Aus dem Leben und Gesprächen von Thyren

Gast

Aus dem Leben und Gesprächen von Thyren

Beitrag von Gast »

Hossa,

Jestern haven einige Clanler von dem Spitzohr Glin ne Nachricht bekommen, dat se unsre Hilfe braucht gegen Schlangenwesen, die dat Dorf der Spitzohren angrgriffen und üverrannt haven.

De Sunni und mey sand auf de Bitten von dem Spitzohr hin und haven mit Hilfe von einigen Kaluren und Städdern ne Menge der Schlagenwesen niedergestreckt und uns zur Stadt der Spitzohren vorjekämpft.
De Stadt selver set ouch von den Viehern jesäubert worden und im nem fast Zweikampf zwischen Glin und den oder dat Anführer der Vieher hät Glin gesiegt.

De Jefahr set für de Spitzohren erstmal jebannt.

Glin und andere Spitzohren sprechen den Thyren ihren Dank us und verzählten wat von wechen grosses, erfolgreiche Zusammenarveit, Freundschaft und sowat.

Scheint, dat mir nun bei den Spitzohren wieder ejnen weiteren Stein im Brett haven.


Rannveig
Gast

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Ein Brett wird daruntergelegt:

  • Hossa Ranni,

    mey hoff, dat dey de Spitzohren auch gesagt hast, dat et vielley fein gewesen wäre, wenn auch dat OCS oder annere Schwerter sou ne Nachricht gekriegt hätten.
    Find dat unner aller Sau, dat ne Hand und 'n Skalde sou eyner Jefahr ausgesetzt wurde.

    Stein im Brett hyn oder her - nächste Mal nuad mehr sou alleyn.

    Drecksscheysse *ist krakeliger reingeritzt worden aber noch gerade so zu erkennen* un eyns inne Fresse hamse dafür au verdient. *der letzte Part hingegen wurde durchgemeisselt*
    Anndra
Gast

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Es war schön wieder mit den anderen am Feuer zu sitzen, auch wenn es zu einer hitzigen Diskusion ausartete, welcher der Thain durch ein Machtwort ein Ende setzte.
Ihre Herzsistr macht ihr jedoch Sorgen.
Skadi hat ihr das Herz in Zwei gerissen und Anndra leidete wie ein Hund.

Für wenige Momente vergass sie diesen Kummer Abends im Fort, als Ranni und Anndra, anstelle den Städdern in der finalen Schlacht gegen die Pantherfratzen beizustehen, sich lieber im Schnee amüsierten wie 2 Kinder, sich Schneebälle an den Kopf warfen, ihn aufwirbelten oder sich gegenseitig damit einseiften.

Gestern Abend jedoch fröhnte Anndra selbst für thyrische Verhältnisse dem Met viel zu viel.
Schwankend wurde sie von Ranni und Sunni gehalten, letztere begleitete Anndra auch sicher ins Zimmer, wo sie, wenn sie nicht gleich in die Felle kippte, wohl ihren Met Vorrat weiter plünderte.

Als es still war in tiefster Nacht, schlich Ranni sich nachts aus dem Weiber Schlafsaal, prüfend ob noch jemand im Fort neben ihr rumschlich, stielte sie sich in Anndras Zimmer und druchsuchte es leise, immer darauf bedacht, keinen Lärm zu erzeugen, um ihre schlafende Herzsistr nicht aufzuwecken.
Am Ziel ihres Besuchs angekommen, fand sie zumindestens einen Teil von den Metvorräten, welche sie leise stibitzen wollte um damit in die Küchen zu schleichen.
Mit fast schon Tränen in den Augen, leerte sie die Unmengen von Schläuchen aus, lies nur einen kleinen Schluck Met in jedem um den Rest mit Wasser aufzufüllen.
Sie war nicht Skjarlav, sie hatte ihr weniger entgegen zu setzen als er, aber sie konnte Anndra zumindestens anders davon abhalten sich nach Anundraf zu saufen.
Die Schläuche gut durchgeschüttelt, schlicht sie sich wieder auf Zehenspitzen in den Raum ihrer Herzsistr um die Schläche wieder an ihren ursprünglichen Platz zu legen.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 10. Dezember 2015, 08:35, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

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Ihre Herzsistr dachte wohl wirklich, sie wäre so dumm, dass sie nicht bemerken würde, dass Rannveig Wasser in ihren Met gemischt hatte. Oder vielmehr Met in Wasser.

