[Event] Du bist, was du isst
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Der Erzähler
[Event] Du bist, was du isst
[OOC- Themenbereich Magie allgemein - Jeder, der Lust hat, darf Teilnehmen]
Gebettet in Dunkelheit und Stille betrachtete es das entfernte Glimmen aus schillerndem Elementstaub und ruhig dahin treibenden Sphären. Ein leises Summen hatte es bereits seit einer Weile erfasst, lockte es wie der mütterliche Walgesang ihr Kalb und versprach Nahrung.
Was in einem Flügelschlag begann zerfaserte in unzählige Tentakeln, der Leib drehte sich tanzend wie ein Qualle, zog sich lang und glitt wie ein Aal durch die Schwärze. Einem hypnotischen Tanz gleich, reckte es sich sehnsüchtig den Lichtfunken entgegen.
Es wusste, dass der Ruf nicht ihm galt, doch war die Verlockung zu groß. Unsichtbar würde es sich dort einnisten, unbemerkt an den Resten zehren können, die ihnen in ihrer Gier entglitten. Schillernd brach sich das entfernte Licht der Sphären in sich bildenden Schuppen. Der Leib blähte sich wie ein Kugelfisch zu einem gewaltigen Ball und dünne, nebelartige Fäden reckten sich daraus hervor. Es tastete nach dem Ruf, ließ sich darauf treiben, wie ein Segelschiff auf dem Strom und verschmolz wieder mit der Dunkelheit.
"Mach mich stolz mein Sohn"
Der Atem des Jünglings setzte unweigerlich einfach aus, womit ihm nichts weiter übrig blieb als unsicher zu nicken. Niemand wollte diese Worte von seinem Vater hören, denn sie sagten einem unmissverständlich, dass man nur versagen konnte. Wie in Trance drehte er sich langsam um, ein kurzer, hektischer Blick striff über seinen Onkel hinweg und richtete sich auf den Sphärenriss. Wie er diesen Reiseweg doch hasste....
Mit zusammengekniffenen Augen überwand er die flimmernde Schwelle und folgte wie ein getretener Hund in die kalte Dunkelheit. Übelriechend schlug ihm die dünne Luft wie ein Hammer ins Gesicht und er wagte einen Blick aus maginal geöffneten Augenschlitzen. Schritt um Schritt folgte er dem leuchtenden Glanz vor sich, der wie ein gewaltiges Irrlicht über den dunklen Weg flimmerte. Selbst in dieser Dunkelheit schien die Standesrobe seines Onkels jeden noch so geringen Lichtschimmer einzufangen.
Es kostete seine gesamte Willenskraft die Hand nicht danach auszustrecken um sich an dem hellen Stoff festzuklammern, stattdessen Schlang er fröstelnd die Arme um seinen Unterleib und lauschte den leisen hallenden Schritten seiner beiden Diener hinter sich.
Der dunkle Leib zog sich in die Länge und leckte wie eine gewaltige Zunge über den dunklen Weg. Feine Fäden flossen aus dem Körper und ertasteten vorsichtig die Präsenz der Anderen, die dort lauerten. Einige von ihnen schliefen, vielleicht schon seit Jahrhunderten, andere saugten wie pulsierende Herzen an der hereinsickernden Energie, ausharrend zwischen dem brüchigen Labyrinth. Den schreienden Artgenossen hatte er bereits entdeckt, kleiner und schwächer, jedoch vielzählig vertreten lauerten sie wie Parasieten hinter den gewaltigen Kreaturen oder nährten sich sogar von den Schlafenden.
Fiebrig begannen die tastenden Fäden zu tanzen, als es etwas erspürte und der Leib wand sich euphorisch zurück in die Dunkelheit.
Das Tageslicht schimmerte ihm bereits entgegen und er wagte es wieder den Blick von seinen Füßen anzuheben. Sehnsüchtig schielte er an seinem Vorgänger vorbei und betrachtete die verschwommene Hoffnung nach festem Boden und frischer Luft, die durch die ausgedünnte Spherenwand hindurch schien. Er wagte es nicht, einfach loszulaufen, zu laut schrie die Stimme seines alten Lehrmeisters nach Anstatt und Etikette, so begann er einfach seiner Sehnsucht entgegen zu starren, bis er die dunkle Welt um sich herum vergaß. Nicht mehr weit... nicht mehr...
Ein schimmernder Kristall riß ihn wieder aus seinen Gedanken und brachte ihn aprupt zum Stehen. Mit großen Augen starrte er an dem Magierstab entlang und direkt in das wutverzerrte Gesicht seines Onkels.
"Nicht hier du einfältiges Kind, du bringst uns noch al....."
Aller Augen richteten sich in die Dunkelheit abseits des Weges, die sich wie ein lebendiges Tier zu winden begann. Trotz der aufkeimenden Panik begann der Anblick den Jüngling zu fesseln, erinnerte entfernt an einen verdreckten Tümpel, voller dunkler Fische, die sich um den Platz stritten. Zu spät erkannte er wie sich ihm etwas aus der kochenden Schwärze entgegen reckte.
Ein lauter Aufschrei erhob sich in seinem Rücken, dann ließ ihn ein kräftiger Stoß nach vorne taumeln. Er spürte, wie das bißchen Luft, dass sich hier sammelte, hinter ihm aufgewirbelt wurde und den schreienden Diener mit sich riß.
Das Gefühl, dass den schwarzen Körper unkontrolliert verformen ließ, konnte man durchaus als Wut beschreiben. Immer wieder blähte es sich auf und bildete schillernde Schuppen, die wie Wasser über die Oberfläche hinweg flossen, als es seine kleinen Artgenossen beobachtete. Unzählige von ihnen krochen unter den brüchigen Wegen entlang und wanden sich unbemerkt unter den Füßen dieser Zweibeiner.
Seltsam waren sie anzusehen, zwei von ihnen so unscheinbar, als wären sie mit den Energien durch die dünne Wand herausgesickert, so verbunden und verdichtet, wie der Weg auf dem sie liefen.
Die anderen Beiden weckten dagegen das Interesse, jeder von ihnen ein strahlender Schimmer, der aus ihrem Innersten drang. Nicht nur verbunden mit der bröckelnden Ansammlung unter ihren Füßen, sondern regelrecht danach greifend.
Von Neugierde getrieben wand sich das Wesen wie eine Schlange näher heran. Eines der beiden Lichter veränderte sich, begann wie ein eingefangener Blitz um sich zu züngeln und brachte die spärlichen Energien in Bewegung.
Der glanzlose Körper streckte sich in bebender Vorfreude der aufgleißenden Sonne entgegen, dann schoß der Erste seiner Artgenossen an ihm vorbei, getrieben von unbändiger Gier und riß einen Zweibeiner in die Dunkelheit hinab. Der gesamte Schwarm geriet in Bewegung, und begann die restliche Beute zu umkreisen. Hektisch versucht das Wesen seine strahlende Sonne im Gewirr nicht zu verlieren, reckte den Körper in die Länge und peitschte die Konkurenten beiseite.
"LAUF!"
Ein Beben keimte unter den Füßen des Jünglings auf, der sich gerade so aus dem Taumeln wieder fing. Schon mit dem nächsten Schritt setzte er zum Lauf an, rannte ohne nachzudenken an seinem brüllenden Onkel vorbei, nur noch das durchschimmernde Tageslicht vor Augen, dass es zu erreichen galt. Tiefe Risse fraßen sich knackend durch die dünne Erdschicht und lösten gewaltige Stücke aus dem Weg, die in die Dunkelheit hinabstürzten. Ein Kribbeln erfasste ihn als die spärlichen Liedenergien hinter ihm zu wirbeln begannen und in einem gewaltigen Inferno aufflammten. Die Hitze kroch ihm in den Rücken, versengte die Nackenhaare, dann sprang er durch den flimmernden Durchgang zurück in die vermeindlich sichere Welt.
Noch während er den Boden auf sich zurasen sah, trieb ihm ein Schlag in den Rücken die Luft aus den Lungen und gab seinem Aufprall zusätzlichen Schwung. Das Knacken der splitternden Rippen hallte für ihn Ohrenbetäubend durch seinen Körper, übertönten die herumspringenden Gesteinsbröckchen, die scheinbar aus dem Nichts auf ihn herabregneten., dann erfasste ein dumpfes Beben das Liedgefüge um Kronwalden, als das dünnwandige, instabile Gebilde in sich zusammen fiel.
Keuchend rammte er die Fingernägel in den Erdboden und versuchte sich nach vorne zu ziehen. Noch immer drückte ihn eine Last fest auf das Erdreich, ließ auch weiter nicht von ihm ab, als er röchelnd zu strampeln begann. Ein kräftiger Ruck rieß ihn zur Seite und ließ ihn auf den Rücken rollen. Benommen blinzelte er einige Male, dann starrte er der Dunkelheit ins Gesicht.
Und die Dunkelheit starrte zufrieden zurück
Gebettet in Dunkelheit und Stille betrachtete es das entfernte Glimmen aus schillerndem Elementstaub und ruhig dahin treibenden Sphären. Ein leises Summen hatte es bereits seit einer Weile erfasst, lockte es wie der mütterliche Walgesang ihr Kalb und versprach Nahrung.
Was in einem Flügelschlag begann zerfaserte in unzählige Tentakeln, der Leib drehte sich tanzend wie ein Qualle, zog sich lang und glitt wie ein Aal durch die Schwärze. Einem hypnotischen Tanz gleich, reckte es sich sehnsüchtig den Lichtfunken entgegen.
Es wusste, dass der Ruf nicht ihm galt, doch war die Verlockung zu groß. Unsichtbar würde es sich dort einnisten, unbemerkt an den Resten zehren können, die ihnen in ihrer Gier entglitten. Schillernd brach sich das entfernte Licht der Sphären in sich bildenden Schuppen. Der Leib blähte sich wie ein Kugelfisch zu einem gewaltigen Ball und dünne, nebelartige Fäden reckten sich daraus hervor. Es tastete nach dem Ruf, ließ sich darauf treiben, wie ein Segelschiff auf dem Strom und verschmolz wieder mit der Dunkelheit.
