Roter Ritter, Weißer Firn, Flammenmeer und Eisgestirn
- Rahelle Calamahr
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Gewitterblümchen
Im Dickicht der Zeit,
Im Erdreich versteckt,
Liegt weich ins Kleid,
Trockener Zweige gedeckt,
Verborgen im Laub,
Ein Körnchen im Staub.
Von fernher vom Hang,
Verkündet ein Klopfen,
Vereinzelt in Tropfen,
Des Himmels Gesang.
Weit über den Wiesen,
Verdunkeln die Riesen,
Aus blauschwarzen Watten,
Die Wolken, die Sonn!
Mit goldnen Krawatten,
Im Himmel zu singen,
Mit Wonne wolln,
Diese da niesen!
Es prustet und hustet,
Die Erde wird naß.
Das Körnchen zur Blume,
Der Himmel zu Glas.

Im Dickicht der Zeit,
Im Erdreich versteckt,
Liegt weich ins Kleid,
Trockener Zweige gedeckt,
Verborgen im Laub,
Ein Körnchen im Staub.
Von fernher vom Hang,
Verkündet ein Klopfen,
Vereinzelt in Tropfen,
Des Himmels Gesang.
Weit über den Wiesen,
Verdunkeln die Riesen,
Aus blauschwarzen Watten,
Die Wolken, die Sonn!
Mit goldnen Krawatten,
Im Himmel zu singen,
Mit Wonne wolln,
Diese da niesen!
Es prustet und hustet,
Die Erde wird naß.
Das Körnchen zur Blume,
Der Himmel zu Glas.
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Sonntag 16. Juli 2017, 03:01, insgesamt 10-mal geändert.
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Nadel & Gabel
Führt das Madel,
Wie als Nadel,
Fein die Gabel,
Hin zum Schnabel,
Liest die Tant' 'ne Fabel!
Rührt es Klaun,
Im Tortenschaum,
Ist der Saum,
Kaum anzuschaun -
Wird der Traum zum Tadel.

Führt das Madel,
Wie als Nadel,
Fein die Gabel,
Hin zum Schnabel,
Liest die Tant' 'ne Fabel!
Rührt es Klaun,
Im Tortenschaum,
Ist der Saum,
Kaum anzuschaun -
Wird der Traum zum Tadel.
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Donnerstag 20. Oktober 2016, 03:08, insgesamt 3-mal geändert.
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Winterfee
Kronprinzesschen Wintersee,
Spielte einmal mit dem Schnee:
"Winter! Winter! Geh' doch, geh'!"
"Denn ich bin die Frühlingsfee!"
Herzballons weit in die Luft,
Warf am Strand sie viele,
Hoch im Frühlingsblütenduft,
Dass der Wind drin spiele.
"Hummeln und bloß bunte Sachen ...",
Hörte man es lachen,
"Machen meine Zauberlocken,
Fort mit blassen Flocken!"
Wie ein kleiner Eismeernachen,
Dieses hört, krebst er ins Meer,
Krumm im Sand, die Flüglein schwer,
Als gäb's keine Drachen.

Kronprinzesschen Wintersee,
Spielte einmal mit dem Schnee:
"Winter! Winter! Geh' doch, geh'!"
"Denn ich bin die Frühlingsfee!"
Herzballons weit in die Luft,
Warf am Strand sie viele,
Hoch im Frühlingsblütenduft,
Dass der Wind drin spiele.
"Hummeln und bloß bunte Sachen ...",
Hörte man es lachen,
"Machen meine Zauberlocken,
Fort mit blassen Flocken!"
Wie ein kleiner Eismeernachen,
Dieses hört, krebst er ins Meer,
Krumm im Sand, die Flüglein schwer,
Als gäb's keine Drachen.
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Donnerstag 20. Oktober 2016, 03:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Schneeflocken
Winters, hoch auf einem Ast,
Sitzt ein Vöglein, das hält Rast.
Flöckchen falln ins Federkleid,
Still bleibt es, wie eingeschneit.
Winde blähn sich um es auf,
Rufen: Stillles Vöglein, lauf!
Morgens fällt die Sonne hin,
Sonnenlicht streicht Kleid und Kinn,
Eines frühlingstags Beginn,
Biegt den Schnabel hin zur Last,
Es: "Warum soviel Morast?
Warum fröstelts mich im Kleid?"

