Johannas Start in ein neues Leben [Teilnahme erwünscht]

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Liliana van Drachenfels
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Einer schlaflosen Nacht folgte ein ruheloser Tag.. Ständig überlegte sie hin und her.. Was konnte sie nur tuen? Was wenn Elaric jetzt auch nicht zurück käme? Tausend Fragen und keine Antworten.. Sie rechnete schon fast mit einem nächsten Brief der dann eine Forderung enthalten würde für Elaric ein Lösegeld zu zahlen..Ihr war klar daß sie nicht nach Rahal gehen konnte.. durfte.. aber an wen sollte sie sich wenden?
Elaric hatte ihr geschrieben daß sie niemandem etwas sagen sollte.. Zum Regiment konnte sie also nicht.. Zumal das Regiment sowieso nicht verhandelte, ehr noch würde Elaric Ärger bekommen, weil er in Rahal war..
Erst am Abend fiel ihr Luicen ein.. Er hatte anscheinend Kontakte nach Rahal, vieleicht konnte er helfen..
Erst ein mal aber würde sie noch warten müssen... Warten darauf daß Elaric heimkäme, obwohl sie kaum Hoffnung hatte.. Sie wartete ehr auf ein neues Schreiben wo sie um ein abermaliges Lösegeld angegangen werden sollte. Doch für sie stand fest, daß sie nicht nach Rahal gehen würde.

Den ganzen Tag lief sie wie betäubt herum. Ihre Bewegungen waren irgendwie steif.. fast als wäre sie eine Puppe. Einigen war dies wohl auch aufgefallen, doch Lili konnte Fragen damit abwiegeln daß sie schlecht geschlafen hatte. Doch am Abend kam Sir Thelor zum Hof. Das hatte er noch nie getan und so rechnete Lili schon mit dem Schlimmsten.. Johanna Tot? Elaric Tot? Diese FRagen gingen ihr durch den Kopf. Doch war der Grund seines Besuches ehr trivial. Dennoch konnte sie ihren Zustand und ihre Besorgnis vor ihm nicht verbergen. Sie versuchte zwar wie bei den anderen zu erklären dass sie schlecht geschlafen hatte, doch Sir Thelor kannte sie zu lange und zu gut als da sie ihm hätte etwas vormachen können. Und so zeigte sie ihm die beiden Briefe und erklärte ihm die Lage.
Er zeigte sich sehr verständnisvoll und fragte nur ob sie Elaric vertrauen würde. Lili bejahte und beteuerte daß sie ihn lieben und ihm vertrauen würde. Sir Thelors Rat war Lady Helisande zu informieren und bis zum übernächsten Tag abzu warten. Danach sollte sie sich bei ihm melden. Auch bot er ihr an jederzeit zu ihm kommen zu können..
Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Donnerstag 21. April 2016, 20:10, insgesamt 3-mal geändert.
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Gast

Beitrag von Gast »

Liliana wird noch am selben Abend oder am nächsten Morgen, eine Nachricht in ihrem Briefkasten vorfinden:

Liliana, Liebling. Wir sind wohlauf zurück. Ich habe Johanna ins Kloster gebracht. Bitte komm nicht her. Oder zumindest nicht in ihre Nähe. Es kann sein, das noch eine Gefahr für Dich besteht. Ich weiss es nicht genau. Morgen wird Hochgeboren von Goldenfall sich darum kümmern. Er bittet darum, dass Johanna morgen zu ihm in sein Anwesen gebracht wird. Dann wird hoffentlich alles wieder gut. Ich liebe Dich, bitte sorge Dich nicht weiter. - Elaric. - Es tut mir leid.

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Er kam gerade vom Anwesen des Magiers Arenvir von Goldenfall. Er hatte ihm alles berichtet. Die Zeilen an Liliana schrieb er rasch und stopfte dann das gefaltete Papier einfach leise in ihren Briefkasten. Dann begab er sich zurück zum Kloster und berichte davon, das Hochgeboren von Goldenfall das Kind am nächsten Tag in seinem eigenen Anwesen begutachten möchte. Er blieb dann noch eine Weile am Bett von Johanna sitzen, machte sich Gedanken darüber was passieren würde, mit ihr und welche Nachwirkungen das alles hätte. Doch irgendwann schlief auch er erschöpft für einige Stunden neben dem Kind ein. So bekam er in dieser Nacht zumindest etwas Schlaf.
Lucien de Mareaux

