[Regiment/DK Quest] Schach...

Benutzeravatar
Aurea
Beiträge: 744
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Aurea »

Es war bereits spät als sie die schweren Schritte hörte, die sich der Innenpforte des Klosters näherten. Die Arbeiten im Kloster waren für heute abgeschlossen und sie hatte nur noch einige Zeit still am Baum des Lichts gesessen um die nötige Ruhe zu finden, die sie brauchte um schlafen zu können. Die Schritte näherten sich ungewöhnlich forsch und als sich der Schlüssel im Schloss klackernd drehte, ahnte sie bereits wer vor ihr stehen würde. Der Korporal und frisch gebackene Knappe erschien im Innenhof und mehr verwundert als verärgert über die Störung ging sie ihm entgegen. Umso mehr irritierte sie dann schließlich der Grund seines Kommens - eine Weisung des Obersts umgehend bei der Kommandantur zu erscheinen.

Nicht viel später stand sie flankiert von Oberst und Korporal im Schrein der Kommandantur und besah sich die ihr fremde Statue. Noch wusste sie kaum etwas über deren Hintergründe und auch der Oberst hielt sich eher bedeckt. Ein möglicherweise verfluchter Gegenstand, der die Personen in seinem Umkreis altern ließ. Der prüfende Blick in die Miene des Obersts gab dem Verdacht zumindest Vorschub - einige Fältchen waren dazu gekommen, andere hatten sich tiefer in das vertraute Gesicht eingegraben und er wirkte erschöpft. Manch graues Haar glitzerte zwischen den deutlich dunkleren hervor. Vermutlich hätte sie das auf den anstrengenden Dienst für Krone und Reich geschoben, wenn nun nicht diese kleine Statue in Form eines Adlers vor ihr stehen würde.
Die Herrin hatte ihr bereits offenbart dass mit dieser Statue etwas nicht stimmte, doch eine genauere Untersuchung würde noch warten müssen. Vorerst war es vor allem wichtig das Objekt an einen Ort zu bringen, an dem es keinem mehr schaden konnte. Das Kloster würde seinen schädlichen Einfluss im Zaum halten. Ein tiefer Atemzug hob ihre Brust als sie sie nach der Statue griff und sich auf den Weg machte - begleitet natürlich von den beiden Männern.

Als später am Abend wieder Stille im Kloster eingekehrt war, stand sie still am Fenster ihres Zimmers und sah hinaus. Es musste einiges bedacht werden. Sie würde die Schüler in die Untersuchung einbeziehen. Möglicherweise mussten auch die Personen im Einfluss der Statue untersucht werden - vermutlich vor allem die Soldaten des Regiments. Sie musste wissen wieviele Personen von den Auswirkungen betroffen waren und wie stark diese waren. Auch ein Gespräch mit dem Oberst stand noch aus. Mehr als eines - aber das andere hatte keine solche Brisanz. Ob sie die Schäden würde rückgängig machen können? Ihr Blick blieb an den Sternen hängen und das tiefe Zutrauen zu ihrer Herrin ließ sie ruhiger werden - doch nicht ruhig genug um in dieser Nacht noch Schlaf zu finden.
Benutzeravatar
Christo
Beiträge: 1230
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Christo »

Schwer nach Luft ringend wachte er auf dem nackten und kalten Boden auf auf den er gestürzt war vor... wann war er gefallen und warum nur ?

Er roch noch Blut das ihm aus der Nase lief, wohl war der Sturz sehr sehr plötzlich gewesen... ja .. ja das war er gewesen, ein Teil der Erinnerung kehrte zurück.

Ein Schmerz.. ein gräßlicher Schmerz.. ein Schlag als hätte ihn jemand Herz und Schädel zugleich zertrümmert, als wäre ein Teil von ihm erschlagen worden. Aber... sich aufrappelnt, war da nichts. Kein gebrochenes Bein, kein Arm.. und außer der Nase die er sich nach einigem tasten nicht gebrochen zu haben schien. Fehlte ihm vom Abtasten her auch nichts.. so ging er doch vorsichtig richtung des nächsten Spiegels, der bei seinem Waschwasser hing.

