Ein sauberer Brief mit einer durchaus schönen Handschrift wird an das Rathaus zu Berchgard heran getragen.
Temora zum Gruße.
Mein Name ist Vitus Devon Karolus, meines Zeichens Schütze.
Ich bin vor ein paar Tagen auf Gerimor angekommen und habe mich bereits etwas eingelebt.
Ich erbitte ein Gespräch, um mich als Bürger des Herzogtums Lichenthal und der Stadt Berchgards zu bewerben.
Bitte sendet mir ein Antwortschreiben mit Terminvorschlägen zu 'Die Diamantene Nadel' in Berchgard, der zukünftigen Schneiderstube Fräulein Narins.
*Noch recht spät am Abend geht eine Antwort hinaus und trifft in den frühen Morgenstunden ein*
Berchgard 26. Schwalbenkunft 259
Der Krone und dem Reich zu ehr!
Werter Herr Vitus Devon Karolus,
Hiermit entsende ich Euch eine Einladung für ein Bürgergespräch des Herzogtums.
Dazu biete ich Euch den 27. Schwalbenkunft zur 1. nachmittagsstunde an.
Bitte Informiert euch vorher über Gesetze, Glauben, Struktur, und Politik des Reiches.
Last es mich rechtzeitig wissen ob Ihr den Termin annehmen könnt.
Hochachtungsvoll
im Namen von
Baron von Gipfelsturm
Kronritter seiner Majestät Ador Segenus Corbidian Victor dem Ersten von Alumenas
Den Mund voller Stecknadeln öffnet die kleine Frau die Türe und mustert den Boten, der davor steht ungehalten. Das Schreiben mit dem Siegel des Rathauses wird entgegen genommen, die stammelnde Terminerklärung des Boten angehört, dann folgt ein knappes Nicken, gefolgt von einigen undeutlich genuschelten Worten, bevor sie mit einem Augenrollen die Nadeln aus dem Mund nimmt.
“Er wird da sein, richtet das der Lady aus, ja?” mit einem charmanten Lächeln schließt sich die Tür vor der Nase des Boten, und die Schneiderin begibt sich wieder an die Arbeit, vor sich hin nuschelnd “Irgendwann drehe ich ihm den Hals um. Er hätte mich ja vorwarnen können!”
Das Schreiben wird seinen Weg in die Hände des Schützen finden, auf die eine oder andere Art und Weise.