Liljas Blick schweifte umher, und erneut entwich ihren zarten Lippen ein tiefes Seufzen. Ihre Augen erblickten die zerbrochenen Überreste ihrer Möblierung des Zimmers in dem sie aufgewachsen war. Weiter glitt ihr Blick umher, auf der Suche nach Dingen, die es Wert waren aufgesammelt zu werden
Doch diese Unmenschen, ein anderes Wort fiel ihr gerade nicht ein, hatten alles genommen was auch nur den geringsten Wert besessen hatte.
Die junge Frau stand vom Boden auf, auf den sie sich erst mal hatte setzen müssen, nach dem Schock. Ihre blonden langen Haare waren zu einem Zopf geflochten und sie trug eine weite Robe. Sie hatte sich verkleiden müssen um durch die Stadt zu ihrem Haus zu kommen.
Und sie hatte sich einen Söldner besorgt, der auf sie aufpassen sollte, genau jener betrat nun das Zimmer.
„Es gibt hier nichts mehr zu holen, es wurde alles geplündert.“, richtete er das Wort an Lilja. Es folgte nur ein wortloses Nicken von ihr.
Sie wischte sich etwas Staub von der Robe und ging auf den Hünen zu der ihr die schlechte Nachricht gebracht hatte.
„Dann lasst uns gehen, bevor die Leute auch noch über uns herfallen.“, entschlossen sah sie ihren Begleiter an, dieser wendete herum und stapfte voraus aus dem demolierten Haus hinaus.
Die Pferde warteten geduldig vor dem Haus, was Lilja mit einem erleichterten durchatmen zur Kenntnis nahm.
Lilja konnte die Blicke der Leute auf sich fühlen, doch sie wagte es kaum zurück zu blicken.
Nach einem letzten Blick auf ihr Zuhause, oder eher dem was es einst gewesen war, liess sie ihr Tier antraben und folgte der Hauptstrasse aus der Stadt.
Die Beiden ritten bis in die Abendstunden hinein und machten erst beim letzten Licht der Sonne rast, denn Lilja war nicht wohl in der Nähe ihrer Geburtsstadt. So hatte sie so viel Raum wie möglich zwischen sich und die Stadt gebracht. Hätte ihr Begleiter Andrej nicht darauf bestanden doch endlich ein Lager aufzuschlagen, wäre sie wohl die ganze Nacht durch geritten.
Rasch wurde etwas Holz zusammen getragen, Lilja konzentrierte sich und gleitete als bald hinüber ins Lied um dort die Materie zu sammeln um das Feuer zu entfachen. Etwas ärgerlich zog sie ihre Hand zurück, die wie so oft wie von selbst auf die Stelle gedeutet hatte, wo das Feuer nun prasselte.
Wie oft hatte Elias ihr gesagt, dass sie das nicht zu tun brauchte; Deuten und Gesten.
Sie sank auf den Boden neben dem Feuer und begann wieder zu grübeln.
Was sollte sie nun tun? Jetzt da ihr Vater tot war, und sie alleine da stand. Wie hatte das alles nur passieren können? Die Wachei , das Lehen wurde vor einigen Jahren vom alumenischen Reich übernommen, doch nun hatte es sich das angrenzende Reich wieder zurück erobert. Wieso war ihr Vater nicht geflohen? Ihr Vater hatte sich damals mit dem alumenisches Reich arangiert und war in der Wachei geblieben. Nun war er tot. Eine Träne rann aus dem Augenwinkel langsam hinunter über die Wange und tropfte schlussendlich auf ihr Knie.
Trotzig wischte sie die Spur der Träne weg.
Sie hatte zwar ihren Vater verloren, doch sie hatte Freunde auf Alathair, die sicher zu ihr halten werden, wenn sie ihnen erklärte wieso sie so lange verschwunden war, und auch wieso es so plötzlich geschehen war.
Die Nachricht von Tod ihres Vaters hatte sie einfach unvorbereitet getroffen, sie war vor einigen Monaten einfach aufgebrochen und hatte alles zurück gelassen. Sie wusste nicht einmal von wem die Nachricht stammte, sie hatte die Nachricht erst auch nicht glauben wollen. Doch sie hatte sich auf den Heimweg gemacht und als sie an die Grenze kam, beschlich sie ein ungutes Gefühl das es wohl doch Wahr war.
Sie blieb in der Grenzstadt und mietete sich ein Zimmer in einer Herberge, denn sie kam nicht über die Grenze. Ohne einen Reisebescheid des Hofes war ein übertreten der Grenze nicht mehr gestattet.
Während sie auf diesen Bescheid wartete, schrieb sie ehemalige Freunde an, Leute die sie gekannt hatte, doch trotz langem Warten, kam keine Antwort
Lilja Amarinta Masson letzte Überlebende der Familie Masson. Ein tiefes Seufzen verliess ihre Lippen und ihr Begleiter runzelte die Stirn, doch er sagte nichts. Schweigend sassen sie am Feuer und assen die trockenen Lebensmittel die sie mitgenommen hatten auf die Reise.
Wollte sie wirklich zurück nach Adoran? War das alumenische Reich nicht Schuld an der Misere?
Sie sollte dem Reich nicht die Schuld geben, aber insgeheim tat sie es doch.
Jetzt als sie das Grab ihres Vaters gesehen hatte, und gesehen hatte was aus ihrem Zuhause geworden war. Sie war damals nur nach Adoran gegangen weil es der Wille des neuen Grafen gewesen war. Doch jetzt konnte sie frei sein, niemand würde ihr mehr etwas vorschreiben können, sie hatte kein Zuhause mehr, keine Verwandten.
Sie musste an ein Gespräch zurück denken, das lange her war. Damals war sie ganz neu auf Alathair angekommen, ein junger Mann, ach wie hiess er doch gleich.. Ivan.. Yan.. nein Yver. Er hatte ihr von der Academia Arcana erzählt und die Freiheit in alle Richtungen zu forschen und Wissen zu sammeln.
Das war es was sie wollte, Freiheit. Sie würde sich aus den Zwängen des aristokratischen Adorans befreien. Sie wollte mehr als in den vorgeschriebenen Grenzen und unter den strengen Augen der Aristokratie sein.
„Eine Erleuchtung?“, fragte Andrej und beobachtete sie mit einem amüsierten Schmunzeln. Er hatte wohl an ihrem Gesicht abgelesen was sie dachte, sie sollte sich endlich abgewöhnen alles offen zu zeigen. Die meisten Leute konnten in ihr lesen wie in einem Buch.
Doch der Söldner hatte Recht, sie hatte so etwas wie eine Erleuchtung gehabt. Jetzt wusste sie was sie wollte. Doch die Frage war, liess es sich verwirklichen?