Sich das Blut erstmal aus dem Gesicht waschend, aus dem weißen Bart, fühlte er sic hherlich erfrischt an.. erschrack jedoch fast zu Tode als er in den Spiegel blickte und dort ... ein rauchiges skellethaftes Grinsen kurz sah, bevor es zu einem Mädchen wurde... und dann zu ihm selbst wieder.

Das musste also passiert sein Krathor und seinem Boten sei Dank !

Er befühlte sich sein Gesicht erleichtert und langsam aber sicher lachend... Torjan hatte also das Regiment auf die richtige Spur geführt... Haha... und die Priesterschaft hatte den Adler gefunden.. hahahaaahahahaaa...doch nicht den Hort !


Er hatte ...noch nicht ganz sein junges... Gesicht wieder ! Sein Haar mochte noch immer weiß wie Schnee sein und auch das Gefühl das noch etwas von ihm fehlte war noch vorhanden aber... er spürte das die Statue ihres Teils des Rituals entledigt worden war.

Das Rauchmädchen war nun also zum Teil wieder frei und konnte nun wo sie den Fluch nichtmehr verteilen musste, aus dem Brunnen der Ernte schöpfen. Oh ja... er konnte es gradezu spüren, er eilte zum Schreibtisch und setzte einen Brief auf um nun den Teil des Planes anzusetzen der nichtsmehr mit dem zutun hatte was er seinen Geschwistern offen gelegt hatte. Das Rauchmädchen würde nun für Krathor Lebenskraft sammeln, er würde für sich und seine Geschwister jedoch ein neues Spiel spielen.


Das Spiel hieß: Wer hat Angst vorm bösen Wolf


So schrieb er nun dorthin wo er wusste das seine Worte auf erstaunte Augen treffen würden und so das Finale seines Planes einläuten würden.
Währendessen jene die alterten... dies weiter taten und das nur zu deutlich.


[url]http://forum.alathair.de/viewtopic.php?t=81843[/url] <-- So sieht der Brief der verschickt wird dann aus.
Zuletzt geändert von Christo am Donnerstag 18. Juni 2015, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
Kersti

Beitrag von Kersti »

Kersti hatte nur wenig Zeit da sie neben ihren Aufgaben beim Regiment zusätzlich auch noch einige Patienten hatte in Adoran. Doch die Vorkommnisse bekam sie teils durch Erzählungen und teils durch die Berichte und Befehle mit.
Ausserdem sah sie grade beim Oberst die Auswirkungen dieses seltsamen Fluches. Sie selbst spürte ebenfalls das mit ihr etwas nicht stimmte. Doch konnte sie dies gut verbergen und hatte genug Ablenkung als das sie sich groß Gedanken darum machte.
Doch seit letzter Nacht schien dieser Fluch sie voll erwischt zu haben. Offenbar waren die Sorgen welche sie hatte durch die letzten Tage eine Art Verstärkung des Fluches. So könnte sie als sie morgens nach unruhiger Nacht unmöglich verbergen was mit ihr geschah...
Benutzeravatar
Torjan Eichental
Beiträge: 978
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 03:30

Beitrag von Torjan Eichental »

Ungeduldig wartete er auf eine Rückmeldung, eine Erfolgsmeldung des Regiments, doch nichts davon kam, was ihn sehr bedrückte.

Wenigstens hatte Malena sich abgesprochen mit den Zuständigen, dass wohl morgen die Leich aus dem Keller käm.

