Verscheuchter Nebel und die Zukunft
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Viola Ser´Rhal
Verscheuchter Nebel und die Zukunft
„ Weißt du Darna. Wenn ich damals am Marktplatz von Varuna nicht vom Clan aufgesammelt worden wäre, sondern ich an dich geraten wäre … ich denke ich wäre heute genauso glücklich wie ich es heute bin.“
Das waren ihre Worte an Darna gewesen, nachdem sie Grimwould verlassen hatte, die letzten Worte die die beiden miteinander sprachen. Viola hatte sie aus dem Herzen heraus gesprochen und jedes einzelne von diesen Wörtern war bis auf den tiefsten Grund wahr. Danach hatte sie Darna nur einmal kurz gesehen, und dann waren sie gekommen, die Nacht, die Bilder, die Träume und der Ausgleich. Ausgleich, es war ein bitteres Wort für das, was an jener Nacht geschehen war. Leben waren verendet, auch wenn es Gejagte und Geächtete gewesen waren, die sich in den Wäldern versteckt hatten um ihr Leben mit Raub und Mord zu bestücken, so waren es doch lebende Seelen. Einige davon waren gestern Nacht gestorben und es war ihr Werk. Reue? Nein. Ruhe? Ja. Sie war so ruhig wie selten zuvor, als sie nun auf ihrem Bett saß und die Wand vor sich ansah. Darna war schon aus dem Schloss gegangen, doch Viola war es ganz Recht. Sie wollte ihr vorerst nicht unter die Augen treten, sie hatte selbst gespürt, wie tief diese ganze Angelegenheit gegangen war, wie Darna über sie dachte und was sie alles bereit gewesen war, aufzugeben. Sie hatte Darna wehgetan, dessen war sie sich fast bewusst und deswegen wollte und konnte sie ihr nun nicht unter die Augen treten, das würde sie tun wenn etwas Zeit verstrichen wäre, Zeit die sie beide nötig hatten.
„Genauso glücklich wie ich es heute bin …“ Glück. Sie empfand es nun wieder, seit diesem Abend in Grimwould. Sie hatte sich mit Sorgen und Ängsten erfüllt und Darna hatte sich derer angenommen und sie vertrieben, auch wenn am Ende ein Missverständnis entstand, welches schwer wog. Trotz allem fühlte sie sich ruhig und sogar gut, die Dinge waren geklärt und ihre Sicht war klar, klarer als so lange zuvor. Sie hatte die ganze letzte Nacht nicht geschlafen, war durch die Wälder gewandert, das Blut an den Händen und an der Rüstung, sowie im Gesicht. Sie hatte diese Zeit genutzt nachzudenken, über so vieles, und dann erst war sie zurückgekehrt. Sie wusste nicht wo Darna war, vielleicht tat sie gerade jetzt das Gleiche wie Viola, vielleicht auch nicht. Sie würde sich in den nächsten Tagen mehr Gedanken um ihre Beziehung zu der Ritterin machen, zu jener Frau die bereit gewesen war, sie wie eine Tochter zu sich zu nehmen und für sie zu sorgen.
Sie sah Darna in einem anderen Licht, und vielleicht war gerade dies ein weiterer Grund, wieso sie lächelte. Der Nebel lichtete sich immer mehr und der Pfad lag wieder vor ihr, jetzt galt es ihn weiter zu bestreiten, und diesesmal würde sie nicht unsicher stehen bleiben.
Das waren ihre Worte an Darna gewesen, nachdem sie Grimwould verlassen hatte, die letzten Worte die die beiden miteinander sprachen. Viola hatte sie aus dem Herzen heraus gesprochen und jedes einzelne von diesen Wörtern war bis auf den tiefsten Grund wahr. Danach hatte sie Darna nur einmal kurz gesehen, und dann waren sie gekommen, die Nacht, die Bilder, die Träume und der Ausgleich. Ausgleich, es war ein bitteres Wort für das, was an jener Nacht geschehen war. Leben waren verendet, auch wenn es Gejagte und Geächtete gewesen waren, die sich in den Wäldern versteckt hatten um ihr Leben mit Raub und Mord zu bestücken, so waren es doch lebende Seelen. Einige davon waren gestern Nacht gestorben und es war ihr Werk. Reue? Nein. Ruhe? Ja. Sie war so ruhig wie selten zuvor, als sie nun auf ihrem Bett saß und die Wand vor sich ansah. Darna war schon aus dem Schloss gegangen, doch Viola war es ganz Recht. Sie wollte ihr vorerst nicht unter die Augen treten, sie hatte selbst gespürt, wie tief diese ganze Angelegenheit gegangen war, wie Darna über sie dachte und was sie alles bereit gewesen war, aufzugeben. Sie hatte Darna wehgetan, dessen war sie sich fast bewusst und deswegen wollte und konnte sie ihr nun nicht unter die Augen treten, das würde sie tun wenn etwas Zeit verstrichen wäre, Zeit die sie beide nötig hatten.
„Genauso glücklich wie ich es heute bin …“ Glück. Sie empfand es nun wieder, seit diesem Abend in Grimwould. Sie hatte sich mit Sorgen und Ängsten erfüllt und Darna hatte sich derer angenommen und sie vertrieben, auch wenn am Ende ein Missverständnis entstand, welches schwer wog. Trotz allem fühlte sie sich ruhig und sogar gut, die Dinge waren geklärt und ihre Sicht war klar, klarer als so lange zuvor. Sie hatte die ganze letzte Nacht nicht geschlafen, war durch die Wälder gewandert, das Blut an den Händen und an der Rüstung, sowie im Gesicht. Sie hatte diese Zeit genutzt nachzudenken, über so vieles, und dann erst war sie zurückgekehrt. Sie wusste nicht wo Darna war, vielleicht tat sie gerade jetzt das Gleiche wie Viola, vielleicht auch nicht. Sie würde sich in den nächsten Tagen mehr Gedanken um ihre Beziehung zu der Ritterin machen, zu jener Frau die bereit gewesen war, sie wie eine Tochter zu sich zu nehmen und für sie zu sorgen.
Sie sah Darna in einem anderen Licht, und vielleicht war gerade dies ein weiterer Grund, wieso sie lächelte. Der Nebel lichtete sich immer mehr und der Pfad lag wieder vor ihr, jetzt galt es ihn weiter zu bestreiten, und diesesmal würde sie nicht unsicher stehen bleiben.
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Viola Ser´Rhal
Chaos, vielleicht konnte man die letzten Tage mit diesen Worten am Besten beschreiben. Erst dieses seltsame Tor mit diesen Bestien, dann ihre eigene Gefühlswelt und am Ende war dann da noch Darna. Sie hatten sich im Schlosshof getroffen, geredet, doch es war mehr Oberflächlich, nichts was sich in die Tiefe gewagt hätte, die zwischen den beiden so sehr klaffte. Darna war es schließlich gewesen, die diesen Punkt angesprochen hatte, die einlud, zu reden und die Viola mit vor die Stadt nahm.
Sie führte sie zu einem kleinen, beschaulichen und lauschigen Örtchen, ein kleiner Wasserfall aus den Bergen gab sein Wasser in die unteren Ebenen hinab und die beiden saßen vor einem kleinen teich und redeten, nun, vielmehr redete erst Darna. Viola hörte ihr zu, lauschte ihren Worten, den Dingen sie sie bewegt haben mussten, seit sie beide Grimwould verlassen, und sich dann auch getrennt hatten. Darnas Worte waren geprägt von tiefer Ehrlichkeit, keine Floskeln, kein Herumgerede und auch wenn sie Stellenweise geschmerzt hatten, so stimmten sie doch alle. Viola hatte ihr die Antwort gegeben, ihre Sicht genannt und auch das Ergebnis ihrer langen Überlegungen. Sie hatte Darna gesagt was sie empfand, dass Darna sich gut um sie gekümmert hatte, wie eine Mutter und dass sie für Viola niemand war, der sie versuchte vom Clan und ihren Eltern zu nehmen, sondern eher etwas Ergänzendes darstellte, was ihr das Leben in Varuna mehr als nur schöner machte. Sie hatte soviel von Darna gelernt, wohl am Ende mehr als es der jungen Ritterin bewusst gewesen war, und sie war immer für Viola da.
Darna war still gewesen, lange hatte sie geschwiegen, ehe sie Viola sagte, dass sie auch an sich denken müsse, und diese Rolle, wie sie sich damals entwickelte, nicht aushalten konnte, ohne am Ende daran zu zerbrechen.
Zerbrechen … war es nicht das gewesen, wovor sie tatsächlich solche Angst gehabt hatte? Dass sie Darna wehgetan hatte? Die junge Ritterin verbog sich für sie und am Ende hatte sie dies alles noch verschlimmert, so dachte sie jedenfalls. Doch wieder lehrte sie Darna etwas anderes. Sie schien Viola nicht Böse, denn, wie sie sagte, auch sie lernte und gewann aus dieser Beziehung, die die beiden pflegten.
Viola hatte lange über dieses Gespräch nachgedacht, dass bis in die Nacht hinein ging und sie musste sich eingestehen, dass sie sich glücklich fühlte. Alles schien sich langsam einzupendeln, es wurde alles wieder „normal“, so weit es ging. Der morgige Tag lag vor ihr, jener Tag an dem das Portal erstürmt werden sollte. Sie würde dort sein, sie würde Darna beiseite stehen.
Sie führte sie zu einem kleinen, beschaulichen und lauschigen Örtchen, ein kleiner Wasserfall aus den Bergen gab sein Wasser in die unteren Ebenen hinab und die beiden saßen vor einem kleinen teich und redeten, nun, vielmehr redete erst Darna. Viola hörte ihr zu, lauschte ihren Worten, den Dingen sie sie bewegt haben mussten, seit sie beide Grimwould verlassen, und sich dann auch getrennt hatten. Darnas Worte waren geprägt von tiefer Ehrlichkeit, keine Floskeln, kein Herumgerede und auch wenn sie Stellenweise geschmerzt hatten, so stimmten sie doch alle. Viola hatte ihr die Antwort gegeben, ihre Sicht genannt und auch das Ergebnis ihrer langen Überlegungen. Sie hatte Darna gesagt was sie empfand, dass Darna sich gut um sie gekümmert hatte, wie eine Mutter und dass sie für Viola niemand war, der sie versuchte vom Clan und ihren Eltern zu nehmen, sondern eher etwas Ergänzendes darstellte, was ihr das Leben in Varuna mehr als nur schöner machte. Sie hatte soviel von Darna gelernt, wohl am Ende mehr als es der jungen Ritterin bewusst gewesen war, und sie war immer für Viola da.
Darna war still gewesen, lange hatte sie geschwiegen, ehe sie Viola sagte, dass sie auch an sich denken müsse, und diese Rolle, wie sie sich damals entwickelte, nicht aushalten konnte, ohne am Ende daran zu zerbrechen.
Zerbrechen … war es nicht das gewesen, wovor sie tatsächlich solche Angst gehabt hatte? Dass sie Darna wehgetan hatte? Die junge Ritterin verbog sich für sie und am Ende hatte sie dies alles noch verschlimmert, so dachte sie jedenfalls. Doch wieder lehrte sie Darna etwas anderes. Sie schien Viola nicht Böse, denn, wie sie sagte, auch sie lernte und gewann aus dieser Beziehung, die die beiden pflegten.
Viola hatte lange über dieses Gespräch nachgedacht, dass bis in die Nacht hinein ging und sie musste sich eingestehen, dass sie sich glücklich fühlte. Alles schien sich langsam einzupendeln, es wurde alles wieder „normal“, so weit es ging. Der morgige Tag lag vor ihr, jener Tag an dem das Portal erstürmt werden sollte. Sie würde dort sein, sie würde Darna beiseite stehen.