Dennoch war sie zu benebelt gewesen, Einspruch zu erheben. Das hitzige Gespräch in der Halle tat sein Stück noch dazu. Ahnenbaumwächter hin, Ahnenbaumwächter her. Tradition hier, Tradition des Wüstenvolkes da.
Und dann noch den Arsch hinhalten.

Anndra machte sich Gedanken, warum Ulfrik alleine in das Feindeslager gegangen war. Unverantwortlich. Aber der Kerl begriff einfach nicht, dass sie sich Sorgen um ihn machte.

Der Kragen des Überkleides roch nach Met. Mehrmals goss sie sich in der Halle das gute Zeug über ihre Mundwinkel. War die Hand-Mund-Koordination nicht mehr wirklich so gut gewesen.

Sie hatte mehrmals geträumt, dass Skadi niedergeschlagen wurde. Immer wieder wurde sie wach und trank aus dem Metschlauch. Dass sich der Geschmack veränderte wurde ihr erst am Morgen bewusst, als sie aufstand. Den Schluck spuckte sie in das Feuer und fuhr mit der Hand über ihren Mund.

Sie gab ihrem Kerl noch einige Mondläufe. Er würde zu ihr zurückkehren. Da war sie sich sicher.

Bölkend lief sie leicht schwankend durch das Fort: "Welche Sau hat mey Met verhunzelt! Mey Fresse!"
Gast

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Keiner meldete sich. Das Fort war gerade wie leergefegt. Gingen wohl alle ihren 'Pflichten' nach.

Vor sich hermaulend - ihre Laune war mal wieder wunderbar - stiefelte sie durch den Schnee zur Kutsche. Einen Schluck Met fand sich dabei in ihren Mund. Wie alle die anderen zuvor auch. Sie hatte aufgehört zu zählen.
Das Knirschen des Schnees beruhigte ihr Gemüt ein wenig, als sie den Kutscher anraunzte nach Adoran zu fahren.

Die Thyrin lief durch die Straßen der Stadt und wusste selbst nicht, was sie hier überhaupt suchte. Das Handelshaus des Rudels war nicht mehr hier. Der Ort, an dem sie den einen oder anderen Met getrunken hatte oder die Pferdewurst an Städdern verjubelt hatte war weg.

So gelangte sie letztendlich zur Kirche und schaute empor. Imposantes Gebäude. Nur kalt. Aber passend zum Winter.
Also betrat sie das Gebäude und kam gleich ins Stocken: Schnee IN der Kirche?

[img]http://fs5.directupload.net/images/151212/9grws67b.jpg[/img]

Manchmal hatten die Städder sie nicht mehr alle. Das würde sie im Fort erzählen. Bei einem oder zwei Metschläuchen...
Gast

Beitrag von Gast »

Und wieder brüllte Elof jedem der es hören wollte oder auch nicht ins Ohr.

Rannveig brüllte er am heutigen Tage schon zum 100. mal ins Ohr.
Sie hatte schon beim ersten Mal verstanden, dass am ersten Tag der Woche der Thain die Geschichte von Grimwould allen Clanlern erzählen würde.
Und auch beim zweiten Male und auch beim dritten und allen drauf folgenden.

Anndra kotzte sich die Seele aus dem Leib, wärend Asleif ihr endlich den Kopf zurecht stutze, einer der Wenigen, der sich keine Sorgen machten brauchte, dass er dabei den Kopf durch Anndras Hand verliert.
Und was tat Elof?
Er brüllte wieder durchs ganze Fort rum, dass der Thain zum Abend einlud.

Hunderte Male warnte Ranni ihren Brodir, dass es reicht, jedem nur einmal Bescheid zu geben, sonst würde er irgendwann den Dreck vom Boden fressen, wenn er nicht endlich aufhören würde.
Heute war es soweit...
Nachdem der Zwerg das Fort verlassen hatte und Asleif ihrer Herzsistr den Kopf wusch, brüllt Elof wieder rum... Ranni entschied, für den heutigen Tag das letzte Mal.
Sie trat auf ihn zu und setzte ihre einzigartige weibliche Fähigkeiten des Tiefsschlages gegen Elof ein.
Der Thyre brach wimmernd zusammen und krümmte sich am Boden, die Hände schützend vor sein Gemächt gelegt. Doch die Schneiderin war noch nicht fertig mit ihm. Seit Tagen trug sie Socken bei sich, welche mehrere Tage nicht ausgezogen wurden. Hart vor Schweiss und Dreck und bis zum Himmel stinkend, wurden sie dem armen Elof, welcher panisch den Kopf schüttelte, in den Mund gestopft.
Warnend richtet sie sich vor ihm auf und erklärte ihm, sollte er nocheinmal sein Mundwerk ungefragt öffnen, würde er sein Leben lang eine Henne bleiben und sich nie mehr davon erholen
Gast

