Das Buch eines heranwachsenden Kükens

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Aries Salberg

Das Buch eines heranwachsenden Kükens

Beitrag von Aries Salberg »

Aries sitzt vor einem Leeren Pergament . Sie seufzt Schwer und kann den Atem von Amelie hören die Schläft.
„Auf auf, du schaffst es“, flüstert Aries zu sich selbst.


Zu Anfang ist jedes Pergament unbeschrieben. Weiß , Glatt , ohne Schrammen, ohne Gebrauchsspuren. So fängt auch Jeder einzelne das Leben an. Unbeschrieben, rein, wie das Pergament. Doch irgendwann wird es dann doch beschrieben und weitere Pergamente werden folgen, Jahr für Jahr... Am Ende ist es ein Buch.
Besitzt einen Anfang und ein Ende. Geburt und Tod. Unser Leben selbst ist eine Geschichte mit dem Anfang und dem Ende, der kommen muss. So hat auch jedes Buch und jedes Leben Kapitel. Ein Kapitel meines Lebens endet nun, und damit ich das Neue Kapitel beginnen kann , will ich von den Ersten Kapiteln meines Lebens Erzählen.

Kapitel 1
Zusammen mit der Familie

Ich war die einzigste Tochter meiner Eltern. Ich besaß 3 Brüder. Der Älteste war 7 Jahre Älter als ich. Die Zwillinge waren 4 Jahre Älter. Daniel , mein Ältester Bruder , hatte bestimmt schon viele Streiche gespielt , doch als ich dann das Licht der Welt erblickte, entwickelte er sich zum Großen Bruder der die Schwester schützen musste. Hector und Isaac spielten Streiche . Und wie sie Streiche spielten. Mich wundert es noch Heute das Mutter noch keine grauen Strähnen besitzt. Früh versuchten meine beiden Zwillings Brüder mich los zu werden. Setzten mich auf Wiesen aus oder legten mich in ein Boot. Zum Glück war Daniel in der Nähe und rettete mich vor den Zwillingen. Wer weiß wo ich nun wäre ohne ihn ? Ich war 3 Jahre alt als sie mir die Zöpfe abschnitten und damit Blinde Kuh spielten. Im Gegenzug legte ich ihre Holzschwerter als Feuerholz unter den Teekessel. Es entfachte ein Krieg zwischen uns drein den Mutter nie Verstand. Der Krieg nahm aber 2 Jahre Später ein jähes Ende.

„Guck mal Aries !“, Hector hielt mir ein Frosch vors Gesicht.
„ Ih ! Nimm das Weg ! Frösche sind ekelig!“,quiekte ich und lief weg.
Hector lief mir lachend hinterher.
„ Ach komm schon küss den Frosch ! Er wird ein Hübscher Prinz der dich Heiraten wird !“,rief er .
Keuchend lief ich weiter und blieb letztendlich vor einen Teich stehen. Ich plusterte mein Bäckchen auf.
„ Jungs sind doof ! Genau wie Frösche ! Nie werde ich einen küssen!“
Hector blieb vor mir stehen und drückte mir den Frosch ins Gesicht.
„ Dann küss den Frosch. Dann musst du auch keinen Jungen küssen!“
„ Ich will niemanden küssen !“, sagte ich wütend und stampfte mit meinen Fuß.
Ich bemerkte nicht das sich Isaac an geschlichen hat . Er packte mich , drehte mich und schubste mich dann in den Teich. Der Teich war zu tief. Ich konnte nicht stehen und strampelte panisch umher. Ich schrie nach Hilfe. Das einzige was ich hörte war das Lachen meiner Brüder und das aufgeregte Quacken von Fröschen. Sie schwammen um mich herum . Ich bekam immer mehr Panik. Sie würden mich Fressen ! So glaubte ich . Immer wieder geriet mein Kopf unter Wasser . Ich dachte , ich würde für immer im See bleiben und am Ende verspeisten mich die Frösche ! Wieder spürte ich einen schleimigen Körper an meinem Körper und wollte Schreien , doch nur Wasser füllte mein Mund. Mir wurde Langsam Schwarz vor Augen , bis mich jemand aus dem Teich zog. Ich hustete das Wasser aus und fing an zu Weinen.
Keylon, einer meiner Cousins, der gerade zu Besuch war, hatte mich am Kragen gepackt gehabt und herausgezogen. Er übergab mich direkt meinem Vater, und ging meine Brüder ausschimpfen.
Mein Vater drückte mich an sich und strich mir über den Rücken.
„ Jetzt ist alles gut Aries . Kein Angst , ich bin hier“, flüsterte er liebevoll in mein Ohr.
Er Trug mich nach Hause und setzte mich vor den Kamin, wo mich meine Mutter mich schon mit frischer Kleidung Empfing.


