offener Brief von Adelena Bergon an die Tiros des Konzils hat geschrieben:Wissen und Weisheit Tirones!
Ein jeder Tiro ist aufgrund jüngster Ereignisse DRINGEND dazu aufgefordert, nicht allein zu sein! Am besten ist eine oder mehrere Begleitpersonen mit Waffenerfahrung, oder einem Magister bzw. Mitglied höheren Ranges.
Meidet sämtliche Tiere und habt bitte immer eine Laterne für die Dunkelheit dabei, denn derzeit besteht unmittelbare Gefahr von einem Wesen, dass offenbar ausschließlich magisch begabte Schüler angreift.
Solltet ihr Tieren mit merkwürdigen schwarzen Augen sehen, ist sofort die Flucht zu ergreifen! Es darf euch auf KEINEN Fall beißen! .
Darian stand lange vor diesem Aushang und tatsächlich hielt er sich fast 2 Wochen in seinem Haus auf.
Doch mit der Zeit verlor der Schrecken seine Macht und der junge Mann ging wieder hinaus auf die Jagd.
Sein Geld wurde ja auch mit jedem Tag immer weniger und er musste wieder etwas verdienen.
Vor allem welche Ereignisse? Lehrlinge sollten .. Platzen ?
Tiere mit schwarzen Augen ?
Huuuuhuuuu
Er machte noch sichtlich übertriebene scheuchende Bewegungen mit den Fingern.
Klein Ammenmärchen.
Er jagte Tiere.
Warum sollten sie ihm auf einmal Angst machen.
Nur weil sie schwarze Augen hatten?
Darian glaubte inzwischen daran das es einfach eine Prüfung wahr wie sich die Tiro verhalten würden.
Nein. Er würde keine Angst mehr zeigen, und sich einsperren.
Ab jetzt würde er sein Leben wieder in die Hand nehmen.
Da hatte sich jemand ernsthaft die Muehe gemacht, ein Gesamtbild zu zerstoeren und so zu zerstreuen, dass es Zeit und Muehe kosten moege, um die Einzelteile alle wieder in muehsamer Arbeit zusammenzufuegen.
Soweit fuehlte er sich an ein Puzzle erinnert, seit er versucht hatte, die einzelnen stueckhaften Informationsfetzen zusammenzusetzen...
Doch eigentlich war es allen Puzzlen, zu denen er sich bisher hatte ueberwinden koennen oder zu denen er genoetigt worden war, immer gleich gewesen, dass mit jedem richtig zusammengesetzten Stueck das Bild deutlicher wurde. Jedes neue Stueck wollte fliessender von der Hand seinen rechten Platz finden. War der Anfang geschafft, die Raender gelegt, das Bild recht eingegrenzt, war der Rest eine Leichtigkeit.
Sowenig fuehlte er sich im Angesicht der aktuellen Bedrohung an ein seiner Erlebnisse mit zerstueckelten und wieder zusammenzusetzenden Bildern erinnert...
Es war dieser Abend gewesen, als er mit Nyome ueber die letzten Monate gesprochen hatte. Ueber die Veraenderungen in Adoran und am Konzil. Ueber die Magistrawuerden, die sie erreicht hatte und Arenvir, der seine Arcomaguswuerden erlangt hatte. Er konnte sich noch gut erinnern, wie er sich bei dem Gedanken daran, wie seine Schueler sich allesamt zu grossen Taten anschickten, direkt etwas aufrechter setzte und die Brust stolzgeschwelt hervorstreckte.
Es war dieser Abend gewesen, an dem sie bei einem Rundgang durchs Konzil im Keller eine Entdeckung machten, die Demoar in den vielen Jahren, die er unterrichtet hatte, sei es Arcana oder Konzil, immer erspart geblieben war. Nyome wirkte indes wenig ueberrascht, als die beiden die Leiche des Studiosus im Keller zwischen den Linien des Pentakels fanden. Neben ihm ein halb aufgeplatzter Tierleib, aus dessen Inneren eine dicklich, schwarze Fluessigkeit troff. Ein grausiger Anblick.
Die darauffolgenden Tage standen ganz im Lichte der juengsten Entdeckungen. Er erinnerte sich zurueckgeworfen, in die Zeit der Zerstoerung Tirells. Zuerst hatte jeder versucht, Licht in die misterioesen Umstaende der Zerstoerung der altehrwuerdigen Schule zu bringen. Und dann hatte sich der laehmende Schleier der Zeit ueber die Angelegenheit gelegt, der unablaessig den Sand des Vergessens in alle Himmelsrichtungen blies. Und so ward es niemals aufgeklaert.
Ein gleiches Schicksal ereilte die Umstaende um die Zerstoerung Varunas. Nach einer Katastrophe ungeahnten Ausmasses, in der die lichte Stadt Gerimors unter dem Odem des knoechernen Drachen fiel, hatte jeder sich angeschickt, die Umstaende zu ergruenden. Waffen zu suchen, die derartiges beim naechsten Mal wuerden verhindern koennen. Banne, Magien zu ergruenden, die die Staedte des Lichtreiches diesmal zuverlaessiger wuerden schuetzen koennen. Und abermals schlug die Zeit zu.
