Sterne und Menschen müssen einmal sinken und gehen, aber sie sinken und gehen nur in die Ewigkeit hinein.
Die Abendröte legte sich langsam über Menekur nieder und tauchte die goldene Stadt, die Perle der Wüste in ihr allabendliches Farbenspiel.
Sie beobachtete Ihre Kinder, immer. Sie sah ihren Zorn, Hass, Liebe, Mut, Streit, Versöhnung, Tränen und auch ihre Freude. Doch sah sie auch wenn sich ein Leben in eine andere Richtung entwickelte. Sie wollte ihm die Last nehmen, die Bürde die er trug lag lang genug auf seinen Schultern. Er hatte es zur genüge bewiesen wie warmherzig und gutmütig er ist. Soviel hat er für das Volk geleistet. So war es an der Zeit ihn davon zu befreien um ihm seine Unbeschwertheit zurückzugeben.
Sie entsand den weissen Falken zu den Priestern Eluives, Imraan und Nabil.
Alle würden sie ihn sehen, den weissen Falken der sich vor sie niederlassen würde in seiner anmutigen Gestalt mit weit ausgebreiteten Schwingen und ihnen in ihren Gedanken die Bilder zeigte. Bilder die mehr zu sagen hatten als 1000 Worte.
Sie alle würden zur selben Erkenntnis kommen.
Ein neuer Emir wurde ihnen gegeben.
"Ich konnte sein Leben behüten, doch seine Gabe nicht."
Jene Worte wurden über den Wind flüsternd an Nabils Ohren getragen.
"Sei Weise, das macht einen Anführer aus, du wirst nun seine Bürde tragen, wandle in Demut mein Sohn."
Erkenne das Ewige und du bist weise.
Als sich der weisse Falke erneut in die Lüfte erhob und das Windspiel abflaute, war es vollbracht.
Die Natur hat jederzeit recht, und das gerade am gründlichsten, wo wir sie am wenigsten begreifen.