Lektionen Cabezas

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Lille Kiems
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Lektionen Cabezas

Beitrag von Lille Kiems »

Lektionen des gestrigen Abends...

1. Will der Korken nicht... kämpfe...
2. Ist es ein harter Kampf.. hat der Schweregrad einen Sinn...
3. Scherbenschnitte brennen....
4. ... Tequila brennt mehr...
5. die meisten Regelbrüche auf Cabeza enden unbekleidet an der Stange...

6...........................ich kann immer noch nicht tanzen!



(7. Deine Nachbarn finden es nicht lustig wenn du nachts deine Wohnung "umdekorierst" und es ihnen dabei noch Wort für Wort umschreibst...)







8. Es ist ganz logisch das ein Raubtier seinem Opfer an die Kehle geht....... dann hält es still.....
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Lille Kiems
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Beitrag von Lille Kiems »

Kein Tag vergeht ohne das neue Lehren auf mich einfluten. Ich habe kaum genug Zeit um mir über die eine Gedanken zu machen, da rollt schon die nächste wie eine Welle über mich.

1. Wiege dich nie in Sicherheit vor unangenehmen Fragen, sie werden dir meist von Leuten gestellt, die zuvor den Anschein erwecken mochten, die nötigen Worte dazu nicht einmal zu kennen.

2. Sind solche Fragen erst gestellt, lass dich nciht von ihnen lähmen. Sei ehrlich oder schweig wenigstens!

3. Wissbegierde ist eine Tugend! Neugier hingegen, kann dich Wege leiten auf denen dein Verstand die Notbremse zieht und deine Füße einfach weiter laufen.

4. Wirklich riskant wird Neugierde erst, wenn die daraus folgende Erkenntnis, Warnung vor einer Gefahr ist, welcher du dich ungeachtet der Zeichen, zu stellen sehnst.

5. Gefahr und deren Beurteilung liegen nicht immer nur in den Augen des Betrachters.

6. Geschenke werden aus vielerlei Hinsicht gegeben. Selbstlosigkeit, Freundlichkeit, Dankbarkeit und manachmal sind sie eine unausgesprochene Forderung.
Zuletzt geändert von Lille Kiems am Montag 6. Oktober 2014, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Lille Kiems
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Beitrag von Lille Kiems »

In den vergangenen Monaten hatte es so viele Lektionen gegeben, dass Lille garnicht hinterher kam, sie zu dokumentieren, geschweige denn richtig zu realisieren.
Jetzt wo der Frühling auf dem Festland wieder Einzug erhalten hatte, wurden es weniger Schniefnasen und glühende Kindsköpfe. Also endlich mal wieder ein paar Minuten zum Durchatmen.
Einiges musste getan werden, schon in ihrer Waldhütte damals hatte sie einen Frühjahrsputz gemacht, nur war es jetzt etwas anders.

Sie putzte nun nicht nur fünfzehn Quadratmeter, mittlerweile es waren zwei Häuser mit mehreren Stockwerken, ein besonders bedürftiges Kinderzimmer, eine regelmäßig besuchte Tanzschenke und eine anspruchsvoll zu reinigende Heilerstube im eigenen Keller.

*Mit Staubwedel und Schrubber sieht man Lille zwischen Heilerhaus und rauchendem Schädel hin und her flitzen, wo sie zufällige Besucher vom frisch gefeudelten Boden verscheucht*

1. Auf Cabeza mit Kopftuch und Hiebwaffe unterwegs zu sein, sagt noch lange nichts über die aktuelle Tätigkeit aus und ist nicht immer auf die selbe Weise kleidsam.

Frühjahrsputz hieß aber nicht nur den hartnäckigen Schmutz von den Bodendielen zu kratzen, sondern auch frische Luft ins Haus zu lassen.

Der Wind im Leben des „kleinen Schattens“ hatte sich im vergangenen Jahr mehrere Male gedreht.
Von der Einsiedlerin, abhängig von der Unterstützung des Bruders, hatte sie sich zur gefragten Heilerin und Alchemistin gemausert.