"Mach mich stolz mein Sohn"
Der Atem des Jünglings setzte unweigerlich einfach aus, womit ihm nichts weiter übrig blieb als unsicher zu nicken. Niemand wollte diese Worte von seinem Vater hören, denn sie sagten einem unmissverständlich, dass man nur versagen konnte. Wie in Trance drehte er sich langsam um, ein kurzer, hektischer Blick striff über seinen Onkel hinweg und richtete sich auf den Sphärenriss. Wie er diesen Reiseweg doch hasste....
Mit zusammengekniffenen Augen überwand er die flimmernde Schwelle und folgte wie ein getretener Hund in die kalte Dunkelheit. Übelriechend schlug ihm die dünne Luft wie ein Hammer ins Gesicht und er wagte einen Blick aus maginal geöffneten Augenschlitzen. Schritt um Schritt folgte er dem leuchtenden Glanz vor sich, der wie ein gewaltiges Irrlicht über den dunklen Weg flimmerte. Selbst in dieser Dunkelheit schien die Standesrobe seines Onkels jeden noch so geringen Lichtschimmer einzufangen.
Es kostete seine gesamte Willenskraft die Hand nicht danach auszustrecken um sich an dem hellen Stoff festzuklammern, stattdessen Schlang er fröstelnd die Arme um seinen Unterleib und lauschte den leisen hallenden Schritten seiner beiden Diener hinter sich.
Der dunkle Leib zog sich in die Länge und leckte wie eine gewaltige Zunge über den dunklen Weg. Feine Fäden flossen aus dem Körper und ertasteten vorsichtig die Präsenz der Anderen, die dort lauerten. Einige von ihnen schliefen, vielleicht schon seit Jahrhunderten, andere saugten wie pulsierende Herzen an der hereinsickernden Energie, ausharrend zwischen dem brüchigen Labyrinth. Den schreienden Artgenossen hatte er bereits entdeckt, kleiner und schwächer, jedoch vielzählig vertreten lauerten sie wie Parasieten hinter den gewaltigen Kreaturen oder nährten sich sogar von den Schlafenden.
Fiebrig begannen die tastenden Fäden zu tanzen, als es etwas erspürte und der Leib wand sich euphorisch zurück in die Dunkelheit.
Das Tageslicht schimmerte ihm bereits entgegen und er wagte es wieder den Blick von seinen Füßen anzuheben. Sehnsüchtig schielte er an seinem Vorgänger vorbei und betrachtete die verschwommene Hoffnung nach festem Boden und frischer Luft, die durch die ausgedünnte Spherenwand hindurch schien. Er wagte es nicht, einfach loszulaufen, zu laut schrie die Stimme seines alten Lehrmeisters nach Anstatt und Etikette, so begann er einfach seiner Sehnsucht entgegen zu starren, bis er die dunkle Welt um sich herum vergaß. Nicht mehr weit... nicht mehr...
Ein schimmernder Kristall riß ihn wieder aus seinen Gedanken und brachte ihn aprupt zum Stehen. Mit großen Augen starrte er an dem Magierstab entlang und direkt in das wutverzerrte Gesicht seines Onkels.
"Nicht hier du einfältiges Kind, du bringst uns noch al....."
Aller Augen richteten sich in die Dunkelheit abseits des Weges, die sich wie ein lebendiges Tier zu winden begann. Trotz der aufkeimenden Panik begann der Anblick den Jüngling zu fesseln, erinnerte entfernt an einen verdreckten Tümpel, voller dunkler Fische, die sich um den Platz stritten. Zu spät erkannte er wie sich ihm etwas aus der kochenden Schwärze entgegen reckte.
Ein lauter Aufschrei erhob sich in seinem Rücken, dann ließ ihn ein kräftiger Stoß nach vorne taumeln. Er spürte, wie das bißchen Luft, dass sich hier sammelte, hinter ihm aufgewirbelt wurde und den schreienden Diener mit sich riß.
Das Gefühl, dass den schwarzen Körper unkontrolliert verformen ließ, konnte man durchaus als Wut beschreiben. Immer wieder blähte es sich auf und bildete schillernde Schuppen, die wie Wasser über die Oberfläche hinweg flossen, als es seine kleinen Artgenossen beobachtete. Unzählige von ihnen krochen unter den brüchigen Wegen entlang und wanden sich unbemerkt unter den Füßen dieser Zweibeiner.
Seltsam waren sie anzusehen, zwei von ihnen so unscheinbar, als wären sie mit den Energien durch die dünne Wand herausgesickert, so verbunden und verdichtet, wie der Weg auf dem sie liefen.
Die anderen Beiden weckten dagegen das Interesse, jeder von ihnen ein strahlender Schimmer, der aus ihrem Innersten drang. Nicht nur verbunden mit der bröckelnden Ansammlung unter ihren Füßen, sondern regelrecht danach greifend.
Von Neugierde getrieben wand sich das Wesen wie eine Schlange näher heran. Eines der beiden Lichter veränderte sich, begann wie ein eingefangener Blitz um sich zu züngeln und brachte die spärlichen Energien in Bewegung.
Der glanzlose Körper streckte sich in bebender Vorfreude der aufgleißenden Sonne entgegen, dann schoß der Erste seiner Artgenossen an ihm vorbei, getrieben von unbändiger Gier und riß einen Zweibeiner in die Dunkelheit hinab. Der gesamte Schwarm geriet in Bewegung, und begann die restliche Beute zu umkreisen. Hektisch versucht das Wesen seine strahlende Sonne im Gewirr nicht zu verlieren, reckte den Körper in die Länge und peitschte die Konkurenten beiseite.
"LAUF!"
Ein Beben keimte unter den Füßen des Jünglings auf, der sich gerade so aus dem Taumeln wieder fing. Schon mit dem nächsten Schritt setzte er zum Lauf an, rannte ohne nachzudenken an seinem brüllenden Onkel vorbei, nur noch das durchschimmernde Tageslicht vor Augen, dass es zu erreichen galt. Tiefe Risse fraßen sich knackend durch die dünne Erdschicht und lösten gewaltige Stücke aus dem Weg, die in die Dunkelheit hinabstürzten. Ein Kribbeln erfasste ihn als die spärlichen Liedenergien hinter ihm zu wirbeln begannen und in einem gewaltigen Inferno aufflammten. Die Hitze kroch ihm in den Rücken, versengte die Nackenhaare, dann sprang er durch den flimmernden Durchgang zurück in die vermeindlich sichere Welt.
Noch während er den Boden auf sich zurasen sah, trieb ihm ein Schlag in den Rücken die Luft aus den Lungen und gab seinem Aufprall zusätzlichen Schwung. Das Knacken der splitternden Rippen hallte für ihn Ohrenbetäubend durch seinen Körper, übertönten die herumspringenden Gesteinsbröckchen, die scheinbar aus dem Nichts auf ihn herabregneten., dann erfasste ein dumpfes Beben das Liedgefüge um Kronwalden, als das dünnwandige, instabile Gebilde in sich zusammen fiel.
Keuchend rammte er die Fingernägel in den Erdboden und versuchte sich nach vorne zu ziehen. Noch immer drückte ihn eine Last fest auf das Erdreich, ließ auch weiter nicht von ihm ab, als er röchelnd zu strampeln begann. Ein kräftiger Ruck rieß ihn zur Seite und ließ ihn auf den Rücken rollen. Benommen blinzelte er einige Male, dann starrte er der Dunkelheit ins Gesicht.
Und die Dunkelheit starrte zufrieden zurück
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Leazra Ras
Unbehagen beschlich sie, als sie wie so häufig ihren Leib durch den wabernden Riss in die Reisesphäre versetzte. Oft war sie diesen Weg gegangen und um so überraschender war das Gefühl einer Veränderung, einer art Erschütterung in der feinen Konstruktion der Reisesphäre, welches ihr Unbehagen bereitete. Dieser Ort hatte sich verändert oder vielmehr etwas darin bewirkte eine Veränderung.
Die schillernden Wesen trieben weiter lethargisch durch die dunkle, stille Unendlichkeit und dennoch war etwas anders als zuvor.
Es schien beinahe als würde jemand oder etwas all ihre Schritte verfolgen und gierig nach ihrem Leib stieren. Die Magister würden über diese Veränderungen beratschlagen.
Die schillernden Wesen trieben weiter lethargisch durch die dunkle, stille Unendlichkeit und dennoch war etwas anders als zuvor.
Es schien beinahe als würde jemand oder etwas all ihre Schritte verfolgen und gierig nach ihrem Leib stieren. Die Magister würden über diese Veränderungen beratschlagen.
Zuletzt geändert von Leazra Ras am Samstag 7. Februar 2015, 01:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Zu recht später Stunde wird noch ein Schreiben an den Freiherren von Dragenfurt aufgesetzt und mit dem Siegel des Lichtenthaler Regiments geschlossen. Es ist noch dunkel, als ein uniformierter Bote auf einem Pferde gen Hafen davon prescht, auf dem Weg gen Vesten, um dort die Nachricht dem Adressaten zu überbringen
Im Anhang findet sich dann tatsächlich noch die Skizze eines Männergesichtes, welches die Spuren eines wohl recht grausamen Todes trägt. Darunter der Bericht der Feldheilerin Erskine.Ehre der Krone und dem Alumenischen Reich,
Der Lichten Herrin Gunst und Segen,
Hochgeboren von Dragenfurt,
Ich hoffe, ihr seid bei bester Gesundheit und dies Schreiben erreicht euch sicher und wohlbehalten. Zu meinem großen Bedauern muss ich euch kund tun, dass am gestrigen Abend , dem 6.Eisbruch , in der euch wohlbekannten Siedlung Kronwalden die Leiche eines jungen Mannes aufgefunden wurde. Jener trug unverkennbar die Farben eures Haushaltes, sodass ich davon ausgehe, dass entweder ihr oder zumindest einer eurer Hausverweser den jungen Manne kennen. Beiliegend findet ihr eine Skizze des Natlitzes des Verstorbenen. So ihr, oder einer eurer Untergebenen, über die Identität des Toten bescheid wisst und Auskunft darüber geben könnt, unter welchen Umständen er nach Gerimor gelangte und was er hier gesucht haben mag, wäre ich euch zutiefst verbunden.
Anbei findet ihr ebenso noch den Bericht unserer Heilerin über den Zustand des Verstorbenen und dessen Todesursache.
Mögen ihr und die Euren von dergleichen Ungemach verschont bleiben.
Der Lichten Herrin Segen.
