[Event] Du bist, was du isst

Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Ein kleiner Körper schob sich in den Lichtkegel der knisternden Kohlepfannen am Wegesrand. Schwarze Augen richteten sich auf das Gelände der Arcana, absorbierten jeden Schimmer der sich darin zu spiegeln versuchte. Ungelenk schob sich das katzenartige Wesen bis an die Hecke, jeder Schritt wirkte gesteltzt, der Körper zu hoch aufgebuckelt, als wären die Knochen falsch gebogen. Mehr schlecht als recht hatte es versucht das nachzubilden, was es zuvor absorbiert hatte, der Klang den es im Lied nun formte, nicht mehr als ein schwammiges Gemisch, dass entfernt an das Tier erinnerte, welches nun flach atmend im Wald dahin siechte.
Lauernd krümmte es sich in eine sitzende Haltung, abwartend, während sich ein weiteres Wesen aus seinem Schwarm hinzu gesellte. Mit einem morschen knacken öffnete eines der Kreaturen das verformte Maul und fauchte gierig.






Übermut
Angelockt von diesem gleißenden Aufgebot durchbrach der lange Leib den trudelnden Parasitenschwarm über den Wäldern. Kleine Leiber stoben in die Nacht davon und räumten das Feld für etwas größeres, hungriges, das sich am Nachthimmel auszudehnen begann.


Faszination
Der Anblick schürte den Hunger, war diese kleine gleißende Quelle des letzten Zweibeiners doch beinahe aufgebraucht. Es verlor bereits Substanz, spürte wie die Fortbewegung in dieser Welt zäher wurde. Seine Gier dehnte sich wie sein Leib und verdeckte, einer Wolke gleich, das Sternenlicht der klaren Nacht.



Hunger
Es ließ sich fallen, stürzte dem strahlenden Ring aus pulsierendem Glanz entgegen. Die leichteste Beute war anvisiert, die strahlenste der beiden zuckenden Sonnen, die nicht in dieser unseperierbaren Einheit versickert waren. Wie ein Meteor schlug es in den Boden ein, der Leib zersetzte sich und dehnte sich haltlos wie Nebel aus, dann riß es die letzten Reste seiner innewohnenden Substanzen zusammen, erlangte ein weltliches Gewicht und drückte sein Opfer zu Boden.



Verblüffung
Der Leib verformte sich, verlor die Kontrolle, als die letzten absorbierten Reste seiner ersten Nahrungsquelle in ihm aufwirbelten. Der enger werdende Kreis drängte sie zusammen und brachten das Wesen in Aufwallung. Eine stechende Wut erfasste den Schatten, blähte ihn auf wie einen Ballon.



Instinkt
Hunger war ein widerwärtiges kleines Insenkt, das sich festbiss und sein Opfer verzehrte, doch war es nur ein Jucken im Vergleich zu den aufwirbelnden Gefühlen, die dem Wesen durch den Leib krochen und es orkanartig aufwirbeln ließ. Kleine Steine flogen umher, die Luft geriet in Bewegung, dann spaltete es die letzten, fast verzehrten, Liedklänge aus seiner Substanz.



Erkenntnis
Verloren die letzten Nahrungsreste, die es mit der Welt verband, träge die Bewegungen durch die erneute, ausgehungerte Schwäche, verschwunden das Gefühl zerissen zu werden, stille Faszination, die den nun klanglosen Schatten wieder zur Ruhe brachten.
Es erkannte Euphorie als stilles, pulsierendes Aufleuchten, beobachtete wie sich die abgetrennten Energien im zugeschnürten Kreis verfingen. Ein letzter Rest der absorbierten Existenz des Zweibeiners, haftete noch an den abgesonderten Elementen, eingefangen und zusammen gedrückt erzeugten sie den Irrglauben etwas zu fassen bekommen zu haben.
Eine der strahlenden Quellen reckte sich ihm entgegen, verfing sich in den abgestoßenen Resten und ließ dort pulsierend etwas einsickern.
So versucht sich einfach fest zu saugen, so fasziniert von dem strahlenden Glanz um sich herum, so euphorisch von der Erkenntnis, dass die Lämmer selbst zur Schlachtbank liefen.












Es hatte sich mittreiben lassen, tänzelte innerhalb des gleißenden Kreises, um sich in dessen Schönheit zu baden. Kein Anflug von Angst ließ den Leib noch erzittern, kein Gedanke an Flucht wurde noch verschwendet.
Wer konnte nicht auf die mühseelige Jagd verzichten, wenn die Lämmer den Wolf so bereitwillig in ihre Mitte nahmen.

