[Alatarisches Reich] Der Pfad den man geht. (Teilnahme gew.)
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Althan Vylen
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Xen'draxol
Vorbereitung ist das halbe Leben…
…etwas das ein Lethar schon in seiner frühen Entwicklung lernt, ist vorbereitet zu sein. In einem Axorn aufzuwachsen heiß, sich dauerhaft in Gefahr zu befinden. Man lernt mit offenen Augen zu schlafen, mit offenen Ohren durch die Gänge zu schleichen und ein Gespür für Gefahren zu entwickeln. Nur dann überlebt man die ersten Jahre und hat eine Chance überhaupt in den Rang eines Runenlosen zu geraten, in dem die Geschwister das Potential sehen ein Teil des Axorns zu werden.
Nun war es daran genau dieses Gespür zur Sicherung des Axorn’s zu verwenden. Aber dazu reicht das Gespür eines Letharen alleine nicht aus, es brauchte mehr. Was wäre wenn die Ketzer aus Rahal versuchen würden zu uns durch zu dringen? Vyel’tareala und er waren sich zumindest in einem einig gewesen, es bedarf mehr als einem Sicherungsmechanismus. Zum einen würde man sich die natürlichen Instinkte der Echsen zu Nutzen machen. Sie würden es wittern sollte sich auch nur der kleinste Spalt ins Axorn öffnen.
Die andere Stufe der Absicherung würden Krüge darstellen. Nach und nach hatte er an ausgewählten Orten im Axorn Stangen in die Wände und die Decke getrieben, an diesen Stangen wurden Vasen befestigt. Stets trugen vier dieser Stangen eine Vase, deren Auslässe alle in genau der gleichen Höhe rund um den Krug eingelassen waren. Sollte es nun zu Grabungen und dadurch zu Erschütterungen kommen würde die Flüssigkeit die seine Schwester vorbereiten würde zum Schwingen bringen. Die daraufhin aus den Öffnungen in kleine vorbereitete Schälchen tropfen sollte, die wiederum mit einer Substanz gefüllt werden sollten. Im Idealfall würde es einen Effekt hervorrufen, der den Letharen anzeigte, dass hier gegraben wurde. Je nach Füllstand der kleinen Behälter, würde sich sogar eine Richtung erkennen lassen.
Dies sollte genügen um sich vorbereiten zu können. Und nichts kann einen vorbereiteten Letharen in seiner Domäne überwinden. Und seine Domäne waren die Schatten und die Stille, die nach getaner Arbeit erneut im Axorn Einzug halten sollten…
…etwas das ein Lethar schon in seiner frühen Entwicklung lernt, ist vorbereitet zu sein. In einem Axorn aufzuwachsen heiß, sich dauerhaft in Gefahr zu befinden. Man lernt mit offenen Augen zu schlafen, mit offenen Ohren durch die Gänge zu schleichen und ein Gespür für Gefahren zu entwickeln. Nur dann überlebt man die ersten Jahre und hat eine Chance überhaupt in den Rang eines Runenlosen zu geraten, in dem die Geschwister das Potential sehen ein Teil des Axorns zu werden.
Nun war es daran genau dieses Gespür zur Sicherung des Axorn’s zu verwenden. Aber dazu reicht das Gespür eines Letharen alleine nicht aus, es brauchte mehr. Was wäre wenn die Ketzer aus Rahal versuchen würden zu uns durch zu dringen? Vyel’tareala und er waren sich zumindest in einem einig gewesen, es bedarf mehr als einem Sicherungsmechanismus. Zum einen würde man sich die natürlichen Instinkte der Echsen zu Nutzen machen. Sie würden es wittern sollte sich auch nur der kleinste Spalt ins Axorn öffnen.
Die andere Stufe der Absicherung würden Krüge darstellen. Nach und nach hatte er an ausgewählten Orten im Axorn Stangen in die Wände und die Decke getrieben, an diesen Stangen wurden Vasen befestigt. Stets trugen vier dieser Stangen eine Vase, deren Auslässe alle in genau der gleichen Höhe rund um den Krug eingelassen waren. Sollte es nun zu Grabungen und dadurch zu Erschütterungen kommen würde die Flüssigkeit die seine Schwester vorbereiten würde zum Schwingen bringen. Die daraufhin aus den Öffnungen in kleine vorbereitete Schälchen tropfen sollte, die wiederum mit einer Substanz gefüllt werden sollten. Im Idealfall würde es einen Effekt hervorrufen, der den Letharen anzeigte, dass hier gegraben wurde. Je nach Füllstand der kleinen Behälter, würde sich sogar eine Richtung erkennen lassen.
