Ein Schuss in dunkler Nacht
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Alguien Apuesto
Ein Schuss in dunkler Nacht
[ooc: bezogen auf http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=89998]
Es war tief in der Nacht, als sich der alte Seemann schmatzend im Schlaf von einer auf die andere Seite drehte und seine Hand unbewusst und prüfend zum Dolch unter seinem Kopfkissen glitt. Als das vertraute Knallen eines Schusses in der Nähe der Seesöldnerniederlassung erklang, schreckte er aus dem Schlaf hoch und hatte das Messer in der Hand. Waren Piraten in den Hafen gekommen? Wo waren die anderen? Angestrengt lauschte er auf weiteren Kampflärm als er vom Tisch leises Rascheln vernahm.
Lu hatte den Abend ebenfalls in der Niederlassung verbracht und war über einen Rum am Tisch eingenickt. Nun hellwach hatte sie schon das Entermesser und eine geladene Pistole in der Hand: „Ein Schuss. Erwartest du Besuch?“ zischte sie ihm fragend zu. Kurz schüttelte Al den Kopf, angelte seine Pistole vom Regelbrett und spannte den Hahn. Lu war derweil schon zum Fenster geschlichen und schüttelte auf seinen fragenden Blick hin den Kopf. Leise spähten sie auch durch die anderen Fenster und stiegen anschließend durch das Fenster zum Hinterhof nach draußen. Wenn Angreifer gekommen waren, würden sie vor allem die Türe im Auge behalten und die unverladenen Frachtkisten der Schiffe im Hafen würden diesen gute Deckung bieten. Ruhig und methodisch huschten die Zwei zur Hausecke und spähten in den friedlich daliegenden Hafen. Sogar das Wasser kräuselte sich kaum in der lauen, windstillen Herbstnacht. Selbst nach ein- zweiminütiger Wartezeit, waren nur die aufgeregt umhergehenden Wachen zu sehen und beide runzelten nachdenklich die Stirn.
Auf ein Nicken hin huschten sie zwischen den Häusern hindurch in Richtung des Hauses von Inez.
Dort angekommen spähten sie vorsichtig um die Ecke zur Türe und den Fenstern. Als beider Blick auf die, nur angelehnte, Türe fiel weiteten sich kurz Als Augen und er stürmte mit großen Schritten auf die Türe zu, schulterte sie auf und spähte mit erhobener Pistole in den Raum. Schnell trat er zur Seite um Lu Platz zu schaffen.
Der Raum lag friedlich und verlassen da. Inez` Stiefel standen unordentlich neben der Türe und nur das Bettlaken war vom Bett gezerrt und lag auf dem Boden. Direkt daneben lag noch das hübsche Badekleidchen, dass Inez vor kurzem stolz herumgezeigt hatte. Ansonsten war der Raum leer. Keine Inez, keine Angreifer, nur die übliche Unordnung.
Stirnrunzelt zischte Al leise "Was zum Klabautermann ist hier los? Normalerweise pennt die doch." Als er wieder zu den Stiefeln blickte fügte er noch hinzu "und warum läuft sie barfuß in diesem Drecksloch von Hafen herum?". „Keine Ahnung. Vielleicht hat sie irgendwas geweckt, und sie hat im Halbschlaf um sich geschossen?“ antwortete Lu achselzuckend. „Komm, wir sehn uns draußen nochmal um.“
Sie schritten aus der Tür und gingen sich weiter umsehend ums Haus herum. Als Al gerade in Richtung des Friedhofs sah, trat der Mond hinter den Wolken hervor und Lu tippte ihm hektisch gegen die Schulter. "Da ist Blut an Inez` Hauswand." mit einem schnellen Schritt war sie an der Wand und berührte die Flecken mit den Fingern. "Und alt ist es auch nicht." Al sog schnuppernd die Luft ein und nahm überrascht den noch in der windstillen Luft liegenden Korditgestank wahr. "Riechst Du´s auch? Auf wen hat sie hier schon wieder geschossen?".
Als sie sich weiter umsahen, fanden sie eine große Abplatzung im maroden Putz mit einem Loch in der Mitte in der gegenüberliegenden Lehmwand. Stirnrunzelnd betrachtete Al das Loch und pulte mit dem Messer geschickt darin herum, bis er eine verbogene und recht platte Pistolenkugel hervorholte und ins Mondlicht hielt. "Hm, der ging wohl daneben, aber wo ist sie hin?" Nachdenklich blickte er wieder zurück zur Wand. „Das passt jedenfalls zu der im Halbschlaf-um-sich-ballernden-Inez-Theorie.“ Lu ließ ihren Blick schweifen.
"Wenn ihr was passiert ist, kümmern wir uns um die Verantwortlichen," grollte Al mit leiser Stimme und fügte beim näherkommenden Klang von Soldatenstiefel leise hinzu "... auf unsere Art".
„Aye“, nickte Lu ihm zu, setzte ein kesses Lächeln auf und steuerte auf die Soldaten zu, während sie ihm noch zuraunte: „Ich werd mich mal umhören. Irgendwer muss doch was mitbekommen haben.“
Es war tief in der Nacht, als sich der alte Seemann schmatzend im Schlaf von einer auf die andere Seite drehte und seine Hand unbewusst und prüfend zum Dolch unter seinem Kopfkissen glitt. Als das vertraute Knallen eines Schusses in der Nähe der Seesöldnerniederlassung erklang, schreckte er aus dem Schlaf hoch und hatte das Messer in der Hand. Waren Piraten in den Hafen gekommen? Wo waren die anderen? Angestrengt lauschte er auf weiteren Kampflärm als er vom Tisch leises Rascheln vernahm.
Lu hatte den Abend ebenfalls in der Niederlassung verbracht und war über einen Rum am Tisch eingenickt. Nun hellwach hatte sie schon das Entermesser und eine geladene Pistole in der Hand: „Ein Schuss. Erwartest du Besuch?“ zischte sie ihm fragend zu. Kurz schüttelte Al den Kopf, angelte seine Pistole vom Regelbrett und spannte den Hahn. Lu war derweil schon zum Fenster geschlichen und schüttelte auf seinen fragenden Blick hin den Kopf. Leise spähten sie auch durch die anderen Fenster und stiegen anschließend durch das Fenster zum Hinterhof nach draußen. Wenn Angreifer gekommen waren, würden sie vor allem die Türe im Auge behalten und die unverladenen Frachtkisten der Schiffe im Hafen würden diesen gute Deckung bieten. Ruhig und methodisch huschten die Zwei zur Hausecke und spähten in den friedlich daliegenden Hafen. Sogar das Wasser kräuselte sich kaum in der lauen, windstillen Herbstnacht. Selbst nach ein- zweiminütiger Wartezeit, waren nur die aufgeregt umhergehenden Wachen zu sehen und beide runzelten nachdenklich die Stirn.
