Tagebuch

Geschichten eurer Charaktere
Leumarin Quentiver

Die Reiseebene

Beitrag von Leumarin Quentiver »

Die Reiseebene

Sieh in die Dunkelheit, wo alles möglich scheint und nichts möglich ist. Atme die dünne Luft, die nach kaltem Nebel und alten Kellergewölben schmeckt. Sieh auf das dünne Netz von Wegen, die sich beharrlich gegen die wabbernde Gewissheit behaupten. Das ist die Reiseebene.

Wie kann ich das eigentümliche Gefühl von Vertrautheit erklären? Zum ersten Mal seit Wochen erwachte meine Gabe, die sich bislang so beharrlich jedem Zugriff entzogen hatte und flüsterte mir von der Gewalt des dräuenden Dunkels, von verblichenen Fasern vergeudeten Wirkens, die in das kümmerliche Hier eingeflochten worden waren. Nichts ist jemals verloren. Nichts ist jemals vergessen. Nichts ist jemals vergeben.

Alles fliesst. Alles .. fliesst.
Es war dieser Moment als ich zum ersten Mal die Finger auf den elementaren Fehler legen konnte, der sich so offensichtlich vor allen Augen verbarg, aber erst als die kleine Gruppe in die vielgestaltige Wirklichkeit der Welt zurückgekehrt war, vermochte ich es meine Gedanken zu ordnen, in Form zu bringen. Und während all dieser Zeit spürte ich die Welt umher. Auf dem Weg zurück nach Adoran. Während ich vor meinem vertrauten Brunnen stand.

Die Gabe, die ich so lange vergeblich hatte greifen wollen, hatte stattdessen mich gepackt und so wenig, wie ich sie vorher herbeizwingen konnte, vermochte ich sie nun los zu lassen.
Könnte ich nur den nächsten Schritt machen und etwas damit anfangen.
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