Das würde sie nur dann herausfinden wenn sie es versuchte.
Liljas Entscheidung
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Lilja Araminta Masson
Erwachsen werden
„Du bist verdammt noch mal keine 17 mehr!“, schimpfte sie ihr Spiegelbild an. Seufzend wendete sie sich ab und war kurz vor dem Verzweifeln, zupfte an ihrem Kleid herum, egal was sie aus ihrer Kleiderkiste holte; Sie sah damit aus wie ein Mädchen oder noch schlimmer, wie ein Junge.
Es wurde Zeit einkaufen zu gehen! Doch wohin? Zu Feoras konnte sie nicht, dieser dämliche Reichsbann lag immer noch auf ihr. „Dämlicher König!“, murrte sie.
Doch dann schüttelte sie den Kopf, es hatte auch sein gutes gehabt. Sie war nun Schülerin an der Academia Arcana, kein König mehr der ihr in die Ausbildung pfuschen konnte.
Nun ja die wenigen Wochen bis dieser Bann aufgehoben wurde, würde sie auch noch überstehen.
Vielleicht war es auch besser jemanden in Bajard zu suchen, sie hatte von einer guten Schneiderin gehört.
In diesen Kleidern würde sie auch keinen Mann beindrucken. Ihre Haare hatte sie schon gefärbt, rot. Das musste doch auffallen, war ihre Überlegung gewesen.
Einige Zeit später sass sie also bei Avela Dialis und schüttete ihr das Herz aus.
Avela lachte erst einmal herzlich, doch sie verstand, was Lilja wollte. Und so fing Avela an: „Die Haarfarbe das geht ja mal gar nicht! Und diese Stiefel! Grässlich! Aber keine Sorge, ich mache aus dir eine hübsche junge Frau.“
Lilja wurde vermessen und ausgefragt und danach bekam sie auch schon ihre ersten Sachen verpasst. Eine himmlische Kombination aus silbergrauem Unterkleid und grünem Oberkleid, passend zu ihrem nun eher rötlichem Haar, das dem grellen Rosa gewichen war, dass sie sich angetan hatte.
Nach dem Unterricht konnte sie ihre neue Garderobe abholen, und sie war jede Goldmünze Wert, die sie dafür ausgeben musste. Die Kleider waren extravagant, weiblich und farblich einfach unglaublich. Und sie konnte kaum aufhören Avela zu danken. So konnte sie sich wieder auf die Strassen wagen, nein im Gegenteil jetzt konnte sie sich präsentieren.
So konnte sie sich wieder dem Wichtigsten widmen, der Ausbildung in der Academia Acana. Die Academia war neutral, das war es, was sie sich gewünscht hatte. Doch was war mit ihr?
Konnte sie jetzt noch neutral sein? Sie seufzte. Sie hasste den König für seine Willkür, die Adeligen nun ja nicht alle aber manchen würde sie gern mal das Hirn zum Kochen bringen. Sie konnte mit Adoran nicht mehr so wirklich viel Anfangen. Aber sich auf die Seite von Rahal schlagen deshalb? Nein das wollte sie nicht, dafür waren ihr die Ansichten der Rahaler doch zu verdreht.
Doch Neutralität war nicht die Abwesenheit von Entscheidungswille. Im Gegenteil, man sollte genau wissen was man will, sonst konnte es schief gehen.
„Du stehst noch am Anfang deines Weges.“, beruhigte sich Lilja. Richtig sie brauchte nichts zu überstürzen und sie würde herausfinden ob ihr die Position zwischen den Stühlen passte oder eben nicht.
Es wurde Zeit einkaufen zu gehen! Doch wohin? Zu Feoras konnte sie nicht, dieser dämliche Reichsbann lag immer noch auf ihr. „Dämlicher König!“, murrte sie.
Doch dann schüttelte sie den Kopf, es hatte auch sein gutes gehabt. Sie war nun Schülerin an der Academia Arcana, kein König mehr der ihr in die Ausbildung pfuschen konnte.
Nun ja die wenigen Wochen bis dieser Bann aufgehoben wurde, würde sie auch noch überstehen.
Vielleicht war es auch besser jemanden in Bajard zu suchen, sie hatte von einer guten Schneiderin gehört.
In diesen Kleidern würde sie auch keinen Mann beindrucken. Ihre Haare hatte sie schon gefärbt, rot. Das musste doch auffallen, war ihre Überlegung gewesen.
Einige Zeit später sass sie also bei Avela Dialis und schüttete ihr das Herz aus.
Avela lachte erst einmal herzlich, doch sie verstand, was Lilja wollte. Und so fing Avela an: „Die Haarfarbe das geht ja mal gar nicht! Und diese Stiefel! Grässlich! Aber keine Sorge, ich mache aus dir eine hübsche junge Frau.“
Lilja wurde vermessen und ausgefragt und danach bekam sie auch schon ihre ersten Sachen verpasst. Eine himmlische Kombination aus silbergrauem Unterkleid und grünem Oberkleid, passend zu ihrem nun eher rötlichem Haar, das dem grellen Rosa gewichen war, dass sie sich angetan hatte.
Nach dem Unterricht konnte sie ihre neue Garderobe abholen, und sie war jede Goldmünze Wert, die sie dafür ausgeben musste. Die Kleider waren extravagant, weiblich und farblich einfach unglaublich. Und sie konnte kaum aufhören Avela zu danken. So konnte sie sich wieder auf die Strassen wagen, nein im Gegenteil jetzt konnte sie sich präsentieren.
So konnte sie sich wieder dem Wichtigsten widmen, der Ausbildung in der Academia Acana. Die Academia war neutral, das war es, was sie sich gewünscht hatte. Doch was war mit ihr?
Konnte sie jetzt noch neutral sein? Sie seufzte. Sie hasste den König für seine Willkür, die Adeligen nun ja nicht alle aber manchen würde sie gern mal das Hirn zum Kochen bringen. Sie konnte mit Adoran nicht mehr so wirklich viel Anfangen. Aber sich auf die Seite von Rahal schlagen deshalb? Nein das wollte sie nicht, dafür waren ihr die Ansichten der Rahaler doch zu verdreht.
Doch Neutralität war nicht die Abwesenheit von Entscheidungswille. Im Gegenteil, man sollte genau wissen was man will, sonst konnte es schief gehen.
„Du stehst noch am Anfang deines Weges.“, beruhigte sich Lilja. Richtig sie brauchte nichts zu überstürzen und sie würde herausfinden ob ihr die Position zwischen den Stühlen passte oder eben nicht.