Diesmal sollte es so nicht kommen. Er suchte die Unterredung mit den Elfen und den Magii der Arcana. Nur fetzenweise wollten sich die Puzzleteile zusammentragen lassen. Ein Puzzle, das er nicht beginnen konnte, weil es noch immer schien, als wuerden Randteile fehlen..
Sie hatte mehr davon gezeigt als sie in sich fühlte an diesem Abend. Wäre sie nicht zu Gast in der Arcana gewesen, hätte sie wohl irgendetwas fragiles an irgendeiner Wand zerschellen lassen. So aber blieb sie sitzen und sah Angelica nur an. Die Matriarchin hatte die selben Gedanken, sie mussten es nichteinmal aussprechen.
Das Konzil wusste von der Gefahr für alle Liedwirker.
Und sie hatten mit ihrem Schweigen billigend in Kauf genommen, das die Schüler der anderen Akademien in Gefahr waren, wie auch alle anderen.
Doch bevor sie sich damit befassen konnte, Arenvir eine Rechnung zu schreiben gab es wichtigeres zu tun. Die Nacht war noch lang, so fand sich am Morgen in den Briefkästen der Ordensmitglieder genauso wie auf der Ordensburg ein Schriftstück.
Adavens Segen,
die schwarzen Wesen sind zurückgekehrt um unsere Sphäre erneut zu besuchen. Alle sollten sich entsprechend wappnen.
Warum waren sie nicht gewarnt worden? Hatte das Konzil wirklich jenen wichtigen Schritt versäumt? Hatte es Probleme gegeben? Gedanken schossen Angelica noch an diesem Abend durch den Kopf. Die Magie-Fresser waren wieder da und die Gefahr von einst präsenter als es ihr lieb sein konnte. Die Vorbereitungen der Abwehr waren ins Stocken geraten nachdem die Kreaturen einfach verschwanden. Hoffentlich würde dies kein folgenschwerer Fehler sein. Am nächsten Morgen, nachdem sie von der Gefahr erfahren hatte, wurde ein Aushang an das schwarze Brett der Academia Arcana gehangen.
Wichtige Bekanntmachung
Die Akademieleitung gibt bekannt, dass allen Magiern eine akute Gefahr droht. Die Magie-Fresser sind zurück gekehrt. Bei jenen Wesen handelt es sich um schattenhafte Kreaturen, welche oft in Gestalt von korrumpierten, schwarzen Tieren erscheinen. Sie sind äußerst gefährlich und nur schwer zu vernichten.
Alle Scolare sind angewiesen sich nicht mehr allein aufzuhalten. Im Falle einer Gefahr ist umgehend Hilfe zu suchen, begegnet den Wesen niemals ohne Unterstützung. Diese Wesen bevorzugen Liedkundige deren Gabe erst vor kurzem erwacht ist, daher ist hier besondere Vorsicht geboten.
Die Kreaturen sind durch direkte, physische Angriffe verletzbar, daher ist die Begleitung eines Nicht-Magiers empfehlenswert. Sofern ein Kampf unvermeidlich ist, haltet euch kurz nach der Erschlagung des Wesens von ihnen fern! Meist zerplatzen die Kreaturen und setzen weitere Schatten frei.
Wir werden alle Mitglieder der Fakultät in Kürze über ein weiteres Vorgehen informieren.
„Die zerplatzen, wenn sie körperlich angegriffen werden… das ist lustig“
Ein Satz, der mir die letzten Tage nicht aus dem Kopf gegangen ist.
Er implizierte mehrere Dinge.
1. Sei nicht alleine unterwegs – Lustig
2. Sei erst recht nicht alleine unterwegs als frisch Erwachter – Noch viel lustiger.
Eigentlich, so war die Aussage, konnte ich nichts dagegen tun. Wenn nicht mal Weglaufen half, dann war ich, sollte ich einem dieser Wesen über die Füße laufe, bin ich so oder so der Verlierer.
Sie laben sich an der Energie.
Man muss lernen zu kontrollieren. Die Frage die sich diesbezüglich erneut stellte war: Wie?
Im Moment fühlte ich mich wie auf Wolken, schwebend und ohne wirklichen Ankerpunkt, an den ich mich zurückziehen konnte.
Ich hatte keine Ahnung, was für Wesen das wirklich waren, hinter die ganze Geschichte war ich nicht gestiegen, dazu war die Zeit zu knapp und es war müßig.
Des Weiteren war ich noch immer auf der Suche nach anderen Dingen. Ich hatte etwas gefunden, was ich nicht gesucht hatte, und nicht gefunden, was ich begehrte zu finden.
Vermutlich würde ich herausfinden, um was es wirklich ging, wenn ich einem dieser Viecher über den Weg lief. Nicht dass ich es wollte, aber dann würde sich spätestens alles wirklich erklären.
Ich konnte mir kein Bild machen, was das für Auswirkungen hatte, konnte nicht abschätzen, welche Konsequenzen das mit sich führen würde.
Letztlich hatte ich einen Plan gefasst, ob er gut war, oder nicht, würde sich heraus stellen.