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Viola Ser´Rhal
Der morgige Tag war gekommen und er war sehr schmerzvoll geendet, und doch war sie zufrieden mit sich. Sie hatten das Portal betreten, hatten sich durch die Gewölbe, in die sie gebracht wurden, gekämpft und hatten einige Unheimliche Dinge gesehen. All die Zeit hatte sich Viola in der Nähe des Clans und Darna aufgehalten, war bei ihnen geblieben, hatte ihre tödlichen Pfeile auf die Gegner abgefeuert. Kurz bevor sie an ihrem Ziel angekommen waren, hörte sie auf einmal Falk laut brüllen, „MONSTER, überall Monster!“ und er begann auf alle möglichen Leute einzuhieben. Was bei den Ahnen war nur in ihn gefahren? Sie rannte auf ihn zu, sprach ihn an, fragte was los sei und an die nächsten Momente konnte sie sich nur verschwommen erinnern. Mit einemmal wurde sie von einem wuchtigen Schlag von den Beinen gerissen, es war ein Schlag von Falks Nordmannklinge. Er brüllte etwas, aber die Worte kamen nur verschwommen an ihr Ohr, vor ihren Augen verschwamm kurzzeitig alles, sie sah nur wie einige Leute Falk zurückzerrten, welcher dann letztendlich selbst einen Schritt zurücktrat und von jemanden zurückgehalten wurde … war es der Knappe Llastobhar?
Langsam kehrte die Realität wieder zurück, gab ihre Sinne frei und auch einen kurzen Schmerz. Doch ihr Körper schien auf eine Art und Weise abzuschalten. Sie konnte sich mühelos aufrichten und ohne Probleme weiterlaufen, immer der Masse nach, welche sich ihrem Ziel näherte. Sie bemerkte das Blut nicht, dass an ihrer Rüstung hinablief, sie nahm den Schmerz nicht im Geringsten war.
Es war alles gekommen, als es sich dem Ende zugeneigt hatte. Die Streiterei der Elfen und Zwergen in den Gewölben war vorbei und als dieses begann einzustürzen, machten sie sich schnellsten auf den Weg hinaus aus diesem unterirdischen Gefängnis. Als sie sich langsam wieder auf der Oberfläche einfand, und die frische, angenehme Luft einatmete, schien es als ob ihr Körper einen schützenden Umhang von sich geworfen hatte und ein ruckartiger, stechender Schmerz machte sich an ihrer rechten Seite breit. Sie blickte hinab und nun erst erkannte sie die Stelle unter dem Kilt, die sich bereits dunkelrot gefärbt hatte. Nun tat jeder Schritt weh, als ob sich etwas in das Fleisch drückte und der Gang in das Schloss tat sich schwer. Der Clan machte sich zusammen mit den anderen auf nach Nilzadan um die Steine zu zerstören, doch Viola war auf der Suche nach Angelina, sie brauchte jemand der sich dieser Wunde annahm, und sie hatte sich sagen lassen, die Heilerin sei im Schloss. In der Kapelle in den Gärten, konnte sie dann eine Stimme vernehmen, und sie sah Darna, wie sie, wie so oft, dort betete. Viola hatte abgewartet, wollte sie dabei nicht stören, doch irgendwann überwiegten die Schmerzen und sie machte auf sich aufmerksam. Darna schien in heller Aufruhr, sah Viola besorgt an und führte sie umgehen in ihr Quartier, wo sie die Wunde notdürftig abdeckte und dann nach Angelina sah, welche auch erschien und sich um Violas Wunde kümmerte.
Als sie nun da lag, völlig ruhig und entspannt. Lächelte sie, wie so oft in den Tagen. Der heutige Tag war von Erfolg gekrönt gewesen und sie hatte einen Bestandteil dazu beigetragen, da nahm sie die Schmerzen auch in Kauf. Es tat gut wieder zusammen mit dem Clan zu fechten, und es tat genauso gut, nun hier zu liegen und innerlich tat es ihr auch gut dass sie gesehen hatte, dass sich Darna ehrliche Sorgen gemacht hatte um sie. Sie fühlte sich gut, sie fühlte sich ruhig und wenn sie heute Nacht nicht gerade auf der Seite schlief, würde sie sicher auch verdammt lange schlafen.
Langsam kehrte die Realität wieder zurück, gab ihre Sinne frei und auch einen kurzen Schmerz. Doch ihr Körper schien auf eine Art und Weise abzuschalten. Sie konnte sich mühelos aufrichten und ohne Probleme weiterlaufen, immer der Masse nach, welche sich ihrem Ziel näherte. Sie bemerkte das Blut nicht, dass an ihrer Rüstung hinablief, sie nahm den Schmerz nicht im Geringsten war.
Es war alles gekommen, als es sich dem Ende zugeneigt hatte. Die Streiterei der Elfen und Zwergen in den Gewölben war vorbei und als dieses begann einzustürzen, machten sie sich schnellsten auf den Weg hinaus aus diesem unterirdischen Gefängnis. Als sie sich langsam wieder auf der Oberfläche einfand, und die frische, angenehme Luft einatmete, schien es als ob ihr Körper einen schützenden Umhang von sich geworfen hatte und ein ruckartiger, stechender Schmerz machte sich an ihrer rechten Seite breit. Sie blickte hinab und nun erst erkannte sie die Stelle unter dem Kilt, die sich bereits dunkelrot gefärbt hatte. Nun tat jeder Schritt weh, als ob sich etwas in das Fleisch drückte und der Gang in das Schloss tat sich schwer. Der Clan machte sich zusammen mit den anderen auf nach Nilzadan um die Steine zu zerstören, doch Viola war auf der Suche nach Angelina, sie brauchte jemand der sich dieser Wunde annahm, und sie hatte sich sagen lassen, die Heilerin sei im Schloss. In der Kapelle in den Gärten, konnte sie dann eine Stimme vernehmen, und sie sah Darna, wie sie, wie so oft, dort betete. Viola hatte abgewartet, wollte sie dabei nicht stören, doch irgendwann überwiegten die Schmerzen und sie machte auf sich aufmerksam. Darna schien in heller Aufruhr, sah Viola besorgt an und führte sie umgehen in ihr Quartier, wo sie die Wunde notdürftig abdeckte und dann nach Angelina sah, welche auch erschien und sich um Violas Wunde kümmerte.
Als sie nun da lag, völlig ruhig und entspannt. Lächelte sie, wie so oft in den Tagen. Der heutige Tag war von Erfolg gekrönt gewesen und sie hatte einen Bestandteil dazu beigetragen, da nahm sie die Schmerzen auch in Kauf. Es tat gut wieder zusammen mit dem Clan zu fechten, und es tat genauso gut, nun hier zu liegen und innerlich tat es ihr auch gut dass sie gesehen hatte, dass sich Darna ehrliche Sorgen gemacht hatte um sie. Sie fühlte sich gut, sie fühlte sich ruhig und wenn sie heute Nacht nicht gerade auf der Seite schlief, würde sie sicher auch verdammt lange schlafen.
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Viola Ser´Rhal
Sie war endlich wieder im Schloss und riss sich die Kleider vom Leib. Raus aus dieser Städterkleidung, aber schnellstens. Sie atmete aus und grinste über beide Ohren. Innerlich war sie doch gerade froh dass Darna nicht hier war und sie auch allgemein alleine in den Quartieren war, splitternackt wie sie dastand. Natürlich, die Schneiderin hatte ihr Werk sehr gut verstanden und die Kleider waren mehr als gut gewesen, doch sie hasste die enge Stadtkleidung, diese festen Hemden und Hosen und es war fast eine Wohltat, als sie in den gemütlichen Stammeskilt stieg und ihn sich anzog. Der gemütliche Stoff schmiegte sich an ihre Haut und zufrieden machte sie sich auf in die Sitzecke der Quartiere, wo sie sich in einen der Sessel setzte und die Beine hoch legte. Sie war zufrieden mit sich, mehr als das, sie war stolz. Sie hatte soeben einen Auftrag des Jarl erledigt und ihm die Ergebnisse zugesandt. Eisenwart, sie sollte diese Burgmenschen beobachten, sie ausspionieren und sich ein Bild der Lage machen. Natürlich war es gut verlaufen, auch wenn Viola sich manchmal zusammenreißen musste, nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen die nicht sehr Stadtüblich waren. Jene Eisenwartler schienen keine schlechten Ziele zu verfolgen, im Gegenteil, sie machten einen friedlichen Eindruck auf Viola, trotz dem manche von ihnen Alatar huldigten. Vielleicht waren es solche Menschen, die erkannt hatten, dass der Frieden und die Ruhe einem jeden Kampf vorzuziehen waren? Sie würde es spätestens dann wissen, wenn der Jarl seine entsprechenden Schritte einleiten würde und mit den Bewohnern der Burg reden würde, und das würde er, dessen war sie sich sicher.
Während sie auf ihrem Auftrag unterwegs gewesen war, hatte sie wieder jenes alte Gefühl aufkeimen gespürt, eine gewisse Sehnsucht nach alten Zeiten. Und doch war sie recht froh, als sie in dem gemütlichen Sessel der Schlosstube saß. Derzeit war sie mehr als zufrieden mit sich selbst und ihrer Situation, etwas, was lange nicht mehr eingetreten war. Sie schloss die Augen entspannt, lehnte sich gänzlich zurück und gab sich diesem ruhigen und sicheren Gefühl hin. Vor ihrem inneren Auge tauchten viele Gesichter auf, Falk, Leif, Freia, Argos, Caillean, Erinna, Hailey, Aurian, Sven, Fuchs, alles Menschen die sie eine Weile nicht gesehen hatte. Wie es ihnen wohl ging? Was sie wohl gerade taten und dachten? Ob sie Viola auch vermissten? So viele Fragen die ihr durch den Kopf gingen und doch hing keine Sorge dahinter, sie wusste seit geraumer Zeit endlich wo ihr Platz war und bis diese Entscheidung sich endgültig festigen würde, würde sie die Zeit genießen.
(ooc: Es darf, wenn man will, drauf geantwortet werden, wer immer Lust hat ;))
Während sie auf ihrem Auftrag unterwegs gewesen war, hatte sie wieder jenes alte Gefühl aufkeimen gespürt, eine gewisse Sehnsucht nach alten Zeiten. Und doch war sie recht froh, als sie in dem gemütlichen Sessel der Schlosstube saß. Derzeit war sie mehr als zufrieden mit sich selbst und ihrer Situation, etwas, was lange nicht mehr eingetreten war. Sie schloss die Augen entspannt, lehnte sich gänzlich zurück und gab sich diesem ruhigen und sicheren Gefühl hin. Vor ihrem inneren Auge tauchten viele Gesichter auf, Falk, Leif, Freia, Argos, Caillean, Erinna, Hailey, Aurian, Sven, Fuchs, alles Menschen die sie eine Weile nicht gesehen hatte. Wie es ihnen wohl ging? Was sie wohl gerade taten und dachten? Ob sie Viola auch vermissten? So viele Fragen die ihr durch den Kopf gingen und doch hing keine Sorge dahinter, sie wusste seit geraumer Zeit endlich wo ihr Platz war und bis diese Entscheidung sich endgültig festigen würde, würde sie die Zeit genießen.
(ooc: Es darf, wenn man will, drauf geantwortet werden, wer immer Lust hat ;))
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Darna von Hohenfels
Sie stand schon viel zu lange in diesem kalten, brackigen Wasser - so lange, daß ihre Beine anfingen, zu verfaulen. Ratten kamen und nagten an ihr, oben schob irgendjemand an ihr, der sie da rausholen wollte, während um sie herum die ganze Stadt ein riesiger Scheiterhaufen war, brannte, sie inmitten der Hitze...
