Einige Wochenläufe, nein einen Mondlauf gar war Marlon weg aus Gerimor. Seine Eltern die weit Entfernt wohnten brauchten seine Unterstützung, warum wollten sie Marlon in ihrem Schreiben nicht mitteilen. In jenem stand nur:
„Marlon Kind,
Wir brauchen dich hier, in unserem Heim, bitte verliere keine Zeit, komm nach Haus!
Deine Eltern Edora und Merwin“
Daheim erwartete ihn wohl das Grauen! Er zog vom Hafen aus gen dem kleinen Dorf in dem seine Eltern lebten. Zerstörte und brennende Hütten, gerodete Wälder, ein Gestank den Marlon nicht kannte... es roch nach Fleisch aber nach keinem ihm bisher bekanntem... was es war sollte Marlon zu späterem Zeitpunkt erfahren. In der Ferne Rauchkegel die nach oben stiegen.
Marlon war mulmig zumute, was war hier geschehen? Was war mit seinen Eltern?
Der Brief war ja schon einige Wochen her, aber schneller konnte er doch nicht nach Hause oder doch? Hatte er es hinausgezögert? Die Schritte von Marlon wurden indess immer schneller und er versuchte das Dorf Erlenwald schnell zu erreichen. Nach einigen Stunden Marsch, durch die verwüstete Gegend kam er an, und musste feststellen, dass das was hier geschehen ist auch vor seinem Heimatdorf nicht halt gemacht hatte..
Er kam am Haus seiner Eltern an, und rief als erstes laut hinein „Mutter? Vater? Seid ihr hier?“ Aber es kam keinerlei Reaktion. Er betrat das Haus... in der Stube war niemand zu sehen ausser umgeworfene Möbel und kaputtes Geschirr und Gläser.. Marlon suchte weiter das kleine Haus ab und musste schliesslich im Schlafzimmer se ine am Boden liegende Eltern sehen, die dort lagen regungslos und in einer Blutlarche. Er schritt zu ihnen erst zu seiner Mutter aber sie war schon gänzlich kalt, und soviel wusste Marlon das sie dann tot sein musste. Dann schaute er nach seinem Vater und tatsächlich er schien noch zu leben und öffnete, wenn auch nur einen Spalt, seine Augen und blickt zu Marlon und meinte „Du bist gekommen...es war grausam...Mord und Raub... aber wenigstens war es mir vergönnt dich noch einmal zu sehen..“ Und dann schloss der Vater seine Augen und Marlon schaffte es nicht mehr ihn zu wecken. Marlon flossen die Tränen die Wangen herrab.
Er schritt langsam aus dem Haus herraus.. und er wusste noch nicht einmal was hier geschehen war. Traurig, weinend und verzweifelt rannte er in den Wald und wollte mal in die Richtung der etwas größeren Stadt laufen um vielleicht dort zu erfahren was geschehen ist. Eine weile rannte er schon kam er an eine Lichtung, dort sah er wie zwei Mannen mit Bögen bewaffnet auf einem am Bodenliegenden Mann eintraten. Marlon versteckte sich im Gebüsch.. gekämpft hatte er noch nie, bisher hatte er die Waffen immer nur geschmiedet die irgendjemand wohl auch eingesetzen wird. Aber er selber? Nein er war recht friedfertig... Aber konnte er den Mann da so seinem Schicksal überlassen?!
Marlon rang mit sich und entschloss sich zu helfen er rannte also aus dfem Gebüsch herraus auf den ersten der beiden Männer zu und sprang ihn an sodass er mit ihm zu Boden fallen würde. Er zog seinen Schmiedehammer vom Gürtel und schlug einmal auf den am Boden liegenden ein. Sofort instinktiv stand er auf und ging mit dem Hammer auf den zweiten Angreifer los, und wie in Trance schlug er einfach zu.
Minuten später flachte jener Mut ab, und Marlon liess den Hammer fallen und sah vor sich am Boden diese zwei Männer mit den Bögen..Er wusste gar nicht was mit ihm geschah, wie er zu so etwas einfach fähig gewesen ist. Hatte er denn keine Skrupel mehr... Der am boden Liegende der zuvor getreten wurde, schien jedoch noch zu leben und sprach leise und schmerzverzehrt: „Habt Dank, währt ihr nicht gewesen, dann wäre ich nun sicherlich Tod“ Marlon gab dem Mann erstmal seine Wasserflasche und erkundigte sich nach seinem Befinden. Der Verletzte gab daraufhin zu verstehen das es dank Marlon wohl einigermaßen gehen würde. Marlon fragte ihn was hier, in seiner Heimat, wohl geschehen ist?!