Lauernd und abwartend hatte es sich auf dem Boden abgelegt, begann seine letzten Reserven zu bündeln. Nach und nach beobachtete es, wie sich die Nahrungsquellen aus der Einheit lösten und zurück an die Oberfläche kehrten, bis schlussendlich nur noch die Stille der Nacht mit ihm die grob gehauene Höhle teilte.
Feine schattige Fäden sickerten langsam durch die Gitterstäbe nach draußen.
Es war angerichtet...
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Montag 23. Februar 2015, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
Nelrim Sternenhort

Beitrag von Nelrim Sternenhort »

Ein kleiner abgehetzter Botenjunge wird das Dorf Schwingenstein durchqueren. Die Kleidung wirkt rissig, die Haut braun gebrannt. Sein Weg führt sehr zielgerichtet zu einem der größeren Häuser, in den Händen nichts weiter als einen Apfel und einen Brief.

In ersteres wird er herzhaft beißen, letzteres Angelica in die Hand drücken sobald sie die Tür öffnet. Der Umschlag sondert den würzigen Geruch von Rum und Taback ab.




Wissen und Weisheit Matriarchin,

Zur gestrigen Nacht kam es in der Arcana zu unerwarteten Komplikationen.
Die belegten Zimmer wurden geräumt und die Schüler, wie auch eine.... (ein paar wild gesetzte Punkte könnten wohl Folge eines längeren Nachdenkens sein) ... Katze nach Bajard eskortiert. Alle Anwesenden wurden in der dortigen Taverne untergebracht mit der Order die Akademie zu meiden, bis ihr eine neue Anweisung erteilt.

Zudem möchte ich euch in Kenntniss setzen, dass ich wohl die Restfreizeit für dieses Jahr in Anspruch nehmen werde. Ihr wisst ja wo ihr mich finden könnt.



Des Fuchses Segen mit euch,

Nelrim Sternenhort
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Angelica Mondstein
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Beitrag von Angelica Mondstein »

Mehrere [url=http://forum.alathair.de/viewtopic.php?p=577985#577985]Schreiben[/url] werden eilig verschickt.
Faeniel en Giliath

Beitrag von Faeniel en Giliath »

Unbehagen und die gleiche Angst wie damals, als mein Mentor mich bat die Reiseebene zu betreten, durchströmte meinen Körper, als ich von den Vorkommnissen während unseres Fest der Kulturen erfuhr. Damals hatte mein Mentor unbewusst meine Hand ergriffen, als sie erstarrte, keinen Schritt weiter machen wollte.
Fae, fühle mich hier nicht wohl!, habe ich ihm damals als Erklärung gegeben, eine abgeschwächte Version dessen was ich wirklich fühlte. Ich habe diese Leere, diese Verlorenheit, den Verlust der vertrauten Klänge und der Harmonie hier gefühlt. Ein bedrohliches Nichts, was mir Angst und Sorgen machte. Noch schlimmer, fae verabscheue diese Ebene, denn sie zieht Unheil an.
Dhao, wird sich daran gewöhnen, meinte er damals freundlich und zog mich an der Hand durch diese Ebene hindurch.
Fae, werde mich nie daran gewöhnen, dachte ich damals und nun hatten sich meine Bedenken von damals bewahrheitet und das stimmt mich traurig.

Die Edain ziehen in Erwägung die eglanhoth, die Verbannten, zu Rate zu ziehen. Eine gute Entscheidung, denke ich. Vielleicht ist es gerade jenen möglich, die aus dem reinen Lied ausgeschlossen wurden, einen Weg zu finden? Fae, bin immer bereit andere Wege zu gehen. Sie waren doch einst einmal wie wir, die eledhrim. Fae bin überzeugt davon, dass noch ein Hauch davon in ihnen sein muss, es gilt nur diesen Hauch aus seinem Schlaf zu erwecken.

Mein Mentor, war damals voller Sorge, als ich den Wunsch äußerte, jenen, den eglanhoth, deren Sprachklänge voller Dissonanz mir unerträgliche Schmerzen verursachen, behutsam zu zeigen, was sie verloren haben – Harmonie. Er wäre nun sicherlich entsetzt über meine Gedankengänge, meine Theorie der Ebenen, vermute ich und die lamath en gwaew, die Klänge des Winds erheben sich in mir, werden deutlicher und umhüllen mich und tragen mich in meiner idh davon.
Gast

Beitrag von Gast »