Es waren völlig wirre Traumbilder, aus denen Darna aufschreckte. Lange konnte sie nicht geschlafen haben, die Wadenwickel waren noch immer feucht und kalt. Oder hatte sie den letzten Wechsel verschlafen?
Ihr Arm war eingeschlafen, und als sie ihn bewegen wollte, merkte sie, daß etwas schweres darauf lag und ihn unten hielt.
Viola.
Daher kam diese gerade furchtbare Wärme, leise ächzte sie, als sie sich daran erinnerte, was Viola in ihrem Bett zu suchen hatte. Eigentlich nichts. Doch sie brauchte sichtlich die Nähe, fühlte sich in diesen Stunden vermutlich weit jünger noch als dreizehn.
Ein Tag, an dem der Fluch ruhte und der jungen Frau die wahre Gestalt zurückgab - die eines gerade erst langsam erwachsen werdenden Kindes... leise seufzte die Ritterin.
"Ich fühle mich, als hätte ich für sie... ein Nest gebaut... und stelle dann fest, ihr Vater glaubt, ich würde ihm sein Kind wegnehmen, stelle fest, es... wird leer bleiben."
"Lenkt Euch ab, füllt die Leere anders - ich weiß, es tut weh."
"Und wenn ich je feststelle, daß du nicht mich als Lehrer brauchst, sondern ein Zuhause und deine Familie, dann denke nicht, daß ich dir wehtun will, wenn ich dich nach Grimwould schicke, Viola - ich kann dir nicht länger das geben, was ich dir in den letzten Wochen gegeben habe."
Morgen. Morgen früh. Es war sicher noch dunkel, und auch, wenn sie meinte, sich etwas besser zu fühlen, machte es keinen Sinn, jetzt etwas zu ändern, doch die Entscheidung war gefallen.
Am Morgen, als sie beide wach waren und die nötigsten Dinge erledigt, sprach Darna ihre Anweisung so klar, deutlich und freundlich wie möglich aus:
"Du brauchst heute dein Zuhause und deine Familie, Viola. Ich möchte deswegen, daß du nach dem Frühstück aufbrichst und nach Grimwould gehst. Und grüß Leif von mir."
Es waren völlig wirre Traumbilder, aus denen Darna aufschreckte. Lange konnte sie nicht geschlafen haben, die Wadenwickel waren noch immer feucht und kalt. Oder hatte sie den letzten Wechsel verschlafen?
Ihr Arm war eingeschlafen, und als sie ihn bewegen wollte, merkte sie, daß etwas schweres darauf lag und ihn unten hielt.
Viola.
Daher kam diese gerade furchtbare Wärme, leise ächzte sie, als sie sich daran erinnerte, was Viola in ihrem Bett zu suchen hatte. Eigentlich nichts. Doch sie brauchte sichtlich die Nähe, fühlte sich in diesen Stunden vermutlich weit jünger noch als dreizehn.
Ein Tag, an dem der Fluch ruhte und der jungen Frau die wahre Gestalt zurückgab - die eines gerade erst langsam erwachsen werdenden Kindes... leise seufzte die Ritterin.
"Ich fühle mich, als hätte ich für sie... ein Nest gebaut... und stelle dann fest, ihr Vater glaubt, ich würde ihm sein Kind wegnehmen, stelle fest, es... wird leer bleiben."
"Lenkt Euch ab, füllt die Leere anders - ich weiß, es tut weh."
"Und wenn ich je feststelle, daß du nicht mich als Lehrer brauchst, sondern ein Zuhause und deine Familie, dann denke nicht, daß ich dir wehtun will, wenn ich dich nach Grimwould schicke, Viola - ich kann dir nicht länger das geben, was ich dir in den letzten Wochen gegeben habe."
Morgen. Morgen früh. Es war sicher noch dunkel, und auch, wenn sie meinte, sich etwas besser zu fühlen, machte es keinen Sinn, jetzt etwas zu ändern, doch die Entscheidung war gefallen.
Am Morgen, als sie beide wach waren und die nötigsten Dinge erledigt, sprach Darna ihre Anweisung so klar, deutlich und freundlich wie möglich aus:
"Du brauchst heute dein Zuhause und deine Familie, Viola. Ich möchte deswegen, daß du nach dem Frühstück aufbrichst und nach Grimwould gehst. Und grüß Leif von mir."
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Viola Ser´Rhal
Sie schlich durch die Gänge des Schlosses, zielstrebig in das obere Stockwerk. Es war helllichter Tag und die meisten Bewohner des Schlosses gingen ihrer Arbeit nach. Eileen und der Graf waren gerade nicht im Schloss und so hatte sich Viola mit einem kleinen Bündel unterm Arm hinaufgeschlichen, zielstrebig auf Eileens zugehend. Sie sah sich verstohlen um, klopfte prüfend an die Tür und als keine Antwort kam, drückte sie die Tür vorsichtig auf und trat hinein. Da stand sie nun, alleine inmitten des Zimmers der Verlobten des Grafen. Verflucht, wenn jetzt eine Bedienstete hineinkommen würde, würde sie in arge Erklärungsnot kommen, doch eigentlich waren sie schon fertig mit ihrer Arbeit. Nur flüchtig ließ sie den Blick schweifen, das Zimmer an sich interessierte Viola nicht wirklich, es ging sie nicht an was hier alles stand und aufgehoben war, nein ihre Aufmerksamkeit galt etwas Anderem und das stand recht groß an einer der Wände; ein Spiegel. Kurz kam sie sich etwas blöde vor, wegen einem Spiegel in Eileens Zimmer einzusteigen, doch ihr Quartier hatte nur einen kleinen Handspiegel vorzuweisen und sie brauchte nun einen etwas größeren und der stand genau vor ihr.
Sie warf das Bündel unter ihrem Arm auf den Boden und begann sich zu entkleiden. Wenn JETZT jemand reinkam war sie erst recht erledigt, ein wenig nervös war sie schon. Nackt stand sie nun vor dem Spiegel und bevor sie nach dem Bündel auf dem Boden griff, ließ sie einen kurzen, ungenierten Blick über ihren Körper streifen und nickte zufrieden. Dann zog sie aus dem Bündel einige Stoffkleider hervor und betrachtete sie sorgsam. Fein, in edlem Blau. Genau zugeschnitten und edel, züchtig und ansehnlich, das pure Gegenteil ihrer Clanskleidung. Sie schlüpfte in die lederne Hose, welche fest aber nicht zu eng an ihrer Haut ansaß und griff dann nach einem Tuch. Sie sah kurz in den Spiegelbild, betrachtete ihre eigenen brüste, ehe sie jene nun mithilfe des Tuches hinabdrückte und um den Rücken band, es hatte lange gedauert bis sie es so hinbekam, dass ihre weiblichen Rundungen sehr unterdrückt wurden und auch nicht mehr so direkt ersichtlich waren. Das Tuch hielt und sie zog sich das feine Hemd und das Doublet darüber, kein Drücken, kein Schmerzen, nicht so wie in den ersten Tagen als sie es geübt hatte. Dann schlüpften ihre Füße in das feste Schuhwerk und ihre Finger griffen nach einem kleinen Gefäß, welches sich ebenfalls in dem Bündel befand. Eine Creme war es, wie lange es gedauert hatte so etwas aufzutreiben und einen Alchimisten zu finden der bereit war ihr ein solches herzustellen. Sie verrieb sie leicht zwischen ihren Fingern und dann im Gesicht, trug eine dünne Schicht auf ihrer Haut auf, welche sie zierlicher aussehen ließ, die rauen Stellen überdeckte und sich wie eine zweite Haut über sie legte. Sie schüttelte das wilde, lange schwarze Haar aus. Mittlerweile ging es ihr bis in den Rücken hinab, fast bis zum Hintern. Sehr mühsam und langsam begann sie es neu zu flechten, zu einem Zopf zu binden, während die Creme sich festigte. Dann griff sie zielstrebig zum letzten Teil im Bündel, einem Hut, hellblau. Sie setzte ihn auf, schloss die Augen und sah sich dann ihr Spiegelbild an. Ihre Augen sahen dort etwas anderes, etwas Ungewohntes, etwas was nicht Vertraut war und doch, es war sie. Darna hatte es ihr gesagt. Sie hatte ihr gesagt, dass man diese Seite an sich auch akzeptieren und tragen konnte, sie nicht verdammen musste. Und dann lächelte sie, die schmalen Lippen, das nun zierliche Gesicht, wie eine Städterin. Als sie dieses Outfit das erste mal getragen hatte, um die Eisenwarts auszuspionieren, hatte sie mit Abscheu ihr Ebenbild betrachtet, sich fast dafür geschämt aber dafür gab es nie einen Grund, das war auch eine Seite in ihr; die Städterin. Sie war immer da gewesen, sie war nie eine Tiefländerin gewesen, sie war nur im Herzen wie sie, genau wie sie im Herzen immer noch ein Stadtkind war. Beide Seiten teilten sich ihr Dasein, die eine Stärker, die andere Weniger und sie musste sagen, es gefiel ihr was sie sah. Natürlich sie würde so niemals länger herumlaufen können, dafür war ihr das Alles hier doch zu unbequem und zu eng aber einen Abend, vielleicht wenn es die Gelegenheit wieder verlangte, würde sie ohne Scham und ohne schlechtes Gefühl so wandeln können, denn dies war eine Stärke, beide Seiten in sich zu akzeptieren.
Sie verdrehte die Augen und musste immer wieder hell lachen, wohl auch lauter als sie gewollt hatte. Wenn Falk, Leif oder die anderen sie so sehen würden, hätten sie Viola sicher für verrückt erklärt und sie hätte ihnen wohl sogar Grinsend zugestimmt. Sie verbrachte noch eine ganze Weile vor dem Spiegel betrachtete sich nachdenklich, ehe sie sich wieder umzog und sich raus schlich.
Es schien sie keiner bemerkt zu haben, jedenfalls war sie sich da recht sicher.
