Unter dem roten Mond
-
Gast
Unter dem roten Mond
Eine gewisse Nervosität wohnte seinen Zügen inne, Unruhe hatte ihn ergriffen und so unstet sein Blick
zwischen Horizont und den Manuskripten in seinen Händen hin und her wechselte, so zerrüttet war auch sein Geist.
Sein Vorhaben war nichts, was er vorher schon einmal erlebt oder von dem er gar gelesen hätte,
wenngleich die Prozedur vertraut war - ein Fluch... doch an sich selbst gebunden..
Er schluckte ein paar Mal, seine Schritte schwer und schleppend, als würde sich der ganze Körper gegen
sein Vorhaben stemmen, spürte er jede Muskelbewegung, als ob sie ihn brennend und zerrend zum Umkehren bewegen wollten.
Nimmerruh erhob sich am Horizont..
die einst graue Fassade der zerfallenen Villa, war von einem modrigen Schwarz überzogen und ließ
das Gemäuer Trauer tragen.. die gesprungenen Fenster, mit den gezackten, reißzahnähnlichen Scherben,
wirkten wie aufgerissene Mäuler, deren Zähne hell und hypnotisierend in der Abendsonne glänzten..
Das Gras zertreten, fleckig und verdorrt, stand den knorrigen Bäumen, welche dürr und leblos nach dem
Himmel griffen, in nichts nach .. ein Schauer lief ihm den Rücken runter.. während ihn der Schauplatz knarrend
und knarzend willkommen hieß, untermalte das Wimmern und kraftlose Jaulen eines Wolfes die Szene...
das Herzstück, seiner Unternehmung.
Für den Moment an der Schwelle verharrend, der wuchtigen Eichentür die Stirn bietend, schloss er die Augen,
abermals in sich gehend ... das Ziel war nicht mehr so wichtig, wie der Wille, den er brauchte, um das Geplante
in die Tat umzusetzen.. Was einst aus Hass geboren, war nun jenem gewichen, dass er Hoffnung nannte ..
Heilung schimpfte..
Die Zeichen standen auf Veränderung und während der Wind schon drehte, spürte er,
wie sich einstige Verbündete ihrer aufkeimenden Schwäche ergaben, sie willkommen hießen, wie einen alten Freund.
Er kannte diese Ziellosigkeit nur zu gut - einen Makel, den man sich nur zu leicht erlaubte, wenn gesteckte
Ziele zu schnell erreicht .. oder in weite Ferne rückten .. eine hilflose Wutlosigkeit ...
Wut ..
Tief einatmend lies er sich nieder, den Rücken gegen die Eichentür drückend, wandte er den Blick
erneut gen Horizont, an welchem sich die Abendsonne bereits langsam verabschiedete und glühend rot,
von dem Grau der Bergspitzen geschluckt wurde.
Wut .. er würde sie ihnen wiedergeben .. sie ihrer alten Stärke ermahnen..
Mehr tastend als suchend, fühlte er blind nach jenen Gegenständen, die wie keine zweiten,
mit den Seelen jener verbunden waren, an welche nun er seine Hoffnung binden sollte.. ein Ring,
ein lebenswichtiges Geheimnis und das geflüsterte Versprechen eines schweren Erbes bewahrend.
Ein Halstuch, welches nach Zuneigung, Treue .. und dem krank machenden Duft ,
den man Heimat nannte, stank ... sowie Blut.. Blut eines zerrissenen und verwirrten Geistes den es nach
Schmerz verzehrte, so man ihn nur lassen würde ...
Sie alle.. sollten seine Erben werden .. sein Geschenk erhalten und wie er einst, neu erheben, neu geboren aus der Asche des eigenen Zerfalls, den Weg zurück, durch Wut gestählt und nach Blut geifernd, nach eigenen Zielen sterbend..
zwischen Horizont und den Manuskripten in seinen Händen hin und her wechselte, so zerrüttet war auch sein Geist.
Sein Vorhaben war nichts, was er vorher schon einmal erlebt oder von dem er gar gelesen hätte,
wenngleich die Prozedur vertraut war - ein Fluch... doch an sich selbst gebunden..
Er schluckte ein paar Mal, seine Schritte schwer und schleppend, als würde sich der ganze Körper gegen
sein Vorhaben stemmen, spürte er jede Muskelbewegung, als ob sie ihn brennend und zerrend zum Umkehren bewegen wollten.
Nimmerruh erhob sich am Horizont..
die einst graue Fassade der zerfallenen Villa, war von einem modrigen Schwarz überzogen und ließ
das Gemäuer Trauer tragen.. die gesprungenen Fenster, mit den gezackten, reißzahnähnlichen Scherben,
wirkten wie aufgerissene Mäuler, deren Zähne hell und hypnotisierend in der Abendsonne glänzten..
Das Gras zertreten, fleckig und verdorrt, stand den knorrigen Bäumen, welche dürr und leblos nach dem
Himmel griffen, in nichts nach .. ein Schauer lief ihm den Rücken runter.. während ihn der Schauplatz knarrend
und knarzend willkommen hieß, untermalte das Wimmern und kraftlose Jaulen eines Wolfes die Szene...
das Herzstück, seiner Unternehmung.
Für den Moment an der Schwelle verharrend, der wuchtigen Eichentür die Stirn bietend, schloss er die Augen,
abermals in sich gehend ... das Ziel war nicht mehr so wichtig, wie der Wille, den er brauchte, um das Geplante
in die Tat umzusetzen.. Was einst aus Hass geboren, war nun jenem gewichen, dass er Hoffnung nannte ..
Heilung schimpfte..
Die Zeichen standen auf Veränderung und während der Wind schon drehte, spürte er,
wie sich einstige Verbündete ihrer aufkeimenden Schwäche ergaben, sie willkommen hießen, wie einen alten Freund.
Er kannte diese Ziellosigkeit nur zu gut - einen Makel, den man sich nur zu leicht erlaubte, wenn gesteckte
Ziele zu schnell erreicht .. oder in weite Ferne rückten .. eine hilflose Wutlosigkeit ...
Wut ..
Tief einatmend lies er sich nieder, den Rücken gegen die Eichentür drückend, wandte er den Blick
erneut gen Horizont, an welchem sich die Abendsonne bereits langsam verabschiedete und glühend rot,
von dem Grau der Bergspitzen geschluckt wurde.
Wut .. er würde sie ihnen wiedergeben .. sie ihrer alten Stärke ermahnen..
Mehr tastend als suchend, fühlte er blind nach jenen Gegenständen, die wie keine zweiten,
mit den Seelen jener verbunden waren, an welche nun er seine Hoffnung binden sollte.. ein Ring,
ein lebenswichtiges Geheimnis und das geflüsterte Versprechen eines schweren Erbes bewahrend.
Ein Halstuch, welches nach Zuneigung, Treue .. und dem krank machenden Duft ,
den man Heimat nannte, stank ... sowie Blut.. Blut eines zerrissenen und verwirrten Geistes den es nach
Schmerz verzehrte, so man ihn nur lassen würde ...
Sie alle.. sollten seine Erben werden .. sein Geschenk erhalten und wie er einst, neu erheben, neu geboren aus der Asche des eigenen Zerfalls, den Weg zurück, durch Wut gestählt und nach Blut geifernd, nach eigenen Zielen sterbend..
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 17. Juni 2015, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
-
Gast
Kein Tag wie jeder andere auf der kleinen Sonnigen Insel La Cabeza. Seid gestern mochte es der kleinen quirligen Piratin kaum gelingen sich auf etwas längerfristig zu konzentrieren. Hat sie eh schon enorm mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten zu kämpfen, die immer wider mal zum Vorschein traten, ohne sich an zu kündigen.
Doch seid gestern fühlte sie sich hin und her gerissen. Anders als sonst verweilte sie immer häufiger in der recht finsteren Persönlichkeit. Es war Wut, die dafür sorgte, das sie sich nur schwer auf etwas konzentrieren konnte.
Es war Wut, die dafür sorgte das sie diverse Dinge an die Wand warf, sei es das Musikinstrument, oder das gesplitterte Trinkglas an dem sie sich schnitt.
Es war Wut, die dafür sorgte das sie nur so gerade eben den Zwang den Heiler von nebenan zu schlagen unterdrücken konnte, weil er die Flasche wider mal hat stehen lassen, statt sie in das Waschbecken zu stellen.
Des Abends in der Hängematte lag sie lange Zeit wach ohne einschlafen zu können. Der gewohnte Krautversetzte Glimmstängel und die Flasche Rum, halfen da auch nicht viel. Erst zwei weitere Krautversetzte Glimmstängel später ubermannte sie der Rausch und sorgte für das notwendige einschlafen.
Doch seid gestern fühlte sie sich hin und her gerissen. Anders als sonst verweilte sie immer häufiger in der recht finsteren Persönlichkeit. Es war Wut, die dafür sorgte, das sie sich nur schwer auf etwas konzentrieren konnte.
Es war Wut, die dafür sorgte das sie diverse Dinge an die Wand warf, sei es das Musikinstrument, oder das gesplitterte Trinkglas an dem sie sich schnitt.
Es war Wut, die dafür sorgte das sie nur so gerade eben den Zwang den Heiler von nebenan zu schlagen unterdrücken konnte, weil er die Flasche wider mal hat stehen lassen, statt sie in das Waschbecken zu stellen.
Des Abends in der Hängematte lag sie lange Zeit wach ohne einschlafen zu können. Der gewohnte Krautversetzte Glimmstängel und die Flasche Rum, halfen da auch nicht viel. Erst zwei weitere Krautversetzte Glimmstängel später ubermannte sie der Rausch und sorgte für das notwendige einschlafen.
-
Jacqueline Perera
- Beiträge: 1109
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Ein leises Brummen wandert durch die Stille des Raumes, das Mondlicht lässt die stillstehenden Schatten im Raum auf eine ganz besondere Art und Weise wirken. Wie festgewachsene Kristalle schimmert jeder einzelne Schweißtropfen und bricht in sich das Licht in vielfacher Weise. Der Brustkorb hebt und senkt sich in kurzen, unaufhaltsamen Abständen, ein Keuchen dringt über ihre Lippen ehe der Körper wie aus dem Nichts, begleitet von einem Aufschrei, in eine sitzende Position gerät. Die Finger krallen sich in den Laken, der Blick haftet auf der Decke, ein pulsierendes Beben wohnt in dem filigranen Körper inne und lässt jedes Bild welches die Haut ziert, tanzen. Erst nach und nach wird jener Körper wieder zu einer Ruhe zurück finden, der Blick jedoch wird ebenso wild wie zuvor durch den Raum wandern, eine unstillbare Wut in sich tragend, als hätte sich etwas in ihnen festgeklammert.
Die Beine schleppen sich in einer eher zähen Bewegung die Treppe hinab, die Räumlichkeiten waren noch in keinster Weise erhellt, lediglich das Kaminfeuer beleuchtet den Raum und lässt die Schatten zuckend hin und her tanzen. Die Finger greifen nach der Rumflasche, welche stets an ihrem Platz verweilt, jene umschließend wandert sie sogleich zu den Lippen um einen kräftigen Schluck den Rachen hinab zu spülen. Erst nach dem absetzen jener, wird ein erleichtertes Ausatmen den Raum erfüllen, in fast dem selbigen Augenblick wird der Stuhl zur Seite geschoben um sich sodann darauf nieder zu lassen. Dort niedergelassen wird das Augenpaar abermals durch den Raum wandern, ein unruhiger Blick, ein suchender, wieder rutscht sie auf dem Stuhl herum, als wäre keine Position auch nur ansatzweise passabel um darauf in ruhe zu verweilen. Die Arme gehen auf der Armlehne nieder, die Finger beginnen in einem regelmäßigen Rhythmus auf dem Holz nieder zu gehen. Immer und immer wieder, bis sie sich begleitet von einem genervten Aufatmen von dem Sessel erhebt, die Finger gleiten abermals zu der Flasche, diesmal jene mit sich greifend. Die Schritte, welche in keinster weise leise getätigt werden sondern eher klingen mögen als würde dort ein unbeherrschtes Wesen herum trampeln, führen zur Türe und jene wird mit einem recht lauten Knall hinter ihr zugezogen oder wohl eher in den Rahmen fallen gelassen.
