Ein Bericht an Tahir und Sahid.
Bericht über die Entführung des Erhabenen durch die Pantherbrut
Friede sei mit Euch, mein Sanjak,
Friede sei mit Dir, mein Sajneen,
folgend findet Ihr, Sanjak, einen Bericht über die Ereignisse vom 10. Schwalbenkunft zu Eurer Verfügung. Eine Abschrift dieses Berichtes erging ebenso in die Akten der Janitschare. Die Quelle für diesen Bericht ist einzig mein Gedächtnis, welches in Punkten auch fehlerhaft sein möge. Wenn Ihr weitergehende Darstellungen einzelner Sachverhalte wünscht, so werde ich ausführen. Ich gliedere diesen Bericht in drei Teile, nämlich die Entführung und meinen Handelsversuch, den Angriff der Völker auf den Unterschlupf der Pantherbrut, und letztlich den vergeblichen Gegenangriff der Pantherbrut und ihrer menschlichen Huren auf die goldene Stadt.
Die Entführung und der erste Rettungsversuch
Ich befand mich zusammen mit dem erhabenen Jikban auf dem Weg zu einer Übung in die Frostwassergrotte. Auf dem Weg trafen wir auf eine Pantherfratze (offenbar bezeichnet als ‚Runenloser‘) die mit einem Bogen wie nicht abgeholt im Wald stand. Offenbar war diese Pantherfratze Bestandteil einer Gruppe aus drei Fratzen, welche alsbald dazukamen. Sie standen unter der Kontrolle eines Letharenmagiers, der sich als Mitglied des „Schatten des Panthers“ durch seine Uniform darstellte. Jenem war es offensichtlich ein Begehr, Ohren zu sammeln. Es kam zum Kampf, bei dem der erhabene Jikban die Flucht anordnete, selbst aber von dem Haufen ins Gemengelage gezogen wurde und zu Boden ging. Die Anstrengungen der Pantherfratzen konzentrierten sich einzig auf den erhabenen Jikban.
In der Folge ritt ich mit schneller Geschwindigkeit in die goldene Stadt, um mich einer Menge von Maras Tränen zu bemächtigen, mich zu entwaffnen und zurück zu reiten, in dem Versuch, den erhabenen Jikban freizuhandeln, bevor jene wissenden Pantherfratzen ihn als den Erhabenen identifizierten. Auf dem Weg zurück zum Ort des Geschehens traf ich auf eine Pantherfratze vor einem verfallenen Haus nebst einer Mine, die sich des Handels verweigerte. Ich sah, wie der erhabene Jikban in das Haus geführt wurde. Nach kurzem trat ein Letharf mit dem Titel eines Mael’Qils vor, der den erhabenen Jikban bereits als Emir enttarnt hatte und sich des Handels verweigerte. Er verwies auf den Status der degenerierten Spitzohren als „Kämpfervolk“. In Verweigerung eines Handels attackierte er mich mit einem offensichtlich vergifteten Bolzen aus seiner Armbrust – der Durchschuss konnte verödet und vom Maristan versorgt werden. Unmittelbar vor meinem Besuch im Maristan informierte ich Euch.
Der Angriff der Völker auf den Unterschlupf
Zur achten Stunde sammelte sich das Heer bestehend aus Menekanern, Kaluren und Elfen, um den explizit ausgesprochenen Kampfeswunsch des Mael’Qil zu erfüllen. Es zog als Strafexpedition durch das Grenzdorf, um letztlich vor dem enttarnten Unterschlupf aufzulaufen. Die Kaluren machten sich daran, die Holztüre des Unterschlupfes aufzubrechen. Ein kleiner Trupp ging in die Mine der Pantherfratzen und traf dort auf den Statthalter Rahals, ein degeneriertes Spitzohr. Nach kurzer Zeit kam eine schwarze Katze hinzu, die sich als Meister der Beschatteten entpuppte, welcher der irrigen Ansicht war, er habe einen Anspruch darauf, dass er und der Statthalter unbeschadet gehen gelassen werden. Als man sich anschickte, den Schatten seiner Idiotie zu lüften, eröffnete er einen Sphärenriss und verkroch sich, zusammen mit dem Statthalter.
Als der Vorraum des Leth’Axorn eingenommen wurde, krochen einige der verkümmerten Spitzohren tiefer in ihren Unterschlupf, wo wir ihnen ob der Dämpfe nicht folgen konnten. Sie schienen weiterhin den Handel zu verweigern, und es gelang uns nicht, ihre Magie zu bezwingen. Wir zogen uns zurück, nachdem ersichtlich wurde, dass wir den Erhabenen nicht befreien konnten.
Der vergebliche Gegenangriff der Pantherbrut und ihrer menschlichen Huren auf die goldene Stadt
Nach unserer Rückkehr in die goldene Stadt war es nicht lange, bis die Alarmglocken der schwarzen Stadt im Norden erklangen und sich ein Heer unter der Führung der Pantherfratzen sammelte um den Weg durch die Durrah zu wagen. Es fanden sich neben der Brut einige Magier des schwarzen Ordens, ein Ritter Isidors und einige Rabendiener unter jenen, die sich der Pantherbrut prostituierten. Vergeblich versuchten sie erst durch die Reihe der Kaluren, und auch sonstig durch das Stadttor zu kommen. Einem nach dem anderen rangen die Streiter des Bundes sie nieder, um schließlich eine hohe Fluchwirkerin des schwarzen Ordens zu fangen. Feige, wie sie waren, zogen die Pantherdiener nach der verlorenen Schlacht ab. Die Fluchwirkerin wurde von Sekban Khalida befragt und letztlich in der Durrah angekettet, wo sie die Pantherdiener mit eingekniffenem Schwanz wieder abholten.
So gesetzt am 14. des Monats,
Akemi Rami Yazir
Bericht in der Kaserne an Sahid
Moderator: Menekaner [Mod]
- Tahir Kemal Omar
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- Registriert: Freitag 22. April 2016, 11:17
*Zeile für Zeile überfliegt Tahir das Pergament des Akemi und es hat den
Anschein als würde er den Tag erneut durchleben. Seine Mimik verfinstert
sich zunehmend. Am Ende angekommen legt er das Schriftstück dann
zu den Akten und widmet sich wieder seiner alltäglichen Arbeit.
Im Laufe des Tages wird dann noch ein Bote zu Rami entsandt, der
ihm seinen Dank ausspricht.*
Zuletzt geändert von Tahir Kemal Omar am Dienstag 14. Juni 2016, 11:48, insgesamt 1-mal geändert.