Nach diesem Tag, war ich Krank und lag im Bett. Mutter kümmerte sich um mich und meine Albträume. Immer wieder verfolgten mich die Frösche. Doch dies lies mit der Zeit nach. Ich wollte dennoch nichts mehr mit den Zwillingen zu Tun haben. Auch bei den ganzen Festen , wo die Ganze Familie auf einander traf, ignorierte ich die beiden. Ich war lieber bei meinen Cousinen und Cousins. obwohl ich meine Cousine Amelie Tante nannte, da diese mehr als einfach nur eine Cousine war , sondern schon fast wie eine Mutter für mich, schien dies Amelie nicht zu stören.
Aber die Feste wurden weniger , bis sie kaum noch statt fanden. Ich fing an meiner Mutter mehr beim Kochen und im Haushalt zu helfen. Vielleicht versuchte ich mich nützlich zu zeigen aber ich wollte nur meinen Brüdern entfliehen.

Eines Tages klopfte es an der Tür.
„ Aries Liebling Öffne die Tür ! Das muss Mira, die Nachbarstochter sein !“, rief sie.
„ Ja Mutter !“, rief ich zurück und öffnete die Tür.
Ein Mädchen meines Alters mit aschblonden Haar und grünen Augen sah mich an. Dann lächelte sie breit.
„ Seid Gegrüßt! Ich bringe die Milch für Frau Salberg !“, sagte Mira.
Ich lächelte sie ebenfalls an .
„ Ich bringe sie meine Mutter“, sagte ich und nahm ihr die Milch ab.
„ Wollen wir zusammen Spielen ?“, fragte sie .
Ich lächelte sie begeistert an und nickte schnell . Ich lief in Die Küche wo Mutter fast die Hälfte des Tages verbrachte, dabei verschüttete ich sogar etwas Milch.
„ Hier ist die Milch ! Ich geh mit Mira spielen“, sagte ich und rannte zurück .
Ich konnte Mutter lachen hören. Leicht schlitterte ich aber über die Milchspuren und stieß mit Mira zusammen. Zusammen fielen wir auf den Boden und sahen uns an und lachten.
„ Passiert dir so etwas öfter ?“, fragte sie.
Ich nickte und sie kniff mir in die Wangen.
„ Du bist Süß! Genau wie ich ! Wir sind jetzt Freunde !“, bestimmte sie , „ Ich bin Mira und du bist ?“
„ Aries“, antwortete ich.

Es war der Beginn einer guten Freundschaft. Wir spielten fast jeden Tag. Auch Daniel spielte mal mit , wobei er eigentlich da war um auf uns Aufzupassen. Vater hatte Angst das wir von Fremden mit genommen wurden.
Als Daniel krank wurde spielten wir in seiner Nähe , damit er nicht alleine in seinem Zimmer war. Er flocht uns Zöpfe und wir brachten ihm Blumen Kränze . Mira war besessen von der Idee das sie eine Prinzessin ist. Daniel war der Böse Drache und Ich war ein Tapferer Ritter um die Prinzessin zu retten. Immer wieder kamen auch die Zwillinge zu unseren Spielen hinzu und versuchten uns zu ärgern. Doch die Kobolde , wie Mira die Zwillinge dann nannte, konnten uns nichts anhaben. Mira und ich waren 11 Als Daniel durch seine Krankheit starb. Mira versuchte oft mich aus meinem Zimmer zu bekommen, doch ich wollte nicht gehen.

