Kloster zu Schwingenstein
- Der Herrin Segen mit Euch, Fräulein Janarey.
Wie ich es Euch bei meinem letzten Besuch im Dorfkrug in Berchgard mitteilte, habe ich mit dem Kloster und dem Klostervorstand über das gesprochen, was ich in Eurer Gaststube vorgefunden habe.
Somit teile ich Euch stellvertretend für die Priesterschaft Temoras im Herzogtum Lichtenthal folgendes mit:
Zum Blatt des Lichtbaumes:
Als Ihr, Fräulein Janarey, das Blatt des Lichtbaumes erhalten habt, so war Euch damit ebenso die Aufgabe gegeben worden über diese Kostbarkeit zu wachen. So selten und voller göttlich wundersamer Bedeutung ist dieses Blatt des Lichtbaumes, dass ihm jeder Schutz zusteht, so wie Männer und Frauen seit jeher auch den Baum beschützten. In Eurer Verantwortung habt Ihr das Blatt an eine Euch liebe Person weitergereicht – eine große, innige Geste, die für Eure Zuneigung spricht. Dennoch seid Ihr nicht von der Aufgabe entbunden das Blatt zu beschützen und als es öffentlich und ungesichert ausgelegt wurde, kamt Ihr dieser Aufgabe nicht zu genüge nach.
So weist die Kirche daraufhin, dass Ihr das Blatt des Lichtbaumes wieder an einen sicheren Ort bringen solltet, da weder öffentliche, noch halböffentliche Räumlichkeiten angemessen sind. Ansonsten wird die Priesterschaft das Blatt zurück ins Kloster bringen und dort aufbewahren.
Zur Auswirkung der ausgestellten Gegenstände aufeinander:
Ein Blatt des Lichtbaumes hat nicht die Wirkung wie der Lichtbaum selbst und neutralisiert damit nicht die dunklen Kräfte, die von den verfluchten Gegenständen ausgehen, die Ihr ausgestellt habt. Dies war bedauerlicher Weise eine falsche Annahme Eurerseits.
Entsprechend müssen wir davor warnen diese einzelnen Objekte in der Nähe voneinander aufzubewahren. Ein immerwährender Kampf der Kräfte wird anschwellen und Euer Umfeld zu beeinflussen beginnen. Und genau davor wolltet Ihr Fräulein Assamaril eigentlich schützen.
Ausstellung der dunklen Artefakte:
Euer Anliegen aus dem Dorfkrug ein Museum von Seltenheiten zu machen ist kulturell betrachtet eine genehme Angelegenheit. Doch bei der Umsetzung Eures Vorhabens wurden viele Aspekte außer Acht gelassen. Gerade von einer Knappin und einer ehemaligen Schülerin des Klosters, die einst anstrebte Dienerin der Herrin zu werden, hätten wir erhofft Ihr hättet moralisch und auch in Aspekten des Glaubens mehr Augenmerk auf die Auswahl der Gegenstände gelegt.
Wer wahrhaft gläubig ist wird so wie die Kirche diese Ausstellung eines Gegenstandes wie den „Fluch Alatars“ neben dem Blatt des Lichtbaumes als geschmacklos und gefährlich betrachten.
Dunkle Artefakte:
Weiter seid Ihr darauf hingewiesen, dass die Kirche Temoras Euch hiermit auffordert die verfluchten, dunklen Gegenstände zu vernichten, die weiterhin wirksam sind. Eine Schande ist es sie im Reich unseres Königs und unter den Augen der Menschen zu beherbergen, die ihre Herzen den Lichten Gottheiten verschrieben haben und viele der Ihren an die Grausamkeiten der Pantherbrut verloren haben. Dies sprechen wir zum Schutze und Gemeinwohl der Gemeinde aus.
Die Situation im Dorfkrug überraschte Euch so sehr wie mich und so gehe ich davon aus, dass Ihr die Anklage, ich hätte Euch in Eurem Haus bedroht, nach der Bedenkzeit als nichtig betrachtet. Denn gerade Ihr mit Eurer Vergangenheit und Euren Zielen, so bin ich mir sicher, stellt nicht die Autorität der Kirche in solcherlei Fragen in Zweifel, noch ihre Möglichkeiten entsprechende Wege des Eingreifens zu finden.
So wissen wir um Euer Verständnis und sehen Eurer Kooperation entgegen.
Den Schutz der Schwertherrin mit Euch,
-Diakonin der Lichtherrin Temora-
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