Ist Ankunft Vernunft, oder Fernbleiben Kunst?

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Eona´sala´a´tan

Ist Ankunft Vernunft, oder Fernbleiben Kunst?

Beitrag von Eona´sala´a´tan »



Etwa drei Mondläufe vor seiner Rückkehr.


Immer und immer wieder würde sie das geschriebene lesen,
durch den Raum sehen, es wieder lesen.
Natürlich wusste sie was dort stand, sie hatte es selbst verfasst...
Sie hatte es zerknüllt, und wieder auseinander gefaltet.
Sie hatte es an den Platz ihres großen Bruder gelegt, und wieder weggenommen.
Die Gefühle welche sie für den älteren Bruder hegte..,
sie waren ganz anders als jene, mit denen manche herumprahlten,
und doch, war es gewesen als würde jemand ein Stück von ihr nehmen.
Jemand würde den Schutz von ihr nehmen.
Die schützende Schicht um etwas zerreissen.

Natürlich würde sie weitermachen, sie musste.
Doch wie leer das Baumhaus ohne ihn war, still.
Und wie sehr sie sich erschrak, und aus der Meditation schreckte,
wenn der Wind durch das Holz trieb, und die Schellen am Boden klingen ließ.

Wie ein stetig wachender Geist schlich er noch immer durch das Baumhaus, sie war sich sicher
.




Etwa einen Mondlauf vor seiner Rückkehr.


Da der Fenvar nun mittlerweile einige Nächte im Baumhaus blieb,
beruhigten sich auch ihre Ruhephasen langsam wieder.
Der Atem und der Herzschlag schienen die richtige Sicherheit zu bieten,
den Kopf in seinem Arm gebettet konnte sie zumindest in der Nacht,
von den wirren Gedanken ablassen.
War er nicht da, so erwischte sich die Lindil oft dabei, sich in die andere der Hängematten zu legen,
verträumt spielte sie dann selbst die kleinen Schellen an und lauschte den Klängen still.
Auch Elu´beth half ihr sich zu erinnern, und rief ihr eines Abends die Stimme des Talagan ins Gedächtnis.

In der Nacht dachte sie noch..
- Vielleicht war es eine schlechte Idee gewesen, denn ohnehin wurde das Bild des Bruders langsam verschwommener,
so würde es irgendwann vielleicht nicht mehr so schmerzen.
-
Die Zeit wog schwerer, wo sie doch eigentlich vorgaben alle Zeit der Welt zu besitzen.
Manchmal hatte sie sogar das Gefühl, einige der Geschwister sahen sie seltsam an,
wo sie auch Monate später noch immer nicht von ihm abließ.
Doch was waren schon ein paar Monate?
Sie würde es sich noch viele Jahre mit anhören müssen, wenn er nicht zurückkam.




Etwa zwei Wochen vor seiner Rückkehr.


Voller Wut wurden die Farben aus dem Regal gerissen.
Hätte sie die Haltlosogkeit besessen, so hätte sie wahrscheinlich geschrien, doch sie ließ es an einigen Pergamenten aus,
welche dann voller Unzufriedenheit zerknüllt, auf dem Boden um sie herum zum liegen kamen.
Sie konnte es nicht begreifen, sie konnte sich sein Gesicht nicht mehr vorstellen.
Sie wusste dass seine Augen die Farbe von sonnigem Bernstein hatten, und doch, sah sie die Züge darum herum nicht.
In dem Gedanken der Farbschattierungen konnte sie sich verlieren,
wie Wasser, welches schimmernd die Strahlen der Sonne bricht und einem braunen Steinchen den Glanz seines Daseins verleiht.
Der Ton seiner Stimme jedoch, war versiegt.

Die Stimme ihres Vertrauens war die des Maethor geworden,
der Tag für Tag nach ihr sah.
Das Bild welches sie zeichnete, seine Umrisse hell umrundet, um die besonderheit jenes zu zeigen, gab sie allerdings an die Schwester.
Sie wusste, dass sie sich ebenfalls nach dem Lindil sehnte.
So würde sie immerhin einem eine Freude machen.




Der Tag an dem er plötzlich wieder da war.