Aries legte die Feder beiseite und wischte sich die Aufkommenden Tränen Weg. Danach verstaute sie die Schon beschriebenen Pergamente weg und legte sich Schlafen.
Aries Salberg

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Sie hatte die Pergamente wieder hinaus geholt. Ein Sanftes Lächeln legte sich auf ihr Gesicht. „ Und Weiter Geht es“, sagte sie leise und fing am Mittag weiter mit dem Schreiben an.

Kapitel 2
Dank Mira

Ich kann mich noch erinnern als ich 12 war. Es war Sommer und ich lag in meinem Zimmer. Ich wurde von dem Klang von Steinen, die an mein Fenster geworfen wurden , geweckt. Ich zog die Decke über mein Kopf. Ich wollte nichts hören. Dann drang der schiefe Klang einer Laute an mein Ohr und dann ein Fluchen. Nun stand ich doch auf und ging zum Fenster. Unter dem Fenster stand Mira. Sie räusperte sich und fing dann an an der Laute zu zupfen. Leise öffnete ich das Fenster und hörte ihr zu.
„ Bitte komm doch Raus!
Ohne dich ist der Spaß... eh... aus .
Ich bin einsam so wie du
Empfinde ebenso den Schmerz, er lässt uns nicht in Ruh
So bitte ich dich, meine Beste Freundin
2 Seelen , ein gemeinsamer Schmerz
Zusammen teilen wir ihn , er wird nicht mehr so schwer !“, ihr wunderschöner Gesang setzte aus.
„ Mist das hat sich nicht gereimt“, fluchte sie und murmelte dann etwas unverständliches , um dann weiter zu singen.
„ So bitte ich dich , meine liebe herzensgute Freundin.
Lass uns doch lieber zusammen einsam sein.“
Ich hatte kaum bemerkt wie mir die Tränen die Wangen hinab rannen. Sie sah zu mir hoch und wir blickten uns an. Sie lächelte sanft und ich erwiderte ihr Lächeln. Ich schloss das Fenster wieder und machte mich fertig um nach unten zu Mira zu rennen. Ich konnte schwören das Mutter gelächelt hatte . Mira empfing mich schon mit weiten Armen und drückte mich an sich.
„ Ich bin Froh das du wieder bei mir bist !“, sagte Mira überglücklich.
Ich sah sie genau an , ich sah das wirklich Glücklich war, doch konnte ich in ihren Augen den gleichen Schmerz sehen den ich in meiner Brust empfand. Ich fing wieder an zu weinen und vergrub mein Gesicht in die Schulter meiner etwas größeren besten Freundin.
„ Es tut mir leid“, wisperte Ich ,
„ Es ist In Ordnung . Alles ist in Ordnung !“, sagte sie sanft.
Wir lächelten beide . Mira griff nach meiner Hand.
„ Komm, lass uns zur Wiese gehen . Wir Können ja Blumenkränze machen für Isaac und Hector machen ! Und für deine Mutter auch! Und … ach wir können für das ganze Dorf Blumenkränze machen !“, sagte sie aufgeregt und schleifte mich mit.
„ Danke Mira“, wisperte ich

Wir haben letztendlich Blumenkränze für unsere Familien gemacht . Hector und Isaac wurden Handwerker und reisten fort um einen Lehrmeister zu suchen. Vater wurde Krank , sodass er nicht mehr lange in den Mienen bleiben konnte, was schlecht war, denn er brauchte als Schmied sein Material. Da die Zwillinge nicht mehr da waren , ging ich in die Miene damit Vater nicht noch Kränker wurde. Ich hatte Angst ihn auch noch zu verlieren. Ich konnte die Miene eigentlich nie leiden. Selbst die Kerzen die Licht spendeten machten dies nicht besser. Dann fing Mira an mich immer mal wieder zu besuchen. Sie redete mit mir, oder sang mir vor. Dies ging solange bis sie gehen musste.

