Fieberträume

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Inara Schwarzmourne

Fieberträume

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Spät war es geworden, die Sonne war bereits lange unter gegangen auf Lameriast. Freundlich lächelnd winkte sie ihrem Gast noch nach, dann schüttelte sie ein schwerer Hustenanfall, so dass sie sich nach ihrer Rückkehr ins Haus am Webstuhl festhalten musste.
Während ihr Kamerad sie besuchte, wollte sie keine Schwäche zeigen, doch nun krümmte sie sich unter dem Schmerz in ihrer Brust und ihre Halsschmerzen. Sie wollte nicht, dass er sich um sie auch noch sorgen musste. War er doch selbst vom Kampf verletzt worden und sie hatte ihm die Wunde notdürftig ausgewaschen und frisch verbunden.
Wäre sie gestern nur nicht mit diesen Frauen im Schiff gefahren, dachte sie bei sich. Eine der Gefährtinnen hatte während der Reise immer wieder gehustet, da hatte sie sich bestimmt angesteckt. Sie seufzte. Allerdings hatte das unfreiwillige Bad im Meer heute sicher sein übriges getan, als sie beim Fischen stolperte und ins kühle Nass fiel. Und als sie dann mit den durchnässten Kleidern nach hause ging, hatte sie ebenfalls einen Kameraden zu besuch, so dass sie erstmal mit den nassen Sachen im Regen stand. Es war wirklich wie verflixt gewesen und als sie so darüber nachdachte schüttelte sie erneut ein Hustenanfall.
Ja, sie sollte wohl wirklich Mikhail morgen aufsuchen, wie sie es ihm versprochen hat. Lächelnd sah sie auf ihre Hand, wo sie seine besorgte Berührung noch fast spüren konnte. Außerdem hatte er versprochen, auch da zu sein und gnade ihm, wenn nicht. Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht. Sie hätte nie gedacht, dass er so humorvoll sein könnte. Aber sie wollte ihn wirklich nicht beunruhigen. Sie wusste selbst die Zeichen zu deuten. Sie hatte Fieber, kalter Schweiß stand auf ihrer Stirn und ihre Augen waren sicher glasig, sowie ihre Haut blass. Entweder war es eine sehr schlimme Erkältung, oder sie hatte sich durch den Sturz ins Wasser eine Lungenentzündung geholt, worauf das Rasseln in ihren Lungen deutete, wenn sie atmete. Aber das musste sich Mikhail mal ansehen, er hatte da mehr Ahnung.
Sie wusste nur, dass es gefährlich sein konnte, nichts zu tun, doch sie wollte niemandem zur Last fallen und redete sich und anderen immer wieder ein, es sei nicht so schlimm und sie hatte ja schließlich schon schlimmeres überlebt.
Wieder schüttelte ein Hustenanfall ihren Körper, doch diesmal bekam sie kaum noch Luft. Sie röchelte und japste, klopfte sich mit der flachen Hand auf die Brust und als sich der Husten endlich legte, beschloss sie, dass es Zeit wäre ins Bett zu gehen und sich dort auszuruhen, wie er es sagte. Doch als sie sich geschwächt und müde zu ihrem Zimmer begeben wollte, wurde ihr plötzlich schwarz vor Augen und fiel kraftlos mit einem dumpfen Schlag am Boden auf. Und bevor sie das Bewusstsein verlor krächzte sie noch leise seinen Namen: Malachai…
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Nach einigen Tagen fand Malachai endlich wieder in Ruhe schlaf. Das Gespräch mit Inara war eine befriedigung, die er nach langem wieder brauchte. Seine Wunde schmerzte nicht, die Salbe, die Inara mit ihren sanften Händen auf Malachai´s Wunde rieb schien zu helfen, vielleicht aber auch die Tatsache, dass Sie ihn berührte, liess ihn den Schmerz vergessen.
Er wusste, dass Inara nicht Stephanie war, es schmerzte ihn auch immer noch, wenn er an Sie erinnert wurde. Doch von Tag zu Tag, wo er Inara traf, verglich er Sie mit ihr nicht mehr. Er erkannte die unterschiede zu beiden Frauen und die Erinnerungen an Stephanie wurden weniger, wenn er Inara sah. Er würde ihr niemals vorwürfe für ihre Ähnlichkeiten machen, sie kann nichts dafür und er will es ihr auch nicht zeigen.
