Auszüge aus dem Leben des Geodiz Getwergelyn

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Geodiz Getwergelyn

Auszüge aus dem Leben des Geodiz Getwergelyn

Beitrag von Geodiz Getwergelyn »

Der neu entdeckte Glaube von Geodiz Getwergelyn

Da war es wieder, dieses Gefühl. Er konnte es in keine anderen Worte fassen, also nannte er es im Geiste beim Namen. „Cirmias“. Die knolligen Fingerlein des Getwergelyn durchkämmten sein struppiges und zerzaustes Haupthaar. Als er so dasaß, die kleinen grauen, stechenden Augen fest zusammengekniffen und die uralte Chirmittafel vor sich auf dem zerkratzten Steintisch herumdrehte, murmelte er angespannt. Dieses Gefühl und der Name seines Schöpfers waren ständige Begleiter in seinem verwirrten Handeln und Tun. In den mathematischen Aufzeichnung der Nilzadanbibliothek oder in den kulturellen Ergüssen der Dichter und Denker. Jedes Mal wenn der Name des Bergvaters auftauchte, packte Geodiz die Tafeln, Pergamente, Bücher und andere Skripten, in eine großräumige Truhe. Irgendetwas faszinierte ihn, aber es war wirr – es ergab einfach keinen Sinn, vor allem Werke der alten Runenkundigen. Und das sagte er: Geodiz Getwergelyn, der wirre Stollengammler. Wie ein nasser Hund schüttelte er sich, um seinen neugierigen Forschergeist abzustellen und sich wieder seiner ursprünglichen Thematik zu widmen. Er wollte es verstehen, dieses Gefühl der innigen Verbundenheit, es näher erkunden, sich einlassen. Wie ein jeder der Khaz-Aduir, hatte auch er seit seiner Geburt sein Leben in den Dienst seines Volkes und somit auch in den Dienst seines Gottes, des Bergvaters Cirmias gestellt.