Beitrag von Lucien de Mareaux »

Ich hatte noch eine Salbe in die Heilstube oben am Kloster bringen wollen, und traf dort auf eine kleine Menschentraube, die um eines der Betten stand. Sehr schnell wurde ich darüber aufgeklärt, dass Johanna dort schlief, das Mädchen, welches auch beim Geschichtenabend der Elfen mitgespielt hatte.
Was vorgefallen war, sollte ich von Elaric dann in aller Kürze draußen vor der Türe erfahren. Für einen Bericht beim Regiment war das allemal zu dürftig, ich würde ihn also noch eine weitere Runde belästigen müssen, wo er dann eine ausführliche Zusammenfassung geben durfte. Halbe Berichte taugten die Hälfte nicht. Es genügte mir jedenfalls zunächst einmal, um ihn direkt weiter zum Goldenfall zu schicken, um dort zu berichten. Immerhin war da eine indirekte Drohung gegen selbigen ausgesprochen worden, ebenso offenbar gegen Liliana. Ich hielt es für unwahrscheinlich, dass es der Wahrheit entsprach, was man Elaric da aufgebunden hatte, aber lieber einmal zu viel geprüft, als dann doch das Nachsehen zu haben.

Während der Diakon bestätigte, dass kein klerikaler Einfluss auf dem Mädchen lag, legte ich ordentliche Wickel an, um das Fieber des Mädchens zu senken. Ich vermutete, dass sie unter Schock stand, ihr aber sonst nichts Ernstes fehlte. Nachdem der Diakon noch Tee brachte für das Mädchen, stellte ich mich auf eine lange Nacht ein. Lina gab zuhause bei mir Bescheid wo ich steckte. Auch als Elaric wiederkehrte von seinem Ausflug nach Adoran, blieb ich, um weiter auf die Wickeln zu achten und dem Mädchen zu trinken zu geben, sobald sie aufwachte. Wecken wollte ich sie dafür nicht. Der Schlaf war oftmals genauso heilsam.

In der Nacht, als beide schliefen, also Johanna und Elaric, stahl ich mich kurz nach Hause, setzte dort noch einen weiteren Tee auf, etwas ausgefeilter als der vom Diakon bestellte. Mir kam der Gedanke, dass etwas zur Beruhigung nicht verkehrt sein könnte. Also setzte ich einen Sud aus Lavendel, Melisse, Kamille, Ingwer und Minze an, gab noch etwas Baldrianwurzelsud dazu, von letzterem allerdings nicht viel, immerhin wollte ich das Mädchen nicht gleich wieder ins Land der Träume schicken.
Während der Zubereitung berichtete ich meiner Frau kurz das Wesentliche und zog dann wieder zurück in die Klosterheilstube, stellte den Tee bereit und machte mich über den des Diakons selbst her. Ein Buch hatte ich mir mitgenommen zum Befüllen und nutzte die Zeit zwischen der Erneuerung der Wickel zum Schreiben. Ich war ohnehin nachlässig gewesen und es war an der Zeit weiterzuarbeiten. Hier hatte ich Zeit und Ruhe, es schlief ja alles, und die Stille war wie dafür gemacht.
Irgendwann in den Morgenstunden löste mich dann meine Frau mitsamt meinen Sohn ab. Ihm würde es hier vermutlich schnell fad werden und Mädchen waren eh doof, aber da musste er dann wohl durch. Ich packte meinen Krempel zusammen, drückte beiden einen Kuss auf und stahl mich heim, um mein Bett aufzusuchen und wenigstens etwas Schlaf zu finden.  Später würde ich dann noch einmal zurückkehren und nach Kind und Ersatzpapa sehen.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Am nächsten Tag wird Sir Thelor von Gipfelsturm in seinem Büro eine Nachricht finden auf der in Lilianas zierlicher, aber gut lesbarer Schrift steht:
Elaric ist wieder zu Hause, Johanna ist in Schwingenstein beim Kloster und soll noch vom Hochedlen von Goldenfall untersucht werden ob es irgendwelche Manipulationen im Liedgefüge gab. Ein klerikales Wirken scheint wohl ausgeschossen zu sein, doch ist noch vollkommen unklar wie Johanna nach Rahal gelangen konnte..
Liliana
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