[Event] Die unbekannte Gefahr
- Lamentinu Celebren
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Da lagen sie nun, die beiden Ophidiane - der eine blau, offensichtlich an das Leben im Wasser angepasst, der andere ein gewöhnliches Wesen aus der Höhle. Nach einer groben, äußeren Begutachtung folgte eine Untersuchung mit Hilfe des Liedes.
Schnell kam eine schlummernde, magische Essenz zum Vorschein - überraschenderweise bei beiden Wesen! Ihr Kern war geschützt durch eine Hülle, doch sie erstreckte sich bis in Kopf und Gließmaßen. Um herauszufinden, was jene bewirkte, aktivierte Shalaryl ein kleines Ende am kleinen Finger des Wesens - und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Wie eine Kettenreaktion aktivierte sich die gesamte Essenz und mit einem Ruck stand zur Verblüffung der anwesenden Elfen das Wesen auf und griff sie an! Und Lamentinus Schlaflied interessierte es leider herzlich wenig...
Mit dem beherzten Wurf ihrer Haarbürste an den Kopf des Wesens konnte sie noch gerade verhindern, dass das Wesen Feuergeschosse aus seinem Dreizack auf Lun abfeuerte. Nachdem Shalaryl sich unter den Tisch gerettet hatte, zwang sie ihm eine Paralyse auf - doch konnte sie nicht lange gegen jene unbekannte Macht aufrecht erhalten. Schon machte es sich wieder auf den Weg gen Lun. In Ermanglung anderer Waffen griff Lamentinu zu ihrem Kräuterdolch, um ihn in jenem Moment, wo das Wesen erneut zum Feuern ansetzte, in dessen Richtung zu schleudern. Shalaryl hatte im selben Moment eine wirkungsvollere Abwehridee: Die Essenz vom Körper zu trennen und so jene Fernsteuerung zu unterbrechen. Das Ergebnis war, dass das Wesen zusammen mit seiner Essenz verpuffte. Reichlich verdattert blickten sich die vier Elfen an. Was zur Hölle war da geschehen?
Nach umfänglichen Sicherheitsvorkehrungen setzten sie die Untersuchung fort. Der verbliebene Ophidian wurde gefesselt, von seinem Stab befreit und Lamentinu holte sich erst einmal Rüstung und Bogen - man wusste ja nie, was da noch so passieren könnte. Schließlich machten sie sich daran, die Essenz inklusive dessen Schutzhülle in einen Kristall zu übertragen. Dort würde sie sich bedeutend besser untersuchen lassen - schließlich konnte ein Kristall schlecht aufstehen und einem nach dem Leben trachten. Die Operation war mühseelig, aber glückte. Erschöpft blickten sich die Elfen an, noch immer fassungslos über das, was da geschehen war. Welche Macht kontrollierte die Ophidiane? Was bezweckte sie? Und wen oder was kontrollierte sie noch alles? Woher kamen jene ans Wasser angepassten Ophidiane überhaupt? Viele, ungeklärte Fragen.
Während Gwanion eine Hexenstahlkiste schmiedete, in der sie den Kristall vorerst betteten, machte sie sich daran, äußerst vorsichtig den an ihrer Bürste noch haftenden Schleim in eine Phiole umzufüllen. Ein kleiner Löffel und ein Spatel leisteten ihr dabei gute Dienste.
In den nächsten Tagen würde man die Elfe vorwiegend irgendwo im Wald antreffen und Flöte spielen hören. Sie wollte sichergehen, dass jene Essenz nicht auch in den Waldbewohnern schlummerte. Und so machte sie sich daran, beim Pilzesammeln immer dann zur Flöte zu greifen, wenn ihr ein Tier von einer bislang noch nicht eingesammelten Art dabei über den Weg lief. Sie lockte sie mit dem Spiel ihrer Flöte und führte jene zum Ritualbaum, um die Tiere auf der Insel zu sammeln. Bald schon sah jene aus wie eine Arche Noah, als sich verschiedenartige Tiere aus verschiedensten Teilen des Waldes und sicherheitshalber auch der angrenzenden Wälder dort versammelten. Die Raubtiere sammelte sie separat am Fuße des Gemeinschaftsbaums der Waldelfen. Zudem schleppte sie Futtertröge herbei, auf dass jene dort keinen Hunger leiden müssten, damit sie bis zu ihrer Untersuchung an Ort und Stelle blieben. So würden die grünen Liedwirker recht bequem überprüfen könnten, ob die Tiere frei von jenen Essenzen waren.
Schnell kam eine schlummernde, magische Essenz zum Vorschein - überraschenderweise bei beiden Wesen! Ihr Kern war geschützt durch eine Hülle, doch sie erstreckte sich bis in Kopf und Gließmaßen. Um herauszufinden, was jene bewirkte, aktivierte Shalaryl ein kleines Ende am kleinen Finger des Wesens - und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Wie eine Kettenreaktion aktivierte sich die gesamte Essenz und mit einem Ruck stand zur Verblüffung der anwesenden Elfen das Wesen auf und griff sie an! Und Lamentinus Schlaflied interessierte es leider herzlich wenig...
Mit dem beherzten Wurf ihrer Haarbürste an den Kopf des Wesens konnte sie noch gerade verhindern, dass das Wesen Feuergeschosse aus seinem Dreizack auf Lun abfeuerte. Nachdem Shalaryl sich unter den Tisch gerettet hatte, zwang sie ihm eine Paralyse auf - doch konnte sie nicht lange gegen jene unbekannte Macht aufrecht erhalten. Schon machte es sich wieder auf den Weg gen Lun. In Ermanglung anderer Waffen griff Lamentinu zu ihrem Kräuterdolch, um ihn in jenem Moment, wo das Wesen erneut zum Feuern ansetzte, in dessen Richtung zu schleudern. Shalaryl hatte im selben Moment eine wirkungsvollere Abwehridee: Die Essenz vom Körper zu trennen und so jene Fernsteuerung zu unterbrechen. Das Ergebnis war, dass das Wesen zusammen mit seiner Essenz verpuffte. Reichlich verdattert blickten sich die vier Elfen an. Was zur Hölle war da geschehen?