Ich ging grade aus der Miene als ich sie sah. Mit gepackten Sachen stand sie dort. In ihrem Blick las ich den Abschied .
„ Ich muss gehen“, sagte sie leise.
„ Jetzt ?“, fragte ich sofort. „ Wohin ?“
„ Ich habe keine Ahnung wohin... in einer Stunde ...“
Ich griff ihre Hand und zehrte sie mit ihrem Gepäck in den Wald.
„ Aries ? Was machst du !?“, fragte sie verwirrt.
„ Dir etwas zeigen“, sagte ich.
Es war kein langer Weg zu einer Lichtung wo die schönsten Blumen blühten. Mira schien verwundert zu sein.
„ Schon 15 Jahre lebte ich hier und hatte nie die Lichtung gesehen!“,sagte sie.
„ Ich hatte sie erst letztens Entdeckt , aber ist dies nicht eine schöne Erinnerung bevor du gehst ?“, fragte ich und sah sie lächelnd an.
Mira nickte.
„ Ich habe eine Idee ! Egal wo du hingehst , du solltest hübsch aussehen, nicht das du nicht jetzt schon hübsch bist , nur … wärst du mit Blumen im Haar nicht hübscher ?“, fragte ich grinsend .
Sie lachte und nahm meine Hände .
„ Oh Aries ! Du bist die beste Freundin die ich je hatte ! Ich werde dich vermissen ! Aber ich werde dir schreiben ! Auf jeden Fall !“, sagte sie.
Wir setzten uns ins Gras und ich fing an Mira Blumen ins Haar zu flechten. Zum letzten mal redeten wir zusammen .Als sie ging blieb ich zurück .Die Sonne schien und es sah so aus als würde ein Engel die Welt verlassen.

Sie ging vorsichtig die Wörter nach die Sie geschrieben hatte und formte mit den Lippen ein „ Danke Mira“ . Damit waren die Nächsten Seiten Beschriftet und sie machte sich auf den Weg hinab zu ihrer Familie.
Aries Salberg

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Aries saß im Gras und sah in die Sterne und seufzte Schwer. „ Ich hätte sie nicht wieder rufen … Diese Erinnerungen bringen mich noch hinunter“, flüsterte sie. Sie sah eine Sternschnuppe und wünschte sich etwas. Ich wünsche mir etwas Mut und jemanden der meine Welt aufheitert. Sie wusste nicht dass, das Letztere schon erreichbar war. Sie stand auf und ging ins Haus zurück. Ich muss das machen ! Nur so kann ich wirklich abschließen ! Im Haus Zündete sie eine Kerze an und begann das letzte Kapitel nieder zu schreiben.

Kapitel 3
Das erste Ende Meines Herzens

Jahrelang dachte ich , ich wäre sicher. Nichts könnte mir oder meiner Familie geschehen. Doch auch diese Welt wurde erschüttert. Bevor ich 15 wurde, brach ein Feuer in meinem Heimatdorf aus. Ich war wieder in der Miene und bekam dies nicht mit. Irgendwann roch ich den Rauch und lief hinaus um die alles verschlingenden Flammen zu sehen. Miras Mutter hielt mich auf zu dem Haus meiner Eltern zu laufen . Als das Feuer gelöscht war , fand man sie. Ihr Tod erschütterte mich wieder. Was sollte ich bloß tun ? Meine Brüder konnte ich nicht benachrichtigen. Dank Miras Eltern kam ich ein paar Tage durch , bevor Onkel Arwan mich zu sich nahm. Nach knapp einem Jahr wurde ich zu meiner Cousine Amelie geschickt. Ich war zunächst eingeschüchtert, aber immer mehr fühlte ich mich sicher bei ihr. Auch wenn die Gefahr dort größer war als in meinem Heimatdorf. Ich trage viele Schöne Erinnerungen in meinem Herzen , doch auch wenig erfreuliche. Als letztes will ich von dem Moment berichten , wo mein Herz brach und nur grob geflickt werden konnte.

