[Event] Die unbekannte Gefahr
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Der Erzähler
Sein Kopf neigt sich herab und er blickt mit Glut-Orange funkelnden Augen, durch die dichten Wolken auf Ered Luin nieder. Ein Schelmisches lächeln ist zu erkennen, doch selbst die geschulten Augen der Elfen vermögen nicht durch die dichten Wolken hinauf zublicken. Doch Moment, >> was ist das? << fragt eine der Elfenwachen. Man konnte kurz die funkelnden Augen sehen. Aber im nächsten Augenblick sind Sie auch wieder in den dichten Wolken verschwunden. >> Verlassen mich meine Augen, oder was hab ich gerade gesehen << fragt einer. Die anderen Blicken hinauf und sehen nichts außer dichte Wolken. Doch urplötzlich ein heiteres Lachen ist deutlich zu hören....
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Er stand gerade an der Esse im Handelshaus und ließ den Hammer auf einer glühenden Klinge tanzen, als er das Lachen vernahm. Nervös zuckte er mit einem spitzen Ohr und blickte Fragend zu den Elfenwachen.
Als er sah wie alle nach oben Blickten und einer verwundert fragt, ob seine Augen ihn trügen würden, legte der Rhaudan das Werkzeug zur Seite und ging nach draußen um sich nachdenklich und lauschend umzusehen.
Was stand ihnen allen nur bevor? Mit dieser düsteren Frage im Hinterkopf wandte er sich wieder der Schmiede zu und schon bald hörte man das singen des Hammers auf Stahl. Er würde wohl schneller arbeiten müssen.
Als er sah wie alle nach oben Blickten und einer verwundert fragt, ob seine Augen ihn trügen würden, legte der Rhaudan das Werkzeug zur Seite und ging nach draußen um sich nachdenklich und lauschend umzusehen.
Was stand ihnen allen nur bevor? Mit dieser düsteren Frage im Hinterkopf wandte er sich wieder der Schmiede zu und schon bald hörte man das singen des Hammers auf Stahl. Er würde wohl schneller arbeiten müssen.
- Elubeth Argwaeren
- Beiträge: 266
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Ein jeder Tag füllte sich, obgleich sie es selten beabsichtigte, mit den Folgen des unlängst erlebten Angriffes auf das Tal. Sie schob es auf das schmerzliche Bewusstsein der Vergänglichkeit, nicht nur der Schönheit des Tals, sondern auch das Wissen um bereits verloschene Leben, denen andere vielleicht folgen würden. Wenn es ihr gerade gelungen war, diese Gedanken zu überwinden und den Blick nach vorne zu wenden, brachen Treffen mit Geschwistern die gerade geschlossene mentale Tür wieder auf. Manchmal ging es um Bauvorhaben und andere Pläne, zuweilen genügte ein beiläufiges Wort.
Am auf den Angriff folgenden Abend hatte auf einmal Sirdhemeth sie aufgesucht. „Es geht um ein Anliegen Caraphinnors. Es soll etwas mit Hilfe der Zwerge gebaut werden“, hatte sie in ruhigen Sätzen erklärt. Es handele sich um ein größeres Vorhaben handwerklicher Art, zu dem auch die Elfenschneiderin einen Beitrag leisten solle, und zwar die Tarnung.
Eine ganze Weile hatten die beiden zusammengesessen und sich über verschiedene Arten von Geweben ausgetauscht: Jene von stofflicher Natur und jene im Lied, und wie man sie wohl ergänzend zusammenbringen konnte.
„Das Ziel wäre also, dass dieses Tuch sich möglichst vollkommen in die Umgebung einfügt und jedem Entdeckungsversuch mit dem bloßen Auge standhält. Vielleicht ist es gar möglich, den Fokus eines Liedkundigen dadurch kurzzeitig zu täuschen...“, hatte sie laut überlegt, wohl inspiriert von den Vorstellungen der Hamdan, und sich mit der linken Hand über die Stirn gestrichen. Es war ihr schwer gefallen, trotz des hohen Interesses an der Sache, sich voll auf das Gespräch zu konzentrieren. Selbst hinter ihren offenen Augen hatten immer wieder die Eindrücke der zuvor durchlebten Nacht aufbegehrt: blaugeschuppte Leiber der Angreifer, umher eilende Geschwister und Verbündete, Flüchtende, Waffenlärm, Flammen... Es war ihr nur mit bewusster Anstrengung gelungen, diese Eindrücke fortzuschieben. Voller Gedanken hatten sie sich voneinander verabschiedet und waren ihrer Wege gegangen.
Trotz des Geschehenen hatte die Ithron den Entschluss gefasst, allen Aufgaben beharrlich weiter nachzugehen, vor allem der Weitergabe ihres Wissens. Über einen Wochenlauf nach dem Kampf war sie Fey'sadriel nahe der halb zerstörten Übungshalle begegnet.
„Nun, in extremen Situationen wäre es sicher nützlich, die Eigenschaften der Elemente nutzen zu können. Zum Beispiel bei einem Feuer... wäre der Körper eines Erdelelementar sicher weniger empfindlich als der meinige.“, hatten seine Worte da erneut den Anstoß gegeben. Einen Anstoß für die sich abspulende Kette aus Bildern in ihrem Kopf, sowie die zwischenzeitlich unterdrückte und dadurch nun umso kältere Angst, welche die Gedanken an die Bedrohung ihrer Geschwister begleitete. Wie anders das Beispiel des anderen Liedwirkers wohl fern der rußgeschwärzten Säulen und neu gewachsenen Trümmerberge ringsum ausgefallen wäre? Eine Frage, die zu stellen sie sich nicht zugestanden hatte, zu beschäftigt war sie damit gewesen, jenes lähmende Gefühl schleunigst wieder einzuschließen und das Gespräch einige Momente später sachlich fortzuführen.
Nachdenlich sah sie der anderen Elfe entgegen, die noch mit ihr am Marktplatz weilte, lenkte dann das blassblaue Augenpaar gen Himmel. Etwas kam ihr seltsam vor, obwohl sie sich an das ungute Gefühl beinahe zu gewöhnen begann. Da spürte sie eine Berührung. Die goldene Hand Amae'thariels, die ihr wohl ein paar Haarsträhnen ordnete. Die bernsteinäugige Edhel war lange nicht in der Heimat gewesen und erzählte nun von ihren ersten Erlebnissen seit ihrer Rückkehr. Sie wieder hier zu wissen und mit ihr zu reden, half eine Lücke auszufüllen, die auf eine gewisse Weise bereits vor der Zerstörung im Tal vorhanden gewesen war. Das Gefühl, so viele grüne und goldene Brüder und Schwestern wieder in der Heimat zu wissen, bildete ein kleines warmes Licht in Elu'beths Herzen, wie es sonst der Klang einer Schalmei vermochte.
„Zumindest haben wir nicht aufgehört, zu malen und zu dichten. Vermutlich um einen bewussten Gegenpart zu all dem zu bilden“, murmelte sie und entsann sich jener kleinen freudigen Momente, die die Geschwister teilten. Da erwiderte die andere: „Als ich gestern Nacht noch ein wenig zwischen den Häusern entlang ging, traf ich auf einen Gwador, dem das Lächeln schlecht ins Gesicht gemalt war. Als habe man versucht … ihn zu zerteilen.“ Sogleich wollte ein erinnertes Bild sich den Weg an die Oberfläche ihres Bewusstseins bahnen, das ihr nichtsdestotrotz so wirklich schien wie dessen mehrmaliger Anblick in der Nacht des Angriffs. Ein wohlbekanntes goldenes Gesicht. Die Antwort auf ihre Frage, wer denn den Weg der Elfe gekreuzt habe, barg keine Überraschung. Als wie bestellt die Eindrücke von Rauchschwaden, gefallenen Palisaden und eben versorgten Wunden sich an das Bild von dem goldenen Gesicht heften und wie Schnee außer Rand und Band durch ihre Gedanken tanzen wollten, vernahm sie noch die weiteren Worte Amae'thariels. „Es schien, dass die Stille, ganz ohne das Geschrei des Kampfes, bereits genug war um ihn zu heilen.“
Unausgesprochen stand die Frage zwischen den beiden: Wie lange würde es wohl still bleiben?
Am auf den Angriff folgenden Abend hatte auf einmal Sirdhemeth sie aufgesucht. „Es geht um ein Anliegen Caraphinnors. Es soll etwas mit Hilfe der Zwerge gebaut werden“, hatte sie in ruhigen Sätzen erklärt. Es handele sich um ein größeres Vorhaben handwerklicher Art, zu dem auch die Elfenschneiderin einen Beitrag leisten solle, und zwar die Tarnung.