Auf ein Nicken hin huschten sie zwischen den Häusern hindurch in Richtung des Hauses von Inez.
Dort angekommen spähten sie vorsichtig um die Ecke zur Türe und den Fenstern. Als beider Blick auf die, nur angelehnte, Türe fiel weiteten sich kurz Als Augen und er stürmte mit großen Schritten auf die Türe zu, schulterte sie auf und spähte mit erhobener Pistole in den Raum. Schnell trat er zur Seite um Lu Platz zu schaffen.
Der Raum lag friedlich und verlassen da. Inez` Stiefel standen unordentlich neben der Türe und nur das Bettlaken war vom Bett gezerrt und lag auf dem Boden. Direkt daneben lag noch das hübsche Badekleidchen, dass Inez vor kurzem stolz herumgezeigt hatte. Ansonsten war der Raum leer. Keine Inez, keine Angreifer, nur die übliche Unordnung.
Stirnrunzelt zischte Al leise "Was zum Klabautermann ist hier los? Normalerweise pennt die doch." Als er wieder zu den Stiefeln blickte fügte er noch hinzu "und warum läuft sie barfuß in diesem Drecksloch von Hafen herum?". „Keine Ahnung. Vielleicht hat sie irgendwas geweckt, und sie hat im Halbschlaf um sich geschossen?“ antwortete Lu achselzuckend. „Komm, wir sehn uns draußen nochmal um.“
Sie schritten aus der Tür und gingen sich weiter umsehend ums Haus herum. Als Al gerade in Richtung des Friedhofs sah, trat der Mond hinter den Wolken hervor und Lu tippte ihm hektisch gegen die Schulter. "Da ist Blut an Inez` Hauswand." mit einem schnellen Schritt war sie an der Wand und berührte die Flecken mit den Fingern. "Und alt ist es auch nicht." Al sog schnuppernd die Luft ein und nahm überrascht den noch in der windstillen Luft liegenden Korditgestank wahr. "Riechst Du´s auch? Auf wen hat sie hier schon wieder geschossen?".
Als sie sich weiter umsahen, fanden sie eine große Abplatzung im maroden Putz mit einem Loch in der Mitte in der gegenüberliegenden Lehmwand. Stirnrunzelnd betrachtete Al das Loch und pulte mit dem Messer geschickt darin herum, bis er eine verbogene und recht platte Pistolenkugel hervorholte und ins Mondlicht hielt. "Hm, der ging wohl daneben, aber wo ist sie hin?" Nachdenklich blickte er wieder zurück zur Wand. „Das passt jedenfalls zu der im Halbschlaf-um-sich-ballernden-Inez-Theorie.“ Lu ließ ihren Blick schweifen.
"Wenn ihr was passiert ist, kümmern wir uns um die Verantwortlichen," grollte Al mit leiser Stimme und fügte beim näherkommenden Klang von Soldatenstiefel leise hinzu "... auf unsere Art".
„Aye“, nickte Lu ihm zu, setzte ein kesses Lächeln auf und steuerte auf die Soldaten zu, während sie ihm noch zuraunte: „Ich werd mich mal umhören. Irgendwer muss doch was mitbekommen haben.“
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Lucia Quaidera
Die Gardisten hatten, wie es von Gardisten, die in den Hafen versetzt wurden so der Fall ist, nichts weiter mitbekommen. Es war vermutlich schon ein Wunder, dass sie überhaupt durch die dunklen Gassen gestapft kamen, um nachzusehen, was das für ein Krach gewesen war. Das war, so nahm Lu an, wohl der Tatsache geschuldet, dass die Wache im Hafen erst vor kurzem ausgetauscht worden war. Sie hatten sich aber sehr viel Zeit gelassen um Nachzusehen. Vermutlich, um, was auch immer den Krach verursacht hatte, genügend Zeit zu geben zu verschwinden. Kluge Kerlchen. Aber für ihr aktuelles Anliegen leider eher hinderlich. Nun da sie ja Zuschauer hatten, mussten sie natürlich ihren Dienst tun, und so verscheuchten sie Lu und Al nach einer kurzen Befragung, „um ihre Arbeit zu tun“. Schnell steckte Lu dem blonden Fillo noch eine Zigarre zu, dann zogen sich die beiden Seeleute zur Niederlassung zurück, um zu beratschlagen, wie sie als nächstes vorgingen.
„Ich brauch erstmal n Rum. Dann kann ich besser denken.“ Lu stapfte ins Haus zurück und nahm die bis auf ein Fünftel leere Rumflasche an sich, über der sie die Nacht eingenickt war. Nachdem sie diese geleert hatte, blickte sie zu Al, mit einem kurzen schuldbewussten Achselzucken, dass sie ihm nichts abgegeben hatte. „Mucho mejor. Ich schlage vor, du stellst dich irgendwo möglichst unauffällig hin und beobachtest Inez‘ Haus und die Gardisten. Ich klapper mal die Gegend ab.“
Doch in dieser Nacht war niemand mehr in den Gassen zu finden, auch leuchteten keine Lichter in den Fenstern als Hinweis darauf, dass noch jemand wach war. So beschlossen Lu und Al die Spurensuche auf den nächsten Tag zu verschieben.