Der Mann begann zu erzählen wohl mit Mühe, obwegen seiner Schmerzen:
„Der Herr unserer Landen, erkannte die Gefahr nicht, oft wurde ihm durch seine Späher mitgeteilt das diese Barbaren auf dem Weg hierher gewesen sind. Sie rauben, morden und sind einfach grausam. Sie ziehen durchs ganze Land rauben alles was wir hier haben, und wenn sie mit ihrem Raubzug fertig sind, ziehen sie weiter und lassen Schutt und Asche zurück. Wir waren nicht vorbereitet, hatten zu wenige Mannen die Fähig waren mit einem Schwert oder einem Bogen umzugehen. Und nun siehst du was aus jenem Fehler geworden ist, ein kaputtes Land.“
Marlon nickte, und gab ihm zu verstehen, das er mit ihm und allen den Bewohnern fühlte. Ihm rannen immernoch die Tränen herrunter. Der Mann schleppte sich in den Wald und rief Marlon noch einmal zu „Vielen Dank!“
Nun stand Marlon da! Seine Heimat war nicht mehr das was sie einmal war.. Er war nicht hier um zu helfen, hätte es wahrscheinlihc nicht einmal gekonnt, denn wirklich umgehen mit einer Waffe konnte er nicht.
Er steuerte den Hafen an von jenem er hier ankam, dort lag noch die Handelskogge die ihn von Gerimor hier her brachte. Diese bestieg er und liess seine Heimat nun hinter sich, wohl aber mit gebrochenem Herzen und einer gebrochenen Seele. Was er nun machen sollte, war ihm selber wohl noch nicht so bewusst.
Nach zwei Wochen auf See, kam er wieder in Bajard an, wo er eigentlich ein Haus hatte, Freunde und Leute die an ihn glaubten. Er ging in Richtung seine Hauses, und mzusste feststellen das er wohl zu lange weg war.. Es war neu vermietet, nichts mehr erinnerte an früher.. Er schritt durch Bajard schaute sich um und setze sich ein wenig vergessen in die Bank Bajard. Nach einiger Zeit hörte er nur „MARLON! Du bist da? Geht es dir gut?“ Es war Yuna Salasu, sie hatte bei ihm im Haus gearbeitet und gelernt. Sie erkannte gleich das er matt war und bat ihn zu sich in ihr neues Heim.
Dort angekommen bekam Marlon erst einmal etwas gutes zu essen und zu trinken. Er erzählte wo er war, und warum er weg war. Was dort geschah.. nein das konnte er noch nicht erzählen es tat zu sehr weh.
Was Marlon nur klar war das er kein einfacher Schmied mehr sein wollte, er wollte nun lernen mit einer Waffe umzugehen, und an welcher hat er sich schon entschieden. Es soll der Bogen sein! Mit jenem wird er sich schulen und dem Bösen der Welt damit den Gar aus machen. Ja das war sein Ziel, all das hat er erkannt als er das Leid daheim sah. Er will nicht zulassen das ihm das selbe hier auf Gerimor geschieht, nicht ihm und nicht seinen Freunden!
Yuna die sogar bereit war Marlon einige Zeit bei sich wohnen zu lassen, teilte er mit das er fortan kein Schmied mehr sein wolle, sondern sich mit dem Umgang mit dem Bogen schulen wollte. Warum und weswegen, das wollte er ihr noch nicht sagen, erst dann wenn er selber bereit war darüber zu sprechen, und es keine Tränenflüsse mehr auslöst!
Sofort ging er zu seinem Alten Haus, wo er einst gearbeitet hatte, dort war nun ein Schreiner, und bestellte dort einige Kisten voller Pfeile. Er wusste es hiesse viel üben! Aber er war bereit! Und er wollte es!
Und so ging Marlon in den Truhenkeller und verstaute dort seinen Schmiedehammer und sein Feinschmiedewerkzeug. All das wollte er nicht mehr nutzen..
Er war bereit! Das neue Leben kann beginnen!