Der Morgen brach an, Malachai stand wie immer früh auf und überprüfte erst die Wunde. Sie sah gut aus, es eiterte nicht mehr so schlimm wie vorher. Dennoch würde er sein Versprechen halten und zu Mikhail gehen, damit er jene begutachtet.
Die Sonne erhob sich grad, da stand Malachai schon auf dem Schiff nach Lamerias. Er hatte sich vorgenommen, Inara zu überraschen und mit ihr zusammen Mikhail´s Praxis aufzusuchen. Er möchte ihr so seinen Dank zeigen, redete er sich ein, doch konnte er nicht verbergen, dass er sich auch freute, sie wieder zu sehen.
Ihr lachen und das strahlende Gesicht, dass sie zeigte, als Sie über Malachai´s , wie er fand, schlechte Witze lachte.
Er stieg vom Bord, ging schnurrstracks auf den Hof zu und schaute auf den Garten. Sie stand nicht wie erwartet dort um sich um die Ernte zu kümmern. Wohl würde sie noch schlafen dachte sich Malachai.
Er ging zur Haustüre und kloppfte leicht.
Niemand öffnete. War sie vielleicht schon zu Mikhail gegangen?
Er kloppfte abermals und nichts geschah.
Ein kleiner Junge ging am Zaune entlang und sah zu Malachai.
Malachai erblickte ihn ebenfalls und ging einen Schritt auf ihn zu.
"Junge, weisst du ob die Farmerin Tiefenbach ausser Haus ist?"
Der Junge erschrack bei diesen Worten leicht. Er konnte sich selbst wohl nicht eingestehen, dass er des öfteren die Farmerin beobachtete, wenn sie zur Arbeit auf dem Hofe stand und somit genau wusste, das sie nicht weg war.
"Sie ist nicht gegangen. Ich habe sie seit gestern des Tagesüber nicht mehr gesehen. Sie steht sonst morgens früh auf, ich seh sie immer, wenn ich Milch hole für meine Mama, heute war sie aber nicht da."
Er sprach recht hastig, als ob er etwas schlimmes getan hätte und nun irgendeine Schuld gestand.
Malachai blickte mit ernstem Gesicht zum Hause. Er wusste, dass Inara gestern Abend im Hause war. Er war bei ihr und der Junge sagte nun, sie hätte das Haus nicht verlassen.
Er ging zur Tür hin, er hämmerte nun förmlich gegen die Tür und rief.
"INARA...INARA MACH AUF."
Der Junge schaute es sich an. Sein Blick wirkte ägnstlich. Vielleicht weil Malachai schwarz vermummt mit ärgerlich klingendem Tone gegen die Tür hämmerte.
Immer noch keine Reaktion, Malachai war es nun egal, er musste da rein um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.
Er trat einen Schritt zurück, dann machte er einen Satz nach vorne und trat mit seinem rechten Fuß die Tür ein. Sie zerbrach wo der Tritt sie traf und Malachai riss mit den Händen das rest Tür weg, was dort war.
Es gefiel ihm nicht, ihr Haus zu zerlegen, doch die Sorge über sie war größer. Er dachte sich, dass jene Krankheit, die sie hatte, keine Grippe sein, im Gegenteil wusste er, dass Mikhail genau über die Krankheit bescheid weiss.
Diese Krankheit, sie sollte gegen die Schwestern gehen, nicht gegen unsere eigenen Leute..nicht gegen Inara. Er wollte ihr es am Abend nicht sagen was er wusste, er wollte sie doch nicht beunruhigen. Er dachte, um ein paar Stunden würde nichts geschehen. Er hatte falsch gedacht.
Er rannte ins Haus,er betrat das erste Zimmer, nichts. Er riss die Tür auf zum Wohnzimmer und da lag sie am Boden. Der Ofen glühte noch leicht, ein Stuhl war umgeschmissen und Inara lag bewusstlos am Boden.
Er schlitterte förmlich zu ihr, hebte ihren Kopf hoch und tätschelte ihr leicht gegen die Wange.
"Inara....Inara...wach auf....komm wach auf."
Keine Regung, nichts geschah.
Er hebte vorsichtig ihren reglosen Körper und ging hinaus.
Der Junge starrte mit entsetztem Gesichte.