Scheiss Tag.
Hört man es lediglich noch durch die Gassen fluchen, während sie ihren ziellosen Weg fortsetzt.
Die Beine schleppen sich in einer eher zähen Bewegung die Treppe hinab, die Räumlichkeiten waren noch in keinster Weise erhellt, lediglich das Kaminfeuer beleuchtet den Raum und lässt die Schatten zuckend hin und her tanzen. Die Finger greifen nach der Rumflasche, welche stets an ihrem Platz verweilt, jene umschließend wandert sie sogleich zu den Lippen um einen kräftigen Schluck den Rachen hinab zu spülen. Erst nach dem absetzen jener, wird ein erleichtertes Ausatmen den Raum erfüllen, in fast dem selbigen Augenblick wird der Stuhl zur Seite geschoben um sich sodann darauf nieder zu lassen. Dort niedergelassen wird das Augenpaar abermals durch den Raum wandern, ein unruhiger Blick, ein suchender, wieder rutscht sie auf dem Stuhl herum, als wäre keine Position auch nur ansatzweise passabel um darauf in ruhe zu verweilen. Die Arme gehen auf der Armlehne nieder, die Finger beginnen in einem regelmäßigen Rhythmus auf dem Holz nieder zu gehen. Immer und immer wieder, bis sie sich begleitet von einem genervten Aufatmen von dem Sessel erhebt, die Finger gleiten abermals zu der Flasche, diesmal jene mit sich greifend. Die Schritte, welche in keinster weise leise getätigt werden sondern eher klingen mögen als würde dort ein unbeherrschtes Wesen herum trampeln, führen zur Türe und jene wird mit einem recht lauten Knall hinter ihr zugezogen oder wohl eher in den Rahmen fallen gelassen.
Scheiss Tag.
Hört man es lediglich noch durch die Gassen fluchen, während sie ihren ziellosen Weg fortsetzt.
Auch du bist nur ein Mensch.
-
Elleanora Eterna
- Beiträge: 123
- Registriert: Montag 17. Juni 2013, 05:49
Der helle Aufschrei mitten in der Nacht lies die geschmeidig junge Frau aufschrecken, mit einem instinktiven griff zum Dolch unter iherm Kissen. Angespannt wanderte der Blick durch den dunklen nur monderhellten Raum, jeglichem unheilverkündedem Geräusch lauschend. Als dann doch nur wohlbekanntes nächtliches Poltern folgte, entspannte sie sich wieder und lies sich zurück in die weichen Felle sinken, den Blick zur Decke gerichtet.
Die Laune ihrer besten Freundin war seit tagen mal wieder auf dem tiefpunkt. Ihre eigene war zugegebenermaßen auch nicht besser. Sie hatte genug eigene Probleme die sie gerade innerlich auffraßen. Sie waren beide so unterschiedlich und sich doch so ähnlich. Die beiden hatten mit der Zeit ihre eigene Art entwickelt für einander da zu sein. Reden war in dem Zustand eh nicht Jacqs stärke, die Rumflasche hatte sie am Abend noch ersetzt für sie. Sie hatte also alles was sie brauchte erstmal. Mehr würde sie momentan eh nicht für sich tun lassen und sie selbst war es nach dem Brief auch noch nicht.
Die Laune ihrer besten Freundin war seit tagen mal wieder auf dem tiefpunkt. Ihre eigene war zugegebenermaßen auch nicht besser. Sie hatte genug eigene Probleme die sie gerade innerlich auffraßen. Sie waren beide so unterschiedlich und sich doch so ähnlich. Die beiden hatten mit der Zeit ihre eigene Art entwickelt für einander da zu sein. Reden war in dem Zustand eh nicht Jacqs stärke, die Rumflasche hatte sie am Abend noch ersetzt für sie. Sie hatte also alles was sie brauchte erstmal. Mehr würde sie momentan eh nicht für sich tun lassen und sie selbst war es nach dem Brief auch noch nicht.
-
Jacqueline Perera
- Beiträge: 1109
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Die Fingerspitze gleitet über den blauen Fleck in der Nierengegend, ein missmutig klingendes Murren dringt aus ihrer Kehle während der Mundwinkel nach unten gezogen wird.
Verdammter Idiot, hätte er sich besser gleich verpisst!
Fluchend dringen die Worte eher gehaucht als wirklich gesprochen über die Lippen. Die Augen verengen sich während sie das Hemd wieder nach unten streift, ein tiefer Atemzug füllt die Lungen und lässt sie nach und nach ein Stück weit ruhiger wirken. Langsam wandert die Hand empor und streift über das Gesicht, die Backen dabei leicht aufgebläht wird die gesammelte Luft über die Lippen hinaus gepresst.
Was für ein scheiß Tag, was für eine scheiß Woche....was mischt sie sich da überhaupt ein? Sie hätte ihm den Kiefer gebrochen ohne mit der Wimper zu zucken und wenn er noch weiter gemacht hätte.....dann....dann....dann hätte sie für nichts garantieren können!
Und noch während die Gedanken sich weiterspinnen keimt im Inneren wieder dieses unruhige, pochende Gefühl empor welches die Adern pulsieren lässt. Ein harscher Griff zur Flasche, sie anhebend um sich einige Schlücke die Kehle hinab zu würgen und das Gefühl in eine der verbliebenen Ecken, zu verbannen. Wenn es nur so einfach wäre....wenn es nur so leicht fallen würde....
Was auch immer sich in ihrem Inneren breitmachte, es sorgte für Unruhe und ließ sie zu etwas werden was sie so viele Jahre so gut unter Verschluss gehalten hatte. Wenn das so weiter gehen würde, würde das dem ein oder anderen noch das Leben kosten oder aber das ihre selbst beenden.
Ein weiterer Schluck, ein weiteres tiefer Atemzug während das Augenpaar durch den Raum wandern wird, die Stille welche im Haus eingekehrt ist wird lediglich durch das Knistern des Feuers untermalt und durch die ab und an vernehmbaren Laute kreischender Möwen abgerundet. Langsam, eher träge erhebt sie sich von dem Sessel und schreitet, mit lautstark im Hause widerhallenden Schritte, in Richtung Türe, eben genau jene welche kurz darauf hinter der Piratin ins Schloss fallen wird.
Luft, sie brauchte Luft, der Freiheitsdrang welcher sich in ihr breitmachte ließ sie nur noch bissiger wirken und jede Berührung, jedes Ansprechen, jede Freundlichkeit welche man ihr entgegen bringen wollte fühlte sich an als würde man tausend Nadelstiche in ihre Haut jagen. Falsch, Verlogen und Hinterlistig. Ein Blick zur Seite ließ nachdem sie die Straße unter ihren Füßen spürte, ließ die Laune nicht sonderlich ansteigen, ganz im Gegensatz....auf dem Absatz kehrt machend, schreitet sie eher schnelleren Schrittes in Richtung Schiff.
Verdammter Idiot, hätte er sich besser gleich verpisst!
Fluchend dringen die Worte eher gehaucht als wirklich gesprochen über die Lippen. Die Augen verengen sich während sie das Hemd wieder nach unten streift, ein tiefer Atemzug füllt die Lungen und lässt sie nach und nach ein Stück weit ruhiger wirken. Langsam wandert die Hand empor und streift über das Gesicht, die Backen dabei leicht aufgebläht wird die gesammelte Luft über die Lippen hinaus gepresst.
Was für ein scheiß Tag, was für eine scheiß Woche....was mischt sie sich da überhaupt ein? Sie hätte ihm den Kiefer gebrochen ohne mit der Wimper zu zucken und wenn er noch weiter gemacht hätte.....dann....dann....dann hätte sie für nichts garantieren können!
Und noch während die Gedanken sich weiterspinnen keimt im Inneren wieder dieses unruhige, pochende Gefühl empor welches die Adern pulsieren lässt. Ein harscher Griff zur Flasche, sie anhebend um sich einige Schlücke die Kehle hinab zu würgen und das Gefühl in eine der verbliebenen Ecken, zu verbannen. Wenn es nur so einfach wäre....wenn es nur so leicht fallen würde....
Was auch immer sich in ihrem Inneren breitmachte, es sorgte für Unruhe und ließ sie zu etwas werden was sie so viele Jahre so gut unter Verschluss gehalten hatte. Wenn das so weiter gehen würde, würde das dem ein oder anderen noch das Leben kosten oder aber das ihre selbst beenden.
Ein weiterer Schluck, ein weiteres tiefer Atemzug während das Augenpaar durch den Raum wandern wird, die Stille welche im Haus eingekehrt ist wird lediglich durch das Knistern des Feuers untermalt und durch die ab und an vernehmbaren Laute kreischender Möwen abgerundet. Langsam, eher träge erhebt sie sich von dem Sessel und schreitet, mit lautstark im Hause widerhallenden Schritte, in Richtung Türe, eben genau jene welche kurz darauf hinter der Piratin ins Schloss fallen wird.
Luft, sie brauchte Luft, der Freiheitsdrang welcher sich in ihr breitmachte ließ sie nur noch bissiger wirken und jede Berührung, jedes Ansprechen, jede Freundlichkeit welche man ihr entgegen bringen wollte fühlte sich an als würde man tausend Nadelstiche in ihre Haut jagen. Falsch, Verlogen und Hinterlistig. Ein Blick zur Seite ließ nachdem sie die Straße unter ihren Füßen spürte, ließ die Laune nicht sonderlich ansteigen, ganz im Gegensatz....auf dem Absatz kehrt machend, schreitet sie eher schnelleren Schrittes in Richtung Schiff.
Auch du bist nur ein Mensch.
-
Gast
Ich habe doch keine Angst, oder doch?
Die Tage vergingen wie in Zeitlupe für die kleine einst so quirlige Piratin. Es waren die Worte ihres Freundes Joschuar, die ihr ständig im Kopf hingen und sie nicht zur Ruhe kommen liessen. Irgendetwas stimmt nicht mit dir. Auch der besuch bei Kysira brachte nur die Einsicht, das etwas nicht mit ihr stimmte. Mehrere Persönlichkeiten schienen sich in ihrem verdrehten Hirn auf zu halten. Doch war es die eine Böse, die scheinbar die letzten Tage einzug hielt und die anderen vollständig unterdrückte.
Hatte sie doch mit jedem weiteren Tag der verging, schlechtere Laune. Kaum ein nettes Wort kam über ihre Lippen. Die einst so quirlige Piratin mit dem verrückten Glanz in den Augen, glich immer mehr einer Hülle die sich immer mehr mit Wut und Hass füllte.
Erst heute, blieb sie stehen auf dem Weg zu ihrem Haus, den sie so oft ging wenn sie vom Strand kam. Dieser Hund, er verhielt sich ebenso merkwürdig, wie sie sich fühlte. Wieso machte er einen solch großen Bogen um sie?
Angst war etwas, das sie stets versuchte zu verbergen. Sie war gut darin, sich zu verstellen und den Menschen etwas vor zu machen. Aber sie musste sich eingestehen, das sie sich auch selbst etwas vor macht.
Sie musste sich eingestehen, das sie Angst hat vor dem, was in ihr vorgeht.
Die Tage vergingen wie in Zeitlupe für die kleine einst so quirlige Piratin. Es waren die Worte ihres Freundes Joschuar, die ihr ständig im Kopf hingen und sie nicht zur Ruhe kommen liessen. Irgendetwas stimmt nicht mit dir. Auch der besuch bei Kysira brachte nur die Einsicht, das etwas nicht mit ihr stimmte. Mehrere Persönlichkeiten schienen sich in ihrem verdrehten Hirn auf zu halten. Doch war es die eine Böse, die scheinbar die letzten Tage einzug hielt und die anderen vollständig unterdrückte.