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Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 25. Februar 2015, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Der Blick wandert an ihr hinab, die Finger gleiten über den tiefschwarzen Stoff, erst kurz darauf wird sie das Augenpaar wieder anheben. Dieses kleine schwarze etwas was sich an ihr festgebissen hatte, sich an ihr genährt hatte und dann durch das blanke anfassen der Hände implodierte, schien sich stetig neu zu formieren. Materielles schien, zumindest das was bisher ausprobiert wurde, keinerlei Hindernis zu sein. Es ernährte sich an all diesen jung erwachten, tat es auch an ihr, was genau war es?
Immer mehr Fragen, immer mehr Ideen und immer mehr welche sich gleichsam wieder in Luft auflösten da sie doch nicht so durchführbar wären, doch eine Idee blieb haften und jene würde sie versuchen wollen, natürlich nicht alleine, vorerst müsste sie mehr in Erfahrung bringen.
Arenvir von Kronwalden

Beitrag von Arenvir von Kronwalden »

Mit gefasster Haltung und selbstsicher schritt Arenvir nach Hause in seine Residenz. Sowohl die gestrafften Schultern als auch seine Mundwinkel fielen im gleichen Moment herab, als die Tür ins Schloss fiel.

Es gab Dinge, die man andere Leute nicht sehen lassen durfte. Angst, Furcht, Unsicherheit waren Eigenschaften, die kein Anführer seine Untergebenen spüren lassen konnte, wollte er vermeiden, dass diese Angst sich auf sie übertrug. Nur Ruhe zu bewahren und sei es auch bloß nach außen hin war ein probates Mittel, selbst im gröbsten Chaos die Linie zu halten, wie man unter den Soldaten so schön zu sagen pflegte.

Leise lauschte er dem Gluckern der Flasche, die ihre hochprozentige Flüssigkeit in ein Glas ergoss, dass er mit zitternden Fingern entgegen nahm.

"Die Arkoritherburg überlaufen. Die Arcana überrannt. Das Konzil? Wir sind die nächsten." Ein hastiges Nippen am Glas unterbrach den Wortschwall kurz während er die Treppen zu seinem persönlichen Kriegsraum hinaufstieg. In diesem Raum pflegte er seinen Schriftverkehr, oftmals genug einem Kriege gleich zu führen, Schlachten im kleinen wie im großen zu planen und einen Überblick über all die Informationen zu wahren, die ihm zugetragen wurden.

Nun studierte er blass und unruhig, ja ratlos die Taktische Wandkarte, die einen Großteil der Ostwand beherrschte.
Aus den Augenwinkeln warf er einen kurzen Blick auf die in Blau und Gold gehaltene Paradeuniform und deren Orden.

"Einfach draufzuhauen wäre mir nun lieber. Aber das scheidet aus." brummte er missgestimmt und schob die Augenklappe nach oben um sich mit den Fingerspitzen über die Augen zu reiben. Die wenigsten wussten, dass er gar nicht auf einem Auge blind waren und es sich bei der Augenklappe um einen magischen Dweomer handelte, der ihm ermöglichte, durch die Klappe hindurchzusehen.
Er hatte sie nur aus zwei Gründen nie aufgegeben, als er in den Jahren seiner magischen Studien eine Möglichkeit fand, das Augenlicht wiederherzustellen. Erstens würde jedem Feind, der ihn auf seinem "blinden Fleck" attackieren würde die Überraschung seines Lebens bevorstehen und zweitens würde er allgemeines Entsetzen hervorrufen, wenn er sein Erscheinungsbild des Piratenfürsten aufgäbe.

Was sollte man gegen einen Feind tun, der den Regularien, die für einen selbst galten gar nicht erst unterworfen war? Wie konnte man etwas vernichten oder einsperren, das per se und in Ermangelung eines besseren Wortes liedleer war? Konnte man sie aushungern?

Und vor allem: was würde passieren, wenn sie alle scheiterten? Tote hatte es bereits gegeben aber er wollte verdammt sein, wenn er seine Magier zur Schlachtbank führte ohne jeden nur erdenklichen Weg probiert zu haben, das zu verhindern. Das war immer das schlimmste und etwas, mit dem er noch nie gut fertig geworden war. Die Sorge um seine Schutzbefohlenen. Und die Machtlosigkeit sie auch zu beschützen.

Er atmete tief durch und bezähmte seine Furcht, während die Flasche ein weiteres mal zu gluckern begann. Dann öffnete er eine Schublade und entnahm dieser einen Kristall. Es war ein wenig aufwändiger, als einen Brief zu schreiben, aber diese Botschaft war zu wichtig um die darin enthaltenen Emotionen und Informationen durch die Anonymität von Schrift zu unterwerfen.

