Wenn der Vater im Berg ruft

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Gast

Wenn der Vater im Berg ruft

Beitrag von Gast »

Die Augenbraue lüpfte empor, durch den Schein ihrer Lampe stierte sie über den Rand von Steinplatten hinweg gen Wand. Wie gestochen fuhr sie empor und krabbelte über den Steintisch hinweg, auf der anderen Seite polterte sie zu Boden – rappelte sich auf und eilte zur Wand. Farbe wurde genommen und ein Strich gesetzt.. Tief atmete sie ein und ließ sich auf den Boden zurück gleiten. Nun war es fertig. Dieser Strich, der hat es ausgemacht. Das Bild vor ihr war ein riesiger Bär, der das Maul weit öffnete um über einen Steinabsatz hinweg in die Ferne zu brüllen. Tatzen geformt wie Hände umklammerten den Absatz.

Nachdem sie am Tisch zurück war, ergriff sie die Lampe und erleuchtete das Bild an der Steinwand. Nein, doch nicht. Nein, so ging das nicht – ganz und gar nicht. Das sah aus.. Sie ergriff Lappen und tunkte ihn in einen Wassereimer und begann energisch das gesamte Werk von einem Wochenlauf wieder wegzuwischen. Eifrig ruppelte und schruppte sie an der Farbe herum. Erst als die Steinwand dahinter vollständig hergestellt war, ließ sie sich auf den Boden zurück sinken. Linksherum hatte sich an diesem Fleck, an dem sie die letzten Wochen schon so lange saß, Skizzen auf den Boden ausgebreitet. In weiß waren es Bilder von einem Bären, immer in offensichtlich der gleichen Pose – aber sie war in Nuancen doch anders! Das sah und wusste sie genau. Einmal war der Kopf höher, das Maul nicht so weit offen, die Hände größer oder kleiner. Nachdenklich betrachtet sie ihre Skizzen und drehte dabei an einem goldenen Ring in ihrem Haar herum.

Sie war eine Donnerfaust, wie sie im Buche stand. Feuerrotes Haar, von Stolz nur so beseelt und ihr eigener Goldfundus tief versteckt, für alle Augen unsichtbar. Nur eines fehlte ihr – doch sie war sich sicher, dass dies bald kommen würde – einen Bart. Aber immerhin hatte sie ja schon so ein Gefühl unter den Fingern, das war sicherlich Flaum! Ja, es konnte nichts anderes sein. In spätestens zehn Jahren würde sie sicher schon den ersten Goldring einflechten können. Doch das was Eirin sich als Flaum erträumte, war keiner und so starrte sie häufig in den See und erkannte: Nichts. Kein roter Schimmer. Ungeduldig war ein Donnerfaust nicht, doch sie musste sich langsam schon ein nervöses Kribbeln eingestehen. Ihre Kindheitsfreundin Ingrit hatte schon mit 35 Jahren einen Bartwuchs und Alrica kam schon mit 30 Jahren, mit einem unübersehbaren Flaum daher. Sie war nun 45 Jahre und wenn sie sich an ihre Mutter erinnerte, wurde ihr ganz flau im Magen. Diese hatte noch immer keinen Bart. Aber nein, sie würde sicherlich nach ihrem Vater geraten!

Er war ein Donnerfaust wie er nur auf Steintafeln verewigt werden konnte. Stolz, Ehrgeizig, Fleißig, meisterlicher Schmied und sein Bart ging ihm bis zum Hosenbund – buschig und feuerrot wie sein Schmiedefeuer. Ihre Brüder waren allesamt nach ihm geraten, also musste sie das auch tun. Sicher. Ganz sicher. - Hoffen durfte man ja. Auf ihre schweren Gedankengänge hinweg genehmigte sie sich erst einmal einen Schluck von Nulrics neueste Bierkreation. Eigentlich war es immer die selbe, doch ihr Bruder schwor darauf, dass es immer besser wurde – und Niemand widersprach ihm da. Immerhin war er fleißiger Brauer und gab sich seinem Handwerk vollends hin, neben seiner Jagd nach Schätzen. Mit Grauen konnte sie sich noch an die ersten Versuche von Nulric erinnern. Das konnte wahrlich nur ein Langbein trinken, doch zum handeln war es auch zu schlecht. Zum Glück hatte Nulric das auch bemerkt und die Sippe verbuddelte das schlechte Bier tief, tief, tief unten in einem Stollen. Auf das es niemals Jemand finden und trinken würde.

Eirin wir gehen Oger jagen!“, kam die laute Stimme von Nulric durch die Gänge in ihre 'Kreativwerkstatt'. Das ließ sie sich nicht zweimal sagen. Schnell rappelte sie sich vom Boden auf eilte zu ihrer Rüstung und ihrem Hammer. Los ging es! Sie eilte der Sippe hinterher und an der Küche vorbei. Hier ging sie kurz rückwärts und linste zu ihrer Mutter. Da drehte sie sich um, eilte flink hinein und griff nach einem Stück Fleisch. „Hey! He!“, rief sie Mutter hinterher als die Diebin wieder aus der Küche eilte. Der braune Haarschopf wurde aus der Küche gestreckt und sie stierte der Tochter hinterher. Sie hasste es, wenn man ihr Werk aß bevor es fertig war. Doch ihrem Schatz, ihrer einzigen Tochter, konnte sie nicht lange böse sein. Und so ließ sie es dabei und begab sich wieder, fleißig wie eh und je, an ihre Arbeit um die hungrigen Mäuler nach der Jagd zu stillen.

Die Jagd war erfolgreich, wie immer. Die Sippe war gut in der Jagd und Eirin kannte ihren Platz. Wenn die Monster zu groß wurden zog sie sich in die letzte Reihe zurück und kramte ihre Elixiere und Bandagen heraus um sie an die Kämpfenden zu verteilen. Auch wenn sie gerne bis um Schluss in der vordersten Reihe kämpfen würde, kannte sie ihren Platz und war stolz darauf. Mit ihrem Handwerk, der Brauerei von Tränken, konnte sie bei der Jagd gut helfen. Ein paar Münzen vielen auch für sie ab und sie verstaute sie sofort, tief in ihrer Tasche. Ihr Schatz würde mit der Zeit immer weiter anwachsen und sie war sehr stolz auf die Masse die sie schon besaß!

Kaum waren sie zurück, fanden sich alle an einem großen Steintisch wieder, über und über beladen mit Köstlichkeiten und natürlich viel Bier. Cirmias musste gehuldigt werden für eine so erfolgreiche Jagd und so tranken sie und feierten auf die Jagd. Irgendwie stieg ihr das Bier schon viel zu früh zu Kopf. Seit sie 20 war, hatte sie das schon nicht mehr erlebt. Ihre Brüder verschwammen immer mehr und irgendwann sahen sie aus wie Bären. Ihr Ältester war ein Braunbär, ihr Vater feuerrot und ihr Jüngerer war auch rötlich. Ihre Mutter wurde zu einem dunklen Bär und dann rieb sie sich schwankend die Augen. „Eirin?“, ihr Bruder neigt sich zu ihr mit seiner dunklen Bärenschnauze. An den roten Bärenhaaren ihres Vaters stiegen Flammen empor und sie hörte von weit entfernt ein hämmern. Wie ein Schmiedehammer der auf einen Amboss schlug. Die Augen des Bärenvaters leuchteten sie tiefblau an, so blau wie Mithrill. Wieder rieb sie sich über ihre Augen. Ihre Familie lachte und stieß noch einmal darauf an, offenbar war die abwesend scheinende Eirin sehr amüsant. Die Stimmen wurden immer undeutlicher und sie hörte nur noch brummen. Das Hämmern wurde laute: KLONK – KLONK, ließ es sie mit jedem Schlag nun zusammen zucken und sie sah um sich: Doch niemand hämmerte hier auf etwas. Sie schob sich von ihrer Bank hinab und trottete aus der Küche. Sie musste in die Werkstatt, irgendetwas.. zog sie dorthin. Irgendein bärenartiges Brummen wurde ihr nachgerufen. Als sie in ihrer Werkstatt war atmete sie tief ein. Es war dunkel in der Werkstatt, zum Glück. Das Hämmern war wieder leiser geworden.