Eine ganze Weile hatten die beiden zusammengesessen und sich über verschiedene Arten von Geweben ausgetauscht: Jene von stofflicher Natur und jene im Lied, und wie man sie wohl ergänzend zusammenbringen konnte.
„Das Ziel wäre also, dass dieses Tuch sich möglichst vollkommen in die Umgebung einfügt und jedem Entdeckungsversuch mit dem bloßen Auge standhält. Vielleicht ist es gar möglich, den Fokus eines Liedkundigen dadurch kurzzeitig zu täuschen...“, hatte sie laut überlegt, wohl inspiriert von den Vorstellungen der Hamdan, und sich mit der linken Hand über die Stirn gestrichen. Es war ihr schwer gefallen, trotz des hohen Interesses an der Sache, sich voll auf das Gespräch zu konzentrieren. Selbst hinter ihren offenen Augen hatten immer wieder die Eindrücke der zuvor durchlebten Nacht aufbegehrt: blaugeschuppte Leiber der Angreifer, umher eilende Geschwister und Verbündete, Flüchtende, Waffenlärm, Flammen... Es war ihr nur mit bewusster Anstrengung gelungen, diese Eindrücke fortzuschieben. Voller Gedanken hatten sie sich voneinander verabschiedet und waren ihrer Wege gegangen.
Trotz des Geschehenen hatte die Ithron den Entschluss gefasst, allen Aufgaben beharrlich weiter nachzugehen, vor allem der Weitergabe ihres Wissens. Über einen Wochenlauf nach dem Kampf war sie Fey'sadriel nahe der halb zerstörten Übungshalle begegnet.
„Nun, in extremen Situationen wäre es sicher nützlich, die Eigenschaften der Elemente nutzen zu können. Zum Beispiel bei einem Feuer... wäre der Körper eines Erdelelementar sicher weniger empfindlich als der meinige.“, hatten seine Worte da erneut den Anstoß gegeben. Einen Anstoß für die sich abspulende Kette aus Bildern in ihrem Kopf, sowie die zwischenzeitlich unterdrückte und dadurch nun umso kältere Angst, welche die Gedanken an die Bedrohung ihrer Geschwister begleitete. Wie anders das Beispiel des anderen Liedwirkers wohl fern der rußgeschwärzten Säulen und neu gewachsenen Trümmerberge ringsum ausgefallen wäre? Eine Frage, die zu stellen sie sich nicht zugestanden hatte, zu beschäftigt war sie damit gewesen, jenes lähmende Gefühl schleunigst wieder einzuschließen und das Gespräch einige Momente später sachlich fortzuführen.
Nachdenlich sah sie der anderen Elfe entgegen, die noch mit ihr am Marktplatz weilte, lenkte dann das blassblaue Augenpaar gen Himmel. Etwas kam ihr seltsam vor, obwohl sie sich an das ungute Gefühl beinahe zu gewöhnen begann. Da spürte sie eine Berührung. Die goldene Hand Amae'thariels, die ihr wohl ein paar Haarsträhnen ordnete. Die bernsteinäugige Edhel war lange nicht in der Heimat gewesen und erzählte nun von ihren ersten Erlebnissen seit ihrer Rückkehr. Sie wieder hier zu wissen und mit ihr zu reden, half eine Lücke auszufüllen, die auf eine gewisse Weise bereits vor der Zerstörung im Tal vorhanden gewesen war. Das Gefühl, so viele grüne und goldene Brüder und Schwestern wieder in der Heimat zu wissen, bildete ein kleines warmes Licht in Elu'beths Herzen, wie es sonst der Klang einer Schalmei vermochte.
„Zumindest haben wir nicht aufgehört, zu malen und zu dichten. Vermutlich um einen bewussten Gegenpart zu all dem zu bilden“, murmelte sie und entsann sich jener kleinen freudigen Momente, die die Geschwister teilten. Da erwiderte die andere: „Als ich gestern Nacht noch ein wenig zwischen den Häusern entlang ging, traf ich auf einen Gwador, dem das Lächeln schlecht ins Gesicht gemalt war. Als habe man versucht … ihn zu zerteilen.“ Sogleich wollte ein erinnertes Bild sich den Weg an die Oberfläche ihres Bewusstseins bahnen, das ihr nichtsdestotrotz so wirklich schien wie dessen mehrmaliger Anblick in der Nacht des Angriffs. Ein wohlbekanntes goldenes Gesicht. Die Antwort auf ihre Frage, wer denn den Weg der Elfe gekreuzt habe, barg keine Überraschung. Als wie bestellt die Eindrücke von Rauchschwaden, gefallenen Palisaden und eben versorgten Wunden sich an das Bild von dem goldenen Gesicht heften und wie Schnee außer Rand und Band durch ihre Gedanken tanzen wollten, vernahm sie noch die weiteren Worte Amae'thariels. „Es schien, dass die Stille, ganz ohne das Geschrei des Kampfes, bereits genug war um ihn zu heilen.“
Unausgesprochen stand die Frage zwischen den beiden: Wie lange würde es wohl still bleiben?
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Gast
Mitten in seiner Bewegung verharrte der Nestor, welcher zuvor noch die Treppen der Wehrmauer hochgestiegen sein wollte. Wie auf der Stelle angewurzelt, blickte er mit einer langsamen Kopfbewegung gen Himmel. Ein tiefes Grau mischte sich in das Azurblau seiner Augen und kaum war er in der Lage seinen eigenen Schreck zu verbergen, als das Lachen noch einige Male im Herbstwind nachhallte. "Ùvaer hen.. Itardwa, man cenich?" "Das ist nicht gut. Itardwa, was siehst du?", wandte er sich mit angehobener Stimme an den Bogenschützen, welcher etwas gesehen haben wollte. Als dieser von einem orangen Glühen in den Wolken berichtete, welches aber nur für den Bruchteil einer Sekunde da gewesen war, wirkten einige der Eledhrim, Nandôth mit eingeschlossen, resigniert. Einen kurzen Moment lang ließen sie sich einschüchtern, bis der Nestor doch noch mal seine Stimme erhob: "Avo gosto! Hebo tirith!" Habt keine Angst! Wahrt die Achtsamkeit!" Schnellen Schrittes ging er die nur halb erklommenen Treppen wieder herunter und eilte weiter ins Talinnere. Mit den Eledhrim, die ihm auf seinem Weg noch begegneten, tauschte er sich über die Wahrnehmungen des letzten halben Stundenlaufs aus, ließ sich von den wenigsten den Eindruck Itardwas bestätigen und begann dann zügig alle Vorkehrungen im Tal nachzuprüfen, obwohl sie erst vor Kurzem errichtet und allein dabei schon dreimal geprüft worden waren. Er wollte nun um jeden Preis sichergehen, dass Ered Luin einem zweiten Angriff gewappnet war. Jener würde schneller folgen, als ihnen lieb war. Sie mussten unbedingt bereit sein und sich nicht wieder vom Feind zerstreuen lassen... "Phanodain, anno an daur ammen!" Phanodain, gib uns Halt!
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 18. Oktober 2016, 23:29, insgesamt 3-mal geändert.
- Sirdhemeth Glawar
- Beiträge: 281
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Auch Sírdhemeth hatte das Lachen vernommen, das heiter und doch so dunkel und unheilvoll klang in ihren spitzen Ohren. Ein kleiner Schauer jagte über ihre goldene Haut und von ihrem Schneiderwerk richtete sie den blasstürkisen Blick der Mandelaugen nach oben in den für Ered Luin ungewöhnlicherweise wolkenverhangenen Himmel. Jedoch konnte die Hamdan nichts wahrnehmen als die dichte Wolkendecke. Schon wollte sie sich wieder ihrer derzeitigen Aufgabe, der Entwicklung eines tarnenden Gewebes, zuwenden, als sie das aufgeregte Flüstern der Elfenwachen vernahm. In Windeseile hatte sich wohl herumgesprochen, dass auch Augen in glühendem Orange zu sehen gewesen seien.
Eine ganze Weile richtet sich ihr Blick auf den Himmel, lauschte sie, ob der unheildrohenden Ankündigung auch direkte Taten folgen sollten. Doch es schien, als wolle der unbekannte Feind die Bewohner Ered Luins am heutigen Tage nur verhöhnen, seine Taktik der Zermürbung fortsetzen und die Eledhrim in Furcht versetzen, vor dem was noch kommen würde.
