* Einige Tage vergingen, sitzt der Schmerz doch so tief und trocknen ihre Tränen nicht. Zu wissen das sie nichts mehr für Ihn tun konnte, vergräbt sie sich und baut eine Mauern auf. Die einzigste mit der sie sprach seit dem Tage, war die ehrenwerte Noelani, ihre Cousine die Ihr tröstend und auch einige liebenswerte und wichtige Worte schenkte. Denn noch fühlte sie sich schuldig, sie nahm dem menekanischem Volk, ihren geliebten Emir. Was wäre wenn sie selbst im Nahkampf gewesen wäre, statt im Fernkampf, doch sie würde die Worte es Emirs nie untergraben und folgte wie Ihr gesagt wurde. Steckt sie in ein tiefen Loch welches schwer sein wird aus diesem wieder heraus zu gelangen. Unsicherheit und aus Scham, vielleicht nicht richtig gehandelt zu haben, weiß sie nicht einmal wie sie jenem unter die Augen treten soll. Doch nahm Eluvie sein Leben, so wie es für Ihn bestimmt war, hatte sie nicht mal ansatzweise die Macht dies zu ändern oder auf zuhalten. Sie liebte Ihn wie es jeder tat, doch durch Ihr Leben im Palast lernte sie Ihn auch besser kennen. Immer wenn sie Fragen hatte nahm er sich die Zeit dafür, um es Ihr zu erklären. Auch wenn wichtige Termine anstanden, stand sie immer an seiner Seite um Ihm und seine Gäste zu bedienen. Sie tat es ehrenvoll und sorgsam, immer mit Freude zu wissen welch eine Ehre Ihr gebührt. Sieht sie es nicht als Bedienstete an, sondern eher als Freude, die jenige zu sein die diese Aufgabe zu teil wurde. Sie wohnt gerne im Palast, doch nun sieht sie den kleinen Arif. Der kleine Prinz, der seinen Radeh verlor und Ihn nie wieder sehen wird, so wie auch der Emir seinen kleinen Anaan Durrah nicht aufwachsen sieht. Doch verbringt sie, so man sie lässt und sie es darf viel Zeit mit Ihm. Schenkt Ihm Liebe so es in ihrer Macht steht und zeigt Ihm nicht ihre Trauer, sondern Freude.
Es liegt ein Schatten auf dem Palast, leerer und stiller ist er geworden. Wie wird es weiter gehen...wie macht man weiter...wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt...das man nicht mehr zurück kann.....manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen...manchen Schmerz der zu tief sitzt....und einem fest umklammert...doch werde ich an eure Worte denken..“ ein Jemaat hat stark zusein“ und das werde ich......*
“ Lebe Wohl mein Emir...ohne Schmerz und sei Frei....und eines Tages werden wir uns wiedersehen und ich werde Euch an lächeln und loyal dienen wie ich es immer tat.
Abeer Eluive!!!
Viele Wochen und Monate sind seit dem Tage vergangen, gab es wenig Nächte an denen die junge Natifah nicht schreiend aufwachte.
Gab es wenige Nächte an denen sie immer wieder versuchte die Blutung des Emirs zu stoppen versuchte und all die Bilder des Geschehens durch lebte. Immer und immer wieder verfolgte sie der Traum. Es gab Tage, an denen sie nicht einschlafen wollte, weil sie wusste was Nachts geschehen würde. Machte sie oft die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht. Keiner konnte wissen was die junge Natifah mit machte, jeden Tag und jede Nacht zu bewältigen hatte. Oft ging sie Nachts zum Tempel, besuchte die Urne und sprach in ihren Gebeten um Verzeihung. Sie betete sehr viel um endlich wieder Ruhe zu finden. Endlich wieder frei lachen zu können und nicht gespielt.
War da doch dieses Ahnengrab, was sie seit je her nicht mehr betreten hatte. Gab ihr Cousin Sahid Ibrahim ihr doch den Befehl, dies schnellst möglichst zu betreten und es hinter sich zu bringen.
