Auf der Rückseite des einfachen, gefalteten aber nicht verschlossenen Papiers, ist der Adressat zu lesen: Den Herolden seiner Heiligkeit*
Seinen Segen, den Herolden seiner Heiligkeit!
Mit großem, aber nicht nachhaltigem, wir wollen nach vorne schauen, Bedauern habe ich vom Verscheiden des Emirs Imraan Mukthaar Omar gehört. Bedauerlich. Wichtiger scheint mir indes der Wunsch seiner Heiligkeit, diesem Ereignis gebührend zu gedenken. Ich habe mir erlaubt zu diesem Behufe einige Zeilen auf den Verblichenen zu verfassen, eine Lamentatio wenn es so beliebt.
*die folgenden Zeilen sind besonders sorgsam geschrieben. Überhaupt ist das Schreiben sehr sauber, aber technisch erkennbar bemüht verfasst. Der Verfasser hat ansonsten wohl keine besonders geübte Handschrift.*
Die ganze Stadt versammelt sich,
zum Fest, gleichwohl auch Reuen.
Was Seine Kinder feiern macht,
kann Wüstenvolk nicht freuen.
Für sie ist Freud und Tanz vorbei,
das Lachen ist vorüber.
Sie singen nicht zu der Schalmei,
ein Omar liegt darnieder.
Ach Weh, der Imraan fehlt ihn' sehr,
sein Volk, das wird ihn missen.
Hat es nun keinen Emir mehr,
und weint ins Seidenkissen.
Im Gesamtwerk handelt es sich um sechzig Verszeilen die, es beschämt mich zu gestehen, euch vorab mitzuteilen es mir an Papier mangelt.
Falls es seiner Heiligkeit jedoch beliebt das Gesamtwerk zu hören, es wäre mir eine Ehre es im Palast oder an jedem anderen Ort, der seiner Heiligkeit beliebt, vorzutragen.
Auch - gegen einen kleinen Obulus der meine Ausgaben für Papiere und, so fürchte ich, Leibwachen, deckt - bin ich gerne bereit, das Werk auf der Insel des Wüstenvolkes anzuschlagen, auf dass die Verse auch deren Erinnerungen frisch halten.
Sollten meine Zeilen seiner Heiligkeit Gefallen finden, so wird der Bankier mir diese frohe Kunde auszurichten wissen, wenn ihr in informieren mögt.
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