Des späten Abends am Kloster...

Gast

Des späten Abends am Kloster...

Beitrag von Gast »

Am späten Abend ist durchaus noch äußerst viel Treiben am Kloster zu bemerken.
Bald verlassen drei Gestalten das Kloster durch die Kirche, zwei Wahnsinnige bleiben zurück.


"Wie waghalsig seid ihr bei Abenteuern?"

Abenteuer.. das käme ganz darauf an....
Die momentane Lage nutzen.. man müsste ja nicht uns als Täter enttarnen. Vielmehr könnte man ja glauben, dass es Rache für einen ganz bestimmten Abend war.
Ja.. Rache.. gar nicht wir, das wäre möglich nicht wahr?

Kurz darauf sah man zwei bläuliche gekleidete Gestalten, leise und ganz und gar nicht ihrer Art entsprechend, wie Eindringlinge zurück schleichen.
Eine Wache wurde postiert, dann weiter in die Räumlichkeiten vorgedrungen.

Im heimlichsten Heim wurde nicht viel mehr getan, als ein Haarwaschmittel entnommen und durch ein sehr ähnlich sehendes Mittelchen ersetzt.

So schnell wie die Beiden hinein geschlichen waren, so leise verließen sie den Platz der Schandtat.

Um dann wieder ganz ihrer Art nach, korrekter Weise Wache zu stehen.

Von Weitem hätte man glauben können, das sie kein Wässerchen trüben können.
Von Nahem jedoch konnte man aufschnappen...



Die Rettichvorräte verstecken.. die Zwiebeln auch...

Bald darauf sah man zwei Wachen, die aussahen als würden sie auf das Angesicht des Todes warten.
Mögliche Testamente wurden ausgetauscht, sicher ist sicher... Man wusste ja niemals wann das Ende zu schlagen würde..
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Tharoan Mederic
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Beitrag von Tharoan Mederic »

Zwei Hemden hier, ein paar Stiefel dort, sowie noch ein paar weitere Kleidungsstücke die zügig in den sich ausbeulenden Rucksack gepresst wurden.

Ein Schaudern überfiel ihn wenn er an die Gerüchte über diese Person denkt, vielleicht hat er diesmal sein Glück etwas überspannt. Vermutlich nicht nur vielleicht.

Er hoffte sein Bruder würde jene tapfere (oder saudumme) Tat heroisch würdigen, würde die Gnade der lichten Herrin ihn verlassen.

Brrr.... dumme Idee, vielleicht. Aber episch war sie alle mal. Und naja, das Wetter in Eibenburg soll zu dieser Zeit auch großartig sein.

Er hoffe das unheilvolle Duo würde rechtzeitig die Flucht ergreifen können, sollte der Verdacht tatsächlich auf sie Fallen. Es wäre nicht auszudenken was sie mit den beiden anstellen würde.

Gnade ihnen die lichte Herrin in jener nahenden schweren Stunde.
Gast

Beitrag von Gast »

Später im Zimmer angekommen, sah sie sich nachdenklich um. Nur das Nötigste packen, es durfte ja nicht auffallen.
Am Besten nichts was sie gerne anzog...

Ja, das könnte sie einstecken, vielleicht das auch..
Dabei wanderte eins nach dem anderen in die kleine Tasche, die sich langsam aber sicher füllte, auch wenn sie sich immer wieder Mantra-artig vorsagte nur das nötigste.


"Bei der Familie unterkommen.. oder vielleicht den Kaluren?"

Sie war auch schon ewig nicht mehr daheim gewesen. Ob ihre kleine Schwester dort war? Oder vielleicht ihre Schwägerin..
Vielleicht war auch Vater einmal zu Haus, eindeutig ein guter Zeitpunkt um festzustellen, dass man sehr lange nicht mehr in der Heimat war.

Nur wo... kam der Überlebensbeutel jetzt hin?
Unschlüssig schlich sie auf den Gang hinaus...
Gast

Beitrag von Gast »

Eine Weile saß sie brütend über dem Buch, blätterte hin und her und übertrug einige Worte auf ein nebenliegendes Blatt Papier. Nur flüchtig immer mal ein abgelenkter Blick, als es den Anschein machte es wären Schritte zu hören oder es würden Türen geöffnet und geschlossen werden. Mehrmals überflog sie den Zettel und seufzte dann ob der neu entstandenen Liste.