Nichts destotrotz musste ich Wege einschlagen, die sich mir boten, und Möglichkeiten ergreifen, die vorhanden waren.
Und vor allem hoffen, dass in der Zwischenzeit diese Wesen nicht meinen Weg kreuzen würden. Oder ich ihren, je nach Sichtweise.
Ein feines flirren durchzog die Luft und verzerrte die Sicht auf den dahinter liegenden Weg, als die seltsame, nicht einmal wirklich fassbare Verkrümmung des Raumes sich zu bewegen begann. Nur langsam kam es vorran, brach die Sicht in wellenartigen Aufwürfen und verebbte ungesehen
Die Kälte kroch dem alten Mann langsam bis tief in die Knochen und die Schritte wirkten schwerfälliger. Die Arme waren fest um den Brustkorb geschlungen als wollte er die Wärme mit aller Gewalt bei sich halten wollen, dennoch konnte er fühlen wie die klare Winternacht sie ihm Stück um Stück entriss.
Der glasige Blick richtete sich auf den Schatten aus alten Ruinen, der einst prachtvollen Stadt Varuna, die ihr dunkles, verbranntes Skelett dem Nachthimmel entgegenreckte. Ein Schauer kroch ihm über den Rücken und er konzentrierte sich wieder auf die kleinen zerfasernden Wölkchen, die nach jedem Atemzug sein Gesicht entlang krochen.
Seine Augen waren schon lange nicht mehr die Besten und des Übels noch nicht genug hatte sich auf seinen Brillengläsern ein feines geflecht aus Eiskristallen verästelt. Ein weiterer Grund, warum er wohl durch den falschen Riss in diese Sphäre eingetreten war, gepaart mit ein wenig Nachlässigkeit.
Er fluchte lautlos und linste aus den Augenwinkeln noch einmal in Richtung der Ruinen, versuchte an ihrer Postition abzuschätzen wie lange sich der Weg nach Berchgard noch ziehen würde.
Ein leises Knirschen durchzog den verkrusteten Boden in der Dunkelheit und feiner Staub löste sich aus einem Riß heraus, der sich wie ein feines Spinnennetz durch die erdartige Masse zu fressen begann. Funkelnd und fast reglos harrten die Staubkörner in der dünnen Luft aus, bildeten kleine, den Weg umschließenden Wolken, die man meist erst bemerkte wenn man durch sie hindurchschritt.
Die Wege standen auf Spannung und grollten ihren Unmut hervor, als die Last, die auf ihnen ruhte, immer weiter zunahm. Nur langsam und in seltsam gewundenen Bahnen wurden die Geräusche innerhalb der Sphäre von der spärrlichen Luft weiter getragen und nur ein feines, immer wieder kehrendes Fibrieren erreichte als Vorbote die Füße jener, die diese Sphäre durchschritten.
Im Schatten des Berges machte er bereits die ersten Lichtschimmer aus und doch schienen ihm die Tore Berchgards so unerreichbar fern. Ein kribbelndes Ziehen durchzog seine Beine bis in die Oberschenkel, sodass das Federn seiner Schritte für ihn kaum noch spürbar war. Mit tauben Fingern zupfte er den Rand seines Schals über dem Nasenrücken wieder zurecht, dennoch schnitt ihm die kalte Luft bei jedem Atemzug bis tief in die Lungen.
Seit über einem Stundenlauf kämpfte er nun mit einer aufkeimenden Müdigkeit, die ihn mit ihre warmen dunklen Umarmung zu umklammern versuchte. Mit einem tiefen Aufseufzen hielt der alte Mann inne und schüttelte sich den Schnee von der Robe und zwang sich zum Durchatmen, doch noch bevor er den Blick wieder auf die spärrlichen Lichter der Tore richten konnte, knirschte der Schnee hinter ihm, als sich dort etwas bewegte.
Auch an anderen Orten Gerimors geriet das kleine Phänomen in Bewegung, nur um im nächsten Augenblick wieder zu verschwinden. Vorsichtig und langsam kroch es immer wieder einen kleinen Schrittweit und nicht selten wurde es nun von einem leisen Grollen begleitet
Schwere Schritte hallten durch die Eingangshalle des Konzils, immer wieder unterbrochen durch das schleifende Geräusch eines leicht humpelnden Beines. Kleine Pfützen säumten seinen Weg, geboren aus dem herabfallenden Schnee der sich an Stiefel und Robensaum festgekrallt hatte und nun der Wärme der Kaminfeuer zum Opfer fiel.
Die Mundwinkel zu einem angestrengt-verzerrtem Lächeln hochgezogen, schweifte der Blick des alten Mannes zur Seite, als sich ein Schüler am anderen Ende der Halle in sein Sichtfeld schob. Doch anstatt den grüßenden Ausruf mit einer ihm typischen Floskel zu erwiedern, wendete er sich augenblicklich wieder ab und überwand die letzten Schritte zu seinem Arbeitsplatz. Mit einem heiseren Aufgrunzen ließ sich Alfaran in den gepolsterten Sessel fallen und richtete den Blick starr und konzentriert auf den Papierstapel vor sich, als sich ein leises Tapsen annäherte.