Dies sollte genügen um sich vorbereiten zu können. Und nichts kann einen vorbereiteten Letharen in seiner Domäne überwinden. Und seine Domäne waren die Schatten und die Stille, die nach getaner Arbeit erneut im Axorn Einzug halten sollten…
Zuletzt geändert von Xen'draxol am Dienstag 2. Juni 2015, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Gabriella Mittgenstein
So war es denn, der Maestro hatten den Orden zusammen gerufen und man erschien im Glauben die Elegida sei tot. Dreizehn schwarzberobte Gestalten hatte sie gezählt, die Gesichter verschwommen zu Masken denen sie einst etwas zugeordnet hatte. Jetzt jedoch, war nichts mehr wie sie es gewohnt war. Die Gläubige in ihr wand sich, begehrte auf, wollte nicht glauben das die Letharen nicht im Sinne ihres Schöpfers handelten, gar Ketzer seien. Zuviel Verrat hatte sie die letzten Mondläufen erlebt, zuviele Lügen in ihrem eigenen Heim. Es hatte ihr gut getan den Knappen zu verlassen und doch war in ihr ein Teil der dadurch gestorben war. Eine Seite die ihr einst so selbstverständlich erschienen war wie es ihr nun so unwahrscheinlich erschien ihm so lange geglaubt zu haben. Doch glauben und glauben sind zweierlei Dinge, nicht? Lemo war es der ihren Fokus wieder auf das Geschehen richtete noch während die Worte des Maestro durchsickerten. Lemo war es, der die frohe Überraschung verkündete.
Die Elegida lebte.
Es war gut, für den Orden, das ihr Leib doch nicht Opfer dieses Konfliktes geworden war. Zu leer erschienen ihr die Gassen in Rahal auch jetzt schon. Wenn man jemanden sah waren es meist Gardisten oder Bürger die schnell wieder in ihr, vorerst, sicheres Heim eilten. Waren so viele Menschen den Aufrufen der Letharen gefolgt? Auch sie hatte die Nachricht lange angestarrt und abermals hatte die Gläubige in ihr sich gewunden. Doch Zweifel, Zweifel waren Schwäche ebenso wie Ungewissheit eine Schwäche war der oftmals Taten folgten die den ursprünglichen Zustand nur noch verschlimmerten. Ihre Pflichten banden sie. Der Maestro hätte es nicht deutlicher sagen können was er sich erwartete. Der Orden der Arkorither war eins und stand dem Bündnis entsprechend an der Seite ihrer geliebten Stadt! Sie hatten ihre Anweisungen und es lag ihr fern sich diesen nicht zu unterwerfen. Kontrolle, dafür war sie der Hofmaga dankbar, man konnte gar nicht dankbar genug dafür sein. Ohne sie wäre die Kontrolle längst nicht so beständig wie es der Tage notwendig war. Nach ihren Tiraden gegen die Kinder Alatars jedoch, kamen ihr unweigerlich die Worte des Ritters in den Sinn. Sie gibt sich nicht immer ihrem Stand entsprechend und das verursacht.. Probleme.
Probleme... ein seltsames Lachen entwich ihrer Kehle und hastig warf sie die blonden Haare zurück um nach dem Kind zu sehen. Als ob derweil noch etwas mehr Probleme verursachen konnte als jene die in dieser Situation schon vorherrschten. Nun denn, diese Schwäche gestand sie sich durchaus zu als die schlanken Finger durch das helle Kinderhaar strichen. Unerwartet und unverhofft und doch nicht unwillkommen, es war egoistisch von ihr die Kleine nicht in die Sicherheit fortzuschicken doch auf der anderen Seite, wo wäre sie sicherer als hinter den dicken Mauern Rahals? So oder so, sie musste sie alleine lassen. Immer und immer wieder, mit der Ungewissheit ob ihr selbst nicht ähnliches widerfahren würde wie der Elegida. Wann traf es den Nächsten? Wer provozierte den Kampf? Ungewissheit. Sich über die Lippen leckend tigerte sie durch die schwarze Burg und beschloss das es durchaus, eben doch wichtig war alte Freunde wissen zu lassen das man lebte. Auf unbekanntem Wege sandte sie sodann der roten Hexe folgende Nachricht.
Dir zu dienen heißt Gehorsam zu lernen,
denn aus ihm erwächst das Vertrauen sein Leben in die Hände deiner Geweihten zu legen.
Dir zu dienen heißt Treue zu lernen,
denn aus ihr erwächst der große Geist, welcher all deine Geweihten gleichermaßen erfüllt.
Dir zu dienen heißt den Rat der Älteren zu erhören und zu befolgen,
denn aus ihnen erwächst deine Weisheit, welche du ihnen in langen Jahren zuteil kommen ließest.
Auch die restlichen Gebote folgten nach und nach, nicht unbedingt in der Reihenfolge wie man sie im Tempel lehrte und doch vollständig, prägend, beruhigend. Wenn Freund gegen Freund stand und die Führenden sich uneins waren blieb nur die Loyalität und Pflichterfüllung. Alles weitere durfte man sich nicht in der Öffentlichkeit bewahren. Sie war gespannt wie die Lage sich entwickeln würde denn noch hatte sie ihren Glauben.
Die Elegida lebte.