Oberst des Lichtenthaler Regimentes
Ritter des Reiches
Adoran, Regimentsgebäude
Nacht vom 06 auf den 07 Eisbruch 258
Betreffend des Leichenfundes bei Kronwalden
Ehre der Krone und dem Reich [entsprechende Anrede]
Hiermit erfolgt der Bericht über die Untersuchung des Leichnames, der bei Kronwalden auf der Straße gefunden wurde.
Geschlecht: Mann
Alter: Schätzungsweise nicht älter als 20 Sommer
Äußerliche Auffälligkeiten: Trug das Wappen derer von Dragenfurt
Körperliche Verfassung: Ursprungszustand sicher passabel, keine äußerlichen Verletzungen
Die Leiche wurde gereinigt und äußerlich inspiziert.
Wirbel und Schädel wiesen keine Verletzungen auf, unter den Fingernägeln waren keine Reste von Schmutz, Haut oder anderen Rückständen zu finden.
Äußerlich erkennbar waren Leichenflecken am Brustkorb auf der Höhe der gebrochenen Rippen, die erst einige Zeit nach dem Tod ersichtlich wurden.
Der Tod trat offensichtlich direkt nach dem Bruch der Rippen auf, weswegen keine größeren Hämatome zu erkennen waren.
Die Augenhöhlen waren ausgebrannt, leer und die Mundhöhle war ebenso verkohlt, die Zunge als Muskel fehlte, die Zähne waren allerdings vorhanden.
Die inneren Organe waren, nach entfernen einiger Rippenstücke, teilweise nicht mehr zu erkennen.
Kleinere Organe waren nach Berührung kaum mehr zu erkennen, größere Organe schienen eher wie dampfgegart.
Das Blut war mehr eine glibberige, fast feste Masse, jedwede Flüssigkeit wurde dem Körper entzogen.
Eine Blutprobe wurde entnommen, zur weiteren Untersuchung.
Nach der Untersuchung wurde die Leiche wieder geschlossen und gereinigt und dem Konzil zur weiteren Untersuchung zur Verfügung gestellt.
~~ Bericht Ende~~
- Cara DelMur
- Beiträge: 891
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Beiläufig, mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, als würde man eine Türe zu einem verborgenem Raum behutsam öffnen, wurde der Weg in die Ebene des Ortwechsels beschritten. Mit ihren eigenen Gedanken noch beschäftigt, setzte sie einige Schritte, den Blick bereits auf ihr Ziel Düstersee geheftet, das vage in der Ferne schimmerte. Doch mit einem Mal beschlich sie eine Unruhe, die sie dazu brachte stirnrunzelnd stehen zu bleiben und sowohl einen Blick zurück zu werfen als auch um sich herum. War da jemand, der mit ihr diese Wege beschritt? Sie sah niemanden. Aber trotzdem, etwas war anders und doch konnte sie es nicht klar deuten. Es war nur so ein Gefühl. Sie versicherte sich des Pfades vor ihr, konzentrierte sich auf den Weg und die feine Menge an Teilchen, die einströmten und eben jenen bildeten. Unruhe. Doch keinesfalls wollte sie hier länger als nötig verweilen, in diesem feinen Gespinst, fern von Zeit und Raum. So schob sie vorerst die Unruhe bei Seite. Und trotzdem warf sie nochmals einen Blick zurück, als sie den Raum wieder verliess.
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Arenvir von Kronwalden
Noch in der Nacht des Vorfalls sieht man Arenvir bei Kerzenschein spät am Abend, wie es Brief um Briefe zu schreiben gilt. Einer davon richtet sich auch an Silvan, den Freiherren von Dragenfurt:
Wissen und Weisheit Euer Hochgeboren,
mit Bedauern richtet der Praeceptor des Konzils des Phönix jene Zeilen an Euch, da er Euch zu vermelden habe den Tod eines der Euren.
Nach unseren Vermuten handelt es sich um einen Erwachten, der nur anhand seiner Kleidung als der Dragenfurt zugehörig identifiziert werden konnte.
Er starb an einem Arkanen Unfall in der Reiseebene in Kronwalden.
Nachdem dem Toten die letzte Ehre erwiesen wurde, werden seine sterblichen Überreste in seine Heimat nach Dragenfurt in Eure Obhut übergeben werden.
Der Praeceptor schließt jene Zeilen unter erneuter Beileidsbekundung und verbleibt
Arenvir Corbininan Gabriel von Goldenfall
Praeceptor am Konzil des Phönix zu Lichtenthal
P.S. Silvan wir konnten nichts mehr für ihn tun, da wir ihn so aufgefunden haben. Weise deine Magier hin, auf Astralreisen im Bereich Gerimors zu verzichten, bis du weiteres von mir hörst. Hier sind Dinge am Werk, die mich sehr besorgt stimmen.
Grüße mir die Dragenfurt alter Freund
Arenvir
Wissen und Weisheit Euer Hochgeboren,
mit Bedauern richtet der Praeceptor des Konzils des Phönix jene Zeilen an Euch, da er Euch zu vermelden habe den Tod eines der Euren.
Nach unseren Vermuten handelt es sich um einen Erwachten, der nur anhand seiner Kleidung als der Dragenfurt zugehörig identifiziert werden konnte.
Er starb an einem Arkanen Unfall in der Reiseebene in Kronwalden.
Nachdem dem Toten die letzte Ehre erwiesen wurde, werden seine sterblichen Überreste in seine Heimat nach Dragenfurt in Eure Obhut übergeben werden.
Der Praeceptor schließt jene Zeilen unter erneuter Beileidsbekundung und verbleibt
Arenvir Corbininan Gabriel von Goldenfall
Praeceptor am Konzil des Phönix zu Lichtenthal
P.S. Silvan wir konnten nichts mehr für ihn tun, da wir ihn so aufgefunden haben. Weise deine Magier hin, auf Astralreisen im Bereich Gerimors zu verzichten, bis du weiteres von mir hörst. Hier sind Dinge am Werk, die mich sehr besorgt stimmen.
Grüße mir die Dragenfurt alter Freund
Arenvir
- Aron'deryl
- Beiträge: 1172
- Registriert: Dienstag 13. Mai 2014, 23:36
Die Reiseebene
Für manch einen ein Fluch für manch anderen ein Segen, für den Menschling welcher sein Leben ließ war es wohl ersteres. Zumindest sickerten auch jene Informationen an die Ohren der Kinder des einen und somit auch an den Turm. Die ehrenwerte Lethry hatte bereits den Meister und Aron über jenen Vorfall in Kenntnis gesetzt und gemeinsam versuchte man nach einer Lösung zu zu suchen die Beschädigungen zu reparieren. Das Wirken an jenem Orte war wohl fast unmöglich und so dachte man über Umwege nach an das gewünschte Ziel zu kommen um vielleicht mehr über die Kreatur heraus zu finden welche dort ihr Unwesen trieb.
Arons Meinung nach war es wohl das beste den Raum samt aller hochrangigen ''Heckenmagier'' so wie der Meister die anderen Liedkundigen betitelte in die Luft gehen zu lassen und auf besagte Ebene zu verzichten, wie man es ebenso seiner Meinung nach auch auf die Reiseebene verzichten hätte können, so die Menschlinge dadurch ein schnelles Ende gefunden hätten. Gerade dieser ''Heckenmagier'' welcher immer mit seinem leuchtenden Reiter ''Laterne'' im Schlepptau Aron zusetzte, hätte er am liebsten von kollabierenden Dimensionen in Stücke gerissen gesehen. Ein Anflug von Erheiterung spiegelte sich auf den hageren und sonst von Ernsthaftigkeit geprägten Gesichtszügen des Junglethyren bei den mörderischen Gedanken welche in seinem kranken, von Hass und Schmerzen gepeinigten Geiste herumschwebten.
Doch heute wurden seine Bitten nicht gehört, der Meister und die Lethry sahen wohl mehr Nutzen darin als er und so beugte er sich wie gewohnt ihren Entscheidungen wie es sich in einer Hierarchie gehörte mit dem Wissen sie wüssten was sie tun. Die ehrenwerte Lethry hatte bereits einen Kristall zurecht gelegt welcher ihnen als Energiespeicherquelle dienen sollte. Es wäre ein ähnliches Unterfangen wie bei der Erschaffung seines Stabes, wenn auch weitaus nicht so kompliziert und unter dem Perfektionismus des Volkes geprägt. Nachdem alles Nötige der Speicherquelle zugefügt wurde war man also bereit den Schritt zu Wagen mit dem Meister, der ehrenwerten Lethry und seiner Lethra einer Letherx sich mit der Speicherquelle unter Arons Arm in die Reiseebene zu begeben. Dort angekommen blieb man dicht beieinander, irgendetwas bewegte sich dort im Dunkeln, mal hier mal da ein Schatten welcher kreuchend über die Wege wieder ins Dunkle verschwand.
Die Sinne jedes Einzelnen, waren wie die Spitze eines frisch geschliffenen Dolches gespitzt bis auf... Der Meister... er war währenddessen damit beschäftigt, wie von Sinnen und in seiner kleinen eigenen Welt vor sich hin vegetierend, ein altes letharisches Kinderlied wie einen religiösen Singsang vor sich hin zu krächzen. Vor dem beschädigten Weg und dem zerstörten Durchgang zu Kronwalden angekommen, platzierte man dann eilig den Kristall um darauf hin den Heimweg anzutreten. Die Tage würden vielleicht Gewissheit verschaffen, ob damit die Kreatur angelockt werden würde, oder ob jener Raum die gespeicherten Partikel dafür verwenden würde die beschädigten Teile wiederherzustellen.
Letzteres wohl eher ein Nebeneffekt welcher nicht im Sinne der Kinder des Alleinen war, hätte jedoch auch laut ihren Überlegungen eintreffen können.
[img]http://www11.pic-upload.de/10.02.15/yhkjf8tnggq.jpg[/img]
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Gabriella Mittgenstein
Schwärze, tiefdunkle Schwärze, einer Wand gleich links und rechts des Weges. Irgendetwas streifte ihre Sinne. Veranlasste sie den Kopf zu drehen und den Körper nur Momente später folgen zu lassen. Mal in eine Richtung und mal zur anderen Seite. Sie konnte es fühlen. Es war fast schon greifbar ohne jedoch das die Sinne irgendetwas erfassen konnte. Es war so.. frustrierend...! Man konnte in diesem dunklen Sumpf einfach nichts wirklich erkennen. Zusätzlich zu der schlechten Sicht, den zarten, unbeständig wirkenden Wegen kam die dünne, unwirkliche Luft der Reiseebene. Dennoch war sie fast sicher das weit entfernt irgendetwas über den Weg gekrochen war...