Doch was war das? Die Wand die sie so lange Zeit bemalt hatte glimmte blutrot wie Glut auf. Nun ließ sie sich auf dem Fleckchen sinken, auf dem sie die letzten Wochen so lange saß und die Wand anstarrte um sie zu bemalen. Das Leuchten formte rote Linien und zeichneten den Bären, welchen sie so häufig schon malte und wieder weg löschte. Doch da war nun kein Bild mehr an der Wand, das wusste sie und sie hatte das Bild auch niemals in rot gemalt. Die Linien bildeten den Bären mit gesenkten Kopf. Langsam hob er diesen empor und stieß einen lauten Ruf aus. Das Dröhnen des Bärenschreis hallte in ihren Ohren und sie hob die Hände empor. Doch dann drehte er den Kopf zu ihr, hob eine der handartigen Tatzen und bewegte den massigen Körper ihr zu. Dunkelblaue Augen leuchteten ihr direkt entgegen. Dann zerfiel die rot leuchtenden Linien, wie kleine Glühwürmchen schwirrten sie gen Boden. Dort wo sie den Boden berührten, verpufften sie in der Dunkelheit. Zum Schluss blieben nur die Augen übrig, bis das Leuchten auch hier nachließ. Sie blieb wie angewurzelt sitzen. Das hämmern war gänzlich verklungen.

Als sie sich erhob, hatte sie einen Beschluss gefasst. Das Bier stieg ihr vielleicht zu Kopf: Aber es war ein Ruf, dies hatte sie verstanden und sie zweifelte nicht daran: Der Vater des Berges hatte sie gerufen, zu was wusste sie jedoch nicht. Der Blick hob sich an und sie sah über die Bauhütte. Darogan aus der Bauhütte würde ihr sicherlich weiterhelfen können und so begann ihr Weg aus den tiefen Stollen.


Die Sippe nahm sie direkt mit offenen Armen auf. Die oberen Stollen waren so voller Geheimnisse. Sie wollte direkt alles erkunden. Am ersten Tag brachen sie nach Adoran auf, doch sie war so müde von dem langen Weg aus den tiefen Stollen, dass sie direkt auf der Straße eingeschlafen war. Die Menschen hatten schöne Steinstädte errichtet. Zumindest empfand sie diese als hübsch. Das Grün der Wälder war ganz neu und interessant für sie. Auch wenn sie natürlich von Bäumen las und wusste was sie waren, sie zu sehen war etwas ganz neues gewesen.

Nachdem die Tage von Jagten und gemeinsamen Sippenabenden geprägt waren, fand sie sich neben Baznuk auf einer Bank in der Bauhütte sitzend. Darogan gab eine Kunde über Cirmias und sie lauschte wachsam. Baznuk war eigentlich im Blute kein Donnerfaust, doch er wurde in ihre Reihen aufgenommen. In den Tagen war er ihr ans Herz gewachsen. Er war zwar manchmal etwas ungestüm, aber das kannte sie von ihren Brüdern – sie sprachen häufig schneller als sie dachten. Nachdem die Kunde vorüber war, konnte sie mit Darogan sprechen. Ihre Vision klang auch für sie wie ein Ruf des Bergvaters und so bekam sie drei Aufgaben die sie erledigen sollte bevor sie eine Weihe erhalten würde.

Zum einen sollte sie die Tiere der Bauhütte verpflegen. Dann sollte sie eine Art Text oder ähnliches verfassen über das Leben im Namen Cirmias. Und zu guter Letzt sollte sie die Schamanen der Thyren aufsuchen um mehr über sie zu erfahren und sich auszutauschen. Sie würde sich direkt am nächsten Tag an diese Aufgaben machen.


Und so führte sie ihr erster Weg nachdem sie aufgestanden war, wie die letzten zwei Tage, zur Bauhütte. Vor dem Käfig des heiligen goldenen Eichhörnchens hockte sie sich auf den Boden und holte eine Handvoll Nüsse aus ihrer Manteltasche. Sie solle den Geist frei machen, sich der Aufgabe hingeben. Das war leichter gesagt als getan. Eigentlich dachte sie, den Zustand von innerer Ruhe und ja, Gedankenlosigkeit, wäre kein Problem für sie. Doch wenn sie versuchte in diesen Zustand zu kommen, rasten ihre Gedanken schon genau darum – in diesen Zustand zu kommen. Sie warf dem Eichhörnchen die Nüsse nacheinander zu und beobachtete es dabei, wie es gierig sich eine Nuss in die Backentasche stopfte. Vielleicht half Bier. Immerhin kam sie in einem Rausch leichter in einen tranceartigen Zustand. Hatte sie den Gedanken erst einmal gefasst begann sie schon am frühen Morgen in der Bauhütte die Krüge zu leeren. Nach jedem Krug warf sie dem Eichhörnchen eine Nuss zu. Irgendwann war das Eichhörnchen wohl nicht mehr in der Stimmung und ignorierte die verteilten Nüsse. Es dauerte eine Zeit bis bei ihr ein Rausch einsetzte, immerhin bekam sie schon als Kind mit dem Mutterbier, das heilige Gebräu. Ihr Bierschlauch war leer geworden als sie merkte wie das schöne Gefühl eines Rausches einsetzte.

Sie rappelte sich auf ihre Beine und watschelte hinaus, die Tempelwachbären mussten noch gepflegt werden. Als sie die Bären erblickte musste sie kichern. Sie waren so wuschelig! Mit viel Schwung torkelte sie voran und lehnte sich über einen der treuen Bären. „Na komm her, Dickerchen.. akh soll dar Fell striegeln.“ Mit der blanken Hand strich sie über das Fell des Bären, wohl vergaß sie die Bürste in ihrer Tasche. Der Bär brummte gutmütig und ließ die seltsame Berührung über sich ergehen. „Dar bischt so.. wuschelig, kuschelig.“ Das Gesicht wurde in das Fell des Bären verborgen. Dieser hatte wohl nun etwas zu viel von ihrer kuschelei und steuerte einfach weiter. Als sie den weichen Halt unter sich verlor, kippte sie vornüber und legte sich in ihrer ganzen Länge auf den harten Boden nieder. Ihre Gedanken schweiften ab und sie blickte über den Boden den weggehenden Bären hinterher. > Gut, das ist wohl etwas zu viel Rausch < Sie verzog das Gesicht und schloss die Augen. Ein Nickerchen wäre nun angebracht. Sie rekelte sich auf dem warmen Steinboden und rollte sich etwas ein.

