Verscheuchter Nebel und die Zukunft
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Darna von Hohenfels
Viola war unterwegs, das war nichts Ungewöhnliches. Daß sie die Nacht über nicht nach Hause kam, schon eher. Als Darna gestern Nacht vor dem Zubettgehen - mal wieder erst wenige Stunden vor Morgengrauen - bei der Wache nachgefragt hatte, konnte nichts vermeldet werden.
Keine Nachricht. Mit gerunzelter Stirn und leicht gehobener Braue, wie so oft, wenn sie kritisch über etwas nachdachte, begab die Ritterin sich ins Schloß. Morgen würde sie wohl von neuen Abenteuern und Sorgen hören, wenn Viola heimkehrte und von den Erlebnissen berichtete, die sie von der Rückkehr abgehalten hatten.
Doch...
"Nein, Lady Darna, Fräulein Viola ist nicht eingetroffen.
Wohin sie gestern gegangen war? Ähm... wer hatte denn da Wache...?"
Keine Nachricht. Mit gerunzelter Stirn und leicht gehobener Braue, wie so oft, wenn sie kritisch über etwas nachdachte, begab die Ritterin sich ins Schloß. Morgen würde sie wohl von neuen Abenteuern und Sorgen hören, wenn Viola heimkehrte und von den Erlebnissen berichtete, die sie von der Rückkehr abgehalten hatten.
Doch...
"Nein, Lady Darna, Fräulein Viola ist nicht eingetroffen.
Wohin sie gestern gegangen war? Ähm... wer hatte denn da Wache...?"
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Der Erzähler
Ein zufriedenes Lächeln hob die schmalen Lippen, als Rahesh Chalim Ishtez, Menschenjäger, Frauenhändler und betitelte Bestie… ach und all das mit Spaß an der Berufung… nun das junge, in der Ecke kauernde Mädchen mit Wonne beäugte. Ihm war das nun merkliche, leichte Zittern und die Spuren auf den blassen Wangen, welche doch so süßlich nach Tränen der Angst aussahen, nicht entgangen. Noch immer starrte sie ihm kühl und ungebrochen entgegen, der Trotz und die flammende Wut glommen geradezu in ihren dunklen Augen, dass ihm der Gedanke an die bevorstehende Prozedur ein strahlendes Grinsen auf die dunklen Züge zauberte.
Das Eisen wartete glühend heiß und würde ihr das Symbol seines Herren auf die nackte, zarte Haut brennen, aufdass sie nie vergessen sollte wer ihren stolzen Willen einst gebrochen und zu dem gemacht hatte, was sie von nun an bis an ihr Lebensende sein sollte:
Eine Leibeigene!
Die Identität, die ihre Person in Bälde bestimmen würde, sollte ihr dann der jeweilige Herr geben, der das gute Kind für noch sehr viel besseres Gold am Sklavenmarkt erstehen würde. Sehr süffisant musste sich Rahesh eingestehen, dass es bestimmt ein amüsantes Bild abgeben müsste, jene Etappen, in welchen dieses hochmütige Gör, welches ihn noch so kühn mit dem Satze „Ihr habt Euer eigenes Todesurteil unterschrieben…“ versucht hatte vor den Kopf zu stoßen, zerbrechen würde wie sprödes Glas mitzuerleben.
Doch leider wurde ihm nur die geringe Freude gegönnt ihr nun noch ein kleines Andenken an dieses schicksalhafte Treffen nahe Bajards mitzugeben.
Mit einer entschlossenen, herrischen Geste nickte er dem Hünen Kathran, seinem Untergebenen, Häscher, Handlanger und selbsternanntem Mädchenliebhaber… ach und ja, auch das mit Leidenschaft und Begeisterung… zu, welcher das zappelnde, nun doch auffluchende Fräulein mit einer Leichtigkeit auf den Tisch warf und binnen weniger Augenblicke soweit grifflich in eine unbewegliche Position gebracht hatte.
Beinahe schon zärtlich hob Rahesh schmunzelnd ihre Tunika an um den nackten Bauch zu entblößen, dann hob er das glühende Eisen und setzte es zielsicher herab.
Ihr Schrei hallte wie glorreiche Triumphmusik in seinen Ohren wider, als sich das Bildnis einer dornenrankigen Wüstenblume über ihren Nabel ins Fleisch brannte…
Das Eisen wartete glühend heiß und würde ihr das Symbol seines Herren auf die nackte, zarte Haut brennen, aufdass sie nie vergessen sollte wer ihren stolzen Willen einst gebrochen und zu dem gemacht hatte, was sie von nun an bis an ihr Lebensende sein sollte:
Eine Leibeigene!
Die Identität, die ihre Person in Bälde bestimmen würde, sollte ihr dann der jeweilige Herr geben, der das gute Kind für noch sehr viel besseres Gold am Sklavenmarkt erstehen würde. Sehr süffisant musste sich Rahesh eingestehen, dass es bestimmt ein amüsantes Bild abgeben müsste, jene Etappen, in welchen dieses hochmütige Gör, welches ihn noch so kühn mit dem Satze „Ihr habt Euer eigenes Todesurteil unterschrieben…“ versucht hatte vor den Kopf zu stoßen, zerbrechen würde wie sprödes Glas mitzuerleben.
Doch leider wurde ihm nur die geringe Freude gegönnt ihr nun noch ein kleines Andenken an dieses schicksalhafte Treffen nahe Bajards mitzugeben.
Mit einer entschlossenen, herrischen Geste nickte er dem Hünen Kathran, seinem Untergebenen, Häscher, Handlanger und selbsternanntem Mädchenliebhaber… ach und ja, auch das mit Leidenschaft und Begeisterung… zu, welcher das zappelnde, nun doch auffluchende Fräulein mit einer Leichtigkeit auf den Tisch warf und binnen weniger Augenblicke soweit grifflich in eine unbewegliche Position gebracht hatte.
Beinahe schon zärtlich hob Rahesh schmunzelnd ihre Tunika an um den nackten Bauch zu entblößen, dann hob er das glühende Eisen und setzte es zielsicher herab.
Ihr Schrei hallte wie glorreiche Triumphmusik in seinen Ohren wider, als sich das Bildnis einer dornenrankigen Wüstenblume über ihren Nabel ins Fleisch brannte…
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Jan Braeuer
Vermutlich hätte ihre Kraft ihn schon in dieser Nacht im Stich gelassen.
Vermutlich wären die Kinderbeine spätestens am Morgengrauen zusammengebrochen.
Vermutlich hätte er dann sein Ziel nie erreichen können und Viola im Stich gelassen…
… VIOLA.
Doch nun klammerte er sich an die Schultern der jungen Frau, welche ihn seit Stunden, ohne auch nur einen Klagelaut von sich zu geben, Huckepack gen Varuna trug. Er hörte ihren Atem, keuchend und entkräftet, doch auch sie gab nicht auf… innerlich schalt er sich noch immer einen vertrauenseligen Tölpel, aber welche Wahl hatte er gehabt, als sie ihn förmlich aus dem Busch herauszog und auf sein Krakeele nur sehr ruhig und verwundert reagierte.
Hilfe hatte er gebraucht und so hatte er ihr die Situation und seine möglichen Ziele
- Varuna, um die „Leedi“ Elbenau zu alarmieren
- Grimwould, um Violas Wolfsmeute zu wecken
genannt und seitdem war sie es die rannte… für Viola…
[img]http://www.martinus.at/gattendorf/Gebete/Spuren.jpg[/img]
Vermutlich wären die Kinderbeine spätestens am Morgengrauen zusammengebrochen.
Vermutlich hätte er dann sein Ziel nie erreichen können und Viola im Stich gelassen…
… VIOLA.
Doch nun klammerte er sich an die Schultern der jungen Frau, welche ihn seit Stunden, ohne auch nur einen Klagelaut von sich zu geben, Huckepack gen Varuna trug. Er hörte ihren Atem, keuchend und entkräftet, doch auch sie gab nicht auf… innerlich schalt er sich noch immer einen vertrauenseligen Tölpel, aber welche Wahl hatte er gehabt, als sie ihn förmlich aus dem Busch herauszog und auf sein Krakeele nur sehr ruhig und verwundert reagierte.
Hilfe hatte er gebraucht und so hatte er ihr die Situation und seine möglichen Ziele
- Varuna, um die „Leedi“ Elbenau zu alarmieren
- Grimwould, um Violas Wolfsmeute zu wecken
genannt und seitdem war sie es die rannte… für Viola…
[img]http://www.martinus.at/gattendorf/Gebete/Spuren.jpg[/img]
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Viola Ser´Rhal
Die Tür knallte zu, der Raum war düster und beinahe leer. Sie saß da, sie saß einfach nur und starrte. Ihr Blick war leer, die vorher noch ängstlichen und nachdenklichen Blicke waren nun ausdruckslos, zerstört, gebrochen und emotionslos. Sie hielt sich die rechte Schulter, welche schon den ganzen Tag schmerzt, als sie versucht hatte die Tür aufzubrechen. Doch sie war einfach keine Tiefländerin und sie war auch nicht sonderlich stark. Somit hatte sich die massive Tür wenig beeindruckt gezeigt und ihr anstatt der Freiheit nur ein paar starke Schmerzen in der Schulter geschenkt. Den restlichen Teil des Tages aß sie mehr oder weniger freiwillig das Essen, was man ihr vorsetzte, der Hunger siegte am Ende schließlich doch. Diese beiden Bastarde hatten ihre Hände immer noch verbunden, keine Möglichkeit ihnen einen Hinterhalt oder dergleichen zu stellen. Viola bezweifelte auch ernsthaft, dass ein solcher wirklich gelingen würde und sie war auch nicht erpicht darauf, es soweit kommen zu lassen. Der harte Schlag gestern hatte gereicht, ihre Wange schmerzte ab und an immer noch, doch den Rest des Tages verbrachte sie dann mit dem Nachdenken. Was würde kommen? Sie wollte nicht an diese Frage denken, sie hoffte immer noch, irgendwie einen Weg aus dieser verzwickten Lage zu finden, denn sie wusste zu gut, wenn ihr das nicht gelang, würde sie bald angebunden irgendwo stehen, man würde sie anpreisen, sagen wie willig und gehorsam sie war und dass sie eine hervorragende Sklavin sein würde. Irgendein reicher Mistkerl würde dann Gold zahlen, und sie würde ihm folgen, vielleicht seine niederen Lüste befriedigen müssen in Zukunft und bis zum Tode hin knechten und arbeiten, und bis zum Tode hin, war es als Sklave nie lange. Sie schüttelte diesen Gedanken ab, sie würde hier irgendwie entkommen, und wenn sie sich die Lunge aus dem Halse brüllen musste, irgendwie würde man sie entweder finden oder sie würde diese beiden Mistkerle überlisten. Sie war zuversichtlich und setzte all ihre Hoffnung in diesen Gedankengang.
