Ein Schreiben an den Bhir Dar

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Mica Seufzerbach
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Registriert: Freitag 23. April 2010, 04:49

Ein Schreiben an den Bhir Dar

Beitrag von Mica Seufzerbach »

*Eine Weile war sie nun schon damit beschäftigt, herauszufinden, wie sie es am besten anstellen sollte, mit den Kaluren in Kontakt zu treten und wen sie dabei überhaupt ansprechen müsste. Erst hatte sie einen Brief beim Handelshaus in Bajard hinterlegt, aber dieser schien irgendwie zwischen die Kohlen gerutscht zu sein. Jedenfalls hatte sie keine Antwort erhalten. Erst einige Tage später hatte sie dann einen hilfreichen Kaluren im Handelsposten getroffen, der ihr die Namen einiger Händler nennen konnte. Offensichtlich bedurfte es zum Bierhandel einer speziellen Lizenz. Da sie niemanden davon kannte, die meisten aber zur Sippe Donnerfaust gehörten, hatte sie sich auf den Weg in die Frostklamm gemacht, um die Sache dort genauer zu erkunden. Nachdem sie am Stadteingang die Gesetzestafeln gelesen hatte, kam sie etwas durcheinander, denn dort stand wiederum, dass der Bierhandel nur der Handelsgilde der Khaz Aduir erlaubt wäre. Da sie nicht wusste, ob die Gesetze veraltet waren, entschied sie sich, in der Stadt noch einmal genauer nachzufragen. Zu diesem Zeitpunkt kam sie sich bereits vor wie Herr Pathus bei einer seiner Questen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so kompliziert werden würde. Glücklicherweise traf sie in der Frostklamm Morax Donnerfaust an, der zwar auch keine Bierlizenz besaß, ihr aber doch mit einigen Ratschlägen weiterhelfen konnte. Morax empfahl ihr, einfach dem Bhir Dar zu schreiben, bei dem es sich wohl um eine Art Bierminister handelte. Bierminster! So etwas konnte es auch nur bei den Zwergen geben. Nachdem sie Morax noch einen kleinen Gefallen getan hatte, machte sie sich wieder auf nach Bajard, holte sich bei Meister Blingdenheim Pergament und Feder und machte sich daran, einen Brief an den Bhir Dar aufzusetzen. Sie hoffte nur, die Nachricht würde diesmal ankommen.*




Werter Meister Donnerfaust, hochverehrter Bhîr Dâr


Wir schreiben Euch in dem Ansinnen, die Möglichkeit eines Bierhandels zwischen dem Großreich Kalurien und dem Torkelnden Oger zu erörtern. Wie Ihr selbstverständlich wisst, unterhält die Handelsgilde der Khâz Aduîr seit mehreren Jahren eine Zweigniederlassung in Bajard, ohne dass die Präsenz Eures Volkes einen nennenswerten Einfluss auf die hiesige Trinkkultur hätte ausüben können, was auf den ersten Blick doch zunächst bedauerlich erscheint.

Wir würden mit Euch gerne persönlich erörtern, ob und wie sich diesem Zustand abhelfen ließe und die kalurischen Traditionen auch in Bajard bekannter gemacht werden können. Wir sind sicher, dass dies den Beziehungen zwischen den Völkern und dem Ansehen des Handelspostens in Bajard nur förderlich sein kann. Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen. Ihr könnt diese gerne direkt an den Torkelnden Oger in Bajard richten.


Hochachtungsvoll

Mica Seufzerbach     Ailidia Wintereich     Jenyka
Grimm Donnerfaust

Beitrag von Grimm Donnerfaust »

Grimm kam gerade mal wieder von einer seiner ausgedehnten Touren durch die unteren Stollen zurück und blickte mit merkwürdig leer wirkenden Augen auf das Pergemaent. Hrm akh werde nie begreifen warum diese Langbeiner diese Zettelchen benutzen.. brummelte er.
Dann griff er zu einer Steinplatte, sowie Hammer und Meißel und begann gut leserliche Runen in den Stein zu meißeln.

