Ein Schreiben an Thorbranth Vylen

Forum des Alatarischen Gebietes & des Rakun

Moderator: Rahal [Mod]

Antworten
Benutzeravatar
Benjamin Acalon
Beiträge: 185
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Ein Schreiben an Thorbranth Vylen

Beitrag von Benjamin Acalon »

*Ein Bote wird sich auf die Suche nach Thorbranth machen und ihm ein schlichtes, aber sauberes Schreiben übergeben.*

Seinen Segen mit euch,

ich möchte euch um Verzeihung bitten.

Mein Verhalten war alles andere, als richtig. Ich habe nicht das Recht, euch irgendwie zu beurteilen.
Außerdem sollt ihr Wissen, das ich das nicht tat, oder sagte, um euch zu diffamieren. Mich hat nur die Sorge um eure Schwester angetrieben.

Ich kann euch versichern, dass das nicht noch einmal vorkommen wird.
Zudem werde ich Rahal auf dem schnellsten Wege verlassen.

Seinen Segen
Benjamin Acalon
Benutzeravatar
Thorbranth Vylen
Beiträge: 198
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Thorbranth Vylen »

*Nachdem er eine Antwort verfasst hat, wird er das Schriftstück zusammenrollen und mit einem Familienwachssiegel versehen. Anschließend wird das Schreiben an einen Boten übergeben, der sich nunmehr aufmachen wird, um Benjamin zu finden. Sollte er fündig werden, wird er Benjamin das folgende Schreiben übergeben. Anschließend wird er Benjamins Schreiben an Katharina weiterreichen.*
  • Der Hass unseres Herrn sei mit Euch, Herr Accalon.

    Hiermit bestätige ich den Eingang und die Kenntnisnahme Eures Schreibens, zu dem ich mich im Folgenden auch äußern möchte.

    Mit größter Verwunderung habe ich Eure Zeilen gelesen und möchte Euch daran erinnern, dass es nach Rahal keinen Weg mehr für Euch zurück gibt. Bei den Ketzern seid ihr ein bekannter Verräter, man wird Euch wohl kaum mit offenen Armen empfangen, sollte man jenes dennoch tun, so muss ich davon ausgehen, dass ihr uns verraten habt - Die damit verbundenen Konsequenzen könnt ihr Euch selbst ausmalen, die muss ich Euch sicherlich nicht weiter aufführen.

    Zudem halte ich Euren Plan, Rahal zu verlassen, gegenüber Magister Althan, meiner Schwester und allen anderen Beteiligten für eine bodenlose Unverschämtheit, waren sie es doch, die Euch die Möglichkeit gaben, Eure Seele auf den einzig wahren Pfad zu führen. Zudem haben sie in stunden- oder gar tagelanger Arbeit Euch vorbereitet, im Glauben geschult und mehr und mehr an das rahalische Reich herangeführt.
    Ich kenne Eure Beweggründe nicht, eigentlich sind sie mir auch recht gleich, jedoch ist es ein Schlag ins Gesicht für alle diejenigen, die Zeit in Euch investiert haben trotz Eures unstetigen und unvorhersehbar emotionalen Betragens.

    Was den mehr als dürftigen Versuch Eurer Entschuldigung anbelangt, so ist jenes zumindest ein Anfang. Ich erwarte, dass ihr Euch zukünftig weder in mein Privatleben einmischt oder meine kostbare Zeit in irgendeiner anderen Art und Weise verschwendet. Ihr mögt zu mir kommen, wenn es unserem Herrn dienlich ist und ihr etwas Nützliches zum Gedeien des heiligen Reiches beitragen könnt.