Dann waren sie gekommen. Fast emotionslos starrten sie Viola an. Dann dieses süffisante Lächeln ihr gegenüber und einen Wink zu seinem Kumpanen. Ehe Viola sich wehren konnte, packten sie die zwei kräftigen Arme und hoben sie mit Leichtigkeit auf den Tisch und setzten ihrer Brust einen immensen Druck aus. Doch das war es nicht, was sie auf einmal so panisch werden ließ, sondern das Ding was der Lächelnde in der Hand hielt. Mit einem Ruck wurde ihr Oberteil hochgezogen und sie hörte nur leise Worte, ein Lachen und dann spürte sie erst für einen Bruchteil von Sekunden nur die sich nähernde Wärme und dann dieser gleißende, unbeschreibliche Schmerz. Glühendes Eisen das sich in das Fleisch drückte. Ihre Augen verdrehten sich vor Schmerzen und sie schrie sich die Seele aus dem Leib. Für einige Sekunden schien sie einer Ohnmacht nahe, doch der Schmerz ließ dies nicht zu. So unglaublich grausam und grässlich war er dass ihre Tränen es nicht einmal in die Augen schafften. Lachend traten die beiden zurück, sahen auf sie herab und nickten zufrieden, ehe sie brutal auf die Matte geschleudert wurde. Sie sagten irgendetwas zu ihr, sie verstand es nicht, der Schmerz war zu stark, er war allgegenwärtig, an ihrem Bauch, in ihren Beinen, in ihrem Kopf. Als die sengenden Schmerzen nachgelassen hatten, sah sie auf die Stelle, sah auf den Dornenbusch, der nahe ihrem Bauchnabel eingebrannt war und mit diesem Anblick zerbrach etwas. Ihre Augen nahmen einen trüben, leeren Blick an und sie starrte das Brandmal an. Wie konnte sie nur denken, hier jemals wieder zu entkommen? Wie konnte sie nur denken man würde sie finden? Wer denn? Falk? Der dachte sie sicher in Varuna. Darna? Sie würde Viola suchen, sicher, aber wie sollte sie sie finden? Sie hatte ihr nicht gesagt wohin sie gegangen war. Leif? Erinna? Cailly? Argos? Adrian? Rafael? Selissa? Irgendwer? Sie würden sie niemals finden, wo immer sie auch war. Sie würde nicht sterben, sie würde nicht leben, sie würde zu einem Gegenstand werden, ein Gegenstand den man verkaufen würde, ein Handelsgut. Sie starrte nun die Türe an, lange, sehr lange. Ihre Augen behielten jenen leeren Blick, jeglicher Glanz aus ihnen war verschwunden. Nie wieder … sie alle würde sie nie wieder sehen … nie. Und auch nicht Fuchs. Kaum war der Name in ihrem Kopf gefallen kniff sie die Augen zusammen, erhob sie und stürmte brüllend auf die Türe zu, warf sich mit ganzer Kraft gegen sie, schrie, schlug dagegen, hämmerte mit den Fäusten gegen sie und stieß mit der Schulter ein dutzend mal dagegen, bis sie zusammenbrach. Sie konnte nicht, sie weinte jämmerlich, sie weinte nur noch. Ihre Schulter schmerzte noch mehr, entweder war sie geprellt oder sogar gebrochen, was kümmerte es sie? Sie schrie heiser ihren Zorn heraus, das letzte bisschen Emotion was sie in diesem Moment inne hielt, verhallte mit einem letzten Schluchzer.
Sie rührte sich nicht mehr, keinen Deut, keinen einzigen Meter. Ihr Körper zitterte, die ganze Nacht über und auch als sie vor lauter Erschöpfung einschlief, zitterte sie, das Gesicht bleich wie Kreide. Sie flüsterte leise. „Was … Was … nun … ?“
Doch die Antwort blieb aus.
Dann waren sie gekommen. Fast emotionslos starrten sie Viola an. Dann dieses süffisante Lächeln ihr gegenüber und einen Wink zu seinem Kumpanen. Ehe Viola sich wehren konnte, packten sie die zwei kräftigen Arme und hoben sie mit Leichtigkeit auf den Tisch und setzten ihrer Brust einen immensen Druck aus. Doch das war es nicht, was sie auf einmal so panisch werden ließ, sondern das Ding was der Lächelnde in der Hand hielt. Mit einem Ruck wurde ihr Oberteil hochgezogen und sie hörte nur leise Worte, ein Lachen und dann spürte sie erst für einen Bruchteil von Sekunden nur die sich nähernde Wärme und dann dieser gleißende, unbeschreibliche Schmerz. Glühendes Eisen das sich in das Fleisch drückte. Ihre Augen verdrehten sich vor Schmerzen und sie schrie sich die Seele aus dem Leib. Für einige Sekunden schien sie einer Ohnmacht nahe, doch der Schmerz ließ dies nicht zu. So unglaublich grausam und grässlich war er dass ihre Tränen es nicht einmal in die Augen schafften. Lachend traten die beiden zurück, sahen auf sie herab und nickten zufrieden, ehe sie brutal auf die Matte geschleudert wurde. Sie sagten irgendetwas zu ihr, sie verstand es nicht, der Schmerz war zu stark, er war allgegenwärtig, an ihrem Bauch, in ihren Beinen, in ihrem Kopf. Als die sengenden Schmerzen nachgelassen hatten, sah sie auf die Stelle, sah auf den Dornenbusch, der nahe ihrem Bauchnabel eingebrannt war und mit diesem Anblick zerbrach etwas. Ihre Augen nahmen einen trüben, leeren Blick an und sie starrte das Brandmal an. Wie konnte sie nur denken, hier jemals wieder zu entkommen? Wie konnte sie nur denken man würde sie finden? Wer denn? Falk? Der dachte sie sicher in Varuna. Darna? Sie würde Viola suchen, sicher, aber wie sollte sie sie finden? Sie hatte ihr nicht gesagt wohin sie gegangen war. Leif? Erinna? Cailly? Argos? Adrian? Rafael? Selissa? Irgendwer? Sie würden sie niemals finden, wo immer sie auch war. Sie würde nicht sterben, sie würde nicht leben, sie würde zu einem Gegenstand werden, ein Gegenstand den man verkaufen würde, ein Handelsgut. Sie starrte nun die Türe an, lange, sehr lange. Ihre Augen behielten jenen leeren Blick, jeglicher Glanz aus ihnen war verschwunden. Nie wieder … sie alle würde sie nie wieder sehen … nie. Und auch nicht Fuchs. Kaum war der Name in ihrem Kopf gefallen kniff sie die Augen zusammen, erhob sie und stürmte brüllend auf die Türe zu, warf sich mit ganzer Kraft gegen sie, schrie, schlug dagegen, hämmerte mit den Fäusten gegen sie und stieß mit der Schulter ein dutzend mal dagegen, bis sie zusammenbrach. Sie konnte nicht, sie weinte jämmerlich, sie weinte nur noch. Ihre Schulter schmerzte noch mehr, entweder war sie geprellt oder sogar gebrochen, was kümmerte es sie? Sie schrie heiser ihren Zorn heraus, das letzte bisschen Emotion was sie in diesem Moment inne hielt, verhallte mit einem letzten Schluchzer.
Sie rührte sich nicht mehr, keinen Deut, keinen einzigen Meter. Ihr Körper zitterte, die ganze Nacht über und auch als sie vor lauter Erschöpfung einschlief, zitterte sie, das Gesicht bleich wie Kreide. Sie flüsterte leise. „Was … Was … nun … ?“
Doch die Antwort blieb aus.
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Xinthra
Während ihrer Pirsch nach einem weiteren Reh stieß sie auf ein Rascheln im Gebüsch. Erst bohrte sie mit dem Speer darin herum, dann bemerkte sie etwas zerfetzte Kleidung, griff hinein und zog das Etwas heraus. In der zerfetzten Kleidung steckte ein kleiner Junge, der erbärmlich aussah, blaue Flecke, Risse, unzählige kleine Schnitte und aufgeschürfte Knie. Er musste vor etwas davon gelaufen sein, und danach fragte sie ihn. Er sprach etwas von Mädchenhändlern und Viola, entführt und den Wölfen aus Grimwould und Leedi Elbenau aus Varuna. Einen Moment brauchte sie um zu verstehen, was der Junge ihr mitteilen wollte. Kaum hatte sie verstanden, hockte sie sich hin. "Halt dich an mir fest, ich trage dich!" meinte sie deutlich. Der Kleine konnte unmöglich alleine nach Grimwould und Varuna um die Personen zu benachrichtigen.
Sie machte die ersten schnellen Schritte weiter durch den Wald, während sie noch hinzufügte "Ich setze dich am Wegkreuz ab, laufe du nach Grimwould und ich benachrichtige Darna". Der Wald lichtete sich, eine Wiese erstreckte sich bis zum Weg hin. Ihre Beine flogen über den Boden, mit den Fußspitzen stieß sie sich vom Boden ab, um das andere Bein hochzureißen und wieder herunter zu stoßen. Den Oberkörper dabei weit nach vorne gebeugt, erreichte sie so eine hohe Geschwindigkeit.
Es dauerte keine Stunde, da schmerzten ihre Beine. Besonders ihre Oberschenkel begannen zu brennen. Noch nie war sie so lange so schnell gerannt, noch dazu mit einem Menschen der sich an ihrer Schulter festklammerte. Doch es galt, die Personen schnellstens zu warnen. Sie hechtete den weg entlang, hier durch ein Waldstück, quer über eine Wiese und auch mal über eine Schotterpiste. Das ein- oder andere Mal drohte sie, umzuknicken, zu kippen, zu stürzen, doch sie fing sich. Je schneller sie ihr Ziel erreichte, desto weniger Ungemach musste Viola erleiden, da man sich schneller auf den Weg würde machen können.
Nach schier endlosen Stunden erreichten sie die Gegend, die man als Wegkreuz bezeichnete. Keuchend stoppte sie sich, ließ den Jungen herab, der nun etwas erholter war. "Geh.. geh nach Grim.. would.." keuchte sie, hochrot im Gesicht vor Anstrengung, blickte dem Jungen einen Moment hinterher und wandte sich dann der Schlucht zu. "Noch.. ein paar.. Meter.." und setze wieder an, loszurennen. Schnell war sie durch die Schlucht, durch das Tor und stand am Vordereingang zum Kastell. Schwer keuchend und kraftlos hielt sie sich an dessen Gitter fest, atmete tief ein, aus zusammengesammelter letzter Kraft ertönte ein markerschütterndes Rufen aus ihrer Kehle. "Fraaau Eeelbeeenaaauuu..." mochte es selbst bis zum Marktplatz zu hören sein, ehe sie ihre Kraft verließ, sie zu Boden sank und nurmehr schwer atmete. Ihre Gedanken überschlugen sich.. würde der Junge nach Grimwould gelangen? Würde Darna gleich erscheinen, oder wenigstens nach ihr geschickt werden.. und wie erginge es Viola in diesem Moment?
Sie machte die ersten schnellen Schritte weiter durch den Wald, während sie noch hinzufügte "Ich setze dich am Wegkreuz ab, laufe du nach Grimwould und ich benachrichtige Darna". Der Wald lichtete sich, eine Wiese erstreckte sich bis zum Weg hin. Ihre Beine flogen über den Boden, mit den Fußspitzen stieß sie sich vom Boden ab, um das andere Bein hochzureißen und wieder herunter zu stoßen. Den Oberkörper dabei weit nach vorne gebeugt, erreichte sie so eine hohe Geschwindigkeit.