Nach umfänglichen Sicherheitsvorkehrungen setzten sie die Untersuchung fort. Der verbliebene Ophidian wurde gefesselt, von seinem Stab befreit und Lamentinu holte sich erst einmal Rüstung und Bogen - man wusste ja nie, was da noch so passieren könnte. Schließlich machten sie sich daran, die Essenz inklusive dessen Schutzhülle in einen Kristall zu übertragen. Dort würde sie sich bedeutend besser untersuchen lassen - schließlich konnte ein Kristall schlecht aufstehen und einem nach dem Leben trachten. Die Operation war mühseelig, aber glückte. Erschöpft blickten sich die Elfen an, noch immer fassungslos über das, was da geschehen war. Welche Macht kontrollierte die Ophidiane? Was bezweckte sie? Und wen oder was kontrollierte sie noch alles? Woher kamen jene ans Wasser angepassten Ophidiane überhaupt? Viele, ungeklärte Fragen.
Während Gwanion eine Hexenstahlkiste schmiedete, in der sie den Kristall vorerst betteten, machte sie sich daran, äußerst vorsichtig den an ihrer Bürste noch haftenden Schleim in eine Phiole umzufüllen. Ein kleiner Löffel und ein Spatel leisteten ihr dabei gute Dienste.
In den nächsten Tagen würde man die Elfe vorwiegend irgendwo im Wald antreffen und Flöte spielen hören. Sie wollte sichergehen, dass jene Essenz nicht auch in den Waldbewohnern schlummerte. Und so machte sie sich daran, beim Pilzesammeln immer dann zur Flöte zu greifen, wenn ihr ein Tier von einer bislang noch nicht eingesammelten Art dabei über den Weg lief. Sie lockte sie mit dem Spiel ihrer Flöte und führte jene zum Ritualbaum, um die Tiere auf der Insel zu sammeln. Bald schon sah jene aus wie eine Arche Noah, als sich verschiedenartige Tiere aus verschiedensten Teilen des Waldes und sicherheitshalber auch der angrenzenden Wälder dort versammelten. Die Raubtiere sammelte sie separat am Fuße des Gemeinschaftsbaums der Waldelfen. Zudem schleppte sie Futtertröge herbei, auf dass jene dort keinen Hunger leiden müssten, damit sie bis zu ihrer Untersuchung an Ort und Stelle blieben. So würden die grünen Liedwirker recht bequem überprüfen könnten, ob die Tiere frei von jenen Essenzen waren.
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Gast
Mondläufe waren verstrichen und fast waren auch die letzten Eledhrim wieder gänzlich in ihren Alltag zurückgekehrt, als eine weiterreichende Untersuchung der fernsteuernden Essenz aus dem obduzierten Ophidianenkämpfer schwerwiegende Erkenntnisse mit sich brachte. Die bis dahin unbekannte Macht war stärker als befürchtet, griff nicht nur in das Bewusstsein der Ophidianen ein, sondern auch - wenn es keine Ophidianen in der Nähe gab - auf normale Waldtiere. Es oder viel mehr ER ließ sie verrückt spielen, aggressiv werden, Panik verspüren, sich kaum noch kontrollieren lassen. Und der Verdacht hatte sich neuerlich bestätigt, dass ER nach Selines Tod gierte. Sie wusste bereits davon, warnte die Eledhrim in einem Traum und ließ rückschließen, dass ER - ohne einen Namen ausgesprochen zu haben - genau der war, den Wenige der Eledhrim bereits befürchtet hatten. Im Anbetracht dieser Tatsache stand das alte Volk tatsächlich vor einem großen Problem.
Auf dem Weg in den Nebelwald zurück, am Ritualbaum vorbei, seufzte Nandôth schwer. ER war eines der wenigen Dinge, die nun absolut unpassend kamen, die vermutlich immer unpassend kommen würden. Es war anzunehmen, dass bei der Untersuchung des Kristalls nur ein Bruchteil der Stärke von IHM verspürt wurde und doch wäre die Aktion beinahe nach hinten losgegangen. Der Kristall war unerwartet explodiert, da hätte Nandôth sich nicht zwischen werfen können. Es war Elus Reflexen zu verdanken, dass aus der Gefahrensituation ein Federregen geworden war.
Als Nandôth an der Weide angekommen war, auf der die Malhelith und Erthrais grasten, erblickte er neuerlich den am Abend von Wölfen beinahe gerissenen Malheleth. Erst neigte der Nestor lediglich sein Haupt zum Gruß, dann streckte er den Arm etwas aus und hielt die Handfläche nach oben. Dabei sprach er ruhige Worte zum goldenen Pferd vor sich: "Mae govannen mellon-nîn! Wie geht es dir?" Er ließ sich Zeit, verharrte einfach entspannt an Ort und Stelle und wartete, bis das Tier auf ihn zu trat. Aufmerksam trafen sich das goldbraune und das azurblaue Augenpaar indessen und die Begrüßung wurde schließlich augenscheinlich vom Gegenüber erwidert, indem der schlanke Pferdekopf einen Moment lang abgesenkt wurde. "Du wurdest verletzt. Entschuldige, dass uns deine Gefahr nicht früher aufgefallen ist." In einer langsamen, berechenbaren Bewegung hob Nandôth den Arm an, drehte ihn und legte nach einem kurzen Innehalten seine flache Hand an den Kieferknochen des Tieres, was vertrauensvoll geduldet wurde. "Ich möchte dir helfen. Aber ich kann nicht versprechen, dass es schmerzfrei sein wird. Vertraust du mir?" Natürlich erhielt er keine Antwort, die er verstand. Doch der Malheleth schnaubte leicht und blieb ruhig stehen. So schenkte der ältere Edhel ihm ein warmes Lächeln und machte sich folglich daran, die Biss- und Kratzwunden, die ihm das Wolfsrudel zugefügt hatte, zu versorgen. Behutsam wurden sie gesäubert und vorsichtig mit einer Wundheilsalbe bestrichen. Von einem Verband sah er bei diesen Ausmaßen ab und streichelte einfach beruhigend etwas das goldene Fell, während er jede Wunde einzelnd behandelte. Bald eine gesamte Stunde verstrich noch in dieser Nacht, um das Vertrauen des edlen Tieres nicht durch Unruhen zu zerstören.
Erst danach betrat er wieder das Tal und kehrte Heim, um sich selbst zur Ruhe zu begeben. Die nächsten Tage würden voller Vorbereitungen sein. Das Volk musste bereit sein, wieder perfekt miteinander agieren und es mussten so viele Fragen noch beantwortet werden. Mit oder ohne den Bund? Wie sollte sich genau verteidigt werden? Was würde passieren, wenn das Tal nicht gehalten werden kann? Welcher Feind war zu erwarten? ... Als erfahrener Kämpfer und durchaus nicht mehr junger Edhel war es teils auch seine Aufgabe, das Ganze hier mit zu organisieren. Er hatte schon einmal größere Schlachten geschlagen, kannte einige Taktiken aus seiner Zeit als Maethor und galt durch sein Alter für viele junge Eledhrim als Vorbild und Ansprechpartner. Viel Verantwortung, die er aber nicht alleine trug und für heute galt es sich auszuruhen. Ab morgen würden dann die Vorbereitungen starten. Kein Alter und keine Erfahrung der Welt kommen gegen einen müden Geist an.
