Die Schlange und Ayasha

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Gast

Die Schlange und Ayasha

Beitrag von Gast »

*Ayasha sitzt wie jeden Abend in ihrem Lehrzimmer im oberen Stock ihres Ladens. 
Wie immer ist sie am Lesen und macht sich die unnötigsten Gedanken über das sein oder nicht sein! Aber das alles verschwindet auch wieder recht schnell aus ihren Gedanken den sie macht sich momentan wieder mehr das Köpfchen kaputt darüber wie sie am besten noch ihre Künstlerische Darstellung erweitern kann. 
Der ganze klimpernde Schmuck an Kettchen scheint ihr wohl nicht ganz zu reichen obwohl man meinen sollte das es ihre Tänzerische und Akrobatische Ader widerspiegelt. Ein Halsband an dem filigrane Ketten herunter ragen die eine weitere Kette über dem Dekolletee stützt, die Armschnörkel an denen sich kleine Schlangen hoch schlängeln und mit kleinen Smaragd Äuglein, die Beinschellen wo feine Kettchen zu Zeh-ringen führen genauso wie die Gelenkschellen-Kettchen zu den Fingerchen führen zu den Fingerringen mit langen verzierenden Schilden und nicht zu vergessen ihre Ohrringe mit kleinen Kettchen an dem Schellen verarbeitet wurden die wohl zu ihrem Bauchtanz auch einen gewissen Klang bei Steuern. Nun auf jedenfall hätte sie noch etwas was sie ganz offensichtlich ausmachen könnte und ein Wahrzeichen ihrer selbst darstellen könnte, den der Klimpernde Schmuck ist ja doch mehr um ihre Tänzerische Kariere darzustellen! 
Sie denkt über ihre Kindliche Ausbildung bei den Schlangenfrauen der Durrah nach der ihren Körper geschmiedet hat das sie sich komplett verbiegen kann, was wohl nicht jedem vergönnt sein wird da es dringend erforderlich ist das man es von Kindes an lernt, da die Wirbelstücke im Rücken dafür mitwachsen müssen. 
Da sie nun doch schon öfter Aufgetreten ist wünscht sie sich daher auch dafür eine gewisse Untermalung. 
Auf jedenfall sitzt sie einfach da etwas Gedanken verloren und schaut erst dann auf als sie ein zischen von draußen wahrnimmt. 
Ayasha steht auf und geht zum Balkon und sieht eine Schlange und da kommt es ihr plötzlich wie ein Schlag! 
Schlangenfrauen der Durrah und so biegsam wie eine Schlange sie ist eine Schlangenfrau und genau das möchte sie nun darstellen denkt sie sich. 
Sie hat schon von Körperkunst gehört und zu diesem Zeitpunkt aber keinen Gedanken daran verschwendet bis zu jenem Moment. 
Sie geht darauf folgend Schlafen den Gedanken gefasst zu haben sich Tätowieren zu lassen. 
Am darauffolgenden Morgen huscht sie Hastig aus dem Laden und hinterlässt ein Schild an der Tür mit der Aufschrift ``Neda da´´. 
Sie huscht hüpfend über die Straßen der Goldenen Stadt ehe sie am Yazirhaus ankommt und mit den Fingernägeln sachte anklopft. 
Die Tür öffnet sich ein Spalt ehe Ayasha die Tür ganz aufstößt und Salaaaam ruft wie ein kleines Kind. 
Khalida blickt Ayasha an und erwidert den Gruß, dass es nicht lange dauert bis Ayasha einfach damit herausplatzt* 

Ayasha: Khalidaaa wo bekomme ich Körperkunst ? 

*war klar und nach einem Schmunzeln erwidert Khalida.* 

Khalida: Aaminah macht so was wohl aus dem Haus Ifrey. 

*Die Sache wird schnell von Ayasha abgenickt und mit einem kurzen senken der Stirn hüpft sie auch direkt wieder heraus.* 

Ayasha: Inshallahhh 

*Ayasha hastet über die Straßen der Goldenen Stadt zu dem Haus der Ifrey.* 


*Klopf* 
*Klopf...* 
*KLOPF.....* 

*Razyr das Oberhaupt der Ifrey öffnet das Tor und sie begrüßen sich auf die Traditionelle weise der Menekanischen Kultur.* 

Razyr: Was kann ich für dich tun Ayasha? 

Ayasha: Aiwa ich wollte zu Aaminah ist sie da? 


*Razyr winkt Ayasha rein und im Eingang des Hauses ruft er schon nach Aaminah.* 

Razyr: Aaminah ein Gast erwartet dich! 

Aaminah: Aiwa ich komme ! 


*Aaminah kommt hinunter zum Eingang und begrüßt Ayasha und ohne großartig Zeit zu verlieren Schildert Ayasha, Aaminah direkt was sie möchte und ob Aaminah helfen kann. 

