Obduktionsbericht der im rahaler Hafen gefundenen Leichen
Mühlbach:
Nach eingehenden Untersuchungen konnten Meuchelgift und Alkoholvergiftung als Todesursache
ausgeschlossen werden. Da keine Indizien für eine andere Todesursache festgestellt werden
konnten (Keine Würgemale, kein Ertrinken oder ähnliches) muss von einem Tod durch Verbluten
oder Genickbruch ausgegangen werden. Genaueres ist ob der brachialen, fast animalischen Art
der Verletzungen nicht konkret bestimmbar.
Besonderheit:
Im Bein des Obduzierten, fand sich ein Metallsplitter, der im Knochen des Oberschenkels steckte.
Wie bereits am Tag der Obduktion als Empfehlung an die Provost geäußert, sollte der Teil der
vermeintlichen Tatwaffe zur Identifizierung des Materials, möglicherweise sogar einer Schmiedetechnik,
an einen fähigen Schmied oder Metallurgen weitergeleitet werden. Vielleicht lassen sich Rückschlüsse
von einer Technik auf den Hersteller ziehen.
Unbekanntes Opfer:
Die Untersuchung der, von Provost Orikson im Vorfeld meiner Obduktion, entnommenen Organe ergab
leider, wie bei dem Leichnam von Landsknecht Mühlbach, keiner weiteren Indizien, die entweder für
einen Zusammenhang zwischen den Opfern spricht, noch für eine andere Todesursache. Auch hier
spricht alles für ein Ableben aufgrund des Blutverlustes durch Organ- und Gefäßperforation, sowie
diverser Frakturen, die ebenso den Tod herbeigeführt haben können.
Abschließende Schlussfolgerung:
Die Wunden beider Opfer geben Anlass zur Annahme, dass kein Mord nach Plan, sondern vielmehr eine
Tötung des Tötens an sich Willen stattfand. Die Opfer hauchten ihr Leben bereits aus, als der Täter noch
dabei war ihre Körper zu verstümmeln. Die Wahl des Mörders fiel wahrscheinlich wahllos auf eine Person,
die zu später Stunde, allein unterwegs, seinen Weg der Jagd kreuzte.
Mögen sich ihre Seelen als würdig erwiesen haben in Nileth Azhur einzukehren,
um fortan an Seiner Seite leben zu können.
Stellvertretende Hauptmann des Lazaretts
Hospitalsleiterin und praktizierende Heilerin