Konzentriert wurden die Kräuter in ihrem Mörser zermahlen.
Wenn sie gefragt wurde ob sie etwas mischen könnte... natürlich würde sie helfen wo sie konnte.
Die Zeit wurde nicht gerade gemütlicher, die Wellen schlugen hoch gegen das Steinufer.
Die Schritte auf dem Holzboden verrieten ihr, dass Fuinor zur Meditation zurückgekommen war.
Schon mit einem Lächeln wandte sie sich der Treppe zu, den Blick noch auf das letzte Fläschchen gerichtet,
als sie dann aber bei der vertraut, vergangenen Stimme inne hielt und den Kopf herum riss.
- Konnte man träumen, wenn man gerade noch wach gewesen war, und einen längst vergessenen Geruch wahrnahm?-

''Sanya'sala Eona'iama.'', erklang die Stimme, als wäre er nie fort gewesen.
Ihr Mund klappt auf, der Blick wanderte hinunter zu seinen nackten Füßen dann wieder hinauf.
Ihr Augen musste ängstlich oder erschrocken aussehen, während sie sich in einen glasigen Fluss verwandelten, denn er fügte an:
''Eona!, ich bin zurück!''
Mit tiefen Atmenzügen ließ sie die Flasche auf den Tisch zurücksinken.
Sollte sie glauben dass er blieb?





Einige Wochenläufe später...


Nun da alle noch mehr zusammenrücken musste,
war das Baumhaus lebendiger als eh schon.
Manchmal lag sie nachts wach, und beobachtete die beiden Brüder eingehend.
Natürlich wusste sie von dem, der ruhig neben ihr lag, dass er blieb,
doch wachsam hatte sie den Talagan einige Male nicht aus den Augen gelassen.

Es war die Angst das er verschwand, wenn sie erwachte.

Und dann hatte er auch noch gesagt, er könne verstehen wenn sie seine Sachen aus dem Baumhaus geschafft hätte...
Nichts hatte er ihr bisher von seiner Reise erzählt, garnichts.
Ob er je verstehen würde, wie ernst es für sie und einige der Geschwister gewesen war?
Welch große Rolle er in den Klängen dieser einzunehmen wusste?
Nachdenklich las sie ihr geschriebenes erneut...
Lang hatte sie es nicht in den Händen gehalten.
Und doch fand es den Weg auf seine Hängematte, obenauf eine nicht ganz perfekte Malvenblüte.
Zwar würde es zerknittert sein wenn er es fand, doch wusste sie, das er solches vielleicht ernster nahm, und es verstehen könne.




~
Unerwartetes verschwinden,
Gefühle sich winden.

Grau werdene Sinne,
durch das sehnsüchtige erwarten einer Stimme.

Schlaflose Nächte,
hilflose Träume
die Fragen, wo er seine Zeit nun verbrächte
könnte er schlafen unter dem freien Himmel, fremden Bäumen?

Das vergessen des Seins, seines Anlitz,
dutzend gemalte Bilder - kein Ergebnis.

Traurige Gespräche unter Geschwistern,
die leisen Schwalben, das einsame Zwitschern.

Würde er wiederkommen?,
hatte er das Sein verändert,
sollte das Bild von ihm nicht länger sein verschwommen,
Würde das Blatt sich wenden?
~



Gast

Beitrag von Gast »

"Hier bin ich wieder, Iama'a.", entweicht es ihm in einem weichen Flüsterston.

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Er ging an Brombeersträuchern und dicken Farnwedeln vorbei. Ein Blinzeln verriet seine Unsicherheit. Hatte Shala’iama den Nebel bereits verstärkt? Irgendwie kam es ihm hier anders vor.
Der Nebelwald schien die Gefahr zu wittern, die wie ein Damoklesschwert über ihrer aller Heimat thronte.

Aber irgendwie schien auch Eona die Gefahr zu wittern, zumindest die eingebildete Gefahr, dass er bald wieder fort sei.
Innerlich tadelte er ihre Gedanken.

Er war hier.
Sie sollte sich freuen.
Sie sollte sich ihre Gedanken nicht selbst trüben.

Ein Seufzen.

„Hrms..!“ er brummsummte etwas Unbestimmtes und sprang ansatzlos auf einen der tieferen Äste, um dann hoch hinauf in die dichte Baumkrone zu tänzeln. Als er einen Ast erblickte, der ihm den besten Ausblick über Teile des Nebelwaldes sicherte, drehte er sich dem mächtigen Baumstamm zu und gab diesem einen Kuss.
„Sanya‘la, alter Freund. Ich werde hier oben eine Weile bei dir sitzen bleiben.“

So setzte er sich auf den Ast und knotete die Beine unterhalb seiner Sitzgelegenheit zusammen. Yalhaniir sah in den Nebelwald hinaus und seufzte. Auf das antwortende Knarzen des Baumes, zwang er sich ein Lächeln ab und sprach zu ihm in dem alten Singsang der Lindil:

"Recht hast du! Ich singe einfach meine Gefühle. Für dich, für Eona und für alle, denen der Wind das Lied zuträgt."