Einige Wochenläufe später, saß Geodiz erneut an seinem Tisch, der gefüllte Krug Starkbier in angemessener Reichweite. Bücherberge und Steintafeln aufgetürmt und er, wie so oft, bereit all das Wissen wie ein Schwamm in sich aufzunehmen. Das erste Buch, das er sich griff trug den einprägsamen Titel: „Cirmias - wie lobpreise ich richtig.“ Er seufzte laut auf, wie ihn das Schicksal doch immer wieder heimsuchte! „Ohje! Auweh! Gnade Cirmias!“, brabbelte der Getwergelyn. Ständig wurde ihm vor Augen geführt, wie schwach doch sein Bund zu Cirmias war. Er konnte nicht kämpfen wie seine Brüder, egal wie sehr er sich anstrengte, auch war er nicht vielmehr als ein mittelmäßiger Handwerker. Er hatte schon größere Dienste am mächtigen Bergvolk verrichtet, war stets mit Leib und Seele bei der Sache. Aber, es war ihm nicht genug, es würde ihm nie reichen, er wollte mehr. All das.. was für endlose Möglichkeiten.. Khaz-Aduir… Dienen.. Reichtum anhäufen..Cirmias.. Möglichkeiten.. Volk.. Ein eher unmelodisches, äußerst nerviges Schnarchen - stimmte seine Umwelt, auf Geodizs Spontanschlaf ein. Wie so oft, machte sich der Geist des kleinen Denkers über das letzte Thema seines Schaffens her. Er sah einen Wald, deftiges Grün, zwitschernde Vögel, entfernt die Hufe einer Rehfamilie, das Grunzen der Eber, der süße Duft nach Honig, das Plätschern eines Flusses und hinter dem Wald.. Welch ein atemberaubender Anblick sich dort auftat! Ein Berg, dessen Spitze den Himmel zu erstechen drohte. Wie Zuckerglasur lief das Gletschereis den Berg herab und verlief sich in den mittig liegenden Schnee. Getwergelyn hatte keine Wahl. Er musste durch den Wald, um den Berg zu erreichen.
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Die Luft knisterte förmlich, sogar der alte Stein und Höhlen liebende Geodiz musste sich eingestehen, dass dieser Wald etwas Besonderes war. So voller Leben, voller Anmut und Friede. Tiere welche er erblickte, flüchteten nicht, sie hoben ihre Köpfe und sahen ihn an, verharrten Still. „Grüß dix! Grüß dix! Axo! Grüß dix aux, Hirschlix!“, gut gelaunt nickte er dem Waldgetier freundlich zu und er würde darauf schwören, dass so manche Kreatur zurück nickte. Mit jedem Schritt, kam er diesem, dem höchsten aller Berge näher. Aus der Ferne versuchte er bereits die Felsen und das Gestein zu identifizieren, ein bläulicher Schimmer spiegelte sich von des Berges Oberfläche. Atemberaubend. Je näher er sich dem Himmelskratzer näherte, desto mehr verließ der Schmerz seine Knochen, kein Schlurfen mehr, kein Humpeln, keine Sehschwäche mehr – sein Gang war nahezu beflügelt und erhaben. Ein tiefes Gefühl von Glück, Erhabenheit und Zuversicht überkam ihn. Er fühlte sich so jung, voller Elan, Schaffensdrang und kurze Zeit später fand er sich an dem Fuße des Riesen wieder. Doch was sahen die begeisterten Getwergelynaugen da? Dieser Berg bestand aus reinstem Mithrill, es glänzte und schimmerte, zum Teil bedeckt durch Schnee und Eis. Sogar der blaue Himmel wirkte blass dagegen. Ein riesiger Eisbär trottete aus der Ferne auf ihn zu, doch Geodiz empfand keine Angst oder Furcht. Nein, es war Vertrauen, Liebe und eine tiefe, innige Verbundenheit zu dem Geschöpf. Zwanzig Zwergenlängen entfernt, richtete sich der Bär auf, brüllte so laut, dass der Schrei von dem Berg wiederhallte und wie ein Donnern von dem Berg herab stürmte. Der Wind pfiff Geodiz Getwergelyn um die Ohren, seine Kleidung flatterte, doch er blieb standhaft und versuchte sich dem Bären zu nähern, der da seine Zähne bleckte und ihm seine Macht demonstrierte. Als der riesenhafte Eisbär den Versuch erkannte, verhallte das Brüllen und er senkte sich ab auf alle Viere und trottete weiter auf den Zwerg zu. Nur wenige Fingerbreit trennten Getwergelyn von dem Eisbären und jener berührte den wissbegierigen, alten und verwirrten Suchenden mit der Schnauze. Und da konnte Geodiz plötzlich sein Sein erfassen, er fühlte, wie er noch nie zuvor gefühlt hatte. Der Berg erzeugte ein derart mächtiges und einzigartiges Gefühl in ihm, nicht zu beschreiben.. so nutzte er wieder das Wort „Cirmias“. Er fühlte.. Cirmias. Der Bär legte sich im Anschluss bäuchlings zu Boden und schloss die treuherzigen Augen. Und da verschwand alles, der Wald löste sich auf, der Berg verflüchtigte sich im Nebel und den wissbegierigen Geodiz erfasste tiefe Müdigkeit. Er lehnte sich an den Bären, der nur ein wohliges Brummen von sich gab, mit einer solchen Intensität und Monotonie, dass er sich gedanklich mit dem Bären in eine tiefere Ebene des Traumes begab. Der Bär sprach nicht, jedoch lernte Geodiz von ihm zu verstehen…

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Zuletzt geändert von Geodiz Getwergelyn am Donnerstag 14. Juli 2016, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

In den letzten Tagen wurden die Gespräche mit Geodiz stetig länger, die Themen fächerten sich breit über alles worüber man sich als Kalure gedanken machen musst und dennoch waren es einige spezielle Dinge auf denen es immer wieder endete. Baznuk hatte so ein Gefühl was Geodiz betraff, nicht alles was er erzählte entsprang seinen verquerten Geist, einiges davon hörte sich so vertraut für Ihn an.
Darogan hätte bestimmt sofort erkannt ob es sich dabei um den Ruf des Vaters handelte, Baznuk hingegen war zögerlich, für Ihn war das gänzlich neu einen Kaluren in der nähe zu haben der noch auf dem Weg ist dem Ruf des Vaters zu folgen. Bei Cirmias was vermisste er die Graufelsin, Ihr fernbleiben war wirklich ein Verlust für das ganze Volk, er könnte sie jetzt wirklich gut gebrauchen.
Doch jammern zählt nicht, keine Ausreden, kein Zögern, kein schieben. In der Annahme das die Gespräche, seine ausnahmsweise direkte Wortwahl auf das gleiche zielte blieb Ihm nichts anderes übrig als Geodiz vorzubereiten. Eine seltsame Situation, so war Geodiz doch nicht nur ein Bruder wie alle anderen unter dem Berge sondern er war wirklich sein Bruder, im Blute. Er kannte Ihn zu gut um behaupoten zu können das es keine Herausforderung wird, doch sind es die Herausforderungen die uns alle schließlich Formen.