Es war gut, für den Orden, das ihr Leib doch nicht Opfer dieses Konfliktes geworden war. Zu leer erschienen ihr die Gassen in Rahal auch jetzt schon. Wenn man jemanden sah waren es meist Gardisten oder Bürger die schnell wieder in ihr, vorerst, sicheres Heim eilten. Waren so viele Menschen den Aufrufen der Letharen gefolgt? Auch sie hatte die Nachricht lange angestarrt und abermals hatte die Gläubige in ihr sich gewunden. Doch Zweifel, Zweifel waren Schwäche ebenso wie Ungewissheit eine Schwäche war der oftmals Taten folgten die den ursprünglichen Zustand nur noch verschlimmerten. Ihre Pflichten banden sie. Der Maestro hätte es nicht deutlicher sagen können was er sich erwartete. Der Orden der Arkorither war eins und stand dem Bündnis entsprechend an der Seite ihrer geliebten Stadt! Sie hatten ihre Anweisungen und es lag ihr fern sich diesen nicht zu unterwerfen. Kontrolle, dafür war sie der Hofmaga dankbar, man konnte gar nicht dankbar genug dafür sein. Ohne sie wäre die Kontrolle längst nicht so beständig wie es der Tage notwendig war. Nach ihren Tiraden gegen die Kinder Alatars jedoch, kamen ihr unweigerlich die Worte des Ritters in den Sinn. Sie gibt sich nicht immer ihrem Stand entsprechend und das verursacht.. Probleme.
Probleme... ein seltsames Lachen entwich ihrer Kehle und hastig warf sie die blonden Haare zurück um nach dem Kind zu sehen. Als ob derweil noch etwas mehr Probleme verursachen konnte als jene die in dieser Situation schon vorherrschten. Nun denn, diese Schwäche gestand sie sich durchaus zu als die schlanken Finger durch das helle Kinderhaar strichen. Unerwartet und unverhofft und doch nicht unwillkommen, es war egoistisch von ihr die Kleine nicht in die Sicherheit fortzuschicken doch auf der anderen Seite, wo wäre sie sicherer als hinter den dicken Mauern Rahals? So oder so, sie musste sie alleine lassen. Immer und immer wieder, mit der Ungewissheit ob ihr selbst nicht ähnliches widerfahren würde wie der Elegida. Wann traf es den Nächsten? Wer provozierte den Kampf? Ungewissheit. Sich über die Lippen leckend tigerte sie durch die schwarze Burg und beschloss das es durchaus, eben doch wichtig war alte Freunde wissen zu lassen das man lebte. Auf unbekanntem Wege sandte sie sodann der roten Hexe folgende Nachricht.
Verworren und wirr würde man sagen, vielleicht würde die rote Hexe es zu deuten wissen. Vermutlich hatte auch das blonde Gift dazu einiges zu sagen jenes die Nachricht unweigerlich zugetragen bekommen würde. Dennoch gab ihr dieses alte Band einen gewissen Anreiz sich all dem zu stellen und die Schultern zu straffen. Eine Antwort erwartete sie nicht. Krakelnd fuhr die Feder in der furchtbar, schnörkeligen Schrift über ein neues Stück Pergament um einem Mantra gleich festzuhalten.... und so sendet die Hummel aus dem finsteren, finsteren Zauberwald ihrer im Mondlicht badenden Freundin folgende Zeilen:
Gräme dich nicht meine zähes Giftgewächs. Der Mond scheint hell, das Licht reicht weit, doch die Sterne sind fern im dunklen Zauberwald. Ganz besonders im finsteren, finsteren Teil des Waldes. Es summt und brummt im Hummelbau doch sieh wie die Kelche sich in der Nacht erheben. Schön anzusehen in weiter Ferne, vor dem Wald... schweigend, still. Gedanken einer Zuflucht gleich.
Die Zeichnung eines Armbandes mit der wohlbekannten Gravur ist unter der Nachricht abgebildet. Ganz so als solle es eine weitere Nachricht übermitteln und doch steht nur ein einziges Wort darunter.
Dir zu dienen heißt Gehorsam zu lernen,
denn aus ihm erwächst das Vertrauen sein Leben in die Hände deiner Geweihten zu legen.
Dir zu dienen heißt Treue zu lernen,
denn aus ihr erwächst der große Geist, welcher all deine Geweihten gleichermaßen erfüllt.
Dir zu dienen heißt den Rat der Älteren zu erhören und zu befolgen,
denn aus ihnen erwächst deine Weisheit, welche du ihnen in langen Jahren zuteil kommen ließest.
Auch die restlichen Gebote folgten nach und nach, nicht unbedingt in der Reihenfolge wie man sie im Tempel lehrte und doch vollständig, prägend, beruhigend. Wenn Freund gegen Freund stand und die Führenden sich uneins waren blieb nur die Loyalität und Pflichterfüllung. Alles weitere durfte man sich nicht in der Öffentlichkeit bewahren. Sie war gespannt wie die Lage sich entwickeln würde denn noch hatte sie ihren Glauben.
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Gast
An diesem Tage scheint eine gewisse Aufruhe bei dem blauen Volk zu herrschen. Immer mal wieder kann man davon berichten, dass die Blauen voll gerüstet und in Eile durch Wälder ziehen, Straßen überqueren und so weiter. Manche rennen sogar bis zu den Grenzen Menek'Urs, dann wieder zurück. Man soll auch einige in Bajard gesehen haben, zu den frühen Morgenstunden. Was da wohl vor sich geht...
- Tar'xyr
- Beiträge: 306
- Registriert: Montag 11. August 2014, 23:36
So bekam Tar'xyr von einem Boten eine Korrespondenz des Ritters Wolfseiche überreicht.