Hatte sie doch mit jedem weiteren Tag der verging, schlechtere Laune. Kaum ein nettes Wort kam über ihre Lippen. Die einst so quirlige Piratin mit dem verrückten Glanz in den Augen, glich immer mehr einer Hülle die sich immer mehr mit Wut und Hass füllte.
Erst heute, blieb sie stehen auf dem Weg zu ihrem Haus, den sie so oft ging wenn sie vom Strand kam. Dieser Hund, er verhielt sich ebenso merkwürdig, wie sie sich fühlte. Wieso machte er einen solch großen Bogen um sie?
Angst war etwas, das sie stets versuchte zu verbergen. Sie war gut darin, sich zu verstellen und den Menschen etwas vor zu machen. Aber sie musste sich eingestehen, das sie sich auch selbst etwas vor macht.
Sie musste sich eingestehen, das sie Angst hat vor dem, was in ihr vorgeht.
-
Gast
Tief in der Umarmung des Waldes fand er sich wieder, das Gesicht hinter seinen bleichen Händen verborgen,
lauschte er dem Trommeln seines Herzens.. es raste, schlug mit aller Gewalt gegen den Brustkorb, der es gefangen hielt.
Die Dunkelheit .. sie hielt ihn.. ...noch immer..
Gedanklich reiste er wieder zu jenem Ort, an dem alles angefangen hatte - Nimmerruh.
Auf dem Dach der zerfallenen Villa stehend, sah er, durch den Nebel seiner Erinnerungen, seine Geschwister,
wie sie im Kreise vereint um ihn standen.. der Geruch von Blut, seinem Blut, hang metallisch in der Luft...
..welche durch das Gebet seiner Brüder erzitterte..
Wenige Momente darauf .. nichts als Finsternis ..
"Gewoben in Blut und Düsternis" .. knurrten die Schatten, in denen sein Atem hundertfach wiederhallte .
"Gibst du nach..bricht der Knoten.. ..und du mit ihm."
Noch ehe er sich auf die Stimmen einlassen konnte, noch ehe er seinen Schwur gesprochen und sein Ziel
erfüllt hatte .. stürzte sich die Dunkelheit, in Gestalt eines nachtschwarzen Wolfes, auf ihn .. brennend, wie
flüssiges Feuer, fuhr ihm der Schmerz durch die Glieder und das Band zwischen der Schattenwelt und
Nimmerruh wurde zerrissen, wie ein dünnes Tuch ..
Seufzend und von den Erinnerungen geplagt, nahm er langsam die Hände von seinem schweißnassen Antlitz.
Unweit seiner Position, hinter dem Waldrand, in mitten einer sonnengetränkten Lichtung lag er ..
Ein Menekaner, jünger als er selbst, umrahmt von seinem eigenen Blut, hielt sich verbissen und eisern an
dem Band, das ihn noch vom Tode trennte..
Unruhig flackerten seine Augen, die wilde Jagd, welche ihn hatte den Mann vor Kra'thors Tore treiben lassen,
hielt ihn noch in seinem Bann.. wärmte seinen Körper im Fieber der Raserei und ließ seinen Geist,
welcher an die eigene Menschlichkeit appellierte, verzweifeln.. er war in diesem Zustand mehr Tier, als
Mensch .. das Blut seiner Beute auf der Zunge schmeckend, war er verführt seinen Lohn einzufordern
und die Seele des Menekaners seinem Herrn zu überstellen ..
Doch wie der Wahnsinn der ihn umspielte, neckte ihn, mit perverser Freude der Gedanke, dem
Mann das Leben zu schenken .. an welches er sich, voll Wut und eisern klammerte...
Diesen Happen, würde er Krathor verwehren müssen ..
Die wilde Jagd, sollte einen weiteren Streiter erhalten, den es nach Blut.. und dem Gesang der Raserei gierte..
lauschte er dem Trommeln seines Herzens.. es raste, schlug mit aller Gewalt gegen den Brustkorb, der es gefangen hielt.
Die Dunkelheit .. sie hielt ihn.. ...noch immer..
Gedanklich reiste er wieder zu jenem Ort, an dem alles angefangen hatte - Nimmerruh.
Auf dem Dach der zerfallenen Villa stehend, sah er, durch den Nebel seiner Erinnerungen, seine Geschwister,
wie sie im Kreise vereint um ihn standen.. der Geruch von Blut, seinem Blut, hang metallisch in der Luft...
..welche durch das Gebet seiner Brüder erzitterte..
Wenige Momente darauf .. nichts als Finsternis ..
"Gewoben in Blut und Düsternis" .. knurrten die Schatten, in denen sein Atem hundertfach wiederhallte .
"Gibst du nach..bricht der Knoten.. ..und du mit ihm."
Noch ehe er sich auf die Stimmen einlassen konnte, noch ehe er seinen Schwur gesprochen und sein Ziel
erfüllt hatte .. stürzte sich die Dunkelheit, in Gestalt eines nachtschwarzen Wolfes, auf ihn .. brennend, wie
flüssiges Feuer, fuhr ihm der Schmerz durch die Glieder und das Band zwischen der Schattenwelt und
Nimmerruh wurde zerrissen, wie ein dünnes Tuch ..
Seufzend und von den Erinnerungen geplagt, nahm er langsam die Hände von seinem schweißnassen Antlitz.
Unweit seiner Position, hinter dem Waldrand, in mitten einer sonnengetränkten Lichtung lag er ..
Ein Menekaner, jünger als er selbst, umrahmt von seinem eigenen Blut, hielt sich verbissen und eisern an
dem Band, das ihn noch vom Tode trennte..
Unruhig flackerten seine Augen, die wilde Jagd, welche ihn hatte den Mann vor Kra'thors Tore treiben lassen,
hielt ihn noch in seinem Bann.. wärmte seinen Körper im Fieber der Raserei und ließ seinen Geist,
welcher an die eigene Menschlichkeit appellierte, verzweifeln.. er war in diesem Zustand mehr Tier, als
Mensch .. das Blut seiner Beute auf der Zunge schmeckend, war er verführt seinen Lohn einzufordern
und die Seele des Menekaners seinem Herrn zu überstellen ..
Doch wie der Wahnsinn der ihn umspielte, neckte ihn, mit perverser Freude der Gedanke, dem
Mann das Leben zu schenken .. an welches er sich, voll Wut und eisern klammerte...
Diesen Happen, würde er Krathor verwehren müssen ..
Die wilde Jagd, sollte einen weiteren Streiter erhalten, den es nach Blut.. und dem Gesang der Raserei gierte..
- Dietbald Freymuth
- Beiträge: 73
- Registriert: Samstag 22. März 2014, 04:46
[ooc: für den Moment gelöscht... ]
Zuletzt geändert von Dietbald Freymuth am Donnerstag 25. Juni 2015, 00:40, insgesamt 1-mal geändert.
- Keylon von Salberg
- Beiträge: 1801
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Das Frühstück das er sich gemacht hatte ließ er stehen. Selbst der Mocca schmeckte ihm nicht an diesem Morgen. Geschlafen hatte er überhaupt nicht.
Zuviel war in der Nacht geschehen, zuviel war mit ihm geschehen.
Dabei hatte er nur Zak abholen wollen, und jetzt? Jetzt war er so durcheinander das er nicht mehr wirklich wusste was er wollte... Was richtig war.
Vielleicht war es wirklich besser er konzentrierte sich nur noch auf seinen soldatischen Weg.
Mit hängendem Kopf innerlich ausgebrannt, nahm er seine Wehr und ging hinaus um sich seinem Morgentraining zu zu wenden. Vielleicht würde ihn das ja ein wenig den Kopf durchpusten.
Als er bei Zak angekommen war hörte er schon von weitem das etwas nicht in Ordnung war.
Geschrei, Kampfeslärm, die Türen standen offen und schon hatte er ohne zu zögern sein Schwert gezogen und wollte ins Haus stürmen, aber Adelene war schneller.
Sie kam herausgerannt, gefolgt von dieser Piratin... ihr Name war … Melina, ja. Keylon hatte sie schon kennenlernen dürfen.
Diesmal würde sie ihm nicht entkommen, doch Adelena warf sich mit ihrem ganzen Gewicht gegen ihn und warf ihn um, so das dieses Weib in Ruhe fliehen konnte.
„Bist du verrückt.“ brüllte Keylon nur und rappelte sich sehr schnell wieder auf.
Manchmal hatte es schon Vorteile nicht gerüstet zu sein.
So schnell er es vermochte nahm er die Verfolgung auf, doch in dem dichtem Wald verlor er schnell ihre Spur … und die eigene Orientierung.
Es dauerte bis Keylon zurückfand, und in dieser Zeit hatte Adelena Zak, der Stark am Hals blutete verbunden.
Keylons Wut war grenzenlos. „WARUM HAST DU IHR GEHOLFEN!“ brüllte er die arme Frau an. „Ich hätte sie kriegen können.“
Lena brüllte zurück. Irgendwie war genau das die Intention von ihr und Zak gewesen. Sie hatten ihn nur schützen wollen.
Die Piratin hatte Zahrak anscheinend gebissen, und von Tollwut war die Rede, und das wollten sie Keylon ersparen.
Dem jungen Krieger lief es kalt den Rücken herab und eines war klar...
Er musste seinen Bruder sofort zu einem Heiler bringen.
Wir bringen ihn sofort nach Adoran.
Sie halfen Zak auf ein Pferd und vorsichtig in langsamen Schritt, ritten sie gen Adoran, doch es war bald klar das sein Bruder sich nicht all zu lange auf dem Pferd halten würde können.
So war es auch Zahrak der dies als erstes einsah und statt gen Adoran bog er in Kronwalden ab.
Lilian würde eher zu erreichen sein, sie war Näher, und es lag auf dem Weg, das Problem war nur … jetzt müsste die Heilerin auch anwesend sein.
Sie war es.
Keylon fiel ein Stein vom Herzen.
Nur kurz erklärte er seiner Schwiegermutter was los war, und die geübte Heilerin legte auch sofort los.
Adelena wollte bei den Pferden bleiben und Keylon konnte sehen wie sehr sie das Ganze mitnahm, dennoch würde Zak sie nun brauchen .
Entschuldige bitte meinen Auftritt von vorhin, ich hatte einfach Angst um Zak. Bitte geh zu ihm, er braucht dich jetzt.
Nur schwer ließ sich Adelena überreden, dann jedoch ging sie, während Keylon sich auf sein Pferd schwang. Unendlich Angst um seinen Bruder trieb ihn nun an.
Das Adelena in dem Augenblick wo er lospreschte begriff was er vorhatte, und ihn als einen Idioten titulierte hörte er schon gar nicht mehr.
Die Sorge um Zak brachte ihn fast um den Verstand. Und so war es auch, denn sonst wäre er nicht nach Bajard geritten, hätte dort alles nach der Piratin abgesucht und dann …
Dann bestieg er das Schiff nach La Cabeza.
Bereits auf dem Schiff änderte er seine Frisur, riss sein Hemd auf.
Eine Flasche Rum hatte er sich vorher schon organisiert, gurgelte damit und besprenkelte sich mit dem Rest aus der Flasche, so das er wie eine laufende Schnapsdestille roch.
Torkelnd machte er sich auf den Weg durch die Piratenstadt und erst jetzt machte er sich Gedanken darum was er wirklich tun wollte wenn er Melina finden sollte.
Er wusste es nicht.
Er wusste nur das er alles tun musste um seinen Bruder zu retten.
Die Piraten die ihm begegneten beachteten ihn zum Glück nicht einmal und von Melina fand sich auch keine Spur, so kehrte er dann ergebnislos zurück.
Wirklich durchatmen konnte er nicht als er endlich von der Insel herunter war und zurück zu seinem Bruder ritt.
Er konnte nur hoffen das Liliana seinen Bruder hatte behandeln können.