Sie warf das Bündel unter ihrem Arm auf den Boden und begann sich zu entkleiden. Wenn JETZT jemand reinkam war sie erst recht erledigt, ein wenig nervös war sie schon. Nackt stand sie nun vor dem Spiegel und bevor sie nach dem Bündel auf dem Boden griff, ließ sie einen kurzen, ungenierten Blick über ihren Körper streifen und nickte zufrieden. Dann zog sie aus dem Bündel einige Stoffkleider hervor und betrachtete sie sorgsam. Fein, in edlem Blau. Genau zugeschnitten und edel, züchtig und ansehnlich, das pure Gegenteil ihrer Clanskleidung. Sie schlüpfte in die lederne Hose, welche fest aber nicht zu eng an ihrer Haut ansaß und griff dann nach einem Tuch. Sie sah kurz in den Spiegelbild, betrachtete ihre eigenen brüste, ehe sie jene nun mithilfe des Tuches hinabdrückte und um den Rücken band, es hatte lange gedauert bis sie es so hinbekam, dass ihre weiblichen Rundungen sehr unterdrückt wurden und auch nicht mehr so direkt ersichtlich waren. Das Tuch hielt und sie zog sich das feine Hemd und das Doublet darüber, kein Drücken, kein Schmerzen, nicht so wie in den ersten Tagen als sie es geübt hatte. Dann schlüpften ihre Füße in das feste Schuhwerk und ihre Finger griffen nach einem kleinen Gefäß, welches sich ebenfalls in dem Bündel befand. Eine Creme war es, wie lange es gedauert hatte so etwas aufzutreiben und einen Alchimisten zu finden der bereit war ihr ein solches herzustellen. Sie verrieb sie leicht zwischen ihren Fingern und dann im Gesicht, trug eine dünne Schicht auf ihrer Haut auf, welche sie zierlicher aussehen ließ, die rauen Stellen überdeckte und sich wie eine zweite Haut über sie legte. Sie schüttelte das wilde, lange schwarze Haar aus. Mittlerweile ging es ihr bis in den Rücken hinab, fast bis zum Hintern. Sehr mühsam und langsam begann sie es neu zu flechten, zu einem Zopf zu binden, während die Creme sich festigte. Dann griff sie zielstrebig zum letzten Teil im Bündel, einem Hut, hellblau. Sie setzte ihn auf, schloss die Augen und sah sich dann ihr Spiegelbild an. Ihre Augen sahen dort etwas anderes, etwas Ungewohntes, etwas was nicht Vertraut war und doch, es war sie. Darna hatte es ihr gesagt. Sie hatte ihr gesagt, dass man diese Seite an sich auch akzeptieren und tragen konnte, sie nicht verdammen musste. Und dann lächelte sie, die schmalen Lippen, das nun zierliche Gesicht, wie eine Städterin. Als sie dieses Outfit das erste mal getragen hatte, um die Eisenwarts auszuspionieren, hatte sie mit Abscheu ihr Ebenbild betrachtet, sich fast dafür geschämt aber dafür gab es nie einen Grund, das war auch eine Seite in ihr; die Städterin. Sie war immer da gewesen, sie war nie eine Tiefländerin gewesen, sie war nur im Herzen wie sie, genau wie sie im Herzen immer noch ein Stadtkind war. Beide Seiten teilten sich ihr Dasein, die eine Stärker, die andere Weniger und sie musste sagen, es gefiel ihr was sie sah. Natürlich sie würde so niemals länger herumlaufen können, dafür war ihr das Alles hier doch zu unbequem und zu eng aber einen Abend, vielleicht wenn es die Gelegenheit wieder verlangte, würde sie ohne Scham und ohne schlechtes Gefühl so wandeln können, denn dies war eine Stärke, beide Seiten in sich zu akzeptieren.
Sie verdrehte die Augen und musste immer wieder hell lachen, wohl auch lauter als sie gewollt hatte. Wenn Falk, Leif oder die anderen sie so sehen würden, hätten sie Viola sicher für verrückt erklärt und sie hätte ihnen wohl sogar Grinsend zugestimmt. Sie verbrachte noch eine ganze Weile vor dem Spiegel betrachtete sich nachdenklich, ehe sie sich wieder umzog und sich raus schlich.
Es schien sie keiner bemerkt zu haben, jedenfalls war sie sich da recht sicher.
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Viola Ser´Rhal
Sie rannte aus dem Raum. Viola sah ihr nach, war daran getan, Darna hinterher zu laufen, doch sie schüttelte den Kopf. Nein sie würde ihr nicht folgen, sie würde sie alleine lassen. Sie hatte Darna heute von einer Seite erlebt, die Viola niemals gesehen hatte. Sicherlich, sie hatte die Ritterin bereits gereizt und angespannt gesehen, doch hatte sie es noch nie erlebt, dass sie so laut geworden war, dass sie so … wütend wurde, beinahe gehässig. Es hatte Viola sogar etwas erschrocken und in diesem Moment wollte sie Darna nicht folgen, sie wollte einfach nicht. Kurz hatte sie noch mit Eileen gesprochen, doch dann war sie in ihr Quartier gegangen.
„Sie war so anders … so als ob … "
„Wir alle tragen irgendwie unsere Masken, und manchmal lassen wir sie fallen. Du solltest das am Besten wissen … du trägst doch so viele mit dir.“
Sie blinzelte. Tat sie das? Sie ging in sich, dachte nach und griff dann in ihren Nachtschrank, zog einen Handspiegel hervor und betrachtete ihr Spiegelbild. Das Gesicht einer jungen Frau sah sie an, doch es war mehr als das, und sie erkannte dann die Wahrheit in ihren eigenen Worten. Wer kannte schon dieses Gesicht, was Viola da betrachtete? Wer kannte es in seiner Gesamtheit?
Das Gesicht des jungen, vorsichtigen Mädchen dass noch viel lernen musste, dass unsicher in die Welt sah und Schutz bedarf. Das war das Gesicht, welches Darna von ihr kannte, welches sie zu sehen bekam. Doch sie wusste nichts von jenem Hass auf die Götter, auf Temora, auf Alatar. Ihren dringlichsten Wunsch sie alle zu vernichten und eine Welt zu schaffen, die fernab eines jeden göttlichen Wesens war. Dies war die Seite die Falk kannte, die Seite der Kämpferin die im Notfall die Zähne zusammenbeißen konnte und gleichermaßen ihre Wut gegen diese Götter richtete, er hatte diesem Hass sogar einen Namen gegeben. Doch auch er kannte nicht das Gesamtbild, die Seite der jüngeren Schwester, die sich nach der Nähe der Clansschwester und Freunden sehnte und sie nur zu selten bekam. Dies war die Seite, die Erinna erkannte und schätzte. Und dann war da noch die Seite der jungen Frau in ihr, die liebte und sich sorgte, und zwar um ein Wesen; Fuchs. Ihm gegenüber zeigte sie Gefühle und Nähe, wie sie sie zu keinem anderen offenbarte. Er war jemand, für den sie bereit war zu Morden … ja und das war die letzte Seite, die sie alle nicht kannten. Die Seite der eiskalten Mörderin. Sie hatte bereits gemordet, ohne Gefühle, ohne Regung. Sie konnte es, sie konnte jegliches Mitleid verlieren, wenn es ihrer Sache diente, wenn es den Weg für sie ebnete. Dannw ar sie bereit so zu sein wie früher, gefühlslos und kalt.
Diese Seiten, sie alle waren verborgen hinter Masken und nicht jedem wurde diese Maske entlüftet. Alle ihre Freunde, alle Menschen die sie liebte und mochte, zeigte sie die Seiten, die ihr Charakter lüften wollte. Sie hatte nie wirklich darüber nachgedacht, hatte es nichtmal bewusst getan und doch; es gab niemanden der ihr Gesicht als Ganzes sah, der wirklich alle Facetten ihrer Persönlichkeit kannte.
„Sie hebt auch nicht jede Maske für dich an. Denn oftmals, wollen wir das, was darunter verborgen ist, vor anderen bewahren.“
Sie nickte. Sie war nicht anders. Niemand war anders.
„Wir alle haben unsere Masken“
„Sie war so anders … so als ob … "
„Wir alle tragen irgendwie unsere Masken, und manchmal lassen wir sie fallen. Du solltest das am Besten wissen … du trägst doch so viele mit dir.“
Sie blinzelte. Tat sie das? Sie ging in sich, dachte nach und griff dann in ihren Nachtschrank, zog einen Handspiegel hervor und betrachtete ihr Spiegelbild. Das Gesicht einer jungen Frau sah sie an, doch es war mehr als das, und sie erkannte dann die Wahrheit in ihren eigenen Worten. Wer kannte schon dieses Gesicht, was Viola da betrachtete? Wer kannte es in seiner Gesamtheit?
Das Gesicht des jungen, vorsichtigen Mädchen dass noch viel lernen musste, dass unsicher in die Welt sah und Schutz bedarf. Das war das Gesicht, welches Darna von ihr kannte, welches sie zu sehen bekam. Doch sie wusste nichts von jenem Hass auf die Götter, auf Temora, auf Alatar. Ihren dringlichsten Wunsch sie alle zu vernichten und eine Welt zu schaffen, die fernab eines jeden göttlichen Wesens war. Dies war die Seite die Falk kannte, die Seite der Kämpferin die im Notfall die Zähne zusammenbeißen konnte und gleichermaßen ihre Wut gegen diese Götter richtete, er hatte diesem Hass sogar einen Namen gegeben. Doch auch er kannte nicht das Gesamtbild, die Seite der jüngeren Schwester, die sich nach der Nähe der Clansschwester und Freunden sehnte und sie nur zu selten bekam. Dies war die Seite, die Erinna erkannte und schätzte. Und dann war da noch die Seite der jungen Frau in ihr, die liebte und sich sorgte, und zwar um ein Wesen; Fuchs. Ihm gegenüber zeigte sie Gefühle und Nähe, wie sie sie zu keinem anderen offenbarte. Er war jemand, für den sie bereit war zu Morden … ja und das war die letzte Seite, die sie alle nicht kannten. Die Seite der eiskalten Mörderin. Sie hatte bereits gemordet, ohne Gefühle, ohne Regung. Sie konnte es, sie konnte jegliches Mitleid verlieren, wenn es ihrer Sache diente, wenn es den Weg für sie ebnete. Dannw ar sie bereit so zu sein wie früher, gefühlslos und kalt.
Diese Seiten, sie alle waren verborgen hinter Masken und nicht jedem wurde diese Maske entlüftet. Alle ihre Freunde, alle Menschen die sie liebte und mochte, zeigte sie die Seiten, die ihr Charakter lüften wollte. Sie hatte nie wirklich darüber nachgedacht, hatte es nichtmal bewusst getan und doch; es gab niemanden der ihr Gesicht als Ganzes sah, der wirklich alle Facetten ihrer Persönlichkeit kannte.
„Sie hebt auch nicht jede Maske für dich an. Denn oftmals, wollen wir das, was darunter verborgen ist, vor anderen bewahren.“
Sie nickte. Sie war nicht anders. Niemand war anders.
„Wir alle haben unsere Masken“
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Viola Ser´Rhal
Der Abendhimmel war getränkt in eine blutrote Färbung als die Sonne am Firmament in der Ferne versank und den Weg für die Dämmerung aufbereitete. Das Schloss zu Varuna lag bereits in dieser nahenden Dämmerung, nur hoch oben auf den Aussichtsposten, in den Zinnen des Schlosses konnte man dieses wunderbare Spektakel erkennen. Der Wind wehte das lange, offene Haar von Viola verspielt umher, ließ es ihr stellenweise in das Gesicht wehen und bildete ansonsten einen kleinen Teppich aus Haaren, der sich hinter ihrem Rücken dem Spiel des Windes hingab. Sie hatte diesen Platz hier oben erst seit kurzer Zeit für sich entdeckt und immer wenn sie wusste, dass keine Wachen hier waren, kletterte sie hier herauf und genoss den Ausblick. Ob Darna, Eileen oder der Graf von dieser wundervollen Aussicht wussten? Irgendwie bezweifelte sie es ohne wirklich zu wissen, wieso.
Hier oben gab sie sich alten Gefühlen, alten Erinnerungen hin, welche sich mit den jetzigen Empfindungen verbanden und ein seltsames aber doch angenehmes Gefühl schafften, ein Gefühl von Zeitlosigkeit. Vor ihren Augen huschten Bilder, Geräusche und Emotionen entlang und jedem Einzelnen gab sie sich hin, ging darauf ein und genoss es. Gefühle wie Heimweh, Glückseeligkeit, Zugehörigkeitsgefühle, Neugier und Unsicherheit traten ihr entgegen, zeigten ihr schöne wie auch weniger schöne Momente auf und doch, sie alle gehörten zu ihr, prägten sie und machten aus ihr Viola.