Wenn Sírdhemeth es recht betrachtete, musste sie dem unbekannten Feind so sehr es ihr auch widerstrebte zugestehen, dass er bis dato in dieser Hinsicht recht erfolgreich gewesen war. Die Zerstörung des Hafenviertels und der Wohnhäuser durch dämonischen Sendboten des ominösen Feindes hatten Spuren bei den ehemaligen Bewohnern hinterlassen. Mit einem leisen Seufzen dachte sie an die goldenen und grünen Gesichter ihrer Geschwister, welche derzeit mit Besorgnis und Trauer erfüllt waren. Doch noch hatte sich keine Mutlosigkeit oder Verzagtheit breitgemacht, und viele der Gwedyr und Gwathil wandelten die Sorge ums Kommende in eine indignierte oder gar grimmige Beflissenheit die Vorbereitungen auf noch Schlimmeres voranzutreiben. So wurden Feuer gelöscht und Trümmer beseitigt, neue Abwehrmaßnahmen errichtet und Zugänge blockiert, um dem möglichen Gegner das Vorankommen zu erschweren, Waffen geschmiedet und Rüstungen ausgebeult und die Vorräte wieder aufgefüllt. Es war wohl das klügste, sich durch diese ‚Ankündigung‘ anspornen zu lassen und nicht einem lähmenden, sorgenvollen Grübeln zu verfallen, welche Bosheiten Ered Luin als nächstes überschwemmen würden.
An diesem Gedanken festhaltend und die zarten Schultern straffend nahm die Edhil wieder das Weberschiffchen zur Hand und macht sich mit fokussiertem Geist und entschiedener Haltung daran, ein festes und unbeugsames Gewirk zu weben.
Eine ganze Weile richtet sich ihr Blick auf den Himmel, lauschte sie, ob der unheildrohenden Ankündigung auch direkte Taten folgen sollten. Doch es schien, als wolle der unbekannte Feind die Bewohner Ered Luins am heutigen Tage nur verhöhnen, seine Taktik der Zermürbung fortsetzen und die Eledhrim in Furcht versetzen, vor dem was noch kommen würde.
Wenn Sírdhemeth es recht betrachtete, musste sie dem unbekannten Feind so sehr es ihr auch widerstrebte zugestehen, dass er bis dato in dieser Hinsicht recht erfolgreich gewesen war. Die Zerstörung des Hafenviertels und der Wohnhäuser durch dämonischen Sendboten des ominösen Feindes hatten Spuren bei den ehemaligen Bewohnern hinterlassen. Mit einem leisen Seufzen dachte sie an die goldenen und grünen Gesichter ihrer Geschwister, welche derzeit mit Besorgnis und Trauer erfüllt waren. Doch noch hatte sich keine Mutlosigkeit oder Verzagtheit breitgemacht, und viele der Gwedyr und Gwathil wandelten die Sorge ums Kommende in eine indignierte oder gar grimmige Beflissenheit die Vorbereitungen auf noch Schlimmeres voranzutreiben. So wurden Feuer gelöscht und Trümmer beseitigt, neue Abwehrmaßnahmen errichtet und Zugänge blockiert, um dem möglichen Gegner das Vorankommen zu erschweren, Waffen geschmiedet und Rüstungen ausgebeult und die Vorräte wieder aufgefüllt. Es war wohl das klügste, sich durch diese ‚Ankündigung‘ anspornen zu lassen und nicht einem lähmenden, sorgenvollen Grübeln zu verfallen, welche Bosheiten Ered Luin als nächstes überschwemmen würden.
An diesem Gedanken festhaltend und die zarten Schultern straffend nahm die Edhil wieder das Weberschiffchen zur Hand und macht sich mit fokussiertem Geist und entschiedener Haltung daran, ein festes und unbeugsames Gewirk zu weben.
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Gast
„Sa. Eona’iama hat schon einiges geschafft hier.“, lobte er mit einem zufriedenen Nicken die Arbeiten, die bereits an dem Baumhaus verrichtet wurden.
Als sich die Geschwister vor wenigen Sonnenläufen versammelten, besprachen sie die aktuelle Notlage. Schnell war klar, dass alle Geschwister bestimmte Aufgaben übernahmen.
Jeder das, was er konnte.
Jeder das, wodurch er dachte, die Gemeinschaft zu unterstützen.
Jeder das, was die nahe Drohung verringern könnte.
Yalhaniir und Eona erklärten sich bereit ein Baumhaus, was bisher nur von zwei alten – und zugegeben- kauzigen Eulen behaust wurde, herzurichten. Es wurden Hängematten drapiert, Kissen aufgeschlagen, einen Teppich ausgebreitet und mehrere Kisten aufgestellt.
Doch es wurden auch Bandagen deponiert, Vorräte gelagert, verschiedene alchimistische Tränke magaziniert und Wasser in Schläuchen und Fässer an die Wand gehängt.
Auch wenn alle teils unterschiedliche Aufgaben erledigten, war das Hauptziel klar: Sie mussten einem wiederholten Angriff standhalten können.
Sie lebten in ernsten Zeiten, denn die Gefahr war allgegenwärtig. Niemand wusste, wann der nächste Angriff über sie hereinbrach. Auch die tierischen Bewohner des Nebelwaldes nicht. Und so bat Yalhaniir die beiden Eulen, auch bitte weiterhin auf das Baumhaus ein Auge zu werfen.
Ebenso bat er ein kleines Rudel Füchse, in der Nähe des Baumhauses zu bleiben. Er sprach einem Bären gut zu, dass er hier nach dem rechten schauen sollte, wenn er sich wieder Honig besorgte.
Die Eledhrim brauchten alle Hilfe, die sie kriegen konnten.
‚Wir müssen alle zusammenhalten!‘, dachte er und eilte zur nächsten Aufgabe.
Als sich die Geschwister vor wenigen Sonnenläufen versammelten, besprachen sie die aktuelle Notlage. Schnell war klar, dass alle Geschwister bestimmte Aufgaben übernahmen.
Jeder das, was er konnte.
Jeder das, wodurch er dachte, die Gemeinschaft zu unterstützen.
Jeder das, was die nahe Drohung verringern könnte.
Yalhaniir und Eona erklärten sich bereit ein Baumhaus, was bisher nur von zwei alten – und zugegeben- kauzigen Eulen behaust wurde, herzurichten. Es wurden Hängematten drapiert, Kissen aufgeschlagen, einen Teppich ausgebreitet und mehrere Kisten aufgestellt.
Doch es wurden auch Bandagen deponiert, Vorräte gelagert, verschiedene alchimistische Tränke magaziniert und Wasser in Schläuchen und Fässer an die Wand gehängt.
Auch wenn alle teils unterschiedliche Aufgaben erledigten, war das Hauptziel klar: Sie mussten einem wiederholten Angriff standhalten können.
Sie lebten in ernsten Zeiten, denn die Gefahr war allgegenwärtig. Niemand wusste, wann der nächste Angriff über sie hereinbrach. Auch die tierischen Bewohner des Nebelwaldes nicht. Und so bat Yalhaniir die beiden Eulen, auch bitte weiterhin auf das Baumhaus ein Auge zu werfen.
Ebenso bat er ein kleines Rudel Füchse, in der Nähe des Baumhauses zu bleiben. Er sprach einem Bären gut zu, dass er hier nach dem rechten schauen sollte, wenn er sich wieder Honig besorgte.
Die Eledhrim brauchten alle Hilfe, die sie kriegen konnten.
‚Wir müssen alle zusammenhalten!‘, dachte er und eilte zur nächsten Aufgabe.
- Lamentinu Celebren
- Beiträge: 1105
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
So reglos wie die Marmorstatue an ihrer Seite verharrte die Elfe auf dem Hochplateau vor der Höhle und ließ ihren Blick immer wieder über die Stadt schweifen. "Oh Ered Luin, wie hast du gelitten!" in ihrem Innersten verhallte ein nach außen ungehörter, tiefer Seufzer. Doch primär galt ihr Blick der Südrichtung. Untote Wesen, die dort, wo noch vor wenigen Stunden ein strahlendes Gebäude stand, nun hausten und die Harmonie störten. Sie würde nicht von ihrem Wachposten weichen, egal ob Nacht oder Tag, so sie nicht eines ihrer Geschwister ablöste. Das, was sich dort auftat, war eine unkalkulierbare Gefahr. Links von ihr lag eine kleine Harfe, die sie noch im Lager gefunden hatte, rechts von ihr ihr Bogen. Würde es eines der Wesen wagen, die Wand zu erklimmen, würde es ihr Pfeil schnell treffen. Doch würde sich dort eine mächtige Gefahr formieren, so würde sie innerhalb von Sekunden einen musikalischen Hilferuf vom Wind zu ihren Geschwistern tragen lassen. Am Boden hielten Volksgenossen die Wesen konstant im Schach und sorgten dafür, dass sie nicht weiter vordrangen.