Es dauerte keine Stunde, da schmerzten ihre Beine. Besonders ihre Oberschenkel begannen zu brennen. Noch nie war sie so lange so schnell gerannt, noch dazu mit einem Menschen der sich an ihrer Schulter festklammerte. Doch es galt, die Personen schnellstens zu warnen. Sie hechtete den weg entlang, hier durch ein Waldstück, quer über eine Wiese und auch mal über eine Schotterpiste. Das ein- oder andere Mal drohte sie, umzuknicken, zu kippen, zu stürzen, doch sie fing sich. Je schneller sie ihr Ziel erreichte, desto weniger Ungemach musste Viola erleiden, da man sich schneller auf den Weg würde machen können.
Nach schier endlosen Stunden erreichten sie die Gegend, die man als Wegkreuz bezeichnete. Keuchend stoppte sie sich, ließ den Jungen herab, der nun etwas erholter war. "Geh.. geh nach Grim.. would.." keuchte sie, hochrot im Gesicht vor Anstrengung, blickte dem Jungen einen Moment hinterher und wandte sich dann der Schlucht zu. "Noch.. ein paar.. Meter.." und setze wieder an, loszurennen. Schnell war sie durch die Schlucht, durch das Tor und stand am Vordereingang zum Kastell. Schwer keuchend und kraftlos hielt sie sich an dessen Gitter fest, atmete tief ein, aus zusammengesammelter letzter Kraft ertönte ein markerschütterndes Rufen aus ihrer Kehle. "Fraaau Eeelbeeenaaauuu..." mochte es selbst bis zum Marktplatz zu hören sein, ehe sie ihre Kraft verließ, sie zu Boden sank und nurmehr schwer atmete. Ihre Gedanken überschlugen sich.. würde der Junge nach Grimwould gelangen? Würde Darna gleich erscheinen, oder wenigstens nach ihr geschickt werden.. und wie erginge es Viola in diesem Moment?
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Isara
Es war spät in der Nacht, die dunkelheit bedeckte schon das Land. Ruhe kehrte ein in Grimwould, alle schliefen....alle ? Nein, nur die kleine Isara kam erst vor einigen Minuten von der Jagt nach Hause. Leise und vorsichtig oeffnete sie das schwere Tor und schließte es wieder. Die anderen sollte weiter schlafen in den Fellen, sonst haette sie sich wieder was anhoeren koennen von Falk. Sie war dabei einige Bolzen zu sortieren als es klopfte am Tor. Sie zuckte etwas zusammen und drehte sich zum Tor um.
" Wer kann dies zu dieser spaeten Stunde sein ? Staedter...." *brummt sie leise*
Schnell raffte sie sich eine angezuendete Fackel und ging die Treppe hoch um zu schauen, wer sich vor dem Tor befand.
" Hossa ! Wer treibt euch zu dieser spaeten Stunde nach Grimwould, Staedter " *erklang es in einem tiefen ton*
Es standen zwei Frauen vor dem Tor, die eine, Darna von Elbenau und die andere, Selissa. Sie wechselten einige Worte miteinander, bevor Isara ihnen das Tor oeffnete.
" Ich suche Viola, ist sie bei euch " stelle Darna die frage.
Isara hat sie schon vielen Tagen nicht mehr gesehen in Grimwould, geschweige in Gerimor. Deshalb schüttelt sie mit ihrem Kopf.
" Seit dem gestrigen Abend, sah ich sie nicht mehr " erzaehlte Darna weiter, besorgniss hoerte man aus ihrer Stimme. Sie suchte schon einige Stellen ab, aber fand Viola nicht.
" Ich werde den Jarl davon unterrichten und ihn aus den Fellen holen. Auch werde ich einige Sachen zusammen packen, um an der Grenze von Rahal und in den anliegenden Waelder anfangen zu suchen." sagte Isara ihr.
Darna wollte den Weg von Varuna nach Bajard absuchen. Sie verabschiedeten sich freundlich und isara schloß das Tor.
Aufeinmal, hoerte man ein schreien was wohl jeden in Grimwould geweckt hat. Der schall von diesem lauten Schrei, haetten man sogar einige Schritte vor Toren hoeren koennen.
" JAAAAAARRRRRLLLLL, AUS DEN FELLEN , VIOLA WIRD VERMISST, DIE KOMISCHE ADLIGE WAR HIER,DARNA " *rief die kleine Isara aus voller Kehle*
Somit war es mit der Ruhe in Grimwould vorbei. Sie erzählte dem Jarl die Einzelheiten des Gespräch mit Darna.
Eilig packte sich Isara einige Sachen zusammen. Sie hat Viola zu verdanken, dass sie überhaupt hier in Grimwould ist. Besorgt war die kleine schlanke Frau.
Als sie mit ihrem Pferd an den Grenzen von Rahal ankam, begann sie ihre Suche. Nicht vor den fruehen Morgenstunden würde sie nach Grimwould heimkehren.....
" Wer kann dies zu dieser spaeten Stunde sein ? Staedter...." *brummt sie leise*
Schnell raffte sie sich eine angezuendete Fackel und ging die Treppe hoch um zu schauen, wer sich vor dem Tor befand.
" Hossa ! Wer treibt euch zu dieser spaeten Stunde nach Grimwould, Staedter " *erklang es in einem tiefen ton*
Es standen zwei Frauen vor dem Tor, die eine, Darna von Elbenau und die andere, Selissa. Sie wechselten einige Worte miteinander, bevor Isara ihnen das Tor oeffnete.
" Ich suche Viola, ist sie bei euch " stelle Darna die frage.
Isara hat sie schon vielen Tagen nicht mehr gesehen in Grimwould, geschweige in Gerimor. Deshalb schüttelt sie mit ihrem Kopf.
" Seit dem gestrigen Abend, sah ich sie nicht mehr " erzaehlte Darna weiter, besorgniss hoerte man aus ihrer Stimme. Sie suchte schon einige Stellen ab, aber fand Viola nicht.
" Ich werde den Jarl davon unterrichten und ihn aus den Fellen holen. Auch werde ich einige Sachen zusammen packen, um an der Grenze von Rahal und in den anliegenden Waelder anfangen zu suchen." sagte Isara ihr.
Darna wollte den Weg von Varuna nach Bajard absuchen. Sie verabschiedeten sich freundlich und isara schloß das Tor.
Aufeinmal, hoerte man ein schreien was wohl jeden in Grimwould geweckt hat. Der schall von diesem lauten Schrei, haetten man sogar einige Schritte vor Toren hoeren koennen.
" JAAAAAARRRRRLLLLL, AUS DEN FELLEN , VIOLA WIRD VERMISST, DIE KOMISCHE ADLIGE WAR HIER,DARNA " *rief die kleine Isara aus voller Kehle*
Somit war es mit der Ruhe in Grimwould vorbei. Sie erzählte dem Jarl die Einzelheiten des Gespräch mit Darna.
Eilig packte sich Isara einige Sachen zusammen. Sie hat Viola zu verdanken, dass sie überhaupt hier in Grimwould ist. Besorgt war die kleine schlanke Frau.
Als sie mit ihrem Pferd an den Grenzen von Rahal ankam, begann sie ihre Suche. Nicht vor den fruehen Morgenstunden würde sie nach Grimwould heimkehren.....
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Falk Hinrah
Die Bewegung glich der eines Wolfes der sich aus seinem Schlaf aufrappelte und den heissen Sommerstaub abschüttelte, doch wurde sie fortgesetzt bis sich das Wesen schnaubend und knurrend auf zwei Beine aufgerichtet hatte. Es dauerte keine fünf Atemzüge und der Jarl des Clan Hinrah hatte sich den schweren Pelz aus muffigem Wolfsfell und klimpernden Diamant-Kettenringen übergeworfen und stieg bereits in die Stiefel aus dem schweren Balronleder.
Wer machte denn da so einen Krach zur Geisterstunde? Er runzelte leicht die Stirn und es dauerte einige Momente bis er aus seinem Traumreich zu den gebrüllten Worten gekommen war. Viola? Verschwunden? Pfft, als sei das das erste Mal... und immerhin übte sich Viola dieser Tage in Verkleidungskünsten und Spionage, vielleicht war sie nur untergetaucht.
Als der grosse Mann auf den obersten Treppenabsatz trat stürmten bereits Leif und Argos aus der Türe im ersten Stock. Und grade ritt Isara durch das Tor davon.
"HALT! HIERGEBLIEBEN!" Isara schien es nicht mehr zu hören, aber die Wölfe des Clans reagierten sofort.
"Es ist Nachts, es ist dunkel und so wie wir Viola kennen vermutlich nur ein nächtlicher Ausflug. Selbst wenn es Schlimmeres ist, der Neumond nimmt grade erst wieder zu und bei einer so schmalen Mondsichel würden wir nicht mal ein Pferd auf der Weide finden, geschweige denn Viola auf vier gewaltig grossen Inseln. Wir warten auf's Tageslicht und dann gehen wir ordentlich vor. Also ab in die Felle! Ich will dass ihr morgen ausgeruht seid damit wir um so besser suchen können!" Mit diesen Worten trieb Falk seine Leute wieder in die Festung und begab sich selbst zurück in sein Wohnzimmer, wo er sich vor dem Kamin niederließ.
Auch wenn er seinen Wölfen Schlaf befahl, er selbst würde diesen nun nicht mehr finden. Zu sehr nagte die Sorge an seinen Eingeweiden und durch die Dunkelheit dazu verdammt zu sein Nichts zu tun machte es nicht unbedingt besser.
Viola blieb öfter über Nacht weg, aber er selbst und scheinbar auch Darna schienen ein Gefühl dafür zu haben wann die Kleine in der Klemme sass. Und auch wenn Falk keine Ahnung hatte warum... so fühlte es sich an.
Wut wallte in ihm auf, Wut darüber warten zu müssen.
Wir müssen los und uns um Viola kümmern.
Unsinn. Vor Tagesanbruch sehen wir nicht einmal die Hand vor Augen.
Aber ich mag es nicht herum zu sitzen, was wenn sie vom Pferd gefallen ist und jetzt blutend irgendwo rumliegt?
Dann würden wir sie immernoch nicht finden können.
Ich werde etwas kaputt machen, danach geht es uns immer besser.
Nein! Wir arbeiten zusammen. Ich behalte die Kontrolle und gehe dafür auf deine Wünsche ein.
Dann geh auf meinen Wunsch ein und lass sie uns suchen!
Du weisst genau das hätte keinen Sinn. Dann sind wir ganz ausgelaugt sobald die Sonne aufgeht und wir sie finden können.
Ich will aber etwas tun!
Dann schärf Scylfing.
Was?
Schärf Scylfing, gesetzt den Fall unsere Feinde haben Viola gefangen genommen und wollen sie als Geisel gegen den Clan benutzen, willst du dann mit einer stumpfen Waffe darstehen oder stürmen wir dann los und hauen sie raus?