Die Augen des Talagan schlossen sich langsam und er fing an zu summen. Als sich das Summen zu einer spiegelgleichen Melodie geformt hatte, stoppte es und er begann zu singen:

  • Lange war ich fort,
    an einem unbekannten Ort.

    getrieben von Unzufriedenheit und Trauer,
    war die Abwesenheit von verstörender Dauer.


Er hielt kurz inne und sang weiter:
  • Lösch bitte nicht die Erinnerung aus,
    an Eona und mein altes Baumhaus.

    Zusammen Hand in Hand,
    knüpft mein Herz ein goldenes Band.

    Vergessen und verzeih'n,
    neue Wege in der Familie gedeih'n.
    Meine Gedanken eine bunte Malerei,
    das schmerzende Warten ist vorbei,
    denn Geschwister sind die beste Arznei.

    zusammen Handeln, Lachen und Singen,
    Ich werde dir Heiterkeit und Zuversicht zurückbringen.


Nachdem er das Lied beendet hatte, stimmte er wieder die summende Melodie an. Sie erinnerte an silberglätzendes Wasser, das an einer Küste witzige Schaumkissen aufschlägt.
Sich daran abarbeitet.
Langsam abebbt.
Bis er die stimmungsgebende Geräuschkulisse dem Baum mit seinem raschelnden Baumgipfel übergibt.

Die Lider der Mandelaugen hoben sich und er sprang vom Ast ins Dickicht des Nebelwaldes.
Eona´sala´a´tan

Beitrag von Eona´sala´a´tan »



Des Nachts im Nebelwald.


Natürlich hörte die aufmerksame Grüne den Gesang des Bruders,
und auch wenn niemand, außer Nowjê es sehen oder spüren würde,
bahnte sich eine kleine klarschimmernde Träne den Weg über ihre Wange, bishin zu ihrem Mundwinkel.
Wahrlich.., er war wieder da.

Die ernste Zeit, ließ die Hoffnung im Keim ersticken, hatte sie den Eindruck.
Doch was hatte Fuinor ihr geraten?
Sie durfte sich von der Angst nicht beherrschen lassen!
Und natürlich hatte er Recht.

Jeder Zeit konnte es allerdings zu einem neuen Angriff kommen,
und sie musste - so unglaublich der Gedanke auch war -
das rationale in ihrem Geist hervorheben.
Sie musste schützen was ihr lieb und teuer war,
wenngleich nicht mit einem Schwert, aber dennoch.

Ihrem Bruder hatte sie längst verziehen dass er fortgegangen war.
Die Zeit mit ihm zusammen überwog die Einsamkeit, welche sie mit Elu'beth geteilt hatte, deutlich.

Zum Zeichen für den Talagan, hatte sie einige Zeit die schönsten und längsten Malvenblüten gesammelt, die sie finden konnte.
Würde er also Heim kehren, wird er seinen Schellenkranz auf dem Bett liegend finden.
Die Blüten wurden am Holzgerüst entlang geflochten, sodass sie die Schellen nicht in ihrem wunderhübschen Klang betrüben.


Von der lindlischen Schwester wird man allerdings den Nachmittag über nichts sehen,
und auch die Ausrüstung wird nicht aufzufinden sein.
So war jene, rationalen Gedanken folgend, allein losgezogen, bis sie - einige blutige Rinnsale auf der Rüstung - zurückkehren würde.

Wenngleich der Kampf in ihrem Inneren noch lange nicht vorbei war,
so würde er warten müssen!
All ihre Kraft würde in der Schlacht gebraucht,
selbst wenn es die letzte sein würde.

~


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Elubeth Argwaeren
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Elubeth Argwaeren »

Die Elfe wanderte durch den Nebelwald und gelangte zu einem Bach. Da raffte sie einfach ihre Robe ein wenig hoch und schritt auf bloßen Füßen durch das Wasser. Immer noch befand sich ihr Paar Stiefel bei Eona im Baumhaus, vergessen, nur ab und zu eines Gedanken bedacht: „Mae, ich hole es eines Tages, aber es eilt nicht.“
Die meiste Zeit genoss sie das ungewöhnliche Gefühl des Barfußgehens, das Fehlen des Schuhwerks verdrängte die stetige Gewissheit, dass sie etwas anderes misste.

