Menschwerdung Teil 2
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Zator A´kinar
Menschwerdung Teil 2
Plötzlich blieb der Wanderer stehen und schaute sich auf der Lichtung um. Der Baum mit dem tiefhängendem Ast, einem ausgebreitetem Arm gleich, da und diese Büsche dort, welche eine Seite der Lichtung säumen. Es konnte kein Zweifel geben, hier war der Wanderer schon zuvor gewesen. Ein schmerzvoller Zug glitt über sein Gesicht, wohl als ihm bewußt wurde, wo er war. Kurz spielte er in Gedanken durch, ob und welche Bedeutung dies für ihn hatte. Und tief in ihm antwortete eine wohlbekannte Stimme mit freudiger Erregung.
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Zator A´kinar
Es war wohl ein reiner Instinkt, der es dem kleinen Tier gebot, einen Haken zu schlagen, wohl um den Verfolger abzuschütteln. Doch dieser schien eben diese Bewegung erahnt zu haben und nutzte diesen Vorteil für sich. Schmutzige Hände griffen nach dem Hals des Karnickels, rissen es empor und hielten es kurz in Luft. Ein letzter verängstigter und panischer Blick des armen Getiers, dann ertönte das helle Knacken des brechenden Rückgrats.
Noch immer das tote Tier in den Händen haltend, huschte der verdreckte, bärtige Mann in die Sicherheit des Unterholzes. In einer kleinen Mulde ernzündete er ein Feuer und schon kurze Zeit später hing der abgezogene und ausgenomme Hase über den tanzenden Flammen. Während er auf das Essen wartete hört man ihn leise reden, beinahe so, als würde er mit jemanden einen Disput haben.
"Ich brauche dich nicht, du bist nichts ohne mich."
...
"Nein, das stimmt nicht. Sei endlich still und gib mir meinen Frieden."
...
"Du irrst dich. Wenn ich könnte, würde ich dich töten. Wenn ich könnte, wärst du bereits tot."
Hernach nun starrte er lange in die kleinen Flammen und versuchte sich an eine Zeit zu erinnern, in der alles etwas friedlicher war. Er dachte zurück an Narroth, die Stadt der Händler. Dort hatte ihm ein freundlich Schmied ab und an etwas Arbeit verschafft. Er dachte zurück an die Ankunft in diesen Landen, an die Bruderschaft. Die Bruderschaft hatte ihn aufgenommen ohne zu fragen, wer er sei und woher er kam. Er hatte vor, auf ewig bei diesen Menschen zu bleiben, der Panther, die Kralle.... Doch wie schon so oft, hatte ihm sein dunkler Schatten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schlussendlich hatte er sich hier in die Wälder geflüchtet. Hier war er allein mit seinem Albtraum. Hier konnte ihm der Schatten nichts entreissen. Doch Zator merkte, wie er mehr und mehr zurück einem Tier, denn einem Menschen wurde. Schon jetzt fiel ihm das Sprechen schwerer und seine Instinkte wacher.
Gab es noch eine Rettung für ihn, bevor er wieder anfangen würde rohes Fleisch zu essen, seine Beute zu reissen und gänzlich zu verwildern. Gab es noch Rettung für ihn?
Noch immer das tote Tier in den Händen haltend, huschte der verdreckte, bärtige Mann in die Sicherheit des Unterholzes. In einer kleinen Mulde ernzündete er ein Feuer und schon kurze Zeit später hing der abgezogene und ausgenomme Hase über den tanzenden Flammen. Während er auf das Essen wartete hört man ihn leise reden, beinahe so, als würde er mit jemanden einen Disput haben.
"Ich brauche dich nicht, du bist nichts ohne mich."
...
"Nein, das stimmt nicht. Sei endlich still und gib mir meinen Frieden."
...
"Du irrst dich. Wenn ich könnte, würde ich dich töten. Wenn ich könnte, wärst du bereits tot."
Hernach nun starrte er lange in die kleinen Flammen und versuchte sich an eine Zeit zu erinnern, in der alles etwas friedlicher war. Er dachte zurück an Narroth, die Stadt der Händler. Dort hatte ihm ein freundlich Schmied ab und an etwas Arbeit verschafft. Er dachte zurück an die Ankunft in diesen Landen, an die Bruderschaft. Die Bruderschaft hatte ihn aufgenommen ohne zu fragen, wer er sei und woher er kam. Er hatte vor, auf ewig bei diesen Menschen zu bleiben, der Panther, die Kralle.... Doch wie schon so oft, hatte ihm sein dunkler Schatten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schlussendlich hatte er sich hier in die Wälder geflüchtet. Hier war er allein mit seinem Albtraum. Hier konnte ihm der Schatten nichts entreissen. Doch Zator merkte, wie er mehr und mehr zurück einem Tier, denn einem Menschen wurde. Schon jetzt fiel ihm das Sprechen schwerer und seine Instinkte wacher.
Gab es noch eine Rettung für ihn, bevor er wieder anfangen würde rohes Fleisch zu essen, seine Beute zu reissen und gänzlich zu verwildern. Gab es noch Rettung für ihn?