Gier.... es war die Gier des Hungers, dass es hauchzart erzittern ließ.
Der Hunger, der sein gesamtes Wesen mit schmerzhafter Begierde durchzog.
Es war gefangen in einem Kreislauf, der dem Wesen die Besinnung zu rauben versuchte, die Sehnsucht in ihm hochtrieb, sich aufblähen zu wollen, bis es die ganze Welt verschlucken würde. Kaum ertragbar war der Anblick dieses gleißenden Wesens dass wie ein Lamm zur Schlachtbank gelaufen kam und sich ihm unbewusst darbieten wollte.
Wie gerne hätte es die kleine flackernde Sonne umfangen, um sie mit eisernem Griff zu umschmiegen, nur um sich dann in ihr Innerstes zu graben und sie auszuzehren...
Die Gier kochte höher... so unerträglich...
Ein besorgter Blick richtete sich auf Alfaran, als der Schüler vor dessen Schreibtisch Stellung bezog und es noch einmal mit einer grüßenden Floskel versuchte. Auch diesesmal ließ die Reaktion auf sich warten und seine Augen huschten irritiert zwischen dem alten Mann und dem Papierstapel hin und her. Die Sekunden verstrichen, wurden länger und zogen sich in der Stille wie warmer Teer, doch gerade als sich die Augenbrauen des Schülers zusammen zogen und er Anstalten machte, sich nach vorne zu beugen, richtete sich ruckartig der Blick aus zwei glasigen Augen auf ihn und schien sich durch seinen Kopf bohren zu wollen.
Für den Bruchteil einer Sekunde glaubte er darin ein seltsames Funkeln erkannt zu haben, dass in ihm den Instinkt weckte, auf einen Baum klettern zu wollen und ihn einen Schritt zurück stolpern ließ. Abwehrend riß der Schüler die Arme in die Höhe.
"Gute Güte! Ich wollte keinesfalls aufdringl.... "
Der Rest des Satzes wurde irritiert verschluckt, als er plötzlich ein warmes Lächeln in Alfarans Gesicht entdeckte, beinahe Gütig und gelegentlich durchbrochen durch ein leichtes Zucken des linken Mundwinkels. Der alte Mann hob die linke Hand an und klopfte sich zweimal mit einem heiseren Räuspern auf das Brustbein.
"Oh ehm.... ihr seid wohl erkältet? Soll ich euch einen Heii...ill...llee...eerrr.... " abermals verschluckte der junge Konzilist den Rest seines Satzes, als ihm gewahr wurde, dass er dem abwehrenden Handwedeln nicht nur mit den Augen, sondern mit dem gesamten Kopf folgte und dabei in ein zuckendes Kopfschütteln verfiel. Mit einem leisen Räuspern fing sich der junge Schüler wieder und kratzte sich nachdenklich am Kinn.
"Nun gut ehm.... dann bringe ich euch Tee?"
Spielerisch ließ es die Finger durch die Haare gleiten und betrachtete eine Weile ausdruckslos die eingefangenen Strähnen, denen das Kerzenlicht einen leicht goldenen Schimmer verlieh. Die Gedanken des Wesens drehten sich um goldene Locken, das seidene Gefühl wenn sie auf dem Rücken auf und ab sprangen. Es kannte kein Wort für das Gefühl, dass sein Innerstes fiebernd zittern ließ, doch wusste es nun wie sich die Wehmut anfühlte. Silberweiße Haare wanden sich wieder aus dem Griff und erweckten den Eindruck von verwehter Spinnenseide, die ihren Weg zurück auf die Schulter fand.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Samstag 20. Februar 2016, 21:55, insgesamt 1-mal geändert.
Bis vor kurzem hatte die Heilkundige noch andere Sorgen, als irgendwelche Magierfresser, oder den Schwarm, wie man ihr gegenüber die Fresser auch schon bezeichnete. Sie war gerade erst zwei Tage an der Academia Arcana, als sie aus einem Gespräch heraus erfuhr, dass diese Kreaturen zurück gekehrt sind. Zuvor berichtete ihr lediglich Shara bereits einmal von deren Existenz. Nun jedoch, war sie selbst indirekt betroffen. Zwar war sie nicht in Gefahr, immerhin konnte sie selbst nicht wirken, allerdings wären es ihre Schüler und die gilt es zu schützen.
Plötzlich war sie mit Arbeit vollkommen überschüttet. Galt es einerseits die Vorlesungen vorzubereiten, andererseits musste sie sich im Labor einrichten und nun galt es auch noch ein Mittel zu finden, dass gegen diese Kreaturen, wenn sie denn überhaupt welche sind, hilft. Eigentlich gar nicht so schwer, hätte man ein Objekt an dem man experimentieren könnte. Ohne dass sie es je gesehen hatte, konnte sie nur Vermutungen anstellen. Was wusste sie?