Winters, hoch auf einem Ast,
Sitzt ein Vöglein, das hält Rast.
Flöckchen falln ins Federkleid,
Still bleibt es, wie eingeschneit.
Winde blähn sich um es auf,
Rufen: Stillles Vöglein, lauf!
Morgens fällt die Sonne hin,
Sonnenlicht streicht Kleid und Kinn,
Eines frühlingstags Beginn,
Biegt den Schnabel hin zur Last,
Es: "Warum soviel Morast?
Warum fröstelts mich im Kleid?"
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Donnerstag 20. Oktober 2016, 03:10, insgesamt 8-mal geändert.
- Rahelle Calamahr
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Hase, Katze und Vogel treffen sich im Winter
Sosoi: Dobroituca, sohalean? (Hase: Grüße, was hast du gefressen?)
(Do-br*oi-tuka, ßohal-äan)
Pisica: Doar ceea ce nu gaseam. (Katze: Nur, was ich nicht fand.)
(Do-ar* tschea - tsche - nu - gäs - am)
Vogel: Alles, was ich finden kann.
-
Pisica: Cum puteai cauta mai jos? (Katze: Wie konntest du (nur) weit(er) unten suchen?)
(Kum - putaí - kau - tá - mai - dschóß)
Vogel: Was ich späh', ist selten groß.
Sosoi: Motomanga sar busos? (Hase: Sage mir doch, wie du heißt?)
(mot - o - manga - ßar* - buß - ós)
-
Vogel: Star. Falleisen. Immer-da.
Sosoi: Star? Camis te jas manta? (Hase: Warum? Kommst du mit mir?)
(Schtar*? Kamis te dschás mantá?)
Pisica: Ca steluta? Esti asa? (Katze: Wie ein Sternchen? So bist du?)
(Ka stelú-za? Jescht aschá?)
-
Sosoi: Shukar san ... meraptuchi! (Hase: Süß bist du ... ich liebe dich!)
(Schu-kar* san mer*aptutschi)
Pisica: Iepr'e nu te-ndragosti! (Katze: Karnickel, verknall' dich nicht!)
(Jep'r*e, nu te indr*ä-gostí!)
Vogel: Sei dir gnädig, Häschen, flieh!
-
Pisica: Totul ii degeaba, stiu. (Katze: Alles ist vergeblich, ich weiß.)
(Totul je de-dscheába, schtiú)
Vogel: Meinen Würmern schau' ich zu.
Sosoi: Merav anda tu! (Hase: Ich sterbe für dich!)
(Meraw-anda-tu!)

{Hase: Romanes; Katze: Rumänisch}
Sosoi: Dobroituca, sohalean? (Hase: Grüße, was hast du gefressen?)
(Do-br*oi-tuka, ßohal-äan)
Pisica: Doar ceea ce nu gaseam. (Katze: Nur, was ich nicht fand.)
(Do-ar* tschea - tsche - nu - gäs - am)
Vogel: Alles, was ich finden kann.
-
Pisica: Cum puteai cauta mai jos? (Katze: Wie konntest du (nur) weit(er) unten suchen?)
(Kum - putaí - kau - tá - mai - dschóß)
Vogel: Was ich späh', ist selten groß.
Sosoi: Motomanga sar busos? (Hase: Sage mir doch, wie du heißt?)
(mot - o - manga - ßar* - buß - ós)
-
Vogel: Star. Falleisen. Immer-da.
Sosoi: Star? Camis te jas manta? (Hase: Warum? Kommst du mit mir?)
(Schtar*? Kamis te dschás mantá?)
Pisica: Ca steluta? Esti asa? (Katze: Wie ein Sternchen? So bist du?)
(Ka stelú-za? Jescht aschá?)
-
Sosoi: Shukar san ... meraptuchi! (Hase: Süß bist du ... ich liebe dich!)
(Schu-kar* san mer*aptutschi)
Pisica: Iepr'e nu te-ndragosti! (Katze: Karnickel, verknall' dich nicht!)
(Jep'r*e, nu te indr*ä-gostí!)
Vogel: Sei dir gnädig, Häschen, flieh!
-
Pisica: Totul ii degeaba, stiu. (Katze: Alles ist vergeblich, ich weiß.)
(Totul je de-dscheába, schtiú)
Vogel: Meinen Würmern schau' ich zu.
Sosoi: Merav anda tu! (Hase: Ich sterbe für dich!)
(Meraw-anda-tu!)
{Hase: Romanes; Katze: Rumänisch}
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Freitag 20. Februar 2015, 05:14, insgesamt 8-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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- Verweis. Aufwärts und abwärts. -
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Freitag 26. Juni 2015, 05:38, insgesamt 6-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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Rahelle Calamahr hat geschrieben:Feldstaub
Einmal geht die Wieselin,
Übers Feld in Sätzen hin,
Sonnenwärme peitscht die Luft,
Rasch zerstäubt der Blütenduft,
Was da in die Nüstern steigt,
Kitzelt bis es schließlich schweigt.
Reulos schnaubt sie, wie sie kann,
Schaut kurz ihre Pfoten an,
Schielt noch scheu an sich herab,
Sucht nach einem Pollengrab,
Findet nichts, sieht endlich drein,
Auf den Staub und ihren Schrein,
Auf den Grund im Grund - das Sein.
Für die Kunst!
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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Pupilă
Von den Rändern geht ein Bach,
In Mäandern auf ein Dach,
Rötlich über weißes Glas,
Das der Regenbogen maß.
Rundher um den Bernsteinteich,
Welcher einem Strudel gleich,
Sonnenwinden ausgesetzt,
Um Onyxens Netzchen hetzt.