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Gast
Neutralität oder wohin tragen dich deine Träume?
Neutralität oder wohin tragen dich deine Träume?
Bumm! Die Kanonen donnerten, Befehle wurden gebrüllt und die Klingen gezogen! "Entern!" Und schon flogen die Haken um das gegnerische Schiff näher zu ziehen und an Bord zu gehen, die Segel des attakierten Schiffes waren verbrannt und sie hatten keine Möglichkeit mehr, ausser zu Rudern, um zu entkommen.
Klingen prallten aufeinander und Blitze zuckten auf die Gegner nieder! Die gegnerische Mannschaft war bald besiegt und die wenigen Geiseln... sie hatten alle das Gesicht von Liliana von Drachenfels!
Keuchend und erschrocken setzte sich Lilja im Bett auf. "Es war nur ein Albtraum.", beruhigte sie sich selbst. War es wirklich ein Albtraum? Zumindest der Schluss war es.
Sie war wohl doch keine geborene Piratenbraut, zumindest nicht wenn es um Geiseln und Menschenleben ging.
Aber das Reisen und Entdecken, die Ferne zu sehen, all das schien ihr äusserst verlockend. Sie hatte von der Freiheit geträumt und war auf der Suche danach.
Sie musste dann doch über ihre eigenen Träume lachen, eine magische Piratenbraut! So ein Unsinn!
Sie stand auf und trat fast auf ihren Stoff-Mumien-Bär, diesen legte sie wieder aufs Bett und trat an die Waschschüssel um sich das Gesicht zu waschen, während ihre Gedanken weiter um das Thema kreisten und sie wusste schon sie würde keinen Schlaf mehr finden.
Dies war nicht das erste Mal, dass sie so aufwachte.
Die Träume oder Albträume waren unterschiedlich, doch spiegelten sie immer das, was gerade in ihrem Köpfchen so vor sich ging.
Diese Piraten-Träume hatten vor allem mit einem Mann zutun, einer der eigentlich schon genug in ihrem Kopf herumgeisterte und seid neuestem auch in ihren Träumen.
Er und sie hatten sich über Piraten und ihre Freiheitsliebe unterhalten. Es war wie immer lustig und angenehm in seiner Gesellschaft gewesen. Doch diesmal war etwas irgendwie anders gewesen. Sie konnte es nicht greifen oder benennen was es war, aber irgendwas war deutlich anders gewesen bei diesem Gespräch.
Mittlerweile war sie gewaschen und angezogen, noch die Haare kämmen und schon war sie bereit. Die junge Magierin trat aus ihrem Zimmer hinaus und ging hinauf in die Küche, noch während sie die Treppe hinauf stieg vollführte sie einen leichten Eingriff ins LIed und schon sah die Welt etwas heller aus. Zum Glück schlief Naischa wieder in ihrem Turm, denn sonst hätte sie diese sicher geweckt. Raus in die frische Luft, die nach frischem Ginseng roch, der auf dem Feld wuchs.
Hier am Hof war alles einfach, hier konnte kommen und gehen wer wollte, aber der Reiterhof war eine kleine Welt für sich. So wie auch die Akademie. Als Person jedoch war es schwer, diese Neutralität zu erhalten. Sie versuchte es nun schon eine ganze Weile, aber es sah doch so aus als würde sie sich entscheiden müssen, denn die Rahaler akzeptierten kaum jemand der nicht ihren Glauben teilte und die Lichtenthaler, nuja wer keinen Bürgerbrief hatte war aussen vor und diesen hatte sie ja nicht mehr.
Nun ja ihr blieben der Reiterhof, die Academie und Bajard. Alles andere wird sich schon finden, so hoffte Lilja zumindest.
Sie machte sich auf in den Räuberwald, ein paar Feuerbälle werfen, das wird ihr nun helfen ihre Gedanken zu ordnen.
Bumm! Die Kanonen donnerten, Befehle wurden gebrüllt und die Klingen gezogen! "Entern!" Und schon flogen die Haken um das gegnerische Schiff näher zu ziehen und an Bord zu gehen, die Segel des attakierten Schiffes waren verbrannt und sie hatten keine Möglichkeit mehr, ausser zu Rudern, um zu entkommen.
Klingen prallten aufeinander und Blitze zuckten auf die Gegner nieder! Die gegnerische Mannschaft war bald besiegt und die wenigen Geiseln... sie hatten alle das Gesicht von Liliana von Drachenfels!
Keuchend und erschrocken setzte sich Lilja im Bett auf. "Es war nur ein Albtraum.", beruhigte sie sich selbst. War es wirklich ein Albtraum? Zumindest der Schluss war es.
Sie war wohl doch keine geborene Piratenbraut, zumindest nicht wenn es um Geiseln und Menschenleben ging.
Aber das Reisen und Entdecken, die Ferne zu sehen, all das schien ihr äusserst verlockend. Sie hatte von der Freiheit geträumt und war auf der Suche danach.
Sie musste dann doch über ihre eigenen Träume lachen, eine magische Piratenbraut! So ein Unsinn!
Sie stand auf und trat fast auf ihren Stoff-Mumien-Bär, diesen legte sie wieder aufs Bett und trat an die Waschschüssel um sich das Gesicht zu waschen, während ihre Gedanken weiter um das Thema kreisten und sie wusste schon sie würde keinen Schlaf mehr finden.
Dies war nicht das erste Mal, dass sie so aufwachte.
Die Träume oder Albträume waren unterschiedlich, doch spiegelten sie immer das, was gerade in ihrem Köpfchen so vor sich ging.
Diese Piraten-Träume hatten vor allem mit einem Mann zutun, einer der eigentlich schon genug in ihrem Kopf herumgeisterte und seid neuestem auch in ihren Träumen.
Er und sie hatten sich über Piraten und ihre Freiheitsliebe unterhalten. Es war wie immer lustig und angenehm in seiner Gesellschaft gewesen. Doch diesmal war etwas irgendwie anders gewesen. Sie konnte es nicht greifen oder benennen was es war, aber irgendwas war deutlich anders gewesen bei diesem Gespräch.
Mittlerweile war sie gewaschen und angezogen, noch die Haare kämmen und schon war sie bereit. Die junge Magierin trat aus ihrem Zimmer hinaus und ging hinauf in die Küche, noch während sie die Treppe hinauf stieg vollführte sie einen leichten Eingriff ins LIed und schon sah die Welt etwas heller aus. Zum Glück schlief Naischa wieder in ihrem Turm, denn sonst hätte sie diese sicher geweckt. Raus in die frische Luft, die nach frischem Ginseng roch, der auf dem Feld wuchs.