Am nächsten Morgen, es ging wohl schon eher auf die Mittagsstunde zu setze Lu ihre Befragungen fort. Ihr erster Weg führte sie zu Fillo, dem blonden Gardisten, der seine Patrouille meist auf den Weg zwischen Anlegestelle und Fischstand beschränkte.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719878/Fillo.jpg[/img]
„Hola, Fillo,“ Lu steckte ihm verborgen von den Augen der anderen Wachen eine Zigarre zu. Nachdem die alten Gardisten am Hafen versetzt waren, musste sie nun neue Kontakte knüpfen. Der blonde Fillo schien am zugänglichsten, was die „Spende“ von Zigarren anging – in der nächsten Zeit würde sie wohl dazu übergehen, ein wenig Wildkraut unterzumischen – aber nur einen Hauch. „Habt ihr gestern Nacht noch was rausgefunden?“ „Das darf ich Zivilisten nicht sagen.“ „Ach komm schon, du musst auch nichts sagen, nick einfach oder schüttel‘ den Kopf, wenn de was über den Verbleib von Inez weißt, hm?“ raunte sie ihm zu und setzte ein ihrer Meinung nach herzallerliebstes Lächeln auf. Sie ertrug einige Sekunden, dass er statt zu reagieren in ihr Dekolleté blickte, auch wenn sie den stillen Drang ihn dafür ins Hafenbecken zu werfen, unterdrücken musste. Schließlich warf er einen prüfenden Blick zu den anderen Wachen, dann hob er leicht die Schultern und schüttelte seinen blonden Schopf. „Nichts auffälliges außer der Knall gestern Nacht, Delia,“ fügte er leise an. Sie tippte sich mit einem dankbaren Nicken an den Hut und drehte darauf hin ab. Im Weggehen verdrehte sie die Augen und schüttelte den Kopf über die Unfähigkeit dieser Wachen. Andererseits konnten Al und ihr das nur recht sein.
Im Wegstapfen fiel ihr Blick auf den alten Rodrigurez. Es konnte ja nicht schaden, diesen auch zu befragen. Trotz seiner Blindheit bekam der alte Seemann viel mit.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719882/Rodriguez.jpg[/img]
„Nay, Delia, Inez hab ich in letzter Zeit nicht gesehen,“ ein raues Lachen ertönte. „Haha, alter Scherzbold.“ „… na gut, gehört hab ich von ihr auch nichts, wird wohl wieder dem Wildkraut zu sehr zugesagt haben, das Mädchen. Richt‘ ihr aus, dass das auf Dauer das Hirn matschig macht.“ Lu stieß ein leises Seufzen aus. „Mach ich, wenn ich se auftreiben kann, gracias.“
Ihr Weg führte sie durch die matschigen Wege des Hafenviertels zur „reinen Perle“, neben dem sich Inez‘ Hütte befand. Zielstrebig stratze sie hinein und steuerte auf Abela zu, dabei legte sie augenzwinkernd einige runde goldne Scheibchen auf den Tresen.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719884/Abela.jpg[/img]
„Tut mir leid, Del, Inez hab ich nicht gesehen, die hat ihre Wohnung in letzter Zeit kaum verlassen. Aber ich hab ein schreckliches Krachen gehört, so wie die Kanonen der Piraten, nur leiser. Aber schon noch sehr laut.“ „Und, biste nicht zum Fenster gerannt?“ „Was? Bin ich lebensmüde? Ich hab die Tür verbarrikadiert und mir die Decke über den Kopf gezogen.“ „Sonst haste nichts weiter gehört?“ „Nein.. nein ich glaub nicht.“ Lu musterte Abela einige Momente eindringlich, ehe sie die Schultern hängen ließ. Die Bedienung der reinen Perle schien nicht zu flunkern. „Gracias, Abela. Sperr die Tür Nachts gut ab.“
Sie verließ die Perle und beschloss noch eine Runde um Inez‘ Haus zu drehen. Der Blutfleck an der Hauswand war inzwischen angetrocknet, an sich kein ungewöhnlicher Anblick im Hafenviertel. Die Spuren im Matsch waren durch Gardistenstiefel längst zertrampelt. Die Hauswand musternd stand sie da, als sie einen Blick in ihrem Rücken bemerkte. Als sie sich umdrehte sah sie Odo in einiger Entfernung vorm Friedhofstor an seinem üblichen Platz stehen und mit seinem starren Blick zu ihr hinübersehen. Ein kurzer Schauer lief ihr über den Rücken. Es gab nicht viel, das Lu gruslig fand, aber Odo gehörte definitiv dazu. Dennoch, er hatte bestimmt was gesehen, war er doch auch Nachts oft am Friedhof beschäftigt, also stapfte sie, die Schultern gestrafft auf ihn zu.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719885/Odo.jpg[/img]
Odo starrte sie nur an bei der Frage. Dann, es schienen nahezu Minuten zu vergehen, schüttelte er schließlich den Kopf. „Nein,“ sagte er in seiner krächzigen Stimme und verfiel wieder in sein irrtierendes Schweigen. Ob das nun die Wahrheit war, oder ob das überhaupt eine Antwort auf ihre Frage war, blieb für Lu absolut uneinschätzbar. „Mh, gracias.“ Lu machte sich rasch von dannen, um seinem seltsam-starren Blick zu entgehen.
Als sie gerade um die Ecke von Inez Haus biegen wollte, blieb sie plötzlich wie angewurzelt stehen und die Stirn der Seesöldnerin legte sich in grübelnde Falten. Odo war doch gestern Nacht gar nicht an seinem üblichen Platz gestanden. Jedenfalls nicht, als Al und sie dorthinkamen. Kein Wunder, dass er nichts gesehen hatte. Nur kurz warf sie nochmal einen Blick über ihre Schulter und sah wie er ihr hinterherstarrte, rasch tat sie den letzten Schritt um die Ecke. Dabei fiel ihr wieder ein, was Inez über Odo gesagt hatte...
„Ich brauch erstmal n Rum. Dann kann ich besser denken.“ Lu stapfte ins Haus zurück und nahm die bis auf ein Fünftel leere Rumflasche an sich, über der sie die Nacht eingenickt war. Nachdem sie diese geleert hatte, blickte sie zu Al, mit einem kurzen schuldbewussten Achselzucken, dass sie ihm nichts abgegeben hatte. „Mucho mejor. Ich schlage vor, du stellst dich irgendwo möglichst unauffällig hin und beobachtest Inez‘ Haus und die Gardisten. Ich klapper mal die Gegend ab.“
Doch in dieser Nacht war niemand mehr in den Gassen zu finden, auch leuchteten keine Lichter in den Fenstern als Hinweis darauf, dass noch jemand wach war. So beschlossen Lu und Al die Spurensuche auf den nächsten Tag zu verschieben.