Der Traum war bedeutungslos, zumindest empfand sie es so. Ein alter Kalure wollte ihr erklären wie man einen Fisch in Bier einlegt. Dann wandelte sich sein Gesicht und der Alte wirkte wie Nurin, der sie belehrte der Weg den sie gehen würde, wäre nicht so leicht und viele Prüfungen würden warten. Als sie erwachte, kitzelte etwas ihre Nase. Sie wackelte mit dem Näschen und brummte missmutig auf. Im Halbschlaf legte sie die Arme um das weiche etwas, erst dachte sie es sei ihr Kissen. - Denn immerhin war sie zu Hause in ihrem gemütlichen Bettchen. Doch als das Kissen zu atmen begann und ein tiefes brummen ertönte, blinzelte sie verwirrt. Der Kopf wurde gehoben und verschlafen sah sie zu ihrem gemütlichen, atmenden Kissen. Einer der Tempelbären hatte sich zu der Kurzen gelegt, den schweren Kopf auf ihre Beine abgelegt und döste wohl mit ihr. Sie lächelte auf und zog vorsichtige die kleine Bürste aus ihrer Manteltasche, ohne den schlafenden Bär zu wecken. Behutsam begann sie dem dösenden und treuen Tier das Fell zu striegeln. Sie ließ ihre Gedanken nun einfach fließen, versuchte nicht mehr zwanghaft an nichts zu denken – sondern gab sich einfach der Aufgabe und ihren Gedanken hin. Es würde vielleicht noch dauern, bis sie die Trance und Meditation erreichte von der Darogan sprach, aber sie war auf einem guten Weg – zumindest hatte sie das Gefühl.
Gast

Beitrag von Gast »

45 Jahre lang hatte sie noch nie darüber nachgedacht. 45 Jahre lang war sie von solch Gedanken frei gewesen. Doch nun verstand sie, was ihr Vater einst erzählte:
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"Eirin, komm' mal her. Akh muss dir was erzählen." Eirin tappste auf ihn zu. Der Kalure, mit dem feuerroten Bart bis zum Hosenbund, hob sie hoch und setzte sie auf ein Knie. "Mrâ, gutes Kind. Weißt darr, wenn darr jemand gegen deine Sippe übles Wort spricht, die Traditionen der Donnerfäuste missachtet oder sogar dich beleidigt. - Dann hat die Sippe so ein Buch, mrâ?" Die kleine Eirin spielte mit einem goldenen eingeflochtenen Ring im Bart ihres Vaters. Jener griff derweil zur Seite und hob seine gestopfte Pfeife von dem niedrigen Steintisch. Grübelnd betrachtete er das Kind mit den roten Zöpfchen, während er sich die Pfeife ansteckte und puffend den ersten Qualm ausstieß. "Wahrscheinlich das Einzige aus Pergament. Da in Blut darin geschrieben werden muss, und Blut hält nôr gut auf Stein.. ähm.. wo war ich? Mrâ Mrâ.. Das Buch.." Er betrachtete mit einer ungewohnten Liebe sein kleines Mädchen. Niemals hätte der Kalure sich jemals erträumen lassen, dass er einst ein Mädchen haben würde. „Nur was man in Blut schreibt hat Jahrhunderte lange Bedeutung in diesem Buch. Jeder Name der dort festgehalten wird, wird auf ewig festgehalten.
Und für was ist das gûl?
Na mrrr...“ Der Blick des Vaters legte sich unter den buschigen roten Brauen auf die Tochter und er zog genüsslich an seiner Pfeife. Schmatzend genoss er den Geschmack und gab dabei von sich. „Das darr oder deine Sippe sich rächen kann und man es nicht vergisst.“ - „Was ist das? Rächen?“ Brummend tätschelte der Vater mit seiner rauen Schmiedehand das Köpfchen des Kindes. „Das erzähle akh darr mal. Nun lass darr Vater mal ausruhen, mhrrâ?“, brummte der Vater und hob das Kind mit einem Arm von seinem Knie. „Mrâgûl!“, kam es von der kleinen Eirin und sie tapste mit sicheren Schritten schon voran um weiter zu spielen.
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Mit einer grimmigen Miene steuerte sie in den Keller des Sippenhauses. Hier muss es irgendwo sein, sie wusste nicht wo, aber sonst gab es keinen sinnvollen Ort dafür. Sie betrachtete den Schatz und grub sich etwas tiefer. Nein, nichts. Dann öffnete sie die Kisten und Schatuellen und in der Zweiten fand sie es. Sie erkannte es sofort: Es war aus Pergament. Als sie es heraus zog blätterte sie durch die Seiten, viele Namen standen darin, alle in einem dunklen Rotton. Manche waren schon etwas ausgeblichen. Auf der letzten Seite stockte sie und betrachtete den letzten Eintrag: „Leetha – Schmähung der kalurischen Bräuche“ Sie ließ sich auf ihren Hintern zurück fallen und atmet tief ein. Irgendwer kam ihr zuvor. Das musste noch diese Nacht geschehen sein. Ob es Baznuk war? Die vollen Lippen wurden zusammen gepresst und sie rieb sich über ihre breite Nase.

Sie war vielleicht etwas zu streng zu ihm gewesen. Mit ihren Erlebnis kam sie aber zu erst zu ihm, noch vor Nurin und er tat nichts – versuchte sie zu beruhigen, als wäre sie ein Kind. Eigentlich erhoffte sie sich Taten und keine Worte. Gut sie war vielleicht noch sehr jung, aber sie wusste wenn jemand sich gegen die Sippe und die Kaluren stellte. Erst als sie mit Groma und den Anderen sprach, wurde Baznuk aktiv und schließlich war es Analope, eine Langbeinerin, die ein Machtwort sprechen musste. Irgendwie schätzte sie diese dürre große Gestalt, sie war nett.. und unvoreingenommen und das bedeutete viel für sie. Und sie konnte anpacken. Wie sie am Torbau die Steine schleppte und klein schlug, während die Menschenkerle vorbei liefen – eine fleißige Langbeinerin war sie. Langsam klappte sie das Buch wieder zu und legte es zurück. Als nächstes musste sie wohl mit Nurin reden um ihn alles zu erklären. Bei dem Torbau war alles so durcheinander, dass er es vielleicht gar nicht wirklich mitbekam. Aber es gab auch etwas schönes am gestrigen Abend, mit Groma hatte sie eine erste Tat als Schülerin der Bauhütte vollbracht: Sie segneten den Toranstich.

Ihre Aufgabe mit den Thyren war aufwendiger geworden, als sie es dachte. Sie war zwar schon einmal bei ihnen, aber auf ihre Steintafel hatten sie noch nicht geantwortet. Das Gespräch mit der Stoffschmiedin und den Kriegern der Thyren war zwar aufschlussreich, aber da ging es noch nicht über den Glauben. Doch sie hatte schon einen ersten Einblick in dieses Volk bekommen: Sie behandelten ihre Frauen viel rauer als es bei ihnen üblich waren. Offenbar hatten sie genug Frauen und daher wussten sie diese nicht wirklich zu schätzen. Für Eirin war es seltsam es mit anzusehen, wie die Frau für alles sorgen musste und dann auch zurecht gewiesen wurde, wenn sie etwas nicht auf Vorrat hatte. Die Rannveig, so hieß die Stoffschmiedin, war überrascht zu hören das Eirin weder nähen noch kochen konnte und zwei Kaluren sich um Essen und nähen kümmerten: Grimm und Norak. So etwas war bei ihnen wohl nicht denkbar. Nach dem Gespräch war sie gespannt auf einen Einblick in ihren Glauben. Wie anders würden sie dort sein?