Ruhig blickte sie in die Ferne und sie legte den Kopf schief. Viola. Es fehlte etwas. Sicher, das Hinrah. Sie war die Tochter von Leif und damit eine Hinrah. Doch unter den Städtern war sie nicht Viola Hinrah, sondern man nannte sie dort bei etwas anderem. Frau Ser’Rhal. Ser’Rhal. Dieser Name ließ sie wieder in sich horchen. Ein Name der ihr anhaftete und doch gestorben war, nicht mehr lebte und doch an Richtigkeit hatte. Ihre Eltern, ihre leiblichen Eltern hatten diesen Namen getragen, jene Menschen die nichts als Verachtung und Hass für sie übrig hatten, jene Menschen die sie nicht gewollt hatten und dann, als nichts mehr war, sie fortgejagt hatten. Jene Menschen die sie alleine für ihr Leid verantwortlich gemacht hatten. Es war schon seltsam, all die Jahre hatte sie nicht mehr an sie gedacht, sie vergessen und sie abgetan, doch nun schien es, als ob die Vergangenheit sich ihr wieder eröffnen wurde. Es hatte mit dem Treffen mit ihrer Schwester begonnen und es ging weiter, dass sie Darna einen teil ihrer Vergangenheit offenbaren wollte, den nur die Tiefländer kannten. Und mit dieser Offenbarung, die völlig frei von ihr selbst kommen würde, würde auch er wieder ins Spiel kommen, sie würde alles noch einmal durchleben, aber diesesmal als ein Beobachter, ein Beobachter der lernen würde und auch mehr sehen würde, als er damals sah. Es würden wieder die Bilder von Falk hochkommen, wie er vor ihr stand, mit Blut besudelt und sie zitternd und frierend. Seine langen, starrenden Blicke die sich in ihre Seele brannten. Jene Blicke für die sie ihn töten wollte, lange Zeit danach noch. Sie liebte Falk, er war ihr Anführer und wie ein zweiter Vater neben Leif und doch, ein Teil in Violas hasste ihn für damals, wollte ihn umbringen und Schmerzen zufügen. Sie erschrak nicht ob solcher Gedanken, sie waren Teil von ihr und sie beherrschten sie nicht, sie waren da und sie gaben ihr vielleicht auch oft die Kraft, Falk verbal entgegenzutreten oder ihm die Stirn zu bieten, wenn sie es denn für nötig hielt.
Sie blickte nun auf die letzten verschwindenden Reste der Sonne. Die Vergangenheit würde sich nicht wiederholen, sie würde sich nur wieder zeigen. Sie wusste dass dies nötig war, sie wusste dass dies der letzte Schritt war um abzuschließen und endlich in eine Richtung zu gehen, die sich ihr vollkommen offenbarte. In vielerlei Hinsicht war dies der Teil den ihr Körper schon abgeschlossen hatte, Erwachsen zu werden.
Hier oben gab sie sich alten Gefühlen, alten Erinnerungen hin, welche sich mit den jetzigen Empfindungen verbanden und ein seltsames aber doch angenehmes Gefühl schafften, ein Gefühl von Zeitlosigkeit. Vor ihren Augen huschten Bilder, Geräusche und Emotionen entlang und jedem Einzelnen gab sie sich hin, ging darauf ein und genoss es. Gefühle wie Heimweh, Glückseeligkeit, Zugehörigkeitsgefühle, Neugier und Unsicherheit traten ihr entgegen, zeigten ihr schöne wie auch weniger schöne Momente auf und doch, sie alle gehörten zu ihr, prägten sie und machten aus ihr Viola.
Ruhig blickte sie in die Ferne und sie legte den Kopf schief. Viola. Es fehlte etwas. Sicher, das Hinrah. Sie war die Tochter von Leif und damit eine Hinrah. Doch unter den Städtern war sie nicht Viola Hinrah, sondern man nannte sie dort bei etwas anderem. Frau Ser’Rhal. Ser’Rhal. Dieser Name ließ sie wieder in sich horchen. Ein Name der ihr anhaftete und doch gestorben war, nicht mehr lebte und doch an Richtigkeit hatte. Ihre Eltern, ihre leiblichen Eltern hatten diesen Namen getragen, jene Menschen die nichts als Verachtung und Hass für sie übrig hatten, jene Menschen die sie nicht gewollt hatten und dann, als nichts mehr war, sie fortgejagt hatten. Jene Menschen die sie alleine für ihr Leid verantwortlich gemacht hatten. Es war schon seltsam, all die Jahre hatte sie nicht mehr an sie gedacht, sie vergessen und sie abgetan, doch nun schien es, als ob die Vergangenheit sich ihr wieder eröffnen wurde. Es hatte mit dem Treffen mit ihrer Schwester begonnen und es ging weiter, dass sie Darna einen teil ihrer Vergangenheit offenbaren wollte, den nur die Tiefländer kannten. Und mit dieser Offenbarung, die völlig frei von ihr selbst kommen würde, würde auch er wieder ins Spiel kommen, sie würde alles noch einmal durchleben, aber diesesmal als ein Beobachter, ein Beobachter der lernen würde und auch mehr sehen würde, als er damals sah. Es würden wieder die Bilder von Falk hochkommen, wie er vor ihr stand, mit Blut besudelt und sie zitternd und frierend. Seine langen, starrenden Blicke die sich in ihre Seele brannten. Jene Blicke für die sie ihn töten wollte, lange Zeit danach noch. Sie liebte Falk, er war ihr Anführer und wie ein zweiter Vater neben Leif und doch, ein Teil in Violas hasste ihn für damals, wollte ihn umbringen und Schmerzen zufügen. Sie erschrak nicht ob solcher Gedanken, sie waren Teil von ihr und sie beherrschten sie nicht, sie waren da und sie gaben ihr vielleicht auch oft die Kraft, Falk verbal entgegenzutreten oder ihm die Stirn zu bieten, wenn sie es denn für nötig hielt.
Sie blickte nun auf die letzten verschwindenden Reste der Sonne. Die Vergangenheit würde sich nicht wiederholen, sie würde sich nur wieder zeigen. Sie wusste dass dies nötig war, sie wusste dass dies der letzte Schritt war um abzuschließen und endlich in eine Richtung zu gehen, die sich ihr vollkommen offenbarte. In vielerlei Hinsicht war dies der Teil den ihr Körper schon abgeschlossen hatte, Erwachsen zu werden.
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Viola Ser´Rhal
Das Kleid saß perfekt, das Leder der halblangen Stiefel schmiegte sich eng und fest an ihre Waden und der lange Rock gab ihr eine angenehme Beinfreiheit, die nicht zu übertrieben oder zu offen wirkte. Das lange Haar war gebürstet und fein gemacht, das Gesicht unverändert, Angelina hatte gesagt es würde hübsch genug aussehen, dass sie es nicht zu verfälschen brauchte. Heute Abend gab sich Viola dem typischen Verhaltensmuster einer Frau hin, die unbedingt hübsch aussehen wollte und auf keinen Fall unter den ganzen Hochzeitsgästen, welche am Abend im Schloss eintreffen würden, negativ auffallen. Eigentlich wäre es ihr egal, sie hatte sich nie etwas daraus gemacht, wie andere, fremde Menschen über sie dachten. Ob sie nun mit gehobener Braue und deutlichem Entsetzen zusahen, wie eine junge Dame, mit dreckigen Stammeskilt und einigen Wunden ins Schloss marschierte, oder sie nun fröhlich etwas mehr trank, es war für sie immer ohne Belang. Aber das heute Abend tat sie nicht für sich, sondern für Eileen. Sie wollte ihr keinen Grund geben, dass ein schlechtes Licht auf ihre Feier geworfen wurde und als Viola sich nun so im Spiegel betrachtete, wirkte sie auch zufrieden. Ab und an konnte sie so wirklich auftreten, sie gefiel sich selbst. Sie wandte sich vom Spiegel ab und trat dann hinauf in die erste Etage des Schlosses, zu Eileens Zimmer, wo sie Darna und die Braut antraf. Sie gingen zusammen zur Kirche, zur Zeremonie.
Die Kirche war immer etwas gewesen, was Viola gemieden hatte. Es war ein Ort an dem Temora ihre ganze Kraft quasi entfaltete und auch heute, als sie in der ersten Reihe neben Darna saß und der ganzen Zeremonie zuschaute, war immer ein kleines Unwohlsein dabei. Sie war jedoch fest entschlossen zu bleiben, schließlich wollte sie auch ein wenig lernen und mehr über andere Bräuche zu erfahren, konnte wahrlich niemals schaden, dessen war sie sich bewusst. Darna war die ganze Zeit über ruhig gewesen, saß still da; so unverändert. Sie war richtig fein angezogen, hatte ihr Haar gerichtet, es hochgesteckt und ein seidenes Kleid angelegt. Sie wirkte fast atemberaubend schön und für Viola war Darna die optisch angenehmste Überraschung an diesem Abend, denn so hätte sie die Ritterin niemals erwartet.
Die Zeremonie zog sich immer wieder hin, schien nicht wirklich enden zu wollen, bis zu jenem Moment als Eileen und Adrian die Ringe austauschten und sich dann küssten. Dies war der einzige Teil, den sie vom Hörensagen schon kannte, das Bild von Braut und Bräutigam, wie sie sich küssten und dann glücklich hinaus gingen um dann … ja um dann von einigen Clansleuten die dort standen mit Reis beworfen zu werden. Und so war auch der Clan dazu gestoßen, was Viola recht erleichterte.
Der Abend neigte sich seinem letzten Part zu, dem Essen im gräflichen Schloss. Viola hatte sich die ganze Zeit an Falk und die anderen gehalten. War froh gewesen sie wiederzusehen, vor allem Cailly, die sie bestimmt schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Es wurde an der Tafel des Grafen geredet, getrunken und gespeist, und auch wenn so viele fremde Leute da waren, Viola fühlte sich nicht unwohl, wenn man mal davon absah dass das Kleid langsam unter der drückenden Wärme im Schloss anfing zu jucken, doch Darna hatte ihr schon angeraten es bitte anzubehalten solange es ging. Sie hatte die Sachen natürlich nicht ausgetauscht durch ihre Clanskleidung, sie wollte Darna den Gefallen tun und den Abend so ausstehen. Für sie selbst klang Letzterer so aus, dass sie dem Grafen und Eileen noch einmal alles Beste wünschte und dann überraschend in einer Umarmung der Braut stand, welche alles andere als formal war, eine Umarmung wie sie nur von jemand kommen konnte, der einen mochte.
Als sie nun abends wieder in den Spiegel sah, lächelte die der fein gekleideten jungen Frau zu und betrachtete sich. Ein Bild, welches nicht abstoßend oder seltsam war, ein Bild was sie darstellte. Sie musste kurz Grinsen wenn sie an die nächsten Tage dachte. Sie hatte Falk bereits gesagt, dass sie vorhatte, Gerimor zu verlassen für einige Tage und auch Darna würde sie bald dieses Märchen auftischen. Nun eigentlich war es kein Märchen … Viola, wie man sie kannte würde das Land tatsächlich verlassen. Sie grinste breiter und lachte dann heiter. Die nächsten Tage würden einfach nur amüsant und lustig werden … und lehrreich.
Die Kirche war immer etwas gewesen, was Viola gemieden hatte. Es war ein Ort an dem Temora ihre ganze Kraft quasi entfaltete und auch heute, als sie in der ersten Reihe neben Darna saß und der ganzen Zeremonie zuschaute, war immer ein kleines Unwohlsein dabei. Sie war jedoch fest entschlossen zu bleiben, schließlich wollte sie auch ein wenig lernen und mehr über andere Bräuche zu erfahren, konnte wahrlich niemals schaden, dessen war sie sich bewusst. Darna war die ganze Zeit über ruhig gewesen, saß still da; so unverändert. Sie war richtig fein angezogen, hatte ihr Haar gerichtet, es hochgesteckt und ein seidenes Kleid angelegt. Sie wirkte fast atemberaubend schön und für Viola war Darna die optisch angenehmste Überraschung an diesem Abend, denn so hätte sie die Ritterin niemals erwartet.
Die Zeremonie zog sich immer wieder hin, schien nicht wirklich enden zu wollen, bis zu jenem Moment als Eileen und Adrian die Ringe austauschten und sich dann küssten. Dies war der einzige Teil, den sie vom Hörensagen schon kannte, das Bild von Braut und Bräutigam, wie sie sich küssten und dann glücklich hinaus gingen um dann … ja um dann von einigen Clansleuten die dort standen mit Reis beworfen zu werden. Und so war auch der Clan dazu gestoßen, was Viola recht erleichterte.
