Der Liebesapfel [Mitmachthreat]

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Cara DelMur
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Der Liebesapfel [Mitmachthreat]

Beitrag von Cara DelMur »

Nur das Mondlicht war Zeuge und schwieg gewohnt Stille, über der tiefengründigen Dunkelheit der See, als die vier Frauen ihre Wünsche, Gefühle und Gedanken in jener Frühlingsnacht verbanden. Sanftes Kerzenlicht umschmeichelte den alten Kessel, mit dem gar eigentümlichen Gebräu, welches von einer hitzigen Flamme stetig angetrieben wurde und Körper und Geist nährte. Umgeben von vertrautem Naturgewächs, trug der noch kühle Nachtwind, ab und an, einen willkommen Schauer in das abendliche Treiben, zupfte an den Haaren und warf einen neugierigen Blick in den Raum. Erstaunte Blicke, aufgeregte Worte und beschwingte Taten fand er dort vor, begleitet von herzlichem Lachen, gewürzt mit einer Brise Besorgnis und Wagemut.

Ein tiefes Rot ist dein Gewand,
wie es noch kein Schneider fand,

Tanzend Blüten in Frühlingsluft,
Zimt und Rose birgt der Apfel Duft.

doch wohnt in dir ein kleines Gift,
das von Gefahr und Wagnis spricht.

Ein wenig Salz auf feiner Zunge,
ein heiteres Lächeln auf dem Sprunge,

Süss wie Honig, berauschend wie Wein,
lädt dich zu Liebeleien ein.

Geheimnissvoll umwindet's Triebe,
gleich glühend Kohlen brennt die Liebe.

Ein Liebeslied sei's, für jedermann,
Freud und Leid geeint im Hexenbann.

So sinnlich, fordernd der Genuss,
nach einem Tag nur, enden muss.



Jede der Frauen verliess die Stube mit ihren eigenen Gedanken, aber allesamt trugen ein Lächeln zur Schau und ein Körbchen rot-glänzender Äpfel in den Händen.


Wie sich nun die Wirkung entfalten würde, war nicht genau abzusehen. Bei manch Einem würde sie womöglich gänzlich versagen, bei einem Anderen vielleicht wiederum schon zu viel des Guten sein. Dies lag nun nicht mehr in ihrer Händen. Aber der Schabernack würde nach einem Tag enden. Jenes war zumindest ganz gewiss.


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Finja Velten

Beitrag von Finja Velten »

„...wenn wir uns mit der Liebe befassen, darf jeder gerne etwas mitbringen, was er mit Liebe verbindet. Und dabei meine ich die Liebe, welche unsere Herzen, Seelen, Triebe berührt.“

Was ist die Liebe für mich?

Finja machte sich zu diesem Thema sehr viele Gedanken und suchte Gegenstände und Erinnerungen zusammen, die sie zum Unterricht mitbringen wollte.

Die Liebe. Vieles konnte man über die Liebe lesen und hören.
Sie selbst wusste zwar, was Liebe sein kann – was Liebe für andere bedeuten würde, aber selbst die große Liebe zu finden, gar zu besitzen, das war für sie bisher kein Thema.

So streiften die Gedanken zu ihren Kleidern – sie liebte ihre Kleider.
Sie liebte die Farbe rot und es gab nur selten einen Tag, an dem sie nicht in rot gehüllt durch die Straßen und Wälder streifte.
Sie liebte es zu Essen. Erdbeeren und Schokolade waren ihre heimliche Leidenschaft.
Sie liebte den Apfel-Zimt-Duft, den sie sehr oft auf ihrer Haut trug, nur um noch beschwingter in den Tag zu starten.
Sie liebte ihr Leben.
Ohja, sie liebte wirklich viel, aber war das die Liebe von der Cara sprach?
So packte sie eine Tasche und legte das rote Kleid, eine handvoll süße Erdbeeren und den Apfel-Zimt Duft hinein, um pünktlich zum Treffen zu erscheinen.

