Der Gast und andere Schwierigkeiten [Nilzadan die I]

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Antorius
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Beitrag von Antorius »

Wenn er die Tage unter den Berge verbrachte spross der Bart, fast konnte er sich schon kleine Zöpfe flechten. Ebenso hatten sie ihn süchtig nach guten Bier gemacht, schleichend war es vorangegangen.. mal hier ein Biecherchen mal da eins. Ja sie hatten ihn damit regelrecht angesteckt und so zierte natürlich auch ein Bierfass seine neue Räumlichkeit. So Meister Nurin die gekritzelte Lydittafel finden würde wäre auch sein Zimmer, das recht großzügig bemessen worden war bald eingerichtet. Ja er fühlte sich hier zuhause und lauschte gern den alten Geschichten vom Götterberg, Cirmias Wirken und Schaffen hier und die Geschichte von Temoras Anfängen hier, als man sie im Schoss des Berges vor Alatar verbarg.
Ja, er nächtige im Sippenhaus der Donnerfäuste und das rege Treiben und Poltern in den Hallen empfand er als recht angenehm. Auch Baznuks kleiner Sonnenschein und Dorlikin waren ihm sehr ans Herz gewachsen. So ging er ab Mittag den Pflichten im Kloster nach bis er zur Abendstunde wieder einkehrte in den Berg. Doch dort brannte dann noch lange eine Kerze in seinem Zimmer. Immer wieder hörte man ihn Worte aus seinem Notizbuch wiederholen. Kalurische Worte wurden regelrecht verweichlicht ausgespruchen, jedenfalls für den Geschmack eine Kaluren...


*In eine dünne Lyditplatte wird eine Nachricht mit einem Meissel eingekratzt worden sein, absolut nicht kalurischer Absender wird sich rasch verdeutlichen. Die Schrift wirkt wie von einem kleinen Kind geschrieben fast unsauber krakelig. Dennoch ist die Mühe erkennbar.*

"Cirmias Segen mit Euch und den Euren, Meister Nurin

So es eure kostbare Zeit zulassen wird wäre ich euch dankbar, wenn
ihr mir helfen könntet einige Gegenstände für meine Räumlichkeit im
Sippenhaus käuflich zu erwerben.

- Zwei Bücherregale (groß, nach Menschenart, nicht nach Kalurenart) aus Lydit
- Ein Steinthron aus Lydit
- Zwei Steintischchen aus Lydit (mit dekorativem weissem Quarz in der Mitte)
- Ein Steintisch (dunkel, drei Schritt lang) aus Lydit
- eine kleine Statue, temoraähnlich aus Cirmit (mit geschwungenen Flügeln)
- ein kleines Podest aus Cirmit
- zwei Wandfackeln (eine fur die Nordmauer/eine fur die Westmauer)
- zwei Wandkerzen (eine für die Nordmauer/eine für die Westmauer)
- einmal Regal, Kräuter und Behalter (als Wandregal)

So verbleibe ich mit respektvollem Gruße,

gez. Antorius
Lehrling unter dem Berg
Diener der Herrin Temora"
Zuletzt geändert von Antorius am Sonntag 5. Juni 2016, 07:52, insgesamt 2-mal geändert.
"Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise;
Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise."
Friedrich Rückert
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Antorius
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Beitrag von Antorius »

