Dieses ständige hin und her, diese tausend Gedanken welche den Kopf zermürbten und einen keine klare Linie finden ließen. Er sagte zwar er vergesse, aber ein Vylen vergisst nicht und wenn, dann nur seltenst. Sie sollte nochmals mit ihm sprechen, über all das...erst dann würde sie damit abschließen können.
Sie versuchte Ben's Vertrauen zu erlangen denn nur die Kontrolle alleine würde sie nicht das wissen lassen was sich in ihm verbirgt. Langsam öffnet er sich, nach und nach sickern hier und da Informationen und Geschichten, Erzählungen über sein Leben über seine Lippen.
Den Test hatte er ohne weiteres bestanden, er war bereit den Weg Alatar zu gehen und sie würde jenen mit ihm gehen, ihn begleiten. So wie sie es nun schon eine lange Zeit tut, sie begleitet ihn so wie auch der Magister. Er hatte sich zurück gezogen um ihr den Weg frei zugeben, eine Geste über welche man nachdenken sollte, er schenkte ihr also das Vertrauen das sie selbst soweit war jenes übernehmen zu können.
Ben...sie sah das er innerlich zerbrach an dieser Gefangenschaft, sie tat ihm nicht gut und bließ das Leben welches vorher eh schon so angekratzt war, nur noch mehr hinaus. Doch auch dieser Schritt war wichtig, denn sie würde ihm danach die Hand reichen um aus eben jener Situation herauszukommen, er würde somit den Aufstieg einfacher schaffen, einfach in den Glauben finden denn es würde eine neue Aufgabe in seinem Leben geben. Aufgaben sind wichtig, sie geben uns Ziele und so geben sie uns auch Kraft und den Schwung den wir brauchen um eben jene Ziele zu erreichen.
Je tiefer ein Mensch gesunken ist, umso heller erstrahlt jener welcher ihm aus diesem Loch hilft.
So war es der Glaube der ihm half.
Die Finger greifen in den Nachttisch hinein, sie ziehen das Tuch heraus, sanft streicht der Daumen über den Stoff ehe sie jenen zu ihrer Nase zieht. Der Duft war lange nicht mehr so intensiv, man konnte ihn noch erahnen aber es war nichts was die Sinne berührte. Langsam senkt sie die Hand, erhebt sich und schreitet in Richtung des Keller Gewölbes.
Ihre Seite schmerzte noch immer, ihr erster Kampf und sie hatte sich so anstrengen müssen, es viel ihr so schon schwer bei Aufregung Kontrolle in ihr Wesen zu bringen. Sie war erschöpft nicht nur weil die Rippe ihr zu schaffen machte, nein auch weil sie kaum schlief und sie somit die Konzentration nicht immer aufrecht halten konnte.
Kleinigkeiten ließen es schon zu das sie schneller gereizt war gerade bei dem Magister musste sie sich meist noch mehr zusammen reißen, doch dank ihm weiß sie auch wie....
Langsam streift sie die Kleidung von ihrem Leib, nur um nach und nach einen Schritt nach dem anderen folgend, den Körper in das Wasser zu tunken. Es beruhigte sie, das Gefühl der Schwerelosigkeit in diesem Element. Die Finger gleiten durch das Wasser, sie lehnt sich zurück und schließt die Augen, während das es ihre Silhouette umspielt. Die langen dunklen Haare bewegen sich in sanften wogen, jeder Rührung des Wassers folgend. Ruhe.....Stille....Entspannung...sie konzentriert sich auf das Atmen so wie er es ihr beigebracht hat, damit sie es nach und nach ausgrenzen kann, das dröhnen, krächzen und vibrieren, das pulsieren und dann noch die Gedankengänge....atmen, ruhig...entspannt atmen. Nach und nach loslassen.