Von den Rändern geht ein Bach,
In Mäandern auf ein Dach,
Rötlich über weißes Glas,
Das der Regenbogen maß.
Rundher um den Bernsteinteich,
Welcher einem Strudel gleich,
Sonnenwinden ausgesetzt,
Um Onyxens Netzchen hetzt.
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Donnerstag 20. Oktober 2016, 03:05, insgesamt 2-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Graulist Eisenjam
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Äuglein
Statt Ochelaren kraft Façon
Empfiehlt sich besser ein Lorgnon,
Das, wenn es an der Nase krätzt,
Mit weiter Geste abgesetzt,
Der Blenden dunkle Eigenart,
Die Trübsicht auf die Welt bewahrt.

Statt Ochelaren kraft Façon
Empfiehlt sich besser ein Lorgnon,
Das, wenn es an der Nase krätzt,
Mit weiter Geste abgesetzt,
Der Blenden dunkle Eigenart,
Die Trübsicht auf die Welt bewahrt.
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Donnerstag 20. Oktober 2016, 03:12, insgesamt 2-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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Haken
Der Kleinen Immerhaken,
Erwürgt den Weibergreif,
Verwirkt um Seife kaken,
Denn einen Zauberschweif?

Der Kleinen Immerhaken,
Erwürgt den Weibergreif,
Verwirkt um Seife kaken,
Denn einen Zauberschweif?
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Donnerstag 20. Oktober 2016, 03:03, insgesamt 3-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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- noch weiter unten -
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Sonntag 7. Februar 2016, 02:59, insgesamt 2-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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Der Esel
Statt das Naschen einzustelln,
Die Gamaschen breitzustelln,
Fördert stets den güldnen Guß,
Krupp' um Krupp' - Herr Asinus.
-
Hat sichs endlich rausgestellt,
Hat sichs drumherum erhellt,
Will die Welt den Hunken sehn?
Ach! Wie stinkt es immerschön!"
Rahelle Calamahr
Statt das Naschen einzustelln,
Die Gamaschen breitzustelln,
Fördert stets den güldnen Guß,
Krupp' um Krupp' - Herr Asinus.
-
Hat sichs endlich rausgestellt,
Hat sichs drumherum erhellt,
Will die Welt den Hunken sehn?
Ach! Wie stinkt es immerschön!"
Rahelle Calamahr
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Sonntag 7. Februar 2016, 03:07, insgesamt 4-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.
- Rahelle Calamahr
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Erden
Mondschein ist glatt,
Und die Blätter sind satt.
-
Tag für Tag führt da der ewige Glanz,
Erden und Monde zum sonnigen Tanz.
-
Strahl um Strahl, unendlich gerade und krumm,
Biegt sich das Licht um das Leben herum.

Mondschein ist glatt,
Und die Blätter sind satt.
-
Tag für Tag führt da der ewige Glanz,
Erden und Monde zum sonnigen Tanz.
-
Strahl um Strahl, unendlich gerade und krumm,
Biegt sich das Licht um das Leben herum.
Zuletzt geändert von Rahelle Calamahr am Montag 7. März 2016, 01:41, insgesamt 3-mal geändert.
Denken heißt sterben lernen.