Es war im Späten Winter und der Frühling schien noch fern . Ich war wieder bei Onkel Arwan um den letzten Schliff zu bekommen. Ich war in den Stallungen wo mir der Stalljunge Leo ein Pferd sattelte.
„ Du solltest aufpassen mit ihr“, warnte er mich.
Ich horchte auf.
„ Wieso das ?“, fragte ich.
„ Sie ist dickköpfig“, antwortete er.
„ Ich werde Sterben !“
Er lachte mit seiner heller Stimme und legte seine Hand auf meine Schulter.
„ Ach du wirst schon nicht Sterben. Schleim dich einfach bei ihr ein . Dann liebt sie dich und wird dir nichts tun“, sagte er und drückt mir einen Apfel in die Hand.
„ Das wird Helfen ?“, fragte ich unsicher.
Ich konnte ihm nicht glauben.
„ Natürlich komm!“, sagte er.
Er Schob mich zu dem Kopf der Braunen Stute.
„ Na los streck die Hand aus und gib ihr den Apfel“, sagte er ermutigend.
Ich tat was er sagte und die Stute aß den Apfel ohne mich zu verletzen. Leo gab mir noch einen damit ich ihn Beauty , so hieß die Stute , gab. Diesmal biss sie aber auch in meine Hand. Ich quiekte auf.
„ Oh Mist ! Warte !“, sagte er und lief eilig weg.
Ich hielt mir die Hand auf die Wunde und biss die Zähne zusammen. Die Stute hingegen Suchte nach mehr Äpfeln. Ich drückte sie sanft beiseite .
„ Ich habe keine Äpfel mehr ! Oder willst du lieber mehr von meinem Fleisch essen ?“, fragte ich empört.
Ich hörte Leos lachen , schon bevor ich ihn sah .
„ Die mag dein Fleisch nicht“, versicherte er mir. „ Sie ist nur verfressen.“
Ich konnte mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Er griff vorsichtig nach meiner Hand . Er säuberte sie bevor er diese verband.
„ Siehst du, nun ist es halb so schlimm“, sagte er. „ Dann mal los, du willst doch sicherlich deinen Onkel nicht warten lassen.“
Ich nickte zustimmend und führte das Pferd hinaus. Ich blickte , als ich draußen war . Die kalte Winter Sonne schien in die Stallungen und im Licht stand Leo , dessen Orangenen Haare wie Feuer zu Leuchten schienen. Ich schluckte schwer und stieg dann auf . Ich konnte meine Gedanken von Leo nicht abwenden , doch ich versuchte es während ich das Reiten lernte.

Ich erinnere Mich kaum noch an den Unterricht dort. Nur die Zeit Mit Leo war mir präsent. Ich schrieb Briefe an Mira, beschwerte mich über das Kribbeln im Bauch was ich empfand , wenn ich in seine Nähe war .Noch bevor sie mir zurück schrieb wusste ich schon was es war. Es war Liebe. Mira bestätigte dies in ihrem Brief und schrieb auch das ihr Herz bei mir Wäre und sie Diesmal den Ritter spielen würde.

