Die gewählten Wege

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Christo
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Die gewählten Wege

Beitrag von Christo »

Wie teuer du eine schöne Illusion auch bezahlt hast, du hast doch keinen guten Handel gemacht.

In einem Haus in Rahal, südlich des Nebengebäude des Tempels der großen Stadt, hatte sich ein weiterer Diener Krathors niedergelassen. Dieser Diener vor allem aus Gründen des Wohnungsmangels an anderen Orten, doch auch aus Gründen wie der von ihm erarbeiteten diktierten Akzeptanz der Krathori. Mit Fames waren nun drei der _ältesten_ Diener auf die eine oder andere Art an Rahal gebunden. Was die Treue vom Wanderer und Drakhon anging war er sich nicht sicher worauf sie beruhte, ob sie vorhanden war und zu welchem Ziel sie überhaupt genutzt wurde. Als der Bund zwischen Raben und Rahal eingegangen worden war hatte Fames noch grob umreißen können das eine große Zahl Diener auf den einen oder anderen Weg dem Reich die Treue halten würden, jetzt war die Zahl gesunken und zumindest sein Glaube ins wanken geraten. Aus mehr als einem Grund...

Alles hatte bei den Templern angefangen, deren Tetrachin wohl nicht anders konnte als ihre persönlichen Abneigungen so hoch anzusetzen das sie sich gegen den Herren ihrer Verbündete auflehnte. Ob das mit Erfolg oder nicht wahr Fames dabei gleich und er hatte mehr als einem Bruder und einer Schwester gesagt:
"Was denkst du würden sie tun würden wir auch nur in Verdacht stehen etwas Alathar oder seinen Dienern vorzuenthalten ?"
Die häufigsten Antworten dazu waren das viel zu häufig gewordene Schweigen oder Zustimmung ohne Tatendrang gewesen. Die Tatsache das es seid dem schwer geworden war Jean aufzugreifen und die Aussagen die er aus dem Umfeld des Tempels hatte sammeln können bekräftigten ihn in seiner Bitterkeit. Doch die gehörte und ihm zugetragene Aussage eines Lehtaren, die in etwa gewesen war:
"Hoffen wir das die Rabendiener davon nichts erfahren, es wird ihnen nicht gefallen"
Hatte ihn den Rest gegeben was seinen Glauben an den Bund von Seiten des Tempels anbelangte. Verräter, **********, Ketzer !

Doch was sollte man vom den teilweise noch gestörteren, vergleicht man sie mit so manchen abartigen Krathori, Templern und ihrem Gott der menschlichen Buckelrücken erwarten ? Erstaunt hatte er festgestellt das er derweil von den Letharen eine wesentlich bessere Meinung hatte als von den Menschen die den einsamen Kater anbeteten. Sicherlich hatte Alathar sich ein Volk erschaffen weil er geahnt hatte das die Menschen die ihm folgen würden so sein würden wie sie waren.

Doch wie wählte Krathor seine Diener ? Fames war zuletzt von seiner Schülerin gebeten worden sie zu beantworten, aber er hatte noch immer zugeben müssen es nicht zu wissen. Schaute er vor seinem geistigen Auge über die dünn werdende Reihe, war er zur Zeit vor allem darüber erzürnt das sie das tun des Tempels mit Schweigen hinnahmen. Atmete er etwas mehr durch und sah die Reihe erneut entlang erkannte er nur Grüppchen aus einem oder vielleicht mal drei Dienern. Krathor könnte wie Alathar doch eingreifen und sie einen .. doch wozu ?

Jetzt war Fames aus der Gruppe getretten und hatte begonnen sich selbst neu zu erfinden. Lehrer hatte er schon lange sein wollen, bisher sah er seine Ergebnisse mit gemischten Gefühlen, doch er setzte das fort weil er es wollte. Er hatte die Diener Krathors in eine bessere Lage bringen wollen, als Diplomat hatte er geglaubt das geschafft zu haben, war sich aber nichtmehr sicher. Jetzt wollte er vor allem sich selbst in das Licht rücken aus dem er sich bisher ferngehalten hatte, er war eine erwählte Seele und einer der ältesten aktiven Diener, man sollte zu ihm kommen und nicht er sollte jedem hinterherlaufen.

Zur Zeit mochten weniger Menschen ihn sehen, doch seine Hände streckten sich weiterhin aus, seine Ohren lauschten nach Neuigkeiten und sein Auge spähnte glimmend dem Wandel entgegen.
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