Des Nachts in Berchgard

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Tarya Erskine
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Des Nachts in Berchgard

Beitrag von Tarya Erskine »

Mitten in der Nacht.
Berchgard!
Die Stadt lag in völlig friedlicher Stille, alles schlief, die Kerzen in den Fenstern waren schon lange erloschen.
Frieden herrschte mitten in der Beschaulichkeit.
Das Handelshaus war dunkel, die Privaten Häuser lagen in großen Schatten des halbvollen Mondes.
Alles schlief…
Alles?
Nicht alles.
Ein kleiner Kobold zog um die Häuser, ein breites Grinsen auf den Zügen.
Ein bestimmtes war das Ziel des nächtlichen Unsinns.
Ein ganz bestimmtes, dass sie sich ausgesucht hatte. Sie musste nicht mal weit gehen.

Das Fest war lange schon zu ende, hier und da konnte man noch die Überreste einer gelungenen Feier sehen.
Aber das interessierte sie überhaupt nicht.


Ein paar kleinere Eimerchen, ein paar Pinsel, und sichtlich gute Laune, trotz der späten, fast schon untemorianischen Uhrzeit, begann sie ganz leise ihr Werk zu verrichten.

Am nächsten Morgen….
Wird das Volk, wenn es am Marktplatz vorbei geht, einen wunderschönen, bunten Regenbogen auf einer Häuserwand sehen. Die Farben strahlen und leuchten in der glitzernden, aufgehenden Sonne. Und das sonst so schöne, Backsteinerne Haus, wurde über Nacht zu einem Tempel der fröhlichen, hellen, Farben.
Wer dort wohnt?
Ein Krieger, so sagt man, jedenfalls sieht man immer mal wieder einen Herren, stattlicher Statur hinein und hinausgehen.
Mederic… so sein Name….


Im Haus des Kobolds bleibt‘s lange dunkel, offensichtlich schläft sie ausgedehnt den Schlaf des gerechten Unsinns.
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Tarya Erskine
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tarya Erskine »

Nachts… Der Mond war fast voll, leuchtete strahlend silbrig über Berchgard.
Tauchte die kleinen und größeren Häuser in einen schimmernden Glanz, lies den kleinen See funkeln und glitzern.
Es war wunderschön, eine Eule suchte irgendwo in der Nähe nach ihrer Mahlzeit.

Auch dieses Mal interessierte den Kobold das wenig.
Sie hatte befunden, ein einziger Regenbogen macht noch keinen Unsinn, also musste etwas Neues her.
Es war nicht mal schwer.
Was war weiß und der Besitzer würde es verstehen?
Natürlich!
Das Kronritterschlachtroß.

Haarfarbe in verschiedensten Farben waren schnell hergestellt, aber auch das war noch nicht genug.
Mehrere Töpfe, einen Eimer mit bunter Kreide und vielen Tüchern und einige Eimer Wasser.
Sie hatte im Vorfeld den Knecht bestochen, immerhin kannte man sich und er wusste, dass sie dem Tier nichts Böses tun würde.
Das Pferd wurde mit Möhren, Zucker und einigen Äpfeln bestochen und, wie es sich für ein Rittertier gehörte, hielt es still und erduldete jegliche Zupferei. Nur als das Wasser kam, schnaubte es ungehalten.
Das Ross war leid gewohnt, sie war nicht die erste, die Unfug trieb.

Am Ende stand ein Pferd vor dem Stall, das nun mit Zuckerstücken belohnt wurde, das seine strahlend weisse Farbe verloren hatte.
Für ein paar Tage würde es so über die Welt wandeln müssen, wie es jetzt aussah…
Zumindest wenn man nicht mit Seife dagegen arbeitete.
Bunt.
Es war Bunt, mit weisser, geflochtener Mähne.
Das helle Fell hatte die Farben gut angenommen und in den Tönen eines schimmernden, strahlenden Regenbogens leuchtete das Schlachtross vor sich hin.
Immerhin zufrieden war es.