Hier am Hof war alles einfach, hier konnte kommen und gehen wer wollte, aber der Reiterhof war eine kleine Welt für sich. So wie auch die Akademie. Als Person jedoch war es schwer, diese Neutralität zu erhalten. Sie versuchte es nun schon eine ganze Weile, aber es sah doch so aus als würde sie sich entscheiden müssen, denn die Rahaler akzeptierten kaum jemand der nicht ihren Glauben teilte und die Lichtenthaler, nuja wer keinen Bürgerbrief hatte war aussen vor und diesen hatte sie ja nicht mehr.
Nun ja ihr blieben der Reiterhof, die Academie und Bajard. Alles andere wird sich schon finden, so hoffte Lilja zumindest.
Sie machte sich auf in den Räuberwald, ein paar Feuerbälle werfen, das wird ihr nun helfen ihre Gedanken zu ordnen.
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Gast
Träume werden manchmal wahr..
Seid einiger Zeit lebte sie in einem Traum, waren es wirklich erst wenige Wochen? Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. So viel war geschehen und doch hier am Hof war immer noch alles beim Alten. Die Tiere, das Feld und das Haus nichts hatte sich gross verändert, aber ihr kam alles langweilig vor.
Sie konnte es kaum erwarten, jeden Tag stiefelte sie nach Bajard. Nur um ihn zu sehen.
Aber jetzt musste sie sich zusammenreissen und sich endlich wieder auf ihre Studien konzentrieren. Sie war in den Dachstuhl der Akademie geklettert um dort die friedlichen Exemplare zu studieren, wie es die Matriarchin Mondstein ihr empfohlen hatte.
Bewaffnet mit Papier und Kohlestift setzte sie sich in eine einigermassen saubere Ecke und fing an die Tiere zu zeichnen.
Hängende Tiere, Tiere im Flug oder auch einige Wenige die auf dem Boden herum krabbelten, erst flitzte der Kohlestift munter über das Papier, doch je mehr Zeit verging desto ruhiger wurde die Hand mit dem Stift und die junge Magierin versank im Lied, um sich dort die Struktur genauer einzuprägen.
Als sie vom Dachstuhl endlich wieder herunter kam, merkte sie erst wie spät es schon war, und sie seufzte tief. Wenn sie jetzt noch nach Bajard rein gehen würde, käme sie sicher erst sehr spät ins Bett und dabei war sie schon so müde.
Schwerenherzens entschied sie sich direkt die Kutsche zu nehmen und nach Hause zu fahren.
Nach Hause in ihr Heim im Nirgendwo, doch wie neutral war sie jetzt noch?
Ihr ging das Gespräch mit Enya durch den Kopf.
Lilja fragte sich ob sie sich entschieden hatte, ohne es wirklich zu merken. Konnte sie überhaupt noch nach Adoran?
Das Problem in Adoran hatte sogar einen Namen; Liam Ecclesia. Konnte sie ihm vormachen das sie nichts wusste? Wohl kaum.
Liam war an der Academia Arcana Lehrer, doch würde sie das beschützen? Lilja zweifelte daran. Zugerne hätte sie ihre alten Freunde besucht. Malena, Torjan und den Rest des Lichtenthaler Lehrhospitzes, doch würde sie heil aus der Stadt wieder herauskommen?
Eine andere Frage war, wollte sie es überhaupt riskieren?
Doch auf diese Frage kannte sie noch keine Antwort. Mittlerweile war sie am Hof angekommen und hatte sich bettfertig gemacht. Es war früher als sonst, aber es würde ihr guttun, so krabbelte sie ihn ihr Bett und gab sich ihren Träumen hin.
Seid einiger Zeit lebte sie in einem Traum, waren es wirklich erst wenige Wochen? Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. So viel war geschehen und doch hier am Hof war immer noch alles beim Alten. Die Tiere, das Feld und das Haus nichts hatte sich gross verändert, aber ihr kam alles langweilig vor.
Sie konnte es kaum erwarten, jeden Tag stiefelte sie nach Bajard. Nur um ihn zu sehen.
Aber jetzt musste sie sich zusammenreissen und sich endlich wieder auf ihre Studien konzentrieren. Sie war in den Dachstuhl der Akademie geklettert um dort die friedlichen Exemplare zu studieren, wie es die Matriarchin Mondstein ihr empfohlen hatte.
Bewaffnet mit Papier und Kohlestift setzte sie sich in eine einigermassen saubere Ecke und fing an die Tiere zu zeichnen.
Hängende Tiere, Tiere im Flug oder auch einige Wenige die auf dem Boden herum krabbelten, erst flitzte der Kohlestift munter über das Papier, doch je mehr Zeit verging desto ruhiger wurde die Hand mit dem Stift und die junge Magierin versank im Lied, um sich dort die Struktur genauer einzuprägen.
Als sie vom Dachstuhl endlich wieder herunter kam, merkte sie erst wie spät es schon war, und sie seufzte tief. Wenn sie jetzt noch nach Bajard rein gehen würde, käme sie sicher erst sehr spät ins Bett und dabei war sie schon so müde.
Schwerenherzens entschied sie sich direkt die Kutsche zu nehmen und nach Hause zu fahren.
Nach Hause in ihr Heim im Nirgendwo, doch wie neutral war sie jetzt noch?
Ihr ging das Gespräch mit Enya durch den Kopf.
Lilja fragte sich ob sie sich entschieden hatte, ohne es wirklich zu merken. Konnte sie überhaupt noch nach Adoran?
Das Problem in Adoran hatte sogar einen Namen; Liam Ecclesia. Konnte sie ihm vormachen das sie nichts wusste? Wohl kaum.
Liam war an der Academia Arcana Lehrer, doch würde sie das beschützen? Lilja zweifelte daran. Zugerne hätte sie ihre alten Freunde besucht. Malena, Torjan und den Rest des Lichtenthaler Lehrhospitzes, doch würde sie heil aus der Stadt wieder herauskommen?
Eine andere Frage war, wollte sie es überhaupt riskieren?
Doch auf diese Frage kannte sie noch keine Antwort. Mittlerweile war sie am Hof angekommen und hatte sich bettfertig gemacht. Es war früher als sonst, aber es würde ihr guttun, so krabbelte sie ihn ihr Bett und gab sich ihren Träumen hin.
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Gast
Lilja - blutige Spuren
Sie schwebte noch in diesem Moment zwischen träumen und wachen, als ihr bewusst wurde, irgendetwas stimmte nicht. Sie hatte seltsame verwirrende Träume. Seltsam so schlecht hatte sie hier noch nie geschlafen.