Am nächsten Morgen, es ging wohl schon eher auf die Mittagsstunde zu setze Lu ihre Befragungen fort. Ihr erster Weg führte sie zu Fillo, dem blonden Gardisten, der seine Patrouille meist auf den Weg zwischen Anlegestelle und Fischstand beschränkte.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719878/Fillo.jpg[/img]
„Hola, Fillo,“ Lu steckte ihm verborgen von den Augen der anderen Wachen eine Zigarre zu. Nachdem die alten Gardisten am Hafen versetzt waren, musste sie nun neue Kontakte knüpfen. Der blonde Fillo schien am zugänglichsten, was die „Spende“ von Zigarren anging – in der nächsten Zeit würde sie wohl dazu übergehen, ein wenig Wildkraut unterzumischen – aber nur einen Hauch. „Habt ihr gestern Nacht noch was rausgefunden?“ „Das darf ich Zivilisten nicht sagen.“ „Ach komm schon, du musst auch nichts sagen, nick einfach oder schüttel‘ den Kopf, wenn de was über den Verbleib von Inez weißt, hm?“ raunte sie ihm zu und setzte ein ihrer Meinung nach herzallerliebstes Lächeln auf. Sie ertrug einige Sekunden, dass er statt zu reagieren in ihr Dekolleté blickte, auch wenn sie den stillen Drang ihn dafür ins Hafenbecken zu werfen, unterdrücken musste. Schließlich warf er einen prüfenden Blick zu den anderen Wachen, dann hob er leicht die Schultern und schüttelte seinen blonden Schopf. „Nichts auffälliges außer der Knall gestern Nacht, Delia,“ fügte er leise an. Sie tippte sich mit einem dankbaren Nicken an den Hut und drehte darauf hin ab. Im Weggehen verdrehte sie die Augen und schüttelte den Kopf über die Unfähigkeit dieser Wachen. Andererseits konnten Al und ihr das nur recht sein.
Im Wegstapfen fiel ihr Blick auf den alten Rodrigurez. Es konnte ja nicht schaden, diesen auch zu befragen. Trotz seiner Blindheit bekam der alte Seemann viel mit.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719882/Rodriguez.jpg[/img]
„Nay, Delia, Inez hab ich in letzter Zeit nicht gesehen,“ ein raues Lachen ertönte. „Haha, alter Scherzbold.“ „… na gut, gehört hab ich von ihr auch nichts, wird wohl wieder dem Wildkraut zu sehr zugesagt haben, das Mädchen. Richt‘ ihr aus, dass das auf Dauer das Hirn matschig macht.“ Lu stieß ein leises Seufzen aus. „Mach ich, wenn ich se auftreiben kann, gracias.“
Ihr Weg führte sie durch die matschigen Wege des Hafenviertels zur „reinen Perle“, neben dem sich Inez‘ Hütte befand. Zielstrebig stratze sie hinein und steuerte auf Abela zu, dabei legte sie augenzwinkernd einige runde goldne Scheibchen auf den Tresen.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719884/Abela.jpg[/img]
„Tut mir leid, Del, Inez hab ich nicht gesehen, die hat ihre Wohnung in letzter Zeit kaum verlassen. Aber ich hab ein schreckliches Krachen gehört, so wie die Kanonen der Piraten, nur leiser. Aber schon noch sehr laut.“ „Und, biste nicht zum Fenster gerannt?“ „Was? Bin ich lebensmüde? Ich hab die Tür verbarrikadiert und mir die Decke über den Kopf gezogen.“ „Sonst haste nichts weiter gehört?“ „Nein.. nein ich glaub nicht.“ Lu musterte Abela einige Momente eindringlich, ehe sie die Schultern hängen ließ. Die Bedienung der reinen Perle schien nicht zu flunkern. „Gracias, Abela. Sperr die Tür Nachts gut ab.“
Sie verließ die Perle und beschloss noch eine Runde um Inez‘ Haus zu drehen. Der Blutfleck an der Hauswand war inzwischen angetrocknet, an sich kein ungewöhnlicher Anblick im Hafenviertel. Die Spuren im Matsch waren durch Gardistenstiefel längst zertrampelt. Die Hauswand musternd stand sie da, als sie einen Blick in ihrem Rücken bemerkte. Als sie sich umdrehte sah sie Odo in einiger Entfernung vorm Friedhofstor an seinem üblichen Platz stehen und mit seinem starren Blick zu ihr hinübersehen. Ein kurzer Schauer lief ihr über den Rücken. Es gab nicht viel, das Lu gruslig fand, aber Odo gehörte definitiv dazu. Dennoch, er hatte bestimmt was gesehen, war er doch auch Nachts oft am Friedhof beschäftigt, also stapfte sie, die Schultern gestrafft auf ihn zu.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31719885/Odo.jpg[/img]
Odo starrte sie nur an bei der Frage. Dann, es schienen nahezu Minuten zu vergehen, schüttelte er schließlich den Kopf. „Nein,“ sagte er in seiner krächzigen Stimme und verfiel wieder in sein irrtierendes Schweigen. Ob das nun die Wahrheit war, oder ob das überhaupt eine Antwort auf ihre Frage war, blieb für Lu absolut uneinschätzbar. „Mh, gracias.“ Lu machte sich rasch von dannen, um seinem seltsam-starren Blick zu entgehen.
Als sie gerade um die Ecke von Inez Haus biegen wollte, blieb sie plötzlich wie angewurzelt stehen und die Stirn der Seesöldnerin legte sich in grübelnde Falten. Odo war doch gestern Nacht gar nicht an seinem üblichen Platz gestanden. Jedenfalls nicht, als Al und sie dorthinkamen. Kein Wunder, dass er nichts gesehen hatte. Nur kurz warf sie nochmal einen Blick über ihre Schulter und sah wie er ihr hinterherstarrte, rasch tat sie den letzten Schritt um die Ecke. Dabei fiel ihr wieder ein, was Inez über Odo gesagt hatte...