Dann angelte sie nach einer kleinen Fläschchen, entkorkte es und gab dem Felsenkaktus auf dem Schreibtisch einen Tropfen Wasser, damit seine Stacheln weiterhin schön spitz und kräftig blieben.

Die Liste wurde an den Kaktus gepinnt, ehe sie mit gefurchter Stirn aufstand, die Tür öffnete und in den Gang hinaus schielte, als abermals Bewegung zu vernehmen war. Mit gehobener Braue wurde der Blondschopf ins Auge gefasst. "Willst Du irgendwo hin?"
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 5. Mai 2016, 23:29, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Der Klang der Stimme ließ sie augenblicklich erstarren. Nicht mal ums Eck gekommen war sie!
Nur nicht die Haare anstarren, nicht die Haare...
dabei wendete sie sich langsam herum. Der erste Blick, ging natürlich! zu den Haaren.


"Äh..."

Ein Blick an ihr vorbei zur Kaktuspinnwand.


"Der ist aber hübsch gewachsen!
Ja, ich äh habe gerade bemerkt, dass ich gar keine frischen Sachen mehr hier habe."


Dabei hob sie den kleinen, äußerst gefüllten Beutel in ihren Händen an.


"Ich gehe rasch das hier austauschen.
Außerdem hat Fräulein Holzthal erwähnt, das möglicherweise Fräulein Odstedt krank ist.
Ich dachte ich mache einen kleinen Umweg und sehe nach ob noch Licht brennt. Ist ja nicht weit.
Ich sollte lieber gehen, es ist ja schon spät! "


So rasch und hoffentlich trotzdem so unauffällig wie möglich, will sie sich dann aus dem Staub machen...
Gast

Beitrag von Gast »

Die linke Braue kletterte noch ein wenig höher, während sie sich die Erklärungen anhörte.
  • Sie hat 'Äh' gesagt.
    Ist mir aufgefallen.
    Zweimal.
    Ja.
    Sie führt was im Schilde.
    Ohne Zweifel. Stellen wir fest, wie sehr ich mich darüber ärgern könnte, wenn ich es herausfinde?
    Wie das?
    Pass auf.
"Verstehe, dann bestell dem Fräulein Odstedt doch Grüße und wenn Du schon dabei bist,
kannst Du das noch mitnehmen zur Bibliothek und ..."

Wenige Handgriffe später drückte sie dem Blondschopf einen weiteren Wäschesack in die Arme und nur ein paar Augenblicke darauf noch einen Zettel, eine kleine Liste mit fünf Punkten darauf.

"... kannst Du das gleich noch erledigen, wenn du vor Ort bist? Danke und gibt Acht!"

Dann sah sie ihr kurz nach und schloss mit einem Kopfschütteln die Tür hinter sich.
  • Und wie hilft das jetzt weiter?
    Naja, die Liste besteht aus unsinnigen Punkten. Je mehr sie davon erledigt, in dem Glauben mich damit abzulenken, desto größer der Unsinn den sie anzustellen gedenkt.
    Und das klappt?
    Das klappt immer.
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 7. Mai 2016, 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Ziemlich erleichtert, machte sie sich dann auch mit Liste und zwei Beuteln voller Wäsche davon in Richtung Bibliothek.
Noch mal Glück gehabt!
Das Gefühl des Glückes verlor sich bald, nachdem sie die Wäsche los geworden war und einen genaueren Blick auf die Liste werfen konnte.

Die erste Aufgabe war noch recht rasch erledigt:
Wurfmesser schärfen und polieren.
Eine ihrer leichtesten Übungen.

Punkte zwei auf der Liste ließ sie dann doch einmal die Augenbrauen heben.
Fische füttern.
Fische?
Artig wurden ein paar Brotkrummen vorbereitet, dann ging es mit der Hand gefüllt hinüber zum Aquarium.
Nachdenklich verfolgte sie den Weg der vollgezogenen Brutkrummen zum Sand am Boden des kleinen Beckens.
Nichts anderes rührte sich darinnen.. Ob das wirklich so gedacht war?