2. Manchmal muss man eine Schnecke aus ihrem Häuschen zwingen, damit sie über sich hinaus wachsen und dann ein Ziel nach dem anderen mit Überschall(/Rennwindpudel-) geschwindigkeit erreichen kann.

Sie hatte nicht nur ein eigenes Heim und ihr Auskommen, Lille hatte zum ersten Mal in ihrem Leben eine Familie. Sie fühlte sich geborgen, verstanden, geliebt und vorallem nicht überflüssig.

3. Zwischen flüggewerdenden Jungen und einem Sack Flöhe gibt es nur wenige Unterschiede. Die einen wollen bleiben und sind kaum zu kontrollieren, die anderen mindestens nicht minder schwierig zu bändigen, können es aber kaum erwarten davon zu eilen. Für die einen ist man Wirt, für die anderen Haushälterin. Die einen kann man nicht schnell genug loswerden, die anderen möchte man am liebsten festketten und bringt es aber doch nicht übers Herz.

Sie hatte damals befürchtet, dass es mit Ausnahme weniger geduldsamer Tiere, niemanden geben würde, der ihre Gesellschaft länger ertragen könnte beziehungsweise wollte. Diesen Eindruck hatte zumindest ihr Bruder hinterlassen. In der neuen Heimat der jungen Heilerin gab es nun kaum einen Tag, an dem nicht wenigstens ein Freund zu Besuch kam.

4. Dass du nicht alleine bist, kannst du erst sehen, wenn du deinen Kopf aus dem Schneckenhaus und deine Fühler in Welt hinaus streckst.

*Auf den Besen gestützt, den Staubwedel lässig geschultert, blickt sie nach getaner Arbeit aufs Meer und seuftzt.*

Manchmal wünschte sie sich weniger Windwechsel in großem Maße, mehr hoffte sie auf kurze stürmische Brisen, warme Sommerlüftchen und - zu jeder Zeit - ihre beiden liebsten Wirbelstürme um sich.

5. Es ist lohnenswert sich aus Neugierde in ein Abenteuer zu stürzen, Herausforderungen zu suchen, seine Sicherheit in starke, vertrauensvolle Flossen zu legen und einen Haifisch zum Schutz im Teich zu wissen. Selbst wenn man mal ins Straucheln kommt, man weder schwimmen noch ein Ruder führen kann, gerät man auf so einem Kurs, von Zeit zu Zeit in Gewässer, welche zwar tiefer und unergründeter sind als jene die man verließ, jedoch mit jeder eroberten Seemeile heimischer werden, als alle die man zuvor nur zäh durchwaten konnte.

*Mit einem zufriedenen Lächeln, zieht sich Lille das Tuch vom Kopf und lässt die kurzen Strähnen wieder wild um die Nase tänzeln. Bald würden ihre Seemänner nach Hause kommen von ihren doch recht unterschiedlichen Streif- und Raubzügen. Nichts konnte sie des warmen Kribbelns im Bauch berauben, dass sich in ihr ausbreitete beim Gedanken an die schlemmenden Vientos, die danach vollgefuttert und von ihren Abenteuern berichtend, auf den frisch aufgeschlagenen Kissen liegen würden.*

6. Wichtigste Lektion Cabezas: Hier gehör' ich hin!
Zuletzt geändert von Lille Kiems am Donnerstag 19. März 2015, 22:45, insgesamt 3-mal geändert.
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Lille Kiems
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Beitrag von Lille Kiems »

*auf einem etwas zu klein geratenen Bett, in dem Keller enger Freunde erwachend, macht sich Lille dir Ereignisse der letzten Tage noch einmal bewusst. Leider auch, dass sie schon wieder dem Kaptain des Pendelschiffs ihr hartverdientes Geld in den Rachen werfen muss, weil sie ihr Tagebuch auf Cabeza gelassen hat.*

Wenn der kleine nich bald plumst, dann hol ch ihn, sonst muss ch mein Hospital doch noch in Düstersee eröffnen.

