ins Traumreich begeben und dies nicht mit,
zwischen und unter einer Armee aus Kuscheltieren in der Hängematte. Statt-
dessen wird sich die Lindil sanft aber bestimmt an die Bardin auf Teppich und
Kissen klammern. Sollte man sie lösen oder sich schlicht zuviel bewegen, wird
der Status quo nach einigen Sekunden unwilliger Schlaflaute und Herumtasten
wieder hergestellt. Erst weit in die Stunden des neuen Tages hinein wird man
sich ohne Protest aus dem grünen Knäuel entwirren können - was auch immer
dieses überhaupt ausgelöst haben mag.
Lamentinu, sicher wieder auf dem hohen Baum schlafend mangels sinnvoller
Alternativen, wird diverse Umstände feststellen. Die grüne Bewohnerin wird
sich erst mit einiger Verspätung ins Traumreich begeben und dies nicht mit,
zwischen und unter einer Armee aus Kuscheltieren in der Hängematte. Statt-
dessen wird sich die Lindil sanft aber bestimmt an die Bardin auf Teppich und
Kissen klammern. Sollte man sie lösen oder sich schlicht zuviel bewegen, wird
der Status quo nach einigen Sekunden unwilliger Schlaflaute und Herumtasten
wieder hergestellt. Erst weit in die Stunden des neuen Tages hinein wird man
sich ohne Protest aus dem grünen Knäuel entwirren können - was auch immer
dieses überhaupt ausgelöst haben mag.
Tschiep?
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Am Morgen nach dem Angriff stieg er zusammen mit Coll`Glawar und einigen Packtaschen hinauf zur Mine. Während des Aufstiegs hielt er mährere Male inne und blickte traurig über die Trümmer der einst so strahlenden Stadt. Kein Stein stand mehr auf dem anderen und immernoch schwelten einige der Bauten. Der ehemals erhabene Palast war eine Ruine, das Dach eingestürzt und viele der Kunstschätze begraben und zerstört. Generationen elbischer Kunst waren zum Großteil vernichtet. Doch sie hatten überlebt und somit konnten sie wieder einen neuen Anfang wagen.
NAchdenklich krauelte er Coll`Glawar am Hals bevor er neben ihr weiter den Berghang hinaufging.
Bald schon würden sich die Tragenetze und Taschen, welche er und das Galadh`rusc-Weibchen trugen, mit Marmorsteinen, Erzen und Kohle füllen. Vorsorglich hatte er gleich mehrere Sätze Werkzeug eingepackt. Es galt zunächst das Baumaterial heranzuschaffen welches für die neue Stadt benötigt wurde. Bereits in der Nacht hatte er im Handelshaus begonnen grobe Abschätzungen zu treffen welche er mit dem erfahrenen Rhaudan Gwanion noch besprechen musste.
Kurze Zeit später verschwand der rothaarige Eledhrim bewaffnet mit einer Spitzhake in der Mine und begann unermüdlich mit der Arbeit.
NAchdenklich krauelte er Coll`Glawar am Hals bevor er neben ihr weiter den Berghang hinaufging.
Bald schon würden sich die Tragenetze und Taschen, welche er und das Galadh`rusc-Weibchen trugen, mit Marmorsteinen, Erzen und Kohle füllen. Vorsorglich hatte er gleich mehrere Sätze Werkzeug eingepackt. Es galt zunächst das Baumaterial heranzuschaffen welches für die neue Stadt benötigt wurde. Bereits in der Nacht hatte er im Handelshaus begonnen grobe Abschätzungen zu treffen welche er mit dem erfahrenen Rhaudan Gwanion noch besprechen musste.
Kurze Zeit später verschwand der rothaarige Eledhrim bewaffnet mit einer Spitzhake in der Mine und begann unermüdlich mit der Arbeit.
Zuletzt geändert von Caraphinnor Dringol am Mittwoch 16. November 2016, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Eona´sala´a´tan
- *Geruht hatte sie die Nacht über kaum.
Sie hatte sich zwischen einzelnden Behandlungen eher in einer Schockstarre vor und zurück gewogen, hinabgesunken an eine der zerbröckelten Wände.
Seit einigen Stunden hatte sie ein Auge auf Ranulph gehabt.
Natürlich hatten die Zwerge nur eine Methode um Krankheiten, Wunden oder vielleicht sogar Verbrennungen zu behandeln - Bier..
doch die Lindil musste es auf ihre eigene Weise machen.
Auch Celeg' hatte einige schwere Verbrennungen davon getragen, und so musste sie die bleiernen Beine ans laufen bekommen, und im Wald einige der Käuter sammeln die sie benötigte.
Johanniskraut, Aloe, Ringelblumen, Melisse, Königskerzenblüten, Salbei, herabgeschabte Eichenrinde und auch Thymian und Baldrian fanden einen Weg in ihr Körbchen hinein.
Solche Nervosität hatte die Grüne lange nicht erlitten, doch nun schien der Stress der letzten Wochen von ihr ab zu gleiten, und so musste sie sich doch eingestehen, die beruhigenden Kräuter nicht nur für ihre Geschwister allein gesammelt zu haben.
Zurück bei den Verwundeten, schnell ein Melissenblatt in den Mund geschoben, begann sie die Ringelblüten, das Johanniskraut und die Königskerzenblüten in einem Mörser zu bearbeiten.
Eine Menge Kräuter waren das, und sicher würde sie noch einige mehr benöigen, um allen ihre Beschwerden zu nehmen.
Ein wenig des Johanniskrautes hatte sie mit heißem Wasser übergossen.
''Tapferer kleiner Boroborinoi, geschätzter Freund.. fae werde dir ein paar deiner Schmerzen nehmen hm?'', flüsterte sie ihm leise zu, ehe ein sauberes Tuch in den Sud des Krautes getunkt wurde.
Der Brei der anderen Kräuter wurde in jenes gefüllt, und vorsichtig begann sie, den kleineren Körper des Kaluren mit eben jenen, kühlenden Lagen abzudecken.
Auch die tieferen Biss und Kratzwunden wollte sie behandeln, doch musste zuerst sein Fieber durch die Verbrennungen etwas hinab sinken. Hier wurde also nur einige Bandagen aufgelegt, welche zuvor mit Thymian und Ringelblütenaufguss getränkt worden waren.
Nachdem sie die Schwester ähnlich versorgt hatte, wurden neuerlich einige der Kräuter in den eigenen Mund befördert.
- Atmen, nicht vergessen zu atmen - und ruhig zu bleiben -
- Ein Anfänger war sie schließlich nicht, keinesfalls!
Einer Idee nachfolgend, kramte sie einen Moment in ihrem Efeubeutelchen.., und nach einigem Suchen holte sie zwei kleine Steinchen hervor.
Für andere vermochten sie nur etwas zum anschauen, oder zum verkaufen und zum tauschen sein, doch sie war sich einiger anderer Wirkungen bewusst, und so fand je eines der Steinchen seinen Weg in die Hand des Verletzten.
Ein kleiner, unscheinbarer, nicht perfekter Amethyst, welcher eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung versprechen sollte.
Einen Augenblick war sie versucht, sich ebenfalls eine der Liegen auszugucken und einfach nur die schweren Lider zu schließen... nur einen Moment. Doch das ging nicht!, sie musste nach weiteren Verwundeten suchen.*
Sie musste weiter durch das Tal schreiten...
Wie auf einer endlos, schlaflosen Reise.., durch ein Reich voller Schlafender.