Die Klangsteine der Elfen
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Lharan Feyanthon
Die Klangsteine der Elfen
Einige Algenblätter hingen wirr in den nassen Haaren des Elfen, der mit dem Rücken im feuchten Sand der Bucht von Ered Luin lag. Wie lange er diesmal draußen im Meer gewesen war, konnte er nicht genau sagen, waren es Stunden oder gar einige Tage gewesen? Er war ein Teil des Meeres gewesen, war eine warme Strömung in der Delfine schwammen, war eine Welle die spielerisch ein kleines Fischerboot umgeworfen hatte, war der Seestern der stundenlag über den Meeresgrund gewirbelt wurde.
Lharan spürte das sich etwas in seinem innersten veränderte, sein Seelenlied glich immer mehr einer glatten spiegelnden Oberfläche eines Bergsees, auf dessen Oberfläche nicht das kleinste Kräuseln einer Welle zu sehen gewesen wäre.
Langsam dreht er seinen Kopf zur Seite und betrachte seinen ausgetreckten Arm, in dessen Hand sich eine faustgroße Muschel befand. Gedankenverloren führte er die Muschel an das spitz zulaufende Ohr und lauschte neugierig. Ein vertrautes Rauschen drang in sein Ohr, neugierig betrachtete er darauf die Muschel und drehte und wendete sie. Es dauerte eine Weile, bis Lharan die Klangmuster der Muschel deuten und das Entstehen des Rauschens verstehen konnte.
Die Muschel fungiert also als ein Resonanzkörper, die aus der Umgebung eindringenden Töne werden von den Wänden des Gehäuses hin- und hergeworfen und lassen die Luft im Innenraum der Muschel mitschwingen. Dies verstärkt bestimmte Frequenzen der Umgebungsgeräusche und dämpft andere ab.
Wenn man dieses Phänomen auf die Liedebene übertragen würde, könnte man Teile des Liedes der Eluive in akustische Geräusche und Klänge umwandeln….
Lharan sprang auf, klaubte sich die Algen aus dem Haar und lief mit der Muschel in der Hand zu seinem Haus. Er wollte noch heute Abend ein Versuchsmodel fertigen.
[tbc]
Lharan spürte das sich etwas in seinem innersten veränderte, sein Seelenlied glich immer mehr einer glatten spiegelnden Oberfläche eines Bergsees, auf dessen Oberfläche nicht das kleinste Kräuseln einer Welle zu sehen gewesen wäre.
Langsam dreht er seinen Kopf zur Seite und betrachte seinen ausgetreckten Arm, in dessen Hand sich eine faustgroße Muschel befand. Gedankenverloren führte er die Muschel an das spitz zulaufende Ohr und lauschte neugierig. Ein vertrautes Rauschen drang in sein Ohr, neugierig betrachtete er darauf die Muschel und drehte und wendete sie. Es dauerte eine Weile, bis Lharan die Klangmuster der Muschel deuten und das Entstehen des Rauschens verstehen konnte.
Die Muschel fungiert also als ein Resonanzkörper, die aus der Umgebung eindringenden Töne werden von den Wänden des Gehäuses hin- und hergeworfen und lassen die Luft im Innenraum der Muschel mitschwingen. Dies verstärkt bestimmte Frequenzen der Umgebungsgeräusche und dämpft andere ab.
Wenn man dieses Phänomen auf die Liedebene übertragen würde, könnte man Teile des Liedes der Eluive in akustische Geräusche und Klänge umwandeln….
Lharan sprang auf, klaubte sich die Algen aus dem Haar und lief mit der Muschel in der Hand zu seinem Haus. Er wollte noch heute Abend ein Versuchsmodel fertigen.
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Zuletzt geändert von Lharan Feyanthon am Donnerstag 26. März 2015, 12:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Lharan Feyanthon
Lharan saß in seinem Haus, im Hintergrund plätscherte beruhigend das Wasser des Hausbrunnens, das wider der Schwerkraft die Wand empor floss und auf der anderen Seite wieder ins Becken stürzte.
Auf dem Tisch lag die Muschel die er aus dem Meer mitgebracht hatte, daneben stand ein Versuchsaufbau in Form eines etwa 15 Finger großen spitz zulaufenden Steins, dessen Spitze mit einem kleinen Bergkristall versehen war. Die Melodie, die die Ausprägungen des Liedes der Eluive in einen akustischen Ton umwandeln sollte, hatte er bereits nachbilden können. Ähnlich der Eigenschaften der Muschel, hatte er durch eine Modulation der Schöpfungsmelodie eine Art Prisma gebildet, dass die Liedstrukturen bündelte und verstärkte. Eine kräftige und stark überzeichnete Liedstruktur war die Voraussetzung um überhaupt eine akustisches Signal erzeugen zu können. Die Herausforderung bestand darin, die gebündelte Energie der Liedstruktur auf der physischen Ebene in ein akustisch hörbares Geräusch umzuwandeln.
Um dies zu bewerkstelligen, fügte Lharan an dem Ausgangspunkt des Prismas einige Strophen der Windmelodie in das Liedgefüge ein, die dafür sorgten, dass die gebündelte Energie der Liedstruktur einen Luftzug auf der physischen Ebene erzeugen sollte.
Lharan modulierte das Model aus Stein so, das von dem Bergkristall ausgehend, ein feiner Windkanal durch den Stein führte und auf eine Anblasskante aus Zedernholz traf, der die Luftsäule im Inneren zum Schwingen brachte.
Ein tiefer Ton erklang, als Lharan die elementaren Melodien des Bergkristalls zu modulieren begann.
[tbc]
Auf dem Tisch lag die Muschel die er aus dem Meer mitgebracht hatte, daneben stand ein Versuchsaufbau in Form eines etwa 15 Finger großen spitz zulaufenden Steins, dessen Spitze mit einem kleinen Bergkristall versehen war. Die Melodie, die die Ausprägungen des Liedes der Eluive in einen akustischen Ton umwandeln sollte, hatte er bereits nachbilden können. Ähnlich der Eigenschaften der Muschel, hatte er durch eine Modulation der Schöpfungsmelodie eine Art Prisma gebildet, dass die Liedstrukturen bündelte und verstärkte. Eine kräftige und stark überzeichnete Liedstruktur war die Voraussetzung um überhaupt eine akustisches Signal erzeugen zu können. Die Herausforderung bestand darin, die gebündelte Energie der Liedstruktur auf der physischen Ebene in ein akustisch hörbares Geräusch umzuwandeln.
Um dies zu bewerkstelligen, fügte Lharan an dem Ausgangspunkt des Prismas einige Strophen der Windmelodie in das Liedgefüge ein, die dafür sorgten, dass die gebündelte Energie der Liedstruktur einen Luftzug auf der physischen Ebene erzeugen sollte.