"Werte Frau Tiefenbach, geht es ihr gut."
Malachai sagte nichts. Er hob sie aufs Pferd, setzte sich dann auch auf jenen und legte sie wieder in seinem Arm. Dann nahm er die Zügel und drehte das PFerd.
Er musste sie zu Mikhail bringen, er wüsste was man tun müsste.
Er gab dem Pferd die sporren und ritt los. Mit einem Hops sprang er über den Zaun und riss die Zügel nach links. Der Junge starrte ihn nur nach.
Er ritt so schnell wie das Pferd hergab. Sein Blick wanderte oft auf Inaras Gesicht, in der Hoffnung, sie würde sich regen.
Der Wind war zu dieser Morgenstund noch recht kühl, er drückte sie näher an sich und umarmte sie fest, wobei er seinen Umhang mit über sie zog und Inara so etwas zudeckte.
Das Pferd schnaupte und atmete schwer, doch es gab alle Kraft die es hatte. Es schien zu merken, dass es ernst war und jede Sekunde zählte.
Malachai schaute wieder hinab, Inara hatte die Augen offen schien es ihn für kurze Zeit und ihre Lippen lächelten leicht.
"Inara, gib nicht auf, halte durch, wir sind gleich da."
Er sah die Praxis von Mikhail, sie kam näher.
"MIKHAIL.....MIKHAIL."
Er rief mit aller Kraft. Vögel erhoben sich aus den Baumspitzen des Waldes um ihn herum.
"MIKHAIL...GOTTVERDAMMT MACH AUF."
Das Haus war schon fast erreicht, als Mikhail die Tür öffnete. Malachai bremste nicht, Mikhail schien zu befürchten, dass er nun mit dem Ross ins Haus reiten würde, doch kurz vor jenem bremste das Pferd stark und Malachai sprang mit Inara im Arme vom Pferd, welches wild schnaupte.
Er ging schnellen Schrittes durch die Tür, kein Wort des Grußes, nur seinen Blick auf Mikhail gerichtet. Er schaute sich um, ein leerer Tisch und legte Inara dahin, den Umhang machte er ab und gab ihr jenen als Decke, dann wandte er sich dem verdutzt blickenden Mikhail zu.
"Mikhail, Inara ist krank, sie ist umgefallen, hat Fieber und starken husten."
Ehe Mikhail etwas sagen konnte, sprach Malachai weiter in einem Tone aus Angst und Verzweiflung.
"Sie hat sich bei den Schwestern angesteckt. Sie war mit jenen auf dem Schiff. Sie sind krank, ich weiss davon und nun hat Inara diese Krankheit. Tue etwas, ich bitte dich, heile sie."
Seine Augen zeigten nun ein leichten Blick des flehens und der Angst, als er Mikhail anschaute, der wohl erst einmal versuchte, diesen Sturm in seine Praxis zu verstehen.
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Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Ihr Kopf fühlte sich so schwer an. Sie konnte kaum ihre Gedanken zusammen halten. Alles wirkte so verschwommen, wie durch Nebel, und es war dunkel. Und über allem lag der Schmerz in ihrer Brust. Sie bekam kaum Luft und atmete schnell, bis der nächste Hustenanfall sie zusammen krampfen lies und sie kraftlos den eitrigen Auswurf ausspie. Hilflos versuchte sie wieder Luft zu bekommen, doch es schien so anstrengend und eine leise Stimme flüsterte ihr immer wieder zu, dass sie sich doch nicht so zu quälen bräuchte. Sie müsse nur aufhören, dann würde alles besser. Doch das wollte sie nicht. Nein! Sie würde kämpfen! Was sollten die Kameraden denken und was würde dann aus ihm? Unweigerlich dachte sie an Malachai. Nein, er sollte nicht noch einen Verlust zu beklagen haben, auch wenn sie für ihn nur eine Kameradin war und keine Liebste. Seit ihrer ersten Begegnung, damals im Bauch des Schiffes spürte sie ein Band zwischen ihnen. Sicher, er würde durch sie immer an seine ehemalige Liebe erinnert werden. Sie fühlte sich schuldig deswegen, auch wenn sie nichts dafür konnte, wie sie aussah. Trotzdem wollte sie für ihn da sein, so gut sie konnte, denn auch er würde stets an ihrer Seite stehen so sie Hilfe