Beitrag von Gast »

*gelöscht*
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 19. Dezember 2015, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

]Sie war abgehärtet, aber Asleifs Worte trafen genau da, wo es weh tat. Im Herzen. "Dey bist ne Schande für dat Rudel für de Ahnen un für dey selbst". Immer wieder drangen seine gebrüllten Worte in ihren Kopf. Letztendlich hatte er Recht. Sicher. Was für ein oberstes Schwert ist sie, wenn sie vegetierend in ihrem Zimmer rumlag und im Met und den selben Gewandungen rumliegt?
Selbst dem Ritual konnte sie nicht beiwohnen, weil die Wirkung des Mets sie vollkommen eingenommen hatte.

Die Schläge die sie von Asleif kassierte waren ihr egal. Schmerz konnte man gut ausblenden, gerade dann, wenn man selbst wütend wurde. Aber die Worte...

Ordentlich gebadet, das Haar gesäubert, neue Gewandung am Körper reinigte sie nun auch ihr Zimmer. Die Metschläuche hatte sie mit Ranni - ihrer Herzschwester- entsorgt. Zumindest in die Küche gestellt, damit die anderen etwas davon hatten.
Heute würde das Treffen der Kaluren und deren Kampfübung stattfinden. Sie musste noch einige Dinge tuen und so schob sie ein Brett in den Kerleraum. Tür einen spaltbreit auf, Brett reingeworfen, Türe zu.
  • Hossa Runar,

    heut' sey dat Treffen mit de Kaluren. Eigentley wollt mey dahin gehe, au wenn später als zur achten Abendstund'. Avver mey hav no ne Pflicht auszuübe. Darum möcht' mey, dat dey dat Ranni begleitest un mey vertrittst. Dey schaffst det scho un mey glaub an dey, Kerl. Hau denen de Fresse eyn un mach se no a Kopp kleener.

    Stolz un Ehr'
Anndra
Gast

Beitrag von Gast »

Da war sie nun mit ihrem Zwilling.
Eine Gebrochene Nase. Ein Rudel was sie herzlich aufnahm. Ein Thain. Ein Jarl. Zwei Shamanen.
Ihr Ahnen seh ich Doppelt.

Sie Merkte das das Rudel sich freute eine neue Schmiedin in ihren Reihen zu haben. Klar sie war noch nicht Meisterin. Aber viel fehlte ja nicht um endlich ihr Siegel auch an den Waffen und Rüstungen anbringen zu dürfen.
Nur noch ein wenig Übung, nur noch ein bisschen.

Als sie so in der Mine stand, überlegte sie über die einzelnen Rudelmitglieder, die sie schon kennen lernen durfte, und machte sich geistige Notizen:

Anndra --- besser ausweichen sonnst ist wieder was Kaputt
Rannveig --- irgendwie. wie die Rudelmama "Dey geh in die Felle Wisgard, genug geschuftet heut" *schüttelt sich und lacht herzlich*
Norwin --- Macht alles heile, wird aber gerne vom Drachen gefressen
Galmmad --- Redet nicht viel
Norwiga --- zweite Rudelmah, besorgt um jeden und kümmert sich gerne ums Fressen und Saufen
Runar --- Irgendwie ein lustiger Kerl, hat was von ihrem Kerl Sindolf
Urda --- Spazierengehen mit ihr ist schön. Sie erzählt viel und gibt so informationen weiter.
Sunnifa --- hat sich gleich den spruch von unserer Mah gemerkt
Bernulf --- ich glaube er wird noch viel schimpfen mit mir und Wishart