So verstummte das gedankliche Zwigespräch und einzig das Knacken das Kaminfeuers und das leise, metallische Geräusch des, die Klinge streichelnden, Schleifsteins erfüllte die Wohnung des Jarls. Der Berserker und Falk waren sich einig. Viola würde schon sehr bald wieder in der Sicherheit ihres Rudels weilen.
Wer machte denn da so einen Krach zur Geisterstunde? Er runzelte leicht die Stirn und es dauerte einige Momente bis er aus seinem Traumreich zu den gebrüllten Worten gekommen war. Viola? Verschwunden? Pfft, als sei das das erste Mal... und immerhin übte sich Viola dieser Tage in Verkleidungskünsten und Spionage, vielleicht war sie nur untergetaucht.
Als der grosse Mann auf den obersten Treppenabsatz trat stürmten bereits Leif und Argos aus der Türe im ersten Stock. Und grade ritt Isara durch das Tor davon.
"HALT! HIERGEBLIEBEN!" Isara schien es nicht mehr zu hören, aber die Wölfe des Clans reagierten sofort.
"Es ist Nachts, es ist dunkel und so wie wir Viola kennen vermutlich nur ein nächtlicher Ausflug. Selbst wenn es Schlimmeres ist, der Neumond nimmt grade erst wieder zu und bei einer so schmalen Mondsichel würden wir nicht mal ein Pferd auf der Weide finden, geschweige denn Viola auf vier gewaltig grossen Inseln. Wir warten auf's Tageslicht und dann gehen wir ordentlich vor. Also ab in die Felle! Ich will dass ihr morgen ausgeruht seid damit wir um so besser suchen können!" Mit diesen Worten trieb Falk seine Leute wieder in die Festung und begab sich selbst zurück in sein Wohnzimmer, wo er sich vor dem Kamin niederließ.
Auch wenn er seinen Wölfen Schlaf befahl, er selbst würde diesen nun nicht mehr finden. Zu sehr nagte die Sorge an seinen Eingeweiden und durch die Dunkelheit dazu verdammt zu sein Nichts zu tun machte es nicht unbedingt besser.
Viola blieb öfter über Nacht weg, aber er selbst und scheinbar auch Darna schienen ein Gefühl dafür zu haben wann die Kleine in der Klemme sass. Und auch wenn Falk keine Ahnung hatte warum... so fühlte es sich an.
Wut wallte in ihm auf, Wut darüber warten zu müssen.
Wir müssen los und uns um Viola kümmern.
Unsinn. Vor Tagesanbruch sehen wir nicht einmal die Hand vor Augen.
Aber ich mag es nicht herum zu sitzen, was wenn sie vom Pferd gefallen ist und jetzt blutend irgendwo rumliegt?
Dann würden wir sie immernoch nicht finden können.
Ich werde etwas kaputt machen, danach geht es uns immer besser.
Nein! Wir arbeiten zusammen. Ich behalte die Kontrolle und gehe dafür auf deine Wünsche ein.
Dann geh auf meinen Wunsch ein und lass sie uns suchen!
Du weisst genau das hätte keinen Sinn. Dann sind wir ganz ausgelaugt sobald die Sonne aufgeht und wir sie finden können.
Ich will aber etwas tun!
Dann schärf Scylfing.
Was?
Schärf Scylfing, gesetzt den Fall unsere Feinde haben Viola gefangen genommen und wollen sie als Geisel gegen den Clan benutzen, willst du dann mit einer stumpfen Waffe darstehen oder stürmen wir dann los und hauen sie raus?
So verstummte das gedankliche Zwigespräch und einzig das Knacken das Kaminfeuers und das leise, metallische Geräusch des, die Klinge streichelnden, Schleifsteins erfüllte die Wohnung des Jarls. Der Berserker und Falk waren sich einig. Viola würde schon sehr bald wieder in der Sicherheit ihres Rudels weilen.
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Rafael de Arganta
Vermisst ... Er ritt grübelnd hinter Darna her und stellte sich zich Möglichkeiten vor was mit dem Mädchen geschehen sein könnte.
Vor Tagen noch hatte er mit ihr gesprochen ihr Mut gemacht und sie schien ihm nicht so als würde sie vor etwas davon laufen wollen.
Seine Hoffnung lag darin das sie bei den Hinrahs war und doch machten sie erst einen Besuch in Bajard um dort nach zu forschen, zu abwegig war der Gedanke das sie ohne Darna etwas zu sagen zurück gegangen war.
"Sind wir Freunde?" hörte er die Stimme des Mädchens in seinem Kopf. Die Frage die sie ihm beim Abschied vor Tagen gestellt hatte, und er hatte bejaht.
War ihr vielleicht noch an diesem Tage etwas geschehen?
Nein er würde nicht untätig herumsitzen und warten. Er würde mit helfen sie zu suchen.
Vielleicht konnte er helfen... irgendwie, und wenn er auch nur für Darna da war die sehr an dem Mädchen hing.
So folgte er ihr nach Bajard, und ebenso nach Grimwould, wo man die Bogenschützin des Clans erreichte, die meinte das man Viola lange schon nicht gesehen hatte.
Er bemerkte die Unruhe von Darna und legte ihr die Hand auf die Schulter.
Er wusste das sie die Verantwortung für Viola übernommen hatte, nicht nur das, das das Mädchen zu einer guten Freundin geworden war.
"Ich reite schon mal nach Berchgard und höre mich da um." versprach er der Ritterin und während sie stumm nickte, ging er zu seinem Pferd zurück, schwang sich hinauf und ritt nach Berchgard in der Hoffnung dort ein Lebenszeichen zu finden.
Vielleicht jedoch ... sollte er jedoch eher direkt in Rahal suchen ......
Temora bewahre ...
Temora seh Viola bei.
Vor Tagen noch hatte er mit ihr gesprochen ihr Mut gemacht und sie schien ihm nicht so als würde sie vor etwas davon laufen wollen.
Seine Hoffnung lag darin das sie bei den Hinrahs war und doch machten sie erst einen Besuch in Bajard um dort nach zu forschen, zu abwegig war der Gedanke das sie ohne Darna etwas zu sagen zurück gegangen war.
"Sind wir Freunde?" hörte er die Stimme des Mädchens in seinem Kopf. Die Frage die sie ihm beim Abschied vor Tagen gestellt hatte, und er hatte bejaht.
War ihr vielleicht noch an diesem Tage etwas geschehen?
Nein er würde nicht untätig herumsitzen und warten. Er würde mit helfen sie zu suchen.
Vielleicht konnte er helfen... irgendwie, und wenn er auch nur für Darna da war die sehr an dem Mädchen hing.
So folgte er ihr nach Bajard, und ebenso nach Grimwould, wo man die Bogenschützin des Clans erreichte, die meinte das man Viola lange schon nicht gesehen hatte.
Er bemerkte die Unruhe von Darna und legte ihr die Hand auf die Schulter.
Er wusste das sie die Verantwortung für Viola übernommen hatte, nicht nur das, das das Mädchen zu einer guten Freundin geworden war.
"Ich reite schon mal nach Berchgard und höre mich da um." versprach er der Ritterin und während sie stumm nickte, ging er zu seinem Pferd zurück, schwang sich hinauf und ritt nach Berchgard in der Hoffnung dort ein Lebenszeichen zu finden.
Vielleicht jedoch ... sollte er jedoch eher direkt in Rahal suchen ......
Temora bewahre ...
Temora seh Viola bei.
-
Darna von Hohenfels
"Frau Xinthra? Braucht Ihr Hilfe?"
Die junge Frau saß zusammengesunken und mit jedem Atemzug keuchend vor dem Kastell, und die Frage kam wie von selbst über ihre Lippen. "Als hättest du nicht schon genug Sorgen", wollte Etwas in ihrem Innern rummäkeln, "Der Clan weiß jetzt zwar Bescheid, daß Viola als vermisst gilt, doch du hast keine Ahnung, wo du suchen sollst! Und jetzt noch hier für andere da sein, nach Grimwould hin und zurück, nach diesem Tag, mitten in der Nacht, du bist doch müde wie nichts..."
"Hilfe... ich nicht... Viola..."
Darnas Augen weiteten sich, sie sprang vom Pferd. "Was wisst Ihr von ihr?"
"Müde wischte Xinthra sich über die Augen. "Wer... seid Ihr..."
"Darna. Ihre Lehrerin." Keine Zeit für Förmlichkeiten. Sie kannten einander doch.
"Frau... Elbenau..."
Was war geschehen?
Fuchs musste mit gesehen haben, wie Viola etwas zugestoßen war. "Mädchenhändler" fiel als Wort in dem brüchigen, erschöpften Gestammel. Sie hatte den Jungen hergetragen, dann hatte er sich weiter auf den Weg nach Grimwould gemacht - die Wölfe holen. Den Clan. Dieser kleine Junge, mitten in der Nacht durch den Nebelwald? "Gütige, steh ihm bei, gib ihm Kraft..."
Und Viola - gefangen, entführt, von Menschenhändlern? Oder hatte es der Junge nicht anders benennen können, was geschehen war? Doch kaum Weiteres hatte er angeblich gesagt, nur wo: Tirell.
Sie gab ihr Wasser, wies die Wache an, sie zu Kräften kommen zu lassen, und wenn dazu ein Heiler notwendig war.
"Danke..."
"Für Euch wird gesorgt - ich habe zu danken. Lasst bitte Nachricht, wo Ihr verbelibt, oder ob es was Neues von Fuchs gibt. Wollt Ihr hierbleiben, zahl ich das Zimmer in der Herberge."
"Eilt nun..."
Sie ließ es sich nicht zweimal sagen, auf Sandsturm preschte sie durch das nächtliche Varuna, zum Südtor. Selissa und Lukan waren vorgegangen, den Weg von Varuna nach Bajard abzusuchen. Doch wo waren sie nun? "Scheiße. Du findest sie jetzt doch nie."
Ihr Blick im Schein der Fackel fiel auf drei helle Äste, die auf der Kreuzung lagen - ein Pfeil, der den westlichen Weg wies. Sie lächelte. "Danke, Selissa." Sandsturm galoppierte weiter.
Nicht weit fort waren sie, nach einigen Rufen gefunden. Hastig berichtete sie, was passiert war. Selissa starrte sie entsetzt an: "Und wo ist dieser ...Händler..?"
"Das krieg ich noch raus", grollte die Ritterin, "Aber ich bin kein Fährtenleser, ich werde bei Tirell Hilfe brauchen. Ich hoffe, von den Clansleuten kennt sich jemand damit aus."
Die Hoffnung ruhte auch auf Lukan, dem Mann, der ihr stets als Heiler aus Bajard vorgestellt wurde. Doch er schien sich in Wäldern gut auszukennen.
"Komm zur Ruhe. Es ist weit nach Mitternacht, und dann Spurensuche bei Tirell? Suche, nach dem Ort, wo sie überwältigt wurde, wo doch das ganze Gebiet nur noch ein einziger Kampfplatz ist? Sei vernünftig." Sie sah Lukan an. "...Gibt das so früh wie möglich - also jetzt - mehr Sinn, oder bei Tageslicht?"
Ausruhen lautete die Übereinkunft.