Auf dem Weg in den Nebelwald zurück, am Ritualbaum vorbei, seufzte Nandôth schwer. ER war eines der wenigen Dinge, die nun absolut unpassend kamen, die vermutlich immer unpassend kommen würden. Es war anzunehmen, dass bei der Untersuchung des Kristalls nur ein Bruchteil der Stärke von IHM verspürt wurde und doch wäre die Aktion beinahe nach hinten losgegangen. Der Kristall war unerwartet explodiert, da hätte Nandôth sich nicht zwischen werfen können. Es war Elus Reflexen zu verdanken, dass aus der Gefahrensituation ein Federregen geworden war.
Als Nandôth an der Weide angekommen war, auf der die Malhelith und Erthrais grasten, erblickte er neuerlich den am Abend von Wölfen beinahe gerissenen Malheleth. Erst neigte der Nestor lediglich sein Haupt zum Gruß, dann streckte er den Arm etwas aus und hielt die Handfläche nach oben. Dabei sprach er ruhige Worte zum goldenen Pferd vor sich: "Mae govannen mellon-nîn! Wie geht es dir?" Er ließ sich Zeit, verharrte einfach entspannt an Ort und Stelle und wartete, bis das Tier auf ihn zu trat. Aufmerksam trafen sich das goldbraune und das azurblaue Augenpaar indessen und die Begrüßung wurde schließlich augenscheinlich vom Gegenüber erwidert, indem der schlanke Pferdekopf einen Moment lang abgesenkt wurde. "Du wurdest verletzt. Entschuldige, dass uns deine Gefahr nicht früher aufgefallen ist." In einer langsamen, berechenbaren Bewegung hob Nandôth den Arm an, drehte ihn und legte nach einem kurzen Innehalten seine flache Hand an den Kieferknochen des Tieres, was vertrauensvoll geduldet wurde. "Ich möchte dir helfen. Aber ich kann nicht versprechen, dass es schmerzfrei sein wird. Vertraust du mir?" Natürlich erhielt er keine Antwort, die er verstand. Doch der Malheleth schnaubte leicht und blieb ruhig stehen. So schenkte der ältere Edhel ihm ein warmes Lächeln und machte sich folglich daran, die Biss- und Kratzwunden, die ihm das Wolfsrudel zugefügt hatte, zu versorgen. Behutsam wurden sie gesäubert und vorsichtig mit einer Wundheilsalbe bestrichen. Von einem Verband sah er bei diesen Ausmaßen ab und streichelte einfach beruhigend etwas das goldene Fell, während er jede Wunde einzelnd behandelte. Bald eine gesamte Stunde verstrich noch in dieser Nacht, um das Vertrauen des edlen Tieres nicht durch Unruhen zu zerstören.
Erst danach betrat er wieder das Tal und kehrte Heim, um sich selbst zur Ruhe zu begeben. Die nächsten Tage würden voller Vorbereitungen sein. Das Volk musste bereit sein, wieder perfekt miteinander agieren und es mussten so viele Fragen noch beantwortet werden. Mit oder ohne den Bund? Wie sollte sich genau verteidigt werden? Was würde passieren, wenn das Tal nicht gehalten werden kann? Welcher Feind war zu erwarten? ... Als erfahrener Kämpfer und durchaus nicht mehr junger Edhel war es teils auch seine Aufgabe, das Ganze hier mit zu organisieren. Er hatte schon einmal größere Schlachten geschlagen, kannte einige Taktiken aus seiner Zeit als Maethor und galt durch sein Alter für viele junge Eledhrim als Vorbild und Ansprechpartner. Viel Verantwortung, die er aber nicht alleine trug und für heute galt es sich auszuruhen. Ab morgen würden dann die Vorbereitungen starten. Kein Alter und keine Erfahrung der Welt kommen gegen einen müden Geist an.
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Faeniel en Giliath
Zart umspielte der Wind die Gestalt der jungen Elfe, während sie den Melodien der Sterne mit aufgestellten Ohrspitzen im Nebelwald lauschte. Regungslos verharrte sie dort gleich einer Marmorsäule, während der Windhauch ihre Ohrspitzen umspielte, diesmal war es eine liebevolle Berührung, die den sehr empfindlichen Ohrspitzen gut tat.
Unendlich viele Gedankengänge nach dem gestrigen besorgniserregenden Ereignissen und den noch kommenden, die nichts Gutes verhießen, schossen wie Blitze durch ihren Kopf. Pläne, deren Pro und Contra in einer geistigen Liste durchgegangen wurden, dann verworfen und neue in Erwägung gezogen wurden bis sie zu einem Entschluss kam. Gemeinsam mit den anderen ithryn würde es gelingen. Ein Plan um den Schwur, den sie und ihr Volk vor langer Zeit geleistet hatten, umzusetzen. Zum Schutz der Einen. Sie war bereit das am morgigen Tag mit ihren Brüdern und Schwestern zu besprechen.
N'i lû tôl, haucht sie leise noch dem Nebelwald zu, während sie lautlos auf die Ewige Stadt zuschreitet, um sich ihrer Meditation zu widmen.
Unendlich viele Gedankengänge nach dem gestrigen besorgniserregenden Ereignissen und den noch kommenden, die nichts Gutes verhießen, schossen wie Blitze durch ihren Kopf. Pläne, deren Pro und Contra in einer geistigen Liste durchgegangen wurden, dann verworfen und neue in Erwägung gezogen wurden bis sie zu einem Entschluss kam. Gemeinsam mit den anderen ithryn würde es gelingen. Ein Plan um den Schwur, den sie und ihr Volk vor langer Zeit geleistet hatten, umzusetzen. Zum Schutz der Einen. Sie war bereit das am morgigen Tag mit ihren Brüdern und Schwestern zu besprechen.
N'i lû tôl, haucht sie leise noch dem Nebelwald zu, während sie lautlos auf die Ewige Stadt zuschreitet, um sich ihrer Meditation zu widmen.