Auch wenn er nicht der Adressat war und die Korrespondenz eher belanglos war, trug sie doch etwas für ihn recht Nützliches - Eine Unterschrift und das Siegel des Ritters Wolfseiche.
Xen'draxol wurde sogleich damit beauftragt, eine Kopie des Siegelringes anzufertigen. Tar'xyr begab sich an die Arbeit und setzte in 'liebevoller' Kleinarbeit ein Schreiben auf.
Seinen Segen Wachhabender,
hiermit ordne ich die Verlegung der gefangenen Letharen in die Angurenfeste an.
Die Überführung findet am Abend der 25. Schwalbenkunft, unter Kommando des Trabanten Osiria Apis, statt .
Die abgestellte Gardeeskorte ist mit der Bewachung der Gefangenen betraut und hat diese bereits unter meiner Aufsicht entwaffnet, sie hat Befehl, die Gefangenen ohne weitere Umwege in den Kerker zu führen.
Nach der Überführung hat die Eskorte der Bewachung der Gefangenen in der Angurenfeste zu dienen.
Die Gefangenen sind zu schonen, die Verteidigung des eigenen Lebens ist jedoch ausdrücklich erwünscht.
Am Morgen der 26. Schwalbenkunft, seid Ihr befähigt die Eskorte wieder nach Rahal abzukommandieren, sofern euch angemessenes Wachpersonal zur Seite steht.
Im Namen des Rates der Altruisten, Vertreter seiner Heiligkeit: Alka Isidor I. - Vertreter des All-Einen


Der Tross, aus 'Gefangenen' und verkleideten Gardisten, machte sich am Abend der 25. Schwalbenkunft auf den Weg zur Angurenfeste, möglicherweise konnten sie sich mit der Fälschung den Zulass erschleichen - der Ausgang blieb ungewiss
Auch wenn er nicht der Adressat war und die Korrespondenz eher belanglos war, trug sie doch etwas für ihn recht Nützliches - Eine Unterschrift und das Siegel des Ritters Wolfseiche.
Xen'draxol wurde sogleich damit beauftragt, eine Kopie des Siegelringes anzufertigen. Tar'xyr begab sich an die Arbeit und setzte in 'liebevoller' Kleinarbeit ein Schreiben auf.
Seinen Segen Wachhabender,
hiermit ordne ich die Verlegung der gefangenen Letharen in die Angurenfeste an.
Die Überführung findet am Abend der 25. Schwalbenkunft, unter Kommando des Trabanten Osiria Apis, statt .
Die abgestellte Gardeeskorte ist mit der Bewachung der Gefangenen betraut und hat diese bereits unter meiner Aufsicht entwaffnet, sie hat Befehl, die Gefangenen ohne weitere Umwege in den Kerker zu führen.
Nach der Überführung hat die Eskorte der Bewachung der Gefangenen in der Angurenfeste zu dienen.
Die Gefangenen sind zu schonen, die Verteidigung des eigenen Lebens ist jedoch ausdrücklich erwünscht.
Am Morgen der 26. Schwalbenkunft, seid Ihr befähigt die Eskorte wieder nach Rahal abzukommandieren, sofern euch angemessenes Wachpersonal zur Seite steht.
Im Namen des Rates der Altruisten, Vertreter seiner Heiligkeit: Alka Isidor I. - Vertreter des All-Einen

Der Tross, aus 'Gefangenen' und verkleideten Gardisten, machte sich am Abend der 25. Schwalbenkunft auf den Weg zur Angurenfeste, möglicherweise konnten sie sich mit der Fälschung den Zulass erschleichen - der Ausgang blieb ungewiss
Zuletzt geändert von Tar'xyr am Donnerstag 25. Juni 2015, 23:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Der Erzähler
Das unterschwellige, bösartige Knurren zog in den Abendstunden über den westlichen Teil Gerimors, doch war das tiefe Grollen der Raubkatze nicht das einzige Zeugnis, das an diesem Tage hinterlassen blieb. Vor den Toren Rahals bis hin zum zugeschütteten Eingang Leth'axorns ziehen sich fünf parallele tiefe Furchen durch den Boden, die aufgerissene Erde wirkt seltsam verkohlt, von Asche und Hitze fehlt jedoch jede Spur.
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Der Erzähler
Am Abend nach der Eroberung der Festung schleicht sich allmählich ein seltsam unbestimmtes Gefühl in das Bewusstsein der Letharen. Rastlosigkeit und eine gewisse Unruhe befällt schleichend die Kinder des All-Einen begleitet von beinahe bildlosen Träumen, in denen sich ebenfalls dieser eigenartige Drang, dessen Ziel noch nicht greifbar scheint, wie dicke Nebelschlieren durch die Köpfe der Letharen zieht.
Die einzige bildhafte Erinnerung, die von der nächtlichen Mahr bleibt, ist der Anblick der fünf tiefen Furchen vor den Toren der einst Verbündeten.
Die einzige bildhafte Erinnerung, die von der nächtlichen Mahr bleibt, ist der Anblick der fünf tiefen Furchen vor den Toren der einst Verbündeten.
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Dazen Wolfseiche
- Konsequenz
Wer da zu früh die Gunst der Welt erfahren
Und ihres Beifalls Übermaß errungen,
Der wird sofort, von Hochmut rasch durchdrungen,
Die menschliche Gemeinheit offenbaren.