Es gefiel ihr nicht, daß Selissa dann ausgerechnet bei Bajard im Freien übernachten wollte, doch sie vertraute auf Lukan, der bei ihr bleiben wollte. Sie hatte keine Kraft mehr für Diskussionen, nur Eines blieb sicher:
"Ich muß zum Schloß. Ich kann jetzt nicht auch noch wegbleiben."
Sie fand keine Ruhe, lag erst wach im Bett, schlief vielleicht eine aufgeschreckte Stunde, tigerte dann durch die Flure des Schlosses. Sie machte sich mit dem Hahnenschrei auf die Suche nach dem ersten Boten, der bereit war, Grimwould aufzusuchen.
Er sollte auf dem Weg Ausschau nach einem kleinen Jungen mit rötlich braunen Haaren halten und nach Grimwould die Kunde davon tragen, was geschehen war: "Der Junge, der auf den Namen 'Fuchs' hört und ein Freund von Viola ist, soll bei Tirell gesehen haben, wie 'Mädchenhändler' - so das übermittelte Wort - Viola etwas antaten, sie vermutlich gefangen nahmen. Die Lady wird sich auf den Weg machen, bei Tirell nach Spuren zu suchen und erwartet Kunde von Euch, die Wachen von Schloß und Kastell sind angehalten, jede Nachricht anzunehmen und weiterzuhelfen."
Die junge Frau saß zusammengesunken und mit jedem Atemzug keuchend vor dem Kastell, und die Frage kam wie von selbst über ihre Lippen. "Als hättest du nicht schon genug Sorgen", wollte Etwas in ihrem Innern rummäkeln, "Der Clan weiß jetzt zwar Bescheid, daß Viola als vermisst gilt, doch du hast keine Ahnung, wo du suchen sollst! Und jetzt noch hier für andere da sein, nach Grimwould hin und zurück, nach diesem Tag, mitten in der Nacht, du bist doch müde wie nichts..."
"Hilfe... ich nicht... Viola..."
Darnas Augen weiteten sich, sie sprang vom Pferd. "Was wisst Ihr von ihr?"
"Müde wischte Xinthra sich über die Augen. "Wer... seid Ihr..."
"Darna. Ihre Lehrerin." Keine Zeit für Förmlichkeiten. Sie kannten einander doch.
"Frau... Elbenau..."
Was war geschehen?
Fuchs musste mit gesehen haben, wie Viola etwas zugestoßen war. "Mädchenhändler" fiel als Wort in dem brüchigen, erschöpften Gestammel. Sie hatte den Jungen hergetragen, dann hatte er sich weiter auf den Weg nach Grimwould gemacht - die Wölfe holen. Den Clan. Dieser kleine Junge, mitten in der Nacht durch den Nebelwald? "Gütige, steh ihm bei, gib ihm Kraft..."
Und Viola - gefangen, entführt, von Menschenhändlern? Oder hatte es der Junge nicht anders benennen können, was geschehen war? Doch kaum Weiteres hatte er angeblich gesagt, nur wo: Tirell.
Sie gab ihr Wasser, wies die Wache an, sie zu Kräften kommen zu lassen, und wenn dazu ein Heiler notwendig war.
"Danke..."
"Für Euch wird gesorgt - ich habe zu danken. Lasst bitte Nachricht, wo Ihr verbelibt, oder ob es was Neues von Fuchs gibt. Wollt Ihr hierbleiben, zahl ich das Zimmer in der Herberge."
"Eilt nun..."
Sie ließ es sich nicht zweimal sagen, auf Sandsturm preschte sie durch das nächtliche Varuna, zum Südtor. Selissa und Lukan waren vorgegangen, den Weg von Varuna nach Bajard abzusuchen. Doch wo waren sie nun? "Scheiße. Du findest sie jetzt doch nie."
Ihr Blick im Schein der Fackel fiel auf drei helle Äste, die auf der Kreuzung lagen - ein Pfeil, der den westlichen Weg wies. Sie lächelte. "Danke, Selissa." Sandsturm galoppierte weiter.
Nicht weit fort waren sie, nach einigen Rufen gefunden. Hastig berichtete sie, was passiert war. Selissa starrte sie entsetzt an: "Und wo ist dieser ...Händler..?"
"Das krieg ich noch raus", grollte die Ritterin, "Aber ich bin kein Fährtenleser, ich werde bei Tirell Hilfe brauchen. Ich hoffe, von den Clansleuten kennt sich jemand damit aus."
Die Hoffnung ruhte auch auf Lukan, dem Mann, der ihr stets als Heiler aus Bajard vorgestellt wurde. Doch er schien sich in Wäldern gut auszukennen.
"Komm zur Ruhe. Es ist weit nach Mitternacht, und dann Spurensuche bei Tirell? Suche, nach dem Ort, wo sie überwältigt wurde, wo doch das ganze Gebiet nur noch ein einziger Kampfplatz ist? Sei vernünftig." Sie sah Lukan an. "...Gibt das so früh wie möglich - also jetzt - mehr Sinn, oder bei Tageslicht?"
Ausruhen lautete die Übereinkunft.
Es gefiel ihr nicht, daß Selissa dann ausgerechnet bei Bajard im Freien übernachten wollte, doch sie vertraute auf Lukan, der bei ihr bleiben wollte. Sie hatte keine Kraft mehr für Diskussionen, nur Eines blieb sicher:
"Ich muß zum Schloß. Ich kann jetzt nicht auch noch wegbleiben."
Sie fand keine Ruhe, lag erst wach im Bett, schlief vielleicht eine aufgeschreckte Stunde, tigerte dann durch die Flure des Schlosses. Sie machte sich mit dem Hahnenschrei auf die Suche nach dem ersten Boten, der bereit war, Grimwould aufzusuchen.
Er sollte auf dem Weg Ausschau nach einem kleinen Jungen mit rötlich braunen Haaren halten und nach Grimwould die Kunde davon tragen, was geschehen war: "Der Junge, der auf den Namen 'Fuchs' hört und ein Freund von Viola ist, soll bei Tirell gesehen haben, wie 'Mädchenhändler' - so das übermittelte Wort - Viola etwas antaten, sie vermutlich gefangen nahmen. Die Lady wird sich auf den Weg machen, bei Tirell nach Spuren zu suchen und erwartet Kunde von Euch, die Wachen von Schloß und Kastell sind angehalten, jede Nachricht anzunehmen und weiterzuhelfen."
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Darna von Hohenfels
Sie löste die verkrampften Hände und verschränkte sie rasch wieder ineinander, bevor das Zittern auffiele. Wer in ihr Gesicht sah, konnte argwöhnen, der Fluch, der noch vor keinem Jahreslauf auf ihr lastete, sei wieder zurückgekehrt und habe erneut jede Freude erstickt.
"Ich würde mein Leben für sie geben, Darna."
"Nicht nur Ihr, Leif."
Durch den von Müdigkeit gebeutelten Geist drangen wirre Fetzen, Sorgen, immer wieder zurückgedrängt von den klaren Maßgaben des kalten Verstandes, der alles nur darauf setzte, "zu funktionieren" - Eileen hasste es jedesmal, sie so zu sehen, doch war sie gerade nicht da. Vor ihr saß Adrian, neben ihr Rafael. In wenigen, doch über alles Notwendige informierenden Worten hatte sie berichtet, was seit zwei Tagen alles vorgefallen war, wessen Unterstützung es gab, wer was zur Suche beigetragen hatte.
Den Clan verständigen, Tirell absuchen, Aushänge fertigen lassen, die um Hinweise bitten würden...
"Ihr könnt Euch nicht zweiteilen, Ritterin", stellte seine Hoheit fest.
"Ich würde es aber gerne." "Natürlich nicht, Hoheit."
"Ich werde mich um die Aushänge kümmern und persönlich nach Grimwould reiten."
Sie brachte es kaum fertig, sich in die fast zwangsläufig geschehende Diskussion einzumischen. Normalerweise hätte sie Rafael zugestimmt, Adrian in keinem Fall allein zu lassen, doch Tirell war zu gefährlich, sie wollten sogar das Risiko auf sich nehmen, die Halunken des Gesindelhaufens, die nördwestlich der zerstörten Akademie hausten, zu befragen und notfalls mit Gewalt das Lager zu durchsuchen. Viel Hoffnung bestand nicht. Doch Fakt war, sie brauchte Rafael. Sie wusste nicht, wie lange sie diesen zermürbenden Ereignissen noch standhalten würde. Nach Wochen anstrengender Arbeit kam nun diese erdrückende Last, und sie konnte kaum mehr.
"Nicht dran denken. Weitermachen. Du wirst merken, wenn es zuviel ist, und dann hast du immernoch diesen Trank von Nyell."
Sie hielt die Zügel locker, ließ Sandsturm Rafaels Pferd folgen und schnallte den Schild fest. Seit dem Aufstehen hatte sie die Rüstung an, merkte kaum noch das Gewicht. Übernächtigt und aufgekratzt wach zugleich fing sie zum dritten Mal an, die Umgebung Tirells abzusuchen. Der Wirt der Magierherberge hatte nichts gewusst. Hatte denn niemand außer Fuchs Viola gesehen?
"Sie muß wahrscheinlich von Bajard hergekommen sein... warum überhaupt? Warum war Fuchs hier soweit in ihrer Nähe, daß er sie sah? Handgemenge, konnte er flüchten?" Wahrscheinlich. Aber wo war das geschehen? Sie suchte die Waldränder ab. Vor allem - wo hatte man sie dann hingebracht?
Sie erschrak, als trotz aller gespannter Aufmerksamkeit das Schreien und Brüllen der Waldaffen sie trotzdem irgendwie völlig erschreckte. "Zu verbissen. So wirst du etwas übersehen, wie damals Talarions Buch..." Zittrig atmete sie durch. Dann blinzelte sie. Was lag da seltsam künstlich geschwungenes zwischen den hohen Gräsern der Küste?
"MIIIIIIIILOOOOOOOOOOOOOOOOOOORD!"
Rafael war schon zu weit fort, vorausgeritten, um die Lage beim Diebesgesindel auszukundschaften. Mit bebenden Händen kniete sie vor dem mächtigen, kunstvoll geschnitzten Bogen, der das Brandzeichen der Hinrahs trug. "Viola...", flüsterte sie. Sie nahm den Bogen mit, hängte ihn an den Sattel. Sie musste die Stelle irgendwie markieren, wenn die Spurenleser einträfen und mit ihrem Teil der Arbeit beginnen würden.
Sie rannte zu ein paar nahen Bäumen und trennte drei Äste ab. Am Fundort rammte sie ihr Schwert in den Boden und drehte es, bis das Loch dem ersten Ast, der sich y-förmig gabelte, möglichst sicheren Halt gab. Daran band sie eines ihrer bestickten Taschentücher, in den Ecken der springende Hirsch und die Buchstaben "DvE". Neben dieses Fähnchen legte sie die zwei anderen geraden Äste schräg aneinander, daß sie ein "V" bildeten.
Bis zu Selissas ähnlich geartetem Hinweis, der ihr letzte Nacht so sehr geholfen hatte, wäre sie nicht einmal auf diese doch so simpel einfache Idee gekommen. Es konnte doch jeder von jedem lernen...
"Ich find dich, Kleines. Wir finden dich und holen dich da raus", flüsterte sie und ritt weiter zum Ort, wo vormals die Halunken lebten...
