Von der Heimat zur Familie

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Gast

Von der Heimat zur Familie

Beitrag von Gast »

*Noch ehe sie sich in der kleinen Mietstaverne in der Arwan sie geführt hatte zu Bett begab, holte sie ein in Leder eingeschlagenes Buch hervor und begann im Kerzenschein mit Feder und Tinte etwas hinein zu schreiben. Trotz ihrer Müdigkeit von der langen anstrengenden Reise wirkt die Schrift sehr Ordentlich und verschnörkelt*

Liebes Tagebuch

Ich habe Maradon nun verlassen und die viertägige doch unerwartet anstrengende Reise hinter mich gebracht. Ich bin gestern in diesem Fischerdorf namens Bajard angekommen das Vater in seinem letzten Brief erwähnte.
Ich war sehr überrascht das neben Vater soviele andere Menschen standen. Zuerst dachte ich, sie würden alle wen bestimmten aus der Familie oder ihre geliebten abholen wollen, doch sie waren tatsächlich alle wegen mir da.
Sovile waren gekommen um mich zu sehen und kennen zu lernen, ich gestehe es war mir schon ein wenig Peinlich, soviel Aufsehen um meine Person zu erleben.
Doch die größte Freude war es, Vater endlich wider zu sehen. Gemeinsam fuhren wir dann noch mit einer kleineren Fähre in eine andere Stadt. Laut Zahrak war es die Hauptstadt des Reiches und heist Adoran. Es war überwältigend groß und es waren viele Menschen dort unterwegs.
Überall standen schwer gerüstete Wachen rum und taten ihren Dienst. Es schien fast, als würden sie jede Kleinigkeit beobachten. Nach einem Fußmarsch kamen wir dann in einem kleinen Ort namens Kronwalden an, hier von dem aus ich auch gerade schreibe.
Im Haus von Amelie saßen wir dann alle bei Tee und Kuchen zusammen und erzählten von einander. Es waren spannende Geschichten die ich erfuhr. War es die Amelie mit ihrer Tochter Millie die nach einer sehr turbolenten Zeit und einer Trennung wider zu einander fanden. Oder gar Zahrak, der bei Amelie als Lehriling zum Schneider begann und sich ebenso wie sie zu einem der besten Schneider im Reich mauserten.
Dann war da noch Keylon, der sich als Wachtmeister im Regiment verschrieb und sogar einen Knappenplatz bei einem Baron und Kronritter bekam. Den Namen dieses Barons habe ich leider schon wider vergessen, aber den erfahre ich sicher noch mal. Und dann war da noch Endress der Schönling der sein Leben scheinbar nur geniessen mag und seinen Weg offenbar noch nicht gefunden hat. Allesamt waren wirklich sehr lieb und nett und nahmen mich direkt mit offenen Armen auf.
Ich habe sogar eine Edle an dem Abend kennen gelernt die, wie sie sagt, zwar als Heilerin keine Patienten mehr hat, aber sich der Schatzjagd verdingt hat.
Aber es ist schon spät, du weist ja, ich muss morgen wider früh raus und mich um alles kümmern. Ich möchte Vater und den anderen ein gutes Frühstück bereiten und schauen wo ich mich einbrigen kann.

*Das Buch lies sie eine Weile noch offen liegen um die Tinte trocknen zu lassen, ehe sie es zuschlug und wider sorgsam in der Tasche verstaute.*
Gast

Beitrag von Gast »

*Die Sonne war längst aufgegangen und die morgentlichen Arbeiten wie Frühstück für den Herrn Vater vorbereiten und alles notwendige für das Mittagessen vor zu bereiten waren erledigt. Nachdem sie dann akriebisch alles an seinen vorbestimmten Platz gerückt hatte und staub gewischt, widmete sie sich wider ihrem Tagebuch.*