- sind schwarz
- wabern irgendwie
- infizieren offensichtlich Tiere
- saugen junge Erwachte aus
- dabei scheint deren inneres Regelrecht zu verbrennen
- vermutlich saugen sie das Leben selbst aus ihnen
- es gab mal ein Gefangenes, das aber fliehen konnte
- platzen
- stammen nicht aus dem Lied
- können physisch angegriffen werden
Seit längerem experimentierte Eliza schon mit schneller reagierenden Wurftränken. Leider mit wenig Erfolg. Zwar gelang es ihr, Feuertränke zu schaffen, die sich nicht erst nach einigen Momenten entzündeten, allerdings hatten diese das Problem, dass sie sehr instabil waren und teilweise schon beim Mischen in Flammen aufgingen. Zangen sind ein sehr wichtiges Mittel in der Alchemie, fast noch wichtiger als Kräuter. Doch nun war die Instabilität der Tränke nebensächlich. Das Ziel war, einen Trank zu schaffen, der für den Erwachten wenig gefährlich war, aber gegen die angreifende Kreatur half.
Neben einigen völligen Fehlschlägen, wie Tränken die gar keine Wirkung hatten, kam sie zu drei Ergebnissen.
1.: Ein Trank, dessen Flüssigkeit erst verdampft, sodass man sie einatmen könnte und dann Feuer fängt. Dieser fiel nachdem er von ihr als völlig unkontrollierbar erachtet wurde, aus der Wahl heraus, glich der Effekt doch geradezu einer Mehlexplosion, als die fein zerstäubte Flüssigkeit sich nahezu gleichzeitig entzündete.
2.: Ein Trank, dessen Flüssigkeit verdampft, sodass man sie ebenfalls einatmen könnte, der eine nicht allzu starke, aber doch spürbare Säure enthält. Hierbei war es wichtig, dass der Erwachte den Atem anhält und die Augen geschlossen. Die Hoffnung war, dass diese Kreaturen immernoch die Anatomie ihres Wirtes haben und der Schaden an Augen und Lungen entsprechend fatal für sie wäre. Dieser erschien ihr erst sehr vielversprechend, wurde dann aber als wahrscheinlich nutzlos von Shara deklariert.
3.: Ein letzter Trank, dessen Flüssigkeit verdampft, sodass man sie einatmen könnte und in diesem Falle auch sollte. Den Trägerstoff, den sie in ihren positiven Wurftränken einsetzte, vermischte sie nun mit einem Konzentrationsbrecher Trank. Dieser Trank soll nun den Effekt haben, dass Erwachte ihn auf den Boden wirft, einatmet und sein Zugriff auf das Lied zeitweilig verwährt und unterbunden wird. Damit würde er hoffentlich 'unsichtbar' für die Kreatur. Dies war ihr vielversprechendstes Ergebnis. Es tötet zwar weder den Erwachten, noch den Fresser, aber es könnte zumindest ausreichen um den Erwachten zu schützen.
Nachdem sie diesen Trank erst Tagsüber Shara, dann am abend der Elegida und der Matriarchin vorführte, galt es nun Briefe zu schreiben. Die Rezeptur an ihrer Meinung nach fähige und vertrauenswürdige Alchemisten zu schicken und die Akademien zu informieren. So gab es insgesamt acht Briefe:
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85668]Liliane van Drachenfels[/url]
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85668]Lynia Aldiss[/url]
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85668]Auliverius[/url]
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85669]Orden der Arkorither[/url]
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85669]Konzil des Phönix[/url]
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85669]Das Volk der Letharen[/url]
[url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=85669]Das Volk der Elfen[/url]
Feiner Staub driftete in die Dunkelheit hinaus und verlor sich mit einem letzten Auffunkeln im schier endlosen Nichts. Das leise Knacken der Wege wurde kaum durch die dünne Luft getragen als sich die Energien neu verästelten und formten. Wo sich neue Bahnen durch die Dunkelheit fraßen, zersetzten sich alte Strukturen, wo Energie in Bewegung geriet, verloren sich Elementfunken in die Dunkelheit und verfingen sich ineinander.
Säulen, kaltem Feuer gleich, wirbelten in der Schwärze auf und kristallisierte zu kleinen Elementsplittern. Funkelnden Kristallen gleich wirbelten sie umher und obwohl sie sich im Mantel einer harten, glänzenden Oberfläche zeigten, konnte der leichteste Druck sie zu feinem glitzernden Staub zermahlen.
Die Nacht schwappte wie eine sanfte Welle über das Land und begrub es unter einem Schleier kühler Dunkelheit. Vereinzelt riss die Wolkendecke auf und gewährte dem fahlen Licht der Sterne Einlass, dass sich in den runden Augen der nächtlichen Kreaturen spiegelte.
Ein leise gesummtes Liedchen striff durch die Straßen Bajards und wo es des Weges entlang kam, zischte eine Straßenlaterne, gefolgt von einem warmen Lichtschein, der die Schatten vertrieb. Unaufhaltsam kroch der Lichtkegel weiter und riß zwei kleine Schemen aus dem Schutz der Dunkelheit hervor.
Ein letztes Aufbäumen ließ die verschlungen Wege bis in den tiefsten Winkel erzittern und fand seinen Weg durch die Risse in die Schöpfung. Ein feines, dröhnendes Beben durchzog die Austrittsorte, vielerorts stetig und frequent, doch nicht an allen. Nahe Berchgard, Tirell, Düstersee und dem Schattenwinkelwäldchen schien das leise Grollen im Erdreich wie auf einem Bächlein treibend langsam zu wandern.