All dies war freilich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein - sie mussten herausfinden, woher diese Wesen kamen und wie man diese Quelle erlöschen lassen konnte. Vielleichtt würde gar der Aggressor, welcher hier vor so kurzer Zeit eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, in Begleitung einer beliebigen Anzahl Schergen auftauchen. Und dann zählte jede Sekunde...
Ihre Augen wurden unfokussiert und sie meditierte, um ihre eigene Ruhe zu finden. Sie senkte ihren gesamten Körpertonus ab, ihr Atem ging langsam. Doch in jener anderen Art, in die Welt zu blicken, waren ihre Sinne dennoch unglaublich fein und viele Jahrhunderte Lebenserfahrung würden ihr helfen zu erkennen, sobald etwas ungewöhnliches geschah und sie augenblicklich ihren Geisteszustand in den gewöhnlichen Tagesmodus wechseln lassen. Und so hielt sie reglos Stunde um Stunde ihre Wacht.
All dies war freilich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein - sie mussten herausfinden, woher diese Wesen kamen und wie man diese Quelle erlöschen lassen konnte. Vielleichtt würde gar der Aggressor, welcher hier vor so kurzer Zeit eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, in Begleitung einer beliebigen Anzahl Schergen auftauchen. Und dann zählte jede Sekunde...
Ihre Augen wurden unfokussiert und sie meditierte, um ihre eigene Ruhe zu finden. Sie senkte ihren gesamten Körpertonus ab, ihr Atem ging langsam. Doch in jener anderen Art, in die Welt zu blicken, waren ihre Sinne dennoch unglaublich fein und viele Jahrhunderte Lebenserfahrung würden ihr helfen zu erkennen, sobald etwas ungewöhnliches geschah und sie augenblicklich ihren Geisteszustand in den gewöhnlichen Tagesmodus wechseln lassen. Und so hielt sie reglos Stunde um Stunde ihre Wacht.
- Fey'sadriel
- Beiträge: 167
- Registriert: Montag 8. Februar 2016, 10:06
Die kleinen Brandblasen auf der Haut wurden mit der kühlenden Tinktur bestrichen, lang würden sie ihm keinen Schmerz mehr bringen. Langsam verließ das Adrenalin des Kampfes seinen Körper und je weiter es wich desto mehr bemerkte er die folgen. Die einst so feine, gülden glänzende Haut, pfahl und matt teils mit Ruß und Staub bedeckt. Überzogen von Kratzern und einigen Brandwunden und der Körper völligst ausgezehrt. Der leere Blick wanderte über das Taal, der Hafen im Osten schon seit dem ersten Angriff karg. Von seinem einstigen Haus stiegen noch die letzten Rauchschwaden des Feuers auf, welches es am Vorabend verschluckt hat. Am Eingang, der Wächter und die Untoten. Im Westen die Höhle..
Immer wieder wanderte sein Blick zwischen der Höhle und den Untoten hin und her. Was sollte er tun? Könnten sie Seline wecken? Müssen sie Seline wecken? Oder Ausruhen und die Untoten bekämpfen und die Geschwister welche den Eingang im andauernden Kampf halten unterstützen?
Die kleine silberne Schüssel welche sich in der Morgen Dämmerung mehr und mehr mit dem Kondens des Nebels füllte wurde an die Lippen geführt, wo der kühle Inhalt wie eine Wohltat das Feuer im Leib des Elfen bekämpfte. Was musste das Volk nur erleiden, wie konnte das Böse unbeachtet so groß und stark werden? Was hatten sie nur Übersehen?
Fragen über Fragen durchschossen seinen Kopf wie Flöhe auf der Suche nach einem Wirt den sie niemals finden würden.
Ein kleines Geräusch schreckte ihn auf seinen Gedanken auf, und sofort schnellten der Kopf in den Nacken und der Blick gen Himmel. Nach einem Moment wieder Beruhigung ein Kiesel hatte sich aus dem Fels gelöst, nichts was normal große Beachtung Fand, doch die Angriffe zeigten mehr und mehr ihre Wirkung.
Ein Wesen was für Frieden und Harmonie geschaffen ist, verliert im Krieg mehr und mehr an Kraft.
Immer wieder wanderte sein Blick zwischen der Höhle und den Untoten hin und her. Was sollte er tun? Könnten sie Seline wecken? Müssen sie Seline wecken? Oder Ausruhen und die Untoten bekämpfen und die Geschwister welche den Eingang im andauernden Kampf halten unterstützen?
Die kleine silberne Schüssel welche sich in der Morgen Dämmerung mehr und mehr mit dem Kondens des Nebels füllte wurde an die Lippen geführt, wo der kühle Inhalt wie eine Wohltat das Feuer im Leib des Elfen bekämpfte. Was musste das Volk nur erleiden, wie konnte das Böse unbeachtet so groß und stark werden? Was hatten sie nur Übersehen?
Fragen über Fragen durchschossen seinen Kopf wie Flöhe auf der Suche nach einem Wirt den sie niemals finden würden.
Ein kleines Geräusch schreckte ihn auf seinen Gedanken auf, und sofort schnellten der Kopf in den Nacken und der Blick gen Himmel. Nach einem Moment wieder Beruhigung ein Kiesel hatte sich aus dem Fels gelöst, nichts was normal große Beachtung Fand, doch die Angriffe zeigten mehr und mehr ihre Wirkung.
Ein Wesen was für Frieden und Harmonie geschaffen ist, verliert im Krieg mehr und mehr an Kraft.
Elu'beth:
Ich möchte es trotzdem ehrlich schaffen und nicht mit Punkten.
Ich möchte es trotzdem ehrlich schaffen und nicht mit Punkten.
- Antorius
- Beiträge: 3962
- Registriert: Mittwoch 5. August 2015, 23:21
Gemeinsam mit den Candidati Elinor Tiefenbruch und Filidus Sindalon war er aufgebrochen. Er war erleichtert gewesen, dass er die Lieferung an Verbandsmitteln und Hilfgütern aus dem Kloster nicht allein nach Ered Luin bringen musste. Ja, der Nachschub war für dieses Mal gesichert. Obwohl der Diakon um einiges jünger war als seine Begleitung schien er doch besorgt um die Beiden wie eine Glucke um ihre Küken. Wohl auch deswegen, dass er nicht wollte, dass den jungen Mitgliedern des Konzils etwas geschah. Oftmals verlor er sie sie während den Angriffswellen aus den Augen, um dann dennoch in den Atempausen wieder zusammen zu finden. Wieder erschien ein Dämon, wieder nur ein Überbringer schlechter Nachrichten. Seine Forderungen, dass er _Sie_ haben wolle und _Sie_ suchte machte ihn nachdenklich. Sie sollten ihren Drachen ausliefern... Seline. Er musste Lamentinu finden... noch gut erinnerte er sich an ihre Geschichte aus dem Jahr 251, als sie den Drachen rief. Doch zuerst würde er dafür sorgen, dass Elinor und Filidus wieder halbwegs wohlbehalten Ort verlassen konnten.
Zuletzt geändert von Antorius am Freitag 21. Oktober 2016, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
"Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise;
Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise."
Friedrich Rückert
Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise."
Friedrich Rückert
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Ruhig stand er am Bergpfad und ließ den Blick schweifen. Es würde viel Arbeit werden dies alles wieder aufzubauen. Weiter erschwert wurde es wohl auch durch die Leichenfledderer und Schaulustigen, vor allem unter den Edain, welche immer wieder versuchten durch den Wald in die Stadt zu gelangen. Diese Zerstörung war wieder einmal plötzlich und grausam losgebrochen. Es hatte keinen Aufmarsch von Feinden gegeben und er war wieder einmal sehr plötzlich erschienen...
Als er am Abend zusammen mit Sirdhemeth geschäftig im Handelshaus arbeitete und immer wieder nachdenklich hinausging um den Himmel über der Stadt abzusuchen, vernahmen beide die Stimmen von einigen Edain welche scheinbar auf Gwador Nandoth warteten. Einer von Ihnen hatte bereits Seite an Seite mit ihm um die Sicherheit der Stadt gekämpft.
Als er nun auf die Stimmen zuging erblickte er den Diakon Antorius und eine Maga des Konzils. Ihm viel es immer noch schwer das Alter von Edain zu schätzen, waren sie doch eine sehr schnelllebige Rasse. Als die Ältere ihm dann noch als angehende Maga vorgestellt wurde und der Diakon sich in Sindarin versuchte zuckten seine spitzen Ohren kurz verwundert.