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Gast
Stunden um Stunden verbrachte er in der Bibliothek Ered Luins, in seinem Haus, wo er selbst ein ganzes Regal voll mit Büchern vorfand und es wurden gar noch Bücher aus den Privatbeständen der Eledhrim ausgeliehen. Zahlreiche Pergamente wurden in schwungvollen Lettern beschriftet und doch mochte es nicht so geordnet wirken, wie man es sonst von Nandôth gewohnt war. Dinge wurden durchgestrichen, mit Einkreisungen und Strichen verbunden, mit Pfeilen tauschten sie imaginär auf dem Pergament ihre Plätze und andere wiederum wurden durch Unterstreichungen hervorgehoben. Nebst sämtlichen Informationen über Drachen, fanden sich Stadtpläne Ered Luins auf Nandôths Schreibtisch ein und alte Lieder, wie Gedichte über längst vergangene Kämpfe wurden durchgelesen. Gelir Ancelliûl war nicht der letzte Name, über den er stolperte und all jene Kämpfe, deren Geschichten er als junger Maethor noch in sich aufgesogen hatte wie ein Schwamm, wurden wieder, mit neuem Wissen und aus neuen Perspektiven durchgelesen. Damals las Nandôth über einen Helden, über ein wahres Vorbild und nun las er über einen längst verstorbenen Helden, dem er nicht nacheifern wollte, sondern ihn neben sich wünschte. Gelir hatte IHM schon einmal gegenübergestanden und ihn mehr oder minder auch überlebt. Doch das letzte Mal, dass er ihn im Tal gesehen hatte, war ziemlich genau 26 Dekaden her. Begründeterweise, denn Gelir fiel damals im Jahr 0, erschlagen vom Panther höchst persönlich. Er würde nicht mehr helfen können.
Immer wieder huschte der azurblaue Blick von links nach rechts, überflog die bereits geschriebenen Zeilen und hielt dann in den auf verschiedensten Seiten aufgeschlagenen Büchern Ausschau nach weiterem Input. Das Einzige an ihm, was wohl hektisch wirken mochte. Es war kein akuter Zeitdruck im Sinne eines fixen Zeitrahmens, den er nicht überschreiten durfte und es war sicher auch kein Druck, den er von Seiten der anderen Eledhrim aufgehetzt bekam. Denn die Meisten von ihnen wussten nicht einmal, dass er so eifrig recherchierte und unzählige Stundenläufe in entsprechende Pläne steckte. Eigentlich eine ganz kurze Auszeit nehmen wollend, schwenkte der Blick zum Regal hoch, auf dem seit der Schlacht bei Menek'Ur unverändert noch das Schlachtenbanner der Eledhrim lag. Nachdenklich, etwas fragend senkten sich die weißen Brauen im blassgoldenen Gesicht ab und der Kopf legte sich schräg. Schlacht, Banner, Stärke, Truppe.. Truppe! Sofort richtete Nandôth sich auf und ging rüber zu Lamenitnu. Sie sollte Shalaryl und Lu´araiel informieren, nachdem sie miteinander geredet hatten. Die beste Theorie brachte nichts, wenn sie in der Praxis nicht umgesetzt werden konnte.
Immer wieder huschte der azurblaue Blick von links nach rechts, überflog die bereits geschriebenen Zeilen und hielt dann in den auf verschiedensten Seiten aufgeschlagenen Büchern Ausschau nach weiterem Input. Das Einzige an ihm, was wohl hektisch wirken mochte. Es war kein akuter Zeitdruck im Sinne eines fixen Zeitrahmens, den er nicht überschreiten durfte und es war sicher auch kein Druck, den er von Seiten der anderen Eledhrim aufgehetzt bekam. Denn die Meisten von ihnen wussten nicht einmal, dass er so eifrig recherchierte und unzählige Stundenläufe in entsprechende Pläne steckte. Eigentlich eine ganz kurze Auszeit nehmen wollend, schwenkte der Blick zum Regal hoch, auf dem seit der Schlacht bei Menek'Ur unverändert noch das Schlachtenbanner der Eledhrim lag. Nachdenklich, etwas fragend senkten sich die weißen Brauen im blassgoldenen Gesicht ab und der Kopf legte sich schräg. Schlacht, Banner, Stärke, Truppe.. Truppe! Sofort richtete Nandôth sich auf und ging rüber zu Lamenitnu. Sie sollte Shalaryl und Lu´araiel informieren, nachdem sie miteinander geredet hatten. Die beste Theorie brachte nichts, wenn sie in der Praxis nicht umgesetzt werden konnte.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 10. August 2016, 00:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Schwer ausatmend rieb Nandôth sich die Schläfen und lehnte sich an der Wand in seinem Rücken an. Wieder viel zu viele Stunden voll Diskussionen und Fragerunden. Zu viele Stunden davor schon, die für Informationsbeschaffungen, Kontaktknüpfungen, Warenorganisation und Planschmiedungen draufgegangen waren. Es begann an den Nerven des Nestors zu zehren. Die weiter betriebenen Übungen und Studien waren nur ein Teil der ganzen Verpflichtungen, denen er nebenher noch nachging. Er seufzte und schaute zu Nândariél auf, welche sich lächelnd vor ihn hockte. "Man nauthoch, Melethron? Kann ich dir irgend etwas Gutes tun?" "Für den Moment benötige ich nur Ruhe. Ich muss auf andere Gedanken kommen, sonst fahre ich fest. Aber kannst du für mich zu morgen den Stadtplan heraussuchen? Er müsste auf meinem Arbeitstisch liegen." "Welcher von den Beiden?" Nandôth stutzte. Dann erinnerte er sich wieder daran, dass er mitterweile auch den Küchentisch für seine Studien missbraucht hatte. "Einer der beiden. Wahrscheinlich aber der im Vorderbereich des Hauses. Mae oder in einem der Regale. Aber das ist eher unwahrscheinlich." Schmunzelnd schüttelte Nândariél den Kopf und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. "Ich werde ihn für dich finden. Ruhe jetzt, Nandôth. Morgen ist ein neuer Tag." Ein warmes Lächeln erwiderte die Zuversicht seiner Seelengefährtin schließlich, ehe sie auch schon weiter ihren eigenen Arbeiten nachging und ihn in seine Ruhe finden ließ. Den Stadtplan Ered Luins fand sie tatsächlich in dem Pergament- und Bücherwust auf den Tischen und legte ihn offensichtlich hin, sodass Nandôth ihn morgen finden würde, wenn er sich mit Gwador Fuinor treffen und beraten würde. Es waren nur noch wenige Aufgaben an sich, die zur Vorbereitung des Tals von Nöten waren, doch nicht nur Nandôths Perfektionismus nagte zunehmend an der Ausdauer aller Beteiligten. Es waren wichtige Überlegungen, Entscheidungen und Umsetzungen und am besten wurde alles gleich fertig. Es blieb zu hoffen, dass der 14. Ashatar etwas mehr Ruhe für die eifrigen Strategen bringen würde. Wenn alle Aufgaben verteilt und die Verbündeten eingewiesen waren, musste schließlich mehr oder weniger nur noch umgesetzt werden, was wochenlang geplant worden war. Das war kräftezehrend und forderte sicher auch noch einen guten Überblick, aber dann hatte jeder seinen kleinen Bereich, um den er sich mit voller Konzentration kümmern konnte. Einfacher, so hoffte Nândariél...