Ein Amethyst, eine Silberplatte mit eingelassem Bergkristall, eine Alraune und ein Ganzkörperspiegel waren dazu nötig, da es ihm noch nie wirklich möglich gewesen war, seinen Körper ohne ein Bild darzustellen. Und so bannte er den Bericht den er nicht körperlich sprach sondern geistig sprach, seine Untertöne und Gesten in das Silber zu wirken und es anschließend zu versiegeln. Somit war die Botschaft unabänderlich und konnte nur wiedergegeben werden, in dem ein Magier den Kristallen Energie zu führte. Einfach, aber aufwändig. Außerdem unhandlich da man Briefbögen leichter mit schleppen konnte als Silberplatten.

Alfaran beauftragte er schließlich mit der gefährlichen Mission, den Kristall sowie die bisweilen erhaltenen Informationen in Papierform nach Alrynes zu bringen.
Niemand wusste, ob die Reisespehre schon gänzlich von diesen Schatten befallen war, es war gut denkbar, dass die Passage nach Alrynes möglich war. Und Alfaran Eibenbruch war der älteste und versierteste Magier des Konzils.
Er hatte schon Magie praktiziert, als Arenvir schreiben lernte und er hatte Tirell und das Konvent überlebt wie der sprichwörtliche Phönix. Wenn einer es schaffen konnte, dann Alfaran Eibenbruch, der mit genügend Geld ausgestattet war auch auf herkömmlicher Landreise, sollte sie nötig werden, schnellst möglich in die Kernprovinz des Königreichs zu reisen.

Das Herzogtum Alrynes, Hochburg der Macht von Alumenas, bewacht von einer übergroßen Armee, beheimatet von den magischen Fakultäten und Bewahrer von größtem und gefährlichsten Wissen. Auch einige Werke von Adaven Syrales oder Gideon Krieger würden sich dort sicher finden lassen.
[s]
Brach man das Siegel[/s] Führte man den Kristallen durch Arkane Manipulation Energie zu so gab er die darin enthaltene Botschaft wieder. Es erklärt sich von selbst, dass weder Siegel noch Schmuckbänder hierbei Verwendung fanden:
Wissen und Weisheit meine höchst verehrten Spektabilitäten, Magnifizienzen, Magister und Kollegen,

ein Magus sollte seine eigenen Grenzen kennen und an die meinen bin ich gestoßen. Als Praeceptor des Konzils und unter dem Blick unseres Schutzpatrones Phanodain ersuche ich Eure
Hilfe.

Ich bin Arenvir von Goldenfall, der Praeceptor des Konzils des Phönix in Lichtenthal. Wir werden von Schattenwesen angegriffen die bereits mehrere Tote Erwachte gefordert haben. Diese Wesen sind mangels anderer Erklärung als liedleer zu bezeichnen und gehorchen nicht den bekannten Gesetzen der Magie. Eine uralte Versiegelungskammer der Academia Arcana wurde bei dem Versuch, eines der Wesen dort zu bannen zerstört. Mehrere Schüler haben den Tod gefunden, den Göttern sei Dank jedoch noch kein Magier des Königreichs.

Ich ersuche um Eure Mithilfe bei diesem Phänomen und informiere Euch, dass ich das Konzil unter Kriegsrecht stelle, auch wenn wir immer noch nicht wissen, wie wir überhaupt kämpfen können. Das Konzil wird so nötig versiegelt und ich versuche, die Magier und Magister zu evakuieren. Wisset ferner das ich mich gezwungen sehe, die Beschränkungen im Umgang mit schwarzer Magie und schwarzen Magiern aufzuheben da alle anderen Mittel bisweilen versagt haben. Gleichwohl werden wir höchst achtsam damit umgehen.

Um Euch verehrten Kollegen die Schwere der Vorgehen noch einmal in aller Deutlichkeit aufzuzeigen:
Die Burg der Arkorither wurde überrannt. Die Jünger Syrales wurden aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und beklagen Verluste.
Die Academia Arcana wurde besetzt und beklagt mehrere tote Scolaren.

Wir sind die letzte klassische Akademie, die noch nicht angegangen wurde. Das ist nur mehr eine Frage der Zeit.

Die Magier des Königreichs in Lichtenthal stehen mit dem Rücken an der Wand verehrte Kollegen. Bitte, helft uns.