Die Grenzen des künstlichen Einflusses waren gesprengt und eine Existenz kämpfte um ihren Erhalt
Vom dürftigen Randschein der Straßenlaternen erfasst, funkelten die weit aufgerissenen Augen wie glühende Münzen in der Dunkelheit. Das Fell sträubte sich in alle Richtungen auf und ein bedrohliches tiefes Grollen brachte den kleinen Katzenkörper zum Beben. Das Ding, dass sich so dreist annäherte, war nichts weiter als ein verformter Ball aus schief gedrehten Knochen und nur halb ausgebildeten Gelenken, dass die drohenden Gebärden zu ignorieren schien. Völlig furchtlos zog es den Körper ungelenk näher heran und auch als sich kleine scharfe Krallen in die aufgeschwämmte Haut gruben und tiefe Furchen darin zogen, schien es nicht einmal ein Zucken von sich zu geben. Stattdessen schoss es mit einer unnatürlichen Schnelligkeit auf das kleine Tier zu und überwand das letzte bißchen Distanz mit in einem Sekundenbruchteil.
Die Vermehrung schritt voran, abseit der Augen und Ohren der Bewohner und doch zeigte sich die rasant zunehmende Zahl der geschlüpften kleinen Schatten diesesmal um so deutlicher, als die Menge der bewusstlosen Tiere drastisch zunahm.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Sonntag 13. März 2016, 01:24, insgesamt 1-mal geändert.
Spät nachts fast schon Panisch erfuhr Malena von den Bewustlosen Tieren überrall im Land. Gleich machten sich Selena, Tybald und Sie selber auf um es zu untersuchen.
Doch auf offener Strasse war es nicht gut ein Tier zu untersuchen. So nahm Tybald sachte das Tier auf und brachte es in den Garten.
Aber dies war nur der Anfang. Tybald brachte noch mehr Tiere.
Hunde, Katzen, Eichhörnchen, ein Reh sowie ein Schaf. Jene wurden Umsorgt wie sie es am Menschen taten.
Das Schaf wurde geschoren und untersucht. Keine Äusserlichen verletzungen. Mit abgekochten Wasser wurden die Tiere versorgt und mit einem Brühenmatsch der mögliche hunger gestillt. Selbst ein verdünnter Trank gegen Krankheiten wurde den Tieren verabreicht um mögliche Tollwut oder andere Krankheiten die uns bekannt waren zu Dezimieren.
In Schichten kann man das Hospital in Adoran sehen, wie es sich um die Kleinen kümmert. Siman ein Gast und Freund des Hospitals blieb selbst und versorgte sogut es ging. Doch auch die Helfer kam nicht zu kurz. Kaffee, Tee und Speisen wurden gereicht, um sich selber wachzuhalten.
Nun war wieder die Ausdauer und das können gefragt. Gut das dass Hospital so gut für solche Fälle gerüstet und ausgebildet war.
"mach schon endlich die Augen auf", murmelte Nitya dem Tier zu, gebannt starrte das Mädchen auf die Lider. Es tat sich... nichts.
Seid dem frühen Morgen schon kümmerte sie sich um die Tiere, bald würde sie auf ihren Hof zurück müssen um sich um den Acker und ihre Pferde zu kümmern. Aber sie hätte gerne wenigstens einen Erfolg erzielt, doch der blieb aus. Keines der Tiere im Garten der KLLHs tat irgendeinen Wank. Sie lagen einfach nur da als wäre ihnen das Leben zu schwer geworden.
Als Lotte dann auch noch ins Konzil gebracht wurde, entglitt der sonst so fröhlichen Nitya doch ein tiefes Seufzen. Was die dort wohl mit dem Tier anstellen würden? Besser sie wusste es nicht, und sie versuchte sich zu trösten, dass es vielleicht den anderen Tieren helfen würde, wenn an Lotte etwas gefunden wurde.
Als der Alte Waldkauz ins Hospital kam, sah er die Tiere im Garten. Eigendlich wollte er Torjan sprechen und sich mit ihm ueber diese ereignisse der bewustlosen Wesen zu beraten. Er war sichtlich erleichtert das seine Freunde sich um die Tiere gekuemmert haben, so gut wie es die Kappazitaet des Hospitals eben ging. Er machte sich sofort an die Untersuchungen und versucht heraus zu finden woran es liegt , wieso die Tiere da in diesem zustand sind und verweilen. Wo mit er sich die Nacht beschaeftigen wird.
Er war müde aber der Tag war auch voller Ereignisse. Ein Frühlingsfest, ein Zaunbau und die unerfreulichen Ereignisse des Morgens.
Keylon hatte am Tag zuvor Meldung ob der Ohnmächtigen Tiere gemacht.
Eichhörnchen, Katzen, Hunde, Wölfe, Bären ...alles war zugegen wie Hochgeboren von Goldenfall meinte, und vor allem auch überall her. Adoran, Berchgard, Kronwalden, Bajard....
waren wohl nur einige Fundorte, und ein Eichhörnchen war, wie ihm gesagt wurde, schon ins Kloster gebracht worden, wo man es pflegte und beobachtete.