brauchte. So wie jeder Bewohner der Burg, schoss es ihr durch den Kopf. Und doch, je länger sie darüber nachdachte, desto mehr hatte sie das Gefühl, dass sie für ihn mehr empfand, als nur Kameradschaft. Doch eigentlich wollte sie daran nicht denken. Das durfte nicht sein. Er hatte schließlich erst kürzlich einen grossen Verlust erlitten, wie konnte sie da nur solche Gedanken haben! Sie schüttelte den Kopf leicht, was ihn rasend schmerzen lies. Dann sammelte sie ihre Gedanken langsam. Sie musste nachdenken. Wie war sie eigentlich hier her gekommen? Es fiel ihr so unendlich schwer, sich zu erinnern. Sie hatte ihn verabschiedet…dann wollte sie ruhen….alles wurde schwarz vor Augen…dann verlor sie das Gleichgewicht und riss den Stuhl mit um. Und jetzt, jetzt war alles schwarz. Sie wusste nicht, wie lange sie schon hier lag, aber sie war zu schwach sich zu rühren und ihre Gedanken verschwommen immer wieder um sie in den Fieberschlaf zu ziehen. Es war kalt und sie frierte, der Ofen musste aus sein. Wieder überkam sie ein Hustenschwall und sie dachte, was wohl wäre, wenn sie niemand hier finden würde. Wäre das also ihr Ende? Langsam schwand ihr Bewusstsein wieder, als plötzlich ein lautes Geräusch an ihre Ohren drang. Es klang irgendwie, als würde Holz splittern und dann hörte sie seine Stimme, wie von sehr weit weg. Er schien sie zu rufen. Aber er war es sicher nicht, dachte sie sich und lies sich wieder in den fiebrigen Schlaf sinken. Sie merkte nicht, wie er sie hochhob und auf das Pferd setzte. Erst als die klamme Kälte des Schüttelfrostes aus ihren Gliedern wich, als er sie umarmte, fand sie die Kraft, die Augen zu öffnen. Sie sah sein Gesicht vor dem hellen Morgenhimmel und er sah sehr besorgt aus. Sie schien in seinem Arm zu liegen auf dem Pferderücken. Ein Lächeln umspielte unweigerlich schwach ihre Lippen. Er hatte sie gefunden, sie gerettet, nun würde alles wieder gut werden. Er würde nicht zulassen, dass ihr etwas zustieß. Ein wohliges Gefühl breitete sich in ihr aus und er sah sie für einen Moment an. Tiefe Sorge spiegelte sich in seinen Zügen wieder „Inara, gib nicht auf, halte durch, wir sind gleich da“ vernahm sie dumpf seine Stimme. Sie schloss die Augen wieder. Sie hatte nicht die Kraft sie offen zu lassen und so glitt sie wieder in ihre Fieberträume. Nein, sie würde nicht aufgeben. Sie würde für ihn kämpfen! „Malachai…“ krächzte sie nur leise.

Sie merkte nicht, wie er sie ins Haus brachte und auf den Tisch legte. Ein Bild des Elends musste sie abgeben. Die blasse Haut, der ständige Husten, eitriger Auswurf, sie bekam kaum Luft und atmete daher viel schneller und flacher als normal, was von einem röcheln und pfeifen begleitet wurde. Immer wieder wurde sie auch von Schüttelfrost Anfällen heimgesucht und öffnete sie ihre Augen, so kann man glasige Pupillen darin finden, doch scheint sie ihre Umgebung kaum wahr zu nehmen. Berührte man sie, würde man merken, wie sie glühte, doch kalter Schweiß stand über ihrer Stirn. Ihr Zustand war wahrlich bedenklich.
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Endlich wieder war die Gesellschaft gewachsen, eine weitere Frau hatte sich gefunden und zufällig war sogar ein Schmied im Lager, der ihr eine Rüstung schmieden konnte. Im Lager grassierte gerade eine seltsame Krankheit, niemand wusste woher sie stammte, niemand konnte sich daran erinnern, sie eingeschleppt zu haben. Eine Vermutung war, dass eines der Pferde vielleicht.. gut möglich, denn Finja wurde seit einigen Tagen nicht geritten und wies dieselben Symptome auf. Schwäche, Lustlosigkeit, Durchfall, wie so ein Pferd eben auf eine Krankheit reagierte.