Was sie noch erwartet wird sich zeigen und hoft das die Dame im Wind sie nicht wieder weghohlt.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 29. Dezember 2015, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Norwiga schlich durch den Wald und kam Dank der Geister wieder in die richtige Richtung, sie führten sie zum Fort wo sie hin gehörte, auch wenn sie sich an einiges nicht erinnern konnte , spürte sie , das sie richtig angekommen war.
Langsam kamen die Erinnerungen hoch als jemand hinter sie stand und auf sie zu rannte. Normalerweise aus Reflex hätte sie den eine runter gekloppt aber der schien sie zu kennen und sie war noch geschwächt.
Sie musste sich erinnern und nutzte jede Gelegenheit.
Norwin empfang sie und merkte schnell das sie anders war auch Thorlav war dort der erklärte das sie einen Kerl hat und der sie freudig begrüßte- den sie eigentlich eine geplättet hätte weil sie niemanden erkannte.

Sie guckte sich alles an und Bruchteile von Erinnerungen fügte sie zusammen:

Der Balron auf die letzte Jagd, oh wie naiv sie war. Warum stellte sie sich den allein gegenüber.
Sie war nicht in der Verfassung ihm allein zu erlegen und seine klaue erwischte sie am Bauch das sie viel Blut verlor, als sie zu Boden ging und sich am Bauch fasste, die Hand sich an sah , sah sie das Blut und ihre Diamant Rüstung war zerfetzt, sie dachte an ihren Dah , als sie sehen musste wo sie zum Schiff auf sein Befehl hin alle Weiber und Welpen bringen sollte, was sie tat, das er auch so zerfleischt wurde.
Ihr Dah wachte weiterhin über Norwiga und sie stand wankend auf um ihre nordmannsklinge im Balron zu versenken, die so stecken blieb das sie die nicht mehr raus bekam , der Balron war so euphorisch das er ihr so eine verpasste das sie weit flog und bei ihr die Lichter aus gingen.

Sie weiß nicht wie lange es dauerte, ohne Zeitgefühl sah sie Nebel und spürte ihre Ahnen, doch ihre Zeit war noch nicht gekommen. Sie spürte auf ihre Haut den wind und öffnete die Augen, wie in Trance sah sie sich um und war irgendwo in ein Loch wo sie raus kroch zwischen Skelette und andere eklige Dinge was dort lag um sie rum, sie griff nach Gelumpe was noch so rum lag ,denn sie war nackt und verdreckt.
Als sie aus dem Loch raus kam war es grell hell das ihre Augen schmerzten aber auch ihr ganzer Körper. So streifte Norwiga durch die Wälder orientierungslos, doch sie war nie allein, sie spürte die Anwesenheit der Tiere, Hirsche und Bären die sie an sahen und auch das Wolfs Geheul vernahm sie leise als würde die für sie singen und geleiten.
Als sie an ein Wasser Tümpel kam reinigte sie sich erstmal vom Kadaver Dreck.
Die klänge in ihren Ohren vom Wolfs Geheul und der Wind der sie immer wieder umgab weichte nicht von ihre Seite und so folgte sie verlodert die Gesänge durch die Wälder bis sie zum Gatter von Wulfgard an kam.

Nun stand Norwiga da, mit Kerle die ihr Gedächtnis auffrischten.
Als Norwin mit ihr allein war sah er es ihr den Schmerz an, das sie sich auch am Bauch fest hielt.
Erst als er sie mit auf sein Zimmer nahm und sich es ansah, blickte er so drein als wenn er frisch vom Donnerbalken kam. Eine Mischung von Freude und Schmerz.

Er sagte: „Durch den Schmutz und dey tyefen Wunden hat es sey entzündet, mey muss es noch mal öffnen und reynygen.“

Indem er das sagte gab er Norwiga Met und steckte sie ein Beißstöckchen ins Maul.
Tief holte sie Luft und er schnipselte das Unterhemd stück für stück weg das angeklebt war an die Wunde.
Bei jedem gewimmer den sie von sich gab, litt Norwin mit.

Seine Worte waren: „ es muss seyn.“

Erst als der Verband drum war spuckte sie den Beißstock weg.
Sie war fix und fertig und wollte nur schlafen.
Norwin war kurz weg und kam mit Thain Bernulf hinein.
Er war auch besorgt und stellte Fragen die einfach waren zu beantworten, doch unter den Fusel und die Schmerzen kamen wirre Worte raus und sie sagte das Norwin beim Bauch schnippelte.
Bernulf guckte irgendwie entsetzt drein, ein blick als dachte er das da vielleicht ein Welpe drin war?