1. In den Schatten lauert vieles. Gefahren, Unterhaltung, Gesindel, allem voran Überraschungen.

2. Man ist erst auf Cabeza angekommen, wenn man seinen eigenen Herbert entführt und ihn zahm gemacht hat.

3. Ein Tauchbecken hat nicht nur in der Heilkunst seinen Platz.

4. Ein Patientenzimmer lässt sich mit den richtigen Vorkehrungen hervorragend zu einem "Gästezimmer" umfunktionieren.

5. Ein Herbert kann auch nach der Rasur noch ein Herbert bleiben, es sei denn man stellt ihn seinen Freunden vor.


*Sie rappelt sich auf, begibt sich in die Küche und bastelt ein herrschaftliches Frühstück zusammen, mit dessen Duft sich auch Kugel und Lehrling aus den Federn locken lassen.*
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Lille Kiems
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Beitrag von Lille Kiems »

*Mit Kopfschmerzen und verspanntem Nacken erwacht Lille spät in der Nacht, die Stirn liegt auf dem
noch viel zu sauberen, neuen Alchemistentisch.*


Das kann doch nicht wahr sein... ich bin schon wieder eingepennt.. wenigstens war der Brenner leer und hat
mir nich das Haus abgefackelt!

*Sie reibt sich die Stirn und richtet sich auf. Schließt die Vorratskisten und auch das Fass an dem sie
vor ein paar Stunden noch gearbeitet hat, ehe sie der Schlaf fairnesshalber übermannte.*


Nicht auszudenken was passieren würde, wenn ich vor schlichter Übermüdung ein Gift mischte statt einer
heilenden Tinktur. Bei all der Arbeit, hier im Hospital und daheim auf der Insel, konnte ich nicht auch noch
wütende und vorallem nicht-zahlende Kundschaft gebrauchen.

*Müde machte sie sich auf den Weg zum Hafen. Der Fährmann, auch wenn er sie von dem vielen
Pendeln schon zu genüge kannte, wollte ihr noch immer keinen Nachlass geben. So rüttelte sie ihm die
Münzen für die überteuerte Fahrt aus der Börse und legte sich auf die Bänke unter Deck.*


Wenigstens lässt sich bei der ganzen hin und her Fahrerei ein wenig schlafen...

*Denkt sie sich und schlummert tatsächlich ein wenig. Erst als in Bajard zwei Trunkenbolde
dazusteigen und von irgendeinem Turnier grölen, ist die Ruhe wieder dahin.*


Jaja.. morgen.. morgen früh hab ich euch alle wieder im Wartezimmer sitzen! Ich werd niemals so viel
Katerschreck mischen können, dass ich euch damit auch nur eine Woche versorgen kann.

*Sie seuftzt und zieht sich die Kaputze ihrer Heilerrobe ins Gesicht. Das Gejohle der Halbstarken
rüttelt sie endgültig aus der Schläfrigkeit und genervt geht sie an Deck*


Lieber Wellentränen und Wind im Gesicht als deren Erbrochenes auch wenn ich jetzt wieder kein Auge zu
bekomme wenn ich auf der Insel ankomme...

*Endlich legen sie am Steg von Cabeza an.*

Die Lichter bei Carlos und Matti sind aus. Oh wie gern würd ich jetzt einfach zu meinem Großen ins Bett
schlüpfen, den Tag und die Arbeit als getan aus meinen Gedanken schieben und mich an meinem... unsrem
fertigen Heim erfreuen! Aber die Küche steht noch nicht, das Wohnzimmer ist noch nichtmal als solches zu
erkennen und von meinen Sachen ist noch nichts in der bald gemeinsamen Wohnung.

*Wieder stöhnt sie, drückt den Rücken durch und schält sich eine ungelenke alte Vettel.*

Na dann räum ich noch ein bisschen was zusammen bis ich wieder vor Müdigkeit umkippe. Die Mühe zu
putzen mache ich mir seit zwei Wochen nicht, dass kann ich neben meinen anderen Verpflichtungen einfach
nicht schaffen, aber die Bude ist ja eh bald Geschichte, dann solls mir egal sein.

*Sie stapft zu ihrem Sekretär und aus dem geöffneten Fach rutscht ihr eine wahre Lawine an Papieren
entgegen. Mit den Nerven am Ende fegt sie diese achtlos zur Seite sodass Patientenakten und
Einkaufslisten wild durcheinander flattern.*


Bei den Barthaaren von Minfay, ihr könnt mich alle mal kreuzweise!!!

