Ein kräftiger, drehender Ruck am Speer beendete das Leben den Thyren endgültig und riss das Herz in seiner Brust in Fetzen. Noch einige Momente verharrte der Leib des Kriegers, schnaufend, vornüber auf den Speer gestützt.
Der Stahl wurde aus dem Fleisch gezogen, während er die Stimme erhob. „Er kämpfte tapfer und er starb tapfer, lassen wir sein Volk erfahren was jenen blüht, die sich dem AllEinen entgegenstellen.“
Die Worte wurden nur mit einem Nicken der Person im Hintergrund quittiert, ehe ein unwirkliches Wiehern seine Aufmerksamkeit erregte. Wenngleich unnötig berührt die gepanzerte Hand die Flanke des langsam heranwankenden Pferdes. Ein letzter Blick zurück auf den Leichnam´, dann begann er den toten Körper des Thyren auf dem Pferderücken für die bevorstehende Reise zu sichern.
Die anstehende Reise war ereignislos sie nahmen den Pfad Westlich an Varuna vorbei über Wetterau bis sie schließlich Tiefenberg erreichten.
Ein bestimtmer Ruck an den Zügeln bringt das Pferd zum stehen, die Brücke nach Sturmmouve vor sich hatten sie ihr Ziel endlich erreicht. Begleitet vom metallenen Scheppern der Rüstung lässt er sich aus dem Sattel gleiten und löst die Taue die den leblosen Körper am Sattel hielten.
Gedanken darüber, wie genau eine Botschaft aussehen könnte erübrigten sich, kaum dass der Thyre an der Brücke abgesetzt waren Schritte zu hören. Zwei Thyren und eine menschliche Frau näherten sich langsam, hielten inne als sie ihrer gewahr wurden.
Die Anspannung, welche sich aufbaute war regelrecht zu spüren ein vages vibrieren in der Luft am Rande der Wahrnehmung und sie wuchs stetig während die Thyren begriffen was dies hier zu bedeuten hatte.
Die Botschaft die er ihnen Mitteilen wollte war eindeutig und anbei zollte er dem gefallenen Krieger seinen Respekt, ein Akt von Bedeutung zumindest zwischen einigen kriegern und der Respekt wurde erwiedert.
Während die Frau das offensichtliche bestätigte und der Tote in Empfang genommen wurde machten er und sein Begleiter sich bereits auf den Rückweg gen Westen
Des Skalden letzte Jagt und seine Heimreise
- Korlay Bruchsteig
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Gast
Der Tag haette nicht schlechter Laufen koennen. Diese ganzen Missverstaendnisse raubten der jungen Thyrin schon fast die letzten Nerven. Barsche Worte und Erklaerungen wurden vor dem Harpiennest zwischen Anndra und Skadi geaeussert als sie hastige Schritte und einen Namen hoerten: "Skadi!", durchdrang Liliana's Stimme das Streitgespraech der beiden Thyren.
Liliana verlor nicht allzuviele Worte, als recht schnell klar war, dass sie einen scheinbar leblosen Thyren auf dem Ruecken eines Skelettrosses gesehen hatte, das von Rabendienern gefuehrt wurde.
Bajard, so lautete das Ziel, war nicht weit und sie wollten loslaufen. In voll geruesteter Montur machten sich die beiden Thyren auf dem Weg und wurden von der flinken Liliana begleitet. Kaum dass sie die Bruecke von Sturmouve erreicht hatten, kam Anndra schliddernd zum Stillstand. Ein leibloser Thyrenkoerper lag bereits auf der Bruecke und sie ueberliess das Reden dem Schwert. Viele Worte wurden nicht gewechselt.
Nur kurz erkannte sie einen der Rabendiener, die sie einst in Bajard angetroffen hatte. Mit geschmaelerten Lippen wollte sie erfahren um welchen Thyren es sich handelte.
Nach zoegerlichen Schritten schritt sie auf den Koerper zu, begleitet von Skadi, der bisher noch stets ein Blick auf die beiden Reiter warf.
Anndra zog den Helm des Thyren herunter und konnte gerade so ein Keuchen unterdruecken. Varr!
Die Wunde auf dem Ruecken offenbarte dass er von hinten getoetet wurde. Die Thyrin versuchte die Fassung vor den beiden Rabendienern zu bewahren und nahm lediglich die Fellmuetze Varrs an sich.
Nachdem die Rabendiener fortritten packte Skadi den Leichnam auf die Schulter und trug jenen zum Wolfsfjord. Holz wurde aufgestapelt, die Haende auf Varrs Bauch gefaltet, seine Fellmuetze darauf gelegt. Anschliessend wurden die Augen des toten Thyren geoeffnet, auf das Rabe Varr den Weg nach Anundraf ebnen sollte.