Phanodain stehe uns bei.
*Nach dem überaus ernsten und ruhigen Vortrag verneigt Arenvirs Abbild sich und die Übertragung verstummt*

OOC:
Weiss: Normaler Tonfall
Orange: Anmerkender Tonfall
Rot: Warnender/Ernster Tonfall
Zuletzt geändert von Arenvir von Kronwalden am Sonntag 1. März 2015, 12:54, insgesamt 3-mal geändert.
Kysira Bagosch

Beitrag von Kysira Bagosch »

Müde und erschöpft sah sie den Berg hinauf zu der schwarzen Burg die dort bei seiner Spitze ihre Zinnen erhob. Ihre Heimat seid Jahren, der Weg so vertraut das sie ihn Blind gehen konnte. Heute Abend würde es ein Weg in den Kampf denn ein Weg in die Sicherheit sein.
Schwer stützte sie sich auf den Stab, atmete tief durch während der Wind ihr in Haare und Mantel griff. Sie bekam wenig Schlaf in den letzten Tagen, und die Kämpfe und Beschwörungen hinterließen ebenso ihre Spuren wie die nächtelangen Gespräche und Spekulationen.

Noch einmal ging sie gedanklich ihren Wissensstand durch. Nichts deutete darauf hin, dass die Unternehmung am Abend große Probleme bringen würde. Außer das eine Horde nichtsahnender durch die Burg toben und dort kämpfen würde. Sie konnte nur hoffen, das nicht zu viel und vor allem nicht das Falsche beschädigt würde. Kurz schauderte sie bei dem Gedankengang, was alles passieren könnte, und was durch die schwarze Pest vielleicht schon unaufhaltsam in Gang gesetzt war. Doch es war nicht zu ändern, aufräumen mussten sie später.
Das die ersten dieser Wesen sogar schon die Oberstadt durchstreunt hatten, machte die Gesamtsituation auch nicht besser.

Langsam wandte sie sich um, strebte dem Bett entgegen, das für die Dauer der Gefahr das ihre geworden war. Auch diese Nacht war schon jetzt wieder viel zu kurz.
Gast

Beitrag von Gast »

Sie hatte sich unweit des großen Gebäudes im Gras nieder gelassen, es hatte bereits zu dämmern begonnen. Die Beine angezogen, den Kopf auf die Knie gelegt betrachtete sie gedankenverloren den sich färbenden Himmel.
In der Nacht hatte es nicht viel Schlaf gegeben und die Ereignisse der letzten Stunden hatten dafür gesorgt, dass sie obendrein wirre Träume über sprechende Dämonen, dunkle Schatten und streitende Magier heim suchten.
Irgendwann hatte sie beschlossen das Wachsein wohl nicht viel schlimmer sein konnte als zu träumen und sich leise hinaus geschlichen.

Eine ganze Weile lauschte sie den Geräuschen des erwachenden Morgens, ganz in ihrer Nähe stand der kleine Vogelkäfig, das Tier darinnen verhielt sich noch völlig ruhig und zumindest ihm schien ein Restschlaf beschert.

Alle Ereignisse des letzten Tages wollten sie einfach nicht los lassen, aber ganz Besonders die überschwappenden Nerven an allen Ecken.
Nicht, dass schwarze Wesen die Liedkundige regelrecht auslutschten schon besorgniserregend genug wären, noch viel mehr ging ihr die Auseinandersetzung nach.

Man musste nicht immer einer Meinung sein, ganz gewiss nicht.
Sie war häufig Expertin darinnen ihre ganz eigene Meinung zu haben und auch lautstark kund zu tun, ganz anders verhielt es sich jedoch, wenn dort wo sonst Harmonie herrschte Ärger herauf zog.

Vielleicht hatte die Nacht alle Gemüter abgekühlt.. und sie sorgte sich ganz umsonst.

Dennoch hinterlies sie nachdenklich zwei Nachrichten auf dem Schreibtisch Alfarans und packte zusätzlich kleine Pakete, man wüsste nie, wofür man es noch gebrauchen könnte.
Mit Bauchgrummen begann der Tag...
Kysira Bagosch

Beitrag von Kysira Bagosch »

Der Abend war... weniger spannend als erwartet. Auch die Krieger des Reiches waren sichtlich enttäuscht. All die Erklärungen über die Gefährlichkeit der Wesen, die Warnungen über das Implodieren... und dann...DAS.
Der Schwarm war ausgeflogen, nur eine Handvoll schwarzäugiger Wesen war noch in der Burg verblieben. Und jene waren träge, regelrecht Faul. Sie waren körperlicher als erwartet und beim sterben gab es keine schwarzen Strudel, keine Implosionen. In der schwarzen Festung über Rahal war höchstens zwei dutzend dieser Wesen... eventuell waren Eska's Frettchen unter den Opfern des Abends.
Und so war der Abend ein schaler Sieg gewesen, als hätte man ein Lager zurückgelassener Invaliden besiegt. Nichtsdestotrotz, die Burg war befreit. Nun galt es die Schäden zu beseitigen, vor allem an der Eisprinzessin und an der angeknabberten Säule.
Dazu galt es, mal wieder dem Papierkram zu fröhnen, und so schrieb sie einige Briefe für die Beteiligten Akademien, zu Händen von:

*Praeceptor Arenvir von Goldenfall
*Mudyr Hazar Sevinc Ifrey
*Matriarchin angelica Mondstein
*Lethry Vyel´tareala



Wissen und Weisheit <Anrede> <Name>,

der Orden hat mit Hilfe seiner Verbündeten einen ersten Sieg über die Schwarmwesen erringen können. Die schwarze Festung ist wieder in unserer Hand, dabei ergaben sich einige Erkenntnisse.

Der Schwarm war ausgeflogen, nur ein kleiner Teil war zurückgeblieben. Es ist davon auszugehen, das der Schwarm unterwegs ist um die nächste Akademie anzufallen.
Die zurückgelassenen Wesen verhielten sich anders als die bisher Bekannten. Sie wirkten körperlicher und träger, gingen nicht direkt zum Angriff auf die anwesenden Liedkundigen über. Auch sind sie beim vernichten nicht Implodiert.
Eine Theorie der Anwesenden Liedwirker war, das sie vollgefressen waren und deswegen Wehrloser.

Kysira Bagosch
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Shalaryl Di'naru
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Beitrag von Shalaryl Di'naru »

Leise seufzend hängte sie zu den ursprünglichen Warnschreiben aus Menschen-
hand einen eigenen Text. Dieses Mal hatte sie sogar neues Papier benutzt, dies
allein sicher schon Zeichen genug, dass es sich um etwas Wichtiges handeln
musste:


Mae govannen Geschwister,

als erfahrenste Liedweberin der Eledhrim und Mitglied des Hohen Rates ergeht
hiermit von mir das klare Abraten von jedwedem Nutzen der Ebene der
Resonanzen sowie dem Aufenthalt an den Resonanzpunkten innerhalb unserer
Sphäre. Untersuchungen sollten nicht nach eigenem Ermessen stattfinden.

An alle Wachen ergeht hiermit der Befehl, mindestens zu zweit zu agieren,
es werden keine Einzelpatrouillen mehr durchgeführt.

Alle übrigen Eledhrim werden durch unsere natürliche Verbindung zum Lied
angehalten, ebenfalls nicht mehr alleine den Nebelwald zu verlassen, ins-
besondere die jungen Liedweber.

Solange es keinen Gegenentscheid gibt, ist dies als temporäre Ratsanweisung
zu werten, zugleich bitte ich die übrigen Ratsmitglieder um Bestätigung.

Als Schritte der Eledhrim schlage ich zum einen eine Suche nach passenden
Schriften in der Bibliothek vor, zum anderen das Einweben unserer Klänge
in Selines Träume, um sie über das Wesen zu befragen.

Aya Eluive, aya Phanodain, aya Eledhrim,

Shalaryl Di'naru
Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Mittwoch 4. März 2015, 00:12, insgesamt 1-mal geändert.
Tschiep?
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Sahid Ibrahim Yazir
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Derweil in Menek'Ur

Beitrag von Sahid Ibrahim Yazir »

*Ein Schreiben wird am Tor, der Kaserne und der Akademie Leviathan ausgehängt. Folgende Worte stehen darauf in menekanischer Schrift und in der Schrift der Handelssprache.*

Im Namen der Janitschare und des Reichs Menek'Ur ergeht folgende Anordnung:

Die Anzahl der ständigen Wachen in der Akademie Leviathan wird von bisher zwei auf nun vier Janitschare erhöht.

Das selbe gilt für die Bewachung aller Tore. Sichtungen von ungewöhnlichen Vorkommnissen sind sofort zu melden, auch wenn sie neda erwähnenswert erscheinen. Erhöhte Wachsamkeit ist geboten, etwaige Überstunden werden bezahlt.

Besoners zu achten ist auf schwarze Schatten und ähnliche Erscheinungen. Ziel jüngster Angriffe waren in vermehrter Zahl Liedkundige.

Im Namen der Mara, die allzeit über uns wacht,
Inshallah!