Es ist jo immer irgendwie ungut, wenn man sagen muss: Man hat a Leich im Keller.
Jules Laval

Beitrag von Jules Laval »

In der Badestube des Regiments stand der Rekrut, der sein Lächeln verloren hatte... und das schon seit Stunden. Dabei hatte er hier eigentlich im Moment überhaupt gar nichts zu suchen, sollte eigentlich eher den ein oder anderen Wachdienst schieben, Korporälen, der armen Oleu und dem nicht-wirklich-armen Oberst gewaltig auf die Nerven gehen, sich anschließend dafür die Ohren langziehen lassen und so weiter... doch stattdessen stand er eben hier in der leeren Badestube und beobachtete.
Alles.
Gewissermaßen.

Das klare, schwach bläuliche Glitzern des Wassers hatte seine Farbe verloren, die Fliesen glänzten nicht mehr in der alten Pracht und selbst der flauschige, weiße Handtuchberg hatte so Einiges an Strahleintensität verloren. Ein öder, dröger, grauer Schleier hatte sich über so ziemlich alles gelegt, wie der ätzende, kratzige Stoff eines Mütterchenschals und zu allem Übel ließ sich dieser nicht wirklich abstreifen. Egal, wie oft er sich über die Augen wischte und rieb, es half nichts und der Grauschleier pappte weiter über der sonst eher munteren Weltanschauung des eigentlich heiteren Bengels.
Am schlimmsten aber war das eigene Spiegelbild!
Der Schalk aus den jungen Augen schien gänzlich verschwunden und das Gesicht war nun so blass, dass die Sommersprossen auf Nase und Wangen sich eher wie frische Blutsprinkler von der Haut absetzten. Auf diesen übermüdeten, trüben Zügen stritten sich Melancholie und Leere über die Vorherrschaft und selbst das Seufzen, als er sich resignierend eingestand, dass er sich selber nicht recht erkennen wollte, klang wie ein schwaches Schemenabbild der früheren Lebhaftigkeit.

Sinn... wo war der Sinn geblieben?
Er suchte in sich und fand weder Freude, noch Elan und schon gar keine Lebenslust mehr.
Alles weg.
Gewissermaßen.

Langsam drehte er den Kopf wieder und fing blicklich die volle Wanne ein.
Ein klein wenig Entsetzen regte sich dann aber doch, als er den eigenen Gedankengang bemerkte:
"Geht Ertrinken eigentlich... schnell?"
Benutzeravatar
Aurea
Beiträge: 744
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Aurea »

Es war schon früher Nachmittag als sie endlich die Augen aufschlug - wenn man es denn so nennen konnte. Ihr Kopf schmerzte und sie hatte Mühe die schweren Lider offen zu halten. Sie konnte dumpf die Geräusche im Hospital wahrnehmen, das leise Klirren von Gläsern, ein eigenartiges Zischen, gedämpfte Gespräche und zwischendurch ein halb unterdrückter Schmerzenslaut als jemandem die Schulter wieder eingerenkt wurde. Hinter ihren Augen aber tanzten noch immer der Schmerz und eine Erschöpfung, wie sie sie noch nie gespürt hatte. Ihre Decke war warm, das Bett war weich und sie wollte nicht aufstehen. Wollte nicht in Angriff nehmen, was nun noch bevor stand.