Lharan modulierte das Model aus Stein so, das von dem Bergkristall ausgehend, ein feiner Windkanal durch den Stein führte und auf eine Anblasskante aus Zedernholz traf, der die Luftsäule im Inneren zum Schwingen brachte.
Ein tiefer Ton erklang, als Lharan die elementaren Melodien des Bergkristalls zu modulieren begann.
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Zuletzt geändert von Lharan Feyanthon am Donnerstag 26. März 2015, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Lharan Feyanthon
Einige Glühwürmchen tanzten in der Abenddämmerung um die vier Liedweber herum, die sich im kniehohen Gras niedergelassen hatten und das Modell des Klangsteins betrachteten und untersuchten. Faen‘iell hatte ihre meeresblauen Augen fasziniert auf den Bergkristall gerichtet und untersuchte voller Neugierde die Klangmuster des Prismas. Elin’thilon saß etwas weiter Abseits, wie stets zeigten seine Züge wenig Emotionen, nur einige geistreiche Einwürfe kündeten von der Neugierde, die hinter den starren Zügen des Ithron verborgen lag. Shalaryl war hellauf begeistert, sie hatte schon eine magische Orgel in ihrem Geiste entworfen und wollte unbedingt einige Lieder darauf spielen.
Es war ein langer aber produktiver Abend gewesen und Lharan setzte sich noch in der Nacht daran, einige Ideen umzusetzen und Modifikationen vorzunehmen. Das Melodienprisma, das die Liedstrukturen bündelte und verstärkte, wurde so umgeformt, dass ähnlich einer Tonleiter, hohe Töne anders reflektiert wurden als dunkle Töne. Auf diese Weise war es möglich, nur bestimmte Melodienarten als Auslöser der Windmelodie zu definieren.
Als sich die goldene Silhouette der Sonne langsam erhob, waren die Modifikationen des Melodienprismas abgeschlossen. Er hatte das Tal und den Nebelwald hinter sich gelassen um bei seinen weiteren Testversuchen keine Aufregung unter den Elfen zu verursachen. Das was er als nächstes zu tun gedachte, erzeugte in dem Liedliebenden Elfen tiefes Unbehagen. Er musste Dissonanzen erzeugen, denn nur mit Hilfe der verstümmelten Melodien, konnte er das Melodienprisma auf die Dissonanzklänge einstimmen.
Die Ohren das Elfen und seine Wangenmuskulatur zuckten unkontrolliert als Lharan die Dissonanz erzeugte. Es war eine Sache, die Melodie zu hören die einem Schmerz und Kummer im Herz bereitete, sie aber selbst zu erzeugen, glich einem Frevel an Eluive selbst. Er musste einige Male schwer schlucken und sich ins Gedächtnis rufen, das es zum Wohle seines Volkes und seiner geliebte Familie geschah.
Was wohl Faen’iell über sein Tun denken würde… ? Er verwarf diesen Gedanken schnell, biss die Zähne zusammen und begann das Prisma auf die Dissonanz einzustimmen.
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Es war ein langer aber produktiver Abend gewesen und Lharan setzte sich noch in der Nacht daran, einige Ideen umzusetzen und Modifikationen vorzunehmen. Das Melodienprisma, das die Liedstrukturen bündelte und verstärkte, wurde so umgeformt, dass ähnlich einer Tonleiter, hohe Töne anders reflektiert wurden als dunkle Töne. Auf diese Weise war es möglich, nur bestimmte Melodienarten als Auslöser der Windmelodie zu definieren.
Als sich die goldene Silhouette der Sonne langsam erhob, waren die Modifikationen des Melodienprismas abgeschlossen. Er hatte das Tal und den Nebelwald hinter sich gelassen um bei seinen weiteren Testversuchen keine Aufregung unter den Elfen zu verursachen. Das was er als nächstes zu tun gedachte, erzeugte in dem Liedliebenden Elfen tiefes Unbehagen. Er musste Dissonanzen erzeugen, denn nur mit Hilfe der verstümmelten Melodien, konnte er das Melodienprisma auf die Dissonanzklänge einstimmen.
Die Ohren das Elfen und seine Wangenmuskulatur zuckten unkontrolliert als Lharan die Dissonanz erzeugte. Es war eine Sache, die Melodie zu hören die einem Schmerz und Kummer im Herz bereitete, sie aber selbst zu erzeugen, glich einem Frevel an Eluive selbst. Er musste einige Male schwer schlucken und sich ins Gedächtnis rufen, das es zum Wohle seines Volkes und seiner geliebte Familie geschah.
Was wohl Faen’iell über sein Tun denken würde… ? Er verwarf diesen Gedanken schnell, biss die Zähne zusammen und begann das Prisma auf die Dissonanz einzustimmen.
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Zuletzt geändert von Lharan Feyanthon am Mittwoch 1. April 2015, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
- Gwanion Celebren
- Beiträge: 323
- Registriert: Dienstag 29. Juli 2014, 11:36
Die Sonne schickt gerade ihre ersten Strahlen über die die blauen Berge, als Gwanion mit einer Handvoll Elfen zwei schwere, beinahe mannshohe Marmorquader aus Selines Höhle wuchtet. Den ganzen letzten Tag hatte er damit verbracht, sie aus der Höhle zu schneiden. Mit Hilfe von Hebekonstruktionen und Flaschenzügen, die Gwanion die letzten Tage hergestellt hat, bewegen sich die massiven Quader langsam und gemächlich wie von Zauberhand. Mit Hilfe von einfachen, von Ästen und Rinden befreiten Stämmen, über die er die schweren Steine vorsichtig schieben lässt, befördert die Gruppe nach und nach die Marmorblöcke über den nördlichen Bergpass bis zu Gwanions Werkstatt.
[img]http://up.picr.de/21454051nn.jpg[/img]
Lharans Skizze
Dort angekommen stellt er sie vor dem Haus auf und sinniert einen guten halben Tag über die Notizen, die er von Lharan für den Bau der Menhire erhalten hat, macht eigene Notizen, verwirft und beginnt erneut, bis er eine zufriedenstellende Lösung gefunden hat. Die Menhire aus einem Stück zu fertigen wird dank der von Lharan gewünschten Aushöhlung nicht möglich sein, zumindest nicht ohne den Einsatz von Magie. Also wird Gwanion einen unteren und einen oberen Teil herstellen.
Er beginnt damit, die äußere Form des Steines mit einem aus Diamanterz hergestellten Meisel herauszuarbeiten. Nach und nach wird die untere Form erkennbar. Gwanion arbeitet konzentriert und ausdauernd, Schweiß läuft ihm über den bloßen Oberkörper. Er wird nur ab und an von seiner besorgten Cousine unterbrochen, die ihn mit Engelsgeduld dazu nötigt, etwas zu Essen und zu Trinken zu sich zu nehmen.