Wie von unsichtbaren Pfeilen geleitet folgte sie einem verschlungenen Weg durch das dichte Unterholz des Eryn, ließ ihre Füße den Weg finden zwischen den majestätischen Baumstämmen hindurch. Plötzlich stand sie wieder einmal vor dem Baumhaus nahe des Wasserfalls und blickte mit einem unschlüssigen Blinzeln hinauf. Etwas schien verändert. War es der Klang von Stimmen, die heraus drangen? Nein, das war ganz normal, denn Eona hatte vor allem in den letzten Wochenläufen öfter Besuch empfangen. Elu'beth konnte sie gut verstehen, denn obgleich Stille nichts war, dessen sie selbst für gewöhnlich überdrüssig wurde, war gerade das Baumhaus der Lindil ein Ort, der das lebhafte Gespräch und Gewusel so sehr zu brauchen schien wie eine Blume das Wasser. Und seit Yal fort war...

Da tat sich die Tür auf und ein grünes Gesicht erschien inmitten des knorrigen Türrahmens.
Eine Zeile echote durch ihren Kopf, gesungen, begleitet von Harfenklängen. Ihre eigene Stimme.
  • „...bin ich es, die den Wunsch ausspricht...
    Kehr sicher wieder zurück.“
Da stand er nun vor ihr, der grünhäutige Talagan. Er ging auf sie zu, lächelte und grüßte sie, als sei er nie weggewesen. Überwältigt von der Freude, ihm wieder zu begegnen, streckte die Elfe die linke Hand aus, halt suchend... am Postkasten von Eona. Nur wenige Worte wechselten sie, ehe sich die Wege wieder trennten. Elu'beth war froh über die Gelegenheit, ihre Gedanken zu sortieren.

Als sie einige Umläufe später endlich mit Yal ins Gespräch kam, näherten sie sich dem Thema seiner Abwesenheit und Rückkehr nur zögernd: Er schien es gerne so gut wie möglich umschiffen zu wollen, doch beharrlich ließ die Edhel immer wieder kleine Andeutungen fallen, um am Ende seinen Gedanken dazu doch noch auf die Schliche zu kommen. So kam sie zu dem Schluss: „Es scheint dir selbst am meisten zuzusetzen, dass du eine Weile nicht bei uns warst.“ „Oooooh ai...“, antwortete er, und entschuldigte sich (einmal mehr).
Später sang er eins dieser Lieder, dessen unbekümmertem Charme sie nichts entgegenzusetzen hatte.
  • „Du, Elu.. hier mein erster und bester Freund..
    davon hat jeder nur geträumt.“
Sie hoffte im Stillen, eine gute Erwiderung dafür gefunden zu haben.

Ihr fiel ohnehin niemand ein, den der Lindel nicht auf eine besondere Weise mit seinen Liedern und Streichen berührte. Vielleicht hatte sein Fernbleiben ihr die Zeit gegeben, sich daran zu gewöhnen, dass ihr jemand auf diese Weise nahestand. Nicht einfach wie ein lindilscher Bruder, den man schätzte, wenn er da war, und misste, wenn er es nicht war. Sondern mehr wie jemand, nach dessen Wohl man etwas mehr schaute als nach anderen, dessen Abwesenheit man nur schwerlich akzeptieren mochte... gleich welch guter Grund sich dafür finden ließe, und dessen Anwesenheit einem das Herz wärmte.

Besonders als kurz danach raue Zeiten für ihr Volk anbrachen, Kämpfe, Sorgen und Trauer begannen zu jedem Tag zu gehören wie das Wetter, dachte sie an diesen Abend noch oft zurück. Und jedes Mal dankte sie Phanodain, dass der Lindel gerade jetzt wieder in die Heimat gefunden hatte, wo seine Zuversicht und sein Mut noch mehr als sonst gebraucht wurden.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Klangsteine schlugen Alarm.

Gerade als er Elu’beth verschiedene Techniken für Mund und Lunge zeigte, wurden sie gestört.
Gefahr. Angriff. Sie mussten los.
In der Eile und der dringenden Not, war ihm nichts anderes in die Hände gefallen, als der wunderschön verzierte Schellenkranz. Er trug eigentlich immer seine Schalmei am Hosenbund, doch diesmal saß er nur mit einer Leinenhose begleitet am Flußbettrand und flötete mit Elu.