Doch konnte sie es nicht, nicht das sie den Befehl missachtete, stand sie immer wieder vor jenem Eingang, doch gelang es ihr nicht einen Schritt weiter zu gehen, dem wie ihr Geheißen nach zu voll ziehen. Bei der Mara, es fragte sie keiner danach und dem war auch gut so. Ihr Inneres zerrissen, allein durch die Mauern wandelnd, versucht sie immer wieder Fuß zu fassen. Kaum ließ sie sich auf den Wegen von der goldenen Stadt blicken, selbst heute gibt es Tage an denen es ihr schwer fällt.
Als sie eines Abends mit ihren Lieblings Cousin Cihan darüber sprach gab es für sie kein Zurück mehr. All ihren Mut nahm sie zusammen und bevor sie diesen schweren Weg antreten würde, ging sie zum Tempel. Dort nochmals Kraft und Stärke zu tanken, in Ruhe jeden Schritt für Schritt gedanklich fest zu halten, stand Prekhaliq Hamza Mutalib aus dem Hause Ryzan vor ihr.
Nur wenige und einige Sätze sprachen sie zusammen und welches erstaunlich für sie in dem Moment war, als er zu ihr sagte :
„ Du willst dich deinen Dämonen stellen? „ Er wusste, fühlte und spüre, wie es um sie stand. Wie konnte er dies nach dem kurzen Gespräch wissen? So überwältigt wie sie war und verstand, so schenkte er ihr in der kurzen Zeit viel Kraft.
Da sie nicht alleine war, dank Cihan und Faris die sie begleiteten, würde ihr der Weg leichter fallen.... würde er dies? Zumindest ließ sie die beiden in jenem Glauben, doch diesen Moment......
Hat sie keine Angst vor den Gegnern, die dort unten lauern, eher was sie dort unten erwarten würde. Mutig ging sie ins Ahnengrab, kämpfte sich mit Cihan und Faris den Weg frei, völlig darauf konzentriert, auf den Kampf und deren Taktik, fielen die Gegner durch ihr gemeinsamen Kampf um wie Fliegen. Stolz und anerkennend der beiden Anaan Durrahs folgte sie dem Ende entgegen.
All die Erinnerung an jenem Tag werden etwas weniger und erblassen, doch in diesem Moment, als sie in den großen Hallen alleine war, Cihan und Faris waren schon raus. Höre sie jenen Schrei......
klar und deutlich so sehr …..das sie auf ihre Knie sank, ihr Kopftuch riss sie sich ab. Sie warf ihren Kopf nach hinten und ihr langes Haar peitschte auf ihren Rücken. Als sie schrie in jenem hörbaren Schrei welches ihr eigener zu seinen schien. Der indem Echo klingenden Schrei mit hinein, doch übertönte sie jenen und er schien endlos zu sein, als wollte sie jene schmerzhafte Erinnerungen damit abschütteln. All die sichtbaren Schatten die sich in diesem Moment vor ihren Augen nochmals abspielten, wusch sie mit ihren Tränen in den lauten Schrei fort.
Als ihr Atem zu ende wich, sank ihr Haupt vor und weinend rang sie nach Luft. Für einen Moment krampfartiges wimmern war zu hören, doch verstummte es irgendwann......Frei..
Frei von nicht habenden Schuldgefühlen, von Schmerz und Trauer, endlich nun wieder vorsehen zu können. Sieht sie wieder auf und voller Stolz erhob sie sich......ihren Weg Daheim an zutreten.
Der Todestag rückt näher, wusste sie doch wie sehr er geliebt wurde. Viele vermissen ihn und nicht nur jene von ihrem Volk. Dankbar und in der Hoffnung freute sie sich drauf, nun wieder klarer und mit einem lächeln durch die Straßen gehen zu können. Denn ist sie doch eine unbesiegbare und stolze Natifah. Eine die Hoffnung hat und Liebe in sich trägt, nicht auf zuhören und weiter zu machen.
Soll doch ihr Radeh und ihre Familie immer stolz auf sie sein und sie sich auf sie verlassen können.
So wird sie schon ihren Weg finden und nicht mit einem gespielten lächeln auf ihren Gesicht, sondern eines welches rein ist und von Herzen kommt.