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Bitte löschen und sorry
hab mich im Thread verirrt statt nen eigenen zu öffnen :( :(
hab mich im Thread verirrt statt nen eigenen zu öffnen :( :(
Zuletzt geändert von Caraphinnor Dringol am Mittwoch 21. September 2016, 17:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Alguien Apuesto
Ein paar Wochen zuvor:
Die drei saßen wieder einmal bei einem gemütlichen Rum zusammen, Al schnitzte nebenher ein paar Holzsplinte für irgendeine neue Holzarbeit zurecht, Lu schärfte ihr Entermesser und Inez stopfte Ihre Pfeife mit irgend einer wilden Krautmischung. "Ich sags Euch, der Kerl glotz ständig bei mir zum Fenster rein." mit einem wütenden Blitzen in den Augen sah Inez nach Norden aus dem Fenster. "Selbst die Vorhänge stören den Kerl nicht!" mit einem schnauben trank sie einen kräftigen Schluck vom Rum. "Vielleicht solltest Du ihm mal kräftig eine verpassen." Al blickte bei den Worten grinsend von seiner Arbeit auf und griff ebenfalls zur Rumflasche., während Lu nur zustimmend schnaubte und mit kräftigen Strichen mit dem Schleifstein weiter über die Klinge strich.
Eine Woche später saßen die drei in einer der vielen Tavernen Gerimors:
"Irgendwann knall ich Odo ab. Der hat schon wieder durchs Fenster geglotzt" Inez knallte ihre leere Flasche kräftig auf den Tisch und winkte den Schankburschen zu sich um gleich den nächsten Schnapps zu bestellen. Al griff nach seinem Rum und trank einen Schluck, bevor er schnauben das Gesicht verzog. "Das Gesöff hier ist nichmal ansatzweise mit Amthus Rum vergleichbar." mit den Worten wendete er sich ihr zu und sah sie ernst an. "Verpass ihm einfach ein paar und die Sache hat..." setze Al an. "Nein Al! Mit einem saftigen Tritt und ein paar deftigen Schlägen ist das bei dem nicht getan! Der ist einfach irre" fuhr ihn Inez an. Im ersten Moment verengte er die Augen, schüttelte aber dann den Kopf. "Wie Du meinst" auflachend zuckte er die Schultern und legte ein paar Notizen auf den Tisch. "Also dann endlich mal zum Auftrag..."
Die drei saßen wieder einmal bei einem gemütlichen Rum zusammen, Al schnitzte nebenher ein paar Holzsplinte für irgendeine neue Holzarbeit zurecht, Lu schärfte ihr Entermesser und Inez stopfte Ihre Pfeife mit irgend einer wilden Krautmischung. "Ich sags Euch, der Kerl glotz ständig bei mir zum Fenster rein." mit einem wütenden Blitzen in den Augen sah Inez nach Norden aus dem Fenster. "Selbst die Vorhänge stören den Kerl nicht!" mit einem schnauben trank sie einen kräftigen Schluck vom Rum. "Vielleicht solltest Du ihm mal kräftig eine verpassen." Al blickte bei den Worten grinsend von seiner Arbeit auf und griff ebenfalls zur Rumflasche., während Lu nur zustimmend schnaubte und mit kräftigen Strichen mit dem Schleifstein weiter über die Klinge strich.
Eine Woche später saßen die drei in einer der vielen Tavernen Gerimors:
"Irgendwann knall ich Odo ab. Der hat schon wieder durchs Fenster geglotzt" Inez knallte ihre leere Flasche kräftig auf den Tisch und winkte den Schankburschen zu sich um gleich den nächsten Schnapps zu bestellen. Al griff nach seinem Rum und trank einen Schluck, bevor er schnauben das Gesicht verzog. "Das Gesöff hier ist nichmal ansatzweise mit Amthus Rum vergleichbar." mit den Worten wendete er sich ihr zu und sah sie ernst an. "Verpass ihm einfach ein paar und die Sache hat..." setze Al an. "Nein Al! Mit einem saftigen Tritt und ein paar deftigen Schlägen ist das bei dem nicht getan! Der ist einfach irre" fuhr ihn Inez an. Im ersten Moment verengte er die Augen, schüttelte aber dann den Kopf. "Wie Du meinst" auflachend zuckte er die Schultern und legte ein paar Notizen auf den Tisch. "Also dann endlich mal zum Auftrag..."
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Alguien Apuesto
Als Lu Al am Abend berichtete, dass einmal mehr wieder "Niemand, nichts gehört, oder gesehen" hatte und selbst kleinere und größere Gefälligkeiten den Leuten nichts entlocken konnten, stapfte er brummelnd in den Keller. Dort angekommen betrat er den Besprechungsraum, schnappte sich eine angebrochene Rumflasche vom Regal und genehmigte sich erst`mal einen großen Schluck.
"Was zum Klabautermann ist nur passiert" murmelte er zu sich selbst und lümmelte sich in einen der Sessel am großen Planungstisch um gedankenverloren zur Wandkarte zu blicken. Zwei Nächte war es nun schon her und die Leute fingen schon an, sich "an nichts mehr zu erinnern". Missmutig schürzte er die Lippen und betrachtete Inez` abgenutzte Pfeife, welche Lu und er verdreckt auf in Inez` Bude gefunden hatten. Normalerweise nahm sie diese immer mit, wenn sie das Haus verließ. Das uns Wildkraut. Seuftzend legte er die Pfeife vor sich auf den Tisch und trank einen weiteren Schluck.
Nach einer Weile nachdenklichem Schweigens rappelte er sich wieder auf, stellte die Rumflasche auf den Tisch und stapfte wieder nach Oben. Dort angekommen schnappte er sich seinen Hut und trat hinaus in den Hafen. "Dann schauen wir mal ob heute jemand reden will" grummelte er zu sich selbst und ging in Richtung der Ställe weiter.
Von dort aus begann er sich nach den Hafenbewohnern umzusehen, welche in der Nähe der Stadtmauer wohnten, als er plötzlich ein vertrautes "He, psst, he, willste ein cabezianisches Nüsschen?" hörte. Grinsend drehte Al sich zum alten Schlitzohr um. "Ney Danke, heute brauch ich nen klaren Kopf." Grinsend trat er auf den Drogenhändler und Ausrufer der Societè zu und klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter. "Aber vielleicht kannst Du mir heute mit etwas anderem Dienen." Der schmierige Kerl zuckte nur kurz mit den Schultern und hielt wie gewohnt die Hand auf bis genug Münzen im Handteller lagen. "Na dann, was willste wissen?" gespielt nachdenklich legte Al daraufhin die Stirn in Falten und wartete einige Momente, bis er beläufig fragte. "Hast Du vor zwei Nächten zufällig einen Schuss mitbekommen und Dein neugieriges Gerippe in Richtung Friedhof bewegt?".