Schon auf dem Gipfel wird er sich gewahren,
Gewappnet, wie dem Haupt des Zeus entsprungen;
Verachten wird er dreist der Wahrheit Zungen,
Ungnädig sein – auch gegen Schmeichlerscharen.
Er fühlt sich, und die höchste selbst der Kronen
Vermag ihm keine Demut einzuflößen:
Daß er sie trägt, soll euch, nicht ihn belohnen.
Blickt doch nur hin nach euren Ruhmesgrößen,
Wie sie da rings als schnöde Götzen tronen,
Zum Dank euch weisend ihre Hinterblößen.
Ferdinand von Saar
Inzwischen hielt ich Ausschau, ob sich wer annäherte, den wir hier gerade nicht gebrauchen konnten und den Schlosser bei der Arbeit störte. Erst als in erster Linie das Eisentörchen vor dem Schließmechanismus für das Fallgitter ausgetauscht war, verflog wenigstens eine kleine Spur der Anspannung.
Während der Mann fleißig werkelte, blieb ich im Hof draußen, nahe dem Tor und sah hinaus, wobei die Gedanken schon wieder abdrifteten. In aller Kürze hatte ich von den Planungen der nächsten Tage erfahren. Ich war erleichtert, dass mir diese erspart geblieben war und ich einfach einmal die Rolle übernehmen konnte, nur mitzuarbeiten und anzupacken, wenn und wo es nötig war.
Das hatte einen etwas extravaganten Besuch zur Folge gehabt, der ebenfalls ein wenig Entspannung in die Lage brachte im Nachgang. Ich war mir nur zu klar darüber, was geschähe, wenn davon etwas bekannt wurde – aber letztlich war es mir einerlei. Das gesteckte Ziel war erst einmal dahingehend erreicht, das war es, was es zählte. Das „Wie“ spielte für mich in dem Fall keine Rolle. Ob sich darüber wer das Maul zerriss im Nachhinein oder nicht, war unwichtig.
Mit dem Besuch war natürlich ein Gespräch einhergegangen, das für mich alles andere als angenehm gewesen war. Die gesamte Situation war atemberaubend gewesen, und das keineswegs im positiven Sinne. Es führte einiges vor Augen, was ich durchaus als unangenehme Wahrheit betrachten musste. Die Spuren vor den Toren der Hauptstadt ließen für mich keine Zweifel zu, wer sie dort hinterlassen hatte. Und ja, es erfüllte mich nicht allein mit Ehrfurcht, sondern auch mit alleiniger Furcht, ganz ohne Ehr. Ich hatte die Bilder nicht vergessen, sie verfolgten mich noch immer, als Er Tiarnarch vor uns zertrat wie eine Fliege. Allzu weit an unser aller Leben war er auch dieses Mal nicht vorbeigeschritten.
Ich hegte den Verdacht, dass es bei der Warnung allein nicht bleiben würde. Vermutlich rollten Köpfe in den nächsten Stunden, vielleicht auch Tagen.
Als der Schlosser fertig war, die Bünde übergab mit den neuen Schlüsseln zu den neuen Schlössern daran, entließ ich ihn aus seinen Diensten und geleitete ihn noch zur Kutsche. Danach machte ich mich daran, die Bünde zu verteilen, sowohl an die beiden Ritter, als auch an den Knappen. Der Ahad war wieder auf Reisen, daher behielt ich seinen Bund noch ein bis zu seiner Rückkehr.
Danach suchte ich den Tempel auf, und dort verbrachte ich die nächsten Stunden, in stiller Zwiesprache, Selbstreflektion und Fehlersuche ganz allein bei mir selbst, schonungslos und ohne Zuweisung irgendeiner Schuld bei anderen zu suchen. Wo hatte ich persönlich versagt? Wo hätte ich es anders machen sollen? Wo hatte ich die Vorzeichen zu spät gesehen, falsch interpretiert, wo hätte ich anders und wie dann reagieren müssen?
Ich endete in der Erkenntnis, dass irgendwann einmal alles endete, unser aller Leben, einerlei wo wir standen, und machte meinen Frieden damit. Ja, ich fürchtete mich. Vor allem davor, dass Er dem ein Ende setzte, ein sehr endgültiges Ende, auch meines Lebens. Trotzdem aber konnte ich sagen, als ich mich mit schmerzenden Knien und Gliedern nach Stunden mehr als steif erhob, dass ich mich allein nur noch vor dem Sterben fürchtete, nicht mehr vor dem Tod an sich. Und ich begrüßte die Konsequenz, die Er sich für mich ersann. Sollte Er mir das Leben lassen, so schwor ich schon jetzt, dies als tiefste Lehre zu nehmen und an der nötigen Besserung zu arbeiten, bis ich sie erreichte. Nicht einen Atemzug vorher wollte ich ruhen.
- Nicht erkannte Vorzeichen ziehen deutliche Konsequenzen nach sich.
Ernst Ferstl
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Gast
- "Wer den Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig."