"Hier sind jetzt also die Sturmkrähen."
Sie kehrte um. Hier würde Viola nicht sein. Rafael sollte ohnehin mit den Söldnern reden und dann ebenso zum Schloß zurückkehren. Als sie merkte, wie ihr rechter Daumen im Panzerhandschuh nervös zitterte, wurde ihr nur umso klarer, daß sie jetzt keiner fremden Person, die die Schwäche an ihr ablesen und für sich mißbrauchen konnte, begegnen wollte.
"Duchhalten. Müssen alle nur einfach durchhalten." Zurück im Schloß saß sie lange nur am Tisch der Bücherecke, starrte das leere Papier und den vor sich liegenden Bogen an. Die tranceartige Gelähmtheit plötzlich abschüttelnd, stand sie doch wieder auf und wollte sich selber auf den Weg nach Grimwould machen, ließ auch dieses sein, als sie kaum mehr die Schnallen des Sattels festgezurrt war und das Pferd schon selber ungehalten wieherte. Ächzend lehnte sie das Gesicht gegen die Kruppe des Tieres. "Schon gut. Du bist auch müde."
"Ibert!", rief sie zur Torwache und trat auf ihn zu, erwiderte flüchtig den Salut, "Sucht einen weiteren Boten, der den Weg nach Grimwould auf sich nimmt. Er soll übermitteln, daß südöstlich der tireller Herberge ein Stück Dschungelwald beginnt. Am Westrand davon, unweit der Küste, habe ich Violas Bogen gefunden. Diesen habe ich hier, am Fundort ist eine Markierung aus Ästen und meinem Taschentuch. Dort muß sie aufgegriffen worden sein. Hat der Clan Spürhunde, soll er sie mitnehmen. Ich werde nun hierbleiben, bis neue Nachricht eingeht oder ich etwas sinnvolles tun kann."
Im Schloß sah sie nachdenklich die kleine Phiole an, die sie seit ein paar Tagen vor der Hochzeit Adrians bereits mit sich trug. "Wenn Ihr meint, Ihr könnt nicht mehr, dann trinkt dieses", hatte Nyell gesagt, "Es wird Euch Erholung und neue Kraft schenken."
Nein... noch nicht...
Mit geschlossenen Augen kniete sie kurze Zeit später im Schrein des Schloßgartens und bat die Gütige um Kraft - für eine andere Person, die ihr in diesen Stunden weit wichtiger war als sie sich selbst...
"Ich würde mein Leben für sie geben, Darna."
"Nicht nur Ihr, Leif."
Durch den von Müdigkeit gebeutelten Geist drangen wirre Fetzen, Sorgen, immer wieder zurückgedrängt von den klaren Maßgaben des kalten Verstandes, der alles nur darauf setzte, "zu funktionieren" - Eileen hasste es jedesmal, sie so zu sehen, doch war sie gerade nicht da. Vor ihr saß Adrian, neben ihr Rafael. In wenigen, doch über alles Notwendige informierenden Worten hatte sie berichtet, was seit zwei Tagen alles vorgefallen war, wessen Unterstützung es gab, wer was zur Suche beigetragen hatte.
Den Clan verständigen, Tirell absuchen, Aushänge fertigen lassen, die um Hinweise bitten würden...
"Ihr könnt Euch nicht zweiteilen, Ritterin", stellte seine Hoheit fest.
"Ich würde es aber gerne." "Natürlich nicht, Hoheit."
"Ich werde mich um die Aushänge kümmern und persönlich nach Grimwould reiten."
Sie brachte es kaum fertig, sich in die fast zwangsläufig geschehende Diskussion einzumischen. Normalerweise hätte sie Rafael zugestimmt, Adrian in keinem Fall allein zu lassen, doch Tirell war zu gefährlich, sie wollten sogar das Risiko auf sich nehmen, die Halunken des Gesindelhaufens, die nördwestlich der zerstörten Akademie hausten, zu befragen und notfalls mit Gewalt das Lager zu durchsuchen. Viel Hoffnung bestand nicht. Doch Fakt war, sie brauchte Rafael. Sie wusste nicht, wie lange sie diesen zermürbenden Ereignissen noch standhalten würde. Nach Wochen anstrengender Arbeit kam nun diese erdrückende Last, und sie konnte kaum mehr.
"Nicht dran denken. Weitermachen. Du wirst merken, wenn es zuviel ist, und dann hast du immernoch diesen Trank von Nyell."
Sie hielt die Zügel locker, ließ Sandsturm Rafaels Pferd folgen und schnallte den Schild fest. Seit dem Aufstehen hatte sie die Rüstung an, merkte kaum noch das Gewicht. Übernächtigt und aufgekratzt wach zugleich fing sie zum dritten Mal an, die Umgebung Tirells abzusuchen. Der Wirt der Magierherberge hatte nichts gewusst. Hatte denn niemand außer Fuchs Viola gesehen?
"Sie muß wahrscheinlich von Bajard hergekommen sein... warum überhaupt? Warum war Fuchs hier soweit in ihrer Nähe, daß er sie sah? Handgemenge, konnte er flüchten?" Wahrscheinlich. Aber wo war das geschehen? Sie suchte die Waldränder ab. Vor allem - wo hatte man sie dann hingebracht?
Sie erschrak, als trotz aller gespannter Aufmerksamkeit das Schreien und Brüllen der Waldaffen sie trotzdem irgendwie völlig erschreckte. "Zu verbissen. So wirst du etwas übersehen, wie damals Talarions Buch..." Zittrig atmete sie durch. Dann blinzelte sie. Was lag da seltsam künstlich geschwungenes zwischen den hohen Gräsern der Küste?
"MIIIIIIIILOOOOOOOOOOOOOOOOOOORD!"
Rafael war schon zu weit fort, vorausgeritten, um die Lage beim Diebesgesindel auszukundschaften. Mit bebenden Händen kniete sie vor dem mächtigen, kunstvoll geschnitzten Bogen, der das Brandzeichen der Hinrahs trug. "Viola...", flüsterte sie. Sie nahm den Bogen mit, hängte ihn an den Sattel. Sie musste die Stelle irgendwie markieren, wenn die Spurenleser einträfen und mit ihrem Teil der Arbeit beginnen würden.
Sie rannte zu ein paar nahen Bäumen und trennte drei Äste ab. Am Fundort rammte sie ihr Schwert in den Boden und drehte es, bis das Loch dem ersten Ast, der sich y-förmig gabelte, möglichst sicheren Halt gab. Daran band sie eines ihrer bestickten Taschentücher, in den Ecken der springende Hirsch und die Buchstaben "DvE". Neben dieses Fähnchen legte sie die zwei anderen geraden Äste schräg aneinander, daß sie ein "V" bildeten.
Bis zu Selissas ähnlich geartetem Hinweis, der ihr letzte Nacht so sehr geholfen hatte, wäre sie nicht einmal auf diese doch so simpel einfache Idee gekommen. Es konnte doch jeder von jedem lernen...
"Ich find dich, Kleines. Wir finden dich und holen dich da raus", flüsterte sie und ritt weiter zum Ort, wo vormals die Halunken lebten...
"Hier sind jetzt also die Sturmkrähen."
Sie kehrte um. Hier würde Viola nicht sein. Rafael sollte ohnehin mit den Söldnern reden und dann ebenso zum Schloß zurückkehren. Als sie merkte, wie ihr rechter Daumen im Panzerhandschuh nervös zitterte, wurde ihr nur umso klarer, daß sie jetzt keiner fremden Person, die die Schwäche an ihr ablesen und für sich mißbrauchen konnte, begegnen wollte.
"Duchhalten. Müssen alle nur einfach durchhalten." Zurück im Schloß saß sie lange nur am Tisch der Bücherecke, starrte das leere Papier und den vor sich liegenden Bogen an. Die tranceartige Gelähmtheit plötzlich abschüttelnd, stand sie doch wieder auf und wollte sich selber auf den Weg nach Grimwould machen, ließ auch dieses sein, als sie kaum mehr die Schnallen des Sattels festgezurrt war und das Pferd schon selber ungehalten wieherte. Ächzend lehnte sie das Gesicht gegen die Kruppe des Tieres. "Schon gut. Du bist auch müde."
"Ibert!", rief sie zur Torwache und trat auf ihn zu, erwiderte flüchtig den Salut, "Sucht einen weiteren Boten, der den Weg nach Grimwould auf sich nimmt. Er soll übermitteln, daß südöstlich der tireller Herberge ein Stück Dschungelwald beginnt. Am Westrand davon, unweit der Küste, habe ich Violas Bogen gefunden. Diesen habe ich hier, am Fundort ist eine Markierung aus Ästen und meinem Taschentuch. Dort muß sie aufgegriffen worden sein. Hat der Clan Spürhunde, soll er sie mitnehmen. Ich werde nun hierbleiben, bis neue Nachricht eingeht oder ich etwas sinnvolles tun kann."
Im Schloß sah sie nachdenklich die kleine Phiole an, die sie seit ein paar Tagen vor der Hochzeit Adrians bereits mit sich trug. "Wenn Ihr meint, Ihr könnt nicht mehr, dann trinkt dieses", hatte Nyell gesagt, "Es wird Euch Erholung und neue Kraft schenken."
Nein... noch nicht...
Mit geschlossenen Augen kniete sie kurze Zeit später im Schrein des Schloßgartens und bat die Gütige um Kraft - für eine andere Person, die ihr in diesen Stunden weit wichtiger war als sie sich selbst...
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Viola Ser´Rhal
Hoffnungslosigkeit. Etwas was sie seit Ewigkeiten nicht mehr gefühlt hatte. Etwas, was tief in ihr verborgen gewesen war und nun immer mehr hinauf kroch. Sie saß zusammengekauert auf der Schlafmatte und sah an sich hinab, starr und direkt heraus. Nur ab und an blickte sie auf die Türe, ehe der Blick wieder ohne Regung vorgeführt wurde. Der Körper verharrte still und abgesehen von dem immer wiederkehrenden Zittern rührte sich kein Muskel mehr. Sie saß da wie ein Haufen Elend. Ihre Gedanken, leer und vernebelt. Nur ab und an strich sie beinahe gedankenverloren über den eingebrannten Dornenkranz an ihrem Bauch, spürte den Schmerz der ihren Magen dabei zusammenkrampfen ließ und ihr eine Übelkeit schenkte, die alles andere als angenehm war. Sie hatte sich bereits am Morgen übergeben, langsam bekam sie die Übelkeitsattacken in den Griff, ihr Körper unterdrückte den Reflex einfach alles aus sich heraus zu speien. Ihr Haar war nicht mehr geordnet und gepflegt, es war wild und hing ihr ins Gesicht, wie ein schützender Vorhang der etwas verbarg. Die Augen dahinter waren glanzlos, schwach, emotionslos. Sie erfüllten ihren Zweck indem sie in eine Richtung starrten und ab und an blinzelten, damit sie nicht austrockneten, doch mehr taten sie nicht. Das bleiche, fahle Gesicht wirkte eingefallen, dunkle Augenringe zeichneten sich ab und man hätte sie vielleicht als Totenbleich abstempeln können, wären da nicht die roten Wangen gewesen, welche zu glühen schienen. Die Schultern waren nach vorne gelehnt, sie sollten entlastet werden, die Schmerzen in der rechten sollten gering gehalten werden, sie waren vom gestrigen Tag eindeutig geprellt gewesen. Ihre Brust hob und senkte sich rhythmisch, etwas schneller als sie eigentlich sollte und jeden dritten Atemzug zuckte der Körper kurz vor Schmerzen. Sie wusste nicht ob sie eine gebrochene Rippe hatte oder nicht, es war ihr egal. Mit dem heutigen Tage war alles verblichen, jegliche letzte Kraft war dahin.