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31789087/BefragungzuInez1.jpg[/img]
Nach einem Moment legte sich ein schmieriges Grinsen auf das Gesicht des noch schmierigeren Kerls "Schüsse kosten extra." Al schnaubte nur "Und blöde Antworten kosten Zähne!" unbewusst ballte Al seine bevorzugte linke zu einer Faust. "Schon gut, aber nur weil Du es bist und ich Dir auch in Zukunft Nüsse verkaufen will. Also Du weißt ja, also nichts..." "Spucks endlich aus!". Der kleinere Kerl hob abwehrend die Hände. "Also äh, ich hab den Schuss gehört, und war vielleicht tatsächlich in... der Nähe" mit einem verunglückten, von Zahnfäule untermalten Grinsen, sah ihn der Kelr frech an und hielt wieder eine Hand auf, woraufhin Al ihn nur weiter anstarte. "Ich warte." kommentierte Al nur ruhig. "Schon gut, also ich hab eigentlich nicht wirklich etwas gesehen, nur, äh dieser Odo war auch nicht da und sonst hat er nachts immer in das Fenster von diesem heißen Weibsbild..." dabei setzte er ein noch schmierigeres Grinsen auf "reingeglotzt. Ab und an stand er auch mal an ihrem Fenster."Fragend blickte er nun Al an, welcher dann nickte und wieder sein übliches Grinsen aufsetze. "Na bitte geht doch, und da Du mir sicherlich nichts verheimlicht hast, lege ich noch eine Zigarre oben drauf, wenn Du mir sagst, wo Odo so spät denn nun war?".
"Tja, also ich werd mich noch umhören und für eine Schachtel geb ich Dir dann Bescheid." als der Kerl Al nun wieder geschäftstüchtig ansah, seuftzte Al kurz. "Für eine Schachtel lieferst Du mir die Informationen Freihaus und auf einem Silbertablett." nach kurzer Deknpase bekam er nur ein knappes. "Hand drauf" als Antwort. Beim Einschlagen fügte Al nur hinzu "Sicher, dass in Deinem Stammbaum keine Kaluren vorkommen?"
Schließlich ging Al nach einer knappen Verabschiedung weiter am Apfelbaum und der Schaukel vorbei zum kleinen Haus des nächsten Hafenbewohners und klopfte laut.
"Was zum Klabautermann ist nur passiert" murmelte er zu sich selbst und lümmelte sich in einen der Sessel am großen Planungstisch um gedankenverloren zur Wandkarte zu blicken. Zwei Nächte war es nun schon her und die Leute fingen schon an, sich "an nichts mehr zu erinnern". Missmutig schürzte er die Lippen und betrachtete Inez` abgenutzte Pfeife, welche Lu und er verdreckt auf in Inez` Bude gefunden hatten. Normalerweise nahm sie diese immer mit, wenn sie das Haus verließ. Das uns Wildkraut. Seuftzend legte er die Pfeife vor sich auf den Tisch und trank einen weiteren Schluck.
Nach einer Weile nachdenklichem Schweigens rappelte er sich wieder auf, stellte die Rumflasche auf den Tisch und stapfte wieder nach Oben. Dort angekommen schnappte er sich seinen Hut und trat hinaus in den Hafen. "Dann schauen wir mal ob heute jemand reden will" grummelte er zu sich selbst und ging in Richtung der Ställe weiter.
Von dort aus begann er sich nach den Hafenbewohnern umzusehen, welche in der Nähe der Stadtmauer wohnten, als er plötzlich ein vertrautes "He, psst, he, willste ein cabezianisches Nüsschen?" hörte. Grinsend drehte Al sich zum alten Schlitzohr um. "Ney Danke, heute brauch ich nen klaren Kopf." Grinsend trat er auf den Drogenhändler und Ausrufer der Societè zu und klopfte ihm kameradschaftlich auf die Schulter. "Aber vielleicht kannst Du mir heute mit etwas anderem Dienen." Der schmierige Kerl zuckte nur kurz mit den Schultern und hielt wie gewohnt die Hand auf bis genug Münzen im Handteller lagen. "Na dann, was willste wissen?" gespielt nachdenklich legte Al daraufhin die Stirn in Falten und wartete einige Momente, bis er beläufig fragte. "Hast Du vor zwei Nächten zufällig einen Schuss mitbekommen und Dein neugieriges Gerippe in Richtung Friedhof bewegt?".
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31789087/BefragungzuInez1.jpg[/img]
Nach einem Moment legte sich ein schmieriges Grinsen auf das Gesicht des noch schmierigeren Kerls "Schüsse kosten extra." Al schnaubte nur "Und blöde Antworten kosten Zähne!" unbewusst ballte Al seine bevorzugte linke zu einer Faust. "Schon gut, aber nur weil Du es bist und ich Dir auch in Zukunft Nüsse verkaufen will. Also Du weißt ja, also nichts..." "Spucks endlich aus!". Der kleinere Kerl hob abwehrend die Hände. "Also äh, ich hab den Schuss gehört, und war vielleicht tatsächlich in... der Nähe" mit einem verunglückten, von Zahnfäule untermalten Grinsen, sah ihn der Kelr frech an und hielt wieder eine Hand auf, woraufhin Al ihn nur weiter anstarte. "Ich warte." kommentierte Al nur ruhig. "Schon gut, also ich hab eigentlich nicht wirklich etwas gesehen, nur, äh dieser Odo war auch nicht da und sonst hat er nachts immer in das Fenster von diesem heißen Weibsbild..." dabei setzte er ein noch schmierigeres Grinsen auf "reingeglotzt. Ab und an stand er auch mal an ihrem Fenster."Fragend blickte er nun Al an, welcher dann nickte und wieder sein übliches Grinsen aufsetze. "Na bitte geht doch, und da Du mir sicherlich nichts verheimlicht hast, lege ich noch eine Zigarre oben drauf, wenn Du mir sagst, wo Odo so spät denn nun war?".
"Tja, also ich werd mich noch umhören und für eine Schachtel geb ich Dir dann Bescheid." als der Kerl Al nun wieder geschäftstüchtig ansah, seuftzte Al kurz. "Für eine Schachtel lieferst Du mir die Informationen Freihaus und auf einem Silbertablett." nach kurzer Deknpase bekam er nur ein knappes. "Hand drauf" als Antwort. Beim Einschlagen fügte Al nur hinzu "Sicher, dass in Deinem Stammbaum keine Kaluren vorkommen?"