*schwungvoll unterzeichnet*

Sahid Ibrahim Yazir

[url=http://www.fotos-hochladen.net][img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/armeesiegelo0jfhc5s7r.png[/img][/url]

Sajneen der Truppen des Reichs der Sonne
Charim des heiligen Ordens
Oberhaupt der Familie Yazir
Zuletzt geändert von Sahid Ibrahim Yazir am Samstag 7. März 2015, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
*Das "G" in Yazir steht für Gönnen
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

Vor einigen Tagen trafen sie auf eine Handvoll lichte Magier, es war wohl einen Tag später, als jenes Wesen aus der ach so scheinbar sicheren Kammer der Arcana ausgebrochen war. Vieles bekam er in diesen Tagen nicht mit, da er sich in seine Studien um die Beherrschung von daimonoiden Wesen in seinerm Heim vergraben hatte. Schlussendlich war es dann die Vorbereitung auf das was am gesterigen Abend geschehen war. Noch vor einigen Tagen mit dem Praeceptor von Goldenfall besprochen, in Anwesenheit einiger des Ordens und des Praeceptors Gefolges, nah in der gestrigen Nacht sein Plan Gestalt an. Natürlich hatte er damit gerechnet dass nichts an diesem Abend wie erwartet verlaufen würde, so überraschte es ihn, dass es doch recht erfolgreich gewesen war. Nunja in seiner Seelenreise auf der Suche nach einem passenden Dämonen hatte jenes Klangbild eher den Eindruck eines rassigen Succubus erweckt, umso enttäuschter war er als sich im Hier und Jetzt ein hässlicher Dämon manifestierte. Er hatte dazugelernt, dass scheinbar auch Dämonen einen Magier aufs Kreuz legen und täuschen konnten.

[url=http://postimg.org/image/uyc44qx53/][img]http://s15.postimg.org/uyc44qx53/Beschw_rung_D_mon.jpg[/img][/url]

Gemeinsam mit allen Ordensmitgliedern der Elegida, den Magistern, dem Magus, dem Adeptus und den Studiosi hielten sie den Dämon in Schach unter den wachsamen Augen des Maestros.
Der Dämon wurde ausgesandt einen Schatten zu fangen und so sorgte jene glutroter Erscheinung die vom hohen Berg hinuntersprang in Rahal und Bajard für einige Aufregung.

[url=http://postimg.org/image/vj8zqi4xr/][img]http://s3.postimg.org/vj8zqi4xr/Beschw_rung_D_mon_2.jpg[/img][/url]

Er kam zurück mit dem Gewünschten und der Maestro sperrte des Wesen in eine Art Blase, ein aus dämonischen Energien gewirktem Gefängnis.
Man unternahm einige Experimente mit dem Schattenwesen und am Ende blieb Studiosus Sabien und er bei dem Wesen, um es zu bewachen. Er fühlte sich verantwortlich und so lies er den jungen Studiosi nicht allein, sondern teilte mit ihm sein Proviant und gemeinsam sprachen sie noch eine Weile über Dies und Das.

[url=http://postimage.org/][img]http://s1.postimg.org/mpvy7kg0b/index.jpg[/img][/url]

Am Morgen verlies ein Bote mit gesiegelten Pergamenten die Burg...



*Orden der Arkorither (Ordensleitung und Aushang in der Burg)
*Praeceptor Arenvir von Goldenfall
*Mudyr Hazar Sevinc Ifrey
*Matriarchin Angelica Mondstein
*Lethry Vyel´tareala
*Die Schwesternschaft
*Templer Alatars


"Wissen und Weisheit, werte/r [jeweilige Anrede]

am gestrigen Abend hat der Orden mit Hilfe eines Dämons ein
Schattenwesen gefangen nehmen können.
Dabei fanden wir gemeinsam heraus, dass sie gegen daimonoide
Energien machtlos sind, da sie klang-und liedlose Struktur haben.
Damit der Schatten nicht zu seinem Schwarm zurückkehren kann, um ihn
zu informieren, wird das Wesen in einem Gefängnis aus daimonoider
Energie gefangen gehalten.
Mit dem Wesen wurden einige Experimente durchgeführt, es ist noch in
seiner Form erhalten.
Für nähere Informationen dahingehend verweise ich an die Ordensleitung.

gez. Magister Althan"


[url=http://postimage.org/][img]http://s17.postimg.org/cfy7r5xpn/siegelarkorither.png[/img][/url]
Zuletzt geändert von Althan Vylen am Sonntag 8. März 2015, 16:51, insgesamt 7-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Ich las die letzten beiden Briefe aus Rahal.
Ein leises seufzten entfuhr mir, während mein Blick weg wanderte von den Briefen und den güldenen Ring fokussierte, der seit kurzem in meinen temporären Besitz gelangt war.
Das Siegel der Akademie…..
Diese pulsierende Energie, die von ihm ausging….