Doch der letzte Streich dieser Nacht war noch nicht getan.

Sie schnappte sich den Eimer mit den Kreiden und begann, den Weg bis zum Stall in einer kunterbunten Regenbogenmanier zu versehen.
So konnte das Regenbogenpferd auf seinem bunten Regenbogenteppich stolzieren.

Was der Kronritter wohl dazu sagen würde am nächsten Morgen?
Thelor Reensdorf
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Thelor Reensdorf »

Ein süßer Morgen mit einem hauch von Garstigkeit und bösem Erwachen, oder der Ritt zur Großwildjagd auf dem Regenbogen.

Eigentlich war es ein angenehmer Morgen gewesen.
Er hatte sogar den garstig riechenden Kaffee vom Frühstückstisch verbannen können und so erfüllte nun der süßliche Duft des Früchtetees die Räumlichkeiten der Stadtverwaltung.
Ein Ordentliches Frühstück später machte er sich auf den Morgendlichen Spaziergang durch Berchgard.

So führte ihn sein Weg hinaus aus und an der „Wendel“-Treppe vorbei in die Oberstadt hinauf. Es war eine dieser Nächte die dem Morgen durch das hinterlassene Morgentau den duft nach Frische und Reinheit hinterließ. Bald ist es wohl wieder an der Zeit den Mantel heraus zu kramen.

So kam der Kronritter zur Miene hinauf und wie an so manchem Morgen war so manch früher Vogel schon unterwegs um die Diamantenen Regenwürmer zwar nicht mit Regenwasser aber mit den gekonnten kräftigen Pickenhieben aus dem Boden zu treiben. Aber nach dem Ruhigen Morgen, brachte dieses eine Lärmbelästigung mit sich, die den Baron dort nicht all zu lange dort verweilen ließ. So führte sein Weg weiter gen Bank und dem Pflichtbewussten Herold, der sich dort Tag ein Tag aus für einen Hungerlohn die Stimme Ruinierte. Vielleicht war es mal an der Zeit für eine Aufstockung des Soldes, wobei, …… Nein !

Weiter führte ihn der Weg die schmale Treppe hinab und an den Häusern vorbei.
Die Häuser, achja , da war ja noch etwas. Dieser Rekrut Mederic schien eine sehr ungewöhnliche Farbenfrohe natur zu sein. Zumindest schien er es an seiner Hauswand auszuleben, bei Zeiten wäre wohl zum Gesamtbild des Ortes ein Gespräch mit ihm fällig.

So kam er Schlussendlich zum Stall und dem Regenbogenweg ins innere. Hm anscheinend wandelt sich die Stadt so allmählich zu den Eigenarten des Rekruten weiter, diesem Zustand muss wohl wirklich Einhalt geboten werden. Frohgemutes schlenderte er ins Innere ehe, „ BEI TEMORA ………. …… …….“ Wenn man in diesem Augenblick ins innere gekommen wäre hätte man einen Kronritter mit Kinnlade am Boden sehen können und es dauerte so seine Minute bis die Steinsäule sich wieder in Bewegung setzte.

Hm wer könnte es wagen…… Sophia? Ein letzter Streich seiner Knappin oder Rache für die vielen Aufgaben die sie übernommen hatte? Nein zu Artig, es passte gar nicht zu Ihr.

Aber da gab es ja noch das genaue Gegenteil von Lieb und Artig, namentlich als Widerspenstig und Garstig . Da hatte sie sich entlarvt … oh ja , na warte ab. …. Mit Bunten Bändern nahm es seinen Anfang, dann wollte sie meine Stadt ….. und nun musste doch wieder das Schlachtross herhalten……. Na warte .

Wie ein ungewöhnliches Lichtspiel sah man den Goldenen Kronritter auf dem Regenbogenross durch die Stadt Galoppieren, vorbei an der „Wendel“-Treppe, vorbei an dem Aufgang zur Miene, wo ein erschrockener Miener glatt das Erz wieder auf dem Boden verteilte als der Bunte D-Zug an ihm vorbei zog, hinauf in die hintere Oberstadt bis vors letzte Haus.