Der Abend neigte sich seinem letzten Part zu, dem Essen im gräflichen Schloss. Viola hatte sich die ganze Zeit an Falk und die anderen gehalten. War froh gewesen sie wiederzusehen, vor allem Cailly, die sie bestimmt schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Es wurde an der Tafel des Grafen geredet, getrunken und gespeist, und auch wenn so viele fremde Leute da waren, Viola fühlte sich nicht unwohl, wenn man mal davon absah dass das Kleid langsam unter der drückenden Wärme im Schloss anfing zu jucken, doch Darna hatte ihr schon angeraten es bitte anzubehalten solange es ging. Sie hatte die Sachen natürlich nicht ausgetauscht durch ihre Clanskleidung, sie wollte Darna den Gefallen tun und den Abend so ausstehen. Für sie selbst klang Letzterer so aus, dass sie dem Grafen und Eileen noch einmal alles Beste wünschte und dann überraschend in einer Umarmung der Braut stand, welche alles andere als formal war, eine Umarmung wie sie nur von jemand kommen konnte, der einen mochte.
Als sie nun abends wieder in den Spiegel sah, lächelte die der fein gekleideten jungen Frau zu und betrachtete sich. Ein Bild, welches nicht abstoßend oder seltsam war, ein Bild was sie darstellte. Sie musste kurz Grinsen wenn sie an die nächsten Tage dachte. Sie hatte Falk bereits gesagt, dass sie vorhatte, Gerimor zu verlassen für einige Tage und auch Darna würde sie bald dieses Märchen auftischen. Nun eigentlich war es kein Märchen … Viola, wie man sie kannte würde das Land tatsächlich verlassen. Sie grinste breiter und lachte dann heiter. Die nächsten Tage würden einfach nur amüsant und lustig werden … und lehrreich.
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Viola Ser´Rhal
Erschöpft ließ sie sich sinken, die Müdigkeit hatte sie heute früh heimgesucht und sie wollte einfach nur noch ins Bett. Selbst die verwirrten Blicke der Wachen ließ sie ohne Kommentar zurück, als sie etwas verwundert auf ihr kurz geschnittenes Haar blickten und nicht so recht wusste, was sie dazu sagen sollten. Sie wollte sich nur noch hinlegen und schlafen, und nachdenken. Heute war viel geschehen, vieles was ihre Ansichten über sich selbst und ihre Mitmenschen verändert hatte, heute Abend hatte sie etwas Neues gelernt über sich, etwas Neues entdeckt. Sie schloss ihre Augen und lächelte versonnen. Es war alles während des Treffens zwischen den Gefährtinnen und dem Clan geschehen. Falk hatte sie dazu auserkoren, die Stimme des Clans zu sein, etwas worüber sie nicht viel nachgedacht hatte, doch nun wurde alles immer klarer. Sie war vorausgegangen, sie sagte den anderen sie sollten sich setzen, obwohl Falk und Argos stehen wollten, sie saß Ronya gegenüber, sie bestimmte im Endeffekt den Ausgang dieses Gesprächs und sie war es gewesen, die Falk um Rat gebeten hatte, und welche in seinen Augen die Diplomatie in Zukunft übernehmen würde.
Es war diese unglaubliche Macht, die Worte mit sich brachten, die Charisma und Wissen mit sich brachte. Alle Regeln des ruhigen Redens, des Benehmens und des vorurteillosen Denkens, die ihr Darna bisher genannt hatte, waren heute Abend in ihrem Hirn eingebrannt gewesen, und Falk war beeindruckt gewesen. Er hatte vollstes Vertrauen in ihn und bei dem Gespräch am Abend mit ihm merkte sie es dann auch, da war mehr. Es war mehr als das alles, sie wusste es. Sie konnte Falk manipulieren. Ein Gedankengang der sie zuerst erschreckte, doch er war simpel und einfach. Falk war es gewesen, der nachher fragte wie Viola die Zukunft Lameriast sah, und sie ließ ihn nicht ganz im Klaren zurück, sie gab ihm Unsicherheit mit auf dem Weg. „Mit den Tiefländenr kommt Krieg“, das waren die Worte eines der Hafenarbeiter von Lameriast gewesen. Und sie hatten nicht Unrecht. Mit dem Clan würde eine Konfliktbereitschaft kommen, die immer zugegen war, dem war sich Viola bewusst. Es galt nun sich die Frage zu stellen, was tun? Und genau in diesem Moment, nickte sie sich selbst zu. Vielleicht war dies ihre Aufgabe im Clan, ihre Bestimmung. Den Clan von dem abzuhalten, was drohend in der kriegerischen Seele der Tiefländer steckte, was hinaus wollte. Vielleicht war sie es ja, die den Clan manipulieren musste, damit der Frieden bis in alle Zeiten fortbestand finden würde. Sie schüttelte dann jedoch den Kopf über diesen absurden Gedanken und schloss die Augen, sie brauchte Schlaf.
Und doch, der Gedanke blieb. Einsam und alleine, doch nicht zerschlagen. Sie hatte Macht. Mehr als sie sich bewusst war, wohl auch mehr, als Falk sich bewusst war. Ob sie diese Macht je nutzen würde? Das wusste sie nicht. Die Zeit würde es zeigen.
Es war diese unglaubliche Macht, die Worte mit sich brachten, die Charisma und Wissen mit sich brachte. Alle Regeln des ruhigen Redens, des Benehmens und des vorurteillosen Denkens, die ihr Darna bisher genannt hatte, waren heute Abend in ihrem Hirn eingebrannt gewesen, und Falk war beeindruckt gewesen. Er hatte vollstes Vertrauen in ihn und bei dem Gespräch am Abend mit ihm merkte sie es dann auch, da war mehr. Es war mehr als das alles, sie wusste es. Sie konnte Falk manipulieren. Ein Gedankengang der sie zuerst erschreckte, doch er war simpel und einfach. Falk war es gewesen, der nachher fragte wie Viola die Zukunft Lameriast sah, und sie ließ ihn nicht ganz im Klaren zurück, sie gab ihm Unsicherheit mit auf dem Weg. „Mit den Tiefländenr kommt Krieg“, das waren die Worte eines der Hafenarbeiter von Lameriast gewesen. Und sie hatten nicht Unrecht. Mit dem Clan würde eine Konfliktbereitschaft kommen, die immer zugegen war, dem war sich Viola bewusst. Es galt nun sich die Frage zu stellen, was tun? Und genau in diesem Moment, nickte sie sich selbst zu. Vielleicht war dies ihre Aufgabe im Clan, ihre Bestimmung. Den Clan von dem abzuhalten, was drohend in der kriegerischen Seele der Tiefländer steckte, was hinaus wollte. Vielleicht war sie es ja, die den Clan manipulieren musste, damit der Frieden bis in alle Zeiten fortbestand finden würde. Sie schüttelte dann jedoch den Kopf über diesen absurden Gedanken und schloss die Augen, sie brauchte Schlaf.
Und doch, der Gedanke blieb. Einsam und alleine, doch nicht zerschlagen. Sie hatte Macht. Mehr als sie sich bewusst war, wohl auch mehr, als Falk sich bewusst war. Ob sie diese Macht je nutzen würde? Das wusste sie nicht. Die Zeit würde es zeigen.
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Viola Ser´Rhal
Die Stimme des Clans. Du hast nun endlich ein Ziel, du hast nun eine Perspektive die über dein bisheriges Leben heraus geht. Bald wirst du vielleicht jedes diplomatische Gespräch führen für den Jarl. Bald wirst du Verantwortung übertragen bekommen … und bald heißt es Abschied nehmen.
Gedankenvoll schritt sie auf das Schloss zu und betrachtete seine Gemäuer. Ihr Blick war vernebelt, ungewiss und in sich versunken. Die Wachen ließen sie ein, grüßten sie, doch sie erwiderte diese nicht. Sie war zu sehr mit dem Gespräch beschäftigt gewesen, was hinter ihr lag. Jenem Worteaustausch mit Rafael. Die zeit des Abschieds rückte immer näher, auch wenn Viola noch viel zeit hätte, so spürte sie innerlich dass es sie zum Clan zurückzog. Nicht nur der Umzug nach Lameriast war es, der sie so denken ließ, auch ihre Sehnsucht nach ihrer Familie und ihre neue Aufgabe waren ein großer verantwortlicher Teil für diese Erkenntnis. Und so sehr sie sich auch auf Grimwould, auf Zuhause freute, umso mehr schmerzte der Gedanke auf den Abschied aus Varuna. Dieser Ort war in den letzten Monaten ein zweites Zuhause für sie geworden und sie hatte hier Freunde gefunden. Natürlich, diese Freundschaften würden nicht kaputt gehen, nur weil sie nicht mehr dort lebte, das hatte Rafael ihr gesagt. Doch sie würden sich distanzieren, sie würden sich weiten, etwas womit Viola leben konnte, wäre da nicht eine Person wo dem nicht so war. Darna.
Sie trat in die Hallen des Schlosses, schlich auf leisen Sohlen in die Quartiere. Darna schlief wahrscheinlich schon und so wollte sie keinen Lärm veranstalten. Als sie nun im Bett dalag, bezog sie die Zimmerdecke einer genaueren Inspektion. Sie hatte Darna lieb gewonnen, mehr als sie jemals gedacht hätte. Als sie nach Varuna kam und hörte, sie würde Darna unterstellt sein, da war sie nur froh dass es eine Person war, die sie wenigstens etwas kannte, aber nun war Darna zu einer engen Freundin und Mentorin für sie geworden. Sie lehrte Viola, sie war für sie da und sie sorgte sich um sie. Natürlich war sie auch streng und öfters waren ihre Worte böse wegen Violas Verhalten ausgefallen, aber das gehörte dazu. Sie sah Darna insgeheim als eine Art Muterrolle, jedoch nicht so intensiv wie es bei Freia der Fall war. Sie wusste, dass sie in Darnas Nähe sicher war und sie konnte auch mit jedem Problem zu ihr kommen, und diese Tatsache, diese ganzen Faktoren die sich entwickelt hatten, würden ihr einen Abschied schwerer machen als sie es sich je erdacht hätte. Sicher, sie würde Darna ab und an sicher wieder sehen, sie würden miteinander reden, ein Pläuschen halten aber würde es wieder ähnlich werden wie jetzt? Sie konnte das nicht wissen, aber sie konnte auch nicht ihr Leben von einer Person abhängig machen. Es würde bald heißen, Abschied zu nehmen und egal wie sehr das alles weh tun würde, sie würde es mit erhobenem Haupt machen und ohne eine Träne zu vergießen, wie es eine Erwachsene Frau tun würde.
Sie blinzelte und spürte etwas nasses, an ihrer Wange hinabgleiten. Einsam und alleine suchte die Träne ihre Bahn hinab.
„Wie eine Erwachsene, ja. Aber du bist noch nicht Erwachsen“
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Viola Ser´Rhal
Hilfsbereitschaft zahlte sich noch nie aus … wirklich nie!