Drei Schwestern und der Schmied machten sich auf den Weg zum Hafen, wo sie eine Frau trafen, die ebenfalls in knappem Leder gekleidet, mit einem Packpferd dabei, wohl ebenfalls das Schiff zu besteigen gedachte. Eine kurze Absprache genügte, die Frau freute sich sehr dass die vier statt nach Berchgard nun ihren Kurs nach Bajard nahmen, und die Schwestern, Schmied, Frau und Pferd fanden ihren Weg unter Deck, das SChiff lief ab, nachdem knapp zwei Kronen den Besitzer wechselten.

Während der Überfahrt hustete Xinthra, nun es klang nicht anders als schon den ganzen Tag, wie ein Husten nach einer Verkühlung eben. Vielleicht sollte sie sich nicht immer so knapp kleiden, auch wenn ihr die Kleidung inzwischen sehr gefiel.

In Bajard angekommen, trennten sich die Schwestern, die die Kutsche nach Berchgard nahmen, die Frau mit ihrem Packpferd verschwand in den Gassen Bajards und der Schmied preschte vor nach Berchgard. Auch dort hustete eine der Schwestern. Vermutlich wurde der Herr nun ebenfalls angesteckt. Wohin mochte er die Krankheit noch tragen?

Abends dann verteilte eine der Schwestern kleine Flaschen mit Heilmittel, die sie auch ihren Pferden einflößten sowie den beiden Wachwölfen und natürlich auch sich selbst. Im Lager war die Krankheit kuriert, woher sie auch gekommen sein mag. Dass die Krankheit nun auf die zurückgefallen war, die sie verteilt hatten, wusste hier niemand.
Mikhail Kalveron
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Beitrag von Mikhail Kalveron »

Mit noch verschlafener Miene musterte Mikhail die Gestalten von Malachai, der die Tod bleich wirkende Inara in seine Praxis trug...
Was sollte wohl dieser Aufstand mitten in der Nacht... und hatte es nicht bis morgen warten können... ? Als dann jedoch sein Blick auf die Bleichen Züge von Inara viel, begann es in seinem Kopf zu rattern...
Was hatte diese Krankheit wohl ausgelöst... und um was handelte es sich wohl...
So ward Malachai den angewiesen sie darnieder zu legen und Mikhail machte sich an die Arbeit... um fest zu stellen, welches Leid sie wohl plagte... es dauert wahrlich nicht lange bis jenes Ergündet war... offensichtlich hatte sich Inara mit einer Grippe infiziert, welche nicht reicht zeitig behandelt und sich nun zu einer Lugenentzündung ausgeweitet hatte...
Eine deutlich unangenehme Situation... jedoch zu bewältigen... so schickte er Malachai an ihre Seite zu wachen, während er sich selber an den Steinerne Tisch begab und begann das Heilmittel zu brauchen.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai nahm dann vorsichtig Inaras Hand und hielt sie ganz fest, während er mit jener anderen ihr sanft über die Stirn und den Kopf streichelte.
Er schaute sie an, er war in Sorge, dass sah jeder, selbst wenn er ihn nicht kennen würde.
Er wollte nicht, dass ihr etwas passiert, dafür mochte er sie zu gerne.
Zuviel verband die beiden, Sie hatte es nicht verdient, für irgendetwas zu Leiden, sei es innerlicher Schmerz oder eine Krankheit.
Er beugte sich leicht zu ihr hin und flüsterte ihr leise ins Ohr.
"Gib nicht auf Inara, wir sind bei Mikhail, er wird dir helfen. Er mischt ein Heilmittel für dich."
Dann gab er ihr einen leichten Kuss auf die Stirn und stellte sich wieder neben ihr.
Er schaute zu Mikhail, in der Hoffnung erkennen zu können, was genau er triebe und ob er vorran kommen würde, ehe sein Blick wieder auf Inara wanderte.