Zuviel war in der Nacht geschehen, zuviel war mit ihm geschehen.
Dabei hatte er nur Zak abholen wollen, und jetzt? Jetzt war er so durcheinander das er nicht mehr wirklich wusste was er wollte... Was richtig war.
Vielleicht war es wirklich besser er konzentrierte sich nur noch auf seinen soldatischen Weg.
Mit hängendem Kopf innerlich ausgebrannt, nahm er seine Wehr und ging hinaus um sich seinem Morgentraining zu zu wenden. Vielleicht würde ihn das ja ein wenig den Kopf durchpusten.
Als er bei Zak angekommen war hörte er schon von weitem das etwas nicht in Ordnung war.
Geschrei, Kampfeslärm, die Türen standen offen und schon hatte er ohne zu zögern sein Schwert gezogen und wollte ins Haus stürmen, aber Adelene war schneller.
Sie kam herausgerannt, gefolgt von dieser Piratin... ihr Name war … Melina, ja. Keylon hatte sie schon kennenlernen dürfen.
Diesmal würde sie ihm nicht entkommen, doch Adelena warf sich mit ihrem ganzen Gewicht gegen ihn und warf ihn um, so das dieses Weib in Ruhe fliehen konnte.
„Bist du verrückt.“ brüllte Keylon nur und rappelte sich sehr schnell wieder auf.
Manchmal hatte es schon Vorteile nicht gerüstet zu sein.
So schnell er es vermochte nahm er die Verfolgung auf, doch in dem dichtem Wald verlor er schnell ihre Spur … und die eigene Orientierung.
Es dauerte bis Keylon zurückfand, und in dieser Zeit hatte Adelena Zak, der Stark am Hals blutete verbunden.
Keylons Wut war grenzenlos. „WARUM HAST DU IHR GEHOLFEN!“ brüllte er die arme Frau an. „Ich hätte sie kriegen können.“
Lena brüllte zurück. Irgendwie war genau das die Intention von ihr und Zak gewesen. Sie hatten ihn nur schützen wollen.
Die Piratin hatte Zahrak anscheinend gebissen, und von Tollwut war die Rede, und das wollten sie Keylon ersparen.
Dem jungen Krieger lief es kalt den Rücken herab und eines war klar...
Er musste seinen Bruder sofort zu einem Heiler bringen.
Wir bringen ihn sofort nach Adoran.
Sie halfen Zak auf ein Pferd und vorsichtig in langsamen Schritt, ritten sie gen Adoran, doch es war bald klar das sein Bruder sich nicht all zu lange auf dem Pferd halten würde können.
So war es auch Zahrak der dies als erstes einsah und statt gen Adoran bog er in Kronwalden ab.
Lilian würde eher zu erreichen sein, sie war Näher, und es lag auf dem Weg, das Problem war nur … jetzt müsste die Heilerin auch anwesend sein.
Sie war es.
Keylon fiel ein Stein vom Herzen.
Nur kurz erklärte er seiner Schwiegermutter was los war, und die geübte Heilerin legte auch sofort los.
Adelena wollte bei den Pferden bleiben und Keylon konnte sehen wie sehr sie das Ganze mitnahm, dennoch würde Zak sie nun brauchen .
Entschuldige bitte meinen Auftritt von vorhin, ich hatte einfach Angst um Zak. Bitte geh zu ihm, er braucht dich jetzt.
Nur schwer ließ sich Adelena überreden, dann jedoch ging sie, während Keylon sich auf sein Pferd schwang. Unendlich Angst um seinen Bruder trieb ihn nun an.
Das Adelena in dem Augenblick wo er lospreschte begriff was er vorhatte, und ihn als einen Idioten titulierte hörte er schon gar nicht mehr.
Die Sorge um Zak brachte ihn fast um den Verstand. Und so war es auch, denn sonst wäre er nicht nach Bajard geritten, hätte dort alles nach der Piratin abgesucht und dann …
Dann bestieg er das Schiff nach La Cabeza.
Bereits auf dem Schiff änderte er seine Frisur, riss sein Hemd auf.
Eine Flasche Rum hatte er sich vorher schon organisiert, gurgelte damit und besprenkelte sich mit dem Rest aus der Flasche, so das er wie eine laufende Schnapsdestille roch.
Torkelnd machte er sich auf den Weg durch die Piratenstadt und erst jetzt machte er sich Gedanken darum was er wirklich tun wollte wenn er Melina finden sollte.
Er wusste es nicht.
Er wusste nur das er alles tun musste um seinen Bruder zu retten.
Die Piraten die ihm begegneten beachteten ihn zum Glück nicht einmal und von Melina fand sich auch keine Spur, so kehrte er dann ergebnislos zurück.
Wirklich durchatmen konnte er nicht als er endlich von der Insel herunter war und zurück zu seinem Bruder ritt.
Er konnte nur hoffen das Liliana seinen Bruder hatte behandeln können.
-
Zahrak Salberg
Die Nacht war schnell zu Ende gewesen, obwohl sie für ihn auch erst spät angefangen hatte. Müde rieb er sich die Augen und rappelte sich aus dem Bett raus, um gen Wasserschüssel zu stapfen. Dort angekommen blickte er in den Spiegel, der darüber hing. Sofort runzelte er leicht die Stirn und berührte vorsichtig die Wangenknochen. Über ihnen lag ein dunkler Schatten, der von Müdigkeit und zu wenig Schlaf zeugte. Nicht, dass dies ein ungewöhnlicher Anblick im Antlitz des Schneiders war. Er neigte dazu viel zur arbeiten und sich wenig Ruhe zu gönnen, aber hatte er nicht gestern extra noch eine Massage von Lena in Anspruch genommen? Da fiel ihm plötzlich ein, dass er schlecht geschlafen hatte. Seine Gedanken waren die ganze Zeit um den abendlichen Angriff von Melina gekreist.
Das Weib hatte ihn angegriffen. Erst mit einem Dolch und als sie diesen nicht mehr hatte, hatte sie sogar zu den primitivsten aller Waffen gegriffen: Den eigenen Händen und Füßen und sogar dem Mund. Ein Schrank war zerdeppert wurden, als Zahrak die Piratin gegen jenen geschleudert hatte, im Versuch sie zu entwaffnen. Er wollte ihr nicht ernsthaft weh tun und schon gar nicht - obwohl er kurz die Gelegenheit dazu hatte - töten. Irgend etwas in ihm schrie förmlich dagegen. Sie sei noch zu retten, sie könne nichts dafür, es wäre nur wieder eine ihrer komischen Phasen, sie hätte es nicht verdient... Und doch war da der Überlebensinstinkt und der Hintergrundgedanke, dass Melina eventuell Adelena finden würde, die sich im Keller versteckte. Und so kämpfte er weiter, versuchte sie unschädlich zu machen, doch schlussendlich... scheiterte er. Besiegt von einer Frau und dann auch noch durch eine Taktik, die er hätte vorhersehen können. Als sie sich eingeengt sah und zurecht merkte, dass die knappen 100kg Kampfgewicht auf ihr drauf nicht zu bewegen waren, zog sie das unfixierte Bein an und rammte es ihm zwischen die Beine. Eine Taktik, die dummerweise immer funktionierte und so konnte Zahrak nicht anders, als dem Schmerz kurz seine Aufmerksamkeit zu widmen und diese eine verfluchte Sekunde, in der er das tat nutzte Melina aus, um ihn ohne jeglichen menschlichen Zurückhaltungsreflex in den Hals zu beißen.
Spätestens da hatte Adelena mitbekommen, dass es ein ernster Kampf war und kam aus ihrem Versteck hervor geeilt. Ohne groß zu zögern griff sie nach dem Tablett auf dem Tisch, lief auf Melina zu und zimmerte ihr damit eine über, woraufhin das Stück Holz zerbrach. Unter Schmerzen taumelte die Piratin erst nach hinten, dann ergriff sie die Flucht und es folgten Erinnerungslücken.
Schnaubend griff Zahrak nach dem Lappen, tunkte ihn ins Wasser und wusch sich aus reiner Routine. Nicht gründlich, nicht mit einem Mindestmaß an Feingefühl sich selbst gegenüber und mit einem einzigen Hintergrundgedanken: "Scheiß Göre!"
Das würde sicherlich noch Konsequenzen tragen, aber Tollwut schien er zumindest nicht zu haben. War doch schon mal etwas...
Das Weib hatte ihn angegriffen. Erst mit einem Dolch und als sie diesen nicht mehr hatte, hatte sie sogar zu den primitivsten aller Waffen gegriffen: Den eigenen Händen und Füßen und sogar dem Mund. Ein Schrank war zerdeppert wurden, als Zahrak die Piratin gegen jenen geschleudert hatte, im Versuch sie zu entwaffnen. Er wollte ihr nicht ernsthaft weh tun und schon gar nicht - obwohl er kurz die Gelegenheit dazu hatte - töten. Irgend etwas in ihm schrie förmlich dagegen. Sie sei noch zu retten, sie könne nichts dafür, es wäre nur wieder eine ihrer komischen Phasen, sie hätte es nicht verdient... Und doch war da der Überlebensinstinkt und der Hintergrundgedanke, dass Melina eventuell Adelena finden würde, die sich im Keller versteckte. Und so kämpfte er weiter, versuchte sie unschädlich zu machen, doch schlussendlich... scheiterte er. Besiegt von einer Frau und dann auch noch durch eine Taktik, die er hätte vorhersehen können. Als sie sich eingeengt sah und zurecht merkte, dass die knappen 100kg Kampfgewicht auf ihr drauf nicht zu bewegen waren, zog sie das unfixierte Bein an und rammte es ihm zwischen die Beine. Eine Taktik, die dummerweise immer funktionierte und so konnte Zahrak nicht anders, als dem Schmerz kurz seine Aufmerksamkeit zu widmen und diese eine verfluchte Sekunde, in der er das tat nutzte Melina aus, um ihn ohne jeglichen menschlichen Zurückhaltungsreflex in den Hals zu beißen.
Spätestens da hatte Adelena mitbekommen, dass es ein ernster Kampf war und kam aus ihrem Versteck hervor geeilt. Ohne groß zu zögern griff sie nach dem Tablett auf dem Tisch, lief auf Melina zu und zimmerte ihr damit eine über, woraufhin das Stück Holz zerbrach. Unter Schmerzen taumelte die Piratin erst nach hinten, dann ergriff sie die Flucht und es folgten Erinnerungslücken.
Schnaubend griff Zahrak nach dem Lappen, tunkte ihn ins Wasser und wusch sich aus reiner Routine. Nicht gründlich, nicht mit einem Mindestmaß an Feingefühl sich selbst gegenüber und mit einem einzigen Hintergrundgedanken: "Scheiß Göre!"
Das würde sicherlich noch Konsequenzen tragen, aber Tollwut schien er zumindest nicht zu haben. War doch schon mal etwas...
-
Adelena Bergon
Als sie aufwacht, fühlte es sich nach einer Flasche Schnaps und einem Schlag in die Magengrube an. Zumindest die leere Flasche Schnaps auf dem Boden ermahnte sie deutlich an den letzten Abend.
Was genau passiert war … nun, das wusste sie nicht mal vor dem Schnaps so recht. Aber immerhin war es nur Schnaps gewesen und nicht dieses krathorische Wildkraut, nach dem sie sich früher am Abend so sehr gesehnt hatte.
Verdammter Abend!
Eigentlich hatte der Abend ganz normal angefangen. Sie wollte Zahrak die Wolle bringen, die sie den armen Schafen von Galen abgeschoren hatte. Er konnte sie sicher besser brauchen als sie und erholt haben müsste sich der Schlawiner ja auch schon wieder von seiner Gehirnerschütterung. Ein Besuch wäre also sicher in Ordnung.