Noch am frühen Abend im Gespräch an der Taverne wird der Geodiz seine ersten beiden Aufgaben stellen. Vorbereitend, prüfend, abschätzend. Zum einen muss Geodiz seine Gedanken, seinen wirren Geist unter Kontrolle bringen, damit überhaupt die Möglichkeit entsteht für was gänzlich unbekanntes empfänglich zu werden, es zu hören, es zu fühlen. Gleichsam müsste er aber auch auf die Pflichten vorbereitet werden die dieser Ruf mit sich bringt.


Akh möchte von Dâr, nun höre genau zu..Sicher wird es Dâr nôr leicht fallen da es gegen alle deiner liebenswürdigen eigenarten geht also.. Akh möchte von Dâr Bruder, dass die nächsten Wochen nicht eine einzige Rechentafel, Berechnungs Werkzeug oder jedwedes andere mittel für höchst anspruchvolle Dinge in deinen Händen ist. Nicht anfassen, nicht drüber nachdenken. Es geht mir dârum das Dâr deinen Geist frei macht von Dingen die Dâr einschrenken und nôr Platz lassen für Veränderungen. Nach einiger Zeit werden akh Dâr etwas zeigen und wir werden erfahren wie erfolgreich Dâr warst.

Mache für die Bauhüttler einen Termin aus im Menekur Tempel, so wie es mit dem Emir Abbas besprochen war. Wir haben alle noch viel zu lernen über Traditionen und Eigenheiten der Völker und wir beginnen damit beim Volk der Eluive.
Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Freitag 15. Juli 2016, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
Geodiz Getwergelyn

Beitrag von Geodiz Getwergelyn »

Hach, wie freute es den alternden Getwergelyn Zeit mit seinem leiblichen Bruder, seines Bruders Erwählten Eirin, seiner über alles geliebten Nichte Vilja verbringen zu dürfen. Wie gütig war doch der Herr des Berges. "Pa!", plärte er in Gedanken und gluckste vergnügt vor sich hin. Insgeheim freute er sich schon darauf die Getwergelyn'schen Eigenarten in seiner Nichte hervorzulocken, .. Was würde Eirin dazu sagen? Ein schnelles Kopfschütteln ordnete die Thematiken in seinem Hirn neu. Die Bauhütte.. Seit jeher hatte er tiefen Respekt vor ihren Mitgliedern, der Verantwortung die es mit sich brachte dort Cirmias zu dienen, den langen Gesprächen, der Nähe zum Bergvater, der Geduld und ja.. auch der Diplomatie und Politik.

Die erste Aufgabe Baznuks war schnell erledigt. Auf- und abschlurfend, diktierte Geodiz seinem Schreiberling den Inhalt der Steintafel an den menekanischen Tempel. Groß war die Vorfreude auf das Wissen, die Kultur und die Traditionen des Wüstenvolkes.