Die Fläche auf der Oberseite des Steins muss ebenmäßig plan sein, damit der obere Stein nahtlos mit dem unteren Stein abschließt. Dafür hat Gwanion eine spezielle Holzkonstruktion hergestellt. Er umschließt den Stein mit einem Rahmen aus Holz, bei dem auf der Höhe der Schnittkante auf gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Führungsschiene angebracht ist. Durch diese führt er einen mit diamantenen Stücken durchsetzten, stabilen Faden, der an beiden Seiten an Holzblöcken befestigt ist. Diese Befestigungen lassen sich senkrecht zu den Führungsschienen bewegen, wodurch der Faden hin- und hergeführt werden kann. Diese improvisierte Säge richtet er exakt über dem Stein aus und beginnt mit viel Geduld durch ein vorsichtiges hin und her bewegen des Fadens einen glatten horizontalen Schnitt über die Oberseite des Steines zu führen. Nach und nach, unterbrochen von einem mehrfachen Wechsel des Fadens schneidet Gwanion so eine exakt plane Oberfläche.
Auf diese legt er nun ein vorher angefertigtes Gitter aus dünnen Holzstäben, dessen Kreuzungspunkte er auf der glatten Oberfläche markiert und dort anschließend kleine Löcher in den Stein meißelt. Danach höhlt er in der Mitte des Steines eine Kuhle und treibt von dieser ausgehend zwei nach außen dicker werdende Kanäle auf genau gegenüber liegende Seiten. Die Sonne ist längst hinter der anderen Seite der Berge verschwunden, als ihn eine besorgte Lamentinu mit viel guten Worten dazu bringt, ein Abendmahl zu sich zu nehmen und den Tag auf der Hängematte hinter ihrem Haus zu beschließen.
Als die Sonne am nächsten Morgen wieder die Gipfel der blauen Berge erklimmt, steht Gwanion bereits an dem Stein und bearbeitet den oberen Teil. Das vorsorglich bereitgestellte Frühstück steht unangetastet neben Lamentinus Hängematte. Auch beim oberen Stein beginnt er mit der äußeren Form und dem herstellen einer planen Auflagefläche. Als exaktes Gegenstück zum unteren Teil arbeitet Gwanion dann die kleinen Löcher und die kindskopfgroße Kuhle in den Stein. Auch hier geht er mit äußerster Sorgfalt und Geduld vor, so dass er sich am Ende des Tages im Schein einer Kerze und einer Strafpredigt über ignorierte Mahlzeiten wiederfindet.
Am dritten Tage geht es schließlich an die letzten Feinheiten. Gwanion hat sich einen langen, dünnen Stab zurechtgeschnitten den er an beiden Seiten eingekerbt hat. An einer Seite befestigt er eine aus Diamant gefertigte Spitze. Danach setzt er auf seine Sägekonstruktion an allen 4 Ecken weitere Holzstäbe an, die er über dem Stein mittig zusammenführt. Zur Stabilisierung befestigt er mehrere Querstreben, die in der Mitte zusammengeführt werden. In die dadurch entstehende Führung befestigt er den improvisierten Bohrer und beginnt behutsam den senkrechten Kanal in den oberen Stein zu schneiden. Auch hierbei muss der Kopf mehrmals gewechselt werden bevor der Bohrer genau in der Mitte der Kuhle aus dem Stein tritt. Die Sonne neigt sich bereits wieder dem Ende des Tages zu, als er in den unteren Stein kleine Marmordübel in die dafür vorgesehenen Löcher versenkt und mithilfe seiner Hebekonstruktion den oberen Stein auf das Unterteil absenkt. Zu Gwanions tiefer Zufriedenheit passen beide Stücke exakt aufeinander. Mit einem seligen Lächeln im Gesicht sitzt er mit Traubenmilch und schwarz gebratenen Fischsteaks vor seinem Werk und betrachtet es versonnen, bevor er sich zu Lharans Haus aufmacht, um ihm von der Fertigstellung des ersten Steins zu unterrichten. So der Stein den Wünschen des Ithron entspricht, würde er in den nächsten Tagen die restlichen Steine aus dem Berg schneiden und fertigen.
[img]http://up.picr.de/21454051nn.jpg[/img]
Lharans Skizze
Dort angekommen stellt er sie vor dem Haus auf und sinniert einen guten halben Tag über die Notizen, die er von Lharan für den Bau der Menhire erhalten hat, macht eigene Notizen, verwirft und beginnt erneut, bis er eine zufriedenstellende Lösung gefunden hat. Die Menhire aus einem Stück zu fertigen wird dank der von Lharan gewünschten Aushöhlung nicht möglich sein, zumindest nicht ohne den Einsatz von Magie. Also wird Gwanion einen unteren und einen oberen Teil herstellen.
Er beginnt damit, die äußere Form des Steines mit einem aus Diamanterz hergestellten Meisel herauszuarbeiten. Nach und nach wird die untere Form erkennbar. Gwanion arbeitet konzentriert und ausdauernd, Schweiß läuft ihm über den bloßen Oberkörper. Er wird nur ab und an von seiner besorgten Cousine unterbrochen, die ihn mit Engelsgeduld dazu nötigt, etwas zu Essen und zu Trinken zu sich zu nehmen.
Die Fläche auf der Oberseite des Steins muss ebenmäßig plan sein, damit der obere Stein nahtlos mit dem unteren Stein abschließt. Dafür hat Gwanion eine spezielle Holzkonstruktion hergestellt. Er umschließt den Stein mit einem Rahmen aus Holz, bei dem auf der Höhe der Schnittkante auf gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Führungsschiene angebracht ist. Durch diese führt er einen mit diamantenen Stücken durchsetzten, stabilen Faden, der an beiden Seiten an Holzblöcken befestigt ist. Diese Befestigungen lassen sich senkrecht zu den Führungsschienen bewegen, wodurch der Faden hin- und hergeführt werden kann. Diese improvisierte Säge richtet er exakt über dem Stein aus und beginnt mit viel Geduld durch ein vorsichtiges hin und her bewegen des Fadens einen glatten horizontalen Schnitt über die Oberseite des Steines zu führen. Nach und nach, unterbrochen von einem mehrfachen Wechsel des Fadens schneidet Gwanion so eine exakt plane Oberfläche.