Er wollte Aufklärung und laut sagte er: „ Norwin! was sey myt das Weib los.“

Norwin erzählte es ihm und somit war Bernulf sein Gesichtsausdruck wieder anders.
Sie redeten wohl noch vor die Tür, Norwiga war so geschwächt das sie denn auch einschlief.

Fast Zwei Tage schlief sie und als sie aufwachte machte sie den Verband ab, der eh fast ab viel.
Langsam rappelte sie sich auf und streunte durchs Fort.
Immer mehr Erinnerungen kamen und auch ihr altes Wesen kam immer mehr durch.
Bernulf kam in die Halle und Norwiga kümmerte sich brav wie es sich als Weib gehört um sein wohl.
Sie fand nur Quark mit Kräutergedöns und steuerte auf die Küche zu.
Ihr Thain braucht Fleisch, Kerle brauchen Fleisch und so versorgte sie ihm, auch Met wie es sich gehört. Zwar schlich sie noch aber man merkte dass sie sich enorm schnell erholte, von Tag zu Tag mehr.
Aber was war nur mit die Halle los, überall Rosa Schweinchen und krüppelbäume in Töpfe was sich wohl Tanne nennt.
Recht seltsam, dazu noch so bunte Dinger drum rum.
Bernulf war auch nicht sonderlich erfreut, was Norwiga gleich mit bekam und Städter kram gehört einfach nicht zu uns.
Norwiga machte sich dran auf zu räumen, Thain war schon schlafen, aber ihm ließ es wohl keine Ruhe. Kein Wunder wenn die Wände knarzen und spänne vom Dach Gebälk rieseln als wenn Termiten drin hockten. Es machte sich was bemerkbar von Unzufriedenheit und erst als der Städterkram draußen war hörte es auf.
Aber was war da noch, da flitzte jemand den sie auch nicht kannte. Ein Kerl und das auch noch in die Küche. Norwiga ging hinterher und zückte die Bratpfanne. Vorher fragte sie wer er sei und stauchte ihm zusammen. Norwin beobachtete es und amüsierte sich wie sein Weib sich mauserte.
Der Kerl war ein Schwert und stellte sich als Runar vor. Somit auch gleich die übliche Willkommenstour.

Norwiga sprach nur aus: „Wyllkommen Runar.“ Und in den gleichen Atemzug ballerte sie ihm die Pfanne um die Ohren.

Er war ein wenig bedröppelt aber auch er klatschte ihr eine, aber nicht so stark wie ihr Pfannen ging gong.
Sie unterschätzte sich nämlich und vergaß ihre Wunde für den Moment, die enorm am Bauch zog durch die Wucht. Aber so ist ein Clanschwert. Zähne zusammen beißen und stark sein.

So war auch der Tag, eigentlich halbe Nacht rum und alle gingen zu Bett.
Gast

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Die Nase hatte sie gebrochen. Konnte sie abhaken. War nichts besonderes eigentlich. Nur hatte Wisgard wohl nicht damit gerechnet, dass es Claner gibt, die den Weibern genauso eine langen wie es gegenüber den Kerlen so Sitte war.
Anndra gehörte zu diesem Schlag.
Nachdem sie nun eine Weile im Wald gewesen war um dunkles Fell für ihre Herzsistr zu besorgen kehrte sie in das Fort ein und griff gleich nach einem Brett:
  • Hossa Norwin-Kleyner,

    mey werd nu vom Jarl zum Anundre erzoge un der Kerl hat mey de Aufgabe jegeben, mey bei dey zu erkunden wat damals mit de Ulfrik vorjefalle war. Dey hast ihn wohl zusammenjeflickt un der Kerl hat sey wohl anners gefühlt. Wat au immer. Kannst mey da von berichte? Ludwina oder wye dat Weyb hiess, soll wohl bei dem Fall dabei gewese sein.
    Sach an, wann mey dey überrumpeln kann für ne kleine Palaverrunde ohne Met.

    Anndra
Mit einem hölzernen Scheppern wurde das Brett in den Kerleraum geworfen. Ob sie nun Gefahr läuft, jemanden mit diesem Wurf zu treffen war der Thyrin herzlich egal. Sollte er ruhig sein Maul aufreissen, dann hatte sie wenigstens einen Grund, ihm jenes zu stopfen.