Wahrscheinlich hätte ihr hier schon auffallen müssen, dass etwas nicht stimmte, denn sonst freute sie sich immer irgendwie ein klein wenig mehr auf die Besuche bei Zahrak. Vielleicht war es eine Vorahnung gewesen? Vielleicht war es aber auch nur, weil das Gespräch dann unweigerlich auf Keylon kommen würde und das gefiel ihr aus irgend einem Grunde gar nicht. Elender Kerl!
Sie unterhielten sich gerade darüber, was er alles verpasst hatte dank der verordneten Bettruhe als das Chaos schnell und unbarmherzig zuschlug.
Plötzlich spielte Key, Zahrak´s Kater verrückt und von draußen klang das laute unwillige Brummen eines Bären zu ihnen rein. Ein Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes.
Ein Bär wich vor einer jungen Frau zurück und die Vögel flüchteten panisch aus den Bäumen. Das war sicher kein gutes Omen. Und dann kam diese Frau auch noch schnurstracks auf das Haus zu mit einem Dolch in der Hand und einem Blick, der einem das Blut in den Adern gefrieren lies!
Angst umklammerte Lenas Herz als Zahrak meinte, sie solle ihm versprechen, nicht raus zu gehen! Gut, dann er aber auch nicht. Bei Temora er war Schneider, kein Krieger! Hoffentlich vergas er das nicht! Dann zog er sie auch noch von der Tür weg, als die Frau immer näher kam.
„Schließ ab! Schnell!“ kam ihr gerade noch in den Sinn, bevor das Unheil in Person die Terrasse betrat. Zak harschte sie an, sie solle sich verstecken, doch hinter dem Schrank war es nicht sicher genug, als diese Person anfing, das Schloss zu bearbeiten, also wurde sie in den Keller geschickt.
Nur zu gut hatte sie noch die Worte von Keylon im Ohr, wie sehr er es hasste, wenn seine Frau sich vor ihn stellte, also gehorchte sie und versteckte sich im Keller. Wenn sie durch ihre Unwissenheit und falschen Stolz dafür sorgte, dass Zahrak was passierte, würde sie sich das nicht verzeihen und Keylon würde sie sicher für immer verachten. Das wollte sie auf alle Fälle vermeiden. Und Zahrak war schließlich auch kein schmaler Hänfling von einem Schneider, sondern auffallend gut und kräftig gebaut.
Doch dort in dem nur halb ausgeleuchteten Keller überkam sie erst recht die Angst.
Was, wenn er Hilfe benötigte, was wenn diese Frau durch irgendeinen dunklen Zauber ihn besiegte?
Die Geräusche, die von oben herunter drangen, waren jedenfalls nicht gut zu deuten und schürten ihre Unsicherheit, so dass sie schließlich einen Blick nach oben riskierte, wo es Zahrak gerade gelang, die Frau zu entwaffnen und ihr den Dolch aus der Hand zu schlagen.
Schnell versteckte sie sich also wieder im Keller, damit er nicht von ihr abgelenkt wurde und sich diese Person keinen Vorteil davon verschaffen konnte. Doch er kam nicht um sie zu holen und wieder drangen unheilvolle Geräusche an ihr Ohr. Der Kampf ging weiter? Verdammt!
Noch einmal schlich sie sich nach oben um die Lage zu überprüfen und was sah sie? Zahrak lag auf dieser Frau drauf am Boden und versuchte sie festzuhalten. Diese wehrte sich jedoch wie verrückt und zog ihr Knie an um Zak dort weh zu tun, wo es immer funktionierte. Natürlich immer funktionieren musste!
Seine gekrümmte Haltung und das nachlassen seiner Konzentration nutzte das Weib auch sofort aus und biss ihm mit Wucht in den Hals wie ein tollwütiges Tier!
Wenn Adelena jetzt nichts tat, würde das böse ausgehen, das wusste sie, Keylon´s Worte hin, ihre Angst her. Also sprang sie wie fern gesteuert auf, schnappte sich das Tablett vom Tisch, eilte zu den beiden hinüber und mit der Wucht einer Holzfällerin ließ sie das Tablett auf deren Schädel nieder sausen, so dass es krachend zersplitterte!
Die Frau heulte kurz auf, lies von Zak ab und ausgerechnet in dem Moment kam natürlich Keylon vorbei. Verdammter Mistkerl!
Sie hörte nur noch von Zak „Key, bleib weg!“ und in dem Moment wusste sie schon, dass Keylon das eher als Aufforderung sehen würde, also lag es wohl an ihr. Sie rannte wie von einer Orkherde verfolgt zur Tür hinaus und dem verdutzt drein blickenden Keylon direkt in die Arme. Es war wohl nur Temoras Gnade zu verdanken, dass sie nicht direkt in Keylons gerade gezogenes Schwert lief, doch ihr Plan ging auf und sie riss den Krieger von den Füssen, so dass dieser mit ihr ins Gras fiel, als die Frau auch schon an ihnen vorbei lief und über den Gartenzaun hopste um zu verschwinden.
Unsanft stieß Keylon sie von sich herunter und brachte gerade noch ein „Kümmere dich um Zak“ hervor ehe er der Frau hinterher rannte! Dieser verdammte Idiot! Hatte er ihr nicht erst kürzlich erzählt, dass er seiner Familie immer wieder genau mit solchen Aktionen Schwierigkeiten und Todfeinde anschleppte? Er lernte es wohl nie!
Doch jetzt gab es wichtigeres zu tun, als sich über diesen verdammten Kerl den Kopf zu zerbrechen. Zahrak’s Wunde musste versorgt werden. Doch damit ging das Chaos in ihrem Inneren nur weiter, statt Frieden zu finden…..
Was genau passiert war … nun, das wusste sie nicht mal vor dem Schnaps so recht. Aber immerhin war es nur Schnaps gewesen und nicht dieses krathorische Wildkraut, nach dem sie sich früher am Abend so sehr gesehnt hatte.
Verdammter Abend!
Eigentlich hatte der Abend ganz normal angefangen. Sie wollte Zahrak die Wolle bringen, die sie den armen Schafen von Galen abgeschoren hatte. Er konnte sie sicher besser brauchen als sie und erholt haben müsste sich der Schlawiner ja auch schon wieder von seiner Gehirnerschütterung. Ein Besuch wäre also sicher in Ordnung.
Wahrscheinlich hätte ihr hier schon auffallen müssen, dass etwas nicht stimmte, denn sonst freute sie sich immer irgendwie ein klein wenig mehr auf die Besuche bei Zahrak. Vielleicht war es eine Vorahnung gewesen? Vielleicht war es aber auch nur, weil das Gespräch dann unweigerlich auf Keylon kommen würde und das gefiel ihr aus irgend einem Grunde gar nicht. Elender Kerl!
Sie unterhielten sich gerade darüber, was er alles verpasst hatte dank der verordneten Bettruhe als das Chaos schnell und unbarmherzig zuschlug.
Plötzlich spielte Key, Zahrak´s Kater verrückt und von draußen klang das laute unwillige Brummen eines Bären zu ihnen rein. Ein Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes.
Ein Bär wich vor einer jungen Frau zurück und die Vögel flüchteten panisch aus den Bäumen. Das war sicher kein gutes Omen. Und dann kam diese Frau auch noch schnurstracks auf das Haus zu mit einem Dolch in der Hand und einem Blick, der einem das Blut in den Adern gefrieren lies!
Angst umklammerte Lenas Herz als Zahrak meinte, sie solle ihm versprechen, nicht raus zu gehen! Gut, dann er aber auch nicht. Bei Temora er war Schneider, kein Krieger! Hoffentlich vergas er das nicht! Dann zog er sie auch noch von der Tür weg, als die Frau immer näher kam.
„Schließ ab! Schnell!“ kam ihr gerade noch in den Sinn, bevor das Unheil in Person die Terrasse betrat. Zak harschte sie an, sie solle sich verstecken, doch hinter dem Schrank war es nicht sicher genug, als diese Person anfing, das Schloss zu bearbeiten, also wurde sie in den Keller geschickt.
Nur zu gut hatte sie noch die Worte von Keylon im Ohr, wie sehr er es hasste, wenn seine Frau sich vor ihn stellte, also gehorchte sie und versteckte sich im Keller. Wenn sie durch ihre Unwissenheit und falschen Stolz dafür sorgte, dass Zahrak was passierte, würde sie sich das nicht verzeihen und Keylon würde sie sicher für immer verachten. Das wollte sie auf alle Fälle vermeiden. Und Zahrak war schließlich auch kein schmaler Hänfling von einem Schneider, sondern auffallend gut und kräftig gebaut.
Doch dort in dem nur halb ausgeleuchteten Keller überkam sie erst recht die Angst.
Was, wenn er Hilfe benötigte, was wenn diese Frau durch irgendeinen dunklen Zauber ihn besiegte?
Die Geräusche, die von oben herunter drangen, waren jedenfalls nicht gut zu deuten und schürten ihre Unsicherheit, so dass sie schließlich einen Blick nach oben riskierte, wo es Zahrak gerade gelang, die Frau zu entwaffnen und ihr den Dolch aus der Hand zu schlagen.
Schnell versteckte sie sich also wieder im Keller, damit er nicht von ihr abgelenkt wurde und sich diese Person keinen Vorteil davon verschaffen konnte. Doch er kam nicht um sie zu holen und wieder drangen unheilvolle Geräusche an ihr Ohr. Der Kampf ging weiter? Verdammt!
Noch einmal schlich sie sich nach oben um die Lage zu überprüfen und was sah sie? Zahrak lag auf dieser Frau drauf am Boden und versuchte sie festzuhalten. Diese wehrte sich jedoch wie verrückt und zog ihr Knie an um Zak dort weh zu tun, wo es immer funktionierte. Natürlich immer funktionieren musste!
Seine gekrümmte Haltung und das nachlassen seiner Konzentration nutzte das Weib auch sofort aus und biss ihm mit Wucht in den Hals wie ein tollwütiges Tier!
Wenn Adelena jetzt nichts tat, würde das böse ausgehen, das wusste sie, Keylon´s Worte hin, ihre Angst her. Also sprang sie wie fern gesteuert auf, schnappte sich das Tablett vom Tisch, eilte zu den beiden hinüber und mit der Wucht einer Holzfällerin ließ sie das Tablett auf deren Schädel nieder sausen, so dass es krachend zersplitterte!
Die Frau heulte kurz auf, lies von Zak ab und ausgerechnet in dem Moment kam natürlich Keylon vorbei. Verdammter Mistkerl!
Sie hörte nur noch von Zak „Key, bleib weg!“ und in dem Moment wusste sie schon, dass Keylon das eher als Aufforderung sehen würde, also lag es wohl an ihr. Sie rannte wie von einer Orkherde verfolgt zur Tür hinaus und dem verdutzt drein blickenden Keylon direkt in die Arme. Es war wohl nur Temoras Gnade zu verdanken, dass sie nicht direkt in Keylons gerade gezogenes Schwert lief, doch ihr Plan ging auf und sie riss den Krieger von den Füssen, so dass dieser mit ihr ins Gras fiel, als die Frau auch schon an ihnen vorbei lief und über den Gartenzaun hopste um zu verschwinden.
Unsanft stieß Keylon sie von sich herunter und brachte gerade noch ein „Kümmere dich um Zak“ hervor ehe er der Frau hinterher rannte! Dieser verdammte Idiot! Hatte er ihr nicht erst kürzlich erzählt, dass er seiner Familie immer wieder genau mit solchen Aktionen Schwierigkeiten und Todfeinde anschleppte? Er lernte es wohl nie!
Doch jetzt gab es wichtigeres zu tun, als sich über diesen verdammten Kerl den Kopf zu zerbrechen. Zahrak’s Wunde musste versorgt werden. Doch damit ging das Chaos in ihrem Inneren nur weiter, statt Frieden zu finden…..
-
Gast
Put on your war paint!
You are a brick tied to me that's dragging me down
Strike a match and I'll burn you to the ground...