Auf diese legt er nun ein vorher angefertigtes Gitter aus dünnen Holzstäben, dessen Kreuzungspunkte er auf der glatten Oberfläche markiert und dort anschließend kleine Löcher in den Stein meißelt. Danach höhlt er in der Mitte des Steines eine Kuhle und treibt von dieser ausgehend zwei nach außen dicker werdende Kanäle auf genau gegenüber liegende Seiten. Die Sonne ist längst hinter der anderen Seite der Berge verschwunden, als ihn eine besorgte Lamentinu mit viel guten Worten dazu bringt, ein Abendmahl zu sich zu nehmen und den Tag auf der Hängematte hinter ihrem Haus zu beschließen.
Als die Sonne am nächsten Morgen wieder die Gipfel der blauen Berge erklimmt, steht Gwanion bereits an dem Stein und bearbeitet den oberen Teil. Das vorsorglich bereitgestellte Frühstück steht unangetastet neben Lamentinus Hängematte. Auch beim oberen Stein beginnt er mit der äußeren Form und dem herstellen einer planen Auflagefläche. Als exaktes Gegenstück zum unteren Teil arbeitet Gwanion dann die kleinen Löcher und die kindskopfgroße Kuhle in den Stein. Auch hier geht er mit äußerster Sorgfalt und Geduld vor, so dass er sich am Ende des Tages im Schein einer Kerze und einer Strafpredigt über ignorierte Mahlzeiten wiederfindet.
Am dritten Tage geht es schließlich an die letzten Feinheiten. Gwanion hat sich einen langen, dünnen Stab zurechtgeschnitten den er an beiden Seiten eingekerbt hat. An einer Seite befestigt er eine aus Diamant gefertigte Spitze. Danach setzt er auf seine Sägekonstruktion an allen 4 Ecken weitere Holzstäbe an, die er über dem Stein mittig zusammenführt. Zur Stabilisierung befestigt er mehrere Querstreben, die in der Mitte zusammengeführt werden. In die dadurch entstehende Führung befestigt er den improvisierten Bohrer und beginnt behutsam den senkrechten Kanal in den oberen Stein zu schneiden. Auch hierbei muss der Kopf mehrmals gewechselt werden bevor der Bohrer genau in der Mitte der Kuhle aus dem Stein tritt. Die Sonne neigt sich bereits wieder dem Ende des Tages zu, als er in den unteren Stein kleine Marmordübel in die dafür vorgesehenen Löcher versenkt und mithilfe seiner Hebekonstruktion den oberen Stein auf das Unterteil absenkt. Zu Gwanions tiefer Zufriedenheit passen beide Stücke exakt aufeinander. Mit einem seligen Lächeln im Gesicht sitzt er mit Traubenmilch und schwarz gebratenen Fischsteaks vor seinem Werk und betrachtet es versonnen, bevor er sich zu Lharans Haus aufmacht, um ihm von der Fertigstellung des ersten Steins zu unterrichten. So der Stein den Wünschen des Ithron entspricht, würde er in den nächsten Tagen die restlichen Steine aus dem Berg schneiden und fertigen.
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Lharan Feyanthon
Unter Gwanions aufmerksamen Blick umrundete Lharan in andachtsvollen Schritten die steinerne Konstruktion, die der Gwador nach seinen Wünschen gefertigt hatte. Seine Sinne lauschten der Melodie des Klangsteines und untersuchten dessen Begebenheiten. Gwanion hatte hervorragende Arbeit geleistet, die Außenhaut wies keine sichtbaren Einkerbungen durch einen Meißel auf, fast schien es so als wäre der Stein gegossen worden. Nur ein feiner horizontaler Schlitz kündete von zwei zusammengesetzten Hälften.
Der Klangstein entsprach genau seinen Vorstellungen und so bat Lharan den Gwador darum, sechs weitere Steine zeitnah zu fertigen.
Mit vereinten Kräften schafften sie den Klangstein vor das Haus des Meeres und der klingenden Wellen.
Zusammen öffneten Gwanion und der Liedweber den Stein und begutachteten den Hohlraum. Lharan bettete einen bereits bereitgelegten und passend gesägten Zedernstamm in das Innere des Hohlraums. Der Körperklang des Stammes wurde von ihm so angepasst, dass sich eine hölzerne Innenwand über das Gestein legte und einen Resonanzkörper bildete. Eine Anblasskante am Ende des oben Zulaufkanals, würde die Luft im Hohlraum des Resonanzkörper zum Schwingen bringen, und einen tiefen Ton erzeugen, wenn ein Luftstrom auf sie träfe.
Zusammen setzten Sie die obere Hälfte des Klangsteines wieder auf die untere Hälfte und arretierten die Mechanik ineinander. Abschließend versiegelte Lharan die Bearbeitungsfuge und verstärkte die Außenhaut, mittels Klanganreicherungen die er aus Liedsträngen von Diamanten kannte. Der rein mechanische Vorgang war damit abgeschlossen. Lharan bedankte sich noch einmal überschwänglich bei seinem Gwador und machte sich nun an das Herzstück des Klangsteines.
Lharan hatte einen Kindskopf großen Bergkristall für das Melodienprisma ausgewählt. Zunächst begann er damit, die vertrauten Klänge der Muschel in den Stein zu weben. Er modulierte die Muschelmelodie so, dass der Kristall zukünftig nicht mehr Schallwellen auffing, sondern stattdessen die Reinklänge des Liedes der Eluive bündelte und verstärkte. Der nächste Schritt war das Melodienprisma so umzuformen, dass es ähnlich einer Tonleiter hohe und reine Töne anders reflektierte als dunkle Töne. Auf diese Weise war es möglich, nur bestimmte Melodienarten als Auslöser zu definieren. Die Melodien die Lharan als Auslöser definierte waren die unsäglichen Klänge von Dissonanzen, der gefallenden Brüder und liedlose Raumforderungen, wie er sie bei den Schattenwesen vernommen hatte. Anschließend richtete er die Wände des Melodienprismas so aus, dass nur die dunklen Töne auf den Ausgangspunkt des Prismas gebündelt wurden, um so Strophen von Windmelodie zu erzeugen, die einen Luftzug auf der physischen Ebene erzeugten und in den Kanal des Klangsteins bliesen.
Sollten nun dunkle Töne in den Einflussbereich des Klangsteines treten, würde das Melodienprisma einen steten Luftstoß in das Innere des Stein senden, der auf die Anblasskante treffen würde und so ein dunkles aber hörbares Dröhnen, gleich eines Horns verursachen würde.
Die Klangsteine würden Lharan zusammen mit den anderen Edhil über das Tal verteilen, damit sein Volk und seine Familie zukünftig vor drohender Gefahr gewarnt werden würden, sofern die magischen Barrieren seiner Urahnen je versagen sollten.
Der Klangstein entsprach genau seinen Vorstellungen und so bat Lharan den Gwador darum, sechs weitere Steine zeitnah zu fertigen.