Schließlich bat er die Edain nach einer kurzen Unterhaltung, hier zu warten, Sirdhemeth und er würden ihnen Gwador Nandoth schicken.
Etwas später, auf dem Rückweg zum Handelshaus traf er auf dem Markt auf die Kaluren Tambar und Melgra welche er freundlich begrüße und ihnen das Ergebnis ihrer Gemeinsen Arbeit und der Arbeit die Liedweber und Hamdan zu zeigen. Doch plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Sichtungen riesiger schwarzer Flügel in den Wolken, herabstürzende Feuerbälle und schließlich ein, auf dem Platz landender Dämon. Der junge Rhaudan zog sich mit den Kaluren unter die schützende, tarnende Decke zurück um das Geschütz vorzubereiten. Ab da brach die Schlacht erst richtig los und er konnte die einzelnen Bilder der Schlacht erst wieder in der Nacht, während er meditiert zu einem Ganzen zusammensetzen.
Weite Teile der Stadt waren zerstört, oder beschädigt. Dennoch hatten die Krieger der Eledhrim und die Verbündeten, noch bevor die Aufräumarbeiten begannen, den Wald verlassen um die Edain von Kronwalden gegen eine Horde von Höllenhunden, welche dem Gemetzel im Wald entkommen waren beizustehen.
...schmunzelnd erinnerte er sich noch als Sirdhemeth eines ihrer besten Kleider zur Rüstung trug, wie um den Feind zu zeigen, dass die elfische Handwerkskunst all seinen Anstrengungen, Grausamkeiten und scharfen Klauen zum trotz, überlegen war und für das Schöne in der Welt stand. auch er hatte sich geweigert einen Helm zu tragen, hatte stolz seine diadembekränzte Stirn vorgereckt und dem Feind getrotzt. sollte er doch wiederkommen. Wenn sich ein, im Kampf unerprobter, Rhaudan und eine Hamdan gegen diesen Feind behaupten konnten, so hatte er keine Chancen gegen die ausgebildeten Klingentänzer und mächtigen Liedwirker der Elehrim. "Komm nur!" rief er erst grimmig und dann lachend ein zweites Mal in den Wind "Komm nur! Und sieh und erlebe, wie die Eledhrim Dich immer wieder schlagen werden!". Heiß wie das Feuer seiner Esse brannte Kampfeslust und Widerwillen in ihm auf und er blickte noch einige Herzschläge in die Wolken, bevor er sich wieder an die Arbeit machte und Werkzeuge, Waffen und Rüstungen für die anstehenden Arbeiten fertigte.
Als er am Abend zusammen mit Sirdhemeth geschäftig im Handelshaus arbeitete und immer wieder nachdenklich hinausging um den Himmel über der Stadt abzusuchen, vernahmen beide die Stimmen von einigen Edain welche scheinbar auf Gwador Nandoth warteten. Einer von Ihnen hatte bereits Seite an Seite mit ihm um die Sicherheit der Stadt gekämpft.
Als er nun auf die Stimmen zuging erblickte er den Diakon Antorius und eine Maga des Konzils. Ihm viel es immer noch schwer das Alter von Edain zu schätzen, waren sie doch eine sehr schnelllebige Rasse. Als die Ältere ihm dann noch als angehende Maga vorgestellt wurde und der Diakon sich in Sindarin versuchte zuckten seine spitzen Ohren kurz verwundert.
Schließlich bat er die Edain nach einer kurzen Unterhaltung, hier zu warten, Sirdhemeth und er würden ihnen Gwador Nandoth schicken.
Etwas später, auf dem Rückweg zum Handelshaus traf er auf dem Markt auf die Kaluren Tambar und Melgra welche er freundlich begrüße und ihnen das Ergebnis ihrer Gemeinsen Arbeit und der Arbeit die Liedweber und Hamdan zu zeigen. Doch plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Sichtungen riesiger schwarzer Flügel in den Wolken, herabstürzende Feuerbälle und schließlich ein, auf dem Platz landender Dämon. Der junge Rhaudan zog sich mit den Kaluren unter die schützende, tarnende Decke zurück um das Geschütz vorzubereiten. Ab da brach die Schlacht erst richtig los und er konnte die einzelnen Bilder der Schlacht erst wieder in der Nacht, während er meditiert zu einem Ganzen zusammensetzen.
Weite Teile der Stadt waren zerstört, oder beschädigt. Dennoch hatten die Krieger der Eledhrim und die Verbündeten, noch bevor die Aufräumarbeiten begannen, den Wald verlassen um die Edain von Kronwalden gegen eine Horde von Höllenhunden, welche dem Gemetzel im Wald entkommen waren beizustehen.
...schmunzelnd erinnerte er sich noch als Sirdhemeth eines ihrer besten Kleider zur Rüstung trug, wie um den Feind zu zeigen, dass die elfische Handwerkskunst all seinen Anstrengungen, Grausamkeiten und scharfen Klauen zum trotz, überlegen war und für das Schöne in der Welt stand. auch er hatte sich geweigert einen Helm zu tragen, hatte stolz seine diadembekränzte Stirn vorgereckt und dem Feind getrotzt. sollte er doch wiederkommen. Wenn sich ein, im Kampf unerprobter, Rhaudan und eine Hamdan gegen diesen Feind behaupten konnten, so hatte er keine Chancen gegen die ausgebildeten Klingentänzer und mächtigen Liedwirker der Elehrim. "Komm nur!" rief er erst grimmig und dann lachend ein zweites Mal in den Wind "Komm nur! Und sieh und erlebe, wie die Eledhrim Dich immer wieder schlagen werden!". Heiß wie das Feuer seiner Esse brannte Kampfeslust und Widerwillen in ihm auf und er blickte noch einige Herzschläge in die Wolken, bevor er sich wieder an die Arbeit machte und Werkzeuge, Waffen und Rüstungen für die anstehenden Arbeiten fertigte.
Zuletzt geändert von Caraphinnor Dringol am Freitag 21. Oktober 2016, 10:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Tambar Donnerfaust
Als er mit Melgra in Ered Luin ankam um die fertige Balista zu begutachten war er erstaunt über die Vielzahl an Leuten die dort anwesend waren. Alle brachten sich in der Zeit der Not die die Elfen ereilte nach ihrem besten ermessen ein und wollten helfen.
Als sie jedoch gerade dabei waren das Geschütz zu begutachten drang zuerst ein lautes Grollen durch die dichten Wolken die über der Stadt hingen, dann rief auch schon jemand laut " Drache " und es brach die Hölle aus. Feuerbäle regneten vom Himmel herab und schlugen die ersten Helfer zu Boden.
Schützend hielt er sich seinen Schweren Mithrillschild über den Kopf und machte sich wären die Tarndecke rasch abgezogen wurde daran das schwere geschütz zu spannen, den Schild längst wider geschultert.
Schnell und mit kalurischer Gelassenheit legte Melgra den ersten Speer in die Führungsschachte ein. Wärend um sie herum der Tumult größere Außmaße annahm, richteten sie das Geschütz zusammen mit Ozur und Caraphinnor aus und nahmen Maß. Als er dann freises Schussfeld hatten betätigte er den Auslöser und der Speer schoss in Richtung des Gegners.
Drei Schüsse konnten sie so abfeuern, ehe der Marktplatz drohte überrant zu werden und sie gezwungen waren das Geschütz zu verlassen und zu verteidigen. Ein harter Kampf entbrannte und mit vereinter Kraft schafften sie es eine ganze Weile das Geschütz zu verteidigen gegen die ganzen Meeresviehcher.
Irgendwann wurden die Streiter weniger um das Geschütz, da auch andere Fronten dringend Unterstützung brauchten. Als die Handvoll Streiter um das Geschütz herum einer nach dem anderen zu Boden gingen, formierten sich Melgra und Tambar dicht bei einander und kämpften wie es sich für Kaluren gehört unnachgiebig gegen die Horden von Meeresviehchern.
Als sie drohten überrannt zu werden suchte sich Melgra einen halbwegs sicheren Platz zwichen Tambar und dem noch stehenden Geschütz und tat alles um ihm am Leben zu halten. Eine gute Wundflickerin dachte Tambar noch so wärend er unnachgiebig schwere Schläge mit seiner Waffe austeilte und andere widerum mit seinem Schild blockte.
Als plötzlich ein kaum hörbares Lied an seine Ohren drang in dem lauten Kampfgetümmel bestehend aus berstenden Knochen und Metallernden schlägen der Waffen. In Tambar wurde eine unbändige Wut entfacht wie er sie noch nie in seinen 70 Jahren erlebt hatte und er richtete diese genau auf die, die ihn gerade drohten zu überrennen. Umringt von unzähligen Gegnern kaum sichtbar wahrscheinlich ob seiner Größenunterlegenheit schmetterte er ein Vieh nach dem anderen zu Boden und schrie laute Kampfschrei aus dabei.
