Einsamkeit, verflogene Euphorie und der normale Wahnsinn

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Gast

Einsamkeit, verflogene Euphorie und der normale Wahnsinn

Beitrag von Gast »

Nun mehr ein knappes halbes Jahr ist dahin gezogen ehe Ihn sein Weg nach Adoran brachte. Eine förmlich schillernde Stadt, geprägt von Reichtum durch Handel und Knechtschaft der unteren. Pompöse Kleider bedecken die Leiber der Menschen hier. 
Folgsam werden die Anweisungen der vielen oberen erfüllt. 

Allein..ein Herz was dir niemals gehören wird. Wird dir jemals ein Herz gehören? ..Stille in der Nacht...gefangen im Tag...dienlich der Krone...nicht meine...Wohlstand...für mich...unverdient...Freunde...wirklichkeit oder Zweckdienlich...dienen... 

Schnell hat er seinen Platz gefunden, hier in dieser Stadt, inmitten dieser Menschen. Als er seine Heimat verließ gab es nichts, was er mehr wollte, jemand anderes sein. Unerschrocken, tatkräftig, ein loses Mundwerk. Eben jene Dinge von denen er dachte sich abheben zu können, jemand besonderes sein zu können. Doch dem ist nicht so, einer von vielen. Den Schwertarm streitend heben für die Krone, seinen Schild in Abwehr haltend seinen Kameraden schützen. Ein Kamerad, der vielleicht selbst ein anderes Leben wollte wie jenes in dem Sie nun steckten. 

..grün...Gemeinschaft...einsam...Menschen die man liebt...hasst...verachtet..ein Teil davon...unerkannt...unerhört...Trugbild seiner selbst...freundlich...folgsam...Wünsche erfüllend...Reichtümer...käuflich 

Einfach und nichts besonderes war er. Eben jener eine unter vielen. Kein Handwerk das Ihn zu einem Meister erhebt. Keine Begabung derer andere Wertschätzen würden. Keiner der hoch angesehen Magier. Eben einfach nur er. Folgsam, dienlich. Die Euphorie der ersten Woche ist schon weit verflogen. Sein neues Leben knüpft an sein altes an, nur die Figuren und Farben haben sich geändert. 

..übersehen...unscheinbar...gewöhnlich...dem Ruf der Krone folgend...sich den klingenden Münzen ergeben...unerreichbar für Ihn...Sie..Er...Wahrhaftigkeit...Wahnsinn...wird Sie Ihn sehen...Ihn...nicht was er ist...nicht was er sein soll 

Kurze Tagträume und schnelle Gedanken peitschen Ihm durch den Kopf. Gelegentlich den Gedanken an Wahnsinn im Sinn haltend, Schwert führend, Wachend, folgen und dienlich sein. Für den König, für das Reich. Für den Adel, für den Reichtum. Für die Macht, für das Spiel.
Zuletzt geändert von Gast am Donnerstag 5. März 2015, 06:36, insgesamt 2-mal geändert.
Baznuk Donnerfaust

Beitrag von Baznuk Donnerfaust »

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Zuletzt geändert von Baznuk Donnerfaust am Freitag 10. April 2015, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Ein beschissener Tag, wie sollte es auch anders sein. Nicht das er den Dienst nicht pünktlich beenden konnte machte den Tag so toll, sondern die am Abend wartende Tanzveranstaltung. Das großartige daran war, der Drache höchstpersönlich wartete dabei auf ihn. Wunderbar. Manchmal dachte er schon darüber nach ob es nicht besser wäre am Hafen von einem betrunkenen Gauner einfach niedergestochen werden. Machte aber keiner bisher, also Pflichtbewusst zum tanzen.

Der Abend entwickelte sich doch schnell ganz anders als erwartet. Nicht nur das er den Drachen nicht an seinen klauen übers Parkett schieben musste, viel besser noch, die angemeldete Tanzschülerin war wirklich gekommen.
Bei Ihrem ersten aufeinandertreffen hat er schon bemerkt das es eine ausgesprochen schöne Frau war. Gekonnt mit seinem Vorlauten Mundwerk hat er auch sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen, zumindest hoffte er das.
Der Abend verlief wie zu erwarten ruhig, die Dame Adelena hatte jedoch etwas an sich das sein Interesse mehr als nur weckte. Nachdem sie Ihm seine Unpünktlichkeit erst mal verziehen hatte schien es recht entspannt zu sein mit ihr. Sie war wirklich toll.

Es vergingen einige Tage bis er sie wiedersehen konnte, das Regiment erforderte seine Zeit und ebenso seine Verpflichtungen im Kessel. Etwas halbherzig könnte man meinen würde er in den Tag Leben, lustlos und unmotivert.
Doch das Licht am Ende des dunklen Tunnel in Form von Adelena ließ nicht lange auf sich warten.
Verständnisvoll, einfühlsam, interessant, hübsch und immer etwas zum reden. Diejenigen die Gorban kennen, würden Ihn so in der nähe dieser Frau nicht wieder erkennen. Höflich, zuvorkommend und stets bemüht ein toller Kerl zu sein. Sein großes Mundwerk scheint verstummt und eine gewisse scheu scheint sich dabei eingeschlichen zu haben. Fürs erste scheint sich einiges zu ändern...
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