Im ersten Moment hatte sie es für einen schlechten Scherz gehalten. Ein Konventler direkt vor dem Haupttor Rahals?! Ungläubig hatte sie den Mann dann gemustert, er wirkte sehr sicher und gefasst. Jeder weniger kleingeistige Mensch hatte vermutlich sofort erfasst, dass seiner Anwesenheit etwas sehr wichtiges zu Grunde lag. Somit folgten ihm dann auch alle anwesenden Arkorither. Gehütet von Althan, fast schon einer Glucke gleich führte man auch die jüngeren Ordensmitglieder mit an den Ort des Geschehens heran. Kronwalden, darum ging es also. War es vernichtet wie Lameriast? Fast hoffend klang die Frage aus den eigenen Reihen auf. Die verneinende Antwort wurde aber gefasst hingenommen. Somit war der Weg also aus einem anderen Grund als der Vernichtung des Ziels vergangen. Doch was zerstörte ein solches Tor? Den Worten nach musste es eine enorme Applikation innerhalb der Ebene gewesen sein. Was hierbei jedoch das Problem entgegen der Logik war lag auf der Hand. Kaum jemand konnte hier auch nur einfachste Applikationen durchführen. Soviel hatte man ihnen schon eingebläut und so hatte sie durchaus etwas gefunden das ihr Interesse regte und ihr hübsches Köpfchen auf Trab brachte.
Im ersten Moment hatte sie es für einen schlechten Scherz gehalten. Ein Konventler direkt vor dem Haupttor Rahals?! Ungläubig hatte sie den Mann dann gemustert, er wirkte sehr sicher und gefasst. Jeder weniger kleingeistige Mensch hatte vermutlich sofort erfasst, dass seiner Anwesenheit etwas sehr wichtiges zu Grunde lag. Somit folgten ihm dann auch alle anwesenden Arkorither. Gehütet von Althan, fast schon einer Glucke gleich führte man auch die jüngeren Ordensmitglieder mit an den Ort des Geschehens heran. Kronwalden, darum ging es also. War es vernichtet wie Lameriast? Fast hoffend klang die Frage aus den eigenen Reihen auf. Die verneinende Antwort wurde aber gefasst hingenommen. Somit war der Weg also aus einem anderen Grund als der Vernichtung des Ziels vergangen. Doch was zerstörte ein solches Tor? Den Worten nach musste es eine enorme Applikation innerhalb der Ebene gewesen sein. Was hierbei jedoch das Problem entgegen der Logik war lag auf der Hand. Kaum jemand konnte hier auch nur einfachste Applikationen durchführen. Soviel hatte man ihnen schon eingebläut und so hatte sie durchaus etwas gefunden das ihr Interesse regte und ihr hübsches Köpfchen auf Trab brachte.
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Gast
Die halbe Nacht hatte ich noch wach verbracht, über meinen Studien, bis ich die Kerzen erneut auffrischen musste, trieb sich mein Interesse in alten Schriften herum.
Auch wenn meine Augen schon lange brannten und ich irgendwann den Schleier recht genervt in die Ecke geworfen hatte, kam ich nicht weg von meinem Schreibtisch….
Mein Schreibtisch…. Ich wollte gar nicht aufzählen, wie viele unendlich wirkende Stunden ich hier schon verbracht hatte. Über Lehrplänen, über persönlichen Forschungen, über Schülerakten, oder Briefen.
Der Stapel an unerledigten Berichten, angefangenen Forschungen, Ideen, die ich irgendwann vor dem Gedankenchaos hatte retten und niederschreiben müssen, die nun aber ihren Zusammenhang in der unendlichen Weite der Gedankenverlorenheit verloren hatte….
Ja, gut, wo genau war ich?
Reiseebene… genau!
Ich hatte am gestrigen Tag die Ebene erforscht, mit drei meiner Tranams, und hatte sie wild spekulieren lassen, auch wenn mich das, was immer mal wieder als eisiger Hauch die Nackenhaare sich aufstellen ließ, nicht wirklich gefiel und ich, gerade bei der Betrachtung des zerbröckelten Weges, mehr damit beschäftigt war, ohne meine Schüler zu beunruhigen, alles zu beobachten.
Immerhin waren sie unerfahren und lagen mir, teilweise persönlich sehr, teilweise aus akademischer und Volksspezifischer Sicht, am Herzen.
Außerdem konnte ich so auch überprüfen, wer sich Gedanken machte, und wer sich in sein Schneckenhaus verkroch. Beides war eine Art, mit der ich arbeiten konnte und musste. Wir untersuchten, nachdem die Ebene uns keine neuen Erkenntnisse brachte, auch den Ort in Kronwalden, wo einst der Ausgang des Portales befindlich war.
Aber auch das brachte uns keine übergeordnete Information.
Also taten wir, was ich so oder so vorhatte, nur unter dem zusätzlichen Aspekt des Kennenlernens und der Völkerverständigung.
Wir klopften an die Türen des Konziles in Adoran.
Das Gespräch mit Praeceptor von Goldenfall und Magistra von Belfa war deutlich interessant und sie gaben alle (so sah es jedenfalls aus) Informationen was dieses Thema anging, freiwillig heraus.
Sogar über dieses hinaus, um die Fragen meines Neugierigen und fortwährend penetrant Fragen-stellenden Cousin, zur Zufriedenheit zu beantworten.
Alles Weitere würde sich ergeben, wenn sich die gesamte Magierschaft an einen Tisch bewegen würde….
Oh, ein Klos in meinem Hals, wenn ich bedenke, dass ich hier immerhin von Letharen und Arkoritern spreche….
Und… viel schlimmer, von der Familie Omar. Mein Hals… mein armer Hals….
Nunja, wie dem auch sei.
Ich würde abwarten, ich hatte meine Zurückhaltung zugesichert und meine Tranams angewiesen.
Fehlten die Lehrer…
Also schrieb ich einen Brief und heftete ihn in‘s Lehrerzimmer:
Salam Alaikum Schwestern im Geiste und Shokas der Leviathan
Vielleicht habt ihr schon von den Unsicherheiten in der Reiseebene gehört oder sie gesehen. Ich bitte euch, die Portale vorerst nicht zu nutzen, bis wir wissen, was sich dort im Schatten verbirgt.
Anbei sei noch erwähnt, dass die Akademia Arcana zu einem Treffen der gesamten Magierschaft aller Völker und Länder aufrufen wird. Ich habe dahingehend schon mit der Matriarchin Mondstein und dem Praeceptor des Konziles, teilweise schriftlich teilweise verbal, Informationen ausgetauscht.
Ich habe zu diesem Treffen und was die Geschehnisse in der Reiseebene angehen, diskrete Zurückhaltung bezüglich Feindlichkeiten zugesagt.
Der Emir und der Sajneen wurden am gestrigen Abend ebenso von mir Informiert.
Wir werden den Ausgang zum menekanischen Portales absperren lassen, anbei füge ich eine Abschrift des Aushanges.
Taisha, du als Blüte der Omar bist neda dazu verpflichtet, dich mit Letharen und Arkoritern an einen Tisch zu setzen. Ich überlasse dir die Entscheidung, ob du das möchtest oder nicht.
Imraan weiß, dass ich keinem, auch keinem Omar, die Teilnahme verwehre, was ihr jedoch ausmacht, geht mich nichts an.
Der Termin zu dem Treffen steht auch noch neda fest und wird von Matriarchin Mondstein noch per Brief übermittelt.
Passt hudad auf euch auf, und meidet wirklich die Reiseebene, zumindest, wenn ihr alleine seid.
Bei Fragen könnt ihr euch gerne an mich wenden.
Möge die Allmara uns die Ruhe und die Weisheit schenken, dass wir diese Zeit überstehen.
Majid Rasim Omar hat geschrieben: Salam Aleikum Kinder der Durrah,
auf Grund einer noch nicht genau definierten Gefahr, welche in der Reiseebene lauert ist das betreten des Ausganges des menekanischen Portales strikt verboten, bis die Gefahr ausgemacht und beseitigt wurde. Im Norden hat es bereits einen Toten gegeben und zum Schutze des Volkes wurde eine Absperrung an jenem Ort, direkt vor der Karawanserei, errichtet. Es könnten jederzeit riesige Felsbrocken, die den Weg der Reiseebene darstellen, durch das Portal stürzen und jede arme Seele unter sich begraben, welche gerade an diesem exakten Punkt steht.
Für Emir und Volk.
- Sanjak des Reiches der Sonne
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Althan Vylen
Es wurde nicht viel Aufhebens darum gemacht, Sophie und er informierten den Maestro und ja es juckte ihm in den Finger die Zwischensphäre nach dem Wesen abzusuchen. Wahnsinn würden die Einen sagen, das ihm eigene Drängen die Grenzen zu erforschen und zu überschreiten, die Anderen. Missmutig sahs er also in der Burg und ging in der Theorie einige Gedankengänge durch. Ein Dämon, konnte es Kra'thor selbst sein? Schlussendlich war es Jahre her, dass er die Präsenz jenes Dämons spüren durfte ihn sogar sah. Doch die Worte waren eindeutig und so hieß es warten. Warten, dass die Academia Arcana einen Termin für die große Zusammenkunft anberaumen würde. Das endlich lockte ihm doch ein Schmunzeln auf die Lippen, den ganzen blasierten lichten Haufen wiederzusehen und dass sie sich mit Schwarzmagiern abgeben mussten, um die Problematik gemeinsam zu lösen. Es versprach interessant zu werden...
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Kysira Bagosch
Sie stand am Fenster der Bibliothek und sah hinaus auf den Wald. Sie mochte die Aussicht auf der Südseite des Hauses. Alles lag voller Schnee, der Winterwind hatte es schwer die kahlen Äste zu greifen. Die dunkelblauen Augen der kleinen Arkoritherin hatten nur wenig übrig für die Schönheit der Aussicht an diesem Nachmittag. Ihre Gedanken wanderten, wie so oft, zur Reiseebene.