Der Bart wurde natürlich nicht geflochten, doch immerhin begann er sich nun langsam doch heimisch zu fühlen. Er mochte die direkte Art der Kaluren, sie sagten gleich was sie dachten und dennoch fühlte er sich in Gegenwart einiger wie ein Eindringling, ein Fremder.
Das Misstrauen war ausgeprägt, bei mancher sogar Abneigung gegen seine Anweisenheit hier im heiligen Berg. Er ging dennoch weiter mit ihnen kämpfen, er versuchte mehr zu lernen, mehr zu begreifen, um sie schlussendlich besser zu verstehen. Er ging auf sie zu, war recht hartnäckig ohne aufdringlich zu sein und lies sich einfach nicht entmutigen.
Dank Meister Nurin hatte er nun sogar ein Zuhause bei den Donnerfäusten gefunden in dem er sich wohl fühlen konnte und auch wenn ihn einige schon für einen halben Donnerfaust hielten, so blieb der doch was er eben war... ein Mensch. Doch er mochte die Anwesenheit einiger Kaluren inzwischen garnicht mehr missen und gewiss war es auch in Temoras Sinne ihnen die Möglichkeit zu geben zu sehen, dass dort jemand war der sich an die alten Geschichten und Zeiten erinnerte. Ja, hier war ein Teil seiner Familie und wenn er sich anstrengen würde, wäre es möglich das die werte Berronan ihn in 30 Jahren nicht mehr als Bartschänder ansah, in 20 Jahren man vielleicht nicht zuerst den Menschen in ihm sah und für eine doch gelungene Investition hielt und in 10 Jahren... vielleicht... seine Ausbildung abgeschlossen sein könnte.
Neben den Kriegsvorbereitungen konzentrierte er sich nun auf das Erlernen der Kunst des Bierbrauens, vielleicht konnte er so Meister Grimms grimmiger Miene ein wohlwollendes Lächeln entlocken, wenn er ihm dabei zur Hand gehen konnte... wer weis. Doch tagsüber widmete er sich in den frühen Nachmittagstunden den Pflichten im Kloster.
Zuletzt geändert von Antorius am Mittwoch 8. Juni 2016, 12:16, insgesamt 4-mal geändert.
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Friedrich Rückert
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Antorius
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Beitrag von Antorius »

Aufgrund außerweltlicher Verpflichtungen wurden seine Besuche in letzter Zeit seltener. Dafür kochte und brodelte es in der Klosterküche und im Glaubenshaus. Vielfältige Wohl- und auch grässliche Gerüche durchzogen die Räume. Die Kochkunst zu verfeinern war in der Tat kein leichtes Unterfangen und auch das Bierbrauen klappte nicht so wie er es sich vorgestellt hatte, es eine schale Plörre zu nennen war noch recht milde ausgedrückt. In seinem Zimmer konnte man mehrere Ansätze finden, dass er sich mit der Braukunst befasst haben wird.

Doch... so ging es also nicht weiter, er musste in die Lehre gehen so wie es Baznuk ihm schon vor vielen Tagesläufen vorgeschlagen hatte. So würde im Hause der Donnerfäuste für Meister Grimm eine Nachricht auf Pergament hinterlegt werden.


"Cirmias und Temoras Segen mit euch, hochverehrter Meister Grimm

Ich bitte euch um ein Gespräch im nächsten Wochenlauf. Ich bitte um
die Prüfung ob ich geeignet bin die Kunst des Bhirbrauens zu erlernen.
Um von euch lernen zu dürfen und euch zu unterstützen die Sippe stehts
mit cirmiasgefälligem Gebräu zu versorgen.

Möge Cirmias euch behüten und Temora über euch wachen!

gez. Antorius"
Zuletzt geändert von Antorius am Mittwoch 13. Juli 2016, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Friedrich Rückert
Grimm Donnerfaust

Beitrag von Grimm Donnerfaust »

*brummelnd las Grimm das Pergament..* Nie würde er verstehen wieso Langbeiner Pergament bevorzugten.. es wurde so schnell dreckig.. und dann konnte man den Text kaum noch entziffern..
Ein Langbein wollte das Brauen von kalurischem Bhir erlernen?!! Sowas ging ja mal gar noar.. die Sippen hüteten eifersüchtig die Rezepturen ihres Bhirs sogar unter einander... Außerdem wie sollte so eine Prüfung aussehen?.. *er brummelte und beschloß bei Gelegenheit mit Baznuk darüber zu reden..*

so blieb der Schrieb erst ein mal ein Weilchen unbeantwortet..
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Krampfhaft versuchend sein kichern zu unterdrücken, während er sich in Gedanken seinen Unfug schon ausmalt. Leicht schräg angelehnt platziert er eine Steintafel an der Tür von Antorius Zimmer im Sippenhaus. Faszinierend der Gedanken an die Tafel, wenn die Tür nach innen aufgezogen wird...

Vaters Segen Dâr Bruder,
dar bist nun schon lange bei zu Gast, in der Sippe, im Nilzadan. Viel hast Dâr über die Eigenheiten unseres Volkes und unsere Traditionen gelernt. Dein reger Umgang in der Sippe haben Dâr das anfängliche erlernen der Sprache erleichtert. Doch nun ist es an der Zeit die sprachlichen Eigenheiten in den einzelen Sippe zu erfahren, zumindest soweit das Dâr ein Gefühl dafür bekommst und zurecht kommst.