Auch in den anderen Aufgaben kam sie nicht wirklich weiter. Sie brachte nichts gutes zur Steintafel und in einen meditativen Zustand zu kommen war auch noch sehr aufwendig und selten. Noch vieles hatte sie zu lernen, das stand fest.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 13. Oktober 2015, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Flammendes wallendes Haar und grüne durchdringende Augen waren das erste was Baznuk sah, als Eirin aus dem tieferen Stollen in Nilzadan ankam und direkt vor Ihm im Sippenhaus stand. Als gebürtiger Getwergelyn wusste er nichts um die verborgenen Schönheiten der Sippe, den Heiligtümern. Es war kein Geheimnis, das die Khaz Aduir mit scharfem Auge und noch schärferen Äxten über Ihre Frauen wachten. Doch etwas besonderes weckte Eirin in Baznuk, sie war sein Heiligtum.
Ihr fehlender Bart und später noch ihre ausgesprochen ungestüme Art waren ein Indiz für Ihn das sie noch recht jung war. Doch tat dies für Ihn kein abbruch zur Faszination dieser Kalurin.
So sehr er die nähe zur Kalurin mochte umso schwerer war es für Ihn diese zu halten. Sie war wirklich forsch und direkt, ungestüm wie er selbst in jungen Jahren. Baznuk war kein Feigling, doch die Sorge in ihm ob er einer Kalurin, dieser einen Kalurin gerecht werden würde ließen die Sorge in ihm wachsen. Unsicherheit breitete sich in Ihm aus.
Gast

Beitrag von Gast »

Ihre Tage gingen nun schon einen beständigen Rythmus: Früh aufstehen, direkt zur Bauhütte gehen und die Tiere pflegen. Vormittags bis zum Mittag die Riesen auf der Klamm töten, die in einen unaufhörlichen Strom aus dem Eisgrab stiegen. Mittags einen kleinen Schlaf einlegen. Am Frühabend wieder in die Bauhütte, die Tiere für die Nacht verpflegen. Dann ging sie noch einmal auf die Klamm. Kam sie zu Hause an, saß sie an ihrem Tisch und schrieb etwas nieder. Doch sie brachte bisher nichts Gutes zu Stein. Im reimen war sie nicht gut. Wenn sie versuchte etwas Aussagekräftiges hervor zu bringen, kamen nur doofe Sätze dabei heraus. Sie war nun einmal kein Schlachtentrommler. Enttäuschung breitete sich in ihr aus. Ihr fiel so viel ein, doch wie sollte sie es nur alles niederschreiben?

An einem Abend saß sie wieder an dem Tisch und dachte über Darogans Aufgaben nach. In die Meditation kam sie nun schon leicht, doch ihr blieb noch immer irgeneine Vision aus. Hatte sie den Ruf doch missverstanden? Und dann brachte sie nichts zu Stein, obwohl sie so viel im Kopf hatte. Da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: Wieso versteifte sie sich so auf einen Vers? Darogan sagte doch, es sei egal wie sie es schrieb. Sie schob die Steintafeln beiseite und griff nach einem Pergament. Irgendwo hatte sie doch noch einen Federkiel? Aufgeregt von ihrer Idee hüpfte sie von ihrem Stuhl und durchwühlte ihre Kiste. "Aha!", stieß sie aus und hielt den Federkiel wie eine Trophäe in die Höh'. Sie hatte vieles nieder zu schreiben und mit der Feder war es schneller als mit Meißel und Hammer und so begann sie schon fix zu schreiben. Die ersten Pergamente fanden zusammen geknüllt ihren Weg unter ihren Steintisch. Bis sie endlich einen Aufsatz hatte der ihr gefiel, dauerte es bis in die späten Abendstunden hinein. Unten im Sippenhaus hörte man schon die abklingenden Stimmen der Sippe, die gerade das letzte Bier des Tages tranken. Einige Schnarchgeräusche waren schon zu hören, als sie endlich fertig war. Direkt am nächsten Morgen würde sie das Pergament zu Darogan bringen:
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Ich sollte nieder schreiben was es heißt ein Leben in Namen Cirmias zu führen. Meine ersten Versuche habe ich direkt zerstört, weder ein Lied noch ein Gedicht oder ähnliches mochte mir so recht gefallen. Ich bin kein Schlachtentrommler, Aussagen in kurze Verse verpacken liegt mir also nicht. Dann versuchte ich es mit Struktur und stellte mir selbst Fragen, doch das wirkte so unpersönlich. Nun versuche ich mich einfach darin ungezwungen meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Cirmias gefällig. Was ist das überhaupt? Was heißt es? Für jeden Kaluren im heiligen Berg unterscheidet sich vermutlich diese Ansicht. Und genau darin liegt die Freiheit, aber auch die Komplexität. Es gibt keinen klaren Weg zum Bergvater. Viel mehr zeigt seine Lehre uns Wege die wir gehen können und für uns alle sind diese unterschiedlich. Seine Säulen sind Geschick und Stärke. Daher zeigt sein Abbild auch einen Bären mit Händen statt Tatzen. Ein Bär symbolisiert seine Stärke und die Hände sein Geschick. Cirmias brachte das Handwerk auf die Erde und somit beten auch viele Handwerker der Menschen ihn an. Unter den Kaluren ist das Handwerk so selbstverständlich wie das heilige Gebräu. Ungeschickte Zwerge gibt es wohl nur wenige. Es ist als wäre uns das Handwerk direkt in das Blut gelegt worden. Ein Hammerschwinger kann somit häufig seine eigene Waffen schmieden und ein Stoffschmied die Armbrust verwenden. Somit verbinden wir schon in unserem täglichen Abläufen Stärke und Geschick.

Stärke hat aber nicht nur einen körperlichen Aspekt, also jenen seinen Schmiedehammer oder die Axt schwingen zu können. Stärke vermittelt so viel mehr: Es heißt auch Beständigkeit und Ehrgeiz.

Denn beständig zu sein verlangt eine große innere Stärke. Aufgeben ist somit keine Stärke. Ob nun Beständigkeit zwischen den Kaluren untereinander, was sich dann in Geduld auszeichnet, oder ob auf dem Schlachtfeld, was dann Mut ist, es bedarf alles seine Stärke.
Ehrgeiz haben wohl alle Kaluren. Ob die angestrebte Perfektion eines Handwerkstückes oder in seiner eigenen Leistung auf dem Schlachtfeld: Es ist der innere Antrieb unseres Volkes. Und auch hier zeichnet sich Stärke ab. Meine Gedanken liegen da bei den immer stetig vor sich hinarbeitenden Kaluren. Hält man nur einen Moment inne und lässt den Strom an sich vorüber ziehen, merkt man welche innere Stärke in jedem einzelnen ruht: Jeden Morgen aufstehen. Keiner meckert. Jeder kennt seine Aufgabe. Egal wie schwer der vorherige Tag war, jeder steht auf und geht seinem Werk nach, denn nur so kann man die angestrebte Perfektion erreichen. Aber nicht in Perfektion liegt das Cirmias gefällige, sondern in dem Weg und dem Bestreben dorthin.

Die Stärke formt die Kaluren also in vieleirei Hinsicht und wenn man diesen Wegen der Stärke folgt, folgt man Cirmias.

Geschick bedeutet nicht nur besonders gut mit einem Gravurwerkzeug umgehen zu können. Geschick zeichnet sich auch im Zwischenkalurischen und der Diplomatie ab.

Ohne Abnehmer unseres Handwerks, wäre das Streben nach dem Gold – was ebenso Cirmiasgefällig ist -, schwieriger zu bewerkstelligen. Die Handwerker unseres Volkes verlassen sich stückweise auf den Handel mit anderen Rassen. Dabei sind die Menschen die Hauptabnehmer, wohl aufgrund ihrer großen Bevölkerungszahl, unserer Waren. Um guten Handel zu betreiben bedarf es an großen Geschick. Dieses Geschick ist ebenso in der Diplomatie mit den anderen Rassen notwendig. Nicht alle verstehen unsere Gebräuche und unsere Kultur gut, da bedarf es Rücksicht um die guten Verhältnisse nicht zu gefährden.
Im Zwischenkalurischen ist das Geschick notwendig um das Zusammenleben zu gestalten. Auch hier ist es der gute Umgang untereinander und das geschickte Reden welches diese Eigenschaft auszeichnet. Die Kaluren stehen wie kaum ein Volk zusammen ein. Denn nur so können wir den Berg schützen. Daher ist der Umgang untereinander so wichtig.

Ein weiterer Weg zu Cirmias ist sein heiliges Gebräu: Bier. Die Bieropfer die wir tätigen stoßen bei anderen Rassen häufig auf Unverständnis. Doch für uns liegt darin der direkteste Weg zu Cirmias. Von ihm stammt die Rezeptur des Bieres und die Brauerei ist ein hohes und heiliges Gewerbe. Wenn Kaluren Bier trinken, tun sie es – nicht nur – wegen den eventuell eintretenden Rausch sondern um Cirmias zu huldigen. Besonderes Bier, das geheiligte Bier in der Bauhütte, wird zum segnen und für weihen verwendet. Einen Tropfen vom Bier zu verschütten, ob das geweihte in der Bauhütte oder jedes anderen Gebräus der einzelnen Sippen, ist ein Frevel und wird daher in jeglicher Hinsicht vermieden.