LADY HELISANDE VON SENHEIT ……….. keifte die Stimme des Kronritters durch die Gasse und wiederholte sich nach ein Paar Minuten.
Achja sie hatte etwas von frühem Dienst erzählt, …… nagut,……… der wird ja nicht ewig dauern und wie Gewonnen so Zerronnen, sie wird schon sehen!

Vorsichtig an den Zügeln wird das Schlachtross die Stufen hinauf geführt und durch die Tür ins innere gebracht. Kurzerhand zur linken die Stufen hinab, am ende des Ganges links durch die Vorhänge, wieder Links ins Bad und direkt hinein ins ausreichend große Becken.

Dort abgestellt wartet das gut Ausgebildete nun recht Farbenfrohe Ross also in seinem Wässrigen Stall auf den Schichtwechsel zum Mittag und die dann Heimkehrende Hausbesitzerin und vermeidliche Übeltäterin. So wurde aus dem Regenbogenross nun also auch noch ein Farbenprächtiges Seepferdchen.
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Helisande von Alsted
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Beitrag von Helisande von Alsted »

Kein Kaffee!

Wie konnte man nur so leben?! Jeden Fleck hatte sie abgesucht und nicht ein winzig kleines Krümelchen Kaffee war irgendwo zu entdecken. Na was für ein wunderbarer Start in den Tag. Erst verschlafen, dann Frühdienst auf der Raufe und der würde ohne Kaffee beginnen. Mit der entsprechenden Laune warf sie sich in die Uniform und entschwand gen Adoran. Der Tag wurde nicht besser, denn auch im gesamten Regiment war weder Kaffee noch Mocca aufzutreiben. Es handelte sich bestimmt um eine von Menek'ur inizieerte Moccakrise. Die Antwort auf das diplomatische Schreiben dahingehend abzufassen verwarf sie dann doch. Es würde ganz sicher zu einem interkulturellen Konflikt kommen, wenn darin ein Moccaultimatum von ihr gestellt werden würde.

Ein Gefangener in Zelle 3. Ausgezeichnet. Aber auch er hatte keinen Kaffee eingeschmuggelt, dafür durfte ihn nun Heinrik verhören. Jedem das Seine! Das Kaffeehaus hatte geschossen und die Dame in der Stadtstube versuchte ihr Bier zu verkaufen. Na danke.

Die Postbearbeitung erwies sich als nicht alleinig glücklich machend und so warf sie sich in die Rüstung und versuchte sich durch körperliche Übung von ihrem kaffeefreien und somit elenden Leben abzulenken. Doch nicht einmal ein kerniges Scharmützel mit den Orks konnte ihre Laune heben. Endlich endete der Dienst und sie lenkte ihre Schritte heim. Dort im lauschig und frleidlich gelegenen Efeuheim würde es ein entspannendes Bad und zudem noch Kaffee geben. Deutlich beschwingteren Schrittes führte sie der Weg am griesgrämig plärrenden Herold vorbei in ihr trautes Heim.

Rasch aus der Rüstung geschält, die Waffen gereinigt während das Wasser kochte. Dann der verlockende Duft von frisch gebrühtem Kaffee. Mit dem Labsal aller gequälten Offiziersseelen tappte sie die Treppe hinab, durch den ersten Vorhang, durch den zweiten.

Direkt einen Schritt zurück.

Langsam streckte sich der Kopf durch den Vorhang. Ein farbenfroh ausgelaufenes Kronritterpferd nahm da ein Bad in ihrerm Wasserbecken. Dabei hatte es sich wohl vertan und erst den Fingerhut angefressen um dann die Efeuseife zu finden. Jene roch ja auch verlockend nach Efeu und grün und nun hatte das Tier Schaum vorm Maul und sah irgendwie entrückt aus. Zudem zogen sich Schlieren in allen Regenbogenfarben aus dessen Fell nach unten in IHR heiliges Wasser.