Am vorigen Abend war sie zunächst alleine durchs Regiment gestreift, hatte vage die Schattenschlieren wahrgenommen, welche sich ihrem Licht entzogen und doch so eindeutig das Gebäude durchzogen. Es war noch nicht vorbei - alles andere als das. Die Statue war nur ein Köder gewesen, das Offensichtliche Problem, aber es war noch etwas anderes hier am Werk und dieses andere galt es zu finden.
Immer deutlicher zeigten sich die Schatten am Rande des Lichtscheins, welchen sie mit sich trug und welcher sie zugleich schützte und leitete. Die Herrin war bei ihr und bald waren es auch die ersten Soldaten. Frau Oberstleutnant schloss sich betend und beratend ab, ebenso wie der Rekrut Delart - auch wenn er im Ornat des Ordens dort war und so auch diese alte Vereinigung der Herrin repräsentierte - sie war froh darum. Die Schritte führten sie bis hinab in den Kartenraum des Regiments. Die Hinweise deutete darauf hin dass der seltsame des Gast des Klosters hier noch etwas hinterlassen hatte und ihr Blick streifte über den detailreichen Tisch mit der Taktikkarte des Herzogtums.
"Zu nah..." drang ein kindliches Wispern mit amüsiertem Unterton an ihr Ohr. Keiner der anderen schien es zu hören und das Licht ihres Stabes, ihrer Glaubensstandarte, schien zu flackern. Sie zuckte zusammen. Hier war etwas mächtiges am Werk. Sie konzentrierte sich, sammelte sich und richtete ihre stillen Gebete innig an ihre Herrin. Sie würde ihr beistehen - sie war nicht allein. Forschend hielt sie ihren Stab über die Karte und das eigenartige Bild welches sich daraufhin in ihrem Geist zeichnete, ließ sie die Brauen zusammenziehen. Eine Gestalt wurde von einer kleineren herabgedrückt. Der Knieende hielt die Hände ausgestreckt und schwarzer Rauch floss in etwas am Boden liegendes. Ein vages Bild nur, doch mit einem so mächtigen Eindruck.
In dem Moment erlosch das Licht ihres Stabes und er verschwand, ihr Blick heftete sich beinahe ungläubig auf ihre nun leere Hand, die ihr selbst wie die eines Skelettes erschien. Erst der kräftige Zug der Frau Oberstleutnant brachte sie wieder zur Besinnung und ließ sie zurücktaumeln. Das war nicht nur das Werk eines kleinen Diener Krathors. Gewiss nicht. Was geschah hier. Noch während sie versuchte dem auf den Grund zu gehen, spürte sie die Gefahr, die Warnung ihrer Herrin die ihr für einen Moment beinahe den Atem nahm. Sie wirbelte herum und da stand sie - eine Gestalt aus Rauch, kindlich beinahe, ein Mädchen womöglich und doch so verwischt, dass man keine klaren Züge erkennen konnte.
Das folgende Gespräch war verwirrend und gleichzeitig in vielen Dingen aufschlussreich. Eine mächtige Wesenheit, weit mächter als die junge Priesterin, war in diese Ereignisse verstrickt. Sie wusste bislang nicht wie, aber das würde sich noch zeigen - so die Herrin es wollte. Sie verhöhnte, sie zeigte nur zu deutlich ihre Überlegenheit und gab nicht eine klare Antwort. Aber wer würde da schon anderes erwarten. Sie spielte mit ihnen wie ein kleines Kind mit Käfern spielte und sich an deren Hilflosigkeit ergötzte - grausames Kind. Die hinzukommenden Soldaten waren nur Anlass das Spiel auszuweiten und noch mehr Angst, Verwirrung und Sorge zu schüren. Sie hoffte inständig dass sich der Schleier bald lüften würde. Doch als das Wesen schließlich verschwand, hinterließ es ihnen noch einen Gruß. Ein Kreischen dass sie alle beinahe oder ganz zu Boden zwang, welches im Hirn widerhallte und bohrend den letzten Nerv zum vibrierend brachte. Um sie herum brachen die Soldaten zusammen und auch sie drohte schon in die Knie zu gehen, als sich eine unsichtbare Hand um ihre Kehle zu legen schien und zudrückte. Die Wesenheit kam näher, viel näher als sie es als Dienerin ihrer Herrin ertragen konnte. Dieses Wesen war zu mächtig und entzog ihr alle Kraft, bis ihr schließlich die Sinne schwanden.