Tambar hatte keine Zeit darüber nach zu denken woher dieses Lied kam und warum es dies in ihm bewirkte, doch wehe dem, der einem Kaluren so im Weg stand. Das mussten auch die Gegner spüren und gingen nach und nach zu Boden. Im weiteren Lauf des Kampfes entstand so ein Kampfmanöver das Tambar in der tiefen Nacht als er endlich Schlaf fand, Manöver wilder Tambar nannte. Ein Manöver das durch ein nun gut eingespieltes Team von Melgra und Tambar öfter angewendet werden würde.
Mit dem beruhigenden Gedanken Melgra in diesem Kampf an seiner Seite gehabt zu haben schlief er irgendwann nach leerung des Fass Bieres ein und schlief den wohl verdienten Schlaf.
Als sie jedoch gerade dabei waren das Geschütz zu begutachten drang zuerst ein lautes Grollen durch die dichten Wolken die über der Stadt hingen, dann rief auch schon jemand laut " Drache " und es brach die Hölle aus. Feuerbäle regneten vom Himmel herab und schlugen die ersten Helfer zu Boden.
Schützend hielt er sich seinen Schweren Mithrillschild über den Kopf und machte sich wären die Tarndecke rasch abgezogen wurde daran das schwere geschütz zu spannen, den Schild längst wider geschultert.
Schnell und mit kalurischer Gelassenheit legte Melgra den ersten Speer in die Führungsschachte ein. Wärend um sie herum der Tumult größere Außmaße annahm, richteten sie das Geschütz zusammen mit Ozur und Caraphinnor aus und nahmen Maß. Als er dann freises Schussfeld hatten betätigte er den Auslöser und der Speer schoss in Richtung des Gegners.
Drei Schüsse konnten sie so abfeuern, ehe der Marktplatz drohte überrant zu werden und sie gezwungen waren das Geschütz zu verlassen und zu verteidigen. Ein harter Kampf entbrannte und mit vereinter Kraft schafften sie es eine ganze Weile das Geschütz zu verteidigen gegen die ganzen Meeresviehcher.
Irgendwann wurden die Streiter weniger um das Geschütz, da auch andere Fronten dringend Unterstützung brauchten. Als die Handvoll Streiter um das Geschütz herum einer nach dem anderen zu Boden gingen, formierten sich Melgra und Tambar dicht bei einander und kämpften wie es sich für Kaluren gehört unnachgiebig gegen die Horden von Meeresviehchern.
Als sie drohten überrannt zu werden suchte sich Melgra einen halbwegs sicheren Platz zwichen Tambar und dem noch stehenden Geschütz und tat alles um ihm am Leben zu halten. Eine gute Wundflickerin dachte Tambar noch so wärend er unnachgiebig schwere Schläge mit seiner Waffe austeilte und andere widerum mit seinem Schild blockte.
Als plötzlich ein kaum hörbares Lied an seine Ohren drang in dem lauten Kampfgetümmel bestehend aus berstenden Knochen und Metallernden schlägen der Waffen. In Tambar wurde eine unbändige Wut entfacht wie er sie noch nie in seinen 70 Jahren erlebt hatte und er richtete diese genau auf die, die ihn gerade drohten zu überrennen. Umringt von unzähligen Gegnern kaum sichtbar wahrscheinlich ob seiner Größenunterlegenheit schmetterte er ein Vieh nach dem anderen zu Boden und schrie laute Kampfschrei aus dabei.
Tambar hatte keine Zeit darüber nach zu denken woher dieses Lied kam und warum es dies in ihm bewirkte, doch wehe dem, der einem Kaluren so im Weg stand. Das mussten auch die Gegner spüren und gingen nach und nach zu Boden. Im weiteren Lauf des Kampfes entstand so ein Kampfmanöver das Tambar in der tiefen Nacht als er endlich Schlaf fand, Manöver wilder Tambar nannte. Ein Manöver das durch ein nun gut eingespieltes Team von Melgra und Tambar öfter angewendet werden würde.
Mit dem beruhigenden Gedanken Melgra in diesem Kampf an seiner Seite gehabt zu haben schlief er irgendwann nach leerung des Fass Bieres ein und schlief den wohl verdienten Schlaf.
Zuletzt geändert von Tambar Donnerfaust am Freitag 21. Oktober 2016, 09:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Miw'Faervelin
Feuer welches vom Himmel fiel und große Teile der Stadt zerstörte, Befehle die durch die vielen Anwesenden gerufen wurden ... unzählige Höllenhunde, Feuerfliegen und Meeresbewohner die ihren Tribut forderten. Die Stadt die vielen eine Heimat war und nun immer weiter verwandelt wurde in eine Brachlandschaft aus Feuer und Tod.
Manche Teile der Nacht verschwommen in einem unbestimmten Wirrwarr, sie versuchte überall zu sein, versuchte jeden leicht gerüsteten zu Helfen, wenn ein flinker Höllenhund an dessen Beinen klebte - dennoch war es Lethalon, der das Kommando ihrer Gruppe hatte und ihr mehr als einmal wieder auf die Beine geholfen hatte. Die unzähligen Angriffswellen forderten auch der jungen Kriegerin nach und nach ihren Preis, so war sie unendlich froh als der letzte Höllenhund in den ewigen Schlaf geschickt wurde.
»Law, es ist alles in Ordnung.«
Ein mattes Lächeln, ein Abwinken mit der rechten Hand und sie hatte sich in die Sala der Lindil zurückgezogen um sich dort notdürftig selber zu behandeln. Ihre Ninniacthel war es schließlich, der sie doch die Wunden zeigte und Eona bewies mal wieder Geschick darin diese auch entsprechend zu behandeln. Dennoch war an Ruhe nicht zu denken - selbst als Elu'beth und Eludin langsam in ihre Meditation versanken, harrte die junge Maethor aus - sie traute dem Frieden und der Ruhe nicht, die aktuell herrschte. Da konnte jede Faser ihrer Muskeln noch so sehr schmerzen - unbewacht würde sie keinen hier ruhen lassen und so verharrte sie neben den beiden Ithryn und den Nestyr ... leise und regungslos.
Diese Schlacht war noch nicht vorbei.
[img]http://i.imgur.com/9AZAMoP.jpg[/img]
Manche Teile der Nacht verschwommen in einem unbestimmten Wirrwarr, sie versuchte überall zu sein, versuchte jeden leicht gerüsteten zu Helfen, wenn ein flinker Höllenhund an dessen Beinen klebte - dennoch war es Lethalon, der das Kommando ihrer Gruppe hatte und ihr mehr als einmal wieder auf die Beine geholfen hatte. Die unzähligen Angriffswellen forderten auch der jungen Kriegerin nach und nach ihren Preis, so war sie unendlich froh als der letzte Höllenhund in den ewigen Schlaf geschickt wurde.
[img]http://i.imgur.com/dPaOFVQ.jpg[/img]
[img]http://i.imgur.com/3twu6ny.jpg[/img]
Die erst neu geflickte, elfische Rüstung war zum größten Teil an der linken Körperseite zerpflückt wurden. Höllenhund um Höllenhund hatten sich in den Gliedern verbissen und der Rüstung, sowie Mîw, erheblichen Schaden zugefügt. Sie hatte gegen Ende des Abends immer wieder den Umhang sorgsam um sich gezogen, bedacht darauf, sich nicht zu viel zu bewegen und ihren Mitstreitern nicht zu viel von ihren Verletzungen zu zeigen. Die Rippenbögen der linken Körperseite schmerzten, jegliche Bewegung des linken Arms ließ sie zusammenzucken und das Atmen war keine leichte Sache mehr - dennoch hatte sie sich zuerst geweigert behandelt zu werden.[img]http://i.imgur.com/3twu6ny.jpg[/img]
»Law, es ist alles in Ordnung.«
Ein mattes Lächeln, ein Abwinken mit der rechten Hand und sie hatte sich in die Sala der Lindil zurückgezogen um sich dort notdürftig selber zu behandeln. Ihre Ninniacthel war es schließlich, der sie doch die Wunden zeigte und Eona bewies mal wieder Geschick darin diese auch entsprechend zu behandeln. Dennoch war an Ruhe nicht zu denken - selbst als Elu'beth und Eludin langsam in ihre Meditation versanken, harrte die junge Maethor aus - sie traute dem Frieden und der Ruhe nicht, die aktuell herrschte. Da konnte jede Faser ihrer Muskeln noch so sehr schmerzen - unbewacht würde sie keinen hier ruhen lassen und so verharrte sie neben den beiden Ithryn und den Nestyr ... leise und regungslos.