Arenvir von Goldenfall vor Rahal zu treffen hatte sie gewundert. Obwohl er auch schon mal die Bibliothek besucht hatte, war ihr klar gewesen, dass er nicht zum Tee gekommen war. Ebenso erwartete sie von Anfang an keinerlei Angriffe. Das Gespräch war ruhig verlaufen, in der Zeit waren andere Mitglieder des Ordens ebenfalls dazugekommen. Der Praeceptor wirkte nur kurz verunsichert, wie sollte er auch ahnen das er an einem Unterrichtstag aufgelaufen war.
Doch die Informationen die er teilte, waren wichtiger als alte Feindschaften, und so betrachtete die Gruppe den Ort des Geschehens. Althan behütete die Schüler, und ein paar mal während sie das Gefühl hatte irgendwas würde neben ihr durch die Schwärze huschen, hatte sie sich selbst einen Beschützer gewünscht. Sie hatte sich zusammengerissen und auf die Fakten gestürzt um nicht zwischendurch wie ein Mädchen zu erscheinen.
Die Fakten waren erschütternd. Das Tor nach Kronwalden war kollabiert, teile des Weges im leeren Raum einfach abgebrochen und in die primäre Ebene gefallen. Wie sie so schön feststellte: Die meisten Magister würden nicht einmal eine Kerze anbekommen an diesem Ort. Und trotz ihrer Erfahrungen mit der Ebene, welche sie in ihrer Forschungszeit mit Vyel gesammelt hatte: Das hier war erschütternd.
Das Wissen war im Orden, im Tempel und bei den Kindern des All-Einen noch an diesem Abend verbreitet worden. Es war ihr ein Greuel die Übung des Mael'Qil dadurch zu sabotieren, aber das hier war Wichtig. Und nun hieß es warten, bis die Arcana sich regte.... Der Gedanke entlockte ihr ein leises brummen. Zuletzt waren Termine nie wieder zustande gekommen wenn es an der Arcana lag. Viele Tage würde sie der Mondstein nicht mehr geben.
Arenvir von Goldenfall vor Rahal zu treffen hatte sie gewundert. Obwohl er auch schon mal die Bibliothek besucht hatte, war ihr klar gewesen, dass er nicht zum Tee gekommen war. Ebenso erwartete sie von Anfang an keinerlei Angriffe. Das Gespräch war ruhig verlaufen, in der Zeit waren andere Mitglieder des Ordens ebenfalls dazugekommen. Der Praeceptor wirkte nur kurz verunsichert, wie sollte er auch ahnen das er an einem Unterrichtstag aufgelaufen war.
Doch die Informationen die er teilte, waren wichtiger als alte Feindschaften, und so betrachtete die Gruppe den Ort des Geschehens. Althan behütete die Schüler, und ein paar mal während sie das Gefühl hatte irgendwas würde neben ihr durch die Schwärze huschen, hatte sie sich selbst einen Beschützer gewünscht. Sie hatte sich zusammengerissen und auf die Fakten gestürzt um nicht zwischendurch wie ein Mädchen zu erscheinen.
Die Fakten waren erschütternd. Das Tor nach Kronwalden war kollabiert, teile des Weges im leeren Raum einfach abgebrochen und in die primäre Ebene gefallen. Wie sie so schön feststellte: Die meisten Magister würden nicht einmal eine Kerze anbekommen an diesem Ort. Und trotz ihrer Erfahrungen mit der Ebene, welche sie in ihrer Forschungszeit mit Vyel gesammelt hatte: Das hier war erschütternd.
Das Wissen war im Orden, im Tempel und bei den Kindern des All-Einen noch an diesem Abend verbreitet worden. Es war ihr ein Greuel die Übung des Mael'Qil dadurch zu sabotieren, aber das hier war Wichtig. Und nun hieß es warten, bis die Arcana sich regte.... Der Gedanke entlockte ihr ein leises brummen. Zuletzt waren Termine nie wieder zustande gekommen wenn es an der Arcana lag. Viele Tage würde sie der Mondstein nicht mehr geben.
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Leazra Ras
Die Zeit drängte allmählig, würde man verhindern wollen, dass sich bald noch mehr Teile der Reiseebene in unserer Sphäre wiederfinden würden. Von dem pragmatischen Nutzen des Zusammentreffens in der Arcana einmal abgesehen, überstieg die Vorfreude auf dieses illustre Zusammenkommen in ihr beinahe die Verpflichtung etwas gegen eine mögliche Schädigung des Lieds in diesem Ausmaß unternehmen zu müssen. Sie klappte das Buch zu, das sie gerade überflogen hatte und strich mit der Hand über den Einband. Dann starrte sie aus dem Fenster des Konzils in die nächtliche und tiefe Schwärze die der Blick über den entfernten Ozean bot. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, dann überstieg die Vorfreude über das Zusammentreffen und potentielle Forschungsergebnisse in Dämonologie und Sphärenkunde alles andere nicht nur "beinahe" sondern um ein großes Maß. Gut, dass ihre Gedankenwelt kein offenes Buch für andere ist.
Ihr schauderte für einen Moment.
All die verschiedenen Institutionen, Glaubensrichtungen und Gesinnungen auf engstem Raum. Ein brodelnder Kessel der bei einer Nuance an zusätzlicher Hitze überzukochen drohte. Der Abend würde definitiv eine ordentliche Portion Nervenkitzel bieten. Wagt wohlmöglich jemand den fatalen ersten Schritt und löst eine Katastrophe aus? Die führenden Liedkundigen der Reiche auf engstem Raum zusammen. Es gab nur Vermutungen darüber was geschehen könnte, würden soviele unzählige Liedkundige auf einen Schlag das Werk der Schöpferin zu manipulieren versuchen. Die Katastrophe wäre vermutlich weit größer als vermutet. Aus diesem Grund gab es dahingehend schon seit Jahren gutbegründete Regelungen am Konzil.
Sie erwartete eigentlich keine suizidgefährdeten Chaoten. Entgegen weitläufiger Meinung gab es unter den Arkorithern viele die die Grundlagen von gegenseitigem Respekt und Achtung verstanden, wie sie einst erfahren durfte. Der Gedanke an ein Wiedersehen schürte ihr Interesse und sorgte gleichsam für Verwirrung.
Dann ließ sie sich aus dem Fenster fallen und flog in der Gestalt eines majestätischen Adlers in den Nachthimmel.
Ihr schauderte für einen Moment.
All die verschiedenen Institutionen, Glaubensrichtungen und Gesinnungen auf engstem Raum. Ein brodelnder Kessel der bei einer Nuance an zusätzlicher Hitze überzukochen drohte. Der Abend würde definitiv eine ordentliche Portion Nervenkitzel bieten. Wagt wohlmöglich jemand den fatalen ersten Schritt und löst eine Katastrophe aus? Die führenden Liedkundigen der Reiche auf engstem Raum zusammen. Es gab nur Vermutungen darüber was geschehen könnte, würden soviele unzählige Liedkundige auf einen Schlag das Werk der Schöpferin zu manipulieren versuchen. Die Katastrophe wäre vermutlich weit größer als vermutet. Aus diesem Grund gab es dahingehend schon seit Jahren gutbegründete Regelungen am Konzil.
Sie erwartete eigentlich keine suizidgefährdeten Chaoten. Entgegen weitläufiger Meinung gab es unter den Arkorithern viele die die Grundlagen von gegenseitigem Respekt und Achtung verstanden, wie sie einst erfahren durfte. Der Gedanke an ein Wiedersehen schürte ihr Interesse und sorgte gleichsam für Verwirrung.
Dann ließ sie sich aus dem Fenster fallen und flog in der Gestalt eines majestätischen Adlers in den Nachthimmel.
Zuletzt geändert von Leazra Ras am Dienstag 10. Februar 2015, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
*Nachdenklich rückte er seinen Stuhl zurecht. Das helle Zedernholz der Möbel, und das wohl gehegte Arrangement aus Zitronengräsern, verströmten den Geruch von Frieden, Ruhe und Konzentration. Er nahm seine Tasse erkalteten Kräuter-Aufgusses in die Hand und veränderte mit einem behutsamen Weben im laeron, dem Lied, das Gleichgewicht von nen und naur bis die Flüssigkeit wieder zu dampfen begann. Er nippte und die Wärme durchfloss seinen Körper, ging in seinem Körperklang auf; vor ihm ausgebreitet lagen Abschriften der Korrespondenzen, welche die Istorath en-Eledhrim, die Liedweber der Eledhrim, in den letzten Tagen von den Akademien der edain erreicht hatten.*
Die edain, die Eluivegeborenen, der Eledhrim immerwährende Quell von Faszination und Irritation..., so dachte er im Geiste. Ihre größten Geschenke, die ihnen Liedquell Lhinchelw bei ihrer Schöpfung so wohlwollend mitgegeben hatte, waren ihr wertvoller, vollkommen freier Wille und ihre nahezu maßlose Kreativität, letztere begünstigt von ihrer, aus Sicht der Eledhrim, schnellen Generationswechsel. Aber mit diesen Geschenken ging auch ein Tribut einher: das Vergessen.
*Er las erneut die Zeilen vor sich, obwohl sich die Informationen schon längst in seinem Geist verankert hatten; er rückte eines der Dokumente gerade*
Sie ziehen es tatsächlich in Betracht die eglanhoth, die Verbannten, mit zu Rate zu ziehen;
jene, denen das reine Lied von Lhinchelw persönlich als Strafe verwehrt wurde;
jene, die für ihren Verrat ihrer Aufgabe mit dem Tiefblau der Schande gezeichnet wurden und es wie eine Auszeichnung trugen;
jene, die nur noch durch den Lärm des Thawron Thaur, des verabscheuungswürdigen Verderbers, der einst bekannt als Ala’tar durch Eluive selbst seine Existenz begann, das laeron wahrnehmen und korrumpieren konnten;
jene, die nur eine von vielen Rassen von ylynn, pervertierten Kreaturen darstellten, in einer Reihe von schöpfungswidrigen ‚Experimenten‘ des Thawron Thaur, eine Reihe, die genau genommen mit seinen ersten ‚Kindern‘, den gaerhaifn oder Harpien begonnen hatte...