Akh schlage vor das môr mit den Hammergrunds anfangen, gefolgt von den Graufelsen.

Akh hoffe Dâr hast gut geschlafen und deinem Fuß geht es gut.

Baznuk
Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Samstag 24. September 2016, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Antorius
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Beitrag von Antorius »

Die Nacht war lang gewesen, genaugenommen gingen seine Studien bis in die frühen Morgenstunden ehe er es ins Bett geschafft hatte. Was Baznuk davon halten würde, wenn er wüsste dass das Westreich gerade Teil dieser Studie war? Irgendwann in der frühen Mittagstunde erwachte er, wusch sich kleidete sich an, natürlich kampfbereit und öffnete die Türe seines Zimmers, als wrums... etwas auf seine linke beschuhte große Zehe hinabdonnerte. Welcher... während der Schmerz durch jede seiner Zellen jagte und er auf einem Bein herumhüpfte einem kleinen Steinbeisser nicht unähnlich jaulend, sah er kurz hinunter. Eine Steintafel? Wer stellte ihm _so_ eine Steintafel an die Türe. Seine Zehen pochten und er hob grimmig brummelnd die Steintafel auf und studierte die Zeilen darauf. Alsbald verliessen Schreiben, natürlich auf Pergament mit Tinte geschrieben, sein Zimmer und fanden ihren Weg durch den Berg. Das Schreiben an Baznuk war mit feingemahlenen Kernen der Frucht der wilden Heckenrose, auch Hagebutte bestäubt worden. Vielleicht würde jener Staub für Sand gehalten werden mit dem man die Tinte bestäubt haben wird, wer weis.
Berronans Brief wurde zusätzlich mit drei getrockneten gewürzten Steinpilzscheiben versehen, damit sie etwas zu knabbern hatte.



"Cirmias Mahal, mein Bruder Baznuk

Natürlich komme ich deinem Wunsch gern nach und besuche die anderen
Sippen. Ich bedanke mich, dass du mich nicht zu früher Morgenstunde
geweckt hast und meinen Füßen geht es prächtig, noch kein Pilzbefall
feststellbar.

Möge Temora dich behüten und leiten!

gez. Antorius"


"Cirmias Mahal, werte Berronan von den Hammergrunds

Sofern ihr geneigt seid mich in den kommenden Tagen zu empfangen
würde es mir eine große Ehre sein. Es ist mir gelungen ein neues Elixier
herzustellen, welches den Bart noch geschmeidiger machen wird und mit
edelsten Ölen aus klösterlicher Walnussölproduktion pflegt.
Ebenso wäre es mir eine Ehre mehr über den Dialekt derer von
Hammergrunds zu erlernen, da ich erkennen durfte, dass es unter den
Sippen noch eigene besondere Wörter und Ausdrucksweisen zu geben
scheint.

Ich würde mich sehr darüber freuen von euch empfangen zu werden.

Möge Temora euch behüten und leiten!

gez. Antorius"
Zuletzt geändert von Antorius am Samstag 24. September 2016, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
"Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise;
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Friedrich Rückert
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Unvorstellbar wie sehr der kurze das Pergament Werk hasste. Wie oft hatte er im Sippenhaus schon alle Vorrate davon vernichtet die Antorius anschleppte. Doch es halft nichts, immer wieder und immer mehr davon fanden den Weg daovn in den Nilzadan. Das Langbein hatte dem kurzen gezeigt was langatmigkeit bedeuten kann, er gab auf und duldete das Pergamentwerk von Antorius, murrend.

Kurz über das aktuelle Pergament pustend was Antorius so staubig für Baznuk liegen lassen hatte flog er über die Zeilen. Das Kichern konnte er sich abermals nicht verkneigen als er die Zeilen über den Fuß gelesen hatte. Zufrieden warf er das Pergament dann Weg und machte sich gedanklich fast daran neue Aufgaben für den Lehrling bereitzustellen als...

Bei Cirmias vermaledeite Zottelratten Läuse...*Fluchend, maulend und laut schreiend brüllte er durch das Sippenhaus* Wer hat das Ungeziefer wieder mit ins Haus gebracht? Belgrom! Tambar! Thoria!


Hastig machte er sich daran eine Mischung aus Steinstaub, Beisserdung und Bier sorgfälltig in alle seine Haare einzureiben um diesen dann ordentlich trocken zu lassen. Damit würde jede Laus ersticken!!

Wären es den mal Läuse...
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