Schließlich ging Al nach einer knappen Verabschiedung weiter am Apfelbaum und der Schaukel vorbei zum kleinen Haus des nächsten Hafenbewohners und klopfte laut.
Zuletzt geändert von Alguien Apuesto am Mittwoch 28. September 2016, 18:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Jules Laval
Nachdem er erst seit wenigen Tagen im adretten, ansehnlichen Heim seiner älteren Schwester ein Zimmer bezogen hatte, ging der zu groß geratene Bengel sofort davon aus, dass es sich beim Türklopfer-zu-später-Stunde um wahlweise einen Kunden oder aber einen heimlichen Verehrer des Schwesterherz' handeln musste. Ganz gleich was von beidem nun der Wahrheit entsprach, angesehen musste der "Störenfried" auf jeden Fall und so zog der Bursche unbedacht und mit viel Schwung recht zackig die Türe auf, ein halb-anzügliches Grinsen auf dem Gesicht... das recht rasch gefrieren musste. Die Visage da im Halbdunkel kannte er und es war nicht der Anblick selbiger, der ihn so stocken ließ, sondern der ernste, grimmige Ausdruck, mit welchem der alte Seebär Leran ihn so betrachtete.
Der gute Gastgeber (oder auch der letzte, irgendwann hängengebliebene Hauch von Etikette) sprang kurz danach in Jules selber an und schon wurde Leran hineingebeten, doch dort dauerte es nicht lange, bis die Neugierde dem Bengel die Fragen hinausplatzen ließ, die sich in Lerans Bauch bohren konnten. Jener hielt dem Ganzen nicht nur stand, sondern begann selber einige - nein eigentlich nur eine einzige! - Frage zu stellen:
"Hast du vor n paar Tagen einen Schuss hier gehört?"
Das wiederum musste Jules verneinen, hatte er doch gerade erst Einzug ins Hüttchen erhalten, jedoch wurde Leran danach gesprächiger und stillte die bengelhafte Neugierde, indem er vom Verschwinden von Inez berichtete und die Verbindung zum ominösen Schuss in dunkler Nacht.
Da schwand die naseweiße Vorwitzigkeit aus dem Blick der olivgrünen Augen und bald glich Jules Mimik der des Seefahrers. Sie beide sprachen nicht aus, was mehr als deutlich war:
Hier war ein Mord geschehen... doch wo war die Leiche? Welcher Hundsfott war der Mörder - jener zumindest konnte sich von Gnade und derartigen Sperenzchen verabschieden! Tja und zuletzt der beißende, kribbelig panische Gedanke, ob der Täter vielleicht Blut geleckt und wieder zuschlagen würde?
Hier, im Hafen Rahals war die Societé, Jules zweite Familie, zu finden... naja, im Grunde auch irgendwie die erste Familie obendrein, denn die Lavals besuchten den Hafen öfter. Emilie wohnte dort, Jean, Muireall und sogar die kleine Niamh wohnten den Veranstaltungen der Societé logischerweise bei und selbst wenn sein Mädchen verdammtnochmal gut auf sich aufpassen konnte, war ein kaltblütiger Mörder eine Nummer zu groß für ihn, Yasccara oder überhaupt!
Der Kerl musste gefunden werden, der Kerl musste WEG!
Derartig düstere Gedanken malten düstere Schatten auf das sonst so muntere Sommersprossengesicht, als Jules Leran noch lange nachblickte, während dieser auf der weiteren Spurensuche vom Schatten der Hafenhütten bereits längst geschluckt worden war.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31790106/JulCSI.jpg[/img]
Der gute Gastgeber (oder auch der letzte, irgendwann hängengebliebene Hauch von Etikette) sprang kurz danach in Jules selber an und schon wurde Leran hineingebeten, doch dort dauerte es nicht lange, bis die Neugierde dem Bengel die Fragen hinausplatzen ließ, die sich in Lerans Bauch bohren konnten. Jener hielt dem Ganzen nicht nur stand, sondern begann selber einige - nein eigentlich nur eine einzige! - Frage zu stellen:
"Hast du vor n paar Tagen einen Schuss hier gehört?"
Das wiederum musste Jules verneinen, hatte er doch gerade erst Einzug ins Hüttchen erhalten, jedoch wurde Leran danach gesprächiger und stillte die bengelhafte Neugierde, indem er vom Verschwinden von Inez berichtete und die Verbindung zum ominösen Schuss in dunkler Nacht.
Da schwand die naseweiße Vorwitzigkeit aus dem Blick der olivgrünen Augen und bald glich Jules Mimik der des Seefahrers. Sie beide sprachen nicht aus, was mehr als deutlich war:
Hier war ein Mord geschehen... doch wo war die Leiche? Welcher Hundsfott war der Mörder - jener zumindest konnte sich von Gnade und derartigen Sperenzchen verabschieden! Tja und zuletzt der beißende, kribbelig panische Gedanke, ob der Täter vielleicht Blut geleckt und wieder zuschlagen würde?
Hier, im Hafen Rahals war die Societé, Jules zweite Familie, zu finden... naja, im Grunde auch irgendwie die erste Familie obendrein, denn die Lavals besuchten den Hafen öfter. Emilie wohnte dort, Jean, Muireall und sogar die kleine Niamh wohnten den Veranstaltungen der Societé logischerweise bei und selbst wenn sein Mädchen verdammtnochmal gut auf sich aufpassen konnte, war ein kaltblütiger Mörder eine Nummer zu groß für ihn, Yasccara oder überhaupt!
Der Kerl musste gefunden werden, der Kerl musste WEG!
Derartig düstere Gedanken malten düstere Schatten auf das sonst so muntere Sommersprossengesicht, als Jules Leran noch lange nachblickte, während dieser auf der weiteren Spurensuche vom Schatten der Hafenhütten bereits längst geschluckt worden war.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31790106/JulCSI.jpg[/img]
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
*falscher post*
Zuletzt geändert von Caraphinnor Dringol am Montag 17. Oktober 2016, 10:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Alguien Apuesto
Spät in der Nacht saß Al noch in der Niederlassung der Seesöldner und ging die bisherigen Notizen durch. Warum hatte er nur eine so verfluchte Sauklaue wenn er schrieb. Sogar Lu konnte besser und sauberer schreiben, obwohl sie sich deutlich weniger Mühe gab.