Mit vereinten Kräften schafften sie den Klangstein vor das Haus des Meeres und der klingenden Wellen.
Zusammen öffneten Gwanion und der Liedweber den Stein und begutachteten den Hohlraum. Lharan bettete einen bereits bereitgelegten und passend gesägten Zedernstamm in das Innere des Hohlraums. Der Körperklang des Stammes wurde von ihm so angepasst, dass sich eine hölzerne Innenwand über das Gestein legte und einen Resonanzkörper bildete. Eine Anblasskante am Ende des oben Zulaufkanals, würde die Luft im Hohlraum des Resonanzkörper zum Schwingen bringen, und einen tiefen Ton erzeugen, wenn ein Luftstrom auf sie träfe.
Zusammen setzten Sie die obere Hälfte des Klangsteines wieder auf die untere Hälfte und arretierten die Mechanik ineinander. Abschließend versiegelte Lharan die Bearbeitungsfuge und verstärkte die Außenhaut, mittels Klanganreicherungen die er aus Liedsträngen von Diamanten kannte. Der rein mechanische Vorgang war damit abgeschlossen. Lharan bedankte sich noch einmal überschwänglich bei seinem Gwador und machte sich nun an das Herzstück des Klangsteines.
Lharan hatte einen Kindskopf großen Bergkristall für das Melodienprisma ausgewählt. Zunächst begann er damit, die vertrauten Klänge der Muschel in den Stein zu weben. Er modulierte die Muschelmelodie so, dass der Kristall zukünftig nicht mehr Schallwellen auffing, sondern stattdessen die Reinklänge des Liedes der Eluive bündelte und verstärkte. Der nächste Schritt war das Melodienprisma so umzuformen, dass es ähnlich einer Tonleiter hohe und reine Töne anders reflektierte als dunkle Töne. Auf diese Weise war es möglich, nur bestimmte Melodienarten als Auslöser zu definieren. Die Melodien die Lharan als Auslöser definierte waren die unsäglichen Klänge von Dissonanzen, der gefallenden Brüder und liedlose Raumforderungen, wie er sie bei den Schattenwesen vernommen hatte. Anschließend richtete er die Wände des Melodienprismas so aus, dass nur die dunklen Töne auf den Ausgangspunkt des Prismas gebündelt wurden, um so Strophen von Windmelodie zu erzeugen, die einen Luftzug auf der physischen Ebene erzeugten und in den Kanal des Klangsteins bliesen.
Sollten nun dunkle Töne in den Einflussbereich des Klangsteines treten, würde das Melodienprisma einen steten Luftstoß in das Innere des Stein senden, der auf die Anblasskante treffen würde und so ein dunkles aber hörbares Dröhnen, gleich eines Horns verursachen würde.
Die Klangsteine würden Lharan zusammen mit den anderen Edhil über das Tal verteilen, damit sein Volk und seine Familie zukünftig vor drohender Gefahr gewarnt werden würden, sofern die magischen Barrieren seiner Urahnen je versagen sollten.
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Lharan Feyanthon
*ein Schreiben erreicht den Rat der Elfen*
Phanodains Segen und Weisheit mit euch verehrte Geschwister des Rates,
fey möchte euch an diesen Tag Informationen über den aktuellen Stand der Klangsteine zukommen lassen. Unser weiser Baumeister Edhil Szel'inthillion wird aller Voraussicht nach, den letzten der Klangsteine am 20. Ashatar aufgestellt haben.
An diesem Abend möchte fey zusammen mit der Gemeinschaft aller Edhil die Melodie der Steine einstimmen, auf das jene fortan und für alle Zeit das Volk der Edhil vor jediglicher Gefahr innerhalb des Tales und des Nebelwaldes warnen mögen.
Für den 25. Ashatar hat fey eine Einladung an die Vertreter der Edain Fakultät Academia Arcana ausgesprochen. Diese haben sich dazu bereit erklärt, die Funkonalität der Klangsteine einem Test zu unterziehen. Um die Funktionalität und Zuverlässigkeit der Klangsteine zu bewerten, werden dieses eine künstliche Dissonanz erzeugen, die der Klangstrukturen unserer verhassten Brüder hoffentlich möglich ähnlich sein wird.
Fey hält diesen Schritt für absolut notwendig, da es uns Liedwebern einfach nicht möglich ist, Dissoanzen von derart abscheulicher Art und Weise zu erzeugen, wie es die gefallenen Brüder tun würden.
Die Gefahren die durch ein solchen Unterfangen entstehen könnten sind fey durchaus bewusst. Alle möglichen Schutzmaßnahmen werden ergriffen um nachhaltige Schäden an Tal und dem Lied der Eluive zu verhindern. Zu aller Vorsicht, erbittet fey jedoch auch an diesem Tage Unterstützung durch das Volk der Edhil. Mit einigen Klingentänzern die das Ritual begleiten würden, würde fey sich wohler fühlen.
Die Klangsteine werden eine wertvolle Ergänzung der Liedstrukturen sein, die unsere Vorfahren geschaffen haben um unser Tal - unsere Heimat, zu behüten.
Es grüßt

[img]http://www.silber-wolf.de/Alathair/lharansiegel.gif[/img]
*Durch eine filigrane Modulation des Liedes, glimmt die Inschrift des Siegels immer wieder schwach auf*
Phanodains Segen und Weisheit mit euch verehrte Geschwister des Rates,
fey möchte euch an diesen Tag Informationen über den aktuellen Stand der Klangsteine zukommen lassen. Unser weiser Baumeister Edhil Szel'inthillion wird aller Voraussicht nach, den letzten der Klangsteine am 20. Ashatar aufgestellt haben.
An diesem Abend möchte fey zusammen mit der Gemeinschaft aller Edhil die Melodie der Steine einstimmen, auf das jene fortan und für alle Zeit das Volk der Edhil vor jediglicher Gefahr innerhalb des Tales und des Nebelwaldes warnen mögen.
Für den 25. Ashatar hat fey eine Einladung an die Vertreter der Edain Fakultät Academia Arcana ausgesprochen. Diese haben sich dazu bereit erklärt, die Funkonalität der Klangsteine einem Test zu unterziehen. Um die Funktionalität und Zuverlässigkeit der Klangsteine zu bewerten, werden dieses eine künstliche Dissonanz erzeugen, die der Klangstrukturen unserer verhassten Brüder hoffentlich möglich ähnlich sein wird.
Fey hält diesen Schritt für absolut notwendig, da es uns Liedwebern einfach nicht möglich ist, Dissoanzen von derart abscheulicher Art und Weise zu erzeugen, wie es die gefallenen Brüder tun würden.