Ich saß unter einem Blühenden Kirschbaum und las Miras Briefe. Die voller Gedichte Waren die Mein Gefühl beschrieben .
„ Was liest du da ?“, hörte ich eine Allzu bekannte stimme .
Ich schreckte auf und faltete die Briefe Schnell zusammen und räusperte mich dann.
„ Briefe von meiner Besten Freundin“, antwortete ich ihm.
„ Das ist schön . Ist sie denn weit weg ?“, fragte er.
„ Ich denke Schon . Sie bekommt Gesangs Unterricht und noch viel viel mehr. Sie wird eine wundervolle Bardin!“ , sagte ich begeistert.
„ Wer brauch da noch Gedichte schreiben wenn man eine Bardin als Freundin hat !“, meinte er und ich musste lachen.
„ Und was machst du eigentlich wenn du nicht hier bist ? Hast du auch einen Bezaubernden Gesang wie deine Freundin ?“, fragte er .
Ich spürte wie mir die Röte in die Wangen schoss.
„ Nein nein , ich kann nicht singen und ich lerne eigentlich das schmieden aber ich bin lieber bei meiner Familie“, sagte ich .
Er hockte sich vor mir und nahm meine Hand. Ich versuchte ein Zittern zu unterdrücken , das das Kribbeln verursachte.
„ Ich wette du hast eine bezaubernde Stimme . Bitte sing für mich Aries“, bat er sanft.
Ich sollte wirklich singen. Innerlich breitete sich eine Unruhe aus. Ich riss dennoch all meinen Mut zusammen und begann.
„ Durch Asche geboren
Durch Licht gelitten
Durch Schatten gestorben
Durch stimmen Gelockt

Durch Hände geführt
Von Augen Gesehen
Durch Rosen geblüht
Durch Wolken Geweint“,

Ich hielt inne.
„ Ich glaube ich sollte nicht weiter singen“
Er packte mich an den Schultern und ich erschreckte Kurz.
„ Du musst weiter Singen ! Unbedingt ! Nur weil du selber denkst das du nicht singen kannst heißt es nicht dass dies auch stimmt !“, sagte er.
„ Aber...“ ,wollte ich anfangen doch er unterbrach mich .
„ Nichts Aber ! Du kannst deine Stimme nicht verstummen lassen !Versprich es mir“
Ich blickte zu Boden und versuchte mein Gesicht zwischen meinen Haaren zu verstecken , doch ein Windzug lies diesen Versuch scheitern und dazu wehte er mir die Kirschblüten ins Haar. Ich versuchte sie aus meinen Haaren zu entwirren und er lachte nur.
„Warum lachst du ?“, fragte ich .
„ Weil du meinem Satz aus dem Weg gehst und jeder Möglichkeit etwas besonderes zu werden !“
Ich sah ihm in seine Grüne Augen und schmolz förmlich .Reiß dich zusammen ! schrien meine Gedanken. Ich versuchte zu lächeln , was nicht gelang.
„ Leo , ich kann niemand besonderes Werden“, sagte ich sanft.
„ Zu Spät“, waren seine Worte.
Dann Küsste er mich . Mein Herz bebte und meine Welt hielt den Atem an. Ich war wie benebelt und merkte kaum das wir uns lösten. Mein Wangen erröteten und mein Gesicht gleich mit. Er strich mir liebevoll durchs Haar.
„Bitte versprich mir das du deine Stimme nicht verstummen wirst ja ?“
Ich nickte .
„ Ich Verspreche es“, versprach ich.
„ Ich muss nun gehen, aber wir sehen und noch heute Abend!“, versicherte er und ging.
Ich fragte mich ob das grade wirklich passiert war. Glücklich und mit der Welt im Reinen saß ich noch länger unter dem Kirschbaum.

Die Tage vergingen im nu. Abends traf ich mich im Schutz der Dunkelheit mit Leo und verbrachte mit ihm meine Zeit. Mira war natürlich die einzige die
davon erfuhr und freute sich für mich . Dennoch wusste ich noch nicht das dies auch irgendwann enden sollte.