Diese Arkorither der dannen, der von Eluive abgefallenen edain des Westreiches Rahals, jene waren vermutlich wie dieser sogenannte Rat der Altruisten nicht ganz im wahren Bilde, was ihre blauschwarz-gebrandmarkten ylynn-Alliierten im Sinne hatten — und — vermutlich war es ihnen auch gleich, solange es für sie ein Mehr an Macht bedeutete, verbotenes Wissen jeder Form, ohne jegliche Grenzen von Moral und Ethik.
Dessen ungeachtet sollten aber selbst die wirklich neutralen und lichtgewandten Mitglieder dieser Akademia Arcana wissen, oder zumindest vermuten, welche Rolle Thawron Thaur seinen schwarzblau-gebrandmarkten Schergen bei der Störung und Zerstörung des laeron zugedacht hat. Und das Phoenix-Konzil und die Leviathan-Akademie, diese beiden Institutionen beschritten unter den prestyr, den Akademieliedwirkern doch in der Regel noch den rechtschaffensten und liedgetreuesten Weg?! Nun gut, wenn man mal bestimmte Meinungsverschiedenheiten außer Acht lies, wie die Zwangskontrolle von elementaren Entitäten und... nun ja!
War es also Ratlosigkeit? Hilflosigkeit? Verzweiflung?
*er nahm einen Schluck warmen Aufgusses und eine kleine Denkfalte, wie die feine Ader eines Blattes, zeichnete sich auf seiner sonst makellos glatten Stirn ab, während er tief in Gedanken die Schreifedern neben den Dokumenten nach Farbe, Länge und Form der Spitze sortierte*
Natürlich, sad ben-laeron, die liedlose Sphäre, war nicht wirklich ein Teil des Liedes, wenn auch teilweise aus dem Lied gespeist, und somit nicht primär Ziel der Zerstörung, welche die eglanhoth im Namen des Thawron Thaur über das Werk seiner Mutter bringen wollten; aber sad ben-laeron war ein Werkzeug vieler jener, welche das laeron ehrten und somit auch dessen Quell Lhinchelw, die Schöpferin selbst. Es konnte den eglanhoth also nur Recht sein, wenn dieses liedtechnische Konstrukt in sich zusammenfiel und dabei möglichst viel Schaden am laeron und seinen Kreaturen verursachte. Konnten oder wollten die Völker der edain diesen Umstand nicht sehen?
Edain waren für die eglanhoth im Falle Rahals doch nur ein leicht zu ersetzendes Mittel für ihren Zweck und die restlichen Menschenvölker ein verabscheuungswürdiger Teil der Schöpfung, in der Rangliste aufgrund ihrer Vielzahl vermutlich eher vor als nach den Eledhrim.
Man hätte gar nicht erst nach einem Ort wie sad ben-laeron suchen sollen. Gwador istonor Lharan hatte Recht, man sollte sad ben-laeron auf immer versiegeln. Gemeinsam würde man sicher andere Wege finden, in der wahren Bedeutung der Worte, Wege im Einklang mit dem laeron.
Wer kam überhaupt auf die Idee nach einem Ort zu suchen, an dem das laeron nicht existiert? Wer würde in seinen Sinnen auf einer solchen Suche auch nur für einen kurzen Moment die wohltuende und lebensbestätigende Wärme, Geborgenheit, Wahrhaftigkeit und Wahrheit des laeron aufgeben?
Richtig, die edain..., Wesen mit einer Kreativität jenseits ihrer, sogar manchmal jeder Komfortzone. Man durfte dabei aber auch nicht außer Acht lassen, dass die edain eben auch nicht so stark mit dem laeron verwoben waren, eben nicht wie die Eledhrim einzig dem laeron und dessen Bestand und Gleichgewicht verpflichtet waren, und nicht für eben diese Aufgabe geschaffen wurden. Sie hatten Option und Bürde, sich ihren Lebensinhalt und -zweck selbst suchen zu dürfen — oder müssen, selbst sie waren sich in dieser Frage, wie in so vielen, uneins. Und so, so schloss sich auch der Kreis.
*Mit einem Seufzen stapelte er die Schriftstücke akkurat und richtete den Stapel exakt parallel und in gleichen Abstand zu den Tischkanten aus. Dann stand er auf, stellte den Zedernstuhl ordentlich mittig an den Schreibtisch, ging die Treppe hinab in den Raum mit dem Dach aus Glas, in welchem gwathel Faen’iel in einem Sessel unter den Sternen bereits die îdh, die tiefe Ruhemeditation der Eledhrim begonnen hatte. Er setzte sich in seinen Sessel und schloss die Augen. Als sich sein Geist beruhigte und auf die erinnerungsreiche îdh vorbereitete, sprach er leise und mit sanfter Stimme seine Anfangsgedanken aus und fügte einen weiteren an:*
„Faszination und Irritation. Freier Wille, Kreativität, das Vergessen...
und eine Sichtweise und Logik in unzähligen Stufen Grau.“
Die edain, die Eluivegeborenen, der Eledhrim immerwährende Quell von Faszination und Irritation..., so dachte er im Geiste. Ihre größten Geschenke, die ihnen Liedquell Lhinchelw bei ihrer Schöpfung so wohlwollend mitgegeben hatte, waren ihr wertvoller, vollkommen freier Wille und ihre nahezu maßlose Kreativität, letztere begünstigt von ihrer, aus Sicht der Eledhrim, schnellen Generationswechsel. Aber mit diesen Geschenken ging auch ein Tribut einher: das Vergessen.
*Er las erneut die Zeilen vor sich, obwohl sich die Informationen schon längst in seinem Geist verankert hatten; er rückte eines der Dokumente gerade*
Sie ziehen es tatsächlich in Betracht die eglanhoth, die Verbannten, mit zu Rate zu ziehen;
jene, denen das reine Lied von Lhinchelw persönlich als Strafe verwehrt wurde;
jene, die für ihren Verrat ihrer Aufgabe mit dem Tiefblau der Schande gezeichnet wurden und es wie eine Auszeichnung trugen;
jene, die nur noch durch den Lärm des Thawron Thaur, des verabscheuungswürdigen Verderbers, der einst bekannt als Ala’tar durch Eluive selbst seine Existenz begann, das laeron wahrnehmen und korrumpieren konnten;
jene, die nur eine von vielen Rassen von ylynn, pervertierten Kreaturen darstellten, in einer Reihe von schöpfungswidrigen ‚Experimenten‘ des Thawron Thaur, eine Reihe, die genau genommen mit seinen ersten ‚Kindern‘, den gaerhaifn oder Harpien begonnen hatte...
Diese Arkorither der dannen, der von Eluive abgefallenen edain des Westreiches Rahals, jene waren vermutlich wie dieser sogenannte Rat der Altruisten nicht ganz im wahren Bilde, was ihre blauschwarz-gebrandmarkten ylynn-Alliierten im Sinne hatten — und — vermutlich war es ihnen auch gleich, solange es für sie ein Mehr an Macht bedeutete, verbotenes Wissen jeder Form, ohne jegliche Grenzen von Moral und Ethik.
Dessen ungeachtet sollten aber selbst die wirklich neutralen und lichtgewandten Mitglieder dieser Akademia Arcana wissen, oder zumindest vermuten, welche Rolle Thawron Thaur seinen schwarzblau-gebrandmarkten Schergen bei der Störung und Zerstörung des laeron zugedacht hat. Und das Phoenix-Konzil und die Leviathan-Akademie, diese beiden Institutionen beschritten unter den prestyr, den Akademieliedwirkern doch in der Regel noch den rechtschaffensten und liedgetreuesten Weg?! Nun gut, wenn man mal bestimmte Meinungsverschiedenheiten außer Acht lies, wie die Zwangskontrolle von elementaren Entitäten und... nun ja!
War es also Ratlosigkeit? Hilflosigkeit? Verzweiflung?
*er nahm einen Schluck warmen Aufgusses und eine kleine Denkfalte, wie die feine Ader eines Blattes, zeichnete sich auf seiner sonst makellos glatten Stirn ab, während er tief in Gedanken die Schreifedern neben den Dokumenten nach Farbe, Länge und Form der Spitze sortierte*
Natürlich, sad ben-laeron, die liedlose Sphäre, war nicht wirklich ein Teil des Liedes, wenn auch teilweise aus dem Lied gespeist, und somit nicht primär Ziel der Zerstörung, welche die eglanhoth im Namen des Thawron Thaur über das Werk seiner Mutter bringen wollten; aber sad ben-laeron war ein Werkzeug vieler jener, welche das laeron ehrten und somit auch dessen Quell Lhinchelw, die Schöpferin selbst. Es konnte den eglanhoth also nur Recht sein, wenn dieses liedtechnische Konstrukt in sich zusammenfiel und dabei möglichst viel Schaden am laeron und seinen Kreaturen verursachte. Konnten oder wollten die Völker der edain diesen Umstand nicht sehen?
Edain waren für die eglanhoth im Falle Rahals doch nur ein leicht zu ersetzendes Mittel für ihren Zweck und die restlichen Menschenvölker ein verabscheuungswürdiger Teil der Schöpfung, in der Rangliste aufgrund ihrer Vielzahl vermutlich eher vor als nach den Eledhrim.
Man hätte gar nicht erst nach einem Ort wie sad ben-laeron suchen sollen. Gwador istonor Lharan hatte Recht, man sollte sad ben-laeron auf immer versiegeln. Gemeinsam würde man sicher andere Wege finden, in der wahren Bedeutung der Worte, Wege im Einklang mit dem laeron.
Wer kam überhaupt auf die Idee nach einem Ort zu suchen, an dem das laeron nicht existiert? Wer würde in seinen Sinnen auf einer solchen Suche auch nur für einen kurzen Moment die wohltuende und lebensbestätigende Wärme, Geborgenheit, Wahrhaftigkeit und Wahrheit des laeron aufgeben?
Richtig, die edain..., Wesen mit einer Kreativität jenseits ihrer, sogar manchmal jeder Komfortzone. Man durfte dabei aber auch nicht außer Acht lassen, dass die edain eben auch nicht so stark mit dem laeron verwoben waren, eben nicht wie die Eledhrim einzig dem laeron und dessen Bestand und Gleichgewicht verpflichtet waren, und nicht für eben diese Aufgabe geschaffen wurden. Sie hatten Option und Bürde, sich ihren Lebensinhalt und -zweck selbst suchen zu dürfen — oder müssen, selbst sie waren sich in dieser Frage, wie in so vielen, uneins. Und so, so schloss sich auch der Kreis.