Wie anfangs erwähnt, erwählt jeder Kalure für sich selbst seine Wege zum Bergvater. Doch in einer Sache sind wir alle auf dem gleichen Weg: Unsere Bestimmung den heiligen Berg vor allen Bösen zu beschützen.

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Später am Abend ging sie noch hinab und überblickte die schlafenden Kaluren. Als sie jenen fand den sie wollte, musste sie lächeln. Sie legte Baznuk eine Decke über, stellte seinen leeren Krug auf und drückte ihm einen Kuss auf die bärtige Wange. Nun konnte sie auch endlich zu Bett gehen.. und so steuerte sie wieder empor und legte sich in das gemüdliche Bettchen.
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Der Glaube der Thyren

Vorweg ist die Überschrift eigentlich schon falsch. Denn die Thyren
glauben nicht, sie wissen. Das was sie wissen lässt sich am ehesten als
Geister beschreiben. Dabei gibt es gute und böse Geister. Die Bösen unter
diesen Gestalten können die Thyren verrückt werden lassen oder auch in
den Wahnsinn treiben. Diese Geister, ob gut oder böse, haben bisher nur
Thyren gesehen, andere Völker bleibt ihr Anblick oder ihre gespürte
Anwesenheit verwehrt. Es gibt keine feste Anzahl an Geistern. Der Herd
um welchen wir uns versammelten hatte wohl schon drei Geister, so
wurde es uns erklärt.

Neben dem Geistern wissen die Thyren um Elementarherren und -
herrinnen. Davon gibt es an der Zahl genau acht. Jeweils zwei zu Feuer,
Wasser, Erde und Luft. Wobei es wichtig ist, dass es genau acht sind -
zwecks der Dualität. Wie.. Sanft und Stark.. Gut und Böse. Also es muss
ein Gleichgewicht bestehen.

Zudem haben die Thyren Totems. Ein Totem steht für eine bestimmte
Eigenschaft die ein Thyre begleitet. Es gibt das Totem vom Bären, Raben,
Hirsch und Wolf. Die Eigenschaften sind zum Beispiel, die Kraft
des Bärens oder die Voraussicht des Hirsches.

Die Schamanen wirken wohl auf das Lied ein. Einen Vergleich mit den
Magier wusste die Schamanin nicht, sie bezeichnete ihr wirken als ein
bitten um die Kraft der Geister. Also scheint ihr wirken nicht so bewusst
zu geschehen wie ich es von den Magiern hörte.

Die Kultur der Thyren

Das Wichtigste ist: Ihr Gebräu ist das Met. Es ist viel süßer als unser
Bier. Aber ich muss gestehen, natürlich würde ich es ihnen nicht sagen,
von allen Rassen sind wohl die Thyren jene mit dem annehmbarsten
Gebräu.

Der Mittelpunkt ihrer Gesellschaft ist wohl das große Langhaus. Hier
lädt ein großer Herd und viele gemüdliche Felle zum Beisammensein ein.
Dabei bedienen die Frauen die Männer und darin sehen sie auch keine
Strafe - sie tun es selbstverständlich und gerne. Auch die Frauen sind
dafür zuständig das in ihrem eigenen Haus immer genug Met vorhanden
ist. (Anmerkung: Ob das Verhältnis Thyrin-Thyre wohl daran liegt, dass
sie genug Frauen haben?)
Das höchste Glied in ihrer Kette ist wohl der
Jarl, wobei die Schamanen die geistige Ebene ausfüllen. Der Jarl bestimmt
so ziemlich über alles was die Thyren betrifft.


Weiteres folgt..
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 9. Dezember 2015, 19:55, insgesamt 3-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Verdammte Fratze.

Sie wich nicht zurück als der Lethar und einer dieser gehörnten Dinger auf der Frostklamm auftauchten. Sie musste den Berg beschützen! Viel zu nah war das Gesocks nun schon an ihm dran! Und so blaffte sie direkt: "Verschwinde!" Natürlich kam es zum Kampf. Zu ihrer Verwunderung, blieb der Rashar außerhalb stehen. War der Lethar so überheblich? Oder sie wirklich so gnadenlos unterlegen? Sie hatte keine Zeit darüber nachzudenken als der erste Hieb auf ihr Schild traf. Sie stürmte voran und antwortete mit einem Schlag mit ihrem Schlegel gegen die Hüfte des Letharen. Dieser werte den Schlag mit dem Schild ab, doch die Wucht ließ ihn.. auflachen? Er genoss wohl den Schmerz. Ihr taumeln - da sie wie ein Wildschwein voran schoss - nutzt er dann aus um ihr eine ordentliche Kopfnuss zu geben.

Da lag sie nun im Schnee und versteckte sich unter ihrem Mithrillschild während die Schläge von diesem irren Ding auf sie einschlug. "Nimm das!" schrie der Lethar unter seinem irren Lachen. "He - du - bist - du - verrückt!" Kam es unter jedem Schlag auf ihr Mithrillschild hervor. Donnerfäustische Wertarbeit, von Nurin geschmiedet - da kam nichts durch! "So - wird - das - nichts!" Dann rückte der Kopf hervor als der Lethar antwortete: "Verrückt?! Ich teile doch keine Komplimente mit Steinbeisser!" Die Antwort der bartlosen Kalurin kam direkt: "Dann nenn es dumm!" Kurz darauf hörten die Schläge auf. Den Moment nutzt sie und stieß mit dem Schild voran. Irgendwas zersprengte sie als sie die Brust des Letharen traf.. es hörte sich an wie ein ganzes Lager aus Glaskrügen die zu Bruch gingen. Doch er ließ sich nicht beirren, griff nach ihren Fuß und richtete sich auf. "Lass los!" schrie sie auf und versuchte ihn wegzuschlagen.

Sie unterschätze ihn. Maßlos. So schaffte dieser Blauling tatsächlich durch den Schnee zu schleifen und dann in einem Bogen gen Zaun zu werfen. Woher nahm er diese Kraft?, schoss es ihr durch den Kopf als sie mit eben jenen auf einen der Holzpfosten aufschlug, Holzsplitter flogen durch die Gegend ihr Helm hinterher, das Schild verlor sie ebenso. Nur ihren Schlegel hielt sie fest wie angewachsen. Es war still. Zu still. Wo war er? Ihr Blick war trüb, offenbar wurde sie hart auf den Kopf getroffen. "Cirmias.. Hilf mir den Berg zu beschützen.." Wärme durchströmte sie pulsierend, wie das stetige Klopfen eines Schmiedehammers. Die Wunde am Hinterkopf hörte auf zu bluten, das Blut fiel in ihrem feuerroten Haar gar nicht richtig auf. Ihr Blick wurde klarer und sie rappelte sich wieder auf.. ah .. da lag ja ihr Helm. Sie nahm diesen an sich und zog ihn sich gerade auf den Kopf auf, als sie das unheilvolle Flüstern hörte.