Auf Befehl von Lady Helisande hin, die alle Tiere gesammelt am Pferdeübungsplatz sehen wollte, brachten Zahrak und er den Wolf aus Kronwalden dort hin. Kleinere Tiere, die ungefährlich waren sollten ins Lehrhospital zur Untersuchung verbracht werden.
Den Bären der dort noch lag, vermochten sie nicht zu heben, doch wollte Hochgeboren von Nebelpass, die er vor Adoran gemeinsam mit der Hochedlen Frau von Belfa antraf, Frau Oberstleutnant von Senheit später davon berichten, das das Regiment sich um diesen schweren Brocken kümmerte.
Gemeinsam entschieden die beiden Magiebegabten Damen sich die Wölfe an zusehen, nachdem sie sich von Keylon ins Bild setzen ließen.
Auch sie vermuteten wie auch Arenvir am Tage zuvor, das diese ... „Krankheit“ mit den Tieren in Zusammenhang trafen, die mit dunklen Augen Magiebegabte angriffen.
Keylon und sein Bruder blieben mit Antorius und dem dazu stoßenden Thyren Norwin dabei als die Tiere, die inzwischen dort lagen, Magisch untersucht wurden, und automatisch zuckte Keylon zusammen als vorgeschlagen wurde, man sollte doch mal eines der Tiere ... Tod untersuchen.
Ob sich dann dieses Nichts entfalten würde.
Keylon wurde gebeten sich auf den forderen Wolf zu knien, während
Lilian griff sich ein Messer, während die anderen ihre Waffen bereithielten um auf alles was da kommen sollte gewappnet zu sein.
Obwohl... konnte man wirklich auf etwas, das man das Nichts taufte, vorbereitet sein? Würde man überhaupt mit Waffen dagegen vorgehen können? Key selber legte sich sein Schwert bereit und ein Dolch in die Hand, während Lilien den Wolf den Gnadenstoß gab und ihn der Länge nach aufschlitzte.
Sofort trat das Blut hervor und der Gestank nach Innereien breitet sich aus.
Nichts ungewöhnliches, für ein totes Tier, wenn auch Keylon nicht wirklich begeistert von dem Geruch war und auch seine Hose, sog das Blut auf.
Abwartend starrte man auf den Torso, als erwarte man das Krathor persönlich oder sonst was dunkles hervortreten könnte.
Das Nichts...
Zahrak fragte nach „Das Nichts? Was bitte ist das Nichts?"
Lilian stand auf und wischte den Dolch im Gras ab während sie antwortete. „Ja, so wird es.. bezeichnet, so in etwa zumindest. Das was Ihr als schwarze Augen oder Schatten bezeichnet ist das Nichts“
Nyome fügte an „Es ist die andere Seite des Seins.“ „Und es frißt unsere Schüler“ meinte Lilian und blickte wieder zu dem toten Wolf und rückte wieder näher.
Keylon stand auf während Zahrak der Freiherrin seine Handschuhe reichte.
Sie wollte tatsächlich ... Tatsächlich näher hinein sehen.
Seufznd ließ sich Keylon neben ihr auf die Knie herab. Nahm sein Schwert, hielt damit den unteren Teil fest, zog sich seine Plattenhandschuhe über und zog den Oberen Teil des Körpers des Wolfes hoch so das Lilian nun freie Sicht hatte. Er selber sah dabei jedenfalls nicht zu. „Das Nychts von dem dey da sprecht... Was nährt es?.. Was fürht es zu solchem Wahnsynn?“ fragte Norwin der noch immer sichernd mit seiner Waffe dabei stand. Lilian suchte weiter mit der Hand im Inneren des Wolfes während sie antwortete „ Scheinbar scheint es von dem was uns ausmacht angezogen und auch genährt zu werden, dann die mhhhhh... bisher gefunden Opfer waren mhh ausgebrannt.“
Nyome nahm den Faden von Lilian auf und erklärte weiter „Ja allerdings... und ich hatte die Ehre mir das anzusehen absolut verkohlte Organe... und ein ziemlich unappetitlicher Anblick.. der arme Junge..“
Indessen kam Tyald hinzu der den Tod des Tieres mit mißfallen betrachtete. Er fragte Norwin ob es auch bei ihm solche Tiere gab, und der Thyre erklärte das er nachsehen werde, und entfernte sich dann, während Tybald noch meinte das das Hospital noch Platz hätte und so es kleinere Tiere gäbe man sie dahin bringen könne.
Doch Nyome verneinte. Wenn es noch Tiere gäbe sollte man sie nicht auch noch nach Adoran schleifen.
Womit Nyome durchaus recht hatte wie Keylon dachte.
Wenn sie nicht mit Waffen zu schlagen waren, war es Wahnsinn sie in einer Stadt zu lagern in denen Unschuldige Menschen lebten. Wer wusste schon wieviele Magiebegabte dort waren die es selber vielleicht nicht wussten.