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Gast
Der Stadtplan war gefunden, bearbeitet, abgesegnet und mit den anderen Völkern besprochen worden. Ebenso war das Lazarett schnell innenarchitektonisch geplant und das Mobilar zum Bau in Auftrag gegeben worden. Während dieser Auftrag von Gwanion bearbeitet wurde, hatte Nandôth mit dem Kloster und dem Handelshaus Briefkontakt aufgenommen, um eine Begehung der Lazarette zu vereinbaren. Blieb nur zu hoffen, dass Shalaryl und die anderen Ithryn bis dahin ihren Teil der Vorbereitungen erledigt haben würden. Ansonsten war nun soweit alles unter Dach und Fach. Die Arbeiten liefen, die Aufgaben waren verteilt und seine eigenen Aufgaben hatte der Nestor fast abgearbeitet. Parallel blieb noch abzuwarten, wer nun nach Lu´araiels Rücktritt vom 3. Ratsposten nachrücken würde. Doch da war nicht viel mehr zu tun, als zu warten und so kümmerte Nandôth sich nicht weiter darum. Die Zeit würde es bringen.
Im Wald veränderte sich soweit nichts. Der Nebel blieb wie er bisher war, die Wachenzahl blieb wie gehabt und die Tiere gaben ebenso keine grob auffälligen Warnsignale an die Eledhrim. Also kein Grund zur Panik. ER wollte sie bestimmt nur auf die Folter spannen. Oder brauchte er vielleicht doch noch etwas Zeit? Wäre eine Offensive nicht vielleicht effektiv? Doch wo angreifen? Man kannte den Aufenthaltsort des Feindes nicht.. Mehrere Gedanken gingen dem ehemaligen Maethor noch durch den Kopf, wie es auch die Wochenläufe und Mondläufe zuvor gewesen war. Alles beim alten Wahnsinn im Nebelwald..
Im Wald veränderte sich soweit nichts. Der Nebel blieb wie er bisher war, die Wachenzahl blieb wie gehabt und die Tiere gaben ebenso keine grob auffälligen Warnsignale an die Eledhrim. Also kein Grund zur Panik. ER wollte sie bestimmt nur auf die Folter spannen. Oder brauchte er vielleicht doch noch etwas Zeit? Wäre eine Offensive nicht vielleicht effektiv? Doch wo angreifen? Man kannte den Aufenthaltsort des Feindes nicht.. Mehrere Gedanken gingen dem ehemaligen Maethor noch durch den Kopf, wie es auch die Wochenläufe und Mondläufe zuvor gewesen war. Alles beim alten Wahnsinn im Nebelwald..
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Gast
Er hatte gedacht, es sei alles geklärt, was die Nestyr anging und man könnte sich nun ruhigen Gewissens den Bauarbeiten widmen. Doch da meldete sich doch noch jemand aus dem Kalurenvolk und aufgrund der jüngsten Kommunikationsprobleme hatte er also zugestimmt, auch sie einzuweisen und ihr anzubieten, während der Schlacht behilflich zu sein. Am heutigen Abend hatte es nicht mehr geklappt. Sie verkündete über einen Eilboten, dass noch ein Kalure Interesse hätte und man dann lieber einen gemeinsamen Termin machen würde. Es kam Nandôth zugegeben günstig und so gönnte er sich einen Abend lang einmal Ruhe. Bei Nândariéls Harfenspiel und einer sternklaren Nacht über Ered Luin mühte er sich in seine Traumphase zu finden. Ein paar Stunden lang wollte er nicht aktiv über Schutz- und Vorbereitungsmaßnahmen, über Feindanalysen und Stadtumbauten nachdenken. Einen kurzen Moment wünschte er sich nichts sehnlicher, als eine erholsame Ruhe, um danach wieder mit neuer Kraft und einer klaren Sicht auf die ganzen Dinge schauen zu können. Und so driftete er tatsächlich irgendwann gedanklich ab, seine Ruhe findend und den Körper von all seinem Handlungsdrang lösend. Stunden vergingen so in absoluter Stille. Einzig die sanften Klänge der Harfe, die neben ihm gespielt wurde, durchdrangen noch leise die friedliche Nacht im Tal. Der Feind ließ sich weiterhin nicht blicken oder hören und so tappten Verteidiger, wie Helfer unverändert im Dunkeln, während es verräterisch 'hell' war. Die bekannte Ruhe vor dem Sturm wohl..
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Lharan Feyanthon
Die runden goldenen Augen des Elfen schweiften über die prachtvoll gen Himmel wachsenden Marmorbauten des Tals der Klänge. Gedankenverloren glitten die filigranen Hände über den ledernen Schuppenpanzer aus Wyrmhäuten, der sich eng an den Körper schmiegte und bei jeder Bewegung seines Körpers ein ächzendes Knirschen von sich gab.
Der Bitte seiner Gwathel Shalaryl folgend, hatte Lharan damit begonnen, acht Kommunikationskristalle für die Bündnisvölker zu formen. Die drohende Gefahr, die über Ered Luin wie ein Damoklesschwert hing, war förmlich zu spüren - ständig zuckten die spitzzulaufenden Ohren unter Eindrücken, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen waren.
Die Kristallzucht, die er von einigen Monaten in den Kellergewölben aufgezogen hatte, brachte nun erste kleine Kristalle hervor, die nun zum Einsatz kommen sollten. Die Kristalle, die nur unter Zufluss von reiner Primärenergien gediehen, stellten einen ausgezeichneten Melodienkorpus dar, um Klänge unverfälscht aufzunehmen und zu bewahren.
Einen Kommunikationskristall zu erschaffen, war in seiner grundlegenden Funktion nicht schwierig. Lharan verwendete dazu einige Liedkomponenten der Klangsteine, um einen Ton und das aufleuchten des Kristalls zu ermöglichen. Als weitaus schwieriger umzusetzen, stellte sich allerdings das Auslösen und die Energieversorgung des Kristalls dar. Die Melodie, die für das Auslösen des Kristalls sorgen sollte, wurde zwar durch die Begebenheit des Kristalls größtenteils bewahrt, ein zumindest teilweiser Abfluss von Energie konnte jedoch nicht vollständig unterbunden werden. Anders als bei den Klangsteinen, die sich durch die starke Präsenz des Liedes der Eluive im Tal der Klänge mehr oder minder selbst versorgten, müssten die Kommunikationskristalle wöchentlich durch einen Liedweber aufgeladen werden.