"Hätttäh?"

Ein Beruhigungsschluck vom Kaffee wurde genommen. Dann machte sie sich in Gambeson und Leinenhose daran das Tier zu entschäumen und vor allem aus ihrem Bad zu bugsieren. Zum Glück auf Äpfel konditioniert folgte das elfische Farbkastenexperiment ihr auch halbwegs willig. Gut der Teppich war hin, der Vorhang zum Schlafzimmer auch und die feine Schneise an Farberguss zog sich durchs ganze Haus. Und durch Berchgard.

Dort wurde das Tier an der Rathaustreppe angebunden und eine ziemlich garstige, kaffeeabstinente, und vor allem rosthaarige Frau sprang ins Büro des Lehnsherren. Dass sie barfuß und nur im Rüstunterzeugs nicht ganz nach der herrschenden Mode gekleidet war verrauchte gerade im gerechten Drachenzorn.
"Was in Krathors Namen macht Dein bepinselter und zwergenpilzbesäuselter Gaul in MEINEM Wasserbecken?!"
Thelor Reensdorf
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Thelor Reensdorf »

Worte wie Schwerter, und ein Schatten der sich drohend über Berchgard legte, ganz Berchgard??? Nein ein Haus und ihre Bewohnerin leistete der Vernunft noch Widerstand, hoffentlich mag ihr nicht der Himmel auf dem Kopf fallen.

Oh was ergab die Tat oder Missetat ein schönes durcheinander. Was Regt sie sich über Haupt so auf ? ...... Schreit hier Mord und Zeter und Feureo, wobei so langsam wurde es wirklich ganz schön Heiß im Raum und irgendwie war die Luft Dünn und Stickig geworden.

Zwischen der Stadtverwaltung und dem Haus der Ritterin zogen sich so Kleine, in allen Farben des Regenbogens schimmernde Pfützen, als hätte einer der Waffenschmiede mal wieder eine leckendes Fass mit Waffenöl durch die Stadt gezogen und die Schlieren schimmerten nun in der Sonne. Nur… die Sonne war bereits Wolkenverhangen und die Farben waren dennoch deutlich.

Apropos Wolkenverhangen, der Gewittergraue Blick und die darin Zornigen Blitze, ließen das Wetter in der Stadtverwaltung ebenfalls grade äußerst Trübe werden.
Die Sonne Verschwand hinterm Horizont und die Schatten die aus dem beleuchteten inneren der Verwaltung hinaus drangen, ließen zusammen mit der angehobenen inneren Lautstärke eher auf einen Kampf Zweier Pachycephalosauria schließen.

Zumindest schien es als blieben die Waffen in ihren Ledernen Umhüllungsbehältnissen und wurden an jenem Abend nicht gebraucht und mit vorschreitenden Abend kehrte man sogar zu einem deutlich angemessenerem Tonfall zurück bis……

……. Ja bis das Wort UNFUG, im Zusammenhang mit der Tat fiel.

Es gibt viele Worte die mit Un anfangen und zumeist etwas schlechtes bedeuten, Un-behagen, Un-gnade, Un-tericht……… aber dieses Wort war es das in dem so erhitzten Raum Spontan für absolute stille sorgte. Der Eben noch erhitzte Wasserdampf des Raumes Kondensierte als beschlag am Fensterglas nur um kurz darauf zu den Hübschesten Eiskristallen und Blumen an der Scheibe zu erstarren.

Aus Sengender Hitze wurde Eiszeit und nach einer Schier endlosen Minute schallte aus den Kehlen der zwei Ritter ein einzige Name ...... wobei das Wort UNFUG eigentlich un-missverständliche allgemeingültige Aussage darstellt.