Liebes Tagebuch

Heute ist bereits der dritte Tag für mich den ich auf Gerimor verweile. Ich bin noch immer dabei mich so schnell wie möglich in meinen Alltag ein zu fügen um Vater keine Schande zu bereiten.
Es ist noch sehr vieles hier Ungewohnt für mich. Das Klima hier ist wesentlich wärmer als Zuhause und auch die hisiegen Kräuter in den Wäldern unterscheiden sich sehr von denen aus Maradon. Einige dieser Kräuter sind mir schlicht unbekannt und ich werde mir jemanden suchen müssen der mir deren Wirkung und Verwendungszweck erklärt.
Zahrak war so lieb und hat mir einen Schlüssel von seinem Haus gegeben, damit ich nicht immer die Leute in der Mietstaverne belästigen muss. Seine Küche darf ich nutzen nach belieben hat er gesagt, aber es ist eine Männerküche was man daran erkennt das hier kein brauchbares Werkzeug zu finden ist um vernünftig zu kochen. Das erklärt vieleicht auch, warum er nur fertiges Essen eingelagert hat, das man nur noch erwärmen muss.
Es fehlt hier tatsächlich die Hand einer Frau die sich um alles kümmert. Ich werde ihn wohl mal fragen ob ich ihm behilflich im Haushalt sein darf.
Gast

Beitrag von Gast »

Noch ehe die Sonne aufging setzte sie sich an den kleinen Tisch in ihrem Mietszimmer und öffnete ihr Tagebuch. Dann wurde die Kerze entzündet und sie nahm sich eine Schreibfeder zur Hand und begann zu schreiben.*


Liebes Tagebuch

Ich war gestern in der Bibliothek und habe mich ein wenig eingelesen. Mein Schwerpunkt hier, lag bei dem Aufbau des Herzogtums und die Gesetzgebung des Reiches.Sicherlich hätte ich auch die Familie, insbesondere Keylon fragen können da er ja schliesslich das Gesetz vertritt. Aber ich glaube die haben alle im Moment wichtigeres zu tun da sie ein großes Dorffest für diesen Mondlauf planen für das ich sogar einige köstliche Spezialitäten aus Maradon kochen darf.
Deswegen frage ich lieber nicht und falle ihnen womöglich auch noch zur Last und stehle ihnen wertvolle Zeit. Und du weist ja, ich lese eh sehr gerne und so war es für mich eine willkommene Abwechslung mal wider die Nase in Bücher zu stecken. Dennoch muss ich sagen das ich sehr viel beobachtet habe was mich nachdenklich stimmte. Ich habe in den Gesetzen gelesen das man sich nicht unzüchtig kleiden darf. Doch viele Frauen scheint das nicht zu stören und sie laufen herum, als wären sie eine Hafendirne. Aber vieleicht interpretiere ich das Gesetz auch falsch? In Maradon jedenfalls wäre es undenkbar als Frau so rum zu laufen. Doch habe ich auch schon feststellen müssen, das die Menschen hier offener sind und die Frauen sehr selbstbewusst. Ich verstehe das nicht recht und werde mal mit meinem Herrn Vater darüber sprechen.
Aber es gibt noch so vieles was ich über dieses Land hier lernen muss. Ich werde wohl noch eine ganze Weile dafür brauchen.
Gast

Beitrag von Gast »

Als das erste Brot im Ofen war und der Frühstückstisch vorbereitet, begab sie sich in eine stille Ecke und packte das in Leder eingebundene Buch aus und begann in der Wartezeit zu schreiben.*