Nur langsam sickerten die Ereignisse des Abends zurück in ihr Bewusstsein. Sie war im Hospital wieder zu sich gekommen. Eine Melodie im Sinn, die ihr vertraut und gleichzeitig fremd war. Doch die Müdigkeit hatte kaum zugelassen lange Erklärung abzugeben. Sie wollte nur Schlafen. Sie nahm am Rande noch wahr dass Korporal van Eichengrund und der Rekrut Delart da waren. Delart übernahm die Wache. Wache für was? Zu müde um darüber nachzudenken.
Der Schmerz hinter ihren Schläfen wirkte beinahe betäubend. Nur noch fünf Minuten weiterschlafen... dann würde sie ihre Pflichten wieder aufnehmen... wie immer...
Vielleicht.
Benutzeravatar
Torjan Eichental
Beiträge: 978
Registriert: Freitag 28. Dezember 2007, 03:30

Beitrag von Torjan Eichental »

Malena hatte ihm schon berichtet, was da los war und warum Aurea im Hospital weilte. Doch sie war schon fort, als die beiden, der eine früher, die andere später, ihren Dienst antraten.

Plötzlich ... der Nordbriese wünschte, dass ein Heiler kommen sollte.
Der Alte sprang auf, nicht ohne, sich ins Kreuz zu greifen, welches seit Tagen schon heftig schmerzte.

Ihm wurde mitgeteilt, dass der Kartentisch abgebaut werden solle.

Warum? Wieso? Das teilte ihm niemand mit.
Ruhig wartete er ab ....

Der Kartentisch wurde samt den kleinen Figuren und dem Schiffchen auf Pferde verladen und zu einem Platz nahe an Varuna verbracht. Dort wurde wieder alles aufgebaut.

Freilich erkannte er den in der grauen Robe sofort wieder, doch war dieser noch mehr gealtert - genau wie der Nordbriese-Sör.

Als das Ritual begann, hatte er keine Angst, wie einige andere, die er wohl beobachtete, wurde ihm doch versichert, dass Krathor kein Interesse an seiner Seele hätte. Zutiefst dieser Versicherung glaubend, wohnte er dem Ritual bei.

Er war erstaunt, als sein Bart und sein Haar etwas dunkler wurden während diesem Ritual. War er tatsächlich von der bösartigen Auswirkung befallen worden?

Er war froh, als alles vorbei war, das Ritual abgeschlossen, und jene, die die Auswirkung befallen hatte, sich wieder wohler fühlten.

Es war eine Selbstverständlichkeit, die erschöpfte Aurea zu ihrem Haus zu begleiten, wo sie sich nur noch ein warmes Bad wünschte, um danach in ihr Bett zu fallen.

Der alte Zausel hatte viel erfahren in jener Nacht und sein Vertrauen war nicht enttäuscht worden.

Jo, die Vogerl, die sind eben seine Freund.

Beruhigt lächelnd ließ er sich in seinen bequemen Lehnstuhl nieder, zog die Kuscheldecke über sich und entschlummerte zufrieden.
Benutzeravatar
Keylon von Salberg
Beiträge: 1801
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Keylon von Salberg »

Keylon schwirrte der Kopf,
Alterserscheinungen? Kameraden sollten sich älter fühlen? Gut das kam immer mal vor. Wenn er eine Nacht lang mal getrunken hatte fühlte er sich am nächsten Tage auch immer UR-Alt.
Aber wirklich altern?
Egal was ... für Keylon stand fest das da nur Kra'thor seine Hände im Spiel haben konnte.

Als er vor Tagen wirklich begriffen hatte das das Ganze kein Spiel war, und Menschen wirklich alterten, war er panisch zum Spiegel gelaufen und hatte sich besorgt angesehen.
Jede einzelne Falte wurde langgezogen genauestens betrachtet.
Waren diese Falten wirklich alle schon vorher da gewesen? Genau so oder anders?

Alles was mit dem Toten"gott" zu tun hatte, betrachtete Keylon als würde es ihn persönlich betreffen und nur wegen ihm getan.
Warum also war nicht er gealtert?
Natürlich war für ihn nur Drakhon schuld. Wer sonst!
Er hatte sicher mit dem Ganzen etwas zu tun.
Keylon war sich nicht einmal wirklich sicher das es noch andere Personen geben konnte, die überhaupt dem Raben dienen würden.
Jedenfalls nicht freiwillig.
Verfolgte Drakhon ihn etwa noch und waren alle anderen nur durch Zufall Opfer?
Keylon atmete tief durch.
Langsam begann er wohl durch zu drehen, das wurde ihm klar.
Es musste eine andre Möglichkeit geben.
Das alle konnte kein Zufall sein und schon gar nicht ein Angriff oder eine Racheaktion nur gegen ihn.