Als sie die Gestalt, die wohl schon die ganze Zeit neben ihr stand und wartete bemerkt hatte, stieß er gerade zu. Ein Stich, präzise ausgeführt mit gekonnter Kraft. Genug um ihr Kettenhemd zu durchtrennen, so das es über ihre rechte Brust ins Fleisch stieß. Wieso verfehlte er ihre Lunge? Ihr Herz? Als er den Speer in einem Zuge wieder glatt heraus zog. Schoss ihr das kleine Gesicht von ihrer Tochter in den Kopf. Sie musste.. sie durfte noch nicht - nicht hier, nicht jetzt. Vilja brauchte sie. Baznuk brauchte sie. So torkelte sie zurück. Wieso verfehlte er? Als sie durch das Tor auf der Frostklamm wankte, kamen ihr die ersten Kaluren entgegen. Sie stützten sie und brachten sie direkt ins Sippenhaus. Auf dem Weg, halb in Trance verfallen und geschockt von der Wunde kam es ihr: Gift. Letharengift. Natürlich. Er wollte sie leiden lassen. Verenden wie ein Tier.

Vor dem Sippenhaus, überließen die Wachen sie ihrer Sippe. Sie schob die Tür auf und wankte herein. Dworakh und Tharoan waren da. Offenbar erzählte sie noch was vorgefallen war und zog sich ihre Rüstung aus um die Wunde zu offenbaren. Doch dann, sank sie in sich zusammen. Sie war so müde.. so eine kleine Wunde konnte sie normalerweise nicht so in die Knie zwingen


Minuten später schoss sie hoch als ein Schmerz sie durchzog. Irgendeiner goss ihr Schnaps in die Wunde und presste danach eine Bandage auf die Wunde. Vilja in der Wiege schrie. Sie hörte Belgrom herum rennen und irgendetwas von Heilbutt und Wachs reden. Als der erste Schmerz verklungen war, konzentrierte sie sich wieder auf das Hämmern, welches sie stets begleitete. Die Wunde unter der Bandage verschloss sich soweit, dass es aufhörte zu bluten - zu mehr, war sie nicht mehr im stande. Nachdem Tharoan sie zunähte und Vilja mit Belgrom und Dworakh unten war, schlief sie ein.

Trotz des ganzen Kruges mit Gegengift.. erlebte sie grauenvolles. Sollte Baznuk diesen Tag nach seinen Liebsten sehen, würde er wohl Eirin in einen festen schlafähnlichen Zustand vorfinden, mit kaltem Schweiß und wirren Muskelzucken. Offenbar foch sie einen Kampf aus.. dessen Ende ungewiss war.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Abermals ein vielversprechender Tag des jungen Priester. Die Unternehmung ,Goldseuche, mit Geodiz kam langsam voran um dem mysteriösen vorgehen auf die schliche zu kommen. Sicherlich ein gefährliches doch absolut notwendiges Unterfangen. Ebenso der späte Termin bei Nyome-zâr, der eine ausgesprochen interessante Wendung genommen hatte und auf eine bessere, gemeinsame Zukunft hoffen lies.
Mit sich und der Welt zufrieden trat er nun eiligst wieder den Weg zurück in den Nilzadan an. Er konnte es kaum erwarten das seine Vilja Ihm den Bart zerknautsche und vor allen seine Eirin wieder in den arm zu nehmen. Zu wenig Zeit für beide, dass ist der Preis den Baznuk zu zahlen hatte. Er bedauerte es, er hasste es und er verfluchte es. Doch hoffte er darauf, das Eirin und später Vilja wenn sie es verstehen würde etwas Verständnis hätten für den umtriebigen Kaluren.

Im Nilzadan angekommen wurden seine Schritte stetig langsamer, es war merkwürdig. Die Graikschen Wachen schienen Ihm ausnahmslos alle nachzusehen, während seines Weges durch den Berg zum Sippenhaus. Bis auf einen flachen Gruß sprachen sie gar nicht, lediglich die Stummen Blicke. Etwas für Kaluren völlig untypisches so leise zu sein.

Die beiden schweren geschmiedeten Mithrilltüren des Sippenhaus aufschiebend trat er ein, doch weit kam er nicht. Eiligst kamen Belgrom und Dworakh auf Ihn zu gerannt um Ihm erst mal im Eingangs Bereich zu stoppen. Ziemlich verdattert lies er sich von den beiden an den Tisch Bugsieren und umstellen. Ahnungslos zu den beiden Aufblickend, kam sogar Ihm langsam der Gedanke das etwas ganz und gar nicht stimmen konnte.
Nur langsam und sehr zögerlich begannen die beiden Baznuk über den Vorfall in Kenntnis zu setzen. Er konnte oder vielmehr wollte er seinen Ohren kein Vertrauen schenken was Ihm die Brüder da sagten. Zielsicher, jedoch zögerlich schob er sich von der Bank auf um nach oben zu gehen. Erst ein kurzer Blick auf Vilja, dann weiter zu seiner Eirin. Ein Gefühl machte sich in Ihm breit, ein Gefühl das er für viele Jahre schon nicht mehr verspürte. Angst, unzähmbare Angst die selbst dem stärkster unter Ihnen die Luft nimmt zum Atmen.

Stumm fiel er vor dem Bett von Eirin auf die Knie. Tränen bahnten sich Ihren Weg über die Wangen bis in den Bart hinein. Wie versteinert starrte er sie an wie sie so da lag und vermutlich den Kampf Ihres Lebens führte. Sie war blasser als sonst, Schweißperlchen lagen auf Ihrer Haut und das unruhige zucken seines heiligsten offenbarten Ihm nichts gutes. Es verging viel Zeit, in der er nur so da kniete und Ihre Hand hielt. Viele, endlos viele Gedanken rasten Ihm durch den Kopf.

Konnte er Blaulinge mehr hassen wie bisher? Sie mehr verachten wie bisher? Die Antwort war absolut eindeutig. Je länger er an Eirins Seite verweilte, je zorniger wurde er auf Sie und auch auf die Brüder. Er war nur wenige Tage nicht mehr im Führungsrang der Graik und schon war das Gipfel Plateau des Berges nicht mehr sicher. Letharen und Hornlingen konnte sich sicher darauf bewegen, unvorstellbar der Gedanke. Mit den Tränen im Gesicht, dem aufwallenden Zorn ging er erst nochmal in den unteren Teil des Sippenhauses zu den anderen. Belgrom, der als erstes am Fuß der Treppe auf Ihn wartete bekam den heftigsten Faustschlag ins Gesicht den Baznuk in der Lage war zu geben.

Wo warst du Khaz Rhhukum? Sieh zu das Ihr das wieder in Ordnung bringt auf der Klamm und nimm den Taugenichts Kaz mit! Den Blick auf Dworakh fallen lassend : Ersuche Darogan um Rat wegen des Giftes, eiligst.

Nach einigen Minuten im Zorn musste er sich aber selbst die Frage stellen ob er nicht zugleich auch selbst versagt hatte. Er war nicht da, er hat sie alleine gehen lassen, er hat niemanden als Ersatz mit Ihr geschickt. Gedanken die den gebürtigen Getwergelyn an den Rand der Tobsucht brachten. Möge Cirmias Ihnen allen beistehen. Eirin das Sie das Gift übersteht, Baznuk das er nicht dem tobenden Wahnsinn verfällt und der Sippe das sie keinen Schaden davon trägt.
Die Nacht verbrachte er kniend vor Ihrem Bett, schweißtupfend, betend, Bier tröpfelnd. Es gab keinen Augenblick in dem er Cirmias nicht anflehte Ihr zu helfen, zu jedem Preis den er dafür forderte. Die Gedanken ausschließlich beim innersten der Familie, seiner Familie und auch seines Versagens stehen die Blaulinge erst mal außen vor.

Jedoch war es bereits für Ihn klar und vermutlich auch alle anderen Kaluren der Sippe, dass dies der Anfang Ihres Endes war. Er würde sie Jagen, alle. Von den jüngsten bis zu den ältesten. Keiner sollte Ihm mehr entkommen.
Gast

Beitrag von Gast »

1. Tag

Wie der Puls der ihre Adern durchfloss, krampfte sie sich zusammen. Der Schmerz, er hörte nicht auf. Als wäre ihr eigenes Blut das Gift. Gift das immer weiter ausbreitete, bis in die letzte Zelle ihres Körpers. Ihr Geist war schon längst fort, so lag sie da..