Diese Schlacht war noch nicht vorbei.
- Varcuvius
- Beiträge: 445
- Registriert: Montag 4. Januar 2016, 00:04
Bilder, die ein malerisches Abbild vom Ende Alathairs hätten sein können, boten sich ihm in Ered Luin. Obwohl sich in der Form des Irrlichtes viele Klangstrukturen überlappend über die Dinge legten, die ein Menschenauge sieht, war die Szenerie doch nicht weniger verstörend; Flammenregen, der Mensch und Tier unter sich vergrub, aberdutzende Höllenhunde und Kreaturen aus der tiefen See, und im Himmel kreiste die todbringende Bestie, die jedem Schauermärchen konkurrierte. In seiner Verwandlung war er tief vernetzt mit dem Lied und so war es ihm möglich, Blitzstrahlen von tödlicher Konzentration auf die Biester zu feuern ohne zu verschnaufen, aber er spürte wie er sich auf Dauer verzehren würde, wenn in absehbarer Zeit kein Ende der Schlacht auszumachen war. Er nutzte daher eine ruhigere Phase, als die Angriffswellen für einen kurzen Augenblick pausierten, um sich zu einem seiner Ankersteine zu befördern. Kaum dass er sich also im nächsten Moment vor Bajard zurückverwandelt hatte, jauchzte er schwer nach Luft und ließ sich zu Boden sinken.
Als er so verausgabt im Gras lag, durchatmete und zum sternenklaren Nachthimmel sah, ging er die Schritte durch die ihn letztendlich nach Ered Luin geführt hatten. Alles hatte damit angefangen, dass er seiner Leidenschaft der Waldspaziergänge etwas neues gab, indem er einmal die Wälder im Ostteil Gerimors durchstreifte. Mal als Mensch, mal in Tierform. Am gestrigen Abend verspürte er wieder einmal den Drang sich ein wenig in der Natur zu bewegen und so kam es, dass er die Dissonanz im Lied auf einige hundert Schritt Entfernung bemerkte. Er näherte sich diesem unnatürlichen Zustand, getrieben von seiner ewigen Neugier und fand sich dann auch schon im Nebelwald wieder, aus dem er einst hinausgebeten wurde, da hier eine Gefahr lauere. Nun fand er sich vor einem knurrenden Ungetüm wieder, das halb Hund oder Wolf, halb dämonische Bestie war und konnte es ausschalten noch bevor die Reißzähne der Kreatur ihn erreichten. Aufgrund der dämonischen Präsenz im Wald verwandelte er sich in das liednahe Irrlicht. Tiefer im Wald hörte er das Knurren erneut, dann aus entgegen gesetzter Richtung hinter ihm ein Heulen. Umzingelt von den Höllenhunden machte er sich auf das schlimmste gefasst, als er im gleichen Augenblick Rufe vom Waldeingang hörte; Kommandos in einer fremden Sprache. Ein Trupp Menekaner schlug sich durch das Unterholz und lenkte die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich. Dem Trupp anschließend, schwirrte er um sie herum und erreichte mit ihnen gemeinsam Ered Luin, wo sich ihm das Bild der Apokalypse bot.
Das Für und Wider abwägend, kam er zu dem Schluss, dass er sich früher aus der Schlacht zurückziehen hätte sollen. Er hätte dort ebenso wahrscheinlich fallen können, wie er überlebt hatte. Wofür auch kämpfen? Es war nicht sein Kampf.
Als er so verausgabt im Gras lag, durchatmete und zum sternenklaren Nachthimmel sah, ging er die Schritte durch die ihn letztendlich nach Ered Luin geführt hatten. Alles hatte damit angefangen, dass er seiner Leidenschaft der Waldspaziergänge etwas neues gab, indem er einmal die Wälder im Ostteil Gerimors durchstreifte. Mal als Mensch, mal in Tierform. Am gestrigen Abend verspürte er wieder einmal den Drang sich ein wenig in der Natur zu bewegen und so kam es, dass er die Dissonanz im Lied auf einige hundert Schritt Entfernung bemerkte. Er näherte sich diesem unnatürlichen Zustand, getrieben von seiner ewigen Neugier und fand sich dann auch schon im Nebelwald wieder, aus dem er einst hinausgebeten wurde, da hier eine Gefahr lauere. Nun fand er sich vor einem knurrenden Ungetüm wieder, das halb Hund oder Wolf, halb dämonische Bestie war und konnte es ausschalten noch bevor die Reißzähne der Kreatur ihn erreichten. Aufgrund der dämonischen Präsenz im Wald verwandelte er sich in das liednahe Irrlicht. Tiefer im Wald hörte er das Knurren erneut, dann aus entgegen gesetzter Richtung hinter ihm ein Heulen. Umzingelt von den Höllenhunden machte er sich auf das schlimmste gefasst, als er im gleichen Augenblick Rufe vom Waldeingang hörte; Kommandos in einer fremden Sprache. Ein Trupp Menekaner schlug sich durch das Unterholz und lenkte die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich. Dem Trupp anschließend, schwirrte er um sie herum und erreichte mit ihnen gemeinsam Ered Luin, wo sich ihm das Bild der Apokalypse bot.
Das Für und Wider abwägend, kam er zu dem Schluss, dass er sich früher aus der Schlacht zurückziehen hätte sollen. Er hätte dort ebenso wahrscheinlich fallen können, wie er überlebt hatte. Wofür auch kämpfen? Es war nicht sein Kampf.
Zuletzt geändert von Varcuvius am Freitag 21. Oktober 2016, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Es war spät in der Nacht, als er an einem Geländer hoch oben in den Baumwipfeln eines der Baumhäuser im Nebelwald stand und den Blick über den Wald und das Gebirge schweifen lies. Dicke Rauchschwaden zogen hinter dem Gebirgsrücken hervor und hüllten das Tal und den Wald in tiefstes Schwarz. Kein Stern war zu sehen. Es würde wohl noch eine Weile dauern, bis die Feuer erloschen sind und der Rauch den Himmel wieder frei gibt. Der Wind rauschte durch die Baumkronen und trug den Geruch von verbranntem Holz und Fleisch zu ihm. Die Brauen zogen sich etwas zusammen und er senkte nachdenklich den Kopf.
Die Wächter hatten sich gut geschlagen. Ihre Führung wurde auf eine harte Probe gestellt. Doch war es nicht nur ihr verdienst. Auch Freunde und Verbündete eilten zur Hilfe. Das Volk des Berges unterstützte sie mit schweren Kriegsmaschinen. Vereinzelt hatte er Menschen unter den Reihen der Verteidiger gesehen. Dazu gesellten sich einige Kämpfer des Nordens, welche ihre Ehre im Kampf unter Beweis stellten. Und das Volk der Wüste. Koordiniert und systematisch in Formation und Angriff. Es war jedes Mal beeindruckend diese Armee in Aktion zu sehen.
Am schwersten hatte es jedoch erneut sein eigenes Volk getroffen. Die Wächter verteidigten den Palast und das umliegende Gelände. Mit eisernem Mut stellte man sich den Horden entgegen und versuchte den Palast zu räumen. Während ein Wächtertrupp die Front verstärkte, verschaffte sich ein Anderer im Inneren den Überblick und brachte so viele Reliquien und Artefakte wie möglich in Sicherheit. Doch der Ansturm der Feinde war ununterbrochen und so musste das Gebiet schon bald aufgegeben werden.
Immer weiter wurde man zurück gedrängt. Mehr und mehr an Boden wurde verloren, bis am sich auf dem Marktplatz befand. Dort wüteten die wohl verbittertsten Kämpfe.
Diese zogen sich dann die Stadt hinaus in den Nebelwald und selbst bis nach Kronwalden wurden vereinzelt versprenge Feindgruppen ausgemacht.
Erst spät am Abend konnte man den Sieg erringen. Wie lange er andauern würde, wusste niemand. Einige Wächter ritten die Grenzen des Nebelwaldes noch einige Male ab, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Freunde und Verbündeten zogen sich - manche mehr, manche weniger angeschlagen – aus der Schlacht zurück.