Liebes Tagebuch

Ich habe nachdem ich jetzt 2 Tage geangelt habe und den Fisch auf dem hiesigen Markt verkauft habe, ein wenig Gold angespart und bin damit gestern nach Adoran einkaufen gegangen.
Ich habe mich nicht getraut Zahrak zu fragen für die fehlenden Gerätschaften in der Küche und so habe ich mich auf die Suche nach einem Feinschmied gemacht wo ich es dann kaufen kann.
Adoran ist eine sehr große Stadt mit vielen Menschen und auch Handwerkshäusern. Aber es scheinen hier nicht sehr viele Feinschmiede ansässig zu sein. Irgendwann stand ich jedoch vor einem Laden an dem ein großes Schild hing, auf dem stand: goldener Amboss:
Nach einem längeren zögern ob ich mich da hinein begeben soll, ob meiner schmalen Goldbörse traute ich mich dann doch zu klingeln und eine Frauenstimme rief mich dann herein.
Vorsichtig öffnete ich die Türe und blickte hinein. Dort stand eine Frau die gerade dabei war, die sehr teuer wirkende Auslage zu staubwedeln, die mich freundlich anlächelte. Ich nahm meinen Mut zusammen und grüßte sie freundlich mit einem höflichen Lächeln und erzählte ihr, das ich einige Dinge für die Küche bräuchte. Ich durfte an der Verkaufstheke platz nehmen wärend sie dann meine Bestellung fertigte.
Fräulein Leetha war eine sehr freundliche und zuvorkommende Person die mit mir ins Gespräch kam. Sie erzählte mir, das sie auch mit dem Schiff hier angekommen war um eine bessere Zukunft zu bekommen. Doch genau wie ich, wurde sie in Bajard an Land gelassen. Immer wenn sie kurz mal von mir wegschaute um etwas zu holen oder zu fertigen, riskierte ich einen sehr schnellen Blick über die sehr feine und teuer wirkende Auslage. Es waren wahre Meisterstücke wie mir schien. Wunderschön und perfekt gearbeitet.
Fräulein Leetha scheint ihre Zukunft hier in Adoran tatsächlich gefunden zu haben. Sie ist eine Meisterin ihres Faches und fertigt die besten Waren an. Sie hat im Keller wohl auch ein riesiges Bad bauen lassen wo meine Familie wohl auch schon einen gemeinsamen badeabend gemacht hat.
Alles in allem scheint sie also eine sehr zielstrebige Frau zu sein, die genau weis was sie will und hart dafür arbeitet. Und am Ende als sie meine Bestellung dann zusammengestellt hatte und sie mir den Preis nannte, war ich sehr überrascht. Denn obwohl sie erstklassige Qualität verkauft konnte ich mir mit meiner schmalen Goldbörse die Waren problemlos leisten.
Stolz die ganzen schönen Sachen erworben zu haben verabschiedete ich mich dann freundlich von ihr und machte mich dann daran, diese in der Küche zu nutzen.
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 9. April 2016, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

* Noch bis spät in die Nacht hinein wurde alles wider in das Haus geschleppt, verräumt und gespült. Dann erst machte sie sich Bettfertig und schlief den Schlaf der Gerechten. Am nächsten Morgen dann bei Sonnenaufgang griff sie zu ihrem Tagebuch und hielt die Erlebnisse fest.*

Liebes Tagebuch

Gestern war das Dorffest hier in Kronwalden. Es hat eine menge an Arbeit und Planungen gekostet das alles so schön hin zu bekommen.
Und es waren wirklich viele Menschen gekommen die daran Teil haben wollten.
Die kleine Nathelia war wie ein fleissiges Bienchen und schwirrte überall herum und half wo sie nur konnte. Zum Schluss hin hat sie noch die selbstgemachten Torten die sie mit Taliara gemacht hat verteilt. Es waren wunderschöne Torten die zumal auch noch sehr köstlich waren. Ich glaube, ich muss heute ein wenig mehr laufen um die drohenden Pfunde ab zu wehren.
Auch die anderen Wettkämpfe schienen bei den Leuten wirklich gut an zu kommen und bereiteten ihnen Freude. Die Hungrigen unter ihnen kamen dann zu mir an den Essensstand und wurden so wie es sich gehört, gut versorgt.
Selbst eine Lady und ein Sir waren bei mir am Stand. Ich hoffe, ich habe mich in all dem Stress und Andrang richtig verhalten und habe Vaters Erziehung keine Schande bereitet.
Aber es gab sogar hier und da ein Lob für das Essen das ich gekocht habe. Es hat mir wirklich Freude bereitet zu sehen wie es den Menschen und sogar Kaluren schmeckte. So, genug für heute. Jetzt gilt es die Tortenpfunde ab zu arbeiten.

*Alsdann klappte sie das Buch wider zu und verstaute es ordentlich in ihrer Truhe. Dann zog sie sich etwas bequemes an und machte sich auf in den Wald, bewaffnet mit einer kleinen Sichel ging sie dann fleissig Kräuter sammeln.*
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