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Zator A´kinar
"Ich werde meine Brüder der Allianz fragen. Und auch Euch kann geholfen werden."
Lange hallten die Worte Thelor Dravans in Zators Kopf. Wie zur Antwort erscholl eine Stimme in seinem Inneren:
"Wie wollen sie mich denn töten? Mit ihrer Hexe Temora? Pah. Ich habe schon über den Narren Alatar gelacht. Bestimmt werde ich mich nicht vor dieser Hexe fürchten. Du bist mein, Bruder."
Zator ballte die Fäuste. Was immer auch geschehen mochte, so würde er nicht weiterleben. Und so versank er in Gedanken und es war ihm, als könne er ein helles Kinderlachen vernehmen, jenes Lachen, welches ihn dazu trieb, sich selbst aufzugeben.
Lange hallten die Worte Thelor Dravans in Zators Kopf. Wie zur Antwort erscholl eine Stimme in seinem Inneren:
"Wie wollen sie mich denn töten? Mit ihrer Hexe Temora? Pah. Ich habe schon über den Narren Alatar gelacht. Bestimmt werde ich mich nicht vor dieser Hexe fürchten. Du bist mein, Bruder."
Zator ballte die Fäuste. Was immer auch geschehen mochte, so würde er nicht weiterleben. Und so versank er in Gedanken und es war ihm, als könne er ein helles Kinderlachen vernehmen, jenes Lachen, welches ihn dazu trieb, sich selbst aufzugeben.
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Zator A´kinar
Dieses Haus gab ihm Sicherheit, die Wände, die Fenster, die Tür, das alles erschien ihm schon jetzt so seltsam vertraut. Und ganz vorn lag dieses Buch und jene Zeilen, die er früher wohl verlacht hätte.
Zator sass auf der hölzernen Bank der kleinen Kapelle Temoras. Hier hatte er gestern noch lange gesessen, hier hatte er sein Haupt gebettet, hier war er am nächsten Morgen erwacht. Und immer wieder kämpfte er gegen die dunkle Stimme in seinem Innersten an. "Man muss es wollen, dann kann man sich ändern..." hatten sie gesagt. Oh wie einfach doch jene Worte über die Lippen kommen. Hatten sie selbst jemals diesen Kampf geführt? Zator bezweifelte dies. Und doch war er gewillt, den so ungleichen Kampf anzutreten, um den Jungen zu retten ... und um sich selbst zu retten.
Zator wusste nicht, wie er zu Temora beten sollte und so tat er, was er gerade fühlte, schaute nach vorn zu dem Buch und sprach in seine Naivität:
"Ich bin Zator A`kinar. Man schickte mich zu Dir, so sitze ich in Deinem Hause und bitte Dich um Hilfe. Vieles tat ich in meiner Vergangenheit, was den Worten des Buches dort widersprach. Ich bitte nicht um Vergebung für diese Dinge, auch bitte ich nicht um mich, denn mein Leben ist nicht länger wichtig. Vielemehr bitte ich Dich, mir zu helfen, den Jungen vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Gib mir die Kraft, ihn zu erretten und dann töte mich, Herrin."
Kaum hatte er geendet, schrie es in seinem Inneren auf:
"NEIN, du wirst nicht dieser Hexe huldigen. Es gibt keine Rettung für Dich, Narr."
Und Zator presste sich die Hände auf die Ohren, in der vergeblichen Hoffnung, er könne die Stimmen zum verstummen bringen.
Zator sass auf der hölzernen Bank der kleinen Kapelle Temoras. Hier hatte er gestern noch lange gesessen, hier hatte er sein Haupt gebettet, hier war er am nächsten Morgen erwacht. Und immer wieder kämpfte er gegen die dunkle Stimme in seinem Innersten an. "Man muss es wollen, dann kann man sich ändern..." hatten sie gesagt. Oh wie einfach doch jene Worte über die Lippen kommen. Hatten sie selbst jemals diesen Kampf geführt? Zator bezweifelte dies. Und doch war er gewillt, den so ungleichen Kampf anzutreten, um den Jungen zu retten ... und um sich selbst zu retten.
Zator wusste nicht, wie er zu Temora beten sollte und so tat er, was er gerade fühlte, schaute nach vorn zu dem Buch und sprach in seine Naivität:
"Ich bin Zator A`kinar. Man schickte mich zu Dir, so sitze ich in Deinem Hause und bitte Dich um Hilfe. Vieles tat ich in meiner Vergangenheit, was den Worten des Buches dort widersprach. Ich bitte nicht um Vergebung für diese Dinge, auch bitte ich nicht um mich, denn mein Leben ist nicht länger wichtig. Vielemehr bitte ich Dich, mir zu helfen, den Jungen vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Gib mir die Kraft, ihn zu erretten und dann töte mich, Herrin."
Kaum hatte er geendet, schrie es in seinem Inneren auf:
"NEIN, du wirst nicht dieser Hexe huldigen. Es gibt keine Rettung für Dich, Narr."
Und Zator presste sich die Hände auf die Ohren, in der vergeblichen Hoffnung, er könne die Stimmen zum verstummen bringen.