„Ja nahe den Tireller Ruinen. Ich glaube es war so ein Höllenviech, könntet ihr nicht nachsehen, bitte. Dieses Ding verängstigt arme Wanderer.“ Das waren die Worte der jungen Dame gewesen, die sie vor Bajard angesprochen hatte. Viola grummelt leise, das Gebiet hier gehörte nicht zu Bajard und die Stadtwache würde wohl kaum zu nahe an die Ruinen heran gehen. Sie hatte zugestimmt, weil sie nicht wollte dass eines der Viecher am Ende vielleicht einen Wehrlosen Menschen angriff und in Stücke riss, das hatte nun wirklich niemand verdient. Sie trat durch das Unterholz und in den Fernen konnte sie bereits die Ruinen sehen, aber von besagtem Höllenmonstrum, war jedenfalls auf den ersten Blick keine Spur zu finden. Sie hielt inne, hinter ihr knackte es leise und irgendetwas näherte sich ihr. Mit einem Ruck war sie herumgeschleudert, doch anstatt einem Höllenhund oder dergleichen, sah sie in die Gesichter zweier Gestalten die etwas vor ihr standen. Sie waren braun gebrannt, nicht so stark wie die Menekaner, aber es ear doch eine recht exotische Hautfärbung. Beide waren sie sehr groß, muskelbepackt und kräftig. Ihr Tonfall war fremd und mehr gebrochen fragten die beiden, ob Viola ihnen nicht helfen könne. Helfen. Noch mal. Bestens … doch sie schüttelte den Kopf, sie musste sich um dieses Biest kümmern, und das versuchte sie den beiden klar zu machen. Doch diese ließen sich nicht beirren, fragten dann aber konkret nach Tirel und Viola seufzte innerlich auf; Magier. Auch wenn ihre Statur in keinster Weise passte, nur ein Magier würde sich um andere Magier scheren, und das reichte ihr. Mit einer gewissen grimmigen Zufriedenheit machte sie den beiden Fremden klar, dass die Ruinen hinter Viola Tirel seien und dort nun sicher keine lebende Seele mehr zu finden sein würde. Vielleicht hätte sie bemerken sollen dass der zweite Kerl sich von seinem Begleiter abwandte und hinter Viola trat, doch sie hatte ihre Aufmerksamkeit zu sehr auf ihren Gegenüber gerichtet, welcher fast schon verzweifelt anfing zu Weinen und von einem kaputten Geschäft zu faseln. Doch als er sie dann mit einem veränderten, berechenbaren und kalten Blick ansah, wollte sie ihren Bogen zücken, doch es ging zu schnell. Hinter ihr schlangen sich zwei kräftige Arme um sie und hielten sie fest wie ein Sumpf seine Beute festhielt. Viola knurrte, trat nach hinten aus, doch egal wie sehr sie sich wehrte, es schien alles nichts zu nutzen, alle Gegenwehr wurden von der Kraft des Angreifers zunichte gemacht. Der Mann vor ihr sprach nun plötzlich nicht mehr mit diesem seltsamen Akzent, ganz im Gegenteil, er redete völlig klar und verständlich mit einer leisen, dünnen Stimme die so bedrohlich war, dass Viola innerlich zusammen zuckte. Waren das etwa Räuber? Wegelagerer? Die beiden schienen diesem Handwerk weniger nachzugehen, denn sie gaben Viola plötzlich den Namen „Rehlein“, ihr gefangenes Rehlein, was einen guten preis erzielen würde. Und kaum waren diese Worte ausgesprochen, machte es Klick in ihrem Kopf; Sklavenhändler! So schnell die Erkenntnis kam, so schnell kam auch die pure Verzweiflung auch der Überlebenswille mit ihr. Sie schimpfte, spuckte und trat um sich, doch irgendwann verließen sie ihre Kräfte, man verpasste ihr einen Knebel und eine Augenbinde wurden ihr umgelegt. Nur kurz wurde diese Situation unterbrochen, als Viola Schritte hörte, etwas oder jemand war in der Nähe. Sie lauschte. Geräusche, eine der beiden entfernte sich, während der andere Viola immer noch festhielt. Dann Geschrei, helles Geschrei und dann ein Fluchen des Mannes. Schnell klärte er seinen Freund, und damit auch Viola, auf. Jemand hatte sie belauscht, ein Kind scheinbar und ehe dieses zurückkommen würde, packte man Viola und trug sie fort. Was blieb war Dunkelheit der sie entgegenblinzelte.
Die ganze Zeit sprachen die beiden miteinander, unterhielten sich über irgendeinen Marktwert, den Viola wohl hatte, trugen sie scheinbar durch den Wald, denn überall konnte sie das Rauschen der Blätter hören. Irgendwann jedoch, schienen sie ihr Ziel zu erreichen, denn eine Tür wurde geöffnet und geschlossen, Viola wurde unsanft zu Boden geworfen, auf eine Matte wie es schien. Ihr wurde die Binde entfernt und sie sah sich um, sie war in einem kleinen Raum, nicht mehr als ihr eigenes Zimmer in Grimwould und vor ihr standen und saßen die beiden Entführer, welche zu ihr hinablächelten. Die Worte des Sprechers ließen ihr Stellenweise das Mark in den Knochen gefrieren und so langsam wurde ihr immer bewusster, dass sie in einer gefährlichen Lage war. Ein Schiff, der Kerl redete von einem Schiff dass in einigen Tagen anlegen würde, und dass sie Viola bis dahin schon zähmen würden. Man entfernte ihr den Knebel, erwartete dass sie sprach, dass sie weinte, doch sie gab ihnen nicht diesen Genuss. Im Gegenteil, sie gab ihnen sogar den Genuss ihres eigenen Speichels, welchen sie dem Sprecher entgegenspuckte, wofür sie jedoch eine Ohrfeige kassierte die so stark war, dass es sie zurückschleuderte. Schmerzen durchzuckten ihre Wange und bunte Lichtblitze explodierten vor ihren Augen, als sie benommen da lag. Sie bekam in den ersten Sekunden nicht mehr viel mit, doch die letzten Worte des Sprechers blieben ihr im Kopf.
„Sie wird morgen bereit sein für das Eisen … oder vielleicht auch schon heute Nacht.“
Kaum waren diese Worte gesprochen, schien die Benommenheit in ihrem Kopf zu weichen, schlagartig und ersetzt wurde sie durch Furcht. Panische Furcht machte sich in ihr breit und zu allem Überfluss, wurde sie nun auch noch von dem größeren der beiden untersucht. Er betrachtete ihre Wange, sah nach ernsten Wunden und dann … dann leckte er ihr einmal quer über diese. Sein fauliger Atem schien ihr fast das letzte Mahl wieder hochzutreiben, ehe er sie wieder gen Matte donnerte und sie zurück ließ.
Sie war nun alleine. Alleine und die Aussichten waren alles andere als rosig. Sie weinte, sie weinte bitterlich. Sie wollte nach Hause … sie wollte nicht so enden, nicht wie sie damals.
Hilfe …
„Ja nahe den Tireller Ruinen. Ich glaube es war so ein Höllenviech, könntet ihr nicht nachsehen, bitte. Dieses Ding verängstigt arme Wanderer.“ Das waren die Worte der jungen Dame gewesen, die sie vor Bajard angesprochen hatte. Viola grummelt leise, das Gebiet hier gehörte nicht zu Bajard und die Stadtwache würde wohl kaum zu nahe an die Ruinen heran gehen. Sie hatte zugestimmt, weil sie nicht wollte dass eines der Viecher am Ende vielleicht einen Wehrlosen Menschen angriff und in Stücke riss, das hatte nun wirklich niemand verdient. Sie trat durch das Unterholz und in den Fernen konnte sie bereits die Ruinen sehen, aber von besagtem Höllenmonstrum, war jedenfalls auf den ersten Blick keine Spur zu finden. Sie hielt inne, hinter ihr knackte es leise und irgendetwas näherte sich ihr. Mit einem Ruck war sie herumgeschleudert, doch anstatt einem Höllenhund oder dergleichen, sah sie in die Gesichter zweier Gestalten die etwas vor ihr standen. Sie waren braun gebrannt, nicht so stark wie die Menekaner, aber es ear doch eine recht exotische Hautfärbung. Beide waren sie sehr groß, muskelbepackt und kräftig. Ihr Tonfall war fremd und mehr gebrochen fragten die beiden, ob Viola ihnen nicht helfen könne. Helfen. Noch mal. Bestens … doch sie schüttelte den Kopf, sie musste sich um dieses Biest kümmern, und das versuchte sie den beiden klar zu machen. Doch diese ließen sich nicht beirren, fragten dann aber konkret nach Tirel und Viola seufzte innerlich auf; Magier. Auch wenn ihre Statur in keinster Weise passte, nur ein Magier würde sich um andere Magier scheren, und das reichte ihr. Mit einer gewissen grimmigen Zufriedenheit machte sie den beiden Fremden klar, dass die Ruinen hinter Viola Tirel seien und dort nun sicher keine lebende Seele mehr zu finden sein würde. Vielleicht hätte sie bemerken sollen dass der zweite Kerl sich von seinem Begleiter abwandte und hinter Viola trat, doch sie hatte ihre Aufmerksamkeit zu sehr auf ihren Gegenüber gerichtet, welcher fast schon verzweifelt anfing zu Weinen und von einem kaputten Geschäft zu faseln. Doch als er sie dann mit einem veränderten, berechenbaren und kalten Blick ansah, wollte sie ihren Bogen zücken, doch es ging zu schnell. Hinter ihr schlangen sich zwei kräftige Arme um sie und hielten sie fest wie ein Sumpf seine Beute festhielt. Viola knurrte, trat nach hinten aus, doch egal wie sehr sie sich wehrte, es schien alles nichts zu nutzen, alle Gegenwehr wurden von der Kraft des Angreifers zunichte gemacht. Der Mann vor ihr sprach nun plötzlich nicht mehr mit diesem seltsamen Akzent, ganz im Gegenteil, er redete völlig klar und verständlich mit einer leisen, dünnen Stimme die so bedrohlich war, dass Viola innerlich zusammen zuckte. Waren das etwa Räuber? Wegelagerer? Die beiden schienen diesem Handwerk weniger nachzugehen, denn sie gaben Viola plötzlich den Namen „Rehlein“, ihr gefangenes Rehlein, was einen guten preis erzielen würde. Und kaum waren diese Worte ausgesprochen, machte es Klick in ihrem Kopf; Sklavenhändler! So schnell die Erkenntnis kam, so schnell kam auch die pure Verzweiflung auch der Überlebenswille mit ihr. Sie schimpfte, spuckte und trat um sich, doch irgendwann verließen sie ihre Kräfte, man verpasste ihr einen Knebel und eine Augenbinde wurden ihr umgelegt. Nur kurz wurde diese Situation unterbrochen, als Viola Schritte hörte, etwas oder jemand war in der Nähe. Sie lauschte. Geräusche, eine der beiden entfernte sich, während der andere Viola immer noch festhielt. Dann Geschrei, helles Geschrei und dann ein Fluchen des Mannes. Schnell klärte er seinen Freund, und damit auch Viola, auf. Jemand hatte sie belauscht, ein Kind scheinbar und ehe dieses zurückkommen würde, packte man Viola und trug sie fort. Was blieb war Dunkelheit der sie entgegenblinzelte.
Die ganze Zeit sprachen die beiden miteinander, unterhielten sich über irgendeinen Marktwert, den Viola wohl hatte, trugen sie scheinbar durch den Wald, denn überall konnte sie das Rauschen der Blätter hören. Irgendwann jedoch, schienen sie ihr Ziel zu erreichen, denn eine Tür wurde geöffnet und geschlossen, Viola wurde unsanft zu Boden geworfen, auf eine Matte wie es schien. Ihr wurde die Binde entfernt und sie sah sich um, sie war in einem kleinen Raum, nicht mehr als ihr eigenes Zimmer in Grimwould und vor ihr standen und saßen die beiden Entführer, welche zu ihr hinablächelten. Die Worte des Sprechers ließen ihr Stellenweise das Mark in den Knochen gefrieren und so langsam wurde ihr immer bewusster, dass sie in einer gefährlichen Lage war. Ein Schiff, der Kerl redete von einem Schiff dass in einigen Tagen anlegen würde, und dass sie Viola bis dahin schon zähmen würden. Man entfernte ihr den Knebel, erwartete dass sie sprach, dass sie weinte, doch sie gab ihnen nicht diesen Genuss. Im Gegenteil, sie gab ihnen sogar den Genuss ihres eigenen Speichels, welchen sie dem Sprecher entgegenspuckte, wofür sie jedoch eine Ohrfeige kassierte die so stark war, dass es sie zurückschleuderte. Schmerzen durchzuckten ihre Wange und bunte Lichtblitze explodierten vor ihren Augen, als sie benommen da lag. Sie bekam in den ersten Sekunden nicht mehr viel mit, doch die letzten Worte des Sprechers blieben ihr im Kopf.