Lharan entschied sich bewusst dagegen, ein Melodienprisma in die Kommunikationskristalle einzuweben. Die Gefahr, dass einer der Kristalle in falsche Hände fallen könnte und damit Wissen über die Funktion der Klangsteine verraten könnte, erschien ihm als zu groß. Stattdessen verband er jeden Kommunikationskristall mit einem Liedstrang untereinander und mit einem zentralen Stein, der im Palast aufgebaut werden würde. Dies machte einen einzelnen Stein zwar anfälliger für externe Störungen aber gefährdete nicht das geheime Wissen um die Klangsteine der Elfen.
Die Truhe mit den acht Kommunikationssteinen und Instruktionen übergab Lharan am darauffolgenden Abend an Shalaryl.
Der Bitte seiner Gwathel Shalaryl folgend, hatte Lharan damit begonnen, acht Kommunikationskristalle für die Bündnisvölker zu formen. Die drohende Gefahr, die über Ered Luin wie ein Damoklesschwert hing, war förmlich zu spüren - ständig zuckten die spitzzulaufenden Ohren unter Eindrücken, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen waren.
Die Kristallzucht, die er von einigen Monaten in den Kellergewölben aufgezogen hatte, brachte nun erste kleine Kristalle hervor, die nun zum Einsatz kommen sollten. Die Kristalle, die nur unter Zufluss von reiner Primärenergien gediehen, stellten einen ausgezeichneten Melodienkorpus dar, um Klänge unverfälscht aufzunehmen und zu bewahren.
Einen Kommunikationskristall zu erschaffen, war in seiner grundlegenden Funktion nicht schwierig. Lharan verwendete dazu einige Liedkomponenten der Klangsteine, um einen Ton und das aufleuchten des Kristalls zu ermöglichen. Als weitaus schwieriger umzusetzen, stellte sich allerdings das Auslösen und die Energieversorgung des Kristalls dar. Die Melodie, die für das Auslösen des Kristalls sorgen sollte, wurde zwar durch die Begebenheit des Kristalls größtenteils bewahrt, ein zumindest teilweiser Abfluss von Energie konnte jedoch nicht vollständig unterbunden werden. Anders als bei den Klangsteinen, die sich durch die starke Präsenz des Liedes der Eluive im Tal der Klänge mehr oder minder selbst versorgten, müssten die Kommunikationskristalle wöchentlich durch einen Liedweber aufgeladen werden.
Lharan entschied sich bewusst dagegen, ein Melodienprisma in die Kommunikationskristalle einzuweben. Die Gefahr, dass einer der Kristalle in falsche Hände fallen könnte und damit Wissen über die Funktion der Klangsteine verraten könnte, erschien ihm als zu groß. Stattdessen verband er jeden Kommunikationskristall mit einem Liedstrang untereinander und mit einem zentralen Stein, der im Palast aufgebaut werden würde. Dies machte einen einzelnen Stein zwar anfälliger für externe Störungen aber gefährdete nicht das geheime Wissen um die Klangsteine der Elfen.
Die Truhe mit den acht Kommunikationssteinen und Instruktionen übergab Lharan am darauffolgenden Abend an Shalaryl.
Zuletzt geändert von Lharan Feyanthon am Dienstag 20. September 2016, 20:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Der Erzähler
Es zieht ein rauer Wind über den Nebelwald hinweg, die Brise kündigt allgemein den Winter an, der sich langsam nähert. Doch es ist erst herbstlich auf Gerimor. Kann das jetzt schon sein Fragen sich einige, aber es ist eindeutig zu spüren der Wind fegt über die Baumspitzen hinweg. Am Hafen wirkt das Meer unruhig, die Wellen werden höher, auch hier wirkt der Wind stärker aufbrausend. Es scheint ein Zeichen zu sein, ein Vorbote, der sich Ered Luin nähert. Ist es das wovon die Eledhrim ausgehen, ist die Zeit gekommen? Auf jeden Fall kann man sehen das sich etwas anbahnt, es wird nicht mehr lange dauern, bis sich etwas über Ered Luin hinweg fegt.
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Gast
Mit verengten Augen blickte er auf die wirbelnden Wellen hinunter, die gegen die Brandung nahe des Hafen seiner Heimat schlugen. Unnachgiebig wie unermüdlich schienen sie und ein Blick in die weitere Ferne zeigte, wie sich eine dunkle Wolkenwand am Horizont zusammenbraute. Achtlos peitschte der Herbstwind indessen das schneeweiße Haar und auch den Umhang des Nestors gegen dessen Leib. Einzig der metallene Teil seiner Rüstung blieb starr und ermöglichte es ihm dem Wind standzuhalten, der so hoch in den Bergen gegen ihn wetterte. Nachdenklich sinnierte Nandôth schon seit Stundenläufen über das gegenwärtige Wetter. Wieso jetzt auf einmal? Brach die Ruhe vor dem Sturm in sich zusammen? Ging er nun los, dieser Sturm? War es tatsächlich nicht nur eine alte Redensart? Immer mehr Fragen kamen ihm in den Sinn, ohne dass er spürbar nach Antworten rang. Er hatte es hingenommen, dass ER kommen würde und sie gewappnet sein mussten. Auf alles und jeden. Doch blieb es ein Reflex sich zu fragen, warum etwas so war, wie es eben war...