Er legte eine Hand auf das Geländer vor sich und betrachtete sie. Noch vor kurzem führte sie das Schwert gegen diese Kreaturen. Jetzt fühlte sie sich schwach und taub an. Die Kämpfe haben an seinen Kräften gezehrt. Kurz zuvor hatte er noch mit seiner Schwester über die Verwundeten gesprochen. Die Meisten fanden im Wald Zuflucht und wurden versorgt. Seiner Schwester war zum Glück nichts geschehen. Anders stand es um ihn. Teile der Rüstung waren verbeult oder gar aufgeschlitzt worden. Getrocknetes Blut war darüber verteilt – das Meiste jedoch nicht das Seine. Doch es war ihm nicht gelungen, jeglichen Schaden von sich fern zu halten. Vermutlich lag es nur an seinen heilenden Fertigkeiten, die ihn so lange auf den Beinen hielten. Ruhig betrachtete er seine Hand. Darunter auf dem Boden hatte sich eine kleine rote Pfütze gebildet. Er musste ruhen. Er musste sich erholen und seine Kräfte auffrischen. Sein Atem ging langsam, unregelmäßig. Erneut blickte er in Richtung der nun zerstörten Stadt. So viel Leid. So viele Tote und Verletzte…
Die Wächter hatten sich gut geschlagen. Ihre Führung wurde auf eine harte Probe gestellt. Doch war es nicht nur ihr verdienst. Auch Freunde und Verbündete eilten zur Hilfe. Das Volk des Berges unterstützte sie mit schweren Kriegsmaschinen. Vereinzelt hatte er Menschen unter den Reihen der Verteidiger gesehen. Dazu gesellten sich einige Kämpfer des Nordens, welche ihre Ehre im Kampf unter Beweis stellten. Und das Volk der Wüste. Koordiniert und systematisch in Formation und Angriff. Es war jedes Mal beeindruckend diese Armee in Aktion zu sehen.
Am schwersten hatte es jedoch erneut sein eigenes Volk getroffen. Die Wächter verteidigten den Palast und das umliegende Gelände. Mit eisernem Mut stellte man sich den Horden entgegen und versuchte den Palast zu räumen. Während ein Wächtertrupp die Front verstärkte, verschaffte sich ein Anderer im Inneren den Überblick und brachte so viele Reliquien und Artefakte wie möglich in Sicherheit. Doch der Ansturm der Feinde war ununterbrochen und so musste das Gebiet schon bald aufgegeben werden.
Immer weiter wurde man zurück gedrängt. Mehr und mehr an Boden wurde verloren, bis am sich auf dem Marktplatz befand. Dort wüteten die wohl verbittertsten Kämpfe.
Diese zogen sich dann die Stadt hinaus in den Nebelwald und selbst bis nach Kronwalden wurden vereinzelt versprenge Feindgruppen ausgemacht.
Erst spät am Abend konnte man den Sieg erringen. Wie lange er andauern würde, wusste niemand. Einige Wächter ritten die Grenzen des Nebelwaldes noch einige Male ab, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Freunde und Verbündeten zogen sich - manche mehr, manche weniger angeschlagen – aus der Schlacht zurück.
Er legte eine Hand auf das Geländer vor sich und betrachtete sie. Noch vor kurzem führte sie das Schwert gegen diese Kreaturen. Jetzt fühlte sie sich schwach und taub an. Die Kämpfe haben an seinen Kräften gezehrt. Kurz zuvor hatte er noch mit seiner Schwester über die Verwundeten gesprochen. Die Meisten fanden im Wald Zuflucht und wurden versorgt. Seiner Schwester war zum Glück nichts geschehen. Anders stand es um ihn. Teile der Rüstung waren verbeult oder gar aufgeschlitzt worden. Getrocknetes Blut war darüber verteilt – das Meiste jedoch nicht das Seine. Doch es war ihm nicht gelungen, jeglichen Schaden von sich fern zu halten. Vermutlich lag es nur an seinen heilenden Fertigkeiten, die ihn so lange auf den Beinen hielten. Ruhig betrachtete er seine Hand. Darunter auf dem Boden hatte sich eine kleine rote Pfütze gebildet. Er musste ruhen. Er musste sich erholen und seine Kräfte auffrischen. Sein Atem ging langsam, unregelmäßig. Erneut blickte er in Richtung der nun zerstörten Stadt. So viel Leid. So viele Tote und Verletzte…
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Gast
Sie wussten, dass der Angriff bald käme. Sie hatten die nötigen Vorkehrungen getroffen. Eona und Yal hatten für ihren Teil das Baumhaus hergerichtet und mit grundlegenden Versorgungseinheiten ausgestattet – natürlich in dem Glauben, dass ihre Arbeit nicht gebraucht werden würde.
Ein Grollen am Abendhimmel. Ein Lachen ohne Herkunft. Schwarze Schwingen, die das Dickicht der Wolkendecke brachen.
Dies waren die Anzeichen für den nächsten Angriff.
Sie waren vorbereitet. Die Edhil und Lindil standen in taktischen Formationen aufgeteilt auf dem einst glänzenden Marktplatz. Alle Geschwister, die fähig waren Waffen zu führen, waren versammelt.
Die ankommenden Thyren wurden schnell in die Kampfgruppen integriert und verstärkten diese.
Es war wahrlich eine Erleichterung, sie auf elfischer Seite zu sehen.
Nachdem das Wolkenband von schwarzen Flügeln zerrissen war, folgte alsbald der dazugehörige Körper. Er kam auf sie zu.
Unheimlich war er, wie er landete, begleitet von einem ersten Feuerregen, der die ersten Opfer forderte.
Brüder fielen, Häuser brannten.
‚Nein, wir geben sie nicht an dich heraus!‘, dachte er, als er Pfeil um Pfeil schoss und dabei immer wieder Hieben und Schlägen der Feinde auswich.
Sie konnten die feindliche Armee trotz Hilfe anderer Völker nicht aufhalten. Menschen, Thyren, Kaluren und mittlerweile auch die Menekaner schlossen ihre Reihen, die mittlerweile eher an Schweizer Käse erinnerte.
Krieg fordert immer seinen Preis.
So kam die nächste Welle auf die bunt gemischte Verteidigungsmacht zu. Es war fürchterlicher und unbändiger, als alles was der Talagan bisher erlebt hatte.
Vorbei..
Umso verwundeter war er, als sich nach und nach Ruhe über den Marktplatz legte.
Die letzten Feinde wurden vertrieben und man konnte gut das Knarzen von brennendem Holz hören.
___________________________________________________________________________________________________________________
Der Ostteil, der Südteil und viele Geschwister waren gefallen. Ein schrecklicher Verlust, der schmerzte und tiefe Wunden schnitt. Sie konnten die Toten hören. Die Melodie von kaltem Missklang. Gänsehaut.
Doch sie würden kämpfen..
Ein Grollen am Abendhimmel. Ein Lachen ohne Herkunft. Schwarze Schwingen, die das Dickicht der Wolkendecke brachen.
Dies waren die Anzeichen für den nächsten Angriff.
Sie waren vorbereitet. Die Edhil und Lindil standen in taktischen Formationen aufgeteilt auf dem einst glänzenden Marktplatz. Alle Geschwister, die fähig waren Waffen zu führen, waren versammelt.
- Sie gaben nicht kampflos auf!
Die ankommenden Thyren wurden schnell in die Kampfgruppen integriert und verstärkten diese.
Es war wahrlich eine Erleichterung, sie auf elfischer Seite zu sehen.
Nachdem das Wolkenband von schwarzen Flügeln zerrissen war, folgte alsbald der dazugehörige Körper. Er kam auf sie zu.
Unheimlich war er, wie er landete, begleitet von einem ersten Feuerregen, der die ersten Opfer forderte.
Brüder fielen, Häuser brannten.
‚Nein, wir geben sie nicht an dich heraus!‘, dachte er, als er Pfeil um Pfeil schoss und dabei immer wieder Hieben und Schlägen der Feinde auswich.
Sie konnten die feindliche Armee trotz Hilfe anderer Völker nicht aufhalten. Menschen, Thyren, Kaluren und mittlerweile auch die Menekaner schlossen ihre Reihen, die mittlerweile eher an Schweizer Käse erinnerte.
Krieg fordert immer seinen Preis.
So kam die nächste Welle auf die bunt gemischte Verteidigungsmacht zu. Es war fürchterlicher und unbändiger, als alles was der Talagan bisher erlebt hatte.
Vorbei..
Umso verwundeter war er, als sich nach und nach Ruhe über den Marktplatz legte.
Die letzten Feinde wurden vertrieben und man konnte gut das Knarzen von brennendem Holz hören.
___________________________________________________________________________________________________________________
Der Ostteil, der Südteil und viele Geschwister waren gefallen. Ein schrecklicher Verlust, der schmerzte und tiefe Wunden schnitt. Sie konnten die Toten hören. Die Melodie von kaltem Missklang. Gänsehaut.
Doch sie würden kämpfen..