Abenteuer mit folgen

Geschichten eurer Charaktere
Antworten
Gast

Abenteuer mit folgen

Beitrag von Gast »

Es waren schon etliche Tage vergangen, in denen Cathrine sich durch den Wald geschlagen hatte.
Hier und da sammelte sie einige Scheite des Holzes auf um sich eine vorübergehende Behausung zu basteln. Dank ihrer Fähigkeiten und dem erlernten ihres Berufes muss man dazu sagen, wusste sie nur zu genau, wie sie das am besten machte.

Warum war sie überhaupt im Wald unterwegs ...
Nein das hatte sie natürlich nicht vergessen.
Sie wollte nur ihrem Alltag entfliehen.. sie wollte nicht mehr tag ein und Tag aus daheim herum sitzen, am holz herum feilend, hämmernd und sägend ... sie wollte mal etwas anderes sehen, Abenteuer erleben ... deshalb hatte sie sich auch eine der Schatzkarten genommen, welche sie sonst an andere Verkaufte und machte sich mit Bogen und Pfeil begleitet auf den Weg. Ihr treues Getier hatte sie schon vor etlichen Tagen an einer Häuserreihe in Wetterau abgestellt, in der Hoffnung der Bewohner dort, würde sich um es kümmern.

Die heutige Sommernacht, so warm der Tag auch war, lag Cathrine schwer auf dem Gemüt. Sie fror regelrecht, der Bauch grummelt lautstark und ähnelte gar fast dem Gebrüll eines Bären. Sie faste sich an den Bauch und erneut grummelte es unter ihrer Hand. Sie hatte eigentlich genug zu essen dabei, doch war die Auswahl einerlei und der Magen verlangte wohl nach etwas anderem. Hatte sie sich in den letzten Tagen doch ausschließlich von Trocken Brot und Äpfeln ernährt.

Mit müden beinen erhob sie sich an diesem Morgen, herzhaft gähnend sammelte sie ihr Hab und gut zusammen und machte sich weiter auf in Richtung Norden. Bald schon hätte sie den Sumpf erreicht und dort musste sie mehr als vorsichtig sein. Sie kannte zwar den pfad hindurch, doch die Karte zeigte einen weg mitten hindurch. Sie wollte den Weg eigentlich nicht verlassen, sie hatte schon viel von dem Sumpf Gebiet gehört. wie gefährlich er war, doch sie war sich sicher, das wenige das sie mit dem Bogen gelernt hatte, würde ausreichen um es hindurch zu schaffen.

So legte sie bereits einen Pfeil in die Sehne des Bogens und hielt jenen gespannt, während sie die ersten schritte in den Sumpf stieg.
Es dauerte auch schon nicht lange als Cathrine die ersten seltsam aussehenden art schlangen um die Beine wuselten. Vorsichtig schob sie diese mit den Füssen etwas weiter und watete weiter hindurch.
Je tiefer sie in den sumpf eindrang, desto dunkler schien es Cathrine wurde es um sie herum.
Plötzlich sprang ihr etwas direkt in den Weg. Sie kannte ein solche geschöpf gar nicht, es war fast so vom Körper her wie ein Frosch, doch die Fratze war anders, weit aufgerissen erkannte Cathrine die fiesen spitzen zähne. Die Augen Funkelten ihr entgegen und es sah so aus, als würde dieses Wesen sie auslachen ...
Cathrine Spante den Bogen an und zielte so genau sie es konnte auf das geöffnete Maul des Tieres, als es auch schon auf sie zustürmte.
In jenem schock Moment ließ Cathrine den Bogen fallen und fiel selbst rückwärts in den Sumpf. Sie spürte, das sie mit dem Gesäß auf eine harte kante gestoßen war. Doch darum sorge sie sich derzeit nicht, hastig blickte sie sich um, wo war es hin? Es war an ihr vorbei gehuscht un in der Ferne hörte man es surren und glucksen, fast schon ohrenbetäubend laut.
Mühsam rappelte Cathrine sich auf und erst jetzt spürte sie den stechenden Schmerz an ihrem hinterteil, es zog bis hinauf in den Rücken.
Sie faste sich an jene stelle und spürte das dort etwas fest steckte. Mit einem festen ruck zog sie es hinaus und erblickte einen alten, Rostig und schwammigen stumpfen Dolch. Er war vom Gewässer des Sumpfes in schmierigem grün getaucht. Jemand musste ihn wohl verloren haben, oder war gar selbst hier noch irgendwo gelegen.
Es war Cathrine aber auch egal. Es schmerzte sie so sehr, das sie beschloss ihren weg aufzugeben. Unter Schmerzen kämpfte sie sich durch den Sumpf zurück auf festen Boden. Wo sie sich schliesslich erschöpft sinken ließ um sich etwas auszuruhen. Die Gedanken wirrten in ihr auf und ab, doch nie hätte Cathrine daran gedacht, das sie zu töricht gehandelt hatte, bis zu diesem Moment. Sie kannte die weiten der Welt nicht gut genug um in dieser zu überleben.

Es vergingen erneut einige Stunden, in denen Cathrine ihre Wunde, die sich vom gesäß eine Ellenlänge bis zum Rücken zog, best möglichst versorgte. Der Rückweg würde für sie bei weitem schwerer als diese Gesamte Expedition. Sie hätte niemals alleine gehen dürfen.
Mit andauernder Zeit wurde die Kraft in Cathrine zusehend weniger. Sie hatte mühe, überhaupt noch lange zu gehen. Sie bemerkte wie Fieber in ihrem Körper aufstieg kaum, das ein Tag lang der Sumpf hinter ihr lag.
Irrsinnige Gedanken machten sich in ihrem Körper breit und essen behielt sie gar kaum mehr bei sich. Lediglich das Wasser, davon verschlang sie eine große menge, sie fuerchtete sich bereits, das es nicht bis daheim ausreichen würde. Sie musste aber auch nicht Heim, sie musste viel dringender zu einem Heiler ...
Nahe zu Kraftlos erreichte sie in weiter ferne sehend, das Osttor von Rahal.
Sie brauchte gar nicht mehr weit ... die Brück .. nur noch über die Brücke ... dachte sie sich. Sie warf sich auf den bauch und versuchte es auf allen Vieren, gar kriechend über die Brücke zu gelangen.
Doch ihr Körper wehrte sich gegen sie, sie sackte in sich zusammen, die Augen wurden dunkel und endlich kehrte auch Ruhe in ihrem Kopf ein.


So man das Osttor wieder öffnet, wird man wohl am Ende der Ostbrücke in Richtung Wetterau, ihren Leblosen Körper finden, der von Wund-fleisch zerfressen und übel Riechend da liegt. Und eine Spur welche dem weg folgend aus ihren letzten Vorräten und fetzen besteht ...
Antworten