Qualen der Vergangenheit

Antworten
Inara Schwarzmourne

Qualen der Vergangenheit

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Seit Tagen schon schlief sie unruhig und auch am Tag grübelte sie unablässig. Was sollte sie nur tun?

Erst vor kurzem hatte sie erfahren, dass wohl der Bruder ihres grausamen ehemaligen Herrn und einige andere Verwandte aus der Familie der Amarths auf Gerimor wohnten. Sicher hatten sie schon von dem Tod von Kelos Amarth gehört.
Aber wie hatten sie wohl reagiert? Wollten sie den Mörder finden und ihn richten, oder war es ihnen vielleicht gleichgültig, weil er so kaltherzig und grausam war? Waren vielleicht am Ende alle Amarths so grausem? Doch was dann? Wussten sie am Ende gar nicht, wie grausam er war und würden ablassen von einer Ahndung, wenn sie es wüssten?
Die Ungewissheit nagte an ihr wie schleichendes Gift.

Es war schon spät nachts und die Flamme der Kerze erhellte den Küchentisch, als sie sich nieder setzte und begann einen Brief zu schreiben. Sie wollte klare Verhältnisse. Sie wollte, dass es so schnell wie möglich vorbei war. Aber nicht um den Preis ihrer Liebe. Nein, ihn sollten…. nein ihn DURFTEN sie nicht bekommen. SIE war es, die Schuld war an seinem Tod, er hatte nur ihren Willen ausgeführt. Sie WOLLTE, dass er stirbt und sie wollte einen grausamen, langsamen und schmerzvollen Tod für das, was er ihr angetan hatte. Was spielte es da für eine Rolle, wer den Schwertstreich tat, sie war die jenige, die dafür verantwortlich war und nicht Malachai. Da war es gut, dass er gerade nicht da war. So konnte sie sich dem stellen, was auf sie zu kam und er konnte nicht für sie einspringen. Nein, sie wollte ganz allein die Verantwortung übernehmen. Und vielleicht hatten sie ja wirklich ein Einsehen, wenn sie wussten, was vorfiel. Also tauchte sie die Feder in das Tintenfass und begann die Buchstaben auf das Pergament zu zeichnen.

(siehe: http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?p=65084#65084)


Dann steckte sie den Brief ein. Es war schon spät und sicher würde es dem Bankier nicht gefallen, wenn jetzt noch ein Brief aufgegeben würde, doch es musste sein. Sie konnte einfach nicht länger im unklaren leben. Die Angelegenheit musste geklärt werden.
Antworten