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Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Ihr Atem ging schnell und flach und stetig war ein Rasseln zu hören aus ihrer Brust. Alles war dunkel und sie frierte. Sie wollte die Augen öffnen, aber schaffte es einfach nicht. Dann hörte sie Malachais Worte und spürte seine Hand an seiner, seine Lippen, die leicht ihre Stirn berührten und ein warmes Gefühl stieg in ihr auf. Sie zwang sich, ihre Augen zu öffnen. Sie wollte kämpfen, wach bleiben, egal wie schwer es war. Dann klärte sich ihr Blick und sie sah ihn neben sich. Sie wollte seine Hand drücken, doch sie war so schwach, dass es wohl nur ein sanfter Druck wurde und sie lächelte leicht.
„Du…bist hier?“ krächzte sie heiser und ein Ausdruck der Erleichterung war nun auf ihrem Gesicht. „Mir ist so kalt“ wieder schüttelte sie ein Hustenanfall und sie wollte sich zur Seite drehen, um den eitrigen Auswurf auszuspucken und Malachai half ihr dabei. Erschöpft lies sie sich dann wieder au den Rücken sinken und schloss die Augen für einen Moment. Malachai legte seinen Umhang über sie, um sie zu wärmen. Es kostete sie so unendlich viel Kraft, wach zu bleiben und die Augen wieder zu öffnen, aber sie schaffte es. „Bitte…bitte bleib bei mir!“ sagte sie zu ihm und blickte ihn flehend an. Sie fühlte sich so allein und verletzlich. Doch wenn er da war, konnte sie alles ertragen. Dann kam Mikhail mit einer kleinen Phiole mit einer rotbraunen Flüssigkeit. Sie solle sie trinken, sagte er, dann würde sie in einen tiefen Schlaf sinken und dann, er stockte kurz und man merkte, dass es ihm nicht leicht viel, weiter zu sprechen, dann würde man weiter sehen. Offenbar dachte er dasselbe wie alle im Raum. Die Lungenentzündung war bereits weit fortgeschritten und keiner konnte sagen, wie lange es dauerte, bis sie genesen würde und unweigerlich schlich sich ein „wenn überhaupt“ in ihre Gedanken und Angst überkam sie. So fest sie konnte, umklammerte sie Malachais Hand. Doch als sie in sein besorgtes Gesicht sah, wusste sie, dass sie nicht so einfach aufgeben würde. Sie lächelte, nachdem sie den Inhalt der Phiole schluckte und versuchte an seiner Hand zu ziehen, auf das er etwas näher kam. Als er sich zu ihr hinab beugte, flüsterte sie in sein Ohr „Mach dir keine Sorgen! Bald können wir wieder am Ofen scherzen!“ Dann versuchte sie ihm einen leichten Kuss auf die Wange zu geben unter Aufbietung all ihrer Kräfte und sank in den tiefen heilenden Schlaf.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai sank den Kopf und hielt weiter fest ihre Hand, als sie ruhig einschlief. Sein Blick war unverändert, er hatte immer noch größte Angst um sie, vorallem, da Mikhail nicht sagen konnte, ob sie genesen wird.
Er streifte ihr immer noch leicht durchs Haar, sein Blick war auf ihr Gesicht gerichtet.
Sie sagte, er solle sich keine Sorgen machen, er wünschte, er könnte ihr soweit gehorchen, aber es ging nicht. Die Sorgen waren zu groß, dass die Lungenentzündung den Sieg gegen sie erreichen würde.
Mikhail kam näher, er sagte zu Malachai, er könne gehen, doch er schüttelte nur den Kopf. Er wolle bei ihr bleiben, sie nicht alleine lassen, bis sie wieder erwacht.
Mikhail nickte nur und verliess dann das Zimmer, während Malachai immer noch neben ihr saß, ihre Hand hielt und ihr über den Kopf streichelt.
"Inara, ich bleibe bei dir, bist du erwachst." ,flüsterte er ihr leise ins Ohr.
Dann legte er den Umhang zurecht, damit er sie ganz wärmt, weiter ihre Hand haltend.
Die Zeit verging, Malachai wusste nicht, wielang er schon da saß und sie anschaute und jedes einzelne Zucken als Hoffnungschimmer sah. Er wurde müde, doch er wollte nicht schlafen, er würde sie nicht alleine lassen, so blieb er wach, weiter nur sie anstarrend mit einem ängstlich wirkendem Gesicht.