Noch bevor sie daran dachte die Augen aufzuschlagen, wusste sie auch was falsch war. Er war nicht da. Die Geborgenheit und das sichere Gefühl fehlten. Sie zog die Decke enger um sich, doch diese innere Kälte liess sich nicht vertreiben und so beschloss sie, die Augen aufzuschlagen und sich diesem Tag zu stellen.
Als sie zum Rand des Bettes rutschte, war die Müdigkeit auf einmal verflogen. Er lag da, auf dem Boden neben dem Bett, zusammen gerollt... und war da Blut?
Lilja bekam kaum Luft, und starrte ihn an, bis sie endlich sehen konnte, dass sich sein Brustkorb leicht hob und wieder senkte. Er lebte, der Stein der Lilja vom Herzen viel, hätte vermutlich ganz Gerimor erschüttert, wäre er nicht nur metaphorisch gewesen.
Sie versuchte ihn aufzuwecken, doch er schien sich innerlich dagegen zu wehren. Also blieb der jungen Magierin nichts anderes, als ihn durch Mentalmagie ins Bett zu befördern. Sie kannte sein geistiges Netzwerk gut genug um sich das zuzutrauen, es war ihr fast so vertraut wie ihr eigenes. Als sie mit ihrem Liedsinn in das Netzwerk eintauchte konnte sie auch spüren, dasss da Schmerzenergie war.
Es dauerte eine Weile bis sie ihn auf dem Bett hatte, und sie sich erschöpft auf die Bettkannte neben ihn setzte. Sie überprüfte die Wunden die sie gespürt hatte und seufte leise. Sie erhob sich, noch immer etwas erschöpft, holte sie sauberes wasser, eine heilende Salbe und Verband und machte sich daran seine Wunden vorsichtig zu säubern und dann zu verbinden.
Noch eine Weile am Bett verharrend, gingen ihre Gedanken auf wanderschaft. Wo er wohl gewesen war? Was war passiert? Wollte sie es wissen, was er getan hatte?
Er hatte ihr nur gesagt sie solle Zuhause bleiben, nicht wieso und er wollte sie schützen in dem sie nicht wusste, was er tat.
War er bei ihr zweifelte sie nicht daran, dass es das Beste sei so, doch war sie alleine, kamen die Zweifel. Und obwohl er jetzt körperlich anwesend war, schien er ihr weit weg.
Kopfschüttelnd raffte sie sich auf, sie musste sich beschäftigen, zumindest solange bis er aufwachte und sie beruhigend in den Arm nahm, dann würde die Welt wieder fast in Ordnung sein. So begann Lilja das Haus von den Blutspuren zu säubern die er hinterlassen hatte.
Noch beim Säubern, gingen ihr Gesprächsfetzen durch den Kopf, die Welt wäre für ihn ein dunkler Ort ohne sie, hatte er ihr einmal gesagt. Vielleicht brauchte er sie jetzt?
War sie wütend auf ihn? Nein es war keine Wut, da war kein Feuer. Es war mehr Wasser, eine Art Traurigkeit, Trauer darüber, dass er eine Welt hatte in die sie nicht gehörte, von der er sie fern hielt. Einen Teil den er vor ihr verschloss.
Er brauchte sie aber, das hatte er ihr schon so oft gesagt und so legte sie ihre Zweifel ab und begab sich zu ihm ins Bett. Doch diesmal war es sie die ihn hielt, war es doch sonst eher umgekehrt.
Sie schwebte noch in diesem Moment zwischen träumen und wachen, als ihr bewusst wurde, irgendetwas stimmte nicht. Sie hatte seltsame verwirrende Träume. Seltsam so schlecht hatte sie hier noch nie geschlafen.
Noch bevor sie daran dachte die Augen aufzuschlagen, wusste sie auch was falsch war. Er war nicht da. Die Geborgenheit und das sichere Gefühl fehlten. Sie zog die Decke enger um sich, doch diese innere Kälte liess sich nicht vertreiben und so beschloss sie, die Augen aufzuschlagen und sich diesem Tag zu stellen.
Als sie zum Rand des Bettes rutschte, war die Müdigkeit auf einmal verflogen. Er lag da, auf dem Boden neben dem Bett, zusammen gerollt... und war da Blut?
Lilja bekam kaum Luft, und starrte ihn an, bis sie endlich sehen konnte, dass sich sein Brustkorb leicht hob und wieder senkte. Er lebte, der Stein der Lilja vom Herzen viel, hätte vermutlich ganz Gerimor erschüttert, wäre er nicht nur metaphorisch gewesen.
Sie versuchte ihn aufzuwecken, doch er schien sich innerlich dagegen zu wehren. Also blieb der jungen Magierin nichts anderes, als ihn durch Mentalmagie ins Bett zu befördern. Sie kannte sein geistiges Netzwerk gut genug um sich das zuzutrauen, es war ihr fast so vertraut wie ihr eigenes. Als sie mit ihrem Liedsinn in das Netzwerk eintauchte konnte sie auch spüren, dasss da Schmerzenergie war.
Es dauerte eine Weile bis sie ihn auf dem Bett hatte, und sie sich erschöpft auf die Bettkannte neben ihn setzte. Sie überprüfte die Wunden die sie gespürt hatte und seufte leise. Sie erhob sich, noch immer etwas erschöpft, holte sie sauberes wasser, eine heilende Salbe und Verband und machte sich daran seine Wunden vorsichtig zu säubern und dann zu verbinden.
Noch eine Weile am Bett verharrend, gingen ihre Gedanken auf wanderschaft. Wo er wohl gewesen war? Was war passiert? Wollte sie es wissen, was er getan hatte?
Er hatte ihr nur gesagt sie solle Zuhause bleiben, nicht wieso und er wollte sie schützen in dem sie nicht wusste, was er tat.
War er bei ihr zweifelte sie nicht daran, dass es das Beste sei so, doch war sie alleine, kamen die Zweifel. Und obwohl er jetzt körperlich anwesend war, schien er ihr weit weg.
Kopfschüttelnd raffte sie sich auf, sie musste sich beschäftigen, zumindest solange bis er aufwachte und sie beruhigend in den Arm nahm, dann würde die Welt wieder fast in Ordnung sein. So begann Lilja das Haus von den Blutspuren zu säubern die er hinterlassen hatte.
Noch beim Säubern, gingen ihr Gesprächsfetzen durch den Kopf, die Welt wäre für ihn ein dunkler Ort ohne sie, hatte er ihr einmal gesagt. Vielleicht brauchte er sie jetzt?
War sie wütend auf ihn? Nein es war keine Wut, da war kein Feuer. Es war mehr Wasser, eine Art Traurigkeit, Trauer darüber, dass er eine Welt hatte in die sie nicht gehörte, von der er sie fern hielt. Einen Teil den er vor ihr verschloss.