(Nepalesisches Sprichwort)
Illusionszauber verstärkten ihre menschlich schwache Nachtsicht, während sie den Sumpfteil auf dem Rücken des dämonischen Sphärenwesens überquerte. Sie folgte einem Pfad nach dem anderen, rund um den Unheilsberg herum, schlug mit krachenden Blitzschlägen die örtlichen Monstrositäten nieder und erreichte bald die Spitze. Die nächtliche Aussicht verschaffte ihr etwas Trost. Der sommerliche Nachtwind zog sich durch die blutroten Locken und sie atmete tief durch. Weitblickend sah sie die Lichter Berchgards, Bajards, einiger Siedlungen des lichten Reichs und auch Rahals. Seitdem sich einstige Verbündete als Feinde ansahen, wirkte die Hauptstadt Alatariens wie ausgestorben.
Es sah nach Regen aus. "Hätte nicht gedacht, Euch hier zu begegnen, Magistra", hörte sie eine bekannte Stimme in unmittelbarer Nähe erklingen. Während sich das schwarze Pferd langsam im dunklen Nebel auflöste, sprang die hochgewachsene Magierin von dessen Rücken und musterte die von Regentropfen gezierte Umgebung nach dem Ursprung der unheimlich klingenden Stimme. Sie kam ihr bekannt vor: "Tin?", fragte Sophie die Dunkelheit und zog zitternd ihren Rabenschnabel vom Gürtel. Die Gestalt näherte sich, nahm mit jedem Schritt Form an, und schließlich blickte sie ins Gesicht einer Lethra: Tin'veraxa.
[img]http://fs1.directupload.net/images/150627/oo3jvotv.jpg[/img]
"Oh, nicht einmal ein 'Hallo'? Wie schade", kicherte die junge Frau des Letharenvolks und brachte in einer schnellen, eleganten Bewegung ihren Degen zum Vorschein. Sophie riss die Augen auf und plötzlich machte ihr Magen einen Sprung. Sie hatte sich immer gut mit Tin verstanden. Nannte sie sogar eine Freundin, die ihr sogar Näheres über letharische Arten der Musik erklären wollte. Und eigentlich stand die perfekte Chance bevor, sich für das zu rächen, was Tyr ihr einst in der Mine Bajards angetan hatte. Sie wäre unter den Bolzenschüssen fast verblutet; der Ala'thraxor hatte ihren unbändigen Hass auf jedes dunkelhäutige Spitzohr geschürt. Doch sie konnte nicht. Während die rothaarige Schwarzmagierin das Gefühl hatte, Tin entgegen zu starren, spürte sie gleichzeitig warmes Blut über ihre Halsseite fließen.
Tin hatte sie mit einem schnellen Satz nach vorne, bei ausgestrecktem Degen, überrascht. Der Schmerz pochte, Sophies Zähne knirschten aneinander und sie sah in das grinsende Gesicht ihrer vermeintlichen Gegnerin. "Los, zeig' mir, wie sehr du mein Volk hasst", befahl sie der jungen Liedkundigen und fuhr sich lüstern mit der Zunge über die schmalen Lippen. Doch ihre elfisch geschwungenen Augen verrieten etwas anderes: Sie wollte gar nicht kämpfen. "Tin, lass' uns reden", schlug Sophie der Lethra vor. Im gleichen Atemzug konnte sie ihren Ohren nicht trauen. Die Chance auf Rache stand vor ihrer Nase und sie behielt die Waffe tatsächlich unten. Das Blut breitete sich auf ihrer Brust aus. Keine schwere Wunde, doch schmerzend und brennend genug, durch das an der Letharenklinge klebende Gift, um ihr sämtliche, fürs stärkere arkane Wirken notwendige, Konzentration zu stehlen.
Anstatt zu antworten, setzte Tin mit einem vertikalen Hieb nach. Warum kein Stich? Ein Hieb mit einer dünnen Fechtwaffe? Dass auch die junge Lethra von zweifelnden Gedanken geführt wurde, war ihrem Kampfstil deutlich anzumerken. Noch bevor die schmale Klinge Sophies Haut traf, richtete sich die Magierin auf und konterte mit einem Feuerball. An ihr vorbei. Tin grinste gehässig. "Ist das alles, Kampfmagierin?", spottete sie. "Ich stehe zwei Handbreiten vor dir und du triffst daneben? Lächerlich. Vielleicht solltest du dich doch unter Büchern verkriechen", fügte sie hinzu. Und selbst der Spott wirkte unecht. Sie zweifelte noch immer. Ihre Worte reichten jedoch, um das Blut in den Adern der hitzigen Schwarzhexerin zum Kochen zu bringen. Ein Vergleich mit ihren Bücher liebenden Liedkunde-Genossen empfand sie als schlimme Beleidigung. Ein Hagel an Rabenschnabel-Hieben prasselte auf die Lethra zu, wie die Regentropfen auf ihrer Haut, kleine Funken verließen die Fingerspitzen der temperamentvollen Kampfmagierin. Doch Tins Schnelligkeit war beeindruckender: Leichtfüßig wich sie der Berserker-artigen Rage ihrer Gegnerin aus. Die dunkelhäutige Elfe hatte jedoch einen unglücklich platzierten Baumstamm hinter ihren Fersen nicht bemerkt.