„Sie wird morgen bereit sein für das Eisen … oder vielleicht auch schon heute Nacht.“
Kaum waren diese Worte gesprochen, schien die Benommenheit in ihrem Kopf zu weichen, schlagartig und ersetzt wurde sie durch Furcht. Panische Furcht machte sich in ihr breit und zu allem Überfluss, wurde sie nun auch noch von dem größeren der beiden untersucht. Er betrachtete ihre Wange, sah nach ernsten Wunden und dann … dann leckte er ihr einmal quer über diese. Sein fauliger Atem schien ihr fast das letzte Mahl wieder hochzutreiben, ehe er sie wieder gen Matte donnerte und sie zurück ließ.
Sie war nun alleine. Alleine und die Aussichten waren alles andere als rosig. Sie weinte, sie weinte bitterlich. Sie wollte nach Hause … sie wollte nicht so enden, nicht wie sie damals.
Hilfe …
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Jan Braeuer
Er rannte... stolperte... stürzte... fiel...
und obwohl sich einige Ästchen schmerzhaft in seine Rippen bohrten und das beissende, brennende Gefühl an Knien und Handflächen ihm sagten, dass die oberste Hautschicht bei jenem Kontakt mit dem sandigen Waldboden aufgerissen und fortgeschabt war, rappelte sich der kleine Fuchs gehetzt auf und hastete weiter in das Waldinnere hinein. Stoff riss mit hässlichem Geräusch am wilden Brombeergestrüpp auf und die Dornen suchten ihre neue Heimat im Fleisch des dürren, schmuddeligen Kindes, welches sich mit flachem Atem immer tiefer in das Dickicht arbeitete.
Seine geringe Größe rettete dem Füchslein wieder einmal die Haut, denn der Verfolger konnte sich nicht ganz so einfach durch das Unterholz winden und drücken... vermutlich konnte es auch daran liegen, dass der dunkle Mann mit dem geschmückten Seemannsmantel über der freien, muskulösen Brust, sich nicht ganz zu verzweifelt-beherzt in die Ranken, Dornen und Gebüsche warf wie das gejagte Kind.
Seine Schritte wurden irgendwann langsamer und erlahmten gänzlich, als der närrische Bengel in den Hagebutten verschwand. Das Kerlchen entkam ihm - was den kleinen Fuchs aber nicht davon abhielt noch eine geraume Zeit weiterzuhasten, bis er an einen ausgehöhlten, umgefallenen Baumstamm kam und jappsend hineinkroch.
Zitternd und zusammengekauert lag er dann auf dem fasrig-hölzernen Untergrund und roch den modrigen Geruch des alten Baumes. Es müssen dennoch mehrere Stunden verstrichen sein, ehe der Nebel namens Panik sich langsam wieder lichtete und dem verängstigten Kind den miterlebten, fleischgeworden Alptraum nochmals mit einem im Kopfe schrillenden, kreischrotem Worte vors Auge führte:
MÄDCHENHÄNDLER!
.... und sie hatten Viola, sie hatten Viola... seine Schwester, seine Retterin, seine Freundin, seine Viola!
Gedanken überschlugen sich regelrecht im Schädel unter dem rotbraunen, kinnlangen Haar und rangen ein gequältes Stöhnen nach dem nächsten aus der kleinen Brust, als auf die Schnelle keine zufriedenstellende Lösung für das Desaster gefunden werden konnte und eine eilige Hilfe war mehr als vonnöten - es ging um VIOLA!
Keine zehn Lidschläge später befand er sich wieder auf dem Weg.
Nur wenige Menschen, nein Wölfe, fielen ihm ein, welche Viola hierbei sicher zur Hilfe eilen konnten und diese wohnten nicht gerade in nächster Nähe.
Doch die Zeit drängte... und der kleine Fuchs rannte...
und obwohl sich einige Ästchen schmerzhaft in seine Rippen bohrten und das beissende, brennende Gefühl an Knien und Handflächen ihm sagten, dass die oberste Hautschicht bei jenem Kontakt mit dem sandigen Waldboden aufgerissen und fortgeschabt war, rappelte sich der kleine Fuchs gehetzt auf und hastete weiter in das Waldinnere hinein. Stoff riss mit hässlichem Geräusch am wilden Brombeergestrüpp auf und die Dornen suchten ihre neue Heimat im Fleisch des dürren, schmuddeligen Kindes, welches sich mit flachem Atem immer tiefer in das Dickicht arbeitete.
Seine geringe Größe rettete dem Füchslein wieder einmal die Haut, denn der Verfolger konnte sich nicht ganz so einfach durch das Unterholz winden und drücken... vermutlich konnte es auch daran liegen, dass der dunkle Mann mit dem geschmückten Seemannsmantel über der freien, muskulösen Brust, sich nicht ganz zu verzweifelt-beherzt in die Ranken, Dornen und Gebüsche warf wie das gejagte Kind.
Seine Schritte wurden irgendwann langsamer und erlahmten gänzlich, als der närrische Bengel in den Hagebutten verschwand. Das Kerlchen entkam ihm - was den kleinen Fuchs aber nicht davon abhielt noch eine geraume Zeit weiterzuhasten, bis er an einen ausgehöhlten, umgefallenen Baumstamm kam und jappsend hineinkroch.
Zitternd und zusammengekauert lag er dann auf dem fasrig-hölzernen Untergrund und roch den modrigen Geruch des alten Baumes. Es müssen dennoch mehrere Stunden verstrichen sein, ehe der Nebel namens Panik sich langsam wieder lichtete und dem verängstigten Kind den miterlebten, fleischgeworden Alptraum nochmals mit einem im Kopfe schrillenden, kreischrotem Worte vors Auge führte:
MÄDCHENHÄNDLER!
.... und sie hatten Viola, sie hatten Viola... seine Schwester, seine Retterin, seine Freundin, seine Viola!
Gedanken überschlugen sich regelrecht im Schädel unter dem rotbraunen, kinnlangen Haar und rangen ein gequältes Stöhnen nach dem nächsten aus der kleinen Brust, als auf die Schnelle keine zufriedenstellende Lösung für das Desaster gefunden werden konnte und eine eilige Hilfe war mehr als vonnöten - es ging um VIOLA!
Keine zehn Lidschläge später befand er sich wieder auf dem Weg.
Nur wenige Menschen, nein Wölfe, fielen ihm ein, welche Viola hierbei sicher zur Hilfe eilen konnten und diese wohnten nicht gerade in nächster Nähe.
Doch die Zeit drängte... und der kleine Fuchs rannte...
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Xinthra
Irgendwo in der Nähe spießte gerade eine Jägerin ein Reh mit ihrem Speer auf und begann, es auszuweiden, ihm die Haut abzuziehen, das Blut abzufüllen, wenn es denn nicht schon im Grund versickert war, und große Fleischstücke von dem Leib zu schneiden und sogfältig zu verpacken. Den Speer wieder ergriffen, pirschte sie weiter nach dem nächsten Reh.
Vielleicht würde sie dem Jungen oder der Junge ihr über den Weg laufen?
Vielleicht würde sie dem Jungen oder der Junge ihr über den Weg laufen?
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Falk Hinrah
Leise vor sich hin murmelnd schritt der blondgelockte Hüne über den Innenhof Grimwoulds, zählte einmal mehr die vorrätigen Baumstämme und Bündel von Schilfgras. Immer mehr Baumaterialien wurden in Grimwould zusammen getragen, bald schon würden sie ihre neue Festung errichten können.
Gradezu liebevoll fuhr die Hand des gewaltigen Mannes über das silberne Holz der Elfeneichen. Aus diesem Holz würde eine Heimstatt entstehen, eine unbezwingbare Festung die den Wölfen des Clans Zuflucht gewähren würde. Und eine Zukunft. Eine Zukunft die mit jedem Tag rosiger wurde.
Caillean würde schon bald werfen und ihm einen Welpen schenken. Freia erwartete scheinbar Zwillinge und ihr Mann Leif war schon ganz aufgeregt. Argos und Hailey hatten sich gefunden, Falk wusste es konnte höchstens noch einige Jahre dauern bis auch dort Nachwuchs hervorkommen würde... sollte sich herausstellen dass die Völker der Tiefländer und Anguren ebenso fähig wären Kinder zu zeugen wie es zwischen Tiefländern und Städtern möglich war.
Sven und Aurora hatten sich schon ziemlich lange Zeit in die Wälder zurück gezogen. Es war schon fast Gewissheit dass sie direkt nach ihrer Rückkehr handfasten und Kinder zeugen würden...
Doch auf würdigen Nachwuchs für seine Reihen musste der Clan keine vierzehn Jahre warten, bereits jetzt war Viola ein festes Mitglied der Familie und mit jedem Mond schien sie erwachsener und fähiger zu werden. So fähig dass Falk sie als Diplomatin einsetzen würde. Nur noch ein Zeichen dafür, dass er ihr inzwischen rückhaltlos vertraute und als Blutsverwand annahm. Zu seinem Leid lebte Viola seit einiger Zeit bei den Städtern um einmal eine andere Welt kennen zu lernen. Er wüsste sie würde eines Tages wiederkommen und dann die wichtigste Verbindung zu den Städtern Varunas darstellen. Trotzdem vermisste er sie.
Wie es ihr wohl grade ging?
Gradezu liebevoll fuhr die Hand des gewaltigen Mannes über das silberne Holz der Elfeneichen. Aus diesem Holz würde eine Heimstatt entstehen, eine unbezwingbare Festung die den Wölfen des Clans Zuflucht gewähren würde. Und eine Zukunft. Eine Zukunft die mit jedem Tag rosiger wurde.
Caillean würde schon bald werfen und ihm einen Welpen schenken. Freia erwartete scheinbar Zwillinge und ihr Mann Leif war schon ganz aufgeregt. Argos und Hailey hatten sich gefunden, Falk wusste es konnte höchstens noch einige Jahre dauern bis auch dort Nachwuchs hervorkommen würde... sollte sich herausstellen dass die Völker der Tiefländer und Anguren ebenso fähig wären Kinder zu zeugen wie es zwischen Tiefländern und Städtern möglich war.
Sven und Aurora hatten sich schon ziemlich lange Zeit in die Wälder zurück gezogen. Es war schon fast Gewissheit dass sie direkt nach ihrer Rückkehr handfasten und Kinder zeugen würden...
Doch auf würdigen Nachwuchs für seine Reihen musste der Clan keine vierzehn Jahre warten, bereits jetzt war Viola ein festes Mitglied der Familie und mit jedem Mond schien sie erwachsener und fähiger zu werden. So fähig dass Falk sie als Diplomatin einsetzen würde. Nur noch ein Zeichen dafür, dass er ihr inzwischen rückhaltlos vertraute und als Blutsverwand annahm. Zu seinem Leid lebte Viola seit einiger Zeit bei den Städtern um einmal eine andere Welt kennen zu lernen. Er wüsste sie würde eines Tages wiederkommen und dann die wichtigste Verbindung zu den Städtern Varunas darstellen. Trotzdem vermisste er sie.
Wie es ihr wohl grade ging?