Es waren nur noch ein paar Wochen bevor ich Heimkehrte als Onkel Arwan mir einen Dolch gab und mir Zeigte wie ich mich am besten damit verteidige . Aus den Augenwinkeln konnte ich Leo sehen , der mit einem Mädchen Händchen hielt . Zunächst dachte ich mir nichts dabei , bis ich sah wie er das Mädchen küsste. Mein Herz zerbrach in aber Millionen Scherben. Ich war Traurig und wütend zu gleich und als ich die Übungspuppe angreifen wollte , schaffte ich es, halb blind durch die Kommenden Tränen , sie mit vielen tiefen Schnitten zu versehen. Das Stroh bedeckte sogar den Boden. Wäre diese Puppe ein Mensch gewesen, dann wäre es wohl der letzte Tag gewesen den er gesehen hätte. Aber natürlich konnte sich Diese nicht wehren.
„ Aries!“, hörte ich die Stimme von Onkel Arwan, welcher mich dazu auch noch tadelnd ansah.
Getroffen und voller Scham , blickte ich zu Boden.
„ Entschuldigt Onkel“, gab ich klein laut von mir.

Ich schrieb einen Brief an Mira, der voller wirrer Wörter und Tränen war. Was sollte ich bloß tun ? Rache ? Ihm verzeihen ? Nicht tun und brav mit spielen ? Ich wusste es nichts. Ich weinte mich in den Schlaf und am nächsten Tag kam mir die Antwort. Ich musste mich Rächen! Nur wie ? Da kam mir schon die Idee .

In der Selben Nacht stand Leo vor meinem Fenster und wollte das ich runter Komme. Ich hatte zwei Eimer bereit gestellt. In einem war Wasser in einem Anderen war abgestandenes Wasser , welches zum Putzen gebraucht wurde. Erst ergoss ich den Eimer Wasser über ihn und danach der Eimer mit den Putzwasser, leider samt Eimer. Ich sagte ihm das ich nie wieder etwas mit ihm zu tun haben wollte und schloss das Fenster. Ich ging ihm danach aus dem Weg. Einige Tage später kam ein Brief von Mira an.

Liebe Aries

Auch wenn dein Herz zerbricht, vergiss nicht das wir weiterhin da sind ! Und zeig es diesem eingebildeten Idioten ! Du hast etwas wesentlich Besseres verdient als ihn ! Wenn ich ihn sehe schnappe ich mir meine Laute und mache ihn Nieder ! Das verspreche ich dir Ari. Aber was du nicht vergessen solltest ist deine Stimme, auch wenn es ein Versprechen an ihm war , tu es als Versprechen für mich . Wer weiß was auf uns zu kommt! Und da warst nie Unkreativ. Ich glaube an dich und du wirst es schaffen! Du bist eine Salberg und die Tapferste die Ich kenne. Wenn es nicht um Frösche geht. Also Kämpfe weiter und lass dein Herz nicht zerstört liegen . Denk einfach nicht daran , es wird heilen. Ich verspreche es dir.
Ich Hoffe auf ein Baldiges Wiedersehen,

Deine geliebte Freundin
Mira


Die Worte meine Freundin heiterten mich auf. Und ich wusste, wenn ich gehe , sehe ich ihn nie mehr. Die Tage vergingen und die Heimreise rückte näher. Mit den Worten meiner Freundin im Herzen würde ich es überstehen. Die Zeit überstehen die mein Herz zu Heilen braucht. Letztendlich bin ich nun in der Gegenwart .Was wird mir in der Zukunft geschehen ? Ich weiß es nicht, aber ich werde viele Menschen Kennenlernen und mit allen , für mich Möglichen Mitteln versuchen mein Versprechen einzuhalten. Nun ist aber die zeit gekommen um mein Neues Kapitel anzufangen , ich bitte nur für die Zukunft um das Wohl meiner Geliebten.

Aries atmete tief aus und setzte den vorerst letzten Punkt. Sie sah leise nach Millie und Amelie und musste kurz lächeln als sie die Beiden schlafen sah. Sie freute sich für die Beiden und kehrte leise zu den Pergamenten zurück um diese sicher zu verstecken. Danach legte sie sich schlafen.
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