Die Gefahren die durch ein solchen Unterfangen entstehen könnten sind fey durchaus bewusst. Alle möglichen Schutzmaßnahmen werden ergriffen um nachhaltige Schäden an Tal und dem Lied der Eluive zu verhindern. Zu aller Vorsicht, erbittet fey jedoch auch an diesem Tage Unterstützung durch das Volk der Edhil. Mit einigen Klingentänzern die das Ritual begleiten würden, würde fey sich wohler fühlen.
Die Klangsteine werden eine wertvolle Ergänzung der Liedstrukturen sein, die unsere Vorfahren geschaffen haben um unser Tal - unsere Heimat, zu behüten.
Es grüßt
[img]http://www.silber-wolf.de/Alathair/lharansiegel.gif[/img]
*Durch eine filigrane Modulation des Liedes, glimmt die Inschrift des Siegels immer wieder schwach auf*
Zuletzt geändert von Lharan Feyanthon am Dienstag 18. August 2015, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
- Sheran Eryn'beria
- Beiträge: 22
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Steine die durch Liedweber manipuliert werden waren in den Augen des Waldelfen Sheran nichts ungewöhnliches, doch diesmal war es etwas anderes. Es war als würde man den dumpfen eintönigen Klang eines Steines zu einer lebendigen Melodie formen. Es war als würde der Stein den Klang der Wünsche und Träume der Gemeinschaft in sich aufnehmen und in einem harmonischen Klang wiedergeben. Dies erforderte in den Augen sherans mehr als nur das können eines normalen Liedwebers. Dies war das Werk eines Meisters des Liedes.
Die Fragen der anderen Liedweber nahmen kein Ende und wie sollte Sheran verstehen wie man einem Stein lebende Melodien geben konnte und ihn somit vom Klang her fast zu einem lebenden Wesen zu formen. Doch was Er verstehen konnte was dass, die Steine den Nebelwald schützen würden und somit Übergriffe gegen die Gemeinschaft erschwert würden.
Der Gedanke an die Gemeinschaft und an die dunklen Zeit dieser leitete den Liedweber Lharan Feyanthon bei seinem Vorhaben und öffnete ihm den Weg zu unglaublicher Macht. Doch selbst nach diesem Beweis seines Könnens benötigte er nun die Hilfe der anderen Liedweber Ered Luins um sein Werk des Schutzes zu vollenden. Diese Geschichte war somit nicht beendet und schien gerade erst zu beginnen.
Die Fragen der anderen Liedweber nahmen kein Ende und wie sollte Sheran verstehen wie man einem Stein lebende Melodien geben konnte und ihn somit vom Klang her fast zu einem lebenden Wesen zu formen. Doch was Er verstehen konnte was dass, die Steine den Nebelwald schützen würden und somit Übergriffe gegen die Gemeinschaft erschwert würden.
Der Gedanke an die Gemeinschaft und an die dunklen Zeit dieser leitete den Liedweber Lharan Feyanthon bei seinem Vorhaben und öffnete ihm den Weg zu unglaublicher Macht. Doch selbst nach diesem Beweis seines Könnens benötigte er nun die Hilfe der anderen Liedweber Ered Luins um sein Werk des Schutzes zu vollenden. Diese Geschichte war somit nicht beendet und schien gerade erst zu beginnen.
- Lamentinu Celebren
- Beiträge: 1105
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Eine Woche puren Glücks!
Die Bardin schlief so wenig wie schon lange nicht mehr und bis spät in die Nacht drangen von ihrer kleinen Wohninsel oder auch aus den unterschiedlichsten Ecken des Waldes ungewohnte Klänge. Neue Bauanleitungen waren zu neuartigen Instrumenten aufgetaucht und Lamentinu übte täglich vom ersten Aufstehen bis zur Erschöpfung. Eine Flöte und eine Schalmei hatte Gwanion ihr gebaut - und nachdem sie nunmehr ein Griffsystem gefunden hatte, mit dem sie alle Halbtöne abdecken konnte, experimentierte sie nun mit Blastechniken, um die Klänge rund und voll zu erzeugen und sie für den gestalterischen Ausdruck zu modifizieren - und machte Geläufigkeitsübungen, um sich an die Griffpositionen zu gewöhnen. Die Blockflöte war sehr intuitiv und ging verhältnismäßig schnell in die Finger - die Rohrblatt-Blastechnik der Schalmei dagegen war etwas, was sie doch sehr gewöhnungsbedürftig fand. Und wenn es mal still wurde, dann saß sie irgendwo und schnitzte an einem weiteren Rohrblatt herum - wenn man sie etwas modifizierte, modifizierte sich auch leicht der Klang und je nach Temperatur und Umgebung klang mal das eine, mal das andere Blatt besser - es schien eine Wissenschaft für sich. Und so hatte sie bald neben der Schalmei auch eine Blättchen-Schatulle mit diversen Ausführungen des Mundstücks dabei.
Sie war noch lange nicht an einem Punkt angekommen, an dem sie die beiden neuen Instrumente annähernd zufriedenstellend beherrschte - die Darbietung klangen eindeutig noch amateurhaft, vor allem auf der Schalmei. Und da kam auch schon das nächste Novum: die Klangsteine.
Eine Möglichkeit, Klänge festzuhalten! An diversen Plätzen Ered Luins! Das eröffnete musikalisch ungeahnte Möglichkeiten, vor allem in Kombination mit den neuen Instrumenten!
Diese Nacht wurde es ungewohnt still auf Lamentinus Insel - denn die Elfe saß mit Tinte und Feder über Notenblättern und bastelte an einem System.
Eine Sinfonie der Warnung - die Instrumente sollten für die Quelle der Warnung stehen, ob Ruf oder eine bestimmte Art von Dissonanz. Doch wie diese am besten klassifizieren? Zudem müsste eine Werk dem zugrunde liegen, was in jeder beliebiger Instrumentenkombination funktionierte.
Das nächste Parameter war die Anzahl. Man könnte diese einfach auf die Anzahl der Instrumente übertragen. Beispielsweise wäre ein sich nähernder Lethar und 3 Orks dann eine Schalmei und drei Violinen, die zu hören wären. Andererseits wäre ab einem gewissen Chor-Effekt akustisch aber nur schwer zu unterscheiden, ob da gerade 5 oder 20 Violinen spielen.. vielleicht Nebenstimmen bei den Zehnern... also 1. und 2. Violine ab 10 Feinden, 1., 2. und. 3. Violine bei über 20 Feinden?
Dann wäre da das Richtungsmoment. Man könnte die Geschwindigkeit des Werkes vom Alarmstein abhängig machen. Eine Erhöhung der Anschläge pro Minute bei Passierung des nächsten Klangsteines auf der Achse von äußerer Grenze zu Zentralstein. So würde das Werk immer schneller werden, je näher der Feind an das Stadtzentrum kommt - und man würde sogar hören anhand dessen, wie sehr die Geschwindigkeit sich erhöhte, wie schnell der Feind vorrückte.
