So geschehen am 09. Cirmiasum 259
Es war wieder so ein Morgen, vor sich hin starrend saß Hakika in einem Haufen Stoff der durch die halbe Schneiderstube verteilt war. Sie wusste nicht wo sie anfangen sollte, was sie fertigen sollte ihr lernen verlief so frustrierend schleppend.
Diese Arbeit war was ihre Großmara schon immer arbeitete und was auch sie arbeiten sollte doch wo war der Sinn wo sie keinen Gefallen daran fand? Keine Freude? Wo der Sinn immer nur traurig vor sich herstarrend in der Werkstatt zu sitzen und nicht vorran kommen.
Sie versuchte viel wieder Motivation zu finden. Sie gab ihr Haus im Leuchtturm auf in der Hoffnung das sie sich so weniger vor ihrer Arbeit drücken würde aber auch zurück im Familienhaus wurde es nicht besser verkroch sie sich dann einfach dort den ganzen Tag über im Bett. Und die wenigen male die sie sich doch aufraffte endeten so wie jetzt.
Sitzen, starren und nicht wissend wohin mit sich selbst. Der Gedanke den Stoff den ganzen Tag über ihre Hände gleiten zu haben bis ihre Finger sich ganz rauh anfühlten, die vielen kleinen Stiche die in ihren Finger gingen wenn sie nicht ganz traf und das Gefühl eines dicken eingeschlafenen Hinterns am Abend nach der Arbeit vom ganzen rumsitzen am selben Fleck gaben ihr Magenschmerzen. Sie wollte einen Beruf bei dem man sich bewegt, bei dem man nicht den ganzen Tag kleinste Nähmuster nachfriemeln muss für die ihre Motorik einfach nicht geschaffen war.
Diesen Morgen blieb sie nicht bis zum Abend am selben Fleck sitzen, sie schaute sich die Werkstätten der anderen im Keller an. Vor allem Diyo's Bereich interessierte sie sehr. Ein Hammer schien ihr weit angenehmer in der Handhabung als eine kleine Nadel, und die Pickaxt erst. Klar, würde sie sich hier verletzen wie mit den Nähnadeln würde sie in diesem Fall sicher einen Hakim brauchen aber das störte sie in ihrer Träumerei nicht. Die Familie mit Salz und Erzen versorgen, später Dinge darauf für sie fertigen...Schmuck für die Cousinen!(und natürlich auch ein wenig für sich selbst....).
Sie war sich sicher das, sollte sie einen so traditionsreichen Beruf für ihre Zukunft wählen auch ihre Großmara damit einverstanden war und so entschloss sie sich die Veränderung anzustoßen immerhin war doch Familientreffen am Abend!
Und so kam es auch, nachdem das neue Oberhaupt des Rudels gewählt wurde, dazu das Hakika angehört wurde. Die Familie unterstützte sie zu ihrer Freude sofort mit ihrer Idee. Diyo bot ihr an mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie Auszubilden und der Rest der Familie war glücklich das Hakika so helfen wollte die Vorräte aufzufüllen anstatt sich selten blicken zu lassen.
Es war also entschieden und nun galt es sich erst einmal in die Theorie einzulesen ob der Fertigung von Dingen sowie dem Aufspüren von Erz und Salzadern. Wer weiß vielleicht wäre sie in den nächsten Wochen schon bereit das erste mal die Pickaxt in die Hand zu nehmen und das erlernte in die Praxis umzusetzen...