Mit leerem Methorn setzte Anndra sich an die Klippen und ließ ihre Gedanken schweifen...
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 30. Dezember 2015, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

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"Versoffene Kuh." Ja, das hatte gesessen. Und das von Norwin. Er war immer für jeden da. Könnte fast ihr Dah sein. Der Schnee musste heute regelrecht bluten. Die gerüsteten Füsse stiefelten durch den Schnee und traten ihn fast schon im regelmässigen Rhythmus zur Seite.
Aber versoffen würde sie nicht mehr sein. Das Versprechen würde sie nicht brechen. An der Klippe angekommen liess sie ihren Blick über die Weiten des Meeres schweifen. Den Fellumhang, den sie für die Nacht mitgenommen hatte, zog sie eng um ihren gerüsteten Körper.

"Feiger Städder." Das war bislang die schlimmste Beleidigung, die ihr jemals ein Claner entgegengebracht hatte, nur weil sie ihn herzlich im Rudel willkommen heissen wollte. Was konnte sie dafür, wenn er und seine Zwillingsschwester so zart besaitet waren? Stand ihnen das auf der Stirn geschrieben? Hätten sie wenigstens ihr Maul aufgemacht, bevor die Faust ins Gesicht geflogen war und dem Weib Tage zuvor die Nase brach und seine lediglich zum bluten brachte.

"Wenn das im Ring passiert, gut, aber der Thain will nie wieder Blut bei der Begrüssung sehen." Das waren Urda's Worte.

Fortan würde sie die neuen Claner nur noch im Ring begrüssen. Da würde ihr niemand etwas vorwerfen können. Ansonsten wird ignoriert. Das war immerhin ein Lösungsweg bevor ihr wieder vorgeworfen wurde, dass Anndra nicht in der Lage sei, ihre Kraft nicht kontrollieren zu können. So ein Schwachsinn. Wie der Berserker sich anfühlt wusste die Thyrin hingegen noch nicht.

Es wurde Zeit, dass ihre Herzsistr vom Meditationslauf zurückkehrte. Ihr konnte sie in Ruhe die Ohren vollsabbeln ohne ausfallend zu werden.

"Alle so verweichlicht. Aber wie Norwin es so schön sagte: Sey Anndra zu hart byst dey zu schwach." Das war der letzte Gedanke, der Anndra durch den Kopf schwirrte ehe sie der Schlaf übermannte.
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Wisgard jagte Elche, Rehe und Wildschweine für den Fleischbestand, wütend über sich selber und zornig ging sie an die Sache ran.

"Eyne Lösung muss her um endlich Ruhe zu finden. Anndra so zu beleidigen war ney gut. Is ney yut. Wey wollen ja hier in Ruhe und Frieden Arbeiten und ney Zoffen mit dem Rudel. Mey brauch eine Lösung."

Mit geziehlten Stichen ging sie auf die Tiere Los um ihnen schnell den Gar auszumachen und um sie danach auszuweiden und die Rohstoffe nach Wulfgard zu bringen.

Sie gab Aswin ihr Pferd, der es sogleich abräumte und die dinge verstaute. Wisgard stampfte in die Halle und blickte zum Jarl.

"Asleif, mey will einen Tradiodionellen Faustkampf gegen de Anndra, mey will dat aus der Welt schafen."
Asleif nickte und sprach das er es ihr ausrichten würde.
Runar erhob kurz Protest, da er der meinung war Wishart soll sich in den Ring stellen, doch wohl war Asleif ebenfalls dafür jenes endlich ein Ende zu geben.
Jeder wusste Zoff im Rudel ist nicht gut, es kann es sogar Spalten, sollte es überhand nehmen.

Wisgard wendete sich um und ging in den Ring. Übte an der Puppe, Schläge festen stand. Wie sie es zwar mal gelernt hatte, aber es warlange her.
Ihre Schläge waren jene einer Schmiedin, von oben nach unten. Ein Nachteil.
Das merkte Runar recht schnell und gab ihr Tips, die Wisgard recht schnell aber noch nicht gekonnt umsetzte.

Am nächsten Morgen machte sich Wisgard auf in die Mine, auch hier hatte sie noch viel zu tun.
Die Bestände müssen aufgefüllt werden. Kohle Eisen Silber Pyrian Cölium Diamant.
Garnicht so einfach, doch auch jenes war machbar.
So arbeitete sie bis in die Nacht und würde erst am nächsten Tag wieder in Wulfgard erscheinen.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 8. Januar 2016, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Irgendwie war sie mit dem gestrigen Verlauf zufrieden.
Weniger damit, dass sie Runar grade am liebsten den Hals umdrehen würde um in aus seinem Loch rauszuholen, oder dass sie es versäumt hatte, im Eifer des Gefechtes sich dem neuen Clanler vorzustellen, sonder die getroffenen Entscheidung Bernulfs stellte sie irgendwie zufrieden.

"Runar, dey wirst den Händen helfen, um ihre Arbeyt kennen und schätzen zu lernen.
Rannveig, dey sollst dey wie eyn Schwert fühlen, hol dey Hilfe dazu"


Nach den Ereignissen wälzte sie sich in einen unruhigen Schlaf, zwischendurch immer wieder aufstehend und rastlos in ihrem nur notdürftig eingerichteten Zimmer umhertigernd.
Kaum schienen die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster wacht sie auch ermattet auf und rappelte sich aus den Felle.
Den typischen, täglichen Rundgang zum Hof um die Tiere zu versorgen brachte sie hinter sich und traf, zurück im Fort, auf ihre Herzsistr.

Das Grinsen auf Anndras Gesicht besserte Rannis Laune nicht sonderlich, so eröffente sie ihr die gestrige Entscheidung des Thains, in der Hoffnung, dass wenigstens das Grinsen verschwinden würde.
Entgegen ihrer Erwartung, schien dies ihre Herzsistr nicht wirklich zu stören, sondern kurz verschwunden, kam sie mit einem Waffengurt zurück, welchen Ranni sich umschnallte während Anndra ihr erklärte, wie sie sich mit jenem zu bewegen habe.
Wegen der kommenden Klopperei zwischen den Clanlern, nahm Anndra sie auch mit auf ihr Zimmer und erklärte ihr die wichtigstens Tränke und deren Wirken für ein Schwert.
Auch erklärte sie ihr die Vorgehensweise, wen man in einem Kampf als erstes ins Visier nahm, um schnell der gegnerischen Partei Herr zu werden.

"My sey ehrley Weyb.
Manchmal wünscht mev, dat dev a Schwert jeworden sev"


Die Worte ihrer Herzsistr rührten Ranni bis ins Herz und sie gestand Anndra, dass die Schneiderei für sie nicht mehr das gleiche sei wie früher. Es beruhigte und befriedigte sie nicht mehr. Zwar war sie Stolz auf ihre geschneiderten Werke, aber das Gefühl der Zufriedenheit stellte sich nicht mehr ein.
Auf ihrem Lauf, wenn sie erschöpft einschlief und am nächsten Morgen erwachte, hatte sie stets nur verschwommene Erinnerungen an die Schlachten, an welchen Ranni wärend Schwingenstein teilnahm. Jedoch entsprachen die Details nicht den tatsächlichen Ereignissen. Ranni stand nicht hinten bei den Schützen und Fuchtlern, an ihrer Seite ein Schwert zu ihrer Sicherheit, sie stand in vorderer Reihe mit einem Schwert in der Hand, neben ihr die anderen Clansschwerter.
Ihrer Herzsistr jedoch überlässt sie die Entscheidung, ob Ranni wirklich geeignet ist, den Weg eines Schwertes zu bestreiten.

Anndra reichte ihr einen von Rannis selber gebastelten Konstuktionen, ein stabiler Gürtel welcher mit Trägern, am Rücken überkreuzt, besseren Halt bietet und überall Beutel für Sand angebracht hat.

"Wenn dey Zeyt hast kann dey dey Körper a weng trainiere...
Wenn et anfängt zu brennen sey dey im richtigen Bereich.
Lauf erstmal fünf Runde sou um de Insel.
Nur auf dey Herz hören, Herzsistr. Wenn et anfängt weh zu tuen halte no a weng aus, dann sey dey aufn richtigen Weg"



Am Nachmittag im Fort angekommen, spürte sie bis auf die Zunge, jeden Muskel schmerzen.
Runars Kommentare waren ihr gleich, der Schlag in Nacken war ihr gleich, sie war einfach nur froh, als sie sich auf den harten Boden der Handwerksecke legen konnte, die Arme von sich gestreckt und auf den erlösenden, jedoch sich weigernden, Tod wartete.

"Als alle geschlafen haben bin ich runden gelaufen oder hab mich hingestellt und das Schild angehoben
Es gab viele Nächte in denen ich vor Schmerz nicht schlafen konnte
Aber merk dir, Schmerz ist was gutes...erst wenn du keine Schmerzen mehr hast machst du was falsch"


"Also ist das Gefühl wohl normal, dass ich grade einfach sterben will? Nur damit ich nichts mehr spüren muss?"

"Aye ist es
Und dann stehst du auf und machst das selbe nochmal"



Sie macht nicht das Selbe nochmal, nicht heute
Gast

Beitrag von Gast »

Der Eisball hatte recht schmerzhaft getroffen. Skjarlav sank mit schmerzverzerrtem Gesicht in sich zusammen, als die Eiskugel sein Gemächt traf. Beabsichtigt war das keinesfalls aber einen Denkzettel hatte der Kerl schon verdient. Innerlich zerriss es sie ihn so zu sehen. Einerseits war da das gute Gefühl ihn zum Schweigen gebracht zu haben aber andererseits wollte sie seine Zukunft was Welpen anging nicht wirklich beeinträchtigen.

Gut, dass sie sich sowieso gerade zu den Klippen aufmachen wollte, denn der Hüne näherte sich ihr mit langsamen Schritten. Die Faust hatte sie jetzt wirklich redlich verdient. "Stolz un Ehr'! Willst mey kloppen, dann müssen wa dat verschiebe."

An den Klippen angekommen hing sie wieder ihren Gedanken nach. Dabei rückte das Verlangen nach Met immer weiter in den Hintergrund. Zu sehr war sie bestrebt, den Weg des Anundre einzuschlagen, als dass sie das nun in Gefahr bringen würde.

Am nächsten Tag schlurfte die Thyrin zum Lagerfeuer. Skjarlav saß dort bereits und starrte wie eh und je ins Feuer. Manchmal fragte sie sich, ob er darin etwas besonderes sah oder er den Blick in das Feuer benötigte um seinen Kopf leer zu bekommen.
Provokant hockte sie sich einfach daneben. Sie wusste was folgen sollte. Und genau das traf ein. Dey Maul muss gestopft werden.", waren die Worte des Hünen und nickte zum Ring hinüber.

Schläge? Austeilen und Einstecken? Ja das kann sie jetzt gut gebrauchen. Und es wurde ein reiner Schlagabtausch. Wenn sie die Schwäche von Skjarlav erkannte wusste sie genau wohin sie treten und schlagen musste. Ihren Ellenbogen bekam Skjarlav mehrmals in sein Gesicht, seine Faust traf hart ihres. Ob eine gebrochene Nase oder nicht, das war Anndra herzlich egal. Sie spürte rasch, dass sie wie im Rausch sich seinen Schlägen hingab und gleichzeitig ihre austeilte.

Bis zu dem Punkt, als Skjarlav ihr die Beine wegzog und sie schutzlos und somit schmerzhaft auf ihr Steissbein fiel. Der Schmerz ruckte durch ihren Körper dabei fiel er selbst zu Boden.
Nun war der Punkt erreicht wo der Kampf für sie beendet war. Sie hatte noch viel zu lernen, aber das war mitunter die Aufgabe eines Sturmheulers. Strets bestrebt voranzukommen.

Als Anndra sich mühseelig auf die Knie begab half der Hüne ihr in den Stand. Mit Matsch besudelt stand die blonde Thyrin nun mit braunen Haaren vor ihm und spuckte die Blutspeichelmischung in den jungfräulichen, weissen Schnee.

Das währenddessen ihre Herzsistr unter den Händen von Norwin leiden musste, bekam sie nur nebenher mit. Ihr gellender Schrei hingegen hatte sie vernommen. Aber letztendlich wurde Rannveigs Nase endlich gerichtet und sie beschloss, die Nase von Runar ebenfalls zu richten.

Ihm gehörte der Kopf gewaschen und so begab sie sich nun humpelnd zum Feuer und schwor sich, erst einmal nicht mehr Platz zu nehmen sondern stehend alles um sie herum wahrzunehmen. Das Schlafen müsste erstmal aussetzen...
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