[img]http://image.prntscr.com/image/66640e8123814ff9923155ac970d3591.png[/img]
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Nachdem nun die meisten Vorbereitungen, bei denen sie sich nützlich machen konnte, abgeschlossen waren, begab sie sich in die Bibliothek. Durchforstete in den älteren Beständen, die ihr weniger gut geläufig waren, nach weiteren Hinweisen auf die Gefahr. Wer konnte dieser Drache sein? Was war sein Motiv? Vielleicht ließen sich Antworten finden. Selten war die Elfe in jenen Tagen in Ered gesehen, sie war geradezu im Archiv verschollen. Oder aber, wenn sie einen Band entdeckt hatte, den sie für vielversprechend hielt, konnte man sie auf ihrem Balkon antreffen, vertieft in die Schriften. Und so war es auch an diesem Abend. Einmal mehr hatte sie versäumt, ein Licht mit hinauszunehmen, als die Dämmerung hereinbrach, ihre Augen passten sich automatisch den veränderten Lichtbedingungen an. Sie unterbrach ihre Studien - etwas störte. Ihre Sinne wanderten auf die Umgebung und sie realisierte, dass sie sich zum X-ten Mal wohl die Haare aus dem Gesicht gestrichen haben musste, es war geradezu stürmisch geworden. Und auch die Seiten des alten Bandes musste sie eindeutig fester halten, damit der Wind nicht sein Spiel mit ihnen trieb. Ein wenig besorgt blickte sie durch die Dunkelheit über das Meer. Herbststürme in Ered Luin? Sonst war das Tal doch meist davon weitestgehend verschont. Nachdenklich blickte sie auf den unruhigen Wellengang. Kein Stern spiegelte sich dort, auch der Mond warf keine Straße - dunkle Wolken hatten den Himmel verdunkelt und selbst ihre Augen vermochten dies nicht vollständig auszugleichen. Sie mochte es nicht, wenn so die Zeichen ihres Schöpfers verborgen blieben. Vielleicht war es ein ungünstiges Omen. Mit Sicherheit ließ es sich nicht sagen. Aber was war schon sicher in dieser Zeit?
Sie riss sich aus den Gedanken und begab sich zurück in ihr Haus, entzündete ein Öllämpchen und setzte ihre Literaturstudien fort. Sollte sich noch irgendwo eine entscheidende Information in den alten Schriften verbergen, so wollte sie sie gefunden haben, bevor es zu spät war. Doch die Bibliothek war groß - es war ein Wettlauf mit der Zeit.
Sie riss sich aus den Gedanken und begab sich zurück in ihr Haus, entzündete ein Öllämpchen und setzte ihre Literaturstudien fort. Sollte sich noch irgendwo eine entscheidende Information in den alten Schriften verbergen, so wollte sie sie gefunden haben, bevor es zu spät war. Doch die Bibliothek war groß - es war ein Wettlauf mit der Zeit.
- Caraphinnor Dringol
- Beiträge: 464
- Registriert: Montag 15. August 2016, 18:07
Ruhig und entspannt saß Caraphinnor im Morgengrauen am Rande der Felsen und blickte über den Hafen hinweg zur aufgewühlten See. Wie so häufig war er hierhergekommen um zu meditieren und seinen Geist auf das nächste Werk einzustimmen. Doch an diesem Morgen war etwas anders, die Welt schien in Aufruhr und es lag eine Spannung in der Luft. Die dunklen Sturmwolken der Nacht brauchten trotz des unnachgiebigen Windes länger als gewöhnlich um vorüberzuziehen, so als würden sie über Ered Luin verweilen wollen.
Als die Sonne sich schließlich über den Horizont schob mühte sie sich sichtlich ihre warmen Strahlen zur Steilküste zu senden. Wohl lag es auch an der dunklen Sturmfront welche sich am Horizont aufbaute. Mit einem Mal schien es als wollten die Wolken vor Zorn aufflammen, stürmisches
blau mischte sich mit feurigem rot und gold der Sonnenstrahlen.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31841788/9196386_1_Fohnsturm_FN4.jpg[/img]
Überrascht blinzelte Caraphinnor und verlor die Konzentration, doch einen Moment später war es wieder eine Sturmfront welche von der aufgehenden Sonne an einem stürmischen Morgen erleuchtet wurde. Dennoch fühlte er, dass irgendetwas bevorstand.
Nachdenklich ging er in die Schmiede und feuerte die Esse an. Die Hitze und die tanzenden Flammen waren ihm schon oft ein guter Freund gewesen seit er den Weg des Rhaudan eingeschlagen hatte. Während die schwefeligen Kohlen nach und nach zu glühen begannen und von der zugeblasenen Luft angefacht wurden, kerte in seinem Verstand wieder Ruhe ein. Mit prüfendem Blick nahm er verschiedene Metallbarren zur Hand bis er spürte, dass er den richtigen gefunden hatte. Konzentriert begann er den Barren aufzuheizen und beobachtete wie die einzelnen Rottöne ineinander übergingen. Dunkles rot, dann flammendes rot organge ... Wie in Trance entnahm er den Barren mit der Zange und ließ den Hammer klingen. Stundenlang arbeitete er und erst das Zischen des Härtebades ließ ihn wieder zu sich kommen.
Vor ihm lag eine Klinge aus flammenden Pyrian, die Tonkruste welche den Klingenrücken vor zu hohen Temperaturen geschützt hatte, war teilweise bereits abgeplatzt und bildete ein dunkles Muster. Es erinnerte an Flammen und Trümmer. Nachdenklich betrachtete er die Klinge und fragte sich was dieses Werk wohl zu bedeuten hatte.
Als die Sonne sich schließlich über den Horizont schob mühte sie sich sichtlich ihre warmen Strahlen zur Steilküste zu senden. Wohl lag es auch an der dunklen Sturmfront welche sich am Horizont aufbaute. Mit einem Mal schien es als wollten die Wolken vor Zorn aufflammen, stürmisches
blau mischte sich mit feurigem rot und gold der Sonnenstrahlen.
[img]http://www2.pic-upload.de/img/31841788/9196386_1_Fohnsturm_FN4.jpg[/img]
Überrascht blinzelte Caraphinnor und verlor die Konzentration, doch einen Moment später war es wieder eine Sturmfront welche von der aufgehenden Sonne an einem stürmischen Morgen erleuchtet wurde. Dennoch fühlte er, dass irgendetwas bevorstand.
Nachdenklich ging er in die Schmiede und feuerte die Esse an. Die Hitze und die tanzenden Flammen waren ihm schon oft ein guter Freund gewesen seit er den Weg des Rhaudan eingeschlagen hatte. Während die schwefeligen Kohlen nach und nach zu glühen begannen und von der zugeblasenen Luft angefacht wurden, kerte in seinem Verstand wieder Ruhe ein. Mit prüfendem Blick nahm er verschiedene Metallbarren zur Hand bis er spürte, dass er den richtigen gefunden hatte. Konzentriert begann er den Barren aufzuheizen und beobachtete wie die einzelnen Rottöne ineinander übergingen. Dunkles rot, dann flammendes rot organge ... Wie in Trance entnahm er den Barren mit der Zange und ließ den Hammer klingen. Stundenlang arbeitete er und erst das Zischen des Härtebades ließ ihn wieder zu sich kommen.
Vor ihm lag eine Klinge aus flammenden Pyrian, die Tonkruste welche den Klingenrücken vor zu hohen Temperaturen geschützt hatte, war teilweise bereits abgeplatzt und bildete ein dunkles Muster. Es erinnerte an Flammen und Trümmer. Nachdenklich betrachtete er die Klinge und fragte sich was dieses Werk wohl zu bedeuten hatte.