Er brauchte sie aber, das hatte er ihr schon so oft gesagt und so legte sie ihre Zweifel ab und begab sich zu ihm ins Bett. Doch diesmal war es sie die ihn hielt, war es doch sonst eher umgekehrt.
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Gast
Wo war er nur?
Sie sah zum gefühlten 1000 Mal aus dem Fenster in der Küche. Als sie nicht erblickte nach was sie suchte, fing sie wieder an im Hausboot herum zu geistern. Räumte hier etwas um, da etwas weg und ordnete in den Schränken sachen um.
Lilja war nervös, er hatte gesagt es würde spät werden, aber er war bis heute Morgen gar nicht zurück gekehrt. Diese Tatsache bereitete ihr Sorgen.
Da waren sie wieder, die Zweifel an der Situation, nicht zu wissen wo er war und was er Tat. Natürlich wusste sie, das er sie nur schützen wollte damit. Aber wenn er weg war, beschlichen sie diese leisen Zweifel ob das so richtig war.
Die Gedanken versuchend wegzuschieben, fing sie wieder an aufzuräumen. Ihr Liebster würde bald auftauchen, und dann, ja dann waren auch die Zweifel wieder weg.
Vielleicht lag es auch ein wenig daran, das sie mit ihrer Situation in der Akademie nicht zufrieden war. Ihre Fröhlichkeit kam in letzter Zeit nicht immer aus ihrem Innern und war etwas aufgezwungen, aber bisher hatte das noch keiner so wirklich bemerkt und das war auch gut so.
Die Prüfung absagen zu müssen, weil sie einfach zu sehr unter der Prüfungsangst litt, war ihr nicht leicht gefallen. Aber darüber wollte sie nicht zu sehr nachdenken, das machte sie nur Traurig und wer wollte schon eine traurige Lilja?
Ausserdem, sie hatte doch erreicht was sie wollte, sie lebte in Bajard, hatte den neutralen Status, so wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Die Aufgabe, sich um Neuankömmlinge zu kümmern, war wie für sie geschaffen.
Und sie hatte nun ihr eigenes Boot, na gut es war kein Piratenschiff, aber immerhin schwamm es auf dem Wasser. Ihrem Element!
Sie sah zum gefühlten 1000 Mal aus dem Fenster in der Küche. Als sie nicht erblickte nach was sie suchte, fing sie wieder an im Hausboot herum zu geistern. Räumte hier etwas um, da etwas weg und ordnete in den Schränken sachen um.
Lilja war nervös, er hatte gesagt es würde spät werden, aber er war bis heute Morgen gar nicht zurück gekehrt. Diese Tatsache bereitete ihr Sorgen.
Da waren sie wieder, die Zweifel an der Situation, nicht zu wissen wo er war und was er Tat. Natürlich wusste sie, das er sie nur schützen wollte damit. Aber wenn er weg war, beschlichen sie diese leisen Zweifel ob das so richtig war.
Die Gedanken versuchend wegzuschieben, fing sie wieder an aufzuräumen. Ihr Liebster würde bald auftauchen, und dann, ja dann waren auch die Zweifel wieder weg.
Vielleicht lag es auch ein wenig daran, das sie mit ihrer Situation in der Akademie nicht zufrieden war. Ihre Fröhlichkeit kam in letzter Zeit nicht immer aus ihrem Innern und war etwas aufgezwungen, aber bisher hatte das noch keiner so wirklich bemerkt und das war auch gut so.
Die Prüfung absagen zu müssen, weil sie einfach zu sehr unter der Prüfungsangst litt, war ihr nicht leicht gefallen. Aber darüber wollte sie nicht zu sehr nachdenken, das machte sie nur Traurig und wer wollte schon eine traurige Lilja?
Ausserdem, sie hatte doch erreicht was sie wollte, sie lebte in Bajard, hatte den neutralen Status, so wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Die Aufgabe, sich um Neuankömmlinge zu kümmern, war wie für sie geschaffen.
Und sie hatte nun ihr eigenes Boot, na gut es war kein Piratenschiff, aber immerhin schwamm es auf dem Wasser. Ihrem Element!
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Gast
Wie zäher Brei floss oder eher tropfte die Erkenntnis in den Verstand der jungen Magierin; Er war weg. Er hatte sie verlassen.
Je mehr die Erkenntnis von ihr Besitz ergriff um so gelähmter war sie, konnte nicht mehr Essen, Schlafen oder Fühlen.
Alles wirkte, als wäre es weit entfernt. Sie schaute sich in ihrer kleinen Wohnung um, die sie sich eingerichtet hatte.
Es sah so normal aus, nichts lies darauf schliessen wie sehr Lilja leidete. Die Akademie hatte die junge Frau schon lange nicht mehr von innen gesehen, eigentlich hatte sie sich in ihr kleines Reich zurück gezogen.
Die Verzweiflung in Lilja wurde wieder stärker. Wie spät war es? Egal sie verkroch sich in ihr Schlafzimmer und versteckte sich im Bett, liess ihren Tränen freien Lauf.
Wie lange sie schon so kümmerlich vor sich hin lebte, wusste sie nicht einmal mehr.
Manchmal zwang sie sich etwas zu trinken und zu essen, nicht regelmässig aber immerhin sie war noch nicht verhungert.
Es mochten Wochen sein, die vergangen waren als sie sich aufraffte und beschloss sie musste weg hier. Zumindest für eine Weile.
Bajard war ihre einzige Heimat die sie noch hatte, aber im Moment hielt es die Magierin hier nicht mehr aus.
Lilja riss sich zusammen und nutze auch Liedwirken für ihre Zwecke. Sie unterdrückte die Gefühle und vor allem die Schmerzen mittels Mentalmagie.
Dann bestellte Lilja die Möbelpacker und liess ihr Heim in Kisten verpacken, übergab Frau Nussbaum die Schlüssel für das Häuschen, das sie bewohnt hatte. Auch einige Nachrichten wurden verfasst und abgeschickt.
Einige Tage wohnte sie noch in der Herberge, bis sie dann das Schiff bestieg, das sie in die Ferne bringen würde.
Sie würde zurück kehren, doch im Moment brauchte sie das Wasser um sich, ihr Element. Brauchte das Neue, Unbekannte. Sie würde zurück kehren wenn die Wunde in ihrem Inneren nicht mehr blutete, heilen würde sie nie, dazu war sie zu tief. Die Wunde würde erkalten, dann erst würde sich die Magierin auch wieder ihrer Ausbildung zuwenden können.