... und die Tomate lernte fliegen, ganz ohne Federn und Flügel, legte einen wunderbaren Segelflug hin und krönte das ganze Kunststückchen wider der Natur mit einem platschenden Tusch-Feuerwerk, welches sowohl rötlich-wässrigen Saft, als auch weiteres Tomateninnenleben quer durch den Raum verteilte, als das junge Gemüse an der Wand zerschellte.
Schlabbersabbernd und feucht glitzernd tröpfelte die Essenz danach am Kellermauerwerk herab und vermischte sich im schwachen Sturzbach mit den traurigen Resten anderer ehemaliger Bewohner des Gemüsekörbchens. Jenes befand sich nun in den blassen, eher kleinen Händen einer ebenfalls nicht unbedingt hochgewachsenen Person, die es trotz der mangelnden Körpergröße im Moment wunderbar schaffte eine geradezu flammende, gefährlich knisternde Präsenz auszustrahlen, die wohl jedem im Raum sogar ungesehen die Nackenhaare hätte aufstellen lassen können... nunja, gesetzt es wäre irgendwer anwesend gewesen.
Leider aber (oder gar glücklicherweise?) traf der brüllende, flackernde Zorn, welcher erneut für wenige Momente ausbrach und das Persönchen mit einer unbekannt emotionalen Woge hinwegspülte, somit nur wehrlose, unschuldige Tomaten, Gurken, vereinzelte Möhren und eine handvoll Champignons, deren klägliche Überreste zuletzt irgendwo im Raum verteilt zu finden waren. Der Korb war damit leer und flog gleich noch knackend und raschelnd hinterher - dann erst gönnten sich die wurfbereiten Arme einen Moment Ruhe, verschränken sich vor der Brust und rasch griffen die Hände an die Oberarme kurz über dem Ellbogen.
Sie hatte das Beten im Augenblick leid.
Immer wieder hatte sie versucht sich zu fangen, die Contenance mit höchster Konzentration und stoischer Ruhe stur zurückverlangt, nur um die schiere Beherrschung dann doch in der ein oder anderen Art und Weise gleich wieder zu verlieren. Dabei war es noch nicht einmal nur durchweg die Wut, welche urplötzlich so heftig aufglomm, als habe man Öl über einen kleinen Glimmspan gekippt, sondern auch eine ganz andere, weite Palette an bunten, intensiven Emotionen.
EMOTIONEN!
De facto also genau das, was sie so überhaupt nicht brauchen oder gar kalkulieren konnte... genau das, was alles immer nur verkomplizierte und schwachsinnig wirr machte - verdammte Gefühle!
Die Fingerspitzen gruben sich etwas fester in das Fleisch am Oberarm, drückten die Nägel hinein und hinterließen ein zweites Mal an diesem Tag halbmondförmige Abdrücke auf der blassen Haut. Zuerst hatte sie die Lippen noch zusammengepresst, wollte das, was sie nicht nur beschäftigte, sondern auch ungemein aufstachelte, im Inneren lassen, bloß nicht anerkennen, nicht damit beschäftigen, nicht aussprech...
"Mistkerl!"
Tja, da war es raus und mit diesem geknurrten Schimpffluch wallte der Rest, einem einmarschierenden Heer gleich, sofort hinterher. Da waren Worte, erst kürzlich gesprochen, die es mit spielerischer Leichtigkeit schafften unter ihre Haut zu dringen und dort juckend, kribbelnd zu glimmen. Lodernd, gleißend, brennend, beißend - SIE ZUM WAHNSINN TRIEBEN!
"Wenn ich dich tanzen lassen will, tanzt du... wenn ich will, dass du singst, singst du... wenn ich will das du leidest... füge ich dir Schmerzen zu."
"Wagt es... ich bin nicht Euer Spielzeug, ganz gleich wie hoch Ihr in seiner Gunst seid!"
"Ist... dem... so?"
Ein Fauchen entwich der Kehle und rasch riss sie die Hände von den Oberarmen, ehe sich jene tiefer hineingraben konnten. Mit einem schlecht unterdrückten Aufschrei begann sie dann über die Sitzecke herzufallen, stieß und trat die Stühle fort, fegte den Kerzenleuchter und zwei Gläser vom Tisch, trommelte dann hämmernd auf dessen Platte ein und erst als sie dies mit einem weiteren, gedehnten "Miiiiiistkeeeeeeeerl!" eine ganze Weile durchgehalten hatte, kam neue Ruhe mit der Erschöpfung und keuchend wandte sie sich ab, drückte die Stirn an den kalten Mauerstein, schloss die Augen.
So ging es nicht weiter.
Sie, die sich Gefühlen weitgehend entzog, wankte gefährlich unter dem jetzigen Schwankezustand, der ihr nur Ungleichgewicht bescherte. Instabil, die ganze Marionettenfassade war mit einem Mal instabil und wenn sie sich nicht bald wieder fing, würde die nächste Entladung vielleicht einen Menschen aus ihrer näheren Umwelt treffen. Die Optionen hierfür waren breit gefächert und eine davon bereitete ihr besonders Unbehagen und Sorge.
Verloren...
Sie zuckte zusammen und ein eher panischer Blick striff über das hässliche Chaos am Kellerboden. Es gab denkbar ungünstigere Momente, um die Beherrschung zu verlieren - gefährlich, ungünstige Augenblicke.
Ver...
Mit einem überhasteten Satz war sie aufgesprungen und rannte die Treppenstufen hinauf, gleich zwei davon auf einmal überwindend.
Nein, so ging es nicht weiter.
Sie wollte ihren Mantel sowieso wieder zurückholen, also war der Besuch damit beschlossene Sache... es galt einen Phönix zur Rede zu stellen!
Hey young blood
Doesn't it feel like our time is running out?
I'm gonna change you like a remix,
Then I'll raise you like a phoenix!
You are a brick tied to me that's dragging me down
Strike a match and I'll burn you to the ground...
... und die Tomate lernte fliegen, ganz ohne Federn und Flügel, legte einen wunderbaren Segelflug hin und krönte das ganze Kunststückchen wider der Natur mit einem platschenden Tusch-Feuerwerk, welches sowohl rötlich-wässrigen Saft, als auch weiteres Tomateninnenleben quer durch den Raum verteilte, als das junge Gemüse an der Wand zerschellte.
Schlabbersabbernd und feucht glitzernd tröpfelte die Essenz danach am Kellermauerwerk herab und vermischte sich im schwachen Sturzbach mit den traurigen Resten anderer ehemaliger Bewohner des Gemüsekörbchens. Jenes befand sich nun in den blassen, eher kleinen Händen einer ebenfalls nicht unbedingt hochgewachsenen Person, die es trotz der mangelnden Körpergröße im Moment wunderbar schaffte eine geradezu flammende, gefährlich knisternde Präsenz auszustrahlen, die wohl jedem im Raum sogar ungesehen die Nackenhaare hätte aufstellen lassen können... nunja, gesetzt es wäre irgendwer anwesend gewesen.
Leider aber (oder gar glücklicherweise?) traf der brüllende, flackernde Zorn, welcher erneut für wenige Momente ausbrach und das Persönchen mit einer unbekannt emotionalen Woge hinwegspülte, somit nur wehrlose, unschuldige Tomaten, Gurken, vereinzelte Möhren und eine handvoll Champignons, deren klägliche Überreste zuletzt irgendwo im Raum verteilt zu finden waren. Der Korb war damit leer und flog gleich noch knackend und raschelnd hinterher - dann erst gönnten sich die wurfbereiten Arme einen Moment Ruhe, verschränken sich vor der Brust und rasch griffen die Hände an die Oberarme kurz über dem Ellbogen.
Sie hatte das Beten im Augenblick leid.
Immer wieder hatte sie versucht sich zu fangen, die Contenance mit höchster Konzentration und stoischer Ruhe stur zurückverlangt, nur um die schiere Beherrschung dann doch in der ein oder anderen Art und Weise gleich wieder zu verlieren. Dabei war es noch nicht einmal nur durchweg die Wut, welche urplötzlich so heftig aufglomm, als habe man Öl über einen kleinen Glimmspan gekippt, sondern auch eine ganz andere, weite Palette an bunten, intensiven Emotionen.
EMOTIONEN!
De facto also genau das, was sie so überhaupt nicht brauchen oder gar kalkulieren konnte... genau das, was alles immer nur verkomplizierte und schwachsinnig wirr machte - verdammte Gefühle!
Die Fingerspitzen gruben sich etwas fester in das Fleisch am Oberarm, drückten die Nägel hinein und hinterließen ein zweites Mal an diesem Tag halbmondförmige Abdrücke auf der blassen Haut. Zuerst hatte sie die Lippen noch zusammengepresst, wollte das, was sie nicht nur beschäftigte, sondern auch ungemein aufstachelte, im Inneren lassen, bloß nicht anerkennen, nicht damit beschäftigen, nicht aussprech...
"Mistkerl!"
Tja, da war es raus und mit diesem geknurrten Schimpffluch wallte der Rest, einem einmarschierenden Heer gleich, sofort hinterher. Da waren Worte, erst kürzlich gesprochen, die es mit spielerischer Leichtigkeit schafften unter ihre Haut zu dringen und dort juckend, kribbelnd zu glimmen. Lodernd, gleißend, brennend, beißend - SIE ZUM WAHNSINN TRIEBEN!
"Wenn ich dich tanzen lassen will, tanzt du... wenn ich will, dass du singst, singst du... wenn ich will das du leidest... füge ich dir Schmerzen zu."
"Wagt es... ich bin nicht Euer Spielzeug, ganz gleich wie hoch Ihr in seiner Gunst seid!"
"Ist... dem... so?"
Ein Fauchen entwich der Kehle und rasch riss sie die Hände von den Oberarmen, ehe sich jene tiefer hineingraben konnten. Mit einem schlecht unterdrückten Aufschrei begann sie dann über die Sitzecke herzufallen, stieß und trat die Stühle fort, fegte den Kerzenleuchter und zwei Gläser vom Tisch, trommelte dann hämmernd auf dessen Platte ein und erst als sie dies mit einem weiteren, gedehnten "Miiiiiistkeeeeeeeerl!" eine ganze Weile durchgehalten hatte, kam neue Ruhe mit der Erschöpfung und keuchend wandte sie sich ab, drückte die Stirn an den kalten Mauerstein, schloss die Augen.
So ging es nicht weiter.
Sie, die sich Gefühlen weitgehend entzog, wankte gefährlich unter dem jetzigen Schwankezustand, der ihr nur Ungleichgewicht bescherte. Instabil, die ganze Marionettenfassade war mit einem Mal instabil und wenn sie sich nicht bald wieder fing, würde die nächste Entladung vielleicht einen Menschen aus ihrer näheren Umwelt treffen. Die Optionen hierfür waren breit gefächert und eine davon bereitete ihr besonders Unbehagen und Sorge.
Verloren...
Sie zuckte zusammen und ein eher panischer Blick striff über das hässliche Chaos am Kellerboden. Es gab denkbar ungünstigere Momente, um die Beherrschung zu verlieren - gefährlich, ungünstige Augenblicke.
Ver...
Mit einem überhasteten Satz war sie aufgesprungen und rannte die Treppenstufen hinauf, gleich zwei davon auf einmal überwindend.
Nein, so ging es nicht weiter.
Sie wollte ihren Mantel sowieso wieder zurückholen, also war der Besuch damit beschlossene Sache... es galt einen Phönix zur Rede zu stellen!
Hey young blood
Doesn't it feel like our time is running out?
I'm gonna change you like a remix,
Then I'll raise you like a phoenix!
-
Gast
Ich habe es gebissen
Unruhe trieb sie an. Wie ein reudiges Tier, auf der suche nach Beute drehte sie ihre Kreise in ihrem Haus auf der sonnigen Insel. Alkohol, Drogen, alles nahm sie im Überfluss zu sich. Doch was sie einst so gut zur Ruhe brachte, zeigte keinerlei Wirkung. Immer häufiger geschah es, das sie in ihre Bösen Persönlichkeit verfiel und dieser nur sehr schwer wider entkam.