Völlig verwirrt, mit einem weiteren letzten Blick zum fischlosen Aquarium, ging sie zu Punkt drei über:
Diverse Kräuter sammeln.
Im wenigen Mondlicht, kam sie dann doch in die Verlegenheit ihre Gabe zu nutzen, um auch alle gewünschten Kräuter in der gewünschten Anzahl zu erhalten und letztendlich inzwischen erschlagen müde auf dem Alchemie Tisch abzulegen.
Um ein Haar wäre sie die dabei weggedöst.

Aber das konnte sie sich nicht erlauben!
Es waren immer noch zwei Punkte übrig!
Nicht dreifachen Zorn auf sich ziehen.. zusammen reißen!

Punkt vier, an der Unze Staub für die Kaluren arbeiten.
Ein Seufzen entfuhr ihr, dennoch wurde das Staubtuch genommen und gehorsam die Buchrücken abgestaubt, immer sorgsam in das Säckchen in der anderen Hand.
Uh.. ein Sessel..
Sie war unheimlich versucht eine Pause zu machen.. nur eine Kleine!
Vielleicht war das aber auch schon genügend Staub?
Das Säckchen würde zurück gestellt.

Punkt Fünf.. Frühstück?!?
Ein Blick aus dem Fenster hinaus, aus zusammengekniffenen Augen.
Solange war es vermutlich gar nicht mehr bis sich die ersten Strahlen zeigen würden...
So machte sie sich also auf den Rückweg zum Kloster.

Am nächsten morgen stand vor Florentines Tür ein Tablett mit reichhaltigem Frühstück, eines das es an keinem Wunsch fehlen ließ.
Daneben lag die kleine Liste, jeder Punkt war sorgfältig abgestrichen worden.
Hinter den Fischen und dem Staub fand sie obendrein kleine, sauber angereihte Fragezeichen.

Und auch noch am späten Morgen, ging die gegenüberliegende Tür nicht auf..
Gast

Beitrag von Gast »

Fast wäre sie am nächsten Morgen über das Tablett gestolpert. Ein beherzter Schritt darüber hinweg verhinderte das irgendwas oder irgendwer zu Schaden kam. Für gewöhnlich würde ein gutes Frühstück erst nach dem wach werden folgen, aber wenn sich da jemand schon solche Mühe gab, sollte man die Versuche nicht herumliegen lassen. Essen und beigelegter Zettel verschwanden zusammen mit dem Rotschopf wieder im Zimmer. Der Zettel wurde überflogen während sie sich das Frühstück schmecken ließ.
  • Sie hat also meine Messer geschärft, an die ich niemanden heranlasse. Fische gefüttert, die wir nicht haben. Kräuter gesammelt, die wir nicht brauchen. Bücherstaub gesammelt, den wir gemeinsam sammeln wollten und Frühstück gemacht, obwohl sie in der Küche so geschickt ist wie beim Bogenschießen.
    Es stehen also Tod und Verderben an.
    Mal sehen in welcher Reihenfolge.
    Völlig egal. Vielleicht fließt sogar etwas Blut?
    Du klingst ein wenig zu begeistert.
    Ich bin Du.
    Oh?!
    So ist es.
    Ach sei still.
Erst einmal ging es heimwärts. Schnell waren ein paar Sachen gepackt und der Weg durch den Pass zur Bibliothek genommen.
Irgendwann später saß sie nach einem heißen Bad, zufrieden und entspannt vor dem beschlagenen Spiegel. Mit der Hand wurde der Wasserfilm ein wenig beiseite gewischt. Ein Blinzeln, ein weiteres Wischen. Noch ein Blinzeln, während eine Braue ungläubig in die Höhe sprang. Der Griff zu einem Tuch machte dem beschlagenen Glas ein jähes Ende. Ein wenig ungläubig betrachtete sie ihr Spiegelbild, das sich dadurch in keinster Weise geändert hatte. Und dann angelt sie mit zwei Fingern nach einer Haarsträhne und führte sie sich vor Augen.
  • Haha... hahaha ... du bist bl...
    Oh, halt die Klappe.
Mit einem Brummen rieb sie sich die Schläfe und starrte noch eine ganze Weile erst auf die Strähne, dann in den Spiegel.
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 7. Mai 2016, 22:08, insgesamt 2-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Als erstes folgte ein durchs Schlüsselloch linsen.
Warum man dabei denn nur so wenig sah!
Wenn sie aber direkt vor der Tür stehen würde, dann würde man das doch sehen... Oder?
Würde man bestimmt.
Weshalb in Temoras Namen hatte sie eigentlich hier geschlafen!
Was für eine blöde Idee im Nachhinein, dem Unheil so nahe zu sein.