    Möge der Hass unseres Herrn Euch leiten


    Thorbranth Vylen
    Magister des ehrenwerten Ordens der Arkorither
    Konventsleitung

    *darunter prankt das Siegel der Familie Vylen*
    [URL=http://www.fotos-hochladen.net/uploads/vylensiegelj3dpszk8vq.png/][img]http://www.fotos-hochladen.net/uploads/vylensiegelj3dpszk8vq.png[/img][/URL]
Benutzeravatar
Benjamin Acalon
Beiträge: 185
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Benjamin Acalon »

*Es dauerte beinahe die ganze Nacht, den Brief zu schreiben. Zudem mehrere Versuche. Aber schließlich gab der junge Mann Sebastian einen dicken, sauberen Umschlag in die Hand. Mit der Bitte, ihm Magister Vylen auszuhändigen.*
  • Des Herrn Segen mit euch Magister,

    nachdem ich euren Brief gelesen und eine Weile über die Zeilen nachgedacht habe, wurde mir bewusst, warum ich in Rahal nicht zurechtkomme. Warum ich die Theorie kaum umsetzen kann und kein Fettnäpfchen auslasse.

    Es ist ein fataler Irrglaube, dass ich an das Leben in Rahal heran geführt wurde. Das Gegenteil ist der Fall. In der Theorie bin ich, dank eurer Schwester, ungemein gut geschult.
    Aber ich bin nicht im Glauben an Alatar aufgewachsen. Ich habe mehr als zehn Jahre rein nach dem Glauben an Temora gelebt. Ich habe in ihren Städten gewohnt und nach ihren Tugenden gestrebt.
    Als ich meine Familie verlassen habe, war ich kaum sieben Jahre alt. Ich erinnere mich nicht mal an ihre Gesichter. Genauso wenig weiß ich, wie sich ein Alatari überhaupt benimmt.

    Es ist das an mir, was ihr als ‚unstetig und unvorhersehbares, emotionales Betragen‘ bezeichnet.
    Versteht, ich bin es gewohnt, meine Gefühle zu zeigen. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht. Im Moment bin ich sehr verwirrt und überfordert. Deswegen wollte ich auch fliehen.

    Das, was ihr als Selbstverständlich anseht, ist für mich neu und verwirrend. Dinge, mit denen ihr aufgewachsen seid, habe ich nie gesehen oder gehört.

    Ich hoffe es ist euch, ebenso wie mir, bewusst dass es mehr als ein paar Monde dauern wird, meine Persönlichkeit zu verändern. Wie viel Zeit ich brauche, kann ich euch nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich sie brauche.
    Zudem steh ich allein vor dieser Aufgabe.


    Was die Entschuldigung angeht, so ging ich davon aus, dass deutliche und ehrliche Worte einen besseren Eindruck auf euch machen würden, als das Geschwafel, mit dem ich ursprünglich begann.
    Aber falls ihr mehr Worte, als mehr Mühe interpretiert, komme ich dem gerne nach.

    Nun war mein erklärtes Ziel, mich dem Konvent anzuschließen. Eure Schwester verknüpfte diese Entschuldigung als Bedingung für meinen Eintritt in den Konvent. Für sie scheint es sehr wichtig zu sein, das wir das zumindest aus der Welt schaffen.

    Mir war schon an dem Abend am Strand klar, dass ich mich falsch verhalten habe. Noch bevor ihr versucht habt, meine Lunge zu braten.
    Mich hat nur die Wut auf Magister Althan angetrieben. Da ich ihn nicht finden konnte, habe ich es an euch ausgelassen. Was ebenso absolut kein korrektes Verhalten ist.

    Euer Privatleben und eure Familie gehen mich nichts an. Daher respektiere ich euren Wunsch, mich nicht in eurem Haus zu sehen. Seit dem habe ich nicht einmal mehr angeklopft, da ich mir nicht sicher bin, wie weit ich überhaupt gehen darf.

    Seid euch gewiss, dass ich mich in Zukunft nicht mehr einmischen werde. Jedoch kann ich euch nicht mehr als eine ehrliche Entschuldigung anbieten.


    Etwas solltet ihr noch über mich wissen. Ich gehe keinen Schritt zurück. Ich habe mich für das Leben hier entschieden. Daran wird sich nichts mehr ändern.

    Der Segen des Panthers mit euch.
    Möge ihm gefallen, was er sieht.

    Benjamin Acalon
Antworten