Die wenigen klaren Momente die sie hervorbrachte, zeigten längst keine quirlige verrückte Piratin mehr. Es war Angst die man sah. Angst vor dem, was in ihr vorging. Ihre Finger gingen langsam zu ihrer geliebten Topfpflanze, die sie einst von ihrem Verlobten Kyrill geschenkt bekam und seid dem Tag hegte und Pflegte.
Doch irgendetwas stimmte nicht mit der Pflanze. Sie begann zu welken und lies die Blätter hängen. Jede pflege die sie ihr zuteil kommen lies, bewirkte nichts.
Wider begann das Blut in ihrem Körper förmlich zu kochen. Sie spürte diese Hitze in sich aufsteigen. Die Halsschlagadern begannen zu pochen. Die Rastlosigkeit setzte ein und sie verlor erneut die Kontrolle über ihr Handeln. Knurrend und fauchend riss sie die Türe auf und rannt wie ein Wolf, der seine Beute jagdte in richtung Hafen. In Bajard kaum vom Schiff runter rannte sie weiter, tief in den Nördlich gelegenen Wald hinein. Die Tiere in ihrer näheren Umgebung nahmen sofort Reisaus vor ihr und machten weite Bögen um sie.
Am nächsten Morgen dann, könnte der ein oder andere Holzarbeiter aus der Umgebung, das ein oder andere Tier verendet am Boden vorfinden.
Offensichtlich wurden diese Tiere nicht des Fleisches oder der Felle und Leder gejagd. Schier die Lust am töten schien hier ihr Werk vollbracht zu haben. Der Fachmann könnte noch erkennen, das die Tiere wohl nicht von Raubtieren gerissen wurden, sondern, mit Klingen zur Strecke gebracht wurden. Vereinzelt erkennt man an dem ein oder anderen Tier noch Bissspuren, die allerdings auch nicht von einem Raubtier stammen.
Unruhe trieb sie an. Wie ein reudiges Tier, auf der suche nach Beute drehte sie ihre Kreise in ihrem Haus auf der sonnigen Insel. Alkohol, Drogen, alles nahm sie im Überfluss zu sich. Doch was sie einst so gut zur Ruhe brachte, zeigte keinerlei Wirkung. Immer häufiger geschah es, das sie in ihre Bösen Persönlichkeit verfiel und dieser nur sehr schwer wider entkam.
Die wenigen klaren Momente die sie hervorbrachte, zeigten längst keine quirlige verrückte Piratin mehr. Es war Angst die man sah. Angst vor dem, was in ihr vorging. Ihre Finger gingen langsam zu ihrer geliebten Topfpflanze, die sie einst von ihrem Verlobten Kyrill geschenkt bekam und seid dem Tag hegte und Pflegte.
Doch irgendetwas stimmte nicht mit der Pflanze. Sie begann zu welken und lies die Blätter hängen. Jede pflege die sie ihr zuteil kommen lies, bewirkte nichts.
Wider begann das Blut in ihrem Körper förmlich zu kochen. Sie spürte diese Hitze in sich aufsteigen. Die Halsschlagadern begannen zu pochen. Die Rastlosigkeit setzte ein und sie verlor erneut die Kontrolle über ihr Handeln. Knurrend und fauchend riss sie die Türe auf und rannt wie ein Wolf, der seine Beute jagdte in richtung Hafen. In Bajard kaum vom Schiff runter rannte sie weiter, tief in den Nördlich gelegenen Wald hinein. Die Tiere in ihrer näheren Umgebung nahmen sofort Reisaus vor ihr und machten weite Bögen um sie.
Am nächsten Morgen dann, könnte der ein oder andere Holzarbeiter aus der Umgebung, das ein oder andere Tier verendet am Boden vorfinden.
Offensichtlich wurden diese Tiere nicht des Fleisches oder der Felle und Leder gejagd. Schier die Lust am töten schien hier ihr Werk vollbracht zu haben. Der Fachmann könnte noch erkennen, das die Tiere wohl nicht von Raubtieren gerissen wurden, sondern, mit Klingen zur Strecke gebracht wurden. Vereinzelt erkennt man an dem ein oder anderen Tier noch Bissspuren, die allerdings auch nicht von einem Raubtier stammen.
-
Zahrak Salberg
"Na, los! Schlag mich!", legte Keylon es mehrfach mit ähnlichem Wortlaut darauf an, von Zahrak eine verpasst zu bekommen, wo dieser doch ohnehin schon auf 179 war. Ohne Fluch am Hals hätte Zahrak einmal seine Faust gen Bauch des kleinen Bruders geschickt, jenen in den Schwitzkasten genommen und darauf gewartet, dass er wieder zur Vernunft kam, doch diesmal, also mit dem Fluch sah es ganz anders aus:
Es kribbelte ihm in den Fingern, darauf einzugehen und Keylon wirklich eins voll auf die 12 zu geben. Die Wunde am Hals begann ganz leicht im Hintergrund zu pochen und nur noch ein Teil von Zahrak spürte, wie ihm geschah. Eben jener Teil versuchte auch dagegen anzugehen, denn er wusste, dass irgend was nicht stimmte und Keylon hätte es sowieso nicht verdient geschlagen zu werden. Das war nur dummes Geschwätz, weil er mal wieder nicht die Verantwortung tragen konnte für das, was er getan hatte. "Da muss er jetzt durch.", dachte sich der Schneider noch und da kam dann doch alles anders:
*ZACK*, hatte Keylon sich die erste Faust gefangen und wurde angebrüllt. Im Nachinein wusste Zahrak nicht mal mehr, womit er rum gebrüllt hatte, aber dass er ständig geschubst und weiter provoziert wurde, das wusste er noch und so verlor er sich immer mehr in den Gedanken, dass sein kleiner Bruder nervig war, dumm und naiv und dass er es nicht anders verdient hatte. Die Prügelei nahm an Dynamik zu und auch Zahrak musste durchaus etwas einstecken, doch Keylon war das nicht genug. Er schrie Zahrak an: "Na, was ist? Du bist doch sonst so wehrhaft. Schalg zu!"
Wutentbrannt schnaubend drückte er Keylon von sich, gegen die Gartenmauer von Amelies Haus und dummerweise bemerkten beide Brüder für den ersten Moment nicht, dass Aries, die kleine Cousine sich genähert hatte. Sie hatte gestockt, dann geschrien und war schlussendlich wie lebensmüde dazwischen gerannt. Als Keylon das realisierte, schrie er sie an, dass sie weg sollte, doch nicht schnell genug, um zu verhindern, dass Zahrak noch seinen Ellbogen in ihre Richtung rammte, im Versuch sie von sich fern zu halten. Es passierte glücklicherweise nichts, als der erste Schock, doch damit war es nicht getan, denn Keylon provozierte Zahrak weiter. Auch, wenn dies nicht mehr nötig war, so aufgebauscht wie dieser war. Immer wieder leicht schnaufend und schnaubend ging er auf Keylon los und verlor jeglichen Gedanken daran, dass dies sein Bruder war. Für den Augenblick war er Keylon, ein guter Grund sich aufzuregen.
Kaum war Aries also weggelaufen, lies Zahrak sich gänzlich gehen und zog den rechten Arm an, um ihn ungebremst auf Keylons Schulter-/Halsbereich zu sausen zu lassen. Es war den Reflexen und der Kampferfahrung des Soldaten zu verdanken, dass dieser Angriff nicht sein ganzes verherendes Ausmaß annehmen konnte und "nur" dafür sorgte, dass er benommen nach hinten kippte, als auch schon Amelie keifenddazwischen lief. "Mama, pass auf! ... Wehe, jemand tut Mami weh!" "Sag mal, spinnt ihr? Auseinander!" "Aufhören, sofort!" entstand ein Wirrwarr aus Rufen, die alle anderen Familienmitgliedern zuzuschreiben waren, die wohl von Aries zur Hilfe geholt wurden waren. Wäre es ohne den Fluch gewesen, hätten die Brüder nun von sich abgelassen, denn Amelie war ihnen heilig und sie würden es sich beide nie verzeihen, wenn sie durch ihre eigenen Dummheiten verletzt würde. Doch wie schon einmal festgestellt: Der Fluch war da und so waren die Beiden so in ihrem Rausch, dass sie sich nicht von Amelie behindern ließen.
So kam es, dass Keylon sich auf Zahrak stürzte sobald er nicht mehr benommen war. Dies führte dazu, dass Amelie voran, gen Zahrak gedrückt wurde und ihn, mit Keylons Gewicht im Rücken umrammte, sodass alle drei Geschwister übereinander gen Bank fielen. Liliana war es schlussendlich, die ihren Stab dazwischen hielt, ihn drohend anhob und Amelie weg zitierte, als Nathelia schockiert weg lief. Es kehrte Ruhe ein! Zumindest motorisch betrachtet. Innerlich kochte Zahrak immer noch, war aber einfach auch zu erschöpft, um noch mal aufzustehen und so gab er sich geschlagen. Das Blut rauschte hörbar durch seinen Körper und die Wunde am Hals pochte immer mehr. Zum Reden war er nicht mehr in der Lage und ehrlich gesagt nahm er auch bei Weitem nicht alles auf, was Liliana sagte. Erst, als Taliara hinzu kam und sich auch noch einmischte, war er wieder aufnahmefähig und knurrte sie gereizt bis zum Ultimo an: "Findest du nicht auch, dass es besser wäre, wenn du jetzt gehst?", war eine seiner wenigen Fragen mit heiserer Stimme und die Antwort der besorgten Bäurin machte es aber nicht besser: "Nein, finde ich nicht. Ich hätte euch wirklich für vernünftiger eingeschätzt. Zumindest Keylon."... Es war noch einiges mehr, was sie von sich gab, doch Zahrak in seinem Rausch sah nicht einmal ein, dass irgendwas davon nur im Ansatz richtig sein könnte. Immer mehr sagte sie und gerade wollte er auf sie zuhalten, da beschloss sie von alleine, dass sie jetzt wieder zurück zu den Stallungen geht und nach Nathelia schaut, die sich dahin geflüchtet hatte. Glück für sie!
Gerede hin oder minutenlanges erneutes Suchen des verschreckten Kindes her, am Abend brachte Amelie ihren Bruder zum Lehrhospital, nachdem die Hochwürden keine Zeit gehabt hatte. Malena nahm sich irritiert der Sache an und berichtete mehrfach, dass sie den Salberg so ja überhaupt nicht kenne. Bei jedem Satz, den sie rein freundschaftlicher wie ärztlicher Natur von sich gab brachte den Salberg erneut an diesem Abend auf die Palme und führte schließlich dazu, dass die Hospitalleiterin nach zwei Regimentlern rufen ließ, die dafür sorgten, dass er weder das KLLH auseinander nahm, noch jemanden schaden würde. Der andere Grund war, dass sie sein tatsächliches Aggressionspotential beobachten wollte. Offenbar hatte es ihr noch nicht gereicht zu hören, dass Keylon und er heute eine Prügelei auf ein gefühltes Leben und Tod geführt hatten. Doch Zahrak bemühte sich noch einmal um Fassung und mit einem gewissen nötigen Fingerspitzengefühl gelang es der Edlen van Erskine, welche im Dienst her gekommen war ihn zu versorgen. "Das war es schon. Ihr seid entlassen, Herr Salberg!", meinte sie und so verließ er geführt von Rekrut Alsted das Behandlugszimmer. Die Tür hätte er auch sofort angesteuert, wenn da nicht der Hundewelpen Charly gewesen wäre, der auf einmal auffällig wenig begeistert und fast schon ängstlich wirkend in die andere Zimmerecke stritzte. Mit eingezogenem Schwanz und zurück gelegten Ohren versteckte er sich kleffend hinter Nasira, die als Einzige von den Menschen auch auf nennenswertem Abstand stand. Der zweite Verwirrungspunkt war Adelena, welche nun auf Zahrak zu kam und ihn freundlich wie sanft ansprach. Ahnungslos, was in ihm vorging und als er ihr in die Augen blickte, die naiv davon ausgingen, dass er der altbekannte Gute-Laune-Katalysator war, realisierte er erst, dass wirklich irgend etwas nicht stimmte. Wurde er jetzt wie Melina?