Für den Richtungsvektor könnte man noch den bardischen Hilferuf in die Steine integrieren - so würde der auslösende Stein mit der Modifikation versehen, besonders laut zu tönen sowie diese intuitive Varianz im Lied verursachen, dass ein jeder der Eledhrim wüsste, aus welcher Richtung der Feind kommt.
Es gab nur ein Problem: Ein Mehrfrontenangriff oder mehrere Angriffswellen. Wenn dadurch die Sinfonie in verschiedenen Geschwindigkeiten gleichzeitig abgespielt werden würde, gäbe das akustisches Chaos. Was wiederum für die Komposition bedeutete, dass das Metrum mathematisch nur auf Vielfachen beruhen durfte. Erster Kreis ausschließlich ganze Noten, zweiter Kreis halbe Noten, dritter Viertel... Was wiederum bedeutete, dass alle verwendeten Töne innerhalb eines Akkordes liegen mussten, da an jeder beliebigen Stelle des Stücks eine Stimme plötzlich einsetzen könnte.
Es müsste also eine auf einer Harmonie flexibel gestaltete Fuge werden. Das war ja fast schon Mathematik statt Komposition!
Die Elfe seufzte leise. Das schränkte die künstlerische Freiheit natürlich ziemlich ein. Aber vielleicht könnte sie mit Hilfe so ähnlicher Steine ja mal ein großes Orchesterwerk verfassen... sie dürften dann nur nicht auch noch einen praktischen Zweck erfüllen müssen. Doch eines nach dem Anderen.
Die Bardin schlief so wenig wie schon lange nicht mehr und bis spät in die Nacht drangen von ihrer kleinen Wohninsel oder auch aus den unterschiedlichsten Ecken des Waldes ungewohnte Klänge. Neue Bauanleitungen waren zu neuartigen Instrumenten aufgetaucht und Lamentinu übte täglich vom ersten Aufstehen bis zur Erschöpfung. Eine Flöte und eine Schalmei hatte Gwanion ihr gebaut - und nachdem sie nunmehr ein Griffsystem gefunden hatte, mit dem sie alle Halbtöne abdecken konnte, experimentierte sie nun mit Blastechniken, um die Klänge rund und voll zu erzeugen und sie für den gestalterischen Ausdruck zu modifizieren - und machte Geläufigkeitsübungen, um sich an die Griffpositionen zu gewöhnen. Die Blockflöte war sehr intuitiv und ging verhältnismäßig schnell in die Finger - die Rohrblatt-Blastechnik der Schalmei dagegen war etwas, was sie doch sehr gewöhnungsbedürftig fand. Und wenn es mal still wurde, dann saß sie irgendwo und schnitzte an einem weiteren Rohrblatt herum - wenn man sie etwas modifizierte, modifizierte sich auch leicht der Klang und je nach Temperatur und Umgebung klang mal das eine, mal das andere Blatt besser - es schien eine Wissenschaft für sich. Und so hatte sie bald neben der Schalmei auch eine Blättchen-Schatulle mit diversen Ausführungen des Mundstücks dabei.
Sie war noch lange nicht an einem Punkt angekommen, an dem sie die beiden neuen Instrumente annähernd zufriedenstellend beherrschte - die Darbietung klangen eindeutig noch amateurhaft, vor allem auf der Schalmei. Und da kam auch schon das nächste Novum: die Klangsteine.
Eine Möglichkeit, Klänge festzuhalten! An diversen Plätzen Ered Luins! Das eröffnete musikalisch ungeahnte Möglichkeiten, vor allem in Kombination mit den neuen Instrumenten!
Diese Nacht wurde es ungewohnt still auf Lamentinus Insel - denn die Elfe saß mit Tinte und Feder über Notenblättern und bastelte an einem System.
Eine Sinfonie der Warnung - die Instrumente sollten für die Quelle der Warnung stehen, ob Ruf oder eine bestimmte Art von Dissonanz. Doch wie diese am besten klassifizieren? Zudem müsste eine Werk dem zugrunde liegen, was in jeder beliebiger Instrumentenkombination funktionierte.
Das nächste Parameter war die Anzahl. Man könnte diese einfach auf die Anzahl der Instrumente übertragen. Beispielsweise wäre ein sich nähernder Lethar und 3 Orks dann eine Schalmei und drei Violinen, die zu hören wären. Andererseits wäre ab einem gewissen Chor-Effekt akustisch aber nur schwer zu unterscheiden, ob da gerade 5 oder 20 Violinen spielen.. vielleicht Nebenstimmen bei den Zehnern... also 1. und 2. Violine ab 10 Feinden, 1., 2. und. 3. Violine bei über 20 Feinden?
Dann wäre da das Richtungsmoment. Man könnte die Geschwindigkeit des Werkes vom Alarmstein abhängig machen. Eine Erhöhung der Anschläge pro Minute bei Passierung des nächsten Klangsteines auf der Achse von äußerer Grenze zu Zentralstein. So würde das Werk immer schneller werden, je näher der Feind an das Stadtzentrum kommt - und man würde sogar hören anhand dessen, wie sehr die Geschwindigkeit sich erhöhte, wie schnell der Feind vorrückte.
Für den Richtungsvektor könnte man noch den bardischen Hilferuf in die Steine integrieren - so würde der auslösende Stein mit der Modifikation versehen, besonders laut zu tönen sowie diese intuitive Varianz im Lied verursachen, dass ein jeder der Eledhrim wüsste, aus welcher Richtung der Feind kommt.
Es gab nur ein Problem: Ein Mehrfrontenangriff oder mehrere Angriffswellen. Wenn dadurch die Sinfonie in verschiedenen Geschwindigkeiten gleichzeitig abgespielt werden würde, gäbe das akustisches Chaos. Was wiederum für die Komposition bedeutete, dass das Metrum mathematisch nur auf Vielfachen beruhen durfte. Erster Kreis ausschließlich ganze Noten, zweiter Kreis halbe Noten, dritter Viertel... Was wiederum bedeutete, dass alle verwendeten Töne innerhalb eines Akkordes liegen mussten, da an jeder beliebigen Stelle des Stücks eine Stimme plötzlich einsetzen könnte.
Es müsste also eine auf einer Harmonie flexibel gestaltete Fuge werden. Das war ja fast schon Mathematik statt Komposition!
Die Elfe seufzte leise. Das schränkte die künstlerische Freiheit natürlich ziemlich ein. Aber vielleicht könnte sie mit Hilfe so ähnlicher Steine ja mal ein großes Orchesterwerk verfassen... sie dürften dann nur nicht auch noch einen praktischen Zweck erfüllen müssen. Doch eines nach dem Anderen.