*Mit einem Seufzen stapelte er die Schriftstücke akkurat und richtete den Stapel exakt parallel und in gleichen Abstand zu den Tischkanten aus. Dann stand er auf, stellte den Zedernstuhl ordentlich mittig an den Schreibtisch, ging die Treppe hinab in den Raum mit dem Dach aus Glas, in welchem gwathel Faen’iel in einem Sessel unter den Sternen bereits die îdh, die tiefe Ruhemeditation der Eledhrim begonnen hatte. Er setzte sich in seinen Sessel und schloss die Augen. Als sich sein Geist beruhigte und auf die erinnerungsreiche îdh vorbereitete, sprach er leise und mit sanfter Stimme seine Anfangsgedanken aus und fügte einen weiteren an:*
„Faszination und Irritation. Freier Wille, Kreativität, das Vergessen...
und eine Sichtweise und Logik in unzähligen Stufen Grau.“
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Yoniri Kraehenfels
Fleissig wie ein Bienchen hackte, mörsterte, verdünnte und filterte Yoniri Tränke, spät war es geworden darüber und hier und da schlich sich ein Gähnen ein und sie schielte zur Stundenkerze und beschloss nur noch die letzten zwölf Tränke für das Fass zu machen und dann Schlafen zu gehen.
'Poch, poch, poch' schlug jemand an die Tür und aus dem Halbtraum den sie beim Mischen hatte fuhr sie hoch. "Ich komme" rief sie, oder dachte sie das nur? Fegte die Kräuterschnipsel beiseite und stand auf, es waren ja nur zwei Schritt in ihrem kleinen Häuschen. "Seinen Segen" Murmelte sie den späten Gästen zu und winkte sie herein. Beim zuziehen der Tür musste sie Blinzeln, irgendeiner ihrer Sinne regstrierte etwas. Flackerten da die Strassenlaternen und war das nicht ein irgendwie formloser Schatten wo keiner hin gehörte? Sie schaute genauer und sah nichts, die Laterne brannte stehtig. So versuchte sie sich wie sie es in den ersten Stunden an der Academia erklärt bekommen hatte auf das Lied zu konzentrieren. War das nun ein echtes Flackern gewesen oder hatte etwas an ihrer Verbindung zum Lied "geflackert". Egal, am Nächsten Morgen würde sie sofort Tzion aufsuchen und es ihm erzählen und einen Brief an die Academia ... Na vielleicht nicht, erstmal Tzion, ihr Mentor würde schon wissen was sie machen sollte. Und so wendete sie sich ihren Gästen zu.
'Poch, poch, poch' schlug jemand an die Tür und aus dem Halbtraum den sie beim Mischen hatte fuhr sie hoch. "Ich komme" rief sie, oder dachte sie das nur? Fegte die Kräuterschnipsel beiseite und stand auf, es waren ja nur zwei Schritt in ihrem kleinen Häuschen. "Seinen Segen" Murmelte sie den späten Gästen zu und winkte sie herein. Beim zuziehen der Tür musste sie Blinzeln, irgendeiner ihrer Sinne regstrierte etwas. Flackerten da die Strassenlaternen und war das nicht ein irgendwie formloser Schatten wo keiner hin gehörte? Sie schaute genauer und sah nichts, die Laterne brannte stehtig. So versuchte sie sich wie sie es in den ersten Stunden an der Academia erklärt bekommen hatte auf das Lied zu konzentrieren. War das nun ein echtes Flackern gewesen oder hatte etwas an ihrer Verbindung zum Lied "geflackert". Egal, am Nächsten Morgen würde sie sofort Tzion aufsuchen und es ihm erzählen und einen Brief an die Academia ... Na vielleicht nicht, erstmal Tzion, ihr Mentor würde schon wissen was sie machen sollte. Und so wendete sie sich ihren Gästen zu.
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Der Erzähler
Schon lange waren die Schritte seiner Kinder verhallt und die Dunkelheit umgab die Wege der Sphäre wie ein samtenes, stilles Tuch, durchzogen von den Lichtschimmern der dünnwandigen Durchgänge.
Immer seltener durchbrachen schwarze Schatten das einfallende Licht und das einstige Getümmel nahm den ruhigen Fluss von Fischschwärmen an, die durch die tiefe der Meere glitten.
Ihre Anzahl hatte sich spürbar dezimiert und die wenigen, verbliebenen teilten sich die schlafenden Nahrungsquellen, an denen sie sich festsetzten wie hungrige, existenzsaugende Blutegel.
Wie ein dünner Strom sickerte die geistige Energie aus dem aufgeladenen Bergkristall und verteilte sich als feines Gespinst über den zerbrochenen Weg, erhob sich und sickerte zeitgleich durch Risse in die Dunkelheit. Der verzerrte Klang durchtränkte Schritt um Schritt jeden Zoll des brüchigen Untergrundes und kroch langsam durch die lose zusammenhaltende Struktur. Immer mehr der feinen Partikel verfingen sich darin, formten sich zu einem fragilen Dasein aus, das in den Rissen des Weges wuchernd kristallisierte.
Angelockt von der fließenden Bewegung im Raum kroch der erste Schwarm heran, formwandelnde Leiber strichen ineinander und umkreisten den kleinen Kristallbrocken in hungriger Neugierde. Die tiefschwarzen Körper verschmolzen in einem gewaltigen Wirbel und die brüchige Restexistenz des Weges wurde zum stillen Auge des Sturms.
Noch nicht einmal zur Hälfte entladen, aktivierte der Bergkristall eine andere, durchaus verhängsnisvolle Eigenschaft. Die eingebettete Energie in seinem Inneren vernetzte sich fein und kaum wahrnehmbar mit dem Untergrund, griff nach dessen Existenz und trennte sie als Reinform daraus hervor um sie pulsierend einzusaugen. Nicht ausreichend seine Entladung wirklich auszugleichen, jedoch genug um den lose zusammen hängenden Elementen den Halt zu nehmen. Zahlreich lösten sich die Partikel aus dem Weg, wurden von der austretenden geistigen Energie wieder eingefangen und wucherten unkontrolliert. Knackend fraßen sich neue Risse unter dem Bergkristall hervor, lösten kleine Brocken, die in die Dunkelheit rieselten.
Das spärlich hereinschimmernde Licht des Durchgangs nach Adoran brach sich in schillernden schwarzen Schuppen die über einen lang gezogenen Körper hinwegflossen. Wie ein Hai durchbrach er den Wirbel aus kleinen, schattigen Leibern und der Schwarm stob in alle Richtungen davon. Nur einige, besonders stark vom Fressrausch getriebene, räumten das Feld nicht vollständig und umschwirrten wie ein aufgebrachter Mückenschwarm die nahe Umgebung. Lauerten darauf, dass der größere Artgenosse unachtsam wurde, oder das Interesse wieder verlor.
Auch diese Kreatur war dem Ruf seines niederen Artgenossen geflogt. Es witterte die Fährte seines bereits übergetretenen Konkurenten,wie auch die der Anderen. Der gewaltige Leib blähte sich auf und sonderte feine, fadenartige Tentakeln aus, die aufgeregt zu zittern begannen. Interessiert verfolgte es die Bewegungen seiner Geschwister, die einen Schwarm nach dem anderen aufstoben ließen, verfolgte fasziniert die flüchtenden, niederen Parasiten, wie sie durch die Lichtschimmer hindurch brachen und aus dieser dunklen Welt verschwanden.
Knackend gab der Boden schlussendlich nach und riss den Kristall mit sich in die Dunkelheit. Ein Gewirr aus schwarzen kleinen Leibern folgte ihm wie ein Schwarm gieriger Möwen im Sturzflug. Zurück blieb eine Wolke aus losen Elementen, die sich nach und nach wieder mit der einickernden Energie aus dem nahen Durchgang vermischten. Kaum war die Quelle verschwunden begannen auch die porösen Auswucherungen langsam vor sich hin zu bröckeln, ungenährt durch die fehlende Bindung an den Hauptstrom.
_________________________________________________________________________________________
Immer seltener waren nun Bewegungen in der Dunkelheit auszumachen, beinahe mochte es den Betrachter an die einstige abgrundtiefe Ruhe erinnern, die der Sphärenraum einmal inne hatte.
Die bekannten, dämonenartigen Kreaturen verweilten noch immer in ihrem Dämmerzustand zwischen den Wegen, nur geringfügig schien sich bei dem ein oder anderen die Position leicht verändert zu haben, doch vielleicht war es auch nur die Sinnestäuschung des verwirrten Beobachters, der die neue Situation nur mit Skepsis aufnehmen konnte.
Ein kleiner winziger Schwarm hielt sich hartnäckig in seinem Fressrausch, festgesaugt an der gewaltigen Kreatur, auf deren lederartigen Haut der schwache Lichteinfall eines Durchganges golden schimmerte. Seine Essenz, mittlerweile kaum noch wahrnehmbar, sickerte stetig aus ihm heraus und wurde gierig aufgesaugt und der einstige Dämmerzustand war schon lange in eine Starre der Schwäche übergegangen, die ein Erwachen nicht mehr zuließ.
Der goldene Schimmer stumpfte ab und wandelte sich in ein schlammiges Grau. Feine Risse vernetzten sich über das gewaltige Antlitz, erzeugten das Geräusch von reißendem Papier.
Die ersten schwarzen Leiber sonderten sich ab und schlängelten sich zurück in die Dunkelheit, als die Nahrung zur Neige ging, dann wandelte sich das Reißen in das Knacken von zerspringendem Gestein. Mit einem letzten Aufstöhnen brauch die Kreatur in sich zusammen, der Leib zersplitterte wie ein brüchiger Kristall und regnete in die Dunkelheit hinab.
Ein gewaltiger Aufschrei brachte die Wege des Raumes zum Beben, ein Zweiter flechtete seinen Klang mit ein, dann erhob sich ein Chor, der bis durch die Durchgänge nach draußen Klang und in der Welt nachhallte.
Die Kreaturen der Zwischensphäre waren erwacht....
Immer seltener durchbrachen schwarze Schatten das einfallende Licht und das einstige Getümmel nahm den ruhigen Fluss von Fischschwärmen an, die durch die tiefe der Meere glitten.