Sie hatte sich am Morgen aufgerichtet, die Verzweiflung, die Angst und die Panik hatten sie überrannt. Ihre Hände waren gefesselt und doch hatte sie einen der Beiden angefallen, sich gegen ihn geworfen und ihm ins Fleisch gebissen und getreten. Es waren vergebliche Mühen, das hätte ihr klar sein müssen, aber sie wollte nicht dorthin, wo man sie hinbringen würde. Ihr verzweifelter Versuch zu entkommen wurde nur mit einer starken Ohrfeige quittiert und einem starken Stoß gegen ihre Brust, der sie regelrecht von den Beinen fegte. Diese beiden konnten es von der Statur her beinahe mit Falk aufnehmen und auch der Größere der Beiden hätte sicher einen guten Gegner abgegeben. Sie verletzten sie sich zu sehr, sie schlugen nicht mit der faust zu, das mussten sie auch nicht. Eine Ohrfeige mit dem Handrücken war schon stark genug dass Viola danach benommen am Boden lag und der Stoß gegen die Brust raubte ihr für einige Sekunden vollkommen den Atem. Die beiden wussten genau, dass schlimmere Verletzungen Violas Wert minderten, doch schienen sie auch die Geduld zu verlieren. Die Ohrfeigen wurden immer etwas kräftiger und die beiden schienen ganz genau zu wissen, wie weit sie gehen konnten, ohne Viola dabei bleibende Schäden zu verpassen. Dazu kam noch ihre Perversität. Der Größere hatte seinen Spaß Viola zu bewachen, sie anzustarren und seine Zunge quer über ihr Gesicht fahren zu lassen, während sie den fauligen Geruch seines Atems wahrnehmen konnte. Doch lange blieben sie nie, immer nur lange genug, um ihr Essen und Trinken zu geben und sie zu betrachten ob es ihr gut ginge. Gegen Nachmittag hatte sie angefangen die beiden zu beleidigen und zu beschimpfen, sie wollte sie provozieren, sie wollte dass sie ausrasteten und später war ihr auch bewusst, wieso sie das tat; sie wollte sterben. Sie wollte nicht leben, nicht mit dieser Zukunft vor Augen, und der Tag an dem jenes Schiff sich näherte, schien immer näher zu rücken. An eine Rettung glaubte sie nicht mehr, es würde niemand hierher finden und so blieb nur die eine Alternative zu einem Leben in ewiger Gefangenschaft; der Tod. Sie hatte versucht, als sie sich übergeben musste, das Erbrochene im halse stecken zu lassen, daran zu ersticken, doch ihr Körper hatte mehr Überlebenswillen als ihr Geist. Ihre Hände waren verbunden und eine Waffe nicht in der Nähe, es gab keine Möglichkeit sich selbst ein Ende zu bereiten, und ihre Peiniger würden sich am Ende wohl auch nur zu weiteren Gewalttaten herablassen, anstatt ihr den Schädel einzuschlagen.
Sie würde diesem Schicksal nicht entgehen. Sie würde enden wie ihre Schwester damals, als Sklavin. War es ein Wink der Götter? Sahen sie gerade hinab auf Viola und lachten sie aus? Amüsierten sie sich darüber, dass sie ihr eine ganze Zeit über ein Leben schenkten, in welchem sie Glücklich war, und es ihr nun entrissen?
„Wieso kann das nicht aufhören … wieso nicht …? Wieso antwortest du nicht …? Wieso lassen sie mich nicht sterben? Ich will nicht, ich will nach Hause, ich will zu Falk, zu Dah, zu Darna … hilf mir …“
Doch es war weiterhin nicht mehr als das kalte Schweigen, das alles umgab.
Sie hatte sich am Morgen aufgerichtet, die Verzweiflung, die Angst und die Panik hatten sie überrannt. Ihre Hände waren gefesselt und doch hatte sie einen der Beiden angefallen, sich gegen ihn geworfen und ihm ins Fleisch gebissen und getreten. Es waren vergebliche Mühen, das hätte ihr klar sein müssen, aber sie wollte nicht dorthin, wo man sie hinbringen würde. Ihr verzweifelter Versuch zu entkommen wurde nur mit einer starken Ohrfeige quittiert und einem starken Stoß gegen ihre Brust, der sie regelrecht von den Beinen fegte. Diese beiden konnten es von der Statur her beinahe mit Falk aufnehmen und auch der Größere der Beiden hätte sicher einen guten Gegner abgegeben. Sie verletzten sie sich zu sehr, sie schlugen nicht mit der faust zu, das mussten sie auch nicht. Eine Ohrfeige mit dem Handrücken war schon stark genug dass Viola danach benommen am Boden lag und der Stoß gegen die Brust raubte ihr für einige Sekunden vollkommen den Atem. Die beiden wussten genau, dass schlimmere Verletzungen Violas Wert minderten, doch schienen sie auch die Geduld zu verlieren. Die Ohrfeigen wurden immer etwas kräftiger und die beiden schienen ganz genau zu wissen, wie weit sie gehen konnten, ohne Viola dabei bleibende Schäden zu verpassen. Dazu kam noch ihre Perversität. Der Größere hatte seinen Spaß Viola zu bewachen, sie anzustarren und seine Zunge quer über ihr Gesicht fahren zu lassen, während sie den fauligen Geruch seines Atems wahrnehmen konnte. Doch lange blieben sie nie, immer nur lange genug, um ihr Essen und Trinken zu geben und sie zu betrachten ob es ihr gut ginge. Gegen Nachmittag hatte sie angefangen die beiden zu beleidigen und zu beschimpfen, sie wollte sie provozieren, sie wollte dass sie ausrasteten und später war ihr auch bewusst, wieso sie das tat; sie wollte sterben. Sie wollte nicht leben, nicht mit dieser Zukunft vor Augen, und der Tag an dem jenes Schiff sich näherte, schien immer näher zu rücken. An eine Rettung glaubte sie nicht mehr, es würde niemand hierher finden und so blieb nur die eine Alternative zu einem Leben in ewiger Gefangenschaft; der Tod. Sie hatte versucht, als sie sich übergeben musste, das Erbrochene im halse stecken zu lassen, daran zu ersticken, doch ihr Körper hatte mehr Überlebenswillen als ihr Geist. Ihre Hände waren verbunden und eine Waffe nicht in der Nähe, es gab keine Möglichkeit sich selbst ein Ende zu bereiten, und ihre Peiniger würden sich am Ende wohl auch nur zu weiteren Gewalttaten herablassen, anstatt ihr den Schädel einzuschlagen.
Sie würde diesem Schicksal nicht entgehen. Sie würde enden wie ihre Schwester damals, als Sklavin. War es ein Wink der Götter? Sahen sie gerade hinab auf Viola und lachten sie aus? Amüsierten sie sich darüber, dass sie ihr eine ganze Zeit über ein Leben schenkten, in welchem sie Glücklich war, und es ihr nun entrissen?
„Wieso kann das nicht aufhören … wieso nicht …? Wieso antwortest du nicht …? Wieso lassen sie mich nicht sterben? Ich will nicht, ich will nach Hause, ich will zu Falk, zu Dah, zu Darna … hilf mir …“
Doch es war weiterhin nicht mehr als das kalte Schweigen, das alles umgab.
-
Viola Ser´Rhal
Sicherheit. Endlich sicher. Die Wärme des prasselnden Feuers, die Nähe von ihrer Mah, ein gutes, warmes Met das vor ihr stand und das geschäftige Treiben und Schwatzen am versammelten Feuer. Alle lachten sie, Falk erzählte eine seiner unzähligen Geschichten und war dabei wohl wieder recht schmuckreich was die Wortwahl und auch die Wahrheit anging. Sie aßen, tranken und lachten miteinander, es war alles so schön, alles perfekt. Was wollte man mehr als dieses wunderbare Gefühl von Sicherheit? Keine Waffe, keine Rüstung, kein Gold dieser Welt konnte einem so etwas Schönes schenken wie das hier. Und mit diesem Wissen lehnte sie sich ruhig in den Schoss ihrer Mutter, die Welt war perfekt.
Schnipp
Varuna. Ihr Quartier, die Stimmen aus dem Rittersaal wie sie sich beratschlagten. Schritte die sich näherten. Ein gedämpftes „Viola?“ das zu ihr drang. Das Wissen hier jemanden zu haben, hier in dieser Welt die erst so fremd und falsch schien, das Wissen hier einen Menschen zu haben, den man wie eine Freundin, fast schon wie eine Mutter liebte. Das Wissen dass sie hier Dinge lernen konnte, die ihr Grimwould nicht beibringen konnte und dass ihr dieses Wissen auch weiterhalf. Was war Vergleichbar damit? Mit diesem Gefühl der Sicherheit was auch hier vorherrschte? Gar nichts.
Schnipp
Ein junges Mädchen das vor ihr stand. Sie war kleiner als Viola, hatte aber langes, schwarzes Haar, das bekannte bleiche Gesicht und die ruhigen und nachdenklichen Augen. Sie sah hoch, legte den Finger an die Lippen. „Nein … bitte nicht schweigen … bitte lass mich du nicht auch noch alleine … bitte bleib“ doch das Mädchen schüttelte nur wieder den Kopf. Sie sah sie aus ihren matten Augen an. „Wir schweigen, wenn uns etwas verletzt. Ich habe Angst … ich habe Angst … du bist die Erwachsene, bitte hilf mir!“ Und damit wandte sich das Mädchen ab von ihr, verschwand im Nichts.
„Helfen? Ich kann nicht … ich bin nicht Erwachsen! Geh nicht! BITTE!“
Erwachen. Die Realität holte sie ein. Sie starrte in die Dunkelheit des Raumes. Sie konnte fast nichts sehen, was zum einen an den haaren lag, die ihr vors Gesicht hingen, zum anderen an der Finsternis. Sie weinte, sie weinte bitter. Sie konnte nicht mehr.
„Geh nicht … lass mich nicht alleine …“ flüsterte sie heiser und schwieg dann. Sie schwieg und merkte, wie etwas in ihr verschwand, wie es nicht mehr wiederkehrte. Und es blieb fort, es kehrte nicht wieder. Ihre Augen schlossen sich um zu schlafen, aber sie schlief nicht erholsam, sie starrte leer vor sich hin.
