Kiara Salberg ....

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Gast

Kiara Salberg ....

Beitrag von Gast »

... Ein Leben, Eine Familie, Ein Tot


Die Fenster waren mit Eissternen behängt und schaute man in den Himmel war es düster geworden. Ja der Winter war da. Die Schneeberge häuften sich im Garten. Die Familie hielt zusammen und war hier gut aufgehoben. Langsam holte sie diesen Brief aus ihrer Tasche.
Ein Auftrag --- Beschatten und Informationen sammeln.
Sie warf ihn in die Flammen des Hausfeuers und packte ihre Sachen, Tränke Rüstung und einiges an warme Kleidung um den Winter fern zu halten. Doch gewisse Dinge ließ sie zurück, Gold, etwas was sie auf ihren Reisen und Aufträgen Selten brauchte. Keylon wird es gewiss sinnvoll nutzen in ihrer Abwesenheit, doch ein Wenig natürlich hat sie immer dabei.

Ein letztes mal legt sie sich in ihr Bett in dem Haus, was Keylon extra angemietet hat. Es war Riesig aber noch immer nicht fertig. Es wird schon noch Heimelig werden. Spätestens wenn sie zurück ist wird sie dies in Angriff nehmen und einen Baumeister bemühen die Wände endlich einziehen zu lassen. Viel Ging ihr durch den Kopf was sie noch alles zu machen hatte. Doch war das alles nicht so einfach. Wie von der Tarantel gestochen sprang sie auf und legte an den großen Tisch im Hauptraum einen Zettel.

„Habe einen Auftrag angenommen, bin bald wieder zurück. Kia“

Noch einmal legte sie sich ins Bett und entschlummerte langsam.
Als der Morgen anbrach und die ersten Winterlichen Sonnenstrahlen sie Weckten machte sie sich fertig. Das Haar wurde blond Gefärbt, und mit Erde gekonnt verdreckt. Die Kleidung zerriss sie etwas so dass sie alt wirkte und im Stall rieb sie es mit Dreck ein, sodass sie gammelig Roch. So machte sie sich am Weg und blickte noch einmal Zurück zu ihrer Familie, lächelnd.

Tage vergingen bis sie am Zielort war, doch war die Reise nicht so beschwerlich wie sie es dachte. Die Nächte waren beißend kalt doch erträglich.
Sie solle einen Kerl finden der vermutlich, Informationen in die Feindliche Stadt Rahal schmuggelt und sich als Lichter Händler ausgibt und zwischen Adoran und Dem Lichten Dorf Murroll Pendelt.
Murroll war ein Rattenloch. Die Straßen verdreckt und keiner Scherte sich um den Anderen. Die Menschen schütteten ihren Dreck auf die Straße keine Rücksicht darauf ob da gerade wer ging. Die Gassen rochen nach Menschlichen Ausscheidungen. Die Häuser selber waren sehr vermodert und immer wieder konnte man aus den Seitengassen Menschen stolpern sehen, die vollständig in Bandagen eingewickelt warne. Hier Herrschte eindeutig die Beulenpest. Schnell machte sie sich am Weg ihre Zielperson zu finden.

Da das Dorf nicht Allzugross war konnte sie die Zielperson nach einigen Stunden von ihrem Aussichtspunkt erspähen.