Ihre Anzahl hatte sich spürbar dezimiert und die wenigen, verbliebenen teilten sich die schlafenden Nahrungsquellen, an denen sie sich festsetzten wie hungrige, existenzsaugende Blutegel.
Wie ein dünner Strom sickerte die geistige Energie aus dem aufgeladenen Bergkristall und verteilte sich als feines Gespinst über den zerbrochenen Weg, erhob sich und sickerte zeitgleich durch Risse in die Dunkelheit. Der verzerrte Klang durchtränkte Schritt um Schritt jeden Zoll des brüchigen Untergrundes und kroch langsam durch die lose zusammenhaltende Struktur. Immer mehr der feinen Partikel verfingen sich darin, formten sich zu einem fragilen Dasein aus, das in den Rissen des Weges wuchernd kristallisierte.
Angelockt von der fließenden Bewegung im Raum kroch der erste Schwarm heran, formwandelnde Leiber strichen ineinander und umkreisten den kleinen Kristallbrocken in hungriger Neugierde. Die tiefschwarzen Körper verschmolzen in einem gewaltigen Wirbel und die brüchige Restexistenz des Weges wurde zum stillen Auge des Sturms.
Noch nicht einmal zur Hälfte entladen, aktivierte der Bergkristall eine andere, durchaus verhängsnisvolle Eigenschaft. Die eingebettete Energie in seinem Inneren vernetzte sich fein und kaum wahrnehmbar mit dem Untergrund, griff nach dessen Existenz und trennte sie als Reinform daraus hervor um sie pulsierend einzusaugen. Nicht ausreichend seine Entladung wirklich auszugleichen, jedoch genug um den lose zusammen hängenden Elementen den Halt zu nehmen. Zahlreich lösten sich die Partikel aus dem Weg, wurden von der austretenden geistigen Energie wieder eingefangen und wucherten unkontrolliert. Knackend fraßen sich neue Risse unter dem Bergkristall hervor, lösten kleine Brocken, die in die Dunkelheit rieselten.
Das spärlich hereinschimmernde Licht des Durchgangs nach Adoran brach sich in schillernden schwarzen Schuppen die über einen lang gezogenen Körper hinwegflossen. Wie ein Hai durchbrach er den Wirbel aus kleinen, schattigen Leibern und der Schwarm stob in alle Richtungen davon. Nur einige, besonders stark vom Fressrausch getriebene, räumten das Feld nicht vollständig und umschwirrten wie ein aufgebrachter Mückenschwarm die nahe Umgebung. Lauerten darauf, dass der größere Artgenosse unachtsam wurde, oder das Interesse wieder verlor.
Auch diese Kreatur war dem Ruf seines niederen Artgenossen geflogt. Es witterte die Fährte seines bereits übergetretenen Konkurenten,wie auch die der Anderen. Der gewaltige Leib blähte sich auf und sonderte feine, fadenartige Tentakeln aus, die aufgeregt zu zittern begannen. Interessiert verfolgte es die Bewegungen seiner Geschwister, die einen Schwarm nach dem anderen aufstoben ließen, verfolgte fasziniert die flüchtenden, niederen Parasiten, wie sie durch die Lichtschimmer hindurch brachen und aus dieser dunklen Welt verschwanden.
Knackend gab der Boden schlussendlich nach und riss den Kristall mit sich in die Dunkelheit. Ein Gewirr aus schwarzen kleinen Leibern folgte ihm wie ein Schwarm gieriger Möwen im Sturzflug. Zurück blieb eine Wolke aus losen Elementen, die sich nach und nach wieder mit der einickernden Energie aus dem nahen Durchgang vermischten. Kaum war die Quelle verschwunden begannen auch die porösen Auswucherungen langsam vor sich hin zu bröckeln, ungenährt durch die fehlende Bindung an den Hauptstrom.
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Immer seltener waren nun Bewegungen in der Dunkelheit auszumachen, beinahe mochte es den Betrachter an die einstige abgrundtiefe Ruhe erinnern, die der Sphärenraum einmal inne hatte.
Die bekannten, dämonenartigen Kreaturen verweilten noch immer in ihrem Dämmerzustand zwischen den Wegen, nur geringfügig schien sich bei dem ein oder anderen die Position leicht verändert zu haben, doch vielleicht war es auch nur die Sinnestäuschung des verwirrten Beobachters, der die neue Situation nur mit Skepsis aufnehmen konnte.
Ein kleiner winziger Schwarm hielt sich hartnäckig in seinem Fressrausch, festgesaugt an der gewaltigen Kreatur, auf deren lederartigen Haut der schwache Lichteinfall eines Durchganges golden schimmerte. Seine Essenz, mittlerweile kaum noch wahrnehmbar, sickerte stetig aus ihm heraus und wurde gierig aufgesaugt und der einstige Dämmerzustand war schon lange in eine Starre der Schwäche übergegangen, die ein Erwachen nicht mehr zuließ.
Der goldene Schimmer stumpfte ab und wandelte sich in ein schlammiges Grau. Feine Risse vernetzten sich über das gewaltige Antlitz, erzeugten das Geräusch von reißendem Papier.
Die ersten schwarzen Leiber sonderten sich ab und schlängelten sich zurück in die Dunkelheit, als die Nahrung zur Neige ging, dann wandelte sich das Reißen in das Knacken von zerspringendem Gestein. Mit einem letzten Aufstöhnen brauch die Kreatur in sich zusammen, der Leib zersplitterte wie ein brüchiger Kristall und regnete in die Dunkelheit hinab.
Ein gewaltiger Aufschrei brachte die Wege des Raumes zum Beben, ein Zweiter flechtete seinen Klang mit ein, dann erhob sich ein Chor, der bis durch die Durchgänge nach draußen Klang und in der Welt nachhallte.
Die Kreaturen der Zwischensphäre waren erwacht....
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Samstag 21. Februar 2015, 17:13, insgesamt 2-mal geändert.
- Tzion Kalias Daley
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- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
*es war sowieso schon ein ereignisreicher Tag für ihn gewesen, nachdem er zusammen mit Knappe Bruchsteig sein erstes Bürgergespräch geführt hat dachte er, heute könnte jene doch interessante Begebenheit nichts mehr toppen.
Doch das war weit gefehlt...**
„Tzion, was ist das!?“ *schrie Rayana lauthals, noch bevor er die Gefahr überhaupt erblickt hat* “Los, schlag drauf ein!“ *War Enomis Rat bei diesem „Angriff“.*
Die drei sind gerade bei der neuen Düsterseer Bewohnerin „eingefallen“ Charlene Arnwald, als sich auch schon dieses dunkle Etwas näherte.
Blitzschnell hat es sich durch Tzions Mantel gefressen und seine spitzen Zähne durch die Hose aus dickem Balronleder gebohrt.** “ARGH!!“*ein Schmerzensschrei von ihm, doch der kurze spitze Schmerz war gar nicht das wirklich gefährliche.
Wenige Momente später, wurde ihm fast schwarz vor den Augen … das Lied, die Verbindung? Immer schwerer konnte er die Verbindung aufrecht halten, nicht mal mehr zu einer kleinsten Applikation war er fähig.
Als würde ihm dieses kleine Vieh mit den unnatürlich schwarzen Augen seine Energien rauben? Auf jeden Fall störte es seine Konzentration ungemein, jedoch … nicht wegen dem Schmerz, nein so etwas hat er inzwischen gelernt zu ignorieren … es war irgendwie, anders?*
“UUGGGHH!!!“*ein Aufatmen, als würde er wieder Luft bekommen, die Welt wurde klarer und diese pochenden Kopfschmerzen, dieses Dröhnen es ist … abgeklungen?
Nach wenigen Momenten öffnete er wieder die Augen und sah, warum seine Pein ein Ende hatte.
Gerade noch in einem Meer aus merkwürdiger tief schwarzer Flüssigkeit gehockt, versickerte jene gerade rückstandslos im Boden. Sein Blick hinauf … da steckte Rayana gerade ihren Bogen weg, sie hatte es erschossen … jenes Wesen, klein schwarz und unglaublich fiese Augen …
Was war es … ist es aus der Metaebene gekommen? … Yoniri erzählte ihm … von Schatten, vom Flackern … ist es ausgebrochen? … Das müssen die anderen erfahren ...
Doch das war weit gefehlt...**
„Tzion, was ist das!?“ *schrie Rayana lauthals, noch bevor er die Gefahr überhaupt erblickt hat* “Los, schlag drauf ein!“ *War Enomis Rat bei diesem „Angriff“.*
Die drei sind gerade bei der neuen Düsterseer Bewohnerin „eingefallen“ Charlene Arnwald, als sich auch schon dieses dunkle Etwas näherte.
Blitzschnell hat es sich durch Tzions Mantel gefressen und seine spitzen Zähne durch die Hose aus dickem Balronleder gebohrt.** “ARGH!!“*ein Schmerzensschrei von ihm, doch der kurze spitze Schmerz war gar nicht das wirklich gefährliche.
Wenige Momente später, wurde ihm fast schwarz vor den Augen … das Lied, die Verbindung? Immer schwerer konnte er die Verbindung aufrecht halten, nicht mal mehr zu einer kleinsten Applikation war er fähig.
Als würde ihm dieses kleine Vieh mit den unnatürlich schwarzen Augen seine Energien rauben? Auf jeden Fall störte es seine Konzentration ungemein, jedoch … nicht wegen dem Schmerz, nein so etwas hat er inzwischen gelernt zu ignorieren … es war irgendwie, anders?*
“UUGGGHH!!!“*ein Aufatmen, als würde er wieder Luft bekommen, die Welt wurde klarer und diese pochenden Kopfschmerzen, dieses Dröhnen es ist … abgeklungen?
Nach wenigen Momenten öffnete er wieder die Augen und sah, warum seine Pein ein Ende hatte.
Gerade noch in einem Meer aus merkwürdiger tief schwarzer Flüssigkeit gehockt, versickerte jene gerade rückstandslos im Boden. Sein Blick hinauf … da steckte Rayana gerade ihren Bogen weg, sie hatte es erschossen … jenes Wesen, klein schwarz und unglaublich fiese Augen …
Was war es … ist es aus der Metaebene gekommen? … Yoniri erzählte ihm … von Schatten, vom Flackern … ist es ausgebrochen? … Das müssen die anderen erfahren ...