Lilian schlug dann vor das der Nebelpass vor allem aus Wald und Wiese bestehen würde.
Man könnte außerhalb der Stadt ein Lager bauen, es wäre direkt zwischen Berchgard und Adoran und das Hospital bekommt natürlich Zugang.
So entschied man dann und wähend Keylon und Zahrak noch einige Zeit bei dem Torso bleiben sollten, verließen die Anwesenden den Ort.
Die Freiherrin und die Edelfrau machten sich auf zum Regiment um der Frau Oberstleutnant den neuesten Stand der Dinge mit zu teilen, während die beiden Brüder nun nur noch warten konnten ob irgend etwas geschah.
Das Aufstehen war ihr heute unendlich schwer gefallen, deutlich merkte sie die Strapazen des vorherigen Tages.
Die Füße und die Beine, sogar die Arme.. Warum denn auch die?!?
Gerade oben angekommen, bemerkte sie wie ihr auch das flaue Gefühl im Magen noch die Geschehnisse des gestrigen Tages nachtrugen.
Sie hatte einen dieser Wölfe untersucht, Florentine wäre vermutlich stolz auf sie gewesen – zumindest zuerst.
Das Tier war von ihr rasch erlöst worden, so dass es während der Untersuchung nicht zu leiden hatte. Allerdings konnte sie am Ende nichts weiteres finden als einen seltsamen bläulichen Fleck an der Flanke des Tieres.
Es wirkte ganz als hätte sich dort etwas hartnäckig festgesetzt gehabt und seine Spuren hinterlassen.
Trotz des Fundes hatte sie noch eine Weile weiter das Tier untersucht, bis auf die hochkommende Galle ihrerseits, war sie dabei allerdings leer ausgegangen.
Am Ende hatte sie es gerade noch so geschafft, sich fernab der Blick aller in die Büsche zu flüchten. Immerhin.
Der spätere Abend hatte dann zu dem Rest ihrer Nachwehen beigetragen.
Gedanklich verordnete sie sich selbst wieder mehr Ausflüge in die Höhlen, ebenso wie weite Fußmärsche. Irgendwann...
Heute fühlte sie sich um mindestens einhundert Jahre gealtert.
Und bald würde das Treiben am Pass beginnen.......
Vielleicht doch erst mal ein Tee und noch einmal die Augen zu machen? Bestimmt...
Damit verschwand sie auch schon wieder die Treppe hinab, die sie eben erst erklommen hatte..
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 15. März 2016, 08:27, insgesamt 2-mal geändert.
Plötzlich stand ein bunter Fasan neben Laina. Die kleine Blondine sah verwirrt nach unten und starrte das Tier mindestens genau so doof an, wie es hochsah. "Meh! Warum ein buntes Huhn?", fragte sie sich stumm, biss sich auf die Unterlippe und seufzte. "Nimm das jetzt bloß nicht persönlich, Laina", sprach ihr Kopf ermutigend. Mit dem Federvieh in den Händen nutzte sie einen großen Stein als Sitzplatz. Erheitert über das zutrauliche Gluckern des Schnabeltieres, streichelte sie durch dessen Kleid und ließ ihren Blick über ein Gehege gleiten. Die Mundwinkel gingen nach unten, die Fröhlichkeit fand ein Ende; das provisorische Tierplätzchen glich einem regelrechten Lazarett: Bären, Schafe, Hunde, Katzen - schwach und ohnmächtig lagen sie im Gras.
Earon und eine Elfe, die sie unter dem Namen Shala kennenlernte, führten eine Art Ritual aus, das Laina mit sprichwörtlichen Fragezeichen vor den hellblauen Augen verfolgte. In der Manipulation des Liedes so kundig, wie ein Stück Trockenbrot, verließ sie sich auf das Offensichtliche: Eine Bärenpfote zuckte und Leben schien in den Körper des großen Raubtieres zurückzukehren. Die kleingeratene Möchtegern-Waldläuferin fand bei dem Anblick ihr Lächeln wieder und Hoffnung breitete sich im Herzen der naturverbundenen Schützin aus.
Indes wollte der zutrauliche Fasan immer noch nicht von ihrer Seite weichen. Merkwürdig. Als witterten die gesunden Tiere, dass mit ihren Waldgenossen etwas nicht stimmte. Schutz suchend ließ sich der Hühnervogel mühelos nach Hause führen; Balduin hatte ihr erlaubt, das häusliche Gehege als seine neue Heimat zu nutzen. Die folgende Nacht verbrachte Laina mit der Wache: Immer wieder warf sie ein müde werdendes Auge auf Elfe und zum Baum gewordenen Naturmagier, die einer Art Trance folgten. Auch das sah in den Augen der Blondine merkwürdig aus, innerlich war sie den beiden jedoch dankbar für die Mühen zur Tierrettung. Bis sie die Müdigkeit in den Schlaf zwang, fütterte sie die ohnmächtigen Pflanzen- und Fleischfresser mit vegetarischem und nichtvegetarischem Brei, wie Shala es vorgemacht hatte. Eingerollt, wie eine Katze und unmittelbar in Gehege-Nähe, ließ sich Laina nieder und schlief irgendwann ein.