Später am Abend standen die Hexen um den Hexenkessel. Aufgeregte, neugierige Blicke trafen sich – hier und da ein leises Kichern!
Sie hatten wirklich einen Liebestrank gekocht!
Finja hatte schon viel von Liebestränken gehört und fand den Gedanken bezaubernd, jemanden anhand eines Trankes willenlos zu machen
– bis zu diesem Moment, als Cara die Sonnenseite von dem Liebestrank nahm und ihnen erklärte, das ein Liebestrank gar nicht so wunderbar ist, wie sie sich das vorstellten. Viele Schattenseiten hatte ein Liebestrank und daher würde dieser Trank, nicht solch ein Liebestrank sein.
Vor ihnen, im wunderschönen rot, süß duftend, brodelte zwar ein Liebestrank, aber vielmehr einer, der jemanden für einen Tag in das wunderbare Gefühl versetzte, verliebt zu sein.
Für einen Moment überlegte die junge Hexe, ob sie nicht selbst einen kleinen Schluck davon nehmen sollte, nur um einmal dieses Gefühl von Verliebtheit zu verspüren.
Nachdenklich ruhte der Blick auf dem brodelnden Trank und sie würde sich darüber noch lange Zeit ihre Gedanken machen – vielleicht einen Schluck – vielleicht aber auch nicht.
Sie wollte eine Nacht darüber schlafen, um sich ganz sicher zu sein.

So schlich sie am nächsten Tag, in aller früh zum Hexenkessel und beäugte wie den Tag zuvor den köchelnden Liebestrank. Ein Lächeln umschloss die Lippen, als ihre Gedanken bei der Vorstellung ruhten, wie viele schöne Augenblicke andere dadurch erleben könnten.
Mit leisen, murmelnden Worten an die Liebe gerichtet, griff sie zu den Äpfeln, um diese nach und nach in den Hexentrank zu tunken.

Diese Welt ist nicht so grausam, wie alle erzählen
Also mach Dich auf den Weg
Wann kommst Du!
Wann kommst Du zu mir?
Ich hatte bis jetzt ‘ne nette Zeit
Aber mit Dir wird sie viel schöner sein
Wann kommst Du!
Wann kommst Du zu mir?

Deine Schönheit wird mich sprachlos machen,
die Welt wird heller nur mit einem Lachen
Jeder Tag wird wie ein Wunder sein, denn Du bringst mir wieder das Staunen bei
Du zeigst mir: es geht nicht ums Gewinnen oder ums Verlieren
Es geht nicht darum wie wenig man hat – oder wie viel
Denn alles, was noch zählt, ist zwischen Dir und mir
Und das, was wir in uns haben, teilen wir!
Also mach Dich auf den Weg.



Mit dem Korb voller Äpfel setzte sie sich in Bewegung. Es war an der Zeit ein wenig Liebe zu verteilen!

Das Schicksal spinnt die Fäden, wenn’s sein soll, wird’s sich ergeben
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Shyra Dynar
Beiträge: 783
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Shyra Dynar »

Lange noch hatte sie an diesem Tag gearbeitet, nun jedoch saß sie still am Kamin des Handelshauses und ließ den Tag Revue passieren. Es war still gworden im Land, oder zumindest im Handelshaus. Seitdem sie von der Edlen von Drachenfels erfahren hatte, das der Kessel im nächsten Mondlauf schließt, befand sie sich in einer Art Schockzustand, denn damit hatte sie im Leben nicht gerechnet.
Als Finja, ein wirklich hübsches Ding und sehr ein angenehmes Wesen, sie dann aufsuchte, waren durch ihre herzhafte und fröhliche Art alle Dinge die sie zum grübeln brachte, erst einmal wie weggewischt. Sie unterhielt sich gerne mit ihr oder beriet sie in Sachen Blumen.

Nun saß sie hier betrachtete den leuchtend roten, verführerisch duftenden Apfel, den sie ihr geschenkt hatte. Sie war zu müde um jetzt noch etwas zu essen, drum legte sie ihn auf ihren Nachttisch.