Einen Schrei hatte sie jetzt aber nicht gehört... Würde sie schreien?
Vermutlich würde sie spätestens, wenn sie sich sahen schreien.
Aber: sie wars ja gar nicht!
Herje, warum hatte sie sich nur darauf eingelassen.
Sie war im Lügen mindestens so begabt, wie im Warten.
Dazu kam, dass wenn einer sie wirklich kannte, dann war es wohl Florentine.

Lieber gleich entschuldigen?
Aber vielleicht hatte sie es ja noch gar nicht gesehen,
wohlmöglich gar nicht gemerkt.
Übergehen.
Übergehen war wirklich gut.

Mit einem äußerst tiefen Durchatmen, den Rücken straffend, wagte sie es die Türe zu öffnen...
Gast

Beitrag von Gast »

Aus Reflex wird im ersten Moment der Kopf leicht zwischen die Schultern gezogen.
Aber auch ein weiteres Umsehen, bestätigte das Unfassbare:

Sie war allein !

Nun deutlich gehetzt und völlig ohne noch Rücksicht darauf zu nehmen unauffällig zu wirken, stürmt sie an Cassian vorbei, hinaus aus dem Kloster.
Auch den nächsten beiden Wachen wird im vorüber-rennen lediglich ein abgehetzter Blick zugeworfen.

Da sie aber häufiger seltsames Verhalten an den Tag legt, bleiben diese in aller Seelenruhe bei ihrem Wachdienst.

Kaum war das Kloster außer Sichtweite wurde der nächste höhere Strauch zum Luft holen genutzt.
Herje, Ausdauer.. Sie sollte wirklich mal häufiger üben!

Nach kurzem Verschnaufen war dann auch der vermeindliche Überlebensbeutel gefunden. Ohne sich lange aufzuhalten hetzte sie weiter.
Das Haus der Mederics!

Eindeutig ein absoluter einladender Punkt für Asyl.

Mehrmals und heftig wurde an die Türe geklopft.


"Das war so eine schrecklich Blöde Idee.
Wir sollten fliehen solange wir es noch können, wirklich!"
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Tharoan Mederic
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Beitrag von Tharoan Mederic »

Zügig winkt er den Blondschopf in die gute Stube hinein, ehe er tapfer den Kopf hinausstreckt um abschätzend die Umgebung zu mustern - ist ihr jemand gefolgt?

Anschließend wird die Tür geschlossen und verriegelt, wonach der sich dann den Hinterkopf reibt und die Lippen schürzt.

"
Seid Ihr sicher das wir aufgeflogen sind? Ganz sicher" Es werden noch Sätze folgen wie "Das nächste große Ziel muss noch umgesetzt werde" und "wenn dann mit großen Knall verschwinden".

Mit einem Kopfnicken deutet er dann zum großen Tisch im Familienhaus, wo er ihr dann erstmal einen heiß dampfenden Tee mit einem leckeren Teearoma servieren wird. Worauf hin er beratend mit seiner Komplizin den Kopf zusammen stecken wird!
Gast

Beitrag von Gast »

Nachdem sie das Gespräch ausreichend beruhigt hatte,
machte sie sich wieder zurück auf den Heimweg.
Auf dem kurzen Weg durch das kleine Wäldchen zauberte der Gedanke an das neue Verbrechen,
bereits ein Lächeln auf ihre Lippen.