Die zweite Aufgabe hingegen, drückte dem Getwergelyn und seinem hochmathematischen Zirkel die Tränen in die Augen. Sie saßen zusammen und lösten die letzten komplexen Gleichungen, Funktionen, arbeiteten ein wenig im vorraus. Er verstand worum es seinem Bruder ging, er musste sich den grundsätzlichen Dingen widmen, es war wieder Zeit die Axt zu schwingen, seinen Glauben zu stärken, seine Gedanken zu ordnen, einen neuen Weg einzuschlagen und sich zu öffnen, für dieses neue, starke Gefühl in ihm. Mithilfe einer Vielzahl alchemistischer Tinkturen, Meditationen und Gebete würde er seinen Kopf weitestgehend klarhalten, sich fokussieren - die neuen Ziele verfolgen. Ein jeder Tag würde nun für die nächsten Wochen den gleichen Ablauf und Rhytmus inne haben. Als erstes würde Geodiz auf dem höchsten Punkt des Berges meditieren, im direkten Anschluss darauf seine täglichen Gebete im tiefsten Stollen sprechen. Es folgte Rüstungs- und Waffenpflege, ehe er sich aufmachte den alten Körper wieder zu stählen. Die tagtäglichen Aufgaben der Bauhütte folgten, es gab immer etwas zu tun. Auch seinen Mitbrüdern und Schwestern wollte er immer ein offenes Ohr schenken und sich Zeit nehmen, für deren Anliegen und Sorgen.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Noch am Abend wird der Schriftlich festgehaltene Auftrag an Geodiz überbracht, ebenso ein kleiner Siegelring, der Ihn für die nötigen Aufgaben mit der Amtsgewalt austattet.

Cirmias Segen mit Dâr Bruder,
erfolgreich hast Dâr heute Abend unser Volk in der Sondierung der Möglichkeiten mit den Insellangbeiner vertreten. Akh bin zufrieden mit deinem weitsichtigen wirken und dem der Anwesenden Brüdern.
Aus diesem Grund ernenne akh Dâr zum Sonderbevollmächtigten der Bauhütte, zur Einberufung des Rates und Führungs des Vorsitzes im Bezeug auf die weitere Vorgehensweise mit dem Volk der Insel. Anbei hast Dâr einen Siegelring, der Dârs handeln legitimiert im Namen der Bauhütte.
Akh werde jeden deiner Schritte begleiten und prüfen um Dâr am Ende bewerten zu können. Sieh diese Aufgabe als Vorbereitung auf viele kommenden. Handle stehts mit Weitsicht, binde das Gesamte Volk ein und bringe dieses Unterfangen zu einem förderlichen Ende für die unseren.

Baznuk Donnerfaust
Geselle der Bauhütte
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Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Sonntag 17. Juli 2016, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
Geodiz Getwergelyn

Beitrag von Geodiz Getwergelyn »

Zufrieden schmatzend dreht das gekrümmte Männchen den Ring in seinen dicken Fingern. Spannend waren diese Zeiten, aufregend - große Chancen für den Berg taten sich auf. Schnell wurde das geforderte Schreiben an das Volk aufgesetzt und eine Kopie der Tafel an Baznuk übermittelt.
Geodiz Getwergelyn hat geschrieben:Eifrig diktierte der alte Silberbart seinem Steintafelgraveur, des Vertrauens, den Inhalt der schweren, wuchtigen und zeremionellen Tafel. Auch diese Tafel wurde unter besonderer Verschwiegenheit und explizit in Altkalur verfasst. In gewohnter Manier wird jene auch mit den offiziellen Siegeln ausgestattet und am Nilzadaner Marktplatz aufgestellt.


18. Cirmiasum 259 Monat des graugelben Schneeotters
Groß und mächtig ist der Berg!

Aus den diplomatischen Gesprächen mit dem Inselvolke der bunten Cabezianer ergaben sich folgende Aufschlüsse und Rückfragen.

Vorab sei angemerkt, dass das Pack welches mit dem Westen korpultiert NICHT beteiligt oder in Zukunft beteiligt sein wird. Die Verhandlungspartner haben sich auch von jenen distanziert!
Es ergibt sich für das stolze Großreich Kalurien die Möglichkeit, den Handel florieren zu lassen, ebenso gab es ein Angebot sich Gegenseitig im Kampfe zu schulen - was jedoch weit interessanter erscheint, ist die Möglichkeit verschiedene Crews anzuheuern. Geführt von den Königen der Insel, Jaqueline Perera und in Vertretung eines Sebast... Leopold, Held des Volkes, Vermehrer der Münzen!

Die Bauhütte stellt nun die Frage an das Volk zur Ideensammlung:

Was könnten wir mit Söldnern anstellen?
Gibt es konkrete Vorschläge und Bedenken der Brüder und Schwestern,
wie sich solche Truppen verwenden ließen?






Für die Bauhütte, das Volk und die Beständigkeit des Großreichs Kalurien!



Geodiz Getwergelyn
-Novize der Bauhütte-

*mittig prangt das altbekannte Siegel der Bauhütte*
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