Ein kurzes heben des Kopfes lässt Aaminah nachdenken ehe sofort ein Nicken folgt....!*
Gast

Beitrag von Gast »

Bilder sind wie Zeitfenster, durch die unsere Sinne wandeln wie Gespenster.
© Natunika (*1973), Musikerin, Malerin und Autorin


Während die Finger arbeitsam über die Utensilien gleiten welche sie sich zurecht rückt, wandert das Augenpaar immer wieder nachdenklich in Richtung des Fensters. Wie oft hatte sie nun schon die Haut anderer verziert um Erinnerungen festzuhalten, Erinnerungen welche in den eigenen Sinnen der Träger immer wiederkehren und für sie selbst wichtige Ereignisse darstellen. So ließ sie sich auch diesmal erklären warum und weshalb Ayasha sich jenes doch wirklich wunderschöne und großflächige Bild auf der Haut verewigen möchte. Es soll eine sich um das Bein windende Schlange werden welche sich in sanften Bewegungen über die Hüfte hinauf zu dem Schulterbereich windet und am Unterarm ihr Ende findet. Jenes wunderschöne Geschöpf, gezeichnet durch filigrane Muster umspielt von Türkisen Blickfängen, sollte sich mit dem Schwanz beginnend, wie eine Kette um den zarten Knöchel schließen um dann von dort ab hinauf zu wandern. Es würde Arbeit kosten und viel Schmerz bereiten doch wenn es vollendet sein würde, würde es ihren Körper auf seine ganz eigene Art und Weiße schmücken.

Als die Glocke ertönte erhebt sie sich in einer ruhigen Bewegung und schreitet in Richtung der Türe, dort stand sie, jene wunderschöne Blüte der Wüste. Eine seichte Geste um sie herein zu bitten und schon sind beide auf dem Weg hinauf um mit der Arbeit zu beginnen. Man merkt Ayasha die Aufregung an und dennoch war es ebenso für Aaminah immer etwas aufregendes solch eine Ehre zuteil zu kriegen und den Körper anderer schmücken zu dürfen. Während sie sich entkleidet und auf der Liege platz nimmt, den Kopf auf dem Kissen bettet, wird sie noch einige beruhigende Öle in ein heißes – von Kerzen erhitztes Wasserbad – geben so das sich ein angenehmer Duft in jenem Raum verbreitet. Die Finger gleiten über jene Stellen während sie die Poren betrachtet um sich der Nadelgröße entscheiden zu können. Dann wird sie sich an ihr Werkzeug machen, die Farben welche aus Naturbelassenen Stoffen hergestellt wurde, war schon hergerichtet und neben den verschiedenen Nadelgrößen war auch ein kleines Flaches Metallenes Stück zu sehen mit welchem sie immer wieder im gleichmäßigen Rhythmus auf die Nadeln klopft und somit die Farbe in die Haut sticht.

Am Fußgelenk angekommen wird sie dann zur Nadel greifen, eine feine und dünne Nadel welche am oberen Ende eine flache Stelle vorweist, sie wird jene in das schwarz tunken und am Knöchel ansetzen um mit dem Hautbild zu beginnen. Konzentriert widmet sie sich jener Arbeit und leise vermag man dabei das Summen vernehmen wohl ein Lied ihrer Heimat einstimmend um Ayasha von dem Schmerz abzulenken. 'Hudad meine Liebe, sag wenn du eine Pause brauchst aiwa?'
Der Tee welchen sie ihr angeboten hatte war einer welcher mit dem Kraut der Insel angereichert war und somit den Schmerz auf der Haut auf seine ganz eigene Art und Weiße etwas dämmt.
Erst nach zwei Glockenschlägen wird sie eine Pause einlegen und einen Moment ihre Hände und auch die Handgelenke entspannen. Diese Art der Arbeit war eine ganz andere als die des Schneiderns, sie war noch eine Spur filigraner, noch eine Spur einseitiger gerade was die Griffe anging und forderte somit auch seine Tribute.

Nach einiger Zeit nahm sie die Arbeit wieder auf und widmete sich jenem Bild, hier und da wurden Verschnörkelungen eingebracht und Blickfänge gesetzt mit der Farbe, gerade die Augen der Schlange wurden wie Saphire gezeichnet um jene noch mehr zum Ausdruck zu bringen. Hier und da arbeitet sie in die Windungen noch Musiknoten ein welche mit filigranen Schnörkeln umrahmt werden. Mitten in der Nacht, als schon alle der Traumwelt hinterher hängen, wird jenes Hautbild sein Ende finden, noch ganz vollkommen, noch nicht komplett vollendet doch fast gänzlich Perfekt. Nach einigen Mondläufen müsste man es nochmals nach stechen um die Haltbarkeit zu garantieren, doch war es für ihren Auftritt perfekt um ihre Bewegungen zum Ausdruck zu bringen.
Zufrieden wandert ein sanftes Lächeln in ihre Augen, ein tiefes Nicken, ein langes Einatmen ehe sie sich räuspert und Ayasha anstubst 'Du kannst aufwachen meine Liebe, wir sind fertig.'

Ein Bild ohne Hintergrund gibt es nicht
© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz
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