Erst fiel sie. Ein Alptraum den jeder kannte.. doch es war nicht endlos, eine Klaue packte sie im Flug und riss sie beiseite. Sie saß im Sippenhaus. Die Umgebung dröhnte, engte sich unter dem Puls immer wieder zusammen. Am Tisch lagen voran gebeugt Kaluren. Sie griff nach der ersten Schulter und Belgrom fiel von seinem Sitz - den Bart abgeschnitten, die Kehle darunter offen. Ein Schrei ging ins leere. Der nächste wurde berührt: Die irre Vorstellung nach Hoffnung keimte in ihr. Doch da fiel Grimm vor ihr nieder, ihm fehlten die Beine. Nein! Sie konnte nicht weiter gehen, wollte nicht. Doch der Traum zwang sie, ohne das sie sich bewegte, fielen die Anderen am Tisch zu Boden: Dworakh, dessen Kopf auf der Hälfte sich verselbstständlichte. Darina, deren leblosen Augen sie anstarrten. Nurin, fiel. Dorlikin.. Nein sie konnte sich das nicht mehr ansehen. Bis der Tisch schließlich leer war und am Boden ihre Sippe lag. Wie lang musste sie sich das ansehen? Sie wollte nicht. Die Klaue griff sie wieder, brennender Schmerz durchzog ihre Glieder.

Auf einer weißen Ebene drückte sie sich hoch. Ihre Waffe lag weit von ihr entfernt. Blut tropfte auf den weißen Untergrund. Sie hatte verloren. Sie, eine Donnerfaust. Der Blick hob sich und eine Armee von Letharen stand vor ihr. In einem Arm ihre Tochter haltend, in der anderen am Bart.. seinen wunderschönen Bart: Baznuk. Sie schrie, doch kein Laut folgte. Rappelte sich auf und wollte los stürmen. Doch sie wurde festgehalten. Die dunkle Armee kam näher umkreiste sie und.. stich.. stich.. stich. Mit jedem zuckte ihr Körper erneut. Am Abgrund des Aufgebend, des akzeptieren des Schmerzes, des hinüber gehens zum Vater:
Hörte der Traum mit einem Schlag auf und ein Schmiedehammer erklang in der Dunkelheit im Takt ihres Herzens.


2. Tag

Sie schwebte um ihr eigenes Bett. Sah ihn knieend, weinend. Ihr Erwählter, jener der ihr das kostbarste geschenkt hatte, Baznuk. War sein Leiden ihre nächste Qual? Sie wollte ihn umarmen, ihm sagen das alles gut wird. Sein Bart sortieren und seine Zöpfe neu flechten. Nur sie durfte das! Doch ihre Stimme war nicht zu hören, bewegen konnte sie sich nicht. Vilja lag in der Wiege, schlief. Sie war so brav, schlief so häufig.

Mit ihrem Pulsschlag, wurde ihr Blick trüber. Nein, noch kurz. Dann wurde es gänzlich schwarz. Rote Augen glühten auf, ein knurren war zu hören. Aus der Dunkelheit nahm sie nur Schemen war. Ein Schwanz peitschte. Ein Panther. Sie versuchte nach etwas zu greifen, eine Waffe. Doch sie war nicht anwesend, als der Panther los sprang und durch sie hindurch - drehte sie sich herum. Ein Bär bäumte sich auf und schlug mit den Pranken voran. Doch des Panthers Krallen schnitten direkt tief durch das dichte Fell des Bären. Das schmerzhafte Brüllen ließ sie zusammen zucken. Der Bär sank zu Boden und der Panter verbiss sich in dessen Hals. Der Panther hatte gewonnen, drehte sich mit blutverschmierter Fratze herum und stürmte auf Eirin zu. Als seine Krallen trafen, ward es Dunkel.


3. Tag

Erneut fand sie sich im Schwarz wieder, das pulsieren des Gifts in ihrem Blut ließ sie verkrampfen. Der Panther, glühende Augen die durch sie hindurch sahen. Das Versprechen gebend: Du wirst sterben. Wieder hetzte der Panther voran, erneut hörte Eirin den Bären rufen. Sie sank nieder, da sie zu mehr nicht im Stande war und betete:
  • Cirmias, dein Name ist es den ich Ehre.
    Deine Stärke ist es, die uns durch dringt.
    Den Berg schützen wir, bis wir nicht mehr sind.
    Für dich stehe ich, kämpfe ich, bis ich sterbe.
    Deine Pranke ist es die uns schützt,
    dein Bier ist es das uns stärkt.
    All deine Heiligkeit ist es die uns stützt,
    während sich das Gold mehrt.
Der Panther regte den Kopf vor dem tödlichen Biss, der den Tag zuvor schon folgte und sah sie an - obwohl sie bis dahin keine Beachtung bekam. Dann stürmte er voran, wollte den Wurm nun endlich erledigen.

  • Deinen Hammer schwingen wir,
    dein Handwerk führen wir mit stolz.
    Und so werden wir ewig ehren die vier:
    Den Berg, das Handwerk, das Bier und das Gold.
Bevor die Krallen des Panthers auf sie nieder rasten, schlugen Pranken aus seinem Rücken heraus zu und schleuderten ihn beiseite. Der Bär erlangte neue Stärke. Drehte sich herum und stierte den sich aufrappelnden Panther an. Das war ihr Kampf.. sie war der Bär.. er war das Letharengift. Und heute.. zog sich der Panther zurück in die Finsternis.


4. Tag

Das Zucken ihres Körpers ließ nach. Das stetige Hämmern des Schmiedehammers hallte beruhigend in ihren Kopf. Sie schritt durch einen Raum, ihr zu Hause in den tiefen stollen. Ihr Vater stand am Amboss. "Cirmias Mâhal, Eirin." erklang es mit der tief brummigen Stimme des - selbst unter ihrem Volk - alten Kaluren.
[img]http://fs5.directupload.net/images/160513/zmptdcbg.png[/img]
Sie sah sich selbst, auf den Boden plumsen lassend. Sie war die jüngste. Viele Brüder hatte sie, ihr Vater und Mutter waren alt. Das letzte Kind segnete sie: Es war ein Mädchen. Eine Heiligtum, denn es wurden auf 20 Kalurenmänner nur eine Kalurin geboren. "Schlecht geträumt, mhr?", brummte der Alte und sah mit seinen weisen Augen zu dem Rotschopf hinab. Sie sah ihre eigenen patschigen Finger, sie war jung und hielt ein Walrossstofftier in den Händen. Es trug ein Bierfass unter der einen Flosse und einen Helm auf dem Kopf. Sie konnte sich gut an dieses Tier erinnern, am Ende war es völlig vergriffen - doch es war ihr stetiger Begleiter gewesen. "Es wird jetzt Zeit aufzuwachen. Deine Zeit ist noch lange nicht gekommen. Du wurdest von ihm gerufen. Du wurdest von ihm gesegnet." Der Blick heftete sich in ihren. "Wach' jetzt auf, mein Kind.", brummte er kehlig wie ein Bär.


Und da wachte sie auf..
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 13. Mai 2016, 14:14, insgesamt 2-mal geändert.
Geodiz Getwergelyn

Beitrag von Geodiz Getwergelyn »

Soviele Gedanken in seinem Kopf. Abwechselnd blinzelte er mit den einzelnen Augen. Er hatte einen neuen Bruder.. und nun ereilte ihn auch noch die Nachricht dass Eirin schwer verwundet wurde und auch die kleine Vilja hatte er noch garnicht gesehen! Aber er würde nicht mit leeren Händen kommen! Er hatte doch mal.. Da war doch was... Irgendwo.. In seinem Kopf.. Es versteckte sich.. Heilung... Kraft.. Genesung.. Berg.. Erze.. Ein Stein!