Den Restlichen Abend hört man eher Getuschel und verschwiegenes heimtückisches Gekicher aus der umgestalteten Pläneschmiede der Stadtverwaltung und ein bedrohlicher Schatten geschürt vom UN und den gelüsten nach Rache erstreckt sich von der Stadtverwaltung aus bedrohlich über den sonst so friedlichen Ort in den Bergen.

Nur dem nun seltsam anzusehenden Fabelwesen, Dem Tollwütigenumgedrehtenregenbogenokapi vor der Tür des Kronritter war dies alles Herzlich egal und er erfreut sich seiner eigenen Seifenblasen beim Prusten und Schnauben!
Assamaril
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Registriert: Sonntag 7. September 2014, 16:45

Beitrag von Assamaril »

Assamaril war auf dem Rückweg mit einem Korb frischer Brötchen. Eigentlich war das ein Morgen wie jeder Morgen. Die Sonne gab die ersten warmen Sonnenstrahlen und störten die Schatten der langweilig grauen Häuser. Es passte zu der Stille, denn fast die ganze Stadt schien zu schlafen. Aber an diesem Morgen war etwas anders. Assamaril lächelte auf ihrem Rückweg, denn sie hatte etwas gesehen, das neu war. Ganz neu! Und es gefiel ihr. Ein großer, farbenfroher Regenbogen an einer Hauswand! Ja, das gefiel ihr, und langsam wuchs wieder eine ihrer furchtbaren Ideen in ihren Gedanken. Ideen für das Handelshaus. Sie wusste nicht, ob Shyra ihr DAS erlauben wird? In ihren Gedanken sah sie den Bodenteil des Hauses mit grünem Gras bemalt. Dazu einige Bäume und ... und Schmetterlinge! Viele bunte Schmetterlinge! Und oben Sonne und einige Wolken! Das würde zu dem großen und bunten Regenbogen passen. Assamaril war nun ganz aufgeregt, sie wollte mehr darüber nachdenken und würde an diesem wunderschönen Morgen einmal etwas ganz Neues machen. Sie würde sich einen wunderbaren, herrlichen, gut duftenden, sehr großen Mokka machen und ihn einfach nur genießen und über ihre Malereien Gedanken machen. Plötzlich erschrak sie. Denn noch etwas war ungewöhnlich an diesem Morgen auf ihrem Rückweg zum Handelshaus. Die Stille war weg. Irgendein, vielleicht noch Betrunkener, ritt mit großer Geschwindigkeit durch die Stadt an Assamaril vorbei und rief laut Lady Helisandes Namen, aber in einem Ton, den sie sich niemals zu ihr trauen würde. Sie schaute ihm hinterher. Sie hatte den Reiter nicht erkannt. Eigentlich hätte sie ihn erkennen können, aber ihr Aufmerksamkeit wurde gestohlen. Denn das Pferd, auf dem er ritt, war so wunderschön bunt wie der Regenbogen, den sie gerade gesehen hatte.
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Tarya Erskine
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tarya Erskine »

Mit einem leisen glucksen betrachtete sie die Farbflecken auf dem einst wunderschön, gepflegtem Rasengrün des Berchgarder Friedens.
Sie waren getrocknet, was die Farben nur noch leuchtender machte.
Der Kronritter hatte also den Drachen beschuldigt.
Vergnügt, mit breitem Koboldgrinsen machte sie zwei Schritt weiter.
Stocken.
„Verflucht“, murrte sie dann und das Grinsen erstarb jäh.
Er hatte den Drachen beschuldigt.

Verdammichnocheins.

Das würde bedeuten, dass sie sich vor geballter Rittermacht fürchten musste.
Kronritter und Ritterin. Na das war ein Spass.
Das bedeutete, sie musste sich irgendwo verstecken.
Wie war das Wetter in Rahal gerade noch mal?
Ach, scheisse, auch da würde man sie finden. Nagut, ertragen, wie es sich für einen Kobold gehörte. Aber!
Sie würde sich nun mehr als gut umgucken müssen, wenn sie irgendwo lang ging. Die beiden waren kreativ.
Wie dem auch sei, was nicht tötet, härtet ab.
Und sie hatte noch ein paar Asse im Ärmel. Mal sehen wer als nächstes dran glauben musste. Berchgard würde sicher ein paar Tage Ruhe vor Koboldschem Unsinn haben.
Nur ein paar Tage, Gras über die Sache wachsen lassen.