Tin rutschte rücklings aus, hielt sich mit einer Hand noch rechtzeitig an einem Vorsprung und sah rollende Steinchen in die gähnende Tiefe fallen. Den Boden konnte sie nicht sehen. Der Nebel war dicht und ein Sturz aus dieser Höhe wäre der sichere Tod gewesen. "Gib mir deine Hand", hörte sie Sophies Stimme rufen. "Was?", antworte Tin und sah, gleichermaßen panisch wie ungläubig, an ihr empor. Das war er nun: Der Moment, der Sophies Rache an Tyrs Anschlag in der Mine Bajards hätte vollkommen machen können, und in Anbetracht des aktuellen Krieges unbestraft. Doch sie lehnte ab. "Na los, Tin, gib mir deine Hand!" Die Lethra presste die Lippen aneinander und sah so aus, als würde sie schmollen. Sie wirkte nicht älter als ein Menschenmädchen, das das Jugendalter frisch hinter sich gelassen hatte. Sie umschloss Sophies Hand mit der eigenen und die Magierin zog den zierlichen Körper wieder auf die Bergspitze hoch.
[img]http://fs1.directupload.net/images/150627/z68iugul.jpg[/img]
Beide Kontrahentinnen starrten einander an. Tin zeigte Anstalten, etwas zu sagen, öffnete die Lippen einen schmalen Spaltbreit. Doch sie schwieg. Entsetzen spiegelte sich in den Augen der talentierten Fechtkämpferin wider, als wäre sie von der Situation schlicht überfordert gewesen. Auch Sophie brachte kein Wort aus ihrem Mund heraus. Sie sah lediglich zu, wie sich ihre letharische Freundin ruckartig herum wandte und folgte gedankenverloren ihrer Silhouette. Der Regen war mittlerweile stärker geworden, doch blieb sie an Ort und Stelle stehen. Langsam wurde die elfisch filigrane Gestalt von der tiefnächtlichen Dunkelheit verschluckt.
Zuletzt geändert von Gast am Samstag 27. Juni 2015, 05:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Der Erzähler
Mit jedem Glockenschlag, der vorbeizieht, verstärkt sich das Gefühl der Unruhe und Rastlosigkeit, das mittlerweile alle Letharen befallen hat. Der Drang nach der Dunkelheit und dem süßlich-heißen Geruch der Giftflüsse und Lavagruben, die die heimatlichen Höhlen des Axorn bieten, nimmt allmählich überhand im Bewusstsein seiner Kinder. Immer wieder zucken die Bilder der tiefen Furchen vor den Toren Rahals wie Blitze durch ihre Gedanken, immer deutlicher wird der Ruf der Heimat.
Am Abend schon werden die ersten Letharen feststellen, dass Rastlosigkeit und Unruhe nicht nur von den immer wieder aufzuckenden Bildern der Krallenspuren, sondern auch von physischen Schmerzen begleitet werden. Über die Nacht hin bahnen sich die ersten zähflüssigen Blutstropfen den Weg aus den Nasen und Ohren der Kinder des Einen.
Am Abend schon werden die ersten Letharen feststellen, dass Rastlosigkeit und Unruhe nicht nur von den immer wieder aufzuckenden Bildern der Krallenspuren, sondern auch von physischen Schmerzen begleitet werden. Über die Nacht hin bahnen sich die ersten zähflüssigen Blutstropfen den Weg aus den Nasen und Ohren der Kinder des Einen.
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Yxul'lerlatox
- Beiträge: 119
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Und so wird man am heutigen Abend feststellen, wenn man die Angurenfeste betritt, dass keine Spur mehr - überhaupt nicht im Entferntesten ein Hinweis, als wären sie nie da gewesen; abgesehen von gefesellten Gardisten - von einem Letharen in dem Gemäuer zu finden sein
Die letzten Letharen Gerimors waren beim Anbeginn der Nacht noch kurz vor Bajard zu sehen, doch von den Schmerzen oder blutigen Ausfällen drang für Menschen nichts nach außen. Mit allmählich mehr und mehr anbrechender Nacht waren dann auch die letzten Letharen in den Tiefen des Axorns verschwunden. Vorerst waren sie nicht mehr an der Oberfläche zu sehen.
Die letzten Letharen Gerimors waren beim Anbeginn der Nacht noch kurz vor Bajard zu sehen, doch von den Schmerzen oder blutigen Ausfällen drang für Menschen nichts nach außen. Mit allmählich mehr und mehr anbrechender Nacht waren dann auch die letzten Letharen in den Tiefen des Axorns verschwunden. Vorerst waren sie nicht mehr an der Oberfläche zu sehen.
Zuletzt geändert von Yxul'lerlatox am Sonntag 28. Juni 2015, 02:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Yxul'lerlatox
- Beiträge: 119
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
In einem kranken Geist, der geformt ist von Paranoia und der stetigen Furcht zu Versagen, können sich Abgründe anbahnen, die seltsame Auswirkungen mit sich bringen. Denn ein Geist, korrumpiert vom Vernichtungswillen Alatars, ist ein seltsames Wesen, wenn er nicht mehr kontrolliert wird. Dies kann durchaus schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Gedanken an Massensuicid, Gewaltexzesse oder sonstige Formen des Irrsinn sind nur einige der Phasen, die sich an die Oberfläche drängen könnten. Bis zum Anfang der Nacht gab es noch keine Anzeichen beim Ala'thraxor, dass er aufgrund der "Empfindungen", die Kontrolle verlieren würde.