Morgen, ja morgen werd ich dich genießen, denn schöner kann kein Tag beginnen, als mit dir. Sie schlief auch sofort ein....
Ich muss mich NICHT für alles verantwortlich fühlen oder?
Ellys Fuchsbaum

Beitrag von Ellys Fuchsbaum »

Leider werde ich wahrscheinlich leer ausgehen und kann mir gerade mal eine Runde "langes Gesicht" leisten, denn so strahlend und zuckrig klar die tiefrote Honigglasur glänzt, so ist mir doch sehr wohl noch zu genau bewusst, was da noch so alles seinen Weg in den Trank gefunden hat. Der Trank, der dieses eine gewaltige Thema in seiner Suppe schwappen hatte. Ein Gefühl, welches - entgegengesetzt der meisten Gerüchte - kein Gegenstück zum Hass bildet, sondern ebenso heftig und mächtig wie dieser lodert, dass es nicht gerade selten in jenem endet. Trauriges Ende, kein Märchenfinale, kein glücklicher Schluss.
Sowas kommt vor und das wird einem erst bewusst, wenn man selber schon einmal Hauptakteur einer solchen, kleinen Tragödie geworden ist. Also im Grunde jeder, der schon einmal das Kunstwerk vollbracht hat, mit dem Herzen auf die Schnauze zu fliegen und da bilde ich keine Ausnahme. Jetzt im Nachhinein klingt das auch ganz unglaublich abgebrüht und erwachsen, wenn ich mich hinstelle und mit einem lockeren Zwinkern darüber unke, dass doch irgendwie jeder junge Mensch den ein oder anderen Herzschmerzmoment durchleben und überwinden musste, um dann daran zu wachsen.

Es täuscht vor allem nicht darüber hinweg, wie weh es tut, wenn man sich an dem zuvor so glühenden Gefühl verbrennt und wie seltsam es zieht, wenn kurz danach die Kälte folgt und vielleicht gar auf lange Zeit Einzug erhält. Klar lebt man in den meisten Fällen schon weiter aber wenn man denn wirklich einen Teil seines Herzens verschenkt hat, so fehlt dieser vielleicht für immer.

Ein Glück also, wenn man zu der Sorte Mensch gehört, die mit einem großen Herzen gesegnet sind.

Irgendein ein Gegenstand, den man selbst mit der Herzflatterglut verbindet sollte es sein. Cara hatte uns allen diese recht nette und scheinbar unkomplizierte Aufgabe angedacht aber spätestens als ich die Schneckenmuschel aus der Tasche zog und mir ein wenig Gekicher entgegenschwappte, ahnte ich, dass der persönliche Aspekt der springende Punkt des Ganzen war. Kein auswendig gelernter Reim, kein einstudiertes Richtig oder Falsch machten den Erfolg aus, sondern die individuelle Auseinandersetzung mit der Thematik und damit verbunden das Credo "Richtig ist, was du für richtig empfindest...".
Also gut, etwas Persönliches mitbringen, was ich mit der ganzen Sache verbinde? Ein etwas bitteres, vom boshaften Sarkasmus durchzogenes Stimmlein wollte murmelte abfällig, dass ich dann wohl schlichtweg ein wenig Wildkraut, meine Pfeife und allen voran eine große Pulle Schnaps mitbringen müsse, immerhin war das ja dann der goldene Wegbegleiter am Ende. Krass im Gegensatz dazu flüsterte der letzte Rest ungebrochen kitschige Romantik, dass ich doch vielleicht eher einen hübschen Blumenkranz, ein Ringlein und einen Gedichtbogen anschleppen solle, denn das wiederum war der Beginn meiner Erfahrungen.

Ich habe, nach längerem Überlegen, beide ignoriert und mich dafür entschieden, die Schneckenmuschel aus Mikaels täglichem Fang zu stibitzen. Denn, so erklärte mir zuerst meine Mutter, wenn man diese Muscheln ans Ohr presste, würde man das Meer rauschen hören können und dann wiederum, so wollte meine Schwester mit die Illusion zerbröckeln, sei es ja doch "nur" das eigene Blut, das durch der Herzschlags Takt, durch die Adern schoß. Tja und da hatte ich ein Sinnbild für mich selbst, akustisch (durch einen schäbigen Trick aber immerhin!) dargestellt: der Herzschlag, welcher sich veränderte, umso heftiger das Gefühl erwachte und welchem ich so gerne bei den Menschen, denen ich die besagte Emotion schenken mag, lausche.