Das grinsen kehrte langsam zurück.
Thelor Reensdorf
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Thelor Reensdorf »

Die Goldene Morgenröte und Zukunftsweisungen

Stund um Stund ging ins Land und die Pläne der gemeinsamen Garstigkeit in schimmernder Rüstung nahmen mehr und mehr Gestalt an. Auch wurden die erste Dinge fleißigst Organisiert, vor allem der Staub eines bestimmten Mienenfundes war von größtem Interesse und wurde besorgt wo es nur zu besorgen galt.

Dazu ein Koffer mit Schreinerwerkzeugen und einige Lange Stoffbahnen fanden den Weg in die Stadtverwaltung.
Nun war es an der Zeit den Plan umzusetzen. Seit einem Tag war sie schon Fahnenflüchtig. Damit schied verderbliches als Streich aus, wer weis wann sie sich Heim traute. Apropo traute, Trautes Heim , Glück allein oder so ähnlich ging doch der Spruch , aber Verärgere niemals zwei Ritter und lass das traute so alleine.

In weit weniger Schimmernder Montur ging es zum Haus der Frau die für die Verzierungen bisher die Verantwortung trug. Nun gewähren wir ihr doch mal einen Blick in nicht allzu ferne Zukunft und dafür muss man nicht einmal Seherische oder Liedkundige Veranlagungen haben.
Mit Hilfe von Fin gelangten sie ohne Beschädigungen ins innere des Hauses. Oft erntete der Kronritter ein müdes lächeln dafür eine Frau wie Fin zur Leibwache genommen zu haben, aber wenn man weis wie man die Talente nutzbringend einsetzen kann, war sie eine gute und ergänzende Wahl. Heute zahlte es sich sogar umso mehr aus das sie sich mit Schlössern jeder Art auskannte.

Die ganze Nacht war ein dumpfes Schimmern im Haus zu sehen sowie die Geräusche vom Hämmern und Sägen, unterbrochen durch ein vereinzeltes Gnihihihi oder ein kehliges Dumpfes lachen.
Müde und abgekämpft wurde das Haus erst im Morgengrauen und in ziemlich Krummer Haltung durch die neuen Übeltäter verlassen und die Haustür versperrt als ob sie nie angetastet worden wäre.

Sobald Tarya sich wieder nach Berchgard Traut wird sie ihr Haus äußerlich unverändert vorfinden. Sobald sie aber die Tür öffnet …………………………………….


……. Steht sie vor einer halb zugenagelten Bretterwand in der Tür. Das obere 3tel der Tür wurde zugenagelt, so dass man reichlich gebückt durch die Tür gehen muss. Mit dem eindringenden Licht mag sich auch das restliche Werk betrachten. Es ist ein Traum aus GOLD. Nun ja vielleicht auch ein Albtraum aus Gold. Boden, Wände, Möbel, die durch Goldenes Tuch auf knapp 2 Schritt abgehangene Decke, alles Gülden überzogen. Mit Wasser Aufgetragener Goldstaub war auf Stühlen, Tischen, Schränken , Vorhängen, Gardienen , Bumen, aufgetragen. Es sah Leibhaftig aus wie die Reinkarnation des Goldgrabes unter Varuna,…… Naja in Miniatur, denn alles war um ein 3.tel gekürzt worden, die Stühle und Tische waren gekürzt, die Hängeschränke abgehangen und zu Bodenschränken mutiert. In der Küche standen die nun Goldeibeschränke auf der in schönstem Blattgold erstrahlten Arbeitplatte.
Selbst das in dem Haus Verbliebene Obst und Reagenzien waren nun durchaus Goldig anzusehen.