Kaum die Bibliothek betreten gefror es auf ihren Lippen.
In der benachbarten Tür stand eine weibliche Gestalt, völlig in Blau gekleidet, die Kapuze hochgeschlagen.

Jetzt nur durchatmen!
Nichts anmerken lassen - du schaffst das!

Wie gewöhnlich machte sie sich daran die Schuhe los zu werden und ins Regal zu stellen.
Dabei wanderte der Blick immer wieder zu der dort stehenden Gestalt, auch sie machte sich daran das Schuhwerk zu lösen.
Ihr entging nicht, das ihre Nachbarin, völlig nebensächlich beim entschnürren der Schuhe, auch einen kleinen Dolch von
seinem Versteck befreite.

Jetzt wurde es also ernst.
Oh weia.
Ob das dann unter Knall Gehen wäre?
Selbst wenn nicht, jetzt war die Wahl wohl aus...


Gast

Beitrag von Gast »

In sieben Schritten zum Ziel. Ihre übliche Vorgehensweise wenn es um den Blondschopf ging.

Schritt 1 "Der Verdachtsmoment" war bereits im Kloster aufgekommen, als sich eine gewisse Person sehr auffällig verdächtig verhalten hatte.

Schritt 2 "Das Ertappen" folgte auf dem Fuße. Die aufgetragene, zusammengewürfelte Liste war tadellos gemeistert worden, hatte sicher die halbe Nacht beansprucht und der mutmaßlichen Täterin, noch unbekannten Verbrechens, bereits ordentlich den Schlaf geraubt, dessen war sie sich sicher. Der Blick in den Spiegel nach dem ausgedehnten Bad hatte dann auch das Verbrechen selbst zu Tage gefördert. Den ersten fassungslosen Momenten folgten dann grimmige Pläne, auch wenn sie für sich beschlossen hatte, dass die Farbe ganz nett war. Kein Vergleich zum Rot zuvor, aber als Abwechslung durchaus in Ordnung. Die Feststellung hatte aber nichts am weiteren Vorgehen geändert. Es war Zeit das Ausmaß des Verbrechens zu klären und zu strafen.
  • Was meinst Du wie lange es dauert?
    Oh, das geht jetzt alles sehr schnell.
    Wie schnell?
    Pass auf.
Schritt 3 "Die Verunsicherung" war nicht schwer. Die Täterin stand ihr kurz darauf schon gegenüber. Kapuze oben lassen, Stiefel ausziehen, das Messer aus dem Stiefel befreien und einfach in der Hand behalten. So ein Messer hatte sich beim untermalen von Gestiken schon immer ganz gut gemacht. Dann der Beginn einer Frage "Wusstest Du, dass ...", ohne sie zu vollenden. Stattdessen ablenken, auf andere Themen kommen, subtile Anmerkungen, ob es Auffallen würde wenn der Blondschopf eine Weile fehlen würde. Es hatte sich gezeigt, dass eigentlich einfache Fragen nur durch bloße sichtbare Anwesenheit oder lockerer Handhabung eines bestimmten kleinen, scharfen, spitzen Gegenstandes von harmlos auf höchst gefährlich mutieren konnten. Und es verfehlte auch heute nicht die Wirkung.

Schritt 4 "Die Verzögerungstaktik" diente nur dazu die ersten aufkommenden Verunsicherungen noch zu mehren. Immer mal wieder der Versuch erneut mit der ursprünglichen Frage anzusetzen, wiederum Ablenkung durch andere Themen, und das gleiche Spiel von vorn.

Schritt 5 "Die Panik" war eigentlich kein richtiger Schritt, eher das Ergebnis aller vorangegangenen Punkte. Aber mit der konnte man ja auch noch ein wenig spielen. Der Wachtmeister, der in dem Augenblick durch die Tür kam, erwies sich da kurzzeitig als ein wenig lästig, sorgte aber wohl unfreiwillig doch dafür, dass sich die Panik des Blondschopfes noch verstärkte.