Es dauerte, aber er zog sich zurück, ohne nur ein Wort noch gesagt zu haben und als auch die Wildtiere langsam begannen einen Bogen um ihn zu machen, da rannte er einfach drauf los und wollte dieses Bild einfach ignorieren, indem er es hinter sich ließ. Instinktiv jedoch rannte er nach Hause oder besser gesagt nach Kronwalden, wo der Rest der Familie wohnte. Es war nicht gänzlich unrealistisch vom Westtor aus bis Kronwalden zu laufen, aber gesund für den Puls und die Atmung konnte es keinesfalls sein. Das stellte er dann fest, als er mit Schnappatmungen und einem rasenden Herzschlag ankam und auch dort eine Welle der Unruhe verbreitete. Die Pferde wollten sich von den Anbindepfosten losreißen, die Frösche quakten aufgeregt und tauchten weit in den Teich ab.. Irgend etwas stimmte verdammt noch mal überhaupt nicht, aber was? Temora hilf!!!
Es kribbelte ihm in den Fingern, darauf einzugehen und Keylon wirklich eins voll auf die 12 zu geben. Die Wunde am Hals begann ganz leicht im Hintergrund zu pochen und nur noch ein Teil von Zahrak spürte, wie ihm geschah. Eben jener Teil versuchte auch dagegen anzugehen, denn er wusste, dass irgend was nicht stimmte und Keylon hätte es sowieso nicht verdient geschlagen zu werden. Das war nur dummes Geschwätz, weil er mal wieder nicht die Verantwortung tragen konnte für das, was er getan hatte. "Da muss er jetzt durch.", dachte sich der Schneider noch und da kam dann doch alles anders:
*ZACK*, hatte Keylon sich die erste Faust gefangen und wurde angebrüllt. Im Nachinein wusste Zahrak nicht mal mehr, womit er rum gebrüllt hatte, aber dass er ständig geschubst und weiter provoziert wurde, das wusste er noch und so verlor er sich immer mehr in den Gedanken, dass sein kleiner Bruder nervig war, dumm und naiv und dass er es nicht anders verdient hatte. Die Prügelei nahm an Dynamik zu und auch Zahrak musste durchaus etwas einstecken, doch Keylon war das nicht genug. Er schrie Zahrak an: "Na, was ist? Du bist doch sonst so wehrhaft. Schalg zu!"
Wutentbrannt schnaubend drückte er Keylon von sich, gegen die Gartenmauer von Amelies Haus und dummerweise bemerkten beide Brüder für den ersten Moment nicht, dass Aries, die kleine Cousine sich genähert hatte. Sie hatte gestockt, dann geschrien und war schlussendlich wie lebensmüde dazwischen gerannt. Als Keylon das realisierte, schrie er sie an, dass sie weg sollte, doch nicht schnell genug, um zu verhindern, dass Zahrak noch seinen Ellbogen in ihre Richtung rammte, im Versuch sie von sich fern zu halten. Es passierte glücklicherweise nichts, als der erste Schock, doch damit war es nicht getan, denn Keylon provozierte Zahrak weiter. Auch, wenn dies nicht mehr nötig war, so aufgebauscht wie dieser war. Immer wieder leicht schnaufend und schnaubend ging er auf Keylon los und verlor jeglichen Gedanken daran, dass dies sein Bruder war. Für den Augenblick war er Keylon, ein guter Grund sich aufzuregen.
Kaum war Aries also weggelaufen, lies Zahrak sich gänzlich gehen und zog den rechten Arm an, um ihn ungebremst auf Keylons Schulter-/Halsbereich zu sausen zu lassen. Es war den Reflexen und der Kampferfahrung des Soldaten zu verdanken, dass dieser Angriff nicht sein ganzes verherendes Ausmaß annehmen konnte und "nur" dafür sorgte, dass er benommen nach hinten kippte, als auch schon Amelie keifenddazwischen lief. "Mama, pass auf! ... Wehe, jemand tut Mami weh!" "Sag mal, spinnt ihr? Auseinander!" "Aufhören, sofort!" entstand ein Wirrwarr aus Rufen, die alle anderen Familienmitgliedern zuzuschreiben waren, die wohl von Aries zur Hilfe geholt wurden waren. Wäre es ohne den Fluch gewesen, hätten die Brüder nun von sich abgelassen, denn Amelie war ihnen heilig und sie würden es sich beide nie verzeihen, wenn sie durch ihre eigenen Dummheiten verletzt würde. Doch wie schon einmal festgestellt: Der Fluch war da und so waren die Beiden so in ihrem Rausch, dass sie sich nicht von Amelie behindern ließen.
So kam es, dass Keylon sich auf Zahrak stürzte sobald er nicht mehr benommen war. Dies führte dazu, dass Amelie voran, gen Zahrak gedrückt wurde und ihn, mit Keylons Gewicht im Rücken umrammte, sodass alle drei Geschwister übereinander gen Bank fielen. Liliana war es schlussendlich, die ihren Stab dazwischen hielt, ihn drohend anhob und Amelie weg zitierte, als Nathelia schockiert weg lief. Es kehrte Ruhe ein! Zumindest motorisch betrachtet. Innerlich kochte Zahrak immer noch, war aber einfach auch zu erschöpft, um noch mal aufzustehen und so gab er sich geschlagen. Das Blut rauschte hörbar durch seinen Körper und die Wunde am Hals pochte immer mehr. Zum Reden war er nicht mehr in der Lage und ehrlich gesagt nahm er auch bei Weitem nicht alles auf, was Liliana sagte. Erst, als Taliara hinzu kam und sich auch noch einmischte, war er wieder aufnahmefähig und knurrte sie gereizt bis zum Ultimo an: "Findest du nicht auch, dass es besser wäre, wenn du jetzt gehst?", war eine seiner wenigen Fragen mit heiserer Stimme und die Antwort der besorgten Bäurin machte es aber nicht besser: "Nein, finde ich nicht. Ich hätte euch wirklich für vernünftiger eingeschätzt. Zumindest Keylon."... Es war noch einiges mehr, was sie von sich gab, doch Zahrak in seinem Rausch sah nicht einmal ein, dass irgendwas davon nur im Ansatz richtig sein könnte. Immer mehr sagte sie und gerade wollte er auf sie zuhalten, da beschloss sie von alleine, dass sie jetzt wieder zurück zu den Stallungen geht und nach Nathelia schaut, die sich dahin geflüchtet hatte. Glück für sie!
Gerede hin oder minutenlanges erneutes Suchen des verschreckten Kindes her, am Abend brachte Amelie ihren Bruder zum Lehrhospital, nachdem die Hochwürden keine Zeit gehabt hatte. Malena nahm sich irritiert der Sache an und berichtete mehrfach, dass sie den Salberg so ja überhaupt nicht kenne. Bei jedem Satz, den sie rein freundschaftlicher wie ärztlicher Natur von sich gab brachte den Salberg erneut an diesem Abend auf die Palme und führte schließlich dazu, dass die Hospitalleiterin nach zwei Regimentlern rufen ließ, die dafür sorgten, dass er weder das KLLH auseinander nahm, noch jemanden schaden würde. Der andere Grund war, dass sie sein tatsächliches Aggressionspotential beobachten wollte. Offenbar hatte es ihr noch nicht gereicht zu hören, dass Keylon und er heute eine Prügelei auf ein gefühltes Leben und Tod geführt hatten. Doch Zahrak bemühte sich noch einmal um Fassung und mit einem gewissen nötigen Fingerspitzengefühl gelang es der Edlen van Erskine, welche im Dienst her gekommen war ihn zu versorgen. "Das war es schon. Ihr seid entlassen, Herr Salberg!", meinte sie und so verließ er geführt von Rekrut Alsted das Behandlugszimmer. Die Tür hätte er auch sofort angesteuert, wenn da nicht der Hundewelpen Charly gewesen wäre, der auf einmal auffällig wenig begeistert und fast schon ängstlich wirkend in die andere Zimmerecke stritzte. Mit eingezogenem Schwanz und zurück gelegten Ohren versteckte er sich kleffend hinter Nasira, die als Einzige von den Menschen auch auf nennenswertem Abstand stand. Der zweite Verwirrungspunkt war Adelena, welche nun auf Zahrak zu kam und ihn freundlich wie sanft ansprach. Ahnungslos, was in ihm vorging und als er ihr in die Augen blickte, die naiv davon ausgingen, dass er der altbekannte Gute-Laune-Katalysator war, realisierte er erst, dass wirklich irgend etwas nicht stimmte. Wurde er jetzt wie Melina?
Es dauerte, aber er zog sich zurück, ohne nur ein Wort noch gesagt zu haben und als auch die Wildtiere langsam begannen einen Bogen um ihn zu machen, da rannte er einfach drauf los und wollte dieses Bild einfach ignorieren, indem er es hinter sich ließ. Instinktiv jedoch rannte er nach Hause oder besser gesagt nach Kronwalden, wo der Rest der Familie wohnte. Es war nicht gänzlich unrealistisch vom Westtor aus bis Kronwalden zu laufen, aber gesund für den Puls und die Atmung konnte es keinesfalls sein. Das stellte er dann fest, als er mit Schnappatmungen und einem rasenden Herzschlag ankam und auch dort eine Welle der Unruhe verbreitete. Die Pferde wollten sich von den Anbindepfosten losreißen, die Frösche quakten aufgeregt und tauchten weit in den Teich ab.. Irgend etwas stimmte verdammt noch mal überhaupt nicht, aber was? Temora hilf!!!
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Liliana hatte nach Melinas Angriff auf Zahraks dessen Wunde versorgt. Auch hatte sie ihm vorsorglich Mittel gegen die Tollwut verabreicht. Denn seine Schilderungen hörten sich fast so an als hätte Melina die Tollwut. Tage später als Zahrak von heftigen Wutannfällen heimgesucht wurde, machte sie sich so ihre Gedanken.
Es könnt eine noch unbekannte Unterart der Tollwut sein, ähnlich wie der schwarzen Pest damals in Varuna, gegen das wir anfangs auch kein Heilmittel hatten *überlegte sie laut.
Vieleicht wenn sie ihre Medizin neu zusammen stellen würde, andere Kräuter hinzufügen .. aber das würde alles viel Zeit erfordern.
Da sich dies alles entwickelt hatte, nachdem Melina ihn anscheinend ebenso rasend vor Zorn angegriffen und gebissen hatte, lag für Liliana die Vermutung nahe, daß sie ihn damit angesteckt hatte. Vieleicht eine Krankheit die ähnliche Symtome wie die Tollwut hatte, doch leider nicht mit den selben Kräutern zu heilen war. Sie sprache lange mit Zahrak darüber und beschloss dann Melina einen Brief zu schreiben.
Es könnt eine noch unbekannte Unterart der Tollwut sein, ähnlich wie der schwarzen Pest damals in Varuna, gegen das wir anfangs auch kein Heilmittel hatten *überlegte sie laut.
Vieleicht wenn sie ihre Medizin neu zusammen stellen würde, andere Kräuter hinzufügen .. aber das würde alles viel Zeit erfordern.
Da sich dies alles entwickelt hatte, nachdem Melina ihn anscheinend ebenso rasend vor Zorn angegriffen und gebissen hatte, lag für Liliana die Vermutung nahe, daß sie ihn damit angesteckt hatte. Vieleicht eine Krankheit die ähnliche Symtome wie die Tollwut hatte, doch leider nicht mit den selben Kräutern zu heilen war. Sie sprache lange mit Zahrak darüber und beschloss dann Melina einen Brief zu schreiben.
Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Montag 29. Juni 2015, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