Mâhal dâr,

akh komme gern mal vorbei und bringe bestes Donnerfaustbräu mit bei dem wir über alles reden können. Wann wäre es euch den recht?
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Mica Seufzerbach
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Beitrag von Mica Seufzerbach »

Nachdem Jenyka ihr das Schreiben - oder besser gesagt die Steintafel - in die Hand gedrückte hatte, verkrümelte sie sich damit in den Innenraum des Torkelnden Oger. Es war wirklich kalt geworden, sau kalt sogar! Sie würde dringend Kohlenpfannen auftreiben müssen, dachte sie bei sich. Weil gleich nebenan gerade ein Kesselschmied geöffnet hatte, ließ sie alles stehen und liegen und erledigte das zuerst. Dabei fielen ihr noch tausend andere Sachen ein, die sie gebrauchen konnte, so dass sich der Aufenthalt ein wenig in die Länge zog.

Etwas später saß sie dann wieder vor der Tafel. Es dauerte eine Weile bis sie die Schrift entziffert hatte. Im Lesen von Steintafeln war sie nicht geübt. Die positive Nachricht nahm sie mit einer gewissen Erleichterung auf, auch wenn Restzweifel blieben. Seit ihrem kurzen Besuch des Basars in Menek'Ur war sie etwas vorsichtiger geworden. Sie war nicht dumm und wusste natürlich, dass die Uhren in Bajard anders tickten als im Rest Gerimors und dass die Lebensverhältnisse hier mit denen in den größeren Reichen nicht vergleichbar waren. Der tatsächliche Unterschied hatte sie dann aber doch überrascht. Offensichtlich kam sie nicht genug in der Welt herum und hinkte der Zeit hinterher. Ihren ursprünglichen Plan, in der Taverne Getränke und Speisen aus verschiedenen Regionen Gerimors anzubieten, hatte sie jedenfalls ganz unten in der Schublade vergraben. Das finanzielle Wagnis schien ihr doch zu groß, schließlich kamen nach Bajard viele arme Reisende, die sich erst ein Standbein in der Welt schaffen mussten. Wer sollte das also bezahlen? Und wie sollte sie das alles bezahlen?

Auch wenn sie einsehen musste, dass ihre Pläne etwas überambitioniert und den Verhältnissen nicht angemessen gewesen waren, wollte sie an den Kaluren doch festhalten. Der Handelsposten war schon seit Jahren nebenan und irgendwie kam es ihr komisch vor, dass man in Bajard nicht einmal ein Zwergenbier bekam. Außerdem half es ja nichts, gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Also nahm sie sich erneut Pergament und Federkiel und machte sich daran, eine Antwort zu verfassen. Mal sehen, was das Gespräch ergeben würde.

Leider war es über das ganze Grübeln jedoch spät geworden, weshalb sie ihre Arbeit unterbrechen musste, um zu schlafen. Am nächsten Tag aber, so gegen Abend, verschwand sie in Meister Blingdenheims Reisender Bibliothek und Wunderkammer und setzte sich am Schreibpult wieder an den Text, um ihn endlich und tatsächlich auch zu schreiben. Anschließend brachte sie das Schreiben zum Postamt und bestellte einen Versand zur Frostklamm an die Sippe Donnerfaust, den Bhir Dar persönlich.




Hochverehrter Meister Donnerfaust


Habt vielen Dank für Eure Antwort. Gerne möchte ich Euch zum Wochenende in Bajard empfangen. Unter der Woche kann ich es leider nicht mit der nötigen Verlässlichkeit versprechen.

Würde Euch der 14. oder wahlweise auch der 15. oder 16. Goldblatt zusagen? Mit Vorliebe nicht früher als zur 20. Stunde. Bezüglich der genauen Abendstunde wäre ich nicht festgelegt.

Natürlich können wir uns gerne im Torkelnden Oger verabreden. Sollte Euch der Weg doch zu beschwerlich sein, will ich Euch aber auch gerne auf der Frostklamm besuchen. Frau Wintereich wird es nach Möglichkeit einrichten, dem Treffen ebenfalls beizuwohnen.

Hochachtungsvoll

Mica Seufzerbach
Grimm Donnerfaust

Beitrag von Grimm Donnerfaust »

Mra.. knurrte Grimm und sagte dem Boten:

richte ihr aus daß akh am Wochenende vorbeikommen werde
Grimm Donnerfaust

Beitrag von Grimm Donnerfaust »

Ein Kurzbart bringt eine Steintafel zu Mica (PN)
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