Sie entschloss sich, der Zielperson zu folgen, um mehr Informationen über den Verdächtigen und seinen Bekannten zu erhalten. Der Weg führte sie unter anderem nach Düstersee, wo die Zielperson einige Tage verweilte und schließlich auch nach Rahal. Auf dem Weg nach Düstersee bemerkte sie jedoch einige Banditen, die der Zielperson nachsahen, sich jedoch zurück hielten und wieder im Dickicht des Waldes verschwanden.
In Rahal angekommen, redete die Zielperson mit einigen Hochrangigen Offizieren der Legion, wobei sie nicht mit bekam, welche Informationen ausgetauscht wurden. Es vergingen wieder Stunden, ehe die Zielperson zum Feiern in eine Taverne ging. Sie hörte Trinksprüche, wo man auf den Untergang Adorans anstieß. Erst beim Anbruch des nächsten Tages verließ die Zielperson etwas schwer angetrunken die Taverne und machte sich wieder auf dem Weg nach Düstersee. Dieses mal verweilte er nicht allzu lange, sondern wechselte seine Bekleidung und machte sich wieder am Weg. Aufgund des zustandes der Zielperson nutzte Kiara die Chance und betrat das Haus, welches nicht von der Zielperson nicht versperrt wurde. „Weit kann er in der Zwischenzeit nicht kommen“ murmelte sie und sah sich im Haus um. Es wurden einige Dokumente mit dem Siegel der Legion gefunden, welche sie an sich nahm, ohne sie zu öffnen und machte sich wieder am Weg, um zu ihrem Ziel aufzuschließen.
Es dauerte dank dem alkoholischen Gestank nicht sehr lange, bis sie den Mann wieder fand. Der Weg führte wieder durch Murroll, welches die Zielperson schnell verlassen wollte, was auch Kiara nicht unrecht war, da der Gestank noch beißender wurde. Der Weg führte dann weiter in Richtung Adoran, wobei sie mehrmals mit ansehen musste, wie sich die Zielperson ihres Mageninhalts entledigte, nur um diesen wieder mit Alkohol zu füllen.

Der Weg, den die Zielperson nahm, war sehr ungewöhnlich, da diese bei Bajard nicht den direkten Weg nach Adoran einschlug, sondern die Passage beim Adlerklamm nutzte. Wollte er noch in das Dorf bei Kronwalden?

Am Ende des Passes wendete sich die Zielperson nicht nach links zum Dorf, sondern wanderte gerade durch den Wald, um das Nordtor Adorans zu nutzen. Nahe des Sees wurde die Zielperson von einer unbekannten Person in Lumpenkleidern aufgehalten und beide begannen zu reden. Das Gespräch wurde schnell laut, wobei Kiara das Gespräch aus der Entfernung mithören konnte. Die Zielperson meinte „Ich werde einen Abschaum wie euch sicherlich kein Gold zahlen, um meine Identität zu wahren. Ein Fingerschnipp reicht und ihr habt es mit dem Regiment oder der Legion zu tun!“. Das Gespräch schien immer mehr zu eskalieren und die Banditen sammelten sich ringsum. Da Kiara sich inzwischen auf einen Baum versteckte und ein weißen Stoff überzog, wurde sie nicht entdeckt.
Als der Bandit auf die Zielperson einstach, konnte sie nicht länger am Baum verweilen und sprang nach unten. Sie Griff nach Ihrem Bogen und schoss einen Pfeil in die Brust des Banditen, der auf die Zielperson einstach. Die Banditen ringsum bemerkten sie sofort und gingen auf sie los. Es vergingen einige Minuten des Kampfes, wobei Kiara merkte, dass sie der Überzahl der Banditen nicht Herr werden konnte. In letzter Verzweiflung zog sie einen Feuerpfeil und schoss diesen in die Luft, in der Hoffnung, dass das Regiment diesen sehen würde und zu Hilfe eilt.
Weiterhin wehrte sie sich aufs Äußerte und setzte ihr Komplettes können im Kampf ein um sich zu wehren. Doch war ihr können nicht gut genug, einer stach im Hinterhalt mehrfach auf sie ein und durch den Schmerz den sie spürte und das Blut was langsam aber stetig ihren Körper verlies, brach sie endgültig zusammen. Die Banditen ließen sie und den Händler liegen, durchwühlten sie noch und nahmen alles an sich was irgendwie von wert war, ebenso auch die Dokumente der Legion. Immer wieder Probierte Kiara ihre letzten Lebensgeister zu wecken um aufzustehen. Doch dieses Mal verließ sie die Kraft und entschlummerte in den Endlosen schlaf um in Eluivs Schoss aufgenommen zu werden.
Zahrak Salberg

Beitrag von Zahrak Salberg »