Schritt 6 "Die Beichte" ...
  • Früher hieß das Geständnis.
    Jetzt heißt es aber Beichte, neuer klösterlicher Fachbegriff.
    Klingt zumindest weniger erzwungen.
    Umso treffender, erzwungen ist ja nichts.
    Das sieht sie vermutlich anders.
    Das zählt ja nicht.
    Wenn ...
    Pscht.
Sie blinzelte doch ein wenig irritiert, als da von Abstechen die Rede war...
  • Sie hält mich immernoch für verrückt und unberechenbar.
    Naja, du bist ja auch ...
    Darum geht's ja nicht.
    Nicht?
    Nein!
... und lauschte interessiert und fasziniert den Ausflüchten, dann Erklärungsversuchen und am Ende dem Schuldeingeständnis und ...
  • Aha.
    Das war irgendwie klar.
    Ja, mindestens ein weiterer Täter im Spiel.
    Hätte mich gewundert, wenn nicht
    Mich auch.
    Schön, dass wir uns mal einig sind.
Schritt 1 bis 6 abgehakt.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Panik stieg rasch in ihr auf.
Ein Dolch ihren Händen!
Das bedeutete immer größeres Unheil.
Der Wachtmeister sorgte obendrein noch dafür, dass die ohnehin aufgekommene Panik sich verstärkte.
Er wusste ja nicht das sie völlig wahnsinnig war!
Er wusste auch nicht, dass das Messer gegen ihr Gegenüber zu wenden, nicht das Schlimmste war was sie tun könnte!
Voller Angst wanderte der Blick hinüber zum wissenden Raumteiler.
Sie würde das doch nicht wiederholen?
Enttäuscht hatte sie gesagt, dass letzte Mal als sie so etwas gesagt hat..
Nein, würde sie nicht.
Würde sie niemals!
Oder?
In der Hoffnung das Geständnis würde etwas ändern, war es recht schnell aus ihr herausgesprudelt.
Nichts hätte schlimmer sein können, als rauszufinden was sie mit dem Dolch noch alles tun könnte.
So schlimm konnte keine Bestrafung sein!
Die Erkenntnis auf den Leim gegangen zu sein, traf sie erst sehr viel später mit einem dumpfen.. sie ist wahnsinniger als ich dachte!
Jetzt, da es raus war, konnte es ja nicht all zu schlimm mehr werden.
Sie fand obendrein, dass das Ergebnis äußerst hübsch die Wirkung entfaltet hatte.

Es war hübsch, das Geständnis war überstanden und alle atmeten noch.
Jetzt konnte doch gar nichts mehr geschehen!
Es war überstanden...
Gast

Beitrag von Gast »

Schritt 7 "Die Strafe" war gar nicht so einfach zu wählen. Da musste man gut abwägen zwischen offensichtlichem Strafen und nebensächlichen kleineren Strafeinheiten. Die Liste der Verdächtigen Mittäter war gedanklich auch schon geschrieben, die würde sie nach und nach einfach eingrenzen. Es war ja keine Eile geboten.

Laufen war des Blondschopfs liebste Beschäftigung, naja eigentlich Spaziergänge, so oder so, sie würde viel Natur zu Gesicht bekommen. Und die Klosterwache konnte gleich mit einbezogen werden. Eine Erweiterung des Ausbildungsplans, körperliche Ertüchtigung, beginnend mit täglichen Laufrunden um das Kloster herum, weitläufig natürlich.

Vielleicht würde sie den Blondschopf auch beauftragen mit der Klosterwache jagen zu gehen, da passierten auch schonmal die ein oder anderen magischen Unfälle, die sicher auch den richtigen treffen würden.
Diakonin Hohenhain wäre einer Runde möglicherweise auch nicht abgeneigt, ihre Anwesenheit würde noch für weitere Anspannung sorgen. Nach der letzten Übung der Klosterwache waren die Wogen noch nicht gänzlich wieder geglättet.

Das und so vieles mehr, die Möglichkeiten waren vielfältig. Die Qual der Wahl. Furchtbar. Aber vielleicht war wählen ja gar nicht notwendig.
  • Das könnte lustig werden.
    Ja.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 12. Mai 2016, 21:03, insgesamt 2-mal geändert.
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