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Gast
Und am Abend, als Alatar die Kräfte seiner Kinder nahm, die Verbindung zum Panthergott beendete, sackte die Templerin auf den Boden und wirkte wie ein lebloser Körper. Als hätte man ihr Seele und Herz genommen. So wird es noch einige Stunden so sein, dass sie da hockt, dann wird sie irgendwann nach vorne weg fallen und einfach nur noch dort liegen. Als hätte man sie von innen ausgesaugt und den Sinn ihrer Existenz mit sich genommen.
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Der Erzähler
Das seichte Beben an der Oberfläche, das in Rahal die ein oder andere Vase zum Wackeln und in Düstersee kaum noch spürbar war, war das einzige Zeugnis von den Geschehnissen, die sich weit unter der Erde abspielten.
Der Zorn war spürbar, hörbar durch das mächtige Knurren des Panthers, das von den Höhlen des Axorn widerhallte. Wie an Fäden wurden Seine Kinder an den richtigen Platz geleitet, wie durch unsichtbare Hände geschoben in die Tiefen der heimatlichen Höhlen und wie durch unsichtbare Ketten an Ort und Stelle gehalten, während der Zorn über sie hereinbrach.
Der mächtige Hieb, der Teile des Leth'axorn zum Einsturz brachte, forderte noch kein Opfer, die Brocken und Steine, Felsen und Gesteinsteile fielen, wie sie fallen sollten und schnitten Seine Kinder vom Rest der Welt ab und für den Moment auch von Ihm selbst. Die Verbindung war nicht gekappt, nicht vollständig, aber soweit geschwächt, dass sie für Seine Kinder nicht mehr natürlich spürbar war.
Es gab kein Entrinnen für die Kinder des Einen aus ihrer Heimat. Vorerst.
Der Zorn war spürbar, hörbar durch das mächtige Knurren des Panthers, das von den Höhlen des Axorn widerhallte. Wie an Fäden wurden Seine Kinder an den richtigen Platz geleitet, wie durch unsichtbare Hände geschoben in die Tiefen der heimatlichen Höhlen und wie durch unsichtbare Ketten an Ort und Stelle gehalten, während der Zorn über sie hereinbrach.
Der mächtige Hieb, der Teile des Leth'axorn zum Einsturz brachte, forderte noch kein Opfer, die Brocken und Steine, Felsen und Gesteinsteile fielen, wie sie fallen sollten und schnitten Seine Kinder vom Rest der Welt ab und für den Moment auch von Ihm selbst. Die Verbindung war nicht gekappt, nicht vollständig, aber soweit geschwächt, dass sie für Seine Kinder nicht mehr natürlich spürbar war.
Es gab kein Entrinnen für die Kinder des Einen aus ihrer Heimat. Vorerst.
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Montag 29. Juni 2015, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Als die junge Lethra die sengende Hitze der wogenden Lavamassen an ihrem nackten, gebrechlichen Körper emporkriechen spürte wusste sie, dass sie dem einzigen Ausweg gegenüberstand. Was auch immer der Grund dafür war - Alatar hatte sich von ihr und ihrem Volk abgewand. Hatten sie versagt? Sah der Alleine tatsächlich größeres Potential in den Menschen Rahals als in ihnen, dass er ihnen den Rücken kehrte? Hatten sie seinen Zorn mit Unfähigkeit auf sich gezogen, oder hatte er einfach seine Vorgehensweise, seinen Plan, den doch nur ihr Volk kannte, geändert? Die Gedanken zehrten an ihrer Kraft und ihrem Geist - alles, wofür sie existierte, wofür sie jede Sekunde ihres Lebens gekämpft und geatmet hatte, brach vor ihr zusammen und machte ihre Existenz sinnlos. Eine leere Hülle, ihrer Kraft und Bestimmung beraubt, weiter nichts.
Schwerfällig setzte sie einen nackten Fuß vor den anderen, dem Abgrund entgegen. Die Hitze brannte sich in ihr Fleisch und die Luft war erfüllt vom Gestank verkohlender Haut. Sie sprang nicht, sondern ließ die kraftlose Hülle, die ihr Körper war, einfach nach vorn fallen.
Und in den wenigen Sekunden, die sie vom brennenden Tod trennten, dachte sie an Saajid. Dann verschlang rotes Feuer die Lethra, deren Name bereits in diesem Augenblick in Vergessenheit geraten sein würde.
Schwerfällig setzte sie einen nackten Fuß vor den anderen, dem Abgrund entgegen. Die Hitze brannte sich in ihr Fleisch und die Luft war erfüllt vom Gestank verkohlender Haut. Sie sprang nicht, sondern ließ die kraftlose Hülle, die ihr Körper war, einfach nach vorn fallen.
Und in den wenigen Sekunden, die sie vom brennenden Tod trennten, dachte sie an Saajid. Dann verschlang rotes Feuer die Lethra, deren Name bereits in diesem Augenblick in Vergessenheit geraten sein würde.