Lilja stand vorne am Bug als das Schiff auslief, Wasser spritze hoch und mischte sich mit ihren Tränen.
Je mehr die Erkenntnis von ihr Besitz ergriff um so gelähmter war sie, konnte nicht mehr Essen, Schlafen oder Fühlen.
Alles wirkte, als wäre es weit entfernt. Sie schaute sich in ihrer kleinen Wohnung um, die sie sich eingerichtet hatte.
Es sah so normal aus, nichts lies darauf schliessen wie sehr Lilja leidete. Die Akademie hatte die junge Frau schon lange nicht mehr von innen gesehen, eigentlich hatte sie sich in ihr kleines Reich zurück gezogen.
Die Verzweiflung in Lilja wurde wieder stärker. Wie spät war es? Egal sie verkroch sich in ihr Schlafzimmer und versteckte sich im Bett, liess ihren Tränen freien Lauf.
Wie lange sie schon so kümmerlich vor sich hin lebte, wusste sie nicht einmal mehr.
Manchmal zwang sie sich etwas zu trinken und zu essen, nicht regelmässig aber immerhin sie war noch nicht verhungert.
Es mochten Wochen sein, die vergangen waren als sie sich aufraffte und beschloss sie musste weg hier. Zumindest für eine Weile.
Bajard war ihre einzige Heimat die sie noch hatte, aber im Moment hielt es die Magierin hier nicht mehr aus.
Lilja riss sich zusammen und nutze auch Liedwirken für ihre Zwecke. Sie unterdrückte die Gefühle und vor allem die Schmerzen mittels Mentalmagie.
Dann bestellte Lilja die Möbelpacker und liess ihr Heim in Kisten verpacken, übergab Frau Nussbaum die Schlüssel für das Häuschen, das sie bewohnt hatte. Auch einige Nachrichten wurden verfasst und abgeschickt.
Einige Tage wohnte sie noch in der Herberge, bis sie dann das Schiff bestieg, das sie in die Ferne bringen würde.
Sie würde zurück kehren, doch im Moment brauchte sie das Wasser um sich, ihr Element. Brauchte das Neue, Unbekannte. Sie würde zurück kehren wenn die Wunde in ihrem Inneren nicht mehr blutete, heilen würde sie nie, dazu war sie zu tief. Die Wunde würde erkalten, dann erst würde sich die Magierin auch wieder ihrer Ausbildung zuwenden können.
Lilja stand vorne am Bug als das Schiff auslief, Wasser spritze hoch und mischte sich mit ihren Tränen.
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Gast
Grosser Krieg, kleiner Sieg
„Puff“, und wieder flog ein Buch in die Aussortierkiste, zu anderen Sachen die sie schon hinein verbannt hatte. Die Sachen endlich wegzupacken war der erste Schritt. Einräumen war einfacher gewesen, die junge Frau hatte einfach alles wieder an seinen Platz geräumt, seit sie in Bajard wieder in ihre kleine Hütte eingezogen war. Die Reise hatte ihr gut getan, aber das zurück kehren zu den Leuten die sie kannte und die sich freuten sie zu sehen, war noch viel besser gewesen.
Aber sie konnte ihn nicht zurück zaubern und er hatte sich entschieden zu gehen, also musste sie lernen zu akzeptieren, dass sie auf eigenen Füssen stand.
Sie erhob sich und schlenderte ins Schlafzimmer, als ihr Blick den Spiegel traf, musste sie erst einmal kurz blinzeln. Das Schwarz das sie trug machte sie bleich und sie wirkte zerbrechlich, fast wie eine Porzelanpuppe. Sie streckte der Frau im Spiegel die Zunge heraus. Sollten die Leute doch denken was sie wollen, ihr war nicht danach bunte Kleidung zu tragen.
Sie setzte sich auf das Bett und liess sich dann einfach nach hinten fallen. Einen tiefen Seufzer später, schliessen sich auch schon die Lider und die junge Magierin versinkt in einen leichten Schlaf.
Als sie ihre Augen wieder aufschlägt, war da erst eine leichte Verwirrung, dann ein Blinzeln und schlussendlich das Begreifen.
Sie hatte geträumt, doch seit vielen Wochen das erste mal nicht von ihm, gut sie hatte geträumt nackt vor der Prüfungskommission zu stehen, doch das war besser viel besser als all die Träume die sie sonst quälten.
War sie bis jetzt unschlüssig gewesen, doch jetzt war sie sich sicher, der Entschluss nach Bajard zurück zu kehren war richtig. Sie würde nicht mehr die alte Lilja sein, doch sie hatte immer auch den Magatitel angestrebt, und dieses Ziel konnte sie wieder aufnehmen.
Sie konnte sich um das wohl der Academia Arcana kümmern und sonst, nun das würde sich sicher zeigen.
Als Lilja daran dachte wie herzlich sie von der Matriarchin empfangen wurde, zurück in der Akademie, wurde ihr inneres etwas wärmer. Lilja hatte immer noch Angst vor dieser Prüfung aber sie hatte keine Wahl, sie musste über ihren Schatten springen und sich trauen, sie hatte es schon viel zu lange hinausgeschoben.
Sie erhob sich und machte sich auf den Weg, die halb ausgeräumte Bibliothek liess sie Links liegen, sie brauchte jetzt frische Luft und Bewegung. Sie hatte den Krieg noch nicht gewonnen, aber sie hatte einen kleinen Sieg errungen.
„Puff“, und wieder flog ein Buch in die Aussortierkiste, zu anderen Sachen die sie schon hinein verbannt hatte. Die Sachen endlich wegzupacken war der erste Schritt. Einräumen war einfacher gewesen, die junge Frau hatte einfach alles wieder an seinen Platz geräumt, seit sie in Bajard wieder in ihre kleine Hütte eingezogen war. Die Reise hatte ihr gut getan, aber das zurück kehren zu den Leuten die sie kannte und die sich freuten sie zu sehen, war noch viel besser gewesen.
Aber sie konnte ihn nicht zurück zaubern und er hatte sich entschieden zu gehen, also musste sie lernen zu akzeptieren, dass sie auf eigenen Füssen stand.
Sie erhob sich und schlenderte ins Schlafzimmer, als ihr Blick den Spiegel traf, musste sie erst einmal kurz blinzeln. Das Schwarz das sie trug machte sie bleich und sie wirkte zerbrechlich, fast wie eine Porzelanpuppe. Sie streckte der Frau im Spiegel die Zunge heraus. Sollten die Leute doch denken was sie wollen, ihr war nicht danach bunte Kleidung zu tragen.