Er klopfte sich kichernd gegen den Kopf. Er erinnerte sich wieder und sein Weg würde ihn auf direktem Wege wieder in die Tiefen Nilzadans führen. Er musste zu dem alten Tunnelsystem der Sippe Trollspalter. Weiträumig war es hier verlassen, manche Zugänge waren verschüttet, aber der kleine, hartnäckige Getwergelyn hackte sich wie besessen durch den Schutt. Und da stand er auch schon, in dem alten Ritualraum seines und Baznuks Großvaters Karmosh Trollspalter. Geröll hatte sich auf alte Runeninsignien ergoßen und Spinnweben und Moos zierten die Räumlichkeit. Geodiz begann sich durch uralte Erinnerungen zu graben, auf der Suche.. nach dem Stein! Man munkelte er hätte heilende Kräfte und sei der letzte seiner Art.. Aber so ganz sicher.. War sich da nie einer.


Es würde eine lange Reise werden, den Stein zu finden. Viele Gefahren und große Ungetiere würden ihn erwarten. Endlose Wege und Gänge, die ihn von seinem Ziel trennten. Sein Geist würde endlos leiden ...


"Axo! Da istz der Steinz dox! Zhehehe!"
[img]http://puu.sh/oQR0R/1df4e9b7fd.png[/img]
Zuletzt geändert von Geodiz Getwergelyn am Samstag 14. Mai 2016, 03:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grimm Donnerfaust

Beitrag von Grimm Donnerfaust »

Als Grimm erfuhr was Eirin geschehen war, ging er ruhelos auf und ab.. Mehr als zu Cirmias beten und Erin das beste Bhir aus seiner Brauerei zukommen lassen, konnter er noar tuen. und das nagte an ihm. Er grübelte wähend die Heiler sich um Eirins Leben bemühten. Irgendetwas müßte er doch auch tuen können. Er sah wie die Heiler mit verschiedenen Heilkräutern versuchten das Gift zu bekämpfen und da kam ihm die Idee! Bei Cirmias! *rief er laut und überredete die Heiler ihm einen Teil der Heilpflanzen zu überlassen. Damit ging er sofort runter in die Bhirbrauerei und setzte ein Bhir an, wie es wohl nie zuvor gebraut worden war. Natürlich aus bestem Weizen, wie sonst auch.. daß durch das Pilzgeflecht veredelt war. Doch verwendete er statt dem Hopfen diesmal die Heilkräuter. Außerdem mußte er das ganze Verfahren deutlich abkürzen, denn in ein paar Wochen würde Eirin das hoffentlich heilkräftige Gebräu noar helfen. So dauerte nur etwas länger als einen Tag bis er stolz aber auch bangen Herzens mit dem ersten gezapften Krug des Donnerfaustbräu Heilbhires zu Eirin eilte.
Dorlikin Donnerfaust
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Sorge und des Meisters Helfer

Beitrag von Dorlikin Donnerfaust »

Dorlikin war wie so oft beschäftigt in der Küche. Kräuter, die er gesammelt hatte zu ordnen zu trocknen und haltbar zu machen. Fleisch und Fisch zu räuchern als auch den ihm mittlerweile verhassten Gubbelfisch zu machen. Aber wer lernen will muss jeden Handgriff in der Küche beherrschen. Als der Bhir Dar hereinrauschte und sich sofort in die Brauerei begab blickte er diesem neugierig nach. Er nahm die Pfanne vom Feuer und ging seinem Lehrmeister hinterher. Ob der hektischen Betriebsamkeit die dieser an den Tag legte stellt er sich flott neben diesem und blickt zu ihm hoch. "Was machen wir? Darf ich Helfen?" "Ist für Eirin, der ist nicht gut und deshalb muss das ein besonderes Bier werden", bekam Dorlikin als Antwort. Der Zwergenjunge griff mit an doch waren die geschickten Hände des Bhir dar viel zu schnell für ihn und er langte immer so dazwischen, daß er gar den Meister störte. "Da geh, wenn du helfen willst pflücke die Pilze sauber und mach sie bereit dass wir das Bier daraus machen. Geh da drüben hin" , sprach Grimm zu dem Jungen. "Es ist schön wenn du auch Eirin helfen willst aber die Arbeit hier muss ich selber machen .... doch keinen Hopfen diesesmal! Ich habe besondere Heilkräuter dafür, die nehmen wir !", rief der Bhir dar seinem Lehrling zu der schon fleissig dabei war sich den Pilzen zu widmen. So arbeiteten die beiden fleissig und so schnell sie konnten um das heilende Gebräu des Cirmias für Eirin herzustellen, der Meister und der Schüler gemeinsam, vereint im Ziel einer wichtigen Dienerin des Schmiedeherren mit ihrer Kunst beizustehen. Und so war eine lange Zeit des Abends nichts anders in der Brauerei zu hören als das Werken flinker besorgter Hände.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

Einige Stunden zuvor:
Etwas Dampf ablassend, seiner Wut freien lauf geben um die Gedanken wieder klarer werden zu lassen entschied er sich dafür einige Unholde in den Höhlen mit der Axt zu besuchen. Er hasste seine Hilflosigkeit, die Zeit des wartens und betens. Kein Kalure gab jemals gern die Kontrolle ab, hier hatte er sie bereits völlig verloren und musste schlicht auf Cirmiâs gnaden hoffen und vor allem auf den Willen Eirins das sie Ihren Kampf nicht verliert.
Das nötigste gepackt ging es auch direkt an die Ausläufer des Nilzadans wo die alten Tunnel aufgesucht wurde. Es war ein befreiende Gefühl sich durch die Troll und Oger Horden zu prügeln. Es klärte seine Gedanken ein wenig, auch wenn er bei weitem nicht in höchstform war durch die Umstände. Doch weit kam er nicht, Cirmias schien Ihm und seiner Wut gnädig und offenbarte Ihm vor sich in den Höhlen einen Blauling und sogar ein Hornling. Vor wenigen Wochen noch entfand er freude bei solch einem Anblick und dem was er mit Ihnen anstellen würde, jetzt wollte er nur noch anstellen, verletzen, töten...

In Rede Laune war der Lethar, recht schnell offenbarte sich auch das er einer der Angreifer auf Eirin war. Es war bestens über die Umstände informiert. Als Ihm Baznuk wütend sagte, das es nicht nur eine Kalurin war sondern seine Kalurin wurde der Lethar auch direkt etwas leiser. Des Zwergen Zorn wütet wie ein Sturm, nur ohne Ende. Der Lethar war an einem Tauschhandel interessiert, ein Gegengift für des Cirmias Geschenk, Mithrill.
Neben dem Umstand das er Eirin niemals etwas geben würde was aus Letharen Hände kommt, würde Eirin Ihn ohnehin töten wen er Ihr Leben für Mithrill erkauft bei einem Letharen. Die Stolze Kalurin würde Baznuk das niemals verzeihen wenn er so schwach sein würde. Er tat es nicht, leicht viel es Ihm nicht nachdem Strohalm zu greifen die im der blaue da anbot. Doch war Eirin die klügere von beiden und hatte recht. Er ging nicht darauf ein und machte sich bereit zum Kampf...
Noch bevor der Hammer die zweite Runde durch die Luft sauste sah man den Blauen, den Hornling und das Menschenbalg an Ihrer Seite rennen. Bei Cirmias waren die schnell, keine Chance für des Kaluren Beine da hinterher zu kommen....




Wieder an Ihrem Bett wachend erfreute er sich an den besseren Umständen Ihrer Genesung, Ihr Leiden lies nach. Vielleicht war es auch Cirmais Prüfung um Baznuk zu prüfen. Wie dem auch sei, er dankte dem Vater jeden Augenblick, solange bis seine Eirin die Augen öffnete...
Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Samstag 14. Mai 2016, 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
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