Und so standen Skadi und Anndra spaeter am Scheiterhaufen und verbrachten ihre erste gemeinsame Nacht zusammen: als Totenwache fuer ihren in Ehre gefallenen Bruder.
Nun wusste Anndra: Der Tag konnte durchaus schlechter laufen....
Liliana verlor nicht allzuviele Worte, als recht schnell klar war, dass sie einen scheinbar leblosen Thyren auf dem Ruecken eines Skelettrosses gesehen hatte, das von Rabendienern gefuehrt wurde.
Bajard, so lautete das Ziel, war nicht weit und sie wollten loslaufen. In voll geruesteter Montur machten sich die beiden Thyren auf dem Weg und wurden von der flinken Liliana begleitet. Kaum dass sie die Bruecke von Sturmouve erreicht hatten, kam Anndra schliddernd zum Stillstand. Ein leibloser Thyrenkoerper lag bereits auf der Bruecke und sie ueberliess das Reden dem Schwert. Viele Worte wurden nicht gewechselt.
Nur kurz erkannte sie einen der Rabendiener, die sie einst in Bajard angetroffen hatte. Mit geschmaelerten Lippen wollte sie erfahren um welchen Thyren es sich handelte.
Nach zoegerlichen Schritten schritt sie auf den Koerper zu, begleitet von Skadi, der bisher noch stets ein Blick auf die beiden Reiter warf.
Anndra zog den Helm des Thyren herunter und konnte gerade so ein Keuchen unterdruecken. Varr!
Die Wunde auf dem Ruecken offenbarte dass er von hinten getoetet wurde. Die Thyrin versuchte die Fassung vor den beiden Rabendienern zu bewahren und nahm lediglich die Fellmuetze Varrs an sich.
Nachdem die Rabendiener fortritten packte Skadi den Leichnam auf die Schulter und trug jenen zum Wolfsfjord. Holz wurde aufgestapelt, die Haende auf Varrs Bauch gefaltet, seine Fellmuetze darauf gelegt. Anschliessend wurden die Augen des toten Thyren geoeffnet, auf das Rabe Varr den Weg nach Anundraf ebnen sollte.
Und so standen Skadi und Anndra spaeter am Scheiterhaufen und verbrachten ihre erste gemeinsame Nacht zusammen: als Totenwache fuer ihren in Ehre gefallenen Bruder.
Nun wusste Anndra: Der Tag konnte durchaus schlechter laufen....
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 15. Mai 2015, 07:48, insgesamt 1-mal geändert.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Liliana kam mit der Kutsche vor Bajard an, trat nach draußen und erstarrte. Vor ihr waren 2 Männer auf untoten Pferdekadavern. Den einen erkannte sie gleich. Drakon Sokarth ein ihr verhasster Rabendiener. Den anderen Mann, anscheinend ein Krieger, kannte sie nicht. Über dem Rücken des einen Pferdekadavers transportierten sie einen leblos wirkenden Körper. Aufgrund seiner Größe konnte es sich nur um einen Thyren handeln, doch erkannte sie ihn nicht. Die Männer behelligten sie nicht und sie nahm gleich die nächste Kutsche nach Wellenruh und von dort aus weiter nach Tiefenberg. Dann rannte sie los in Richtung Wulfgard. Dort angekommen schrie sie aus Leibeskräften bis Skadi und Anndra auftauchten. Sie berichtete beiden von dem erlebten und wollten sich auf den Weg machen. Weit mussten sie nicht gehen, schon an der Brücke begegneten sie den beiden wieder. Anscheinend wollten sie die Leiche in den Fluß werfen. Es entbrannte ein Wortgefecht zwischen Skadi und dem Krieger, währenddessen schaute Lili zu dem leblosen Thyren. Sie stellte gleich fest daß all ihre Heilkunst hier vergebens war. Varr war tot, feige von hinten umgebracht. Dies teilte sie den Thyren mit und machte auch einen entsprechend patzigen Kommentar gegenüber dem Krieger als der von einem ehrenhaften Kampf sprach. Skadi verbot ihr daraufhin etwas zu sagen, was Lili, die sich so schnell sonst das Wort nicht verbieten ließ, nur mit einem Nicken quittierte und hinnahm. Nachdem die beiden Männer fort waren und sie für Varr nichts mehr tuen konnten, überließ Lili die beiden Thyren ihrer Trauer um den gefallenen Freund und Bruder und reiste traurig nach Adoran zurück. Sie hatte Varr zwar nicht sehr gut gekannt, aber er war ein netter Kerl gewesen und so bezog sie ihn an diesem Abend in ihr Gebet an Eluive ein.