„Ich habe auch Angst … hilf mir …bitte“
-
Xinthra
Als sie am nächsten Tag in dem Bett aufwachte, in welches sie die Wache geleitet hatte, spürte sie ihre Beine kaum noch als solche. Versuche, diese zu bewegen, schlugen fehl oder waren mit starken Schmerzen verbunden. Sie hatte sie überstrapaziert und nun bestraften sie Xinthra dafür. Also war sie am Bett gefesselt, vielleicht noch einen Tag, oder sogar zwei, bis sie wieder würde laufen können. Verdammt, sie fluchte dass sie nun nicht mithelfen konnte bei der Suche, die vermutlich schon voll im Gang war, Darna hätte wahrscheinlich ihre Freunde benachrichtigt und der Clan war sicher auch schon unterwegs. Der Clan.. ob der Junge dort angelangt war? Vielleicht wäre es ja doch besser gewesen, wenn sie ihn Darna hätte holen lassen. Andererseits, würde der Clan ihr glauben?
Am Abend des Tages nachdem sie Darna gewarnt hatte, konnte sie ihre Beine zumindest zum Gehen wieder benutzen und indem sie sich auf ihren Speer stützte, bewegte sie sich gemächlich zur Kutsche Richtung Bajard, fuhr über nach Lameriast und kehrte ins Lager ein. In ihrem Zustand war sie sowieso keine große Hilfe mehr und eher ein Klotz am Bein. Viola wurde gesucht, das war nun veranlasst, vermutlich durchkämmte der Clan gerade die Wälder, zusammen mit Darna und wem sonst noch. Vielleicht war sie ja sogar schon gefunden worden. Xinthra würde das noch früh genug erfahren. Sie könnte ja in zwei Tagen noch einmal dorthin reisen und nachfragen.
Am Abend des Tages nachdem sie Darna gewarnt hatte, konnte sie ihre Beine zumindest zum Gehen wieder benutzen und indem sie sich auf ihren Speer stützte, bewegte sie sich gemächlich zur Kutsche Richtung Bajard, fuhr über nach Lameriast und kehrte ins Lager ein. In ihrem Zustand war sie sowieso keine große Hilfe mehr und eher ein Klotz am Bein. Viola wurde gesucht, das war nun veranlasst, vermutlich durchkämmte der Clan gerade die Wälder, zusammen mit Darna und wem sonst noch. Vielleicht war sie ja sogar schon gefunden worden. Xinthra würde das noch früh genug erfahren. Sie könnte ja in zwei Tagen noch einmal dorthin reisen und nachfragen.
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Jan Braeuer
Nebel hatte den Waldboden glitzernd geflutet.
Wie der Hauch Hauch eines kalten Atems huschte er durch das Unterholz und gab gerade einmal den nur noch taumelig auftretenden Füßen die Möglichkeit den wahren Untergrund freizulegen. Pfeifend, keuchend, ächzend hob der Atem die schmale Brust und zittrige Hände griffen nach Ästen, Buschwerk und Baumstümpfen um sich daran kurz zu halten und weiterzuzerren. Die Kraft des Körpers war nun restlos aufgebraucht und auch wenn einen Fuchs das Wildleben des Nachts im Walde kaum ängstigte, gab es doch in einer vollen Stadt schlimmere und weitaus gefährlichere Untiere als hier, am Ende der Zivilisation, so spürte er nun dennoch den unangenehmen Klos in der Kehle.
Eigentlich hasste er jegliche Schwäche und Kummer bekam ihm einfach gar nicht, hatte er sich doch sogar vor Viola so sehr geschämt, als ihm die Verzweiflung in dicken Kullertränen über die Wangen gelaufen war und sie nur verständnisvoll still über die dunklen, rotbraunen Wuschelhaare gestreicht hatte, aber hier lag doch auch schon der Grund für die aufkeimende, mädchenhafte Panik:
Viola... er versagte... er ließ sie im Stich!
Ein Fuchs sollte seinen Weg kennen... er hatte ihn verloren und sich ganz sang-und klanglos verirrt. Die Bäume sahen mit der Zeit alle gleich aus und leider konnte das Menschenkind wirklich nicht die volle Breitseite des Instinks jenes kleinen Räubers, nach welchem es benannt war, ausschöpfen. Wieder einmal machte ihm die Natur einen Strich durch die Rechnung und erklärte so sehr unsanft WAS er... sie... stets bleiben würde:
Ein kleines Mädchen, welches sich nicht nur lügenreich als Junge ausgab, sondern auch noch mit dem klangvollen Namen "Fuchs" um sich warf.
Erschrocken und wankend kam besagter "Fuchs" nun zum stehen, als er diese schluchzende Laute vernahm, die ganz sicher aus seiner eigenen Kehle über die Lippen gekommen waren.
Nicht jetzt!
Nicht hier!
Schwäche lockte auch im Wald alles mögliche an Jägern an, denn Angst konnte man riechen und Panik war schon beinahe besser als jede Brotkrümelspur.
Schon vernahmen die doch recht scharfen, geschulten Ohren ein deutlich scharfes Knacken nur wenige Schritte entfernt von seiner kleinen Gestalt. Ängstlich wich der Fuchs langsam schleichend zurück, versuchte die Entfernung zwischen ihm und dem fast lautlos heranpirschenden Etwas zu bringen. Schritt um Schritt kroch die Angst wieder durch die Brust zum Halse und kletterte empor. Hastiger wurden die Gesten und fast schon rennend bewegte er sich rückwärts.
Seine Flucht endete jäh!
Er lief gegen etwas weiches und warmes - ein Körper! - und ehe er noch schreien konnte, legte sich eine warme Hand auf seinen Mund, eine weitere umgriff seinen Oberkörper und hob ihn sanft, als wäre er nichts weiter als eine Feder, an.
"Scht... Wölfe..." wisperte eine leise Stimme kaum gehaucht, dann wurde er rasch von der Waldlichtung getragen, als sich sein Retter mit nun wirklich völlig geräuschlosen Schritten fortbewegte.
Auf einer breiteren Wiesenflur - sie mussten nun nahe an Grimwould sein - wurde er herabgesetzt und strampelte sofort zappelnd um zum einen die Hand vor seinem Mund loszuwerden und sich gleichzeitig blicklich der zweifelhaften "Rettung" zuzuwenden.
Der Anblick trieb ihm erneut Tränen, doch diesmal von Erleichterung heraufbeschworen, in die Augen.
Die ernst dreinblickende, junge Frau, in deren wallendem Haar kleine Blättchen und Aststückchen festsaßen, trug die Farben des Clans... der Hinrahs... der Wölfe, die er gesucht hatte.
"Viola..." begann er wimmernd und langsam beugte sich Laila, vom Clane der Hinrahs herab und lauschte mit wachem Blicke der hervorgestammelten Schreckensgeschichte des Kindes...
Der kleine Fuchs hatte sein Ziel erreicht - der Clan war endgültig informiert und er... nun er hatte seine helfende Hand gefunden!
[img]http://www.arizona-pi.com/images/holding%20hands.jpg[/img]
Wie der Hauch Hauch eines kalten Atems huschte er durch das Unterholz und gab gerade einmal den nur noch taumelig auftretenden Füßen die Möglichkeit den wahren Untergrund freizulegen. Pfeifend, keuchend, ächzend hob der Atem die schmale Brust und zittrige Hände griffen nach Ästen, Buschwerk und Baumstümpfen um sich daran kurz zu halten und weiterzuzerren. Die Kraft des Körpers war nun restlos aufgebraucht und auch wenn einen Fuchs das Wildleben des Nachts im Walde kaum ängstigte, gab es doch in einer vollen Stadt schlimmere und weitaus gefährlichere Untiere als hier, am Ende der Zivilisation, so spürte er nun dennoch den unangenehmen Klos in der Kehle.
Eigentlich hasste er jegliche Schwäche und Kummer bekam ihm einfach gar nicht, hatte er sich doch sogar vor Viola so sehr geschämt, als ihm die Verzweiflung in dicken Kullertränen über die Wangen gelaufen war und sie nur verständnisvoll still über die dunklen, rotbraunen Wuschelhaare gestreicht hatte, aber hier lag doch auch schon der Grund für die aufkeimende, mädchenhafte Panik:
Viola... er versagte... er ließ sie im Stich!
Ein Fuchs sollte seinen Weg kennen... er hatte ihn verloren und sich ganz sang-und klanglos verirrt. Die Bäume sahen mit der Zeit alle gleich aus und leider konnte das Menschenkind wirklich nicht die volle Breitseite des Instinks jenes kleinen Räubers, nach welchem es benannt war, ausschöpfen. Wieder einmal machte ihm die Natur einen Strich durch die Rechnung und erklärte so sehr unsanft WAS er... sie... stets bleiben würde:
Ein kleines Mädchen, welches sich nicht nur lügenreich als Junge ausgab, sondern auch noch mit dem klangvollen Namen "Fuchs" um sich warf.
Erschrocken und wankend kam besagter "Fuchs" nun zum stehen, als er diese schluchzende Laute vernahm, die ganz sicher aus seiner eigenen Kehle über die Lippen gekommen waren.
Nicht jetzt!
Nicht hier!
Schwäche lockte auch im Wald alles mögliche an Jägern an, denn Angst konnte man riechen und Panik war schon beinahe besser als jede Brotkrümelspur.
Schon vernahmen die doch recht scharfen, geschulten Ohren ein deutlich scharfes Knacken nur wenige Schritte entfernt von seiner kleinen Gestalt. Ängstlich wich der Fuchs langsam schleichend zurück, versuchte die Entfernung zwischen ihm und dem fast lautlos heranpirschenden Etwas zu bringen. Schritt um Schritt kroch die Angst wieder durch die Brust zum Halse und kletterte empor. Hastiger wurden die Gesten und fast schon rennend bewegte er sich rückwärts.
Seine Flucht endete jäh!
Er lief gegen etwas weiches und warmes - ein Körper! - und ehe er noch schreien konnte, legte sich eine warme Hand auf seinen Mund, eine weitere umgriff seinen Oberkörper und hob ihn sanft, als wäre er nichts weiter als eine Feder, an.
"Scht... Wölfe..." wisperte eine leise Stimme kaum gehaucht, dann wurde er rasch von der Waldlichtung getragen, als sich sein Retter mit nun wirklich völlig geräuschlosen Schritten fortbewegte.
Auf einer breiteren Wiesenflur - sie mussten nun nahe an Grimwould sein - wurde er herabgesetzt und strampelte sofort zappelnd um zum einen die Hand vor seinem Mund loszuwerden und sich gleichzeitig blicklich der zweifelhaften "Rettung" zuzuwenden.
Der Anblick trieb ihm erneut Tränen, doch diesmal von Erleichterung heraufbeschworen, in die Augen.
Die ernst dreinblickende, junge Frau, in deren wallendem Haar kleine Blättchen und Aststückchen festsaßen, trug die Farben des Clans... der Hinrahs... der Wölfe, die er gesucht hatte.
"Viola..." begann er wimmernd und langsam beugte sich Laila, vom Clane der Hinrahs herab und lauschte mit wachem Blicke der hervorgestammelten Schreckensgeschichte des Kindes...
Der kleine Fuchs hatte sein Ziel erreicht - der Clan war endgültig informiert und er... nun er hatte seine helfende Hand gefunden!
[img]http://www.arizona-pi.com/images/holding%20hands.jpg[/img]