Zuletzt geändert von Caraphinnor Dringol am Mittwoch 5. Oktober 2016, 19:00, insgesamt 3-mal geändert.
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Miw'Faervelin
In Gedanken versunken führten ihre nackten Füße sie am Berghang entlang, bis dieser Weg sein Ende fand und die himmelblauen Augen der Elfe sich auf das Meer und den Hafen legen konnten.
Der Wind, der nahezu an ihr zerrte, als wolle er sie mit sich nehmen und die Wellen die sich unnachgiebig an den natürlichen Barrieren brachen, ließen ein ungutes Gefühl in ihr aufkeimen.
Immer wieder musste sie eine der geflochtenen Strähnen aus ihrem Blickfeld streichen, damit ihr die Sicht auf das offene Meer und dem dunklen Himmel nicht genommen wurde. Einige Male musste sie in einem Anflug von Panik ihren Hut retten, der immer wieder vom Wind mit sich gerissen wurde - die Lösung in diesem Problem fand ihre rechte Hand, die einfach auf ihrem Hut gedrückt wurde.
Doch das war alles nebensächlich, wirklich relevant war dieses Gefühl in ihrer Magengegend, das beim Anblick des Meeres und mein Fühlen des aufbrausenden Windes, in ihr aufkam. Knapp zwei Mondläufe war sie nun wieder in ihrer Heimat und in dieser Zeit hatte sie von den Angriffen erfahren, es wurden Barrieren errichtet, Bündnisse wurden gestärkt und Treffen abgehalten.
Sie konnte sich nicht erklären, warum da dieses Gefühl in ihrem Inneren verharrte, wie eine böse Vorahnung, dass etwas passieren würde - vielleicht war sie auch einfach nur ein wenig panisch?
Eine Falte zog sich über ihre Stirn und mit einem heftigen Kopfschütteln wandte sie sich vom Anblick des Meeres ab, um ihren Blick zum Himmel empor zu richten - als würde sie eine Antwort erwarten.
Der Wind, der nahezu an ihr zerrte, als wolle er sie mit sich nehmen und die Wellen die sich unnachgiebig an den natürlichen Barrieren brachen, ließen ein ungutes Gefühl in ihr aufkeimen.
Immer wieder musste sie eine der geflochtenen Strähnen aus ihrem Blickfeld streichen, damit ihr die Sicht auf das offene Meer und dem dunklen Himmel nicht genommen wurde. Einige Male musste sie in einem Anflug von Panik ihren Hut retten, der immer wieder vom Wind mit sich gerissen wurde - die Lösung in diesem Problem fand ihre rechte Hand, die einfach auf ihrem Hut gedrückt wurde.
Doch das war alles nebensächlich, wirklich relevant war dieses Gefühl in ihrer Magengegend, das beim Anblick des Meeres und mein Fühlen des aufbrausenden Windes, in ihr aufkam. Knapp zwei Mondläufe war sie nun wieder in ihrer Heimat und in dieser Zeit hatte sie von den Angriffen erfahren, es wurden Barrieren errichtet, Bündnisse wurden gestärkt und Treffen abgehalten.
Sie konnte sich nicht erklären, warum da dieses Gefühl in ihrem Inneren verharrte, wie eine böse Vorahnung, dass etwas passieren würde - vielleicht war sie auch einfach nur ein wenig panisch?
Eine Falte zog sich über ihre Stirn und mit einem heftigen Kopfschütteln wandte sie sich vom Anblick des Meeres ab, um ihren Blick zum Himmel empor zu richten - als würde sie eine Antwort erwarten.
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Eona´sala´a´tan
Mit einem Ruck wurde sie aus ihrer Ruhe gerissen, das Herz schlug ihr bis zum Hals.
Den Blick suchend im Raum umhersehend fasste sie ihr Nebenan, in der Hängematte ins Auge.
Der Atem des Fenvar ging gleichmäßig, alles schien in Ordnung..
Und so kletterte sie hinaus, griff den Hasen am Fußboden und setzte Ihn ihrer statt in die Matte hinein.
Auch der grüne Bruder, den sie beim verlassen des Raumes, auf der anderen Seite in der seinen liegen sah, hatte eine tiefe Ruhe.
Kaum hörbare, dumpfe Abdrücke hinterließen die nackten grünen Füße auf dem Holzboden,
als sie sich hinab zum Balkon schlich und in die dunkle Nacht hinaussah.
Todesstille hing im nebeligen Wald, während nur der stetige Regen auf das Vordach prasselte,
und die wütend wirkende Brise die Bäume tanzen ließ.
Als würden die spitzen Ohren es kommen hören, lief ihr ein Schauer über den Rücken, der etwas vorraussah.
Der knackend, zerbarstene Blitz, der in einen der großen Bäume fuhr ließ sie zusammenzucken,
und auch einige der Rehe verließen laut fiepend die nahe Umgebung.
Eine ganze Zeit lang hallte der Donner des hinabfahrenden Leuchten nach,
als würden die Wolken Ihn zurückgeben und von neuem erklingen lassen.
Was war nur in letzter Zeit los?, dachte sie bei sich und wandte den Kopf in Richtung Küste.
Sie konnte die Wellen deutlich an die Felsen schlagen hören, sie rebellierten,
und wanden sich unter den peitschenden Hieben des Windes.
Als der nächste Blitz sich durch die Äste zu schlängeln schien,
sah der Nuya`tan danach dunkler und unheilvoller aus, als es ihr lieb war.
Mit den Händen umschlang sie ihre Arme und der silberne Blick verdunkelte sich sichtbar, das Unbehagen stand der Grünen im Gesicht.
Langsam zog sich das Wasser durch das Holz, und so standen die Lindilfüße bald im Regen des Ungewissen.
Nachdem sie noch weiter hinab gestiegen war, fest entschlossen die Holztür am Fuße des Baumhauses für die geliebten Freunde des Waldes offen zu lassen, fand sie bereits einige der Lairja vor jener. Ein paar Matten waren schließlich schnell ausgelegt.
Mit einer tiefen Denkerfalte auf der Stirn und automatischen Schritten die Treppe hinauf, machte sie es sich auf den Kissen im Wohnraum bequem.
Die Brüder würde sie ungern aus der Meditation reißen.
Doch Ruhe, dort wo draußen das Chaos herschte, fand sie nicht...
Zuletzt geändert von Eona´sala´a´tan am Donnerstag 6. Oktober 2016, 18:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Xen'draxol