Im Schlafbereich war das Bett in der länge um ein 1/3tel gekürzt und aufs goldigste bezogen worden. Alle im Haus verbliebenen Kleidungsstücke wurden ebenfalls nicht von der Goldkur verschont.
Und in all, dieser Goldig- Schimmernden Pracht sticht etwas Weißes auf dem Bett hervor.
Sitzt dort doch Tatsächlich eine Schneeweiße Schleiereule, die vom Goldwahn verschont wurde und vor ihr auf dem Bett liegt ein Zettel wo in Güldenen Lettern die Zeilen zu lesen sind.

Liebe Tarya, hier geben wir dir ein Ausblick in deine Zukunft, möge sie Goldig sein und von ewigem Glanze überzogen sein
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Helisande von Alsted
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Registriert: Mittwoch 8. Mai 2013, 05:42

Beitrag von Helisande von Alsted »

Wenn einer den zweien eine Grube gräbt, er besser dann nach Rahal geht.

Der Satz würde sicherlich noch ein geflügeltes Wort in Lichtenthal werden, denn gerade waren zwei Ritter auf dem Kriegspfad. Oder auch auf dem Holzpfad, zumindet nach dem Werkzeug und Gewerke zur urteilen, was da in das Haus des Kobolds geschleppt wurde. Eine vorherrschende Farbe zeigte sich in allem und jedem bisschen was geschaffen wurde. Die sonnigste Farbe unter allen die Lichtenthal so repräsentierte und die hoffentlich einges Tages das junge, kleine Unfugwiesel voller Freude tragen würde.
Aber Rache war nun mal ein Gericht, das man am Besten kalt und mit Blattgold verziert genießt. So gingen beide Ritter auch mit kühler Präzision ans Werk.

"Halt mal den Nagel, ich hämmer den rein..."
"AUA - das machst du keine 132 Mal mit mir!"
"Wetten?"
"Geh lass mich ich bin... hörst du auf damit?!"
"Ich bin hier der Kronritter - Vertrau mir ich weiß was ich tue."
"Haha. Nein!"

"Gnhihihi."

Auf den wunderschön vergoldeten Spiegel mit nun auch goldener Spiegelfläche war in die Goldpuderschicht mit dem Finger ein Reim eingekratzt.

Gold Gold Gold sind alle ihre Farben
Gold Gold Gold ist nun alles was sie hat.
Darum liebt sie alles was ganz Gold ist,
weil Ihr Schatz ein ganz kleiner Goldschatz ist.


Die rosthaarige Ritterin sah sich dann vor der Herausforderung den einem Falkner abgeschwätzten Aasgeier getarnt als Schleiereule zu bändigen und auf dem Bett zu plazieren. Das spitzschnabelige Flattervieh machte jedoch dem, den es Darstellen sollte alle Ehre und erwies sich als ungeheuer stur und eigensinnig. Mehrfach versuchte es in den Haaren der fleißgen Handwerkerin ein Nest zu bauen oder flog balzend um den Kopf des Kronritters herum.
Doch ein Weibchen? Wie stellt man das bei Schleiereuelen fest?
Die Feststellung wurde vertagt und eine ordentliche Portion Hackfleisch auf dem goldigen Bettlaken verteilt. Die Eule würde das fressen oder das Bettlaken.
Mit Schwund war zu rechnen.

Kaum wieder draußen richteten sich beide Rittersleut zu ihrer vollen Größe auf und nickten sich vielsagend zu. Die Sachen wurden abgeklopft und alle äußeren Spuren beseitigt.