Sie setzte sich auf das Bett und liess sich dann einfach nach hinten fallen. Einen tiefen Seufzer später, schliessen sich auch schon die Lider und die junge Magierin versinkt in einen leichten Schlaf.
Als sie ihre Augen wieder aufschlägt, war da erst eine leichte Verwirrung, dann ein Blinzeln und schlussendlich das Begreifen.
Sie hatte geträumt, doch seit vielen Wochen das erste mal nicht von ihm, gut sie hatte geträumt nackt vor der Prüfungskommission zu stehen, doch das war besser viel besser als all die Träume die sie sonst quälten.
War sie bis jetzt unschlüssig gewesen, doch jetzt war sie sich sicher, der Entschluss nach Bajard zurück zu kehren war richtig. Sie würde nicht mehr die alte Lilja sein, doch sie hatte immer auch den Magatitel angestrebt, und dieses Ziel konnte sie wieder aufnehmen.
Sie konnte sich um das wohl der Academia Arcana kümmern und sonst, nun das würde sich sicher zeigen.
Als Lilja daran dachte wie herzlich sie von der Matriarchin empfangen wurde, zurück in der Akademie, wurde ihr inneres etwas wärmer. Lilja hatte immer noch Angst vor dieser Prüfung aber sie hatte keine Wahl, sie musste über ihren Schatten springen und sich trauen, sie hatte es schon viel zu lange hinausgeschoben.
Sie erhob sich und machte sich auf den Weg, die halb ausgeräumte Bibliothek liess sie Links liegen, sie brauchte jetzt frische Luft und Bewegung. Sie hatte den Krieg noch nicht gewonnen, aber sie hatte einen kleinen Sieg errungen.
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Gast
Nur mühsam liessen sich die Augen aufschlagen, sie fühlte sich wie gerädert. Es war keine gute Idee gewesen sich den Abend frei zu machen und zurück zu ziehen. Die Albträume die Lilja diese Nacht verfolgt hatten, waren der beste Beweis.
Gestern hielt sie es für einen guten Einfall, einfach mal wieder Zeit für sich. Ein wenig Reflektieren und die Seele baumeln lassen. So hatte sie den letzten Abend mit einem Glas Rotwein und einem Buch verbracht.
Die letzten Wochen waren anstrengend gewesen, voller Ereignisse, und wenig Zeit für die eigenen Bedürfnisse. Doch wie sie jetzt herausfand, war es die bessere Alternative beschäftigt zu sein.
Die letzte Nacht war ein einziges Wirr-Warr aus Albträumen aus den Themen gewesen, die Lilja beschäftigten; Die Schattenwesen, die Erwachten, ihre Prüfung, Lafayette und noch andere Dinge die ihr in der letzten Zeit begegnet waren.
Als sie an ihn dachte, zog sich ihr Herz ein wenig zusammen. Ihre Gedanken wanderten zu jenem Abend als ihr Vladimir Dracones ihr so nahe gekommen war.
Vladimir hatte ein wenig mit ihr geschäkert, er hatte sich bestimmt nichts dabei gedacht und Lilja hatte sich auf dieses kleine Experiment eingelassen.
Lilja konnte es nicht leugnen, sie sehnte sich nach einem Mann in ihrer Nähe. Sie hatte für einen kurzen Augenblick wieder dieses Gefühl von Schutz und Geborgenheit. Doch das Gefühl hielt nicht lange an, und wurde recht schnell und heftig vom Verlangen nach einer bestimmten Person verdrängt. Sie hatte gehofft, dieses Gefühl verdrängt zu haben, aber da hatte sie falsch gelegen. Lilja kam im Alltag mittlerweile ganz gut zurecht, aber ihr Herz gehörte immer noch einem bestimmten Mann.
Ein tiefes Seufzen erfüllte das Schlafzimmer, dann riss sie sich zusammen, machte sich präsentabel und machte sich auf den Weg zur Arcana. Dort konnte sie wenigstens etwas tun und sich beschäftigen. Vielleicht was ja die Venefica Wimest anwesend und sie konnte sich über die Fortschritte erkundigen, welche die Falle für die Schattenwesen machten.
Vielleicht konnte sie ihr zur Hand gehen, Lilja hatte schon einiges Geschick im öffnen von Köpfen und anderem zersägen von Knochen. Etwas das sie gelernt hatte bei ihren Experimenten an Wegelagerern.
Gestern hielt sie es für einen guten Einfall, einfach mal wieder Zeit für sich. Ein wenig Reflektieren und die Seele baumeln lassen. So hatte sie den letzten Abend mit einem Glas Rotwein und einem Buch verbracht.
Die letzten Wochen waren anstrengend gewesen, voller Ereignisse, und wenig Zeit für die eigenen Bedürfnisse. Doch wie sie jetzt herausfand, war es die bessere Alternative beschäftigt zu sein.
Die letzte Nacht war ein einziges Wirr-Warr aus Albträumen aus den Themen gewesen, die Lilja beschäftigten; Die Schattenwesen, die Erwachten, ihre Prüfung, Lafayette und noch andere Dinge die ihr in der letzten Zeit begegnet waren.
Als sie an ihn dachte, zog sich ihr Herz ein wenig zusammen. Ihre Gedanken wanderten zu jenem Abend als ihr Vladimir Dracones ihr so nahe gekommen war.
Vladimir hatte ein wenig mit ihr geschäkert, er hatte sich bestimmt nichts dabei gedacht und Lilja hatte sich auf dieses kleine Experiment eingelassen.
Lilja konnte es nicht leugnen, sie sehnte sich nach einem Mann in ihrer Nähe. Sie hatte für einen kurzen Augenblick wieder dieses Gefühl von Schutz und Geborgenheit. Doch das Gefühl hielt nicht lange an, und wurde recht schnell und heftig vom Verlangen nach einer bestimmten Person verdrängt. Sie hatte gehofft, dieses Gefühl verdrängt zu haben, aber da hatte sie falsch gelegen. Lilja kam im Alltag mittlerweile ganz gut zurecht, aber ihr Herz gehörte immer noch einem bestimmten Mann.
Ein tiefes Seufzen erfüllte das Schlafzimmer, dann riss sie sich zusammen, machte sich präsentabel und machte sich auf den Weg zur Arcana. Dort konnte sie wenigstens etwas tun und sich beschäftigen. Vielleicht was ja die Venefica Wimest anwesend und sie konnte sich über die Fortschritte erkundigen, welche die Falle für die Schattenwesen machten.
Vielleicht konnte sie ihr zur Hand gehen, Lilja hatte schon einiges Geschick im öffnen von Köpfen und anderem zersägen von Knochen. Etwas das sie gelernt hatte bei ihren Experimenten an Wegelagerern.