Langsam kam er zu einem Entschluss und nickte. Vor allem das Gespräch mit Jules hatte ihm noch etwas mehr Sicherheit gebracht und Lu und er waren sich einige. Jetzt musste nur noch ein Plan her, der die Sache unauffällig aber zufriedenstellen beendete. Niemand durfte ungestraft bleiben, wenn er sich an Freunden vergriff.
Mit einem leichten brummen nahm er die Kanne vom Herd und goss sich einen frischen Tee ein um dann ordentlich Rum hineinzukippen. Anschließend angelte er noch nach dem Ölfläschchen auf dem Regel, schnappte sich einen alten Lappen und einen Draht und setzte sich an den Tisch bevor er mit leisem Pfeifen anfing seine Pistole zu säubern. Nach und nach überprüfte er den Mechanismus, spannte und betätigte den Abzug und zielte gespielt auf das Bild an der Wand.
als er mit allem fertig war räumte er die Utensilien wieder weg und packte seinen Seesack. anschließend zog er sich um, griff sich seinen alten Hut vom Haken, schloss die Türe und drehte das Schild auf "vorrrrübergegangen verschlossen"
Spät nachts würde man ihn dann wohl mit einem grimmigen Gesichtsausdruck über den Pier und schnurstracks auf den blinden zulaufen sehen. "Hola, ich muss zu Lu auf die Insel und dann trinken wir bei ihr erstmal ordentlich einen und reden über einen Denkzettel" flüsterte er dem blinden Piraten nur zu und die beiden machten sich still daran mit dem Schiff abzulegen und den weiten Weg anzutreten.
Langsam kam er zu einem Entschluss und nickte. Vor allem das Gespräch mit Jules hatte ihm noch etwas mehr Sicherheit gebracht und Lu und er waren sich einige. Jetzt musste nur noch ein Plan her, der die Sache unauffällig aber zufriedenstellen beendete. Niemand durfte ungestraft bleiben, wenn er sich an Freunden vergriff.
Mit einem leichten brummen nahm er die Kanne vom Herd und goss sich einen frischen Tee ein um dann ordentlich Rum hineinzukippen. Anschließend angelte er noch nach dem Ölfläschchen auf dem Regel, schnappte sich einen alten Lappen und einen Draht und setzte sich an den Tisch bevor er mit leisem Pfeifen anfing seine Pistole zu säubern. Nach und nach überprüfte er den Mechanismus, spannte und betätigte den Abzug und zielte gespielt auf das Bild an der Wand.
als er mit allem fertig war räumte er die Utensilien wieder weg und packte seinen Seesack. anschließend zog er sich um, griff sich seinen alten Hut vom Haken, schloss die Türe und drehte das Schild auf "vorrrrübergegangen verschlossen"
Spät nachts würde man ihn dann wohl mit einem grimmigen Gesichtsausdruck über den Pier und schnurstracks auf den blinden zulaufen sehen. "Hola, ich muss zu Lu auf die Insel und dann trinken wir bei ihr erstmal ordentlich einen und reden über einen Denkzettel" flüsterte er dem blinden Piraten nur zu und die beiden machten sich still daran mit dem Schiff abzulegen und den weiten Weg anzutreten.
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Alguien Apuesto
Ein paar Tage später fassten sie während der Überfahrt einen Entschluss, doch zunächst mussten sie sich noch mit ein paar Freunden treffen um einen Plan auszuarbeiten. Der Herbst hatte die Tage merklich kürzer werden lassen und die Herbstwinde trugen häufig regenschwangere Wolken herbei welche vor allem die Abende in ein nasskaltes Schmuddelwetter verwandelten. Mürrisch stapfte Al durch den Regen. Natürlich hatten sie gelost als es darum ging wer bei dem Mistwetter zum Hospital stapfen sollte. In letzter Zeit hatte sie wirklich immer ein unverschämtes Glück. Brummelnd schlug er den Mantelkragen hoch und zog den Kopf noch tiefer zwischen die Schultern.
Als er am Hospital ankam brannte zunächst kein Licht, aber da ihm nicht in den Sinn kam, dass andere Leute, beziehungsweise im Hospital, vor allem Patienten schlafen könnten, zog er beherzt mehrmals an der Hausglocke. Als er bereits ungeduldig ein weiteres Mal nach der Bimmel greifen wollte, riss die Heilerin die Eingangstüre auf und spähte mit medizinisch, analytischem Blick nach draußen. Abwehrend hielt Al die Hände nach oben. „Abend, ich bin nicht verletzt und will auch nicht auf den Seziertisch oder zu nem Patienten, sondern zu Dir!“. Als sich der fachfrauliche Blick in ein erkennendes und erfreutes Lächeln verwandelte, atmete er innerlich durch. Er sollte vorsichtiger sein, am Ende wurde er noch durch ihren Arbeitseifer mit einem Patienten verwechselt.
Nach einem kurzen Wortwechsel schnappten sie sich ihren Stab, eine große Tasche und einen Umhang. Nach einem kurzen missmutigen Blick nach oben zum stürmischen Himmel traten die beiden ihren Weg durch das nächtliche Rahal an.
Als er am Hospital ankam brannte zunächst kein Licht, aber da ihm nicht in den Sinn kam, dass andere Leute, beziehungsweise im Hospital, vor allem Patienten schlafen könnten, zog er beherzt mehrmals an der Hausglocke. Als er bereits ungeduldig ein weiteres Mal nach der Bimmel greifen wollte, riss die Heilerin die Eingangstüre auf und spähte mit medizinisch, analytischem Blick nach draußen. Abwehrend hielt Al die Hände nach oben. „Abend, ich bin nicht verletzt und will auch nicht auf den Seziertisch oder zu nem Patienten, sondern zu Dir!“. Als sich der fachfrauliche Blick in ein erkennendes und erfreutes Lächeln verwandelte, atmete er innerlich durch. Er sollte vorsichtiger sein, am Ende wurde er noch durch ihren Arbeitseifer mit einem Patienten verwechselt.
Nach einem kurzen Wortwechsel schnappten sie sich ihren Stab, eine große Tasche und einen Umhang. Nach einem kurzen missmutigen Blick nach oben zum stürmischen Himmel traten die beiden ihren Weg durch das nächtliche Rahal an.