Und Helisande bekam endlich ihren Mocca.
Zuletzt geändert von Helisande von Alsted am Mittwoch 30. September 2015, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Tarya Erskine
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tarya Erskine »

Nichts ahnend, mitten in der Nacht schloss sie die Türe zu ihrem Haus auf, freute sich auf einen Kakao und dann auf das verdiente Bett.
Sie war viel unterwegs gewesen, sie hatte aber auch ein Ziel vor Augen…
Augen…
Sie hatte… ein Brett vor Augen.
„Was?“
Die kleine Heilerin musste sich tatsächlich bücken, um unter dem Vorgenagelten Brett ins Innere des Hauses zu kommen.
Der Blick wanderte umher und ein tiefes…. Wirklich tiefes einatmen folgte.
„Das kann doch nicht wahr sein, diese garstige Kuh“
Dieser goldene Glanz, der sich in ihrem Haus erstreckte war… überwältigend.
Mit verknittertem Gesicht inspizierte sie die Wohnung.
Nicht mal das Obst war verschont geblieben.
Als sie dann das Flattervieh auf ihrem Bett entdeckte, dass genüsslich die Decken mit dem Schnabel zerhackte um an jeden letzten Krümel Hackfleisch zu kommen, grollte sie leise. „Wartets nur ab, oh, wartets nur ab. Ihr beide…“
Es war keine Frage, WER diese Schweinerei veranstaltet hatte, sondern eher, wie.
Keine Einbruchsspuren, keine kaputten Fenster, nur größenreduzierte Möbel.
Es gab nur zwei Möglichkeiten.
Entweder die beiden hatten einen Schlüssel gehabt oder…. Fin.

Also nichts mit wohl verdienter Bettruhe, und auch der Kakao war vorerst gestorben.
Gegen die kleinen Möbel konnte sie gerade nichts tun, aber Tücher mussten abgehängt werden, Goldstaub weg geputzt, und das bescheidene an der Geschichte war, putzte man den Staub weg, fand man umgehend neuen.
Eine Sisyphusarbeit.
Nach guten drei Stunden fegen, wischen, wienern, grummeln, meckern, fluchen, zetern und vor allem, Pläne schmieden, hatte sie die Nase einfach voll.

Das Schwierigste war, dieses Vieh aus ihrem Bett zu kriegen, das nämlich keineswegs daran dachte, sich freiwillig von dem Bett zu bewegen, das ja immer noch nach Hackfleisch roch. Außerdem konnte man gut in allen Varianten darauf flätzen und sich sein Nest mit herausgezupften Haaren aus dem einst so weißen, gepflegtem und schön flauschig warmem Bärenfell auszustopfen.
„Temora noch eins, komm jetzt endlich her du Drecksding“, maulte sie, völlig müde und sichtlich genervt das Fliegetier an.
Als bei Versuch Nummer zehn noch immer kein Erfolg in Sicht war, warf sie frustriert ein kleineres Kissen auf das Vieh und drehte sich herum.
„Dann eben nicht“
Eine Decke wurde eingepackt und ein Kissen heran gezogen, damit bewaffnet stapfte sie mit missmutigem Gesichtsausdruck in die obere Etage.
Das Labor war wenigstens nur marginal in Mitleidenschaft gezogen worden.
Der Teppich war flauschig, wenngleich nicht annähernd so bequem wie ihr Bett.
„Verfluchte Ritter“, murrte sie und kuschelte sich in die Decke.

Eine Unbequeme und nicht sonderlich lange Nacht später, machte sie sich auf den Weg um Erkundigungen einzuholen



„Mein Haus ist golden“, gespannt war sie auf seine Reaktion.
„So?“ er zog die Augenbrauen hoch.
„Oh, du glaubst doch wohl nicht das ich…während meiner Dissertation die Zeit gehabt hätte?“
„Nein, aber du hast nicht zufällig was bei Thelor vergessen?“
„Nein? Was sollte ich denn….?“
Er ließ sich alles erzählen, den Reim am Spiegel, das verunstaltete Haus. Und ob man es glaubt oder nicht, er zog einen Mundwinkel hoch für ein gehässiges, kleines Lächeln.
Ein Plan wurde gefasst.
Jetzt mussten sie vorbereiten.

Beide verließen das Haus mit einem Grinsen auf den Lippen.
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