Das Leben gegen den Tot.
Und genauso wie es gekommen war musste es doch auch eine Lösung geben um all das Böse wieder von Adoran ab zu wenden.
Sein Hass gegen die Untoten wuchs erneut.
Nein... Niemand durfte den Sieg gegen Temora davon tragen.
Keylon beschloss sich weiter in diese Mysteriösen Vorgängen hinein zu knien.
Temora würde ihnen schon Hinweise geben.
Da war er sich sicher, sie waren sicher da. Er musste nur genauer hinsehen.
Benutzeravatar
Christo
Beiträge: 1230
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Christo »

Ruhig blickte Fames in der tiefen Schwärze um sich und brauchte mehrere Minuten um sich völlig bei Sinnen zu finden, sich zurecht zu finden und zu erkennen WO ihn die Dunkelheit ausgespuckt hatte.

In der Grabkammer neben ihrem großen Stein war er auf dem Fußboden erwacht, außer der üblichen Finsterniss war er alleine gewesen und so hatte er sich erstmal seiner momentanen Schwäche hingegeben und mit einem mehr als nur leichten Zögern seine Hände erhoben und ineinader gelegt. Sie fühlten sich wieder glatter an. Er wagte es erst nicht, doch dann rief er sich die Nachtsicht herbei... und siehe da, seine Händen waren so glatt wie sie es vor Wochen gewesen waren. Wie die Anderen die vom Fluch befallen worden waren, hatte auch er scheinbar seine Jugend vollständig zurück erhalten.


Das war es also... ein Sieg ?


Krathor hatte die Gefühle der Anwesenden zugeführt bekommen, Angst und Unglaube.
Die Priesterin Aurea hatte eingestehen müssen das sie Krathors Boten.. Herold.. was auch immer nicht gewachsen gewesen war.
Der Ritter von Nordwind hatte unfreiwillig kooperiert und somit war zumindest diese Erinnerung nun in ihm.
Die Wachmänner und auch der Mann des OdT waren Zeuge der Macht Krathors geworden und würden trotzdem sie _geheilt_ worden waren, die Angst und die Geschichte verbreiten.
Für zumindest einige Zeit würde Krathor nun aus Adoran selbst genährt werden können, denn so war es nunmal, er Fraß nicht nur die Seelen.


Fames rappelte sich auf als die Kälte des Fußbodens sich durch seine weiße Robe geschlichen hatte und nach seinen Knochen griff und kurz bevor seine ... die Kammer betratt.

"Hast du auf dich aufgepasst ?"


Ja hatte er, dachte er zumindest bis zu dem Fingerdeut.
Keine Gabe Krathors und kein Sieg schien Fames unbeeinträchtig zu lassen. Sein Haar und seine Robe waren nun von der selben Farbe. Passend, doch ein Zeichen für ihn das seine Hingabe wohl noch immer nicht so rein war wie es Rabenvater oder seine Diener wünschten.


Doch bis auf die Haare, was hatte er verloren ?
Nichts.
Aurea hatte bekommen was sie wollte. Antworten die er auf Fragen gegeben hatte waren seiner Geschichte entsprechend wahr gewesen. Der Alte war unter der Erde und niemand hatte danach gefragt was er mit dem Dieb getan hatte. Somit war seine Gesichte vollständig aufgegangen und er hatte nicht Lügen müssen. Nur seine Geschichte hatte er weiter erzählen müssen.


Krathors Fluch so wusste er, so hatte er es gespürt, war wieder zu ihm zurück gekehrt und hatte von den Adoranern gelassen, sodass sie auch kaum weitere Spuren zu ihm würden finden könnten.


Schach Matt...
... diese Partie ging an ihn.
Antworten