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Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Die ganze Nacht schüttelten sie immer wieder Hustenanfälle und Schüttelfrost und sie wälzte sich in unruhigen Träumen auf ihrem Lager. Malachai hielt die ganze Nacht über ihre Hand und strich ihr immer wieder durch das Haar, immer wieder bestrebt, nicht selbst einzuschlafen. Und endlich, je näher der Morgen kam, desto mehr sank das Fieber. Als sie im Morgengrauen endlich die Augen wieder öffnete, saß Malachai noch immer an ihrem Bett und hielt ihre Hand, war jedoch mittlerweile wohl vom Schlaf übermannt worden, denn seine Augen waren geschlossen.
Langsam setzte sie sich im Bett auf und blickte sich einen Moment um. Sie fühlte sich immer noch schwach, aber es schien ihr schon besser zu gehen. Sie bekam wieder Luft und die Schmerzen in ihrer Brust und ihrem Hals waren verschwunden.
Mikhail war wohl zum Kräuter sammeln aufgebrochen, denn er war nirgends zu sehen und schließlich fiel ihr Blick wieder auf Malachai, der noch immer ihre Hand hielt.
Sie beugte sich zu ihm und strich ihm übers Haar. Armer Malachai, was musste er sich gesorgt haben um sie. Und doch verlies er wohl die ganze Nacht nicht ihr Lager um für sie da zu sein. Ein sanftes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie war ihm so dankbar dafür, dass er bei ihr geblieben war. Langsam hob sie ihre Hand, mit seiner darauf an und küsste seinen Handrücken. Er war wirklich ein stattlicher Mann dachte sie bei sich, doch sofort verscheuchte sie diesen Gedanken wieder. Die letzten Tage hatte sie öfter solche Gedanken, doch sie schollte sich deswegen. Es stand ihr nicht zu, Gefühle für ihn zu haben und doch waren sie da und wuchsen mit jedem Tag. Immer wieder rief sie sich ins Gedächtnis zurück, dass er erst vor kurzem einen schweren Verlust erlitten hatte. Und vielleicht machte er es ja auch nur, weil sie ihn an Stefanie erinnerte. Nein, das durfte nicht sein. Sie musste schweigen. Und selbst wenn er nur ihre Gefühle nicht erwidern würde, es würde alles zerstören. Sie wollte für ihn da sein, wann immer sie konnte, aber sie würde versuchen, sich nichts anmerken zu lassen. Eine leise Stimme flüsterte in ihren Gedanken „Wie lange? Wie lange kannst du das ertragen Inara? Den Liebsten zu sehen, zu sprechen, so nah bei ihm zu sein und doch so weit weg?“ und nach einem tiefen seufzen sah sie ihn traurig an und sprach halblaut „Wenn es sein muss…bis ans Ende aller Tage“
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai erwachte langsam, als er Worte verstand, die er nicht richtig deuten kann. Er öffnet die Augen, es ist alles verschwommen und hell und dann reibt er sich mit einer Hand kurz übers Gesicht.
Er sah die Konturen einer Frau, dessen Hand er hielt. Es dauerte einige Sekunden, ehe er sich entsinnte, wo er war und vorallem warum er da war.
Inaras Bild wurde klarer, sie schien zu lächeln.
"Inara...Inara? Du bist gesund?"
Er brauchte keine Antwort, sein Bild wurde nun ganz klar, er sah sie, sie lächelte und sah schon besser aus. Ihre Hand war nicht mehr kalt und so lächelte Malachai ebenfalls vor Freude.
Er konnte es nicht kontrollieren und nahm Inara schnell in den Arm, streichelte ihr den Rücken und sagte ihr leise ins Ohr:
"Ich gestehe,ich hatte Angst, du würdest es nicht schaffen."
Es war ein gutes Gefühl, zu wissen, dass es ihr besser ging und auch besser gehen wird.
Dann löste er die Umarmung, schaute ihr ins Gesicht und streifte ihr eine Haarmähne aus dem Gesicht. Er lächelte weiter, ihr tief in die Augen blickend. Noch einen Verlust hätte er wohl kaum ertragen.
Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Inara erschrak fast, als er sie so stürmisch umarmte. War das wirklich wahr? Er streichte ihr sanft über den Rücken, lächelte sie überglücklich an und strich ihr fast liebevoll eine Haarsträne aus dem Gesicht. Konnte das sein? Könnte er die selben Gefühle haben, oder bildete sie es sich nur ein? Und als er ihr dann so glücklich lächelnd tief in ihre Augen sah, konnte sie sich nicht mehr zurück halten! Sie umarmte ihn schnell und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, während sie mit ihrer Hand durch sein Haar fuhr.