Rennen.
Bogen greifen.
Pfeil einlegen.
Blitze.
Vorrücken.
Hinterhalt.
Unterstützung.
Stille.

Auch diese Schlacht war geschlagen.

Als Eona und Yal die RInde des Baumhauses schlossen, legte er den Schellenkranz auf eine Ablage und entledigte sich seiner Rüstung.

Eona tat es ihm gleich und beide nahmen sich in den Arm.
Es ist wieder zu viel Blut geflossen,
zu viele Verluste zu beklagen,
zu viel ihrer Stadt zerstört.

Irgendwie hat er sich seine Rückkehr anders vorgestellt. Nicht in Zeiten, in denen sich seine Heimat und seine Geschwister harten, dauernden Angriffen ausgesetzt sehen. Nun gut, vielleicht war es auch gerade wichtig, dass er in diesen Zeiten den Weg wieder in den Nebelwald findet.

Sie schaute ihn an und hob den Schellenkranz empor. Ein Teil der feinen Malvenblüten waren durch die Schlacht beschädigt worden.
„Tut mir leid, Iama., aber in der Not musste ich schnell handeln.“, er senkte den Blick etwas, als er sich versuchte zu rechtfertigen.
Als Eona ihn darüber mit einem liebevollen Blick bedachte, streichte er zärtich über ihre Wange.

„Wir schaffen es gemeinsam. Du und ich!“
Eona´sala´a´tan

Beitrag von Eona´sala´a´tan »



Die Ruhe nach dem Sturm.



Zurückgezogen und den Kopf eingezogen, hatte sie sich eine ruhige Ecke in einem hohlen Baum gesucht.
Keiner konnte verstehen welch ein Trost der kleine weiße Hase für sie war.
Brav auf ihrem Arm sitzend, konnte man nur die Geräusche seiner Zähnchen hören, welche beruhigend aufeinander zu mahlen schienen.
Welch Stille in den Wald zurückgekehrt war.
Doch hatte sie auch viele Tiere in die letzte Ruhe begleiten müssen, war ihnen ein Freund in letzter Stunde gewesen.
Um jenes einzelnde der Lairja trauerte sie ganz besonders, doch das nur still und heimlich, tief versunken in Gedanken.

Trotzdem war sie dankbar.., dankbar dass den Vertrauten nichts geschehen war.
Yalhaniir hatte Recht behalten, sie würden es schaffen. Er und Sie, Fuinor und Sie - alle in gemeinsamer Stärke.
Sie dachte an die Werkzeuge und Farben, welche sie in letzter Zeit so vernachlässigt hatte, und nahm sich vor bald wieder zu malen.., Geschwister zu erfreuen oder auch sich selbst.
Sie würde ein Bild von Ihm malen... dem zerstörerrischen Drachen.
Doch würde sie auch malen, dass sie gesiegt hatten, wenngleich alles in Schutt und Asche zurückgeblieben war.

Auch in ihr selbst waren die Trümmer zurück geblieben.
Sie wusste zwar nicht woher dieses Gefühl sie zu übermannen schien, doch es war unverkennbar in ihrem Sein, und in jedem Tun.
So vermochte sie es nur zu gut zu verstecken, dass sie das Gefühl hatte der Drache habe eine tiefe Kluft in die Menge der Geschwister getrieben und ließ manche nicht mehr zueinander.
Ein einzelner Bewohner des Nuya'tan konnte es allerdings spüren, und war er noch so klein, so wusste Nowjê dass die Grüne noch nicht wieder sie selbst war.
Lief sie also durch die Stadt, so verfolgte er sie entweder auf Schritt und Tritt, oder huschte von Gebüsch zu Gebüsch um nicht entdeckt zu werden.


Der Talagan aber hatte sie in neue Sicherheit gehüllt, indem er sein Versprechen gehalten hatte, und geblieben war.
Jede Nacht war er vorbildlich ins Baumhaus zurückgekehrt und hatte das Chaos, welches er so zu lieben schien, verbreitet.
Der Maethor hingegen.., er begann sich etwas neues und schönes aufzubauen. Ein wundervolles Heim aus dem neu geformten Marmor, welches die Fenvar so liebten.

Nun musste nur die junge Lindil ihre unbeschwerte Art zurückgewinnen,
oder auch nur in sich selbst wiederfinden.

~


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