Bereits während wir gemeinsam das Werk vollbrachten und noch mitten in jener Woge, die mich erfasst, wenn die Anderen mir helfen das Lied mit allen Sinnen aufzunehmen, begann ich zu überlegen, wem ich meinen Apfelanteil geben wollen würde. Lilja, die junge Frau, welche uns beide so fürsorglich und ohne Vorbehalt in ihrem eigenen Heim aufgenommen hatte, lag gedanklich nahe. Sie hatte ein wenig Herzklopfen verdient und doch wusste ich einen Moment später, dass ich die Äpfel nicht in ihre Nähe kommen lassen wollte. Sie litt noch immer unter dem Verlust eines innigen Bandes und auch wenn die Rückkehr des süßen Gefühls sicher ein Segen sein konnte, so war sie in dem Fall doch nur kurze Gaukelei und nach einem Tag hinfort. Wie jäh würde sie da also dann der erneute Absturz in die Trauer treffen? Nein, sie würde sicherlich keinen Apfel zugesteckt bekommen.

Anders war der Fall bei Gideon und Emilie!
Abgesehen davon, dass ich mich wundere, wie diese zwei herzlichen Menschen keinen Partner an ihrer Seite haben können, sind sie auch noch beide Meister ihres handwerklichen Faches. Folglich müssten da zumindest in meiner kleinen, grauen Welt der minderen Theorien irgendwo Schnittmengen bestehen und damit verbunden jede Menge Gesprächsstoff. Ich würde definitiv ein wenig mehr Elan dafür aufwenden, die beiden in den Wolkenrausch zu schleudern und dann müsste ich sie doch eigentlich nur einander vorstellen, oder?
Der Rest sollte wie von selbst laufen.
Plan gefasst!

Ein weiterer, unmittelbarer Kandidat wäre der Bajarder Prinz, seine ungekrönte Majestät und mein ungefragter Geschäftspartner Mikael Buxbaum. Im Grunde ist die ganze Geschichte mit den Äpfeln ein Schabernack und damit genau richtig für den Bengel. Es würde ihm schon stehen, wenn er einen Tag lang mit dümmlichem Grinsen vor sich herschmachtet und dabei keinen bestimmten Fokus hat, oder? Sicherlich! Klar! UND WIE!
... nur warum braucht es dann jetzt diese innerliche Rechtfertigung?

Aus irgendeinem mir noch nicht wirklich eingängigem Impuls heraus habe ich beschlossen auch Mikael aus dem Experiment auszuschließen. Vielleicht, weil es der Bursche im Moment eh schon so schwer hat und hart für den Lohn seiner täglichen Mühen schuftet. Ja, das wird es sein...

Es bleibt nun nur abzuwarten, wie sich die ersten kleinen Gaben soweit entfalten und außerdem abzuwägen, wem man noch dieses süße Quäntchen Herzklopfen vermachen möchte.
So oder so verspricht die Sache im wahrsten Sinne des Wortes aufregend zu werden!
Schönste Frucht, verlockender Apfelbissen
entfalte dich ganz in meinem Mund
und wandere süß durch meine Glieder,
denn herzen und lachen ist sicher gesund
und Liebe kocht auf wieder und wieder -
um deren Zauber sollte jeder Mensch wissen!
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Theaghan Graufels
Beiträge: 329
Registriert: Donnerstag 30. Juli 2015, 16:22

Beitrag von Theaghan Graufels »

Der Tag hatte angefangen wie jeder Tag. Vom Duft des gebratenen Zottelrattenspecks der nachtschürfenden Graufelse zum ersten Frühstück geweckt, war die griffige Kalurin energisch aus dem Bett gerollt. Beide Hände gegen den Boden stellend brachte sie den Körper dann auch in die richtige Haltung und verschaffte sich mit den Ellenbogen einen ordentlichen Vorsprung zur Zottelrattenspeckpfanne. Ein ordentliches Frühstücksbier hinterher und sie ging zur täglichen Körperpflege über. Hier ein wenig Kefir, dort etwas von dem speziellen Zwergenbier und dann wurde auch der Bart wieder mit den unzähligen goldenen Zierungen, Runenplättchen und den dunkelblauen Mithriledelsteinen verschönert. Zufrieden wandte sie sich dann dem Nachtisch zu. Schließlich hatte die Apfelstücke die ganze Nacht im Bierbad verbracht. Lecker sahen sie aus. Genau richtig als Übergang vor dem zweiten Frühstück und um das Loch im Magen etwas zu besänftigen. Schmatzend wurden die bierigen Apfelstücke vertilgt und mit jedem Stück hoben sich ihre Lippen etwas mehr an. Harch war das ein schöner Tag! Zufrieden wurde das Einlegebier in den immer durstigen Rachen nachgekippt, dann ging sie an die Arbeit.