Fast erschrocken über ihre eigene Forschheit, zog sie sich aber schnell wieder zurück und murmelte leise mit gesenktem Blick "Ich...ähm....danke dir!" Ihr Gesicht musste die Farbe einer Tomate haben, so peinlich war ihr das im Nachhinein. Ohje...jetzt war es also doch nicht das Ende aller Tage...
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Malachai erschrack innerlich, als seine Lippen die von Inara berührten. Er war wie gelähmt, der Kuss kam ihm wie eine Ewigkeit vor, doch würde er lügen, wenn es ihm nicht gefallen würde.
Doch was machte er da, er küsste eine andere Frau, obwohl Stephanies Tot noch so frisch in seinem Herzen brannte. Vielleicht wehrte er sich deswegen nicht, weil Inara ihn so stark an Stephanie erinnerte?
Nein, sagte es ihm sein inneres, er wusste um die Unterschiede zwischen beiden Frauen.
Ehe er überhaupt reagieren konnte, riss Inara auch den Kuss zwischen beiden. Sie war Rot im Gesicht, ihr selbst schien es peinlich zu sein, was Sie gerade tat und Malachai war wie angewurzelt. Er konnte jenes Geschehene nicht verarbeiten, er wusste nicht, was er nun tun sollte oder wie er sich zu verhalten hatte.
Er schaute ihr in die Augen, er wollte lächeln wie weinen, er war verwirrt, er war in einer Situation, wo er die Kontrolle verloren hatte.
Er trat einen Schritt zurück, lächelte leicht, ehe er verlegen sprach in ruhiger Stimme.
"Nun...ich freue mich, dass du wieder gesund bist. Ich...werd dann auch nun gehen, Mikhail kümmert sich ja um dich."
Er dreht sich zur Tür und machte einen Schritt auf jene zu, ehe er kurz zurück blickt.
"Ich freue mich wirklich, dass du wieder gesund bist."
,sagt er mit einem leichten lächeln. "Ich werde dich besuchen kommen."
Dann trat er mit einem Wink aus der Tür hinaus.
Er musste gehen, er wusste sonst nicht, wohin das führen würde und er wollte Inara nicht in dieser peinlich berührten Situation weiter lassen. Er beschloss, erst einmal zu gehen, so könne er seine Gedanken sammeln, realisieren, was geschehen ist. Vor kurzem war er noch in tiefster Sorge und Angst um sie, in der anderen küsste sie ihn auf einmal.
Es wurde ihm warm ums Herz, doch es wäre nicht recht, so emfpand er.
Er zog sich die Kaputze hoch, wollte sich den Umhang zurecht legen, als ihm einfiel, dass Inara ihn noch hat.
Er lächelte leicht, so wäre auf jedenfall garantiert, dass er sie wieder besuchen würde und dann ging er festen Schrittes zum Hafen von Lameriast.
Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Oh nein! Hatte sie das nun wirklich getan? Sie war fassungslos und es war ihr peinlich zu gleich!
Malachai schien kurz wie erstarrt. Sie hatte ihn wohl tief erschüttert. Dann stammelte er etwas verlegenes und ging. Bevor er jedoch die Tür hinter sich schloss, lächelte er sie nochmals kurz an und versprach sie zu besuchen. Nahm er es ihr doch nicht übel?
Sie hätte das nicht tuen sollen. Sie musste sich etwas überlegen, womit sie es entschuldigen konnte? Vielleicht das Fieber, oder der Heiltrank? Oder vielleicht sprach sie es besser nicht mehr an?
Während sie so überlegte, kam Mikhail zurück und war ebenso hoch erfreut, sie wieder bei Kräften zu sehen. Sie frühstückten zusammen und er gab ihr noch ein paar Phiolen mit, die sie die nächsten Tage noch nehmen sollte, um ihren Körper wieder zu stärken. Dann nahm sie ihre Sachen, weil sie zu ihrem Hof wollte und ihr Blick fiel auf Malachais Umhang auf dem Bett. Sie faltete ihn zusammen und nahm ihn mit. So würden sie sich sicher wieder sehen. Sie lächelte unsicher. Hoffentlich...
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