- Sheran Eryn'beria
- Beiträge: 22
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Menschen in Ered Luin waren eine Seltenheit und ihre Magie so gut wie unvorstellbar, jedoch wurden an diesem Tage einige der Menschen geladen und gebeten genau dies zu tun. Sie sollten die Magie der dunklen Vettern ausüben um die Klangsteine der Gemeinschaft mit dieser verzerrten Melodie zu speisen. Es war klar das man das wirken innerhalb des Liedes wie es die gefallenen Brüder es taten im besten Falle nur minderwertig nachstellen konnte und doch sollte was da folgt dem wilden Geist des Sheran zu schaffen machen. Von Anfang an sahen einige der Geschwister die Gäste mit großem Argwohn entgegen, so man nicht wusste wem diese in neutrale Gewänder gehüllten Magier ausserhalb ihrer Akademie wirklich dienten. Die Melodien ihrer Lebenslieder waren wie die der meisten Menschen für Sheran klangvoll doch auch verwirrend. Anhand ihrer Melodien konnte man nicht erkennen für wen sie ausserhalb ihres Dienstes an der Akademie wirklich arbeiten, ganz im Gegensatz zu einem Letharen, dessen Lebenslied für einen Elfen Bände sprach. Auch ihre Sprache noch ihr Umgang miteinander sagte etwas über ihre zweite Identität aus. Dienten einige dem disharmonischen Klang des Verführers? Dienten einige den stumpfen Lauten des Seelenjägers? Hatte man sich die Bestie geholt um der Bestie Falle aufzustellen? Dies würde sich zeigen.
Als jedoch das Ritual der Klangsteine begann wusste Sheran, dass ein jeder der Menschen neben dem guten auch einen unbändigen Zorn und somit Bosheit in sich trug, die den Menschen zu einem gefährlichen Wesen machte. Die Magier der Menschen gerieten in Zorn, welcher sich in zornigem Geschrei und körperlichen Auseinandersetzungen zeigte. Genug Zorn um selbst Sheran in Kampfeswut zu versetzen. Solang bis letztendlich ihr Zorn durch das Lied selbst Form annahm. Ein Zerrbild des Zornes eine Melodie der Vernichtung formte sich innerhalb des magischen Schutzkreises und forderte von den anwesenden Elfen volle Geisteskraft. Es war wie ein schrilles Kreischen im Geiste eines Waldelfen diesem Wesen nahe zu sein und selbst die Hochelfen vermochten die von ihm ausgehende Gefahr deutlich zu spüren. Dieser der gerufen wurde, war ein Seelenjäger des Zornes, geschaffen durch die Hand der Menschen.
Der Schaden war angerichtet und die Elfen und Magier mussten ihre Kraft nun bündeln um jenem Dämon den Weg in diese Welt zu verwehren und doch musste dieses Zerrbild des Lebens erst seine verzerrte Melodie dem Klangstein zeigen. Pfeile waren wirkungslos gegen dieses Wesen und die Magier beider Rassen vermochten es kaum den Schutz aufrecht zu erhalten, welcher diese Welt vor dem Dämon schützte. Bis Lharan sich selbst zu einem klangvollen Streiter des Liedes entwickelte und zum Erstaunen aller sein meisterliches Können in der Kunst des Liedwebens offenbarte. So war es der Gemeinschaft möglich den Dämon geeint anzugreifen und letztlich war es ein kleines Flügeläffchen, dass wohl den entscheidenden Schlag ausführte um den Dämon so zu schwächen und ihn ein für alle male zu verbannen.
Es gab viele Verletzte nach der Schlacht, doch waren körperliche Wunden für die Gemeinschaft der Elfen nur das geringste Übel. Das Dunkel setzte einen Fuß in die Stadt der Elfen und sein klang würde noch lange im geiste der Elfen nachallen. So war es nicht verwunderlich das selbst Sheran nun einem Gefühl aus unermesslicher Furcht und Zorn ausgesetzt war und er selbst Tage dannach noch einen Blut- und Kampfesdurst verspürte wie er bei einem Waldelfen normalerweise nicht zu finden ist. Diese Wunde würde lang brauchen zu heilen.
Als jedoch das Ritual der Klangsteine begann wusste Sheran, dass ein jeder der Menschen neben dem guten auch einen unbändigen Zorn und somit Bosheit in sich trug, die den Menschen zu einem gefährlichen Wesen machte. Die Magier der Menschen gerieten in Zorn, welcher sich in zornigem Geschrei und körperlichen Auseinandersetzungen zeigte. Genug Zorn um selbst Sheran in Kampfeswut zu versetzen. Solang bis letztendlich ihr Zorn durch das Lied selbst Form annahm. Ein Zerrbild des Zornes eine Melodie der Vernichtung formte sich innerhalb des magischen Schutzkreises und forderte von den anwesenden Elfen volle Geisteskraft. Es war wie ein schrilles Kreischen im Geiste eines Waldelfen diesem Wesen nahe zu sein und selbst die Hochelfen vermochten die von ihm ausgehende Gefahr deutlich zu spüren. Dieser der gerufen wurde, war ein Seelenjäger des Zornes, geschaffen durch die Hand der Menschen.
Der Schaden war angerichtet und die Elfen und Magier mussten ihre Kraft nun bündeln um jenem Dämon den Weg in diese Welt zu verwehren und doch musste dieses Zerrbild des Lebens erst seine verzerrte Melodie dem Klangstein zeigen. Pfeile waren wirkungslos gegen dieses Wesen und die Magier beider Rassen vermochten es kaum den Schutz aufrecht zu erhalten, welcher diese Welt vor dem Dämon schützte. Bis Lharan sich selbst zu einem klangvollen Streiter des Liedes entwickelte und zum Erstaunen aller sein meisterliches Können in der Kunst des Liedwebens offenbarte. So war es der Gemeinschaft möglich den Dämon geeint anzugreifen und letztlich war es ein kleines Flügeläffchen, dass wohl den entscheidenden Schlag ausführte um den Dämon so zu schwächen und ihn ein für alle male zu verbannen.
Es gab viele Verletzte nach der Schlacht, doch waren körperliche Wunden für die Gemeinschaft der Elfen nur das geringste Übel. Das Dunkel setzte einen Fuß in die Stadt der Elfen und sein klang würde noch lange im geiste der Elfen nachallen. So war es nicht verwunderlich das selbst Sheran nun einem Gefühl aus unermesslicher Furcht und Zorn ausgesetzt war und er selbst Tage dannach noch einen Blut- und Kampfesdurst verspürte wie er bei einem Waldelfen normalerweise nicht zu finden ist. Diese Wunde würde lang brauchen zu heilen.