Hoch motiviert trieb sie die Spitzhacke in den Stein. Jede Kleinigkeit war höchst erfreulich und so ging ihr ein munteres Lied von den Lippen. Für das zweite, dritte und vierte Frühstück, als auch das morgendliche Huldigungsbier in der Bauhütte, legte sie eine kleine Pause ein. Gurrend wurde das Eichhörnchen gefüttert, dann ging es wieder gut gelaunt an die Arbeit. Die sacht leuchtenden Wegkristalle strömten heute eine wunderschöne Faszination aus. Sie hätte schwören können das sie am gestrigen Tag noch nicht so farbenfroh waren. Lächelnd stricht sie über einen der glatten, warmen Steine und stapfte dann wieder tiefer in die Stollen um die Arbeit wieder aufzunehmen. Bald schon tönte das Lied erneut durch den Berg und erst nach einer ganzen Weile machte sie sich, mit dem Säckchen über der Schulter, auf um nach Hause zu gehen. Steinchen wurden bei Seite gekickt und irgendwie verfiel sie in die Schlenderei, besah sich hier einen besonderen Edelstein, dort einen auffallenden Pilz und erfreute sich des Kalurrinendaseins.

Zu Hause angekommen bekam der Hummer einen bärtigen Schmatzer auf den Panzer. Dann durfte das Tier im kochenden Wasser sein Leben aushauchen. Zwiebeln, Pilzlinge und Flechten dazu. Der gare Hummer auf den Tisch, den Zwergenhammer gezückt und RUMMS – war das Essen fertig. Kurz kabbelte sie sich mit dem Kurzbart, dann mit dem mürrischen Onkel und schließlich trollte sie sich noch immer in sonniger Gemütslaune um Jaz aufzusuchen. Bequem lümmelte sie also Momente später in Hrorins Haus im Sessel und sah Jaz auf die Finger, ehe man sich ein Bierfässchen holte und sie Jaz den zweiten, eingelegten Apfel hinstellte. Immerhin war das Getwergelyn nicht zum ersten Mittagessen dagewesen. Man sinnierte über dies und da, sah verträumt durch den Raum und beschloss irgendwann sich aus dem Berg hinaus zu begeben, die Sonne den prächtigen Wanst durchwärmen zu lassen und nebenbei ein, zwei Pilzlinge zu rauchen. Ein wundervoller Einfall an diesem wundervollen Tag, wie sie fand.

Da Jaz noch ein wenig Vorbereitungszeit benötigte ging sie, das Bierfass mitschleppend, schon einmal vor. Unweit des großen, prächtigen Zwergentores, welches bestaunt und für gut befunden wurde, sank sie also in das Gras und sah gen Himmel. Jede Wolke schien perfekt, der Himmel blauer als sonst und glückselig fand ein Bier nach dem anderen seinen Weg in den Rachen während das Fässchen sich leerte. Eine der seltsamen Oberflächenblumen in der Hand zupfte sie Blütenblatt für Blütenblatt ab, murmelte irgendetwas vor sich her und zog zufrieden die Luft in die Lungen. Dann wurde der Rest des Blümchens gegessen, mit Bier nachgespült und da ihr Fass leer war, stand sie auf und ging zurück in den Berg. Nicht einmal die lästige Tagblindheit hatte ihr die schöne Erfahrung gemindert. Noch schnell das vierte Mittagessen abgreifen, dann zurück in den Stollen. Ein perfekter Tag an dessen Abend sie höchst zufrieden in ihr Bett sank.
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