*Dabei rumpelt auch ein Büchlein aus dem Stapel, dass sie schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie
bequemt sich vom Stuhl, setzt sich im Schneidersitz in den Blätterstapel und schlägt es auf*


Ach du meine Güte... und nun lernt die kleine Kugel schon Lesen und Schreiben...

*Sie tippt sich mit dem Buch an die Unterlippe und greift sich einen Kiel vom Schreibtisch.*


So viele Lektionen sind dazugekommen, wird Zeit meine Liste mal zu ergänzen...



1. Leben zu retten ist manchmal spannend und manchmal zieht es Schwarzberobte wie Ameisen an.

2. Vor Operationsräumen braucht man insektensichere Türen.

3. Mit einer Milz weniger kann man leben, mit einer mehr offenbar auch.


Wo verdammt hat Josh das Ding hingeschleppt?

4. Dankbarkeit ist wie eine Schuld. Man muss immer wieder an sie erinnern, sonst gerät sie in Vergessenheit, wenn auch nur einseitig.

Einerseits bin ich froh gerade keine Großaufträge zu haben, andererseits bin ich auf das Geld angewiesen,
aber die Panther scheinen gerade andere Probleme zu haben.

5. Um manche Ziele zu erreichen ist es notwendig, sich so weit es geht von ihnen zu entfernen. Ein Grundstein für ein Lebenswerk muss nicht unbedingt dort gelegt werden, wo irgendwann einmal das Denkmal dazu stehen soll.

Bis Cabeza ein neues Gesicht erhält und ich vielleicht den Platz um ein vernünftig ausgestattetes Hospital
zu errichten, werden sicher noch einige Milzen entfernt und Kinder geboren. Soll Rahal Rahmen für meinen
Traum sein. Irgendwann kann ich meine Patienten in Betten legen, von denen aus sie den heilsamen
Anblick von Palmen und Strand genießen können.

6. Kinder können ganz offensichtlich ein Segen sein, gesetzt sie wissen auch, dass man da ist oder für sie da sein will.

Wenn ich Eno mit ihren Mädchen sehe, dann wünschte ich, ich hätte mehr Zeit für Matti. Mehr Zeit um
einfach da zu sein und ihm die Chance zu geben einen Schritt auf mich zuzugehen. Wie schaffe ich es
nur ihm verständlich zu machen wie sehr ich auch an ihm hänge, wo doch sein Vater so unwiederruflich
Teil meines Lebens und meines Glücks ist.

7. Eine Familie muss nicht zwingend deine Wurzeln beschreiben, aber sie kann eine sein, die dir mehr Halt gibt als ein ganzer Hain voller Jahrtausend-Eichen.

In meinem Fall ist es ein Anker mit Schiff samt Zwei-Mann Besatzung. Und ich will verflucht sein, wenn
ich nicht dafür sorgen kann, dass der Haken sich verfängt und nie wieder lösen lassen wird. Ich kann
es kaum oft genug hören, durch seine Gesten erkennen, in seinen Augen und an seinem Lächeln ablesen
und über seine glühenden Berührungen spüren, wie sehr er mir zu verstehen gibt, was ich ihm mit all
meinem Herzblut entgegenwerfe und er mir so bedingungslos wiedergibt.

Ich.. liebe dich... mein unersättlicher Tiburón

*Mit diesem Gedanken sinkt sie auf das Buch nieder und hätte wohl noch eine Lektion verfassen sollen...*

8. Eine Heilerin die selbst nicht weiß wann das Maß ihrer Kräfte erreicht ist, hat es nicht anders verdient, als am nächsten Morgen, mit Tinte im Gesicht auf dem Markt zu erscheinen und ihr Obst von sonderbar gut gelaunten Bauern zu kaufen.

*Nach diesem Einkauf fasst Lille einen Entschluss.*

Bis ich vollständiges Mitglied im Haus Viento bin und bevor das Hospital nicht mit großem Fest eröffnet ist,
rühre ich keine Fässer mehr an!
Zuletzt geändert von Lille Kiems am Montag 31. August 2015, 01:25, insgesamt 2-mal geändert.
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