Auf der einen Seite hatte ich genug zu tun, eigentlich sogar so viel, dass mich meine Familie schon nur noch eher als Zaungast im eigenen Familienhaus erlebte.
Und doch war da diese Neugier.
Nicht um meinetwillen, aber manchmal…. Ja, manchmal holt einen die Vergangenheit ein.
Ob man will oder nicht.
Auch wenn gerade diese Zeiten den Tribut forderten, sich weder mit Vergangenheit noch mit nur marginal wichtigen Dingen zu befassen.
Und wieder einmal… passierte viel zu viel direkt aufeinander. Dinge die ich gerne beobachten will, die mich aus einerseits persönlichem Interesse wissen wollte, und andererseits, die mich aus meiner Position als Mudyr einfach interessieren mussten.

Wie gut, das ersteres oftmals um mich herum war, so dass ich ein Auge auf vieles haben konnte, während ich meine Gedanken anderen Dingen widmete.

Ich streckte die Hand aus und lies die Fingerkuppen über den Ring wandern. Ich wollte ihn nicht haben, eigentlich. Auf der anderen Seite war es ein Zeichen des Respektes, dem ich mich gefügt hatte. Nicht das ich dieses Kleinod brauchte um meine Position zu beziehen, zumindest so lange, bis über meinen Kopf hinweg etwas anderes entschieden wurde.

Böse Gedanken, schieb sie weg….

So lies ich von dem Ring ab, der direkt neben dem Hexenstahldolch positioniert war, dessen Klinge verschiedene Runen zierten.
Eine nette Dekoration auf meinem Schreibtisch, und gerade sogar das einzige, was auf eine annähernde Art von Ordnung hindeutete.
Der Rest des Schreibtisches war übersäht mit Briefen, Schriften, Büchern und allem was so dazu gehörte.
Irgendwo, zumindest dachte ich das, hatte ich mal eine Tasse Tee stehen gehabt… oder war das gestern?
Ich verlor mich zunehmend immer öfter in diesen Situationen, aus denen ich nur sehr schwer wieder heraus kam.

Der Brief des Magisters forderte eine Antwort, und eine Idee hatte ich, wie ich darauf reagieren wollte.
Gerade in solchen Zeiten, erklangen immer wieder die Worte des Shanuns in meinen Ohren. Immer wieder, einzelne Worte wie ganze Sätze, die irgendwann mal gefallen waren. Sie beruhigten mich, und zeigten mir auf, dass ich mich eigentlich in vielen Dingen zu sehr zügelte.
Mit einem weiteren, eher leisen seufzten, zog ich aus der Schublade des Schreibtisches ein sauberes Blatt Pergament hervor, und begann, dieses ruhig zu beschreiben.

Als der Brief fertig war, nickte ich, und siegelte es mit dem Akademiezeichen, ehe ich einen unserer Schriftführer zu mir rief, der den Brief weiterleiten sollte.
Vorne auf dem Kuvert stand ein einziger Name….
„Magister Althan“

Wenn besagter Magier diesen Brief erhält, und er das Siegel bricht, wird er folgende Zeilen lesen:



Salam Alaikum Magister Althan

Ich danke Euch für Euren Brief und die enthaltenen Informationen.
Natürlich interessiert mich das gefangene Wesen, ich hätte da auch die eine oder andere Idee, was ich gerne mit ihm weitergehend anstellen würde.
Die Frage ist also, ob Ihr als Akademie dieses Wesen zu weiteren Testzwecken freigeben oder bereitstellen würdet, natürlich unter der Prämisse, dass es in seiner Existenz nicht so geschädigt wird, so dass es unbrauchbar ist.

Ich würde mich unter Umständen auf den Weg zu Euch machen, solange mir zugesichert wird, dass ich den Weg hin und zurück ohne Schaden zurücklegen kann.
Ich würde mich mit einem der Euren an einem Beliebigen Ort treffen, wenn es gewünscht ist.

Ansonsten würde ich mich Euren Forderungen unterwerfen, zumindest für den Moment.


Ich wünsche ausreichend Wasser und Schatten

Hazar Sevinc Ifrey
Mudyr der Akademie Leviathan

Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 8. März 2015, 19:55, insgesamt 1-mal geändert.
Althan Vylen

Beitrag von Althan Vylen »

*Das Schreiben geht an die Ordensleitung und sie wird wohl von dort die Antwort erhalten.*
Zuletzt geändert von Althan Vylen am Samstag 21. März 2015, 18:28, insgesamt 4-mal geändert.
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