"Ach, Key! Wo ich dich grade sehe.. Weißt du was von Kia? Sie wohnt doch noch bei dir, oder?"
"Klar. Sie hat eine Nachricht hinterlassen. Habe ich aber gestern spät erst gelesen, als ich von der Wache heim kam. Sie meinte, sie hat einen Auftrag und kommt bald wieder."
"Ah. Und das 'bald' ist nun wie lange genau her?"
"Öhm.. Also ich habe sie schon ein paar Tage nicht mehr gesehen. Aber du weißt ja, dass ich auch nicht viel hier bin."
"Aye. Meine letzte Erinnerung reicht aber ziemlich genau an den Anfang des Mondes zurück. Das heißt, sie muss irgendwann innerhalb der letzten zwei Wochenläufe schon los sein. Ein bisschen lange für 'bald', oder?"
"Nun mach dir mal nicht so einen Kopf, Zak. Du weißt, dass sie auf sich aufpassen kann."
"Klar, Key. Aber sie wollte damit aufhören. Erinnerst du dich nicht mehr? Das muss was Wichtiges sein, wenn sie doch wieder angefangen hat und Wichtige Aufträge-"
"-sind gefährlicher! Verdammt, wir müssen sie suchen."
"Das sag ich doch die ganze Zeit."
"Nein, aber.. ja! Los jetzt! Du- Nein, du suchst nach Hinweisen hier im Haus. Ich reite das Reich ab."
"Ich kann auch mit kommen."
"Dein Fuß, Zak."
"Ist ja gut. Ich bin schon oben."
"Bis später!"
"Aye. Aber pass auf dich auf!"
"Klar doch. Mach dir keine Sorgen."
"Schon zu spät, Bruderherz. Schon zu spät."
*Nach diesem Dialog mitten in Kronwalden trennten sich die Wege der beiden Brüder. Wie vereinbart, begab Keylon sich zu den Stallungen und sattelte sein Pferd, um das Herzogtum abzureiten und nach seiner Schwester zu suchen. Währenddessen ging Zahrak ins gemeinsame Haus der Beiden rein und durchforste das Zimmer der kleinen Schwester.
Schminke, Kleider, Waffen, ein Haufen Pergamente.. Alles, was sie als Kiara Salberg identifizieren könnte, hatte sie wie so oft zu Hause gelassen. Typisch, wenn sie Aufträgen nach ging, die mit verdeckten Ermittlungen zu tun hatten. So viel hatte er mittlerweile verstanden. Soweit aber nichts ungewöhnliches. Weiter wurde gesucht..
Briefe mit der Adelsfamilie, die ihr geholfen hatte wieder auf die Beine zu kommen. Doch auch hier stand nichts drin, was Zahrak nicht auch so schon gewusst hätte...
Angefangene Briefkontakte und Baupläne für die letzten Arbeiten am Haus. Das hatte er sich zumindest schon gedacht, dass sie es war und nicht Keylon, der sich darum kümmert. Immerhin war sie auch die mit der dickeren Geldbörse.
Es wurden die Schubladen des Schreibtisches geöffnet. Doch da fand er nur einen Schlüssel, welcher zwischen unzähligen verstaubten Pergamenten lag. Warum bewahrte man dort einen einzelnen Schlüssel auf? Gut, den ganzen Schlüsselbund hätte er vielleicht noch verstanden. Aber einen? Sie besaß doch wohl mehr als einen. Mit kraus gezogener Stirn verglich er den Schlüssel optisch mit denen, die er alle so besaß. Zwei dicke Schlüsselbunde. Das dauerte. Doch schließlich.. fand er keinen identischen. Schwer ausatmend blickte er sich im Raum um und suchte vergebens nach einer Kiste, zu der der Schlüssel vielleicht gehören konnte. Oder einer Schublade. Einer Tür, die es aber eh viel zu wenig in diesem Haus gab. Zwischendurch hatte er sich entnervt auf dem Boden nieder gelassen und die ganze Sache aus einer anderen Perspektive betrachtet. Er hatte sich sogar versucht vorzustellen, was aus der Sicht eines Mannsweib, wie es seine Schwester in seinen Augen war so wichtig sein konnte, dass man es verstecken müsste. Und da fiel ihm auf einmal der Teppich auf, wie er total zerknittert da lag, als hätte man den Schrank darauf verschoben, aber nicht wieder alles ordentlich gemacht. Zugegeben war niemand der Ordentlichste in der Salberg-Familie. Er gehörte schon zu den Extremisten, verglichen mit seinen Geschwistern. Aber das stank irgendwie ein wenig...
Also drückte er sich wieder auf und versuchte mit aller Gewalt den Schrank von seinem aktuellen Standort wegzuschieben. Irgendwann gelang es ihm auch mit nur einem Fuß als Stütze und es offenbarte sich ihm kurz darauf eine Bodenklappe. Wieso war so etwas nötig, im eigenen Heim? Hatte sie wirklich so extreme Geheimnisse vor ihren eigenen Verwandten? Fast hätte er vergessen, warum er diese Klappe frei geräumt hatte, da fiel ihm wieder der Schlüssel ein und er steckte ihn einfach einmal probehalber ins Schlüsselloch. Und er passte.. Innerlich schon etwas zufrieden mit seiner erbrachten Leistung zuckten die Mundwinkel kurz hoch, ehe er auch schon mit etwas mehr Kraftaufwand die Klappe hoch zog. Ein dumpfer Ton erklang, als sie auf den Dielen aufprallte. Gut, eine Sache war definitiv beruhigend und irgendwie auch logisch: Es führte keine Treppe runter. Das hätte man ja auch wohl gesehen, vom Wohnraum aus. Der lag immerhin genau unter Kiaras Zimmer. Aber es war eine kleine Niesche, in der ein weiteres Pergament lag. Sorgsam ausgewählt und noch sorgsamer beschrieben. Bereits die ersten Worte ließen ihn schwer schlucken...*

Mein letzter Wille
*Der Blick fiel noch mal auf den Zettel, auf dem sie geschrieben hatte, dass sie weg sei und bald wieder käme. Dann erinnerte er sich genaustens daran zurück, wann er seine Schwester das letzte Mal gesehen hatte. Es war an einem verhältnismäßig warmen Wintertag gewesen. Sie hatte sich dazu breitschlagen lassen auf Millie aufzupassen, weil Amelie, Keylon und Zahrak alle arbeiten waren und die Nichte sich ja so erkältet hatte, als sie mit Keylon ins Eiswasser eingebrochen war. Danach.. war nichts mehr mit Treffen gewesen. Nicht einmal zwischen Tür und Angel. Sie konnte also schon ganze 10 Tage unterwegs sein. Das war definitiv zu lange, ohne Zwischenmeldung. Neuerlich schwer ausatmend richtete Zahrak sich schlussendlich wieder auf, nahm das Testament, sowie das Schreiben von kurz vor ihrem Aufbruch und steckte beides sorgsam ein. Dann ging er zu den Stallungen rüber und erfragte, wann seine Schwester hier das letzte Mal gesehen wurde. Man konnte keinen genauen Tag nenne, aber es musste so zwischen dem 10. und 13. Alatner gewesen sein. Sich noch bedankend ging er erstmal wieder rein und wartet auf seinen Bruder. Vielleicht hatte dieser ja auch noch mehr heraus gefunden...*
Zuletzt geändert von Zahrak Salberg am Donnerstag 24. Dezember 2015, 23:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Keylon von Salberg
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Beitrag von Keylon von Salberg »

Das Reich absuchen, klang so einfach und doch war es eher unsinnig.
Kiara würde sich nicht unbedingt nur im Reich aufhalten. Sie war Arwans Geheimwaffe gegen, Reichsfeinde, Hinterhalte und andere Vergehen gegen das lichte Reich und Temora.
Der Gedanke das sie vielleicht in Rahal bei Dazen war, ließen ihn seine Suche ausweiten, einfach in der Hoffnung seine Schwester zu finden.
Bajard, bis hinzu den Grenzen Rahals stattete er einen Besuch ab.
Jede freie Minute nutzte er für die Suche, und im Stillen verfluchte er seinen dominanten Onkel das er seine Schwester für diese Dinge einsetzte.
Sicher er setzte meist die Obrigkeiten ein und nur da wo es keine offenen Beweise gab musste Kiara ran und gerade diese Täter waren am gefährlichsten.

Die ganze Familie machte sich Sorgen.
Gut, Kiara war oft schon länger unterwegs gewesen, aber immer wieder ließ sie zwischendurch von sich hören.
Dies war jetzt nicht der Fall.
Kiara wusste doch das sie sich immer auf ihre Familie verlassen konnte.
Warum kam sie diesmal nicht zu ihnen ?
Keylon seufzte, so kalt es im Moment auch war, er schwang sich wieder auf sein Pferd und begann mit der Suche.
Das Zak irgendetwas im Haus finden würde war eher nicht zu erwarten.
Zahrak Salberg

Beitrag von Zahrak Salberg »

*Natürlich hatte Keylon nicht mehr erreichen können, als er. Enttäuschend auf der einen, ein wenig beruhigend auf der anderen Seite. Immerhin hieß das, dass Kiara noch nicht definitiv verletzt oder gar- nein, ihr ging es bestimmt gut und sie machten sich alle umsonst Sorgen. Aber sicher war sicher und so verfasste Zahrak schließlich zwei Abende später einen Brief an Kiara. Der typische Botenjunge, dessen Dienste er auch sonst für solcherlei in Anspruch genommen hatte, wurde mit jenem bestückt und auf die Suche nach der Schwester geschickt. Natürlich OHNE ihm von dem Vermissen zu erzählen. Es war alles.. wie immer. Sollte sie sich bald melden, war alles gut und wenn nicht, konnte man sich immer noch Sorgen machen. Für heute würde ein Glas oder notfalls auch zwei helfen..*

Heyho Kia,

sag mal, wie geht's dir? Hast dich lang nicht gemeldet. Du wolltest doch davon ab kommen? Bin zugegeben etwas enttäuscht zu erfahren, dass du wieder einen Auftrag angenommen hast. Aber sei's drum. Am Ende bist du alt genug zu wissen, was gut für dich ist und was nicht. Du weißt, dass ich's dir nicht lang übel nehmen werd. Meld dich aber einfach mal, damit wir wissen, dass alles gut ist. Du hast schließlich schon den Tag der kleinen Geschenke verpasst und ich wohn mittlerweile wieder bei Ami.

In Liebe
Zak

*Eine ganze Weile betrachtete er dann doch noch das Testament seiner Schwester. Es lag in der linken Hand, auf dem Schoß, während das Cognac Glas gelegentlich mit der rechten gegriffen und an den Mund geführt wurde. Millie schlief eh schon und würde nicht ohne weiteres aufwachen, nur um dann in sein Zimmer zu kommen. Also alles gut..*
Sowie man das Siegel mit einem unbekannten Wappen öffnet wird zu lesen sein:

*in geschwungener Handschrift geschrieben*

Mein letzter Wille

Im Falle meines Todes wünsche ich, Kiara Salberg, geboren am 18. 10. 233, das meine Familie nicht so sehr um mich Trauert.
Ja ich weiß ich war wenig da für euch und ich weiß Amelie dass du gerade sehr sehr viele Tränen für mich vergießt. Aber bitte, haltet mich in Erinnerung wie ich war. Eine Fröhliche aufgeschlossene Frau, die immer probiert hat ihre Familie zu beschützen.
Wenn ihr diesen Brief findet, habt ihr somit das Geheimversteck gefunden. Worin sich eben dieses Kuvert befunden hat, sowie ein Sack voller Gold, um genau zu sein 100 Kronen.
Diese Vermach ich meinem Bruder, sodass er endlich das Haus fertig einrichten lassen kann, da ich es wohl nicht mehr geschafft habe. Sollte jedoch das Gold da sein und das Haus fertig, Keylon diese Worte sind an dich Gerichtet!
VERSAUF ES NICHT! Sonst wird meine Rache Blutwurst sein!

Amelie und Zahrak, ich weiß euch Trifft das ganze hart und ich weiß ihr wolltet mich von diesen Ganzen Aufträgen und so weg bekommen. Aber mein Tun half auch den Frieden zu bewahren. Oft habt ihr nicht gewusst was ich tat, und das ist auch gut so. Viele Menschen mussten Sterben, das der Frieden so hergestellt ist wie er jetzt ist. Doch ist das Unheil was unsere Familie umgibt nicht ganz besiegt. Also passt ab jetzt noch mehr auf euch auf als was ihr es jetzt eh schon tut.
Keylon du warst mir immer mein Liebster Bruder, auch wenn wir uns oft stritten oder uns gar die Köpfe fast einschlugen. Aber unser gemeinsamer Weg den du oft nicht verstandst weil Onkel Arwan mit mir anders umging als mit dir. Es tut mir leid. Onkel Arwan sah einfach in mir ein Können und in dir den Ritter. Mein Können zum Vorteil nutzen. Aber gib ihm nicht die Schuld, ich kenne kein geruhsames leben wie ihr es mir immer Gewünscht habt.
Sollte irgendwann eine Mädchen oder dann eine Frau erscheinen mit einem Brief von mir, so wird dies meine Tochter sein. Ich gebar sie vor ungefähr fünf Jahren auf einer meiner Missionen. Ich war schwanger und das traf sich gut. So wirkte ich Schutzlos. Eine Freundin in einem Dorf nahm sie und zog sie auf. Sollte diese Frau oder Mädchen, zu euch kommen. So nehmen sie auf und liebt sie wie mich. Sie wird wohl viele Fragen stellen und wissen wer ich war oder bin. Doch gekannt hat sie mich nie. Ich brachte Ihr ab und an etwas vorbei, süßes oder Stoffbären, die ich über die Mutter an sie übergeben lies. Ja nun wisst ihr mein Geheimnis. Eine Tochter.

Milli, werde eine Große starke Frau, du hast den Herz am rechten Fleck und ich weiß das du immer das Gute in jedem siehst. Behalte dieses Können in deinem Herzen, nicht jeder kann das. Sehe die Welt immer ein Stück mit Kinderaugen auch wenn du Erwachsen bist.
Enndres ich verzeih dir nie deine frechen Worte. Aber nun wo ich tot bin, naja ein bisschen verziehen.
Achtet aufeinander und verzeiht dieses mal hab ich wohl nicht richtig aufgepasst.

In liebe eure
Kiara Salberg
Ps.: Mein Zeug was so in meiner Kammer Herum fliegt, macht was ihr möchtet damit. Ich hab euch Lieb.


*darunter findet sich ein Siegel eines Lehns außerhalb von Gerimor daneben drei Unterschriften die wohl Gläubiger oder ähnliches sein könnten.
Zuletzt geändert von Zahrak Salberg am Donnerstag 24. Dezember 2015, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
Zahrak Salberg

Beitrag von Zahrak Salberg »

Der lichten Herrin Temora zum Gruß Zahrak,

du bist über die Situation bezüglich deiner jüngeren Schwester informiert, wie ich annehme. Viel mehr nehme ich jedoch an und hoffe inständigst, dass ich dich nun mit einer vertrauensvollen Aufgabe bedenken kann. Ich wünsche mich im Nachhinein weder über meine Entscheidung grämen, noch eine erneute Enttäuschung erfahren zu müssen.
Gehe nach Lefendoff und höre dich auf die Art und Weise um, die man von dir gewohnt ist. Scheue nicht vor Unrechtlichkeiten zurück. Ich werde dich decken, so du es zulässt.

Möge die Herrin dich schützen, Neffe!
gez. Arwan al Asta

*Nachdenklich überflogen die ozeanblauen Augen mehrfach jene Zeilen, als Zahrak am frühen Abend nach Hause gekommen war und feststellen musste, dass seine ältere Schwester natürlich nicht brav im Bett lag, sondern nach Schwingenstein aufgebrochen war. Aber so hatte er zumindest Zeit genug, um das Nötigste zusammen zu packen und für wenige Tage zu verschwinden. Auffallen würde es eh nicht, denn die Arbeit riss ihn sowieso in letzter Zeit wieder so viel von der Familie weg, dass es fast dasselbe war. Die gesiegelten Klamotten wurden gegen normale, ländliche Kleidung gewechselt, auf die sonst so sorgsam gerichtete Frisur wurde verzichtet und auch der Gildenring blieb abgelegt. Zurück zu "Ikaran" gewandelt machte er sich sodann auf zu den Stallungen, um mit Ciru nach Nordwesten aufzubrechen. All zu weit war das Dorf nicht entfernt, also müsste er auch keine Nachricht hinterlassen.
Während er so durch die Nacht ritt, gingen ihm mehrere Gedanken durch den Kopf. Arwan hatte ihn tatsächlich all die Jahre ausspionieren lassen. Er wusste über alles Bescheid. Ob er auch um die Wandlung wusste, die sein Neffe in Lichtenthal mitgemacht hatte? Vermutlich nicht. Das war zu schwer zu glauben, nachdem 27 Jahre jegliche Hoffnung daran vergeudet gewesen war.
Durfte die Familie wirklich noch an Kiaras Leben glauben? Wie würden sie sie vorfinden? Was hatte zu dem ganzen Trubel geführt? 3 Monde war es nun schon her, dass sie sich das letzte Mal gesehen hatten. 2 Monde, dass Zahrak die einzige Spur Kiaras gefunden und ihr mit Keylon und Arwan ins Nichts gefolgt war. Lefendoff war der letzte Anhaltspunkt und ausgerechnet er, der größte Raufbold von ihnen sollte sich ein letztes Mal in seinem Leben in solch alte, bekannte Verhaltensmuster fallen lassen. Das Dorf war für seinen Alkoholmissbrauch und die vielzähligen Freudenhäuser bekannt. Aber wo Genuss und Gold an erster Stelle standen und Ehrlichkeit, Treue oder ähnliches einen sehr geringen Stellenwert hatten, kam man weit, wenn man etwas erfahren wollte. Man musste nur tief genug in den Dreck hinein treten. Etwas, was Keylon sich vermutlich mit einer Verlobten und der Knappschaft im Rücken nicht traute. Er wollte nichts riskieren und Arwan ebenso wenig mit seinem Hoffnungsträger-Neffen. Also durfte der teils verdorbene Ruf Zahraks herhalten. Es dauerte bis zur Morgendämmerung, da erreichte der Salberg schließlich das lange nicht besuchte Dorf Lefendoff. Es gab entgegen der lichtenthaler Gewohnheiten weit und breit keine Wachen. Es glich mehr Bajard zu seinen besten Zeiten. Den wenigen Trunkenbolden, die sich ihren Weg irgendwo hin suchten, wurden ignoriert. Das war schon immer die beste Methode gewesen, um erstmal nicht unnötig aufzufallen.
Nur, bis er eine altbekannte Türschwelle überschritt. "Zur holden Jungfer" las er auf dem vermoderten Hausschild über sich, welches im Spätwinterlichen Wind der Seestadt leise knarzte. Kaum drinnen, trafen ihn auch schon einige Blicke. Die meisten Freier waren zu Bett gegangen oder hatten sich immerhin noch in die nächste Gasse schleppen können. Doch das hieß nicht, dass die Damenschaft schlief. Ein wohl bekanntes Gesicht lächelte ihm verschmitzt entgegen und die dazu gehörige Frau steuerte ihn direkt zielstrebig an. "Ikaran, was für eine Überraschung dich noch einmal hier zu sehen. Wie kommt's?" Schief lächelnd antwortete er Rosalynde mit herabgesenkter Stimme, als sie bei ihm stand: "Du gingst mir einfach nicht dauerhaft aus dem Kopf." "Ach, was. So ein altes Weib wie ich hat lange ausgedient." Natürlich meinte sie es nicht ernst. "Gleich und gleich gesellt sich gern, weißt du doch. Du hast nicht zufällig noch ein Zimmer für eine Nacht?" Das Gespräch der Beiden war nicht von all zu langer Dauer und recht früh hatten sie sich auf besagtes Zimmer zurückgezogen, um.. nun, eben gewisse Handelsabkommen auszumachen. Und am Ende der Nacht, die Sonne stand schon über den ersten Fischerhütten, wachte Zahrak mit einem ganz leichten, nicht einmal unangenehmen, sondern nur befremdlichen Rauschen in den Ohren auf. Ihm war leicht schwummrig und sofort wanderte der Blick nach rechts. Rosalynde hatte ihm das Bett irgendwann überlassen. Links von ihm stand eine kleine Phiole. Er seufzte kurz, richtete sich dann aber auch schon wieder her. Er hatte genug Informationen von ihr erhalten. Nun wollte er Friederich Hornibert aufsuchen. In den hiesigen Gassen auch als "Rich" bekannt. Wenn irgendwelche Personen verschwanden, war er der Erste, der davon wusste. Doch er würde bis zum nächsten Abend warten müssen, um ihn zu erreichen. Tagsüber schlief er in seinem Versteck, um eventuellen Patrouillen aus der nahegelegenen Hauptstadt nicht zum Opfer zu fallen.*



>>> to be continued <<<
Zahrak Salberg

Gewissheit ist selbst im schlimmsten Fall noch besser...

Beitrag von Zahrak Salberg »

*Das Gespräch mit Rich hatte nach knapp 2 Stundenläufen ein Ende gefunden und den Salberg mit einem aufgesetztem Lächeln, einem leeren Goldbeutel, sowie großen Schritten um die Wachhunde des Hausherren herum erst das Anwesen und dann Lefendorff selbst verlassen lassen. Es gab nicht mehr viel zu sagen oder zu tun. Während er zu Ciru in die Stallungen ging, überlegte er sich schonmal die Worte, die er Onkel Arwan überbringen wollte und gegen Vormittag hatte er auch schon das Anwesen al Asta erreicht. Es dauerte nicht lange, da stand er vor Arwan und ein Dialog entwickelte sich..
"Der Herrin zum Gruß Onkel!"
"Der Schildmaids Gruß auch mit dir Zahrak! Welche Kunde bringst du?"
Es entstand eine Pause, die beide Männer nur zu gut zu deuten wussten und bevor noch einer der Beiden die Nerven verlieren konnte, meinte Arwan:
"Du bist reifer geworden, als ich es mir in meinen Träumen je hätte erhoffen können."
"Die Fantasie, in die sich Menschen flüchten war eben schon immer nur etwas für jene, die mit der Realität nicht zurande kommen."
"Aber du flüchtest nicht mehr, habe ich Recht?"
"Ihr habt Recht, Onkel. Und wir alle Gewissheit.."
"Du tust unser aller Gemüter einen großen Gefallen mit dieser Kunde. Ruhe dich aus und kehre dann nach Hause! Ich werde in wenigen Tagen nachkommen."
"Onkel?"
"Erweisen wir ihr die letzte Ehre, Neffe!"
"Natürlich, Onkel. So verzeiht, dass ich direkt aufbreche. Ich denke, ein Ritt wird mir nun besser tun, als die unbändige Ruhe jener Hallen hier."
"Tu, wonach dein Herz verlangt! Aber vergiss nicht, dass die Herrin genauso immer für dich da sein wird, wie es deine Familie tut. Auch, wenn du sie nicht siehst."
Daraufhin neigte Zahrak nur noch sein Haupt respektvoll und wandte sich ab. Sie würden sich früh genug wieder sehen, um längere Gespräche zu einem geeigneteren Zeitpunkt zu führen...
Zuletzt geändert von Zahrak Salberg